

Das Naturhistorische Museum
Eines der bedeutenden Museen der Welt – das ist das Wiener Naturhistorische.
Seine frühesten Sammlungen sind über 250 Jahre alt. Heute werden 20 Millionen Objekte wissenschaftlich betreut.
Ein prächtiger Palast der Naturwissenschaft beherbergt seit 1889 diese ständig wachsenden Sammlungen. Das Zusammenspiel von Gebäude, Figuren- und Gemäldeschmuck, von Mobiliar und kostbaren Ausstellungsstücken ist weitgehend im Originalzustand erhalten und macht so das Museum als Museum des Museums auch zu einer kulturhistorischen Kostbarkeit, wie sie heute schon Ausnahme ist.
Berühmte und unersetzbare Exponate, etwa die 25.000 Jahre alte Venus von Willendorf, die vor über 200 Jahren ausgestorbene Stellersche Seekuh, riesige Saurierskelette und vieles mehr zählen zu den Höhepunkten eines Rundganges durch 39 weiträumige Schausäle.
Zeitgenössische Präsentation mittels moderner Ausstellungstechnik lässt sich auch ohne Zerstörung historischer Strukturen verwirklichen. Das Naturhistorische Museum zeigt es und wurde dadurch zu einem der 10 besten Museen der Welt gewählt.
Sonderausstellungen & Veranstaltungen
Schätze des Archivs
ab 29.09.2010
Zwei Jahre lang werden die kostbaren Exponate in vierteljährigen Wechselausstellungen zu sehen sein. Aus konservatorischen Gründen dürfen die empfindlichen historischen Objekte, wie z. B. Aquarelle und Zeichnungen, nicht länger als 3 Monate einer maximalen Lichtstärke von 100 Lux ausgesetzt werden. Der Ausstellungszyklus beginnt mit einem Querschnitt durch die Besonderheiten des Archivs und ermöglicht dem Publikum einen Einblick in die reichhaltigen Sammlungen dieser Abteilung des NHM.
Wertvolle Autographen von Johann Wolfgang von Goethe und Alexander von Humboldt werden ebenso gezeigt werden wie Bilder, die von Forschern während ihrer Expeditionen angefertigt wurden oder als Vorlagen für Prachtwerke des 18.Jhs bei bedeutenden Künstlern in Auftrag gegeben worden sind. Neben historischen Stereofotografien gibt es dreidimensionale Objekte zu bewundern, wie z.B. Büsten von bekannten Naturforschern und sogar mikroskopische Präparate, die Kaiser Ferdinand „der Gütige“ persönlich im 19.Jh. angefertigt hat. Auch Teile der Galauniform der Aufseher, welