VOLKSTHEATER WIEN
Spielzeit 2011/12
Nora oder ein Puppenheim
von Henrik Ibsen
Premiere: 15. Februar 2012, VHS Meidling, Theatersaal
Schauspiel in 3 Akten
Weihnachten im Hause Helmer. Fröhliche Stimmung. Torvald, der „Herr des Hauses", ist befördert worden. Geld und gesellschaftlicher Aufstieg winken. Für Nora, Torvalds Frau, bedeutet die finanzielle Verbesserung nach Jahren des Bangens Erleichterung. Denn sie hat ein Geheimnis: Zu Beginn ihrer Ehe nahm sie - um ihrem schwerkranken Mann eine Kur in Italien zu ermöglichen - heimlich einen Kredit bei dem Advokaten Krogstad auf und fälschte dafür die Unterschrift ihres im Sterben liegenden Vaters. Seither lebte sie in ständiger Spannung und Sorge, ob es ihr auch gelingen würde, ihre Schulden zurückzuzahlen. Doch die Erleichterung hält nicht lange an. Krogstad erpresst sie mit der gefälschten Unterschrift. Nora soll verhindern, dass Torvald ihm kündigt. Ihre Versuche diesbezüglich schlagen jedoch fehl, die Lage scheint ausweglos. Zu allem Übel erhält Torvald einen Brief von Krogstad, der Noras Tat enthüllt. Torvald, entsetzt, kann nicht sehen, dass Nora aus Liebe zu ihm so gehandelt hat, und fürchtet einen Skandal, der ihn seine berufliche und gesellschaftliche Stellung kosten könnte. Da trifft ein weiterer Brief Krogstads ein, der den zerrissenen Schuldschein enthält - und das Familienglück scheint wiederhergestellt. Doch für Nora hat sich alles geändert...
Henrik Ibsen, der wie kaum ein anderer die gesellschaftlichen Zustände seiner Zeit erbarmungslos sezierte, schrieb dieses Stück im Sommer 1879. Es ist eines seiner erfolgreichsten und weist mit der Thematik der Emanzipation weit in die Zukunft. Noch im selben Jahr folgte die Uraufführung am Königlichen Theater in Kopenhagen, allerdings mit geändertem Schluss. Dass Nora, die „Puppenfrau" in einem „Puppenheim", in dem aus Liebe gelogen wird, Mann und Kinder verlässt, um zu sich selbst zu finden, und ein eigenständiger Mensch wird, war für die damalige Zeit zu brisant.
Regie: Babett Arens
Bühne: Hans Kudlich
Kostüme: Erika Navas
Dramaturgie: Elisabeth Geyer
Ort:
Volkstheater in den Bezirken
Termine:
Di, 14.2.2012, 19:30 | Voraufführung |



Mi, 15.2.2012, 19:30 | Premiere |



Fr, 17.2.2012, 19:30 |



Sa, 18.2.2012, 19:30 |



So, 19.2.2012, 19:00 |



Mo, 20.2.2012, 19:30 |



Mi, 22.2.2012, 19:30 |



Do, 23.2.2012, 19:30 |



Fr, 24.2.2012, 19:30 |



So, 26.2.2012, 19:30 |



Fr, 2.3.2012, 19:30 |



Sa, 3.3.2012, 19:30 |



Mo, 5.3.2012, 19:30 |



Di, 6.3.2012, 19:30 |



Mi, 7.3.2012, 19:30 |



Do, 8.3.2012, 16:00 |



Do, 8.3.2012, 19:30 |



So, 11.3.2012, 19:30 |



Mo, 12.3.2012, 19:30 |



Di, 13.3.2012, 19:30 |



Mi, 14.3.2012, 19:30 |



Do, 15.3.2012, 19:30 |



So, 18.3.2012, 19:30 |



Mo, 19.3.2012, 19:30 |



Di, 20.3.2012, 19:30 |



Mi, 21.3.2012, 19:30 |



Do, 22.3.2012, 19:30 |


Jagdszenen aus Niederbayern
von Martin Sperr
Premiere: 17. Februar 2012, Haupthaus
Stück in 17 Bildern
Es ist Nachkriegszeit. Ruhe ist wieder eingekehrt in Reinöd, Niederbayern. Doch die Dorfidylle ist trügerisch: Die Rückkehr des homosexuellen Abram aus dem Gefängnis setzt einen Mechanismus von barbarischer Gewalt in Gang. Die Dörfler beschließen seine neuerliche Vertreibung, umkreisen, bedrohen, verfolgen ihn. Eine Außenseiterin ist auch Barbara, seine Mutter, eine Tagelöhnerin, die froh um einen Ort wäre, an dem sie bleiben könnte. Ein Schandfleck ist die Bäuerin Maria, die mit ihrem Knecht zusammenlebt, obwohl ihr im Krieg vermisster Mann noch nicht für tot erklärt wurde. Als „Dorftrottel" stigmatisiert ist Rovo, ihr verhaltensgestörter Sohn. Und die Magd Tonka wird als Hure gebrandmarkt. Doch die Schwachen lassen Solidarität untereinander vermissen: Aus Verzweiflung und um lästigem Gerede zu entgehen, lässt sich Abram mit Tonka ein, die von ihm schwanger wird. Er ersticht sie in blinder Wut, als sie ihn zu erpressen versucht. Maria denunziert Abram, mit der Behauptung, er habe sich an Rovo vergangen. Ihre Anschuldigungen machen Abram zum Freiwild. Eine Prämie wird auf seinen Kopf ausgesetzt, die Dörfler gehen auf die Jagd ...
Latente Gewalt, die hinter scheinbar normaler Alltäglichkeit lauert. Regeln und Gesetze, die die Menschen zu einer dumpfen, hermetisch abgeschlossenen Gemeinschaft zusammenschweißen. Die Bedrohlichkeit alles Fremden, das erbarmungslos ausgegrenzt, gejagt und zur Strecke gebracht wird. Keine der Figuren stellt die Werte des Dorfes in Frage, auch nicht die Außenseiter: Die Gejagten sind, wenn sie erst zu den Jägern gehören, genauso schlimm wie die Jäger.
Jagdszenen aus Niederbayern, 1965 entstanden, war das erste einer Reihe von „sozialkritischen Volksstücken", die sich mit unbewältigter Vergangenheit und alltäglichem Faschismus auseinandersetzten, und ist heute so aktuell wie 1966, dem Jahr der Bremer Uraufführung (die österreichische Erstaufführung fand 1974 am Volkstheater statt). Jagdszenen aus Niederbayern brachte dem Autor neben dem renommierten Gerhart-Hauptmann Preis den Durchbruch auf deutschsprachigen Bühnen und stellten ihn in eine Reihe mit Büchner, Fleisser und Horváth.
Regie: Schirin Khodadadian
Bühne: Hugo Gretler
Dramaturgie: Hans Mrak
Ort:
Haupthaus
Termine:
Fr, 17.2.2012, 19:30 | Premiere |



Mo, 20.2.2012, 19:30 |



So, 26.2.2012, 15:00 |



Di, 28.2.2012, 19:30 |


Die Dreigroschenoper
Bertolt Brecht
Ein Stück mit Musik in einem Vorspiel und acht Bildern nach John Gay
Musik von Kurt Weill
Peachum, seines Zeichens geschäftstüchtiger Chef von „Peachum & Company", hat viel zu tun. Seine Firma profitiert von den Bettlern Londons „als Grundkategorien des Elends" und organisiert sie in der Stadt - mit einem Wort: Elend als Mittel zum Zweck. Als er von seiner Frau erfährt, dass seine Tochter Polly zu heiraten beabsichtigt - ausgerechnet den skrupellosen Ganoven Macheath - gerät Peachum außer sich und versucht, die Hochzeit zu vereiteln. Doch das Paar kommt ihm zuvor - in einem Pferdestall feiert man, bejubelt von Mackies Bande, Hochzeit. Auch Londons Polizeichef Tiger Brown gibt sich die Ehre - denn gegen hartes Geld erweist er sich seinem alten Armeekameraden immer wieder solidarisch. Als die Peachums Polly drohen, ihren frisch angetrauten Gemahl an den Galgen zu bringen, beschwört sie Macheath, unverzüglich zu fliehen - auch Brown könne ihn nun nicht mehr schützen. Macheath betraut Polly mit der Leitung seiner Geschäfte, wird von seiner früheren Geliebten, der Hure Jenny, verraten, verhaftet, kommt aber mit Hilfe seiner aktuellen Geliebten Lucy, Browns Tochter, wieder frei. Doch Peachum hat noch ein Ass im Ärmel ...
Die Dreigroschenoper ist - genau genommen - die Parodie einer Parodie: denn bereits die Vorlage, John Gays The Beggar's Opera (1728), war als zeitkritische Opernparodie angelegt. Brecht ging es in seiner Neukonzeption, die stark auf die Mittel seines epischen Theaters setzte, ebenfalls um harte Kritik an der Gesellschaft seiner Zeit: In der Dreigroschenoper führen sich die Verbrecher wie die Bürger auf. Brechts Ziel war es, den Zuschauern begreiflich zu machen: Wenn die Verbrecher durch bürgerliche Manieren und Methoden erfolgreich sind, dann müssen die bürgerlichen Methoden und Manieren verbrecherisch sein. Das galt damals, und das gilt heute noch, man denke nur an die Skandale um korrupte Politiker oder verkrachte Banker, die auf private Auslandskonten wirtschaften.
Regie: Michael Schottenberg
Bühne: Hans Kudlich
Kostüme: Erika Navas
Musikalische Leitung: Imre Lichtenberger-Bozoki
Korrepetition: Benjamin Schatz
Dramaturgie: Hans Mrak
Ort:
Haupthaus
Termine:
Sa, 4.2.2012, 19:30 |



So, 5.2.2012, 19:30 |



Sa, 11.2.2012, 19:30 |



So, 12.2.2012, 19:30 |



Fr, 24.2.2012, 19:30 |



Mi, 29.2.2012, 19:30 |


Träumt?
von March Höld
Gibt es sie tatsächlich, die Soldaten unterm Teppich? In sieben verschiedenen Szenen, die scheinbar logisch zusammenhängen und eine Chronologie von Lebensläufen widerspiegeln, bricht immer wieder das Irreale als Fremdkörper in die vermeintliche Realität ein. Die Soldaten unterm Teppich sind Endpunkt eines jeden lebensnahen oder noch so bizarren Dialogs zwischen einem Mann und einer Frau, die in verschiedenen Lebenssituationen und unterschiedlichen Alterskonstellationen aufeinander treffen. Dabei sind sie Meister der Verdrängung - und sprechen lieber über die Banalitäten des Alltagslebens, anstatt sich damit zu beschäftigen, was konsequent unter den Teppich gekehrt wird. In einer fiktionalen Zeitreise durch Tag- und Albträume verschwimmen die Ebenen, werden Träume zu Realität und umgekehrt.
Träumt? ist ein schwarzhumoriges Stück, das die Funktionsmechanismen unserer Psyche durchleuchtet und das Unterste zuoberst kehrt.
Regie und Bühne: Carina Riedl
Kostüme: Katharina Kappert
Musik: Arthur Fussy
Dramaturgie: Elisabeth Geyer
Ort:
Schwarzer Salon
Termine:
Mo, 6.2.2012, 19:30 |



Sa, 25.2.2012, 19:30 |


© Johannes Hammel
Der Färber und sein Zwillingsbruder
Posse in 3 Akten von Johann Nestroy
Schon als Kinder sind sie von ihrem Vater verwechselt worden, bezog der eine die Prügel für die Streiche des anderen: die Zwillingsbrüder Hermann und Kilian Blau. Jetzt ist Hermann bei der Grenzgendarmerie, ein hemdsärmeliger Draufgänger und Schürzenjäger. Kilian hingegen - ein schüchterner, argloser Zivilist ohne jede „Kurasch'" - hat den bodenständigen Beruf des Färbers ergriffen. Sie gehen sich geflissentlich aus dem Weg, Kilian hat den Bruder nicht einmal zu seiner Hochzeit eingeladen. Just an diesem Tag jedoch ereilt ihn die Nachricht, dass Hermann wegen einer Liebesaffäre sein Bataillon verlassen habe, unauffindbar sei; sollte er nicht rechtzeitig zurück sein, werde das schlimme Folgen für ihn haben. Auf der Stelle macht Kilian sich - gefolgt von seiner Braut Roserl - auf, Hermann zu suchen. Noch wissen die beiden nicht, dass ihnen eine Menge brenzliger und gefährlicher Situationen bevorstehen, denn um den martialischen Bruder zu retten, muss der friedfertige Kilian in dessen Uniform schlüpfen und stellvertretend den Helden markieren ...
Nestroy war ein genialer, außerordentlicher, vom Spieltrieb besessener, souveräner und vielseitiger Schauspieler. Und so verwundert es nicht, dass er sich die Doppelrolle der ungleichen Zwillingsbrüder, von denen der eine extrem kriegerisch, der andere extrem furchtsam ist, auf den Leib geschrieben hat. Mit der Rolle des Roserl ist ihm zusätzlich noch eine seiner - neben der Salome Pockerl im Talisman und der Kathi im Zerrissenen - reizvollsten und originellsten Frauengestalten gelungen, eine Figur, die entschieden gegen gängige Stereotypen des Weiblichen ankämpft. Als Vorlage diente Nestroy die komische Oper Le Brasseur de Preston von Adolphe Adam, die 1838 in Paris uraufgeführt wurde. Nestroy machte daraus eine beschwingte Parodie auf den Militarismus seiner Zeit, die mit ihren eingängigen Couplets seit ihrer Uraufführung 1840 im Theater an der Wien zu den beliebtesten Werken Nestroys zählt.
Regie: Vicki Schubert
Bühne: Stephan Koch
Kostüme: Inge Stolterfoht
Musik: Fritz Rainer
Choreographie: Ferdinando Chefalo
Dramaturgie: Hans Mrak
Ort:
Haupthaus
Termine:
Di, 7.2.2012, 19:30 |



Do, 9.2.2012, 19:30 |



Sa, 18.2.2012, 19:30 |



So, 19.2.2012, 14:30 |



Di, 21.2.2012, 19:30 |



Mi, 22.2.2012, 17:00 |


Der einsame Weg
Schauspiel in fünf Akten von Arthur Schnitzler
Die Wiener Gesellschaft um 1903 im Umbruch der Epochen: Maler, Schriftsteller, Schauspieler, Weltenbummler. Die Geschwister Johanna und Felix, beide Anfang zwanzig, ohne rechte Orientierung, sind umzingelt von Menschen mit „Vergangenheit". Drei Männer, Künstlerfreunde, waren vor 20 Jahren eng miteinander verbunden, hatten Affären mit denselben Frauen und erfreuten sich ihrer prächtigen Zukunftsaussichten: Der eine galt als die große Hoffnung der neuen Malerei, der andere gab seine Offizierskarriere auf, um als Dichter zu reüssieren, der dritte lenkte sein Leben in die geregelten Bahnen von Familie und „Kunst- beamtentum". Nun, in der Mitte ihres Lebens, holt sie die Vergangenheit wieder ein. Die Jugend von Johanna und Felix wird zum Tauschwert dieser Gesellschaft, die sich mit famoser Rücksichtslosigkeit weiter behaupten will.
Die Themen Einsamkeit, Tod und Entfremdung stehen im Mittelpunkt dieses ersten der großen Gesellschaftsdramen Schnitzlers. Es handelt von Menschen, „die alle so nah sind und die doch voneinander nichts wissen, kaum ihre Beziehungen zueinander kennen und dazu bestimmt scheinen auseinanderzufallen, weiß Gott wohin ...".
Mit Der einsame Weg hat Schnitzler ein schonungsloses Selbstporträt und ein Gesellschaftsporträt seiner Zeit verfasst, das ihn „Tränen der Verzweiflung" vergießen ließ. Angst vor einengenden Bindungen, Flucht aus der Verantwortung, Selbstmitleid, Berührungsängste und falscher Lebensentwurf verhindern eine mögliche Überwindung der Einsamkeiten dieser Menschen, die uns heute so nah sind wie je. Diese Lebensbilanzen, diese Menschen mit ihren Brüchen und Widersprüchen könnten uns alle heute begegnen. Hervorgegangen aus vielen Fassungen, die sprechende Titel wie „Egoisten" und „Der Junggeselle" trugen, fand 1904 die Uraufführung von Der einsame Weg am Deutschen Theater in Berlin statt.
Regie: Alexander Nerlich
Bühne: Wolfgang Menardi
Kostüme: Amit Epstein
Musik: Malte Preuß
Dramaturgie: Susanne Abbrederis
Ort:
Haupthaus
Termine:
Mi, 8.2.2012, 19:30 |



Mo, 13.2.2012, 19:30 |



Mi, 15.2.2012, 19:30 |



Do, 16.2.2012, 19:30 |



Do, 23.2.2012, 19:30 |


© Jacqueline Kornmüller / Helmut Wimmer
Die Reise
Ein Projekt für 30 MigrantInnen von Jacqueline Kornmüller
Millionen Menschen waren im vergangenen Jahr unterwegs in eine bessere Welt. Flüchtlinge haben auf ihrer Odyssee oft alle Schrecken erlebt, die man sich nur ausdenken kann: Lebensgefahr, Betrug, Raub, Diebstahl, Trennung von geliebten Menschen, Armut, Hunger und Vergewaltigung. Unzählige finden, bevor sie noch die paradiesische Ferne erreichen, den Tod. Dass das Paradies keines ist, sondern mit Tarnung, Verstecken, neuem Elend und Hass verbunden ist, erfahren sie bald, wenn sie ihr Ziel erreicht haben, aber kaum jemand wird sich das eingestehen. Fast alle sind aus ihrer Hölle in ein Fegefeuer geraten, denn im Kontinent des Wohlstandes will man nicht mit ihnen teilen. Man sieht in den Gestrandeten vielmehr Heuschreckenschwärme, vor denen man sich schützen muss, weil sie das Sozialsystem gefährden. Kein Staat in Europa besitzt eine grundsätzlich andere Philosophie.
Aus Die Stadt, Entdeckungen im Inneren von Wien von Gerhard Roth
Das Volkstheater widmet in Kooperation mit wenn es soweit ist diesem vieldiskutierten Thema ein Projekt, das gewohnte Perspektiven und Sichtweisen in Frage stellt. Wir möchten unser Publikum einladen, zuzuhören, wenn Menschen verschiedener Herkunft und unterschiedlichen Alters die Geschichten ihrer Reise erzählen.
Der Verein Flüchtlingsprojekt Ute Bock ist für viele AsylwerberInnen erste und wichtige Anlaufstelle für Hilfe jeglicher Art. Mit dieser Produktion wird die unermüdliche Arbeit der engagierten Flüchtlingshelferin finanziell unterstützt: jeweils ein Euro des Kartenpreises fließt an ihre Initiative. Ute Bock wird auch persönlich an diesem Theaterprojekt mitwirken.
Regie und Bühne: Jacqueline Kornmüller
Kostüme: Heide Kastler
Produktion: Peter Wolf
Dramaturgie: Peter Wolf / Irene Girkinger
Musikdramaturgie: Peter Wolf
Musikbearbeitung: Uli Bühl
Eine Kooperation von Volkstheater mit wenn es soweit ist
Ort:
Haupthaus
Termine:
Mo, 6.2.2012, 19:30 |



Fr, 10.2.2012, 19:30 |


© Johannes Hammel
Mondlicht und Magnolien
Komödie von Ron Hutchinson
Hollywood 1939, hinter den Kulissen jenes Films, der bis heute als größter Kassenschlager aller Zeiten gilt: Vom Winde verweht. Der Produzent David O. Selznick hat ein Vermögen in das Projekt investiert, seine ganze Existenz steht auf dem Spiel. Doch kaum laufen die Dreharbeiten, lässt er sie wieder stoppen, weil er merkt, er hat den falschen Regisseur und - selbst nach der x-ten Fassung - immer noch kein gutes Drehbuch. Die Zegiefrage ist schnell gelöst. Selznick engagiert Victor Fleming, einen leidgeprüften Routinier, der eigentlich gerade den Zauberer von Oz dreht. Schwieriger ist es, den Star-Schreiber Ben Hecht zu überzeugen, ein handhabbares Script zu liefern.
Hecht hat keine Zeile des Romans gelesen, findet die Saga um Scarlett O'Hara und Rhett Butler, Melanie und Ashley scheußlich, eine Liebesschnulze, „Mondlicht und Magnolien"-Kitsch. Außerdem: „Noch nie hat ein Bürgerkriegsfilm auch nur einen Cent eingespielt." Panisch greift Selznick zu einer Notlösung. Gemeinsam mit Fleming spielt er Hecht die komplizierte Handlung vor. Parallel dazu schreibt Hecht die Dialoge. Knapp eine Woche sind die drei Männer in Selznicks Büro eingesperrt, schlüpfen in wechselnde Rollen, durchleben die Irrungen und Wirrungen der weltberühmten Charaktere, den Brand Atlantas, die Geburt von Melanies Baby, den Wiederaufbau Taras. Sie geraten in den Rausch des Melodrams, kämpfen mit ihrer eigenen Erschöpfung, wachsender Gereiztheit, Zerschleißerscheinungen und höchst verschiedenen Sichtweisen des Stoffs - alles mit dem Ziel, ganz großes Kino zu erschaffen, auch wenn Hecht und Fleming eher den Flop des Jahrhunderts fürchten.
Basierend auf wahren Ereignissen, ist Mondlicht und Magnolien eine temporeiche „Backstage-Comedy", die ein bissiges Licht auf den Aberwitz und die Hysterie der Filmindustrie wirft. Kenntnisreich verfolgt Ron Hutchinson die Entstehung eines Bürgerkriegsepos, während im fernen Europa ein sehr realer Krieg heraufzieht.
Regie: Vicki Schubert
Bühne: Stephan Koch
Kostüme: Inge Stolterfoht
Dramaturgie: Susanne Abbrederis
Ort:
Haupthaus
Termin:
Sa, 25.2.2012, 19:30 |


© Johannes Hammel
MEMOIREN der Sarah Bernhardt
von John Murrell
Sommer 1922 an der französischen Atlantikküste: Die große französische Schauspieldiva Sarah Bernhardt sitzt - 77-jährig - auf der Terrasse ihres Sommerhauses und arbeitet an ihren Memoiren. Mit Hilfe ihres Sekretärs Pitou versetzt sie sich zurück in ihre Vergangenheit und lässt die wichtigsten Momente ihres Lebens Revue passieren: Ihren künstlerischen Durchbruch, die Beziehung zu ihrer lieblosen Mutter, ihre Tournee als Weltstar durch die USA, ihre Männergeschichten und die große Tragödie ihres Lebens - die Amputation ihres rechten Beins und wie sie dennoch unaufhörlich weiter Theater spielte ...
MEMOIREN der Sarah Bernhardt ist ein halb fiktives, halb biografisches Stück über Sarah Bernhardt. 1844 in Paris geboren, wollte sie zunächst Nonne werden, begann aber dann mit dem Schauspielstudium. 1862 debütierte sie an der Comédie Française, ohne große Beachtung zu finden. Der Durchbruch gelang ihr erst einige Jahre später. Sie unternahm zahlreiche Tourneen durch die ganze Welt und feierte triumphale Erfolge. Berühmt war sie nicht zuletzt für ihre Exzentrik und eigentümliche Koketterie mit dem Tod. Als Sarah Bernhardt 1923 in Paris starb, galt sie als die berühmteste Schauspielerin ihrer Zeit und war einer der ersten Weltstars überhaupt.
Regie: Michael Schottenberg
Bühne: Hans Kudlich
Kostüme: Erika Navas
Dramaturgie: Elisabeth Geyer
Ort:
Haupthaus
Termin:
Di, 14.2.2012, 19:30 |


Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran
von Eric-Emmanuel Schmitt
Moses, ein kleiner jüdischer Junge, lebt im Paris der sechziger Jahre mit seinem Vater in einer dunklen Wohnung in der Rue Bleue. Seine Mutter hat die Familie nach seiner Geburt verlassen, sein Vater - depressiv und unglücklich - ist unfähig, sich um seinen Sohn zu kümmern, ihn zu erziehen und ihm Freude am Leben zu vermitteln. So ist Moses einsam und vernachlässigt, bis er den muslimischen Gemischtwarenhändler Monsieur Ibrahim kennen lernt. Täglich kauft er bei ihm ein - manchmal klaut er auch - und langsam entwickelt sich eine Freundschaft. Monsieur Ibrahim schenkt Moses die Aufmerksamkeit, die ihm von seinem Vater verwehrt bleibt: Der alte Mann hört ihm zu, unterhält sich mit ihm, zeigt ihm die schönen Seiten des Lebens. Nach und nach gerät Moses' bisheriges Weltbild ins Wanken - eine völlig neue Sicht der Dinge eröffnet sich ihm.
Mit seinem Monolog Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran schildert der französische Schriftsteller Eric-Emmanuel Schmitt die Geschichte einer außergewöhnlichen Freundschaft - die Beziehung zweier Menschen, deren Lebensumstände und kulturelle Herkunft kaum unterschiedlicher sein könnte und die sich doch viel näher sind, als es scheint: Diese beiden Menschen werden ihr Leben verändern, indem sie sich einander zuwenden, und werden einander bereichern wie nichts zuvor in ihrem Leben. 2003 wurde die Geschichte von François Dupeyron verfilmt. Für seine Rolle des Monsieur Ibrahim erhielt Omar Sharif 2004 den César als bester Hauptdarsteller.
Regie: Thomas Schöndorfer
Dramaturgie: Elisabeth Geyer
Ort:
Empfangsraum
Termin:
Do, 16.2.2012, 19:30 |


Kasperl & Co: Die Piratenbraut
Ein spannendes Kasperlabenteuer für kleine Zuschauer ab 4 Jahren
Um für's große Faschingsfest eine lustige Verkleidung zu finden, wollen Kasperl und Sepperl in der großen Kiste vom Dachboden wühlen. Da erreicht sie eine schreckliche Nachricht erreicht: In Pimperlhausen treibt die gefürchtete Piratenbraut wieder ihr Unwesen! Das bringt Sepperl auf die Idee, sich heuer im Fasching als Pirat zu verkleiden. Aber, oje: Als die Piratenbraut den verkleideten Sepperl sieht, vermutet sie, dass es sich bei ihm um den von ihr schon lange gesuchten Seeräuber-Joe handelt - und nimmt ihn gefangen! In ihrem Versteck versucht die Piratenbraut dem vermeintlichen Seeräuber das Geheimnis der Schatzkiste zu entlocken. Doch Sepperl weiß von nichts... Gemeinsam mit den Kindern macht sich Kasperl auf den Weg, seinen Freund Sepperl zu befreien. Wird es ihm gelingen, die gefürchtete Piratenbraut zu überlisten? Und was hat es mit dem geheimnisvollen Schatz auf sich?
Ort:
Rote Bar
Termin:
So, 12.2.2012, 16:00 |


Flying Saxophone Circus
Selmer Saxharmonic, die 12 Saxophonvirtuosen, kommen mit ihrem Echo-prämierten Programm Flying Saxophone Circus zum ersten Mal ins Wiener Volkstheater.
Zwölf der namhaftesten und profiliertesten klassischen Saxophonisten Deutschlands haben sich zu diesem einzigartigen Saxophonorchester, das mit dem renommierten Wiener Dirigenten Milan Turkovic zusammenarbeitet, zusammengeschlossen. Auf allen Instrumenten der Saxophonfamilie vom Sopranino bis zum Bass bieten die Saxophonvirtuosen ein spektakuläres Konzerterlebnis.
Auf dem Programm stehen Werke von Dvorak (slawische Tänze), Schostakowitsch (Jazz Suite Nr. 2), Milhaud (Scaramouche), Gershwin (Songs) sowie das beschwingte, lateinamerikanische Stück "Las Americas" von Jean Matitia.
Entdecken Sie eine ungeahnte Klangvielfalt und "Bläserartistik auf allerhöchstem Niveau. Beste Unterhaltung zwischen E und U ohne jede Kompromisse! Wer offene Ohren hat und sich gerne überraschen lässt, dem sei Selmer Saxharmonic wärmstens empfohlen." (Radio Bremen)
Ort:
Haupthaus
Termin:
So, 19.2.2012, 20:00 |


Die Besten aus dem Osten! Folge 10: Kosovo
Faszinierend und fremd präsentiert sich aus westlicher Sicht der Kosovo, die jüngste europäische Republik, die am 18. Februar 2008 ihre Unabhängigkeit erklärte und noch immer unter den Folgen des Krieges leidet, der bereits über zehn Jahre zurückliegt.
Volume 10 der Besten aus dem Osten! widmet sich diesem Land und wartet mit einer kleinen Sensation auf: Einer der führenden Theatermacher des Kosovo, Jeton Neziraj, steuert für das Festival eine Uraufführung bei: Yue Medlin Yue/Yue Madeleine Yue, ein intelligent-absurdmusikalisches Stück abseits jeglicher Folkloreklischees über eine Roma-Familie, die im chaotischen Nachkriegskosovo wieder Fuß zu fassen versucht. Die Produktion seiner Theatergruppe Qendra Multimedia wird mit deutschen Übertiteln gezeigt.
Der Showcase zum Autor und Theatermacher Jeton Neziraj, der bis 2011 drei Jahre lang das Nationaltheater in Prishtina leitete, präsentiert auch die szenische Lesung seines Stückes Krieg in Zeiten der Liebe. Der Autor und Journalist Beqë Cufaj wird Einblicke in die politische und kulturelle Szene des Kosovo geben und aus seinem zweiten, noch unveröffentlichten Roman lesen. Die Gedichte Ervina Halilis zeigen die poetische Seite des Kosovo.
Bei Musik und kulinarischen Spezialitäten bietet sich die einmalige Gelegenheit, den „neuen" Kosovo und seine Künstler kennen zu lernen!
In Zusammenarbeit mit KulturKontakt Austria und dem Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
Ort:
Hundsturm
Termine:
Fr, 24.2.2012, 19:00 |



Sa, 25.2.2012, 19:00 |


Volkstheater Ges.m.b.H.
Neustiftgasse 1
A-1070 Wien
Telefon: +43-1-52111-0
E-Mail:
info@volkstheater.at
Tickets:
ticket@volkstheater.at
Volkstheater
Rote Bar, Empfangsraum, Schwarz-Weißer Salon
Neustiftgasse 1, A-1070 Wien
U2, U3, Straßenbahnlinien 1, 2, D, J, 49, Bus 48A
Parken: Parkgarage im Museumsquartier
Hundsturm
Margaretenstraße 166, A-1050 Wien
U4 Margaretengürtel, Straßenbahnen 6, 18, Bus 12A, 59A
Parken: In der Apcoa Garage, Am Hundsturm, 1050 Wien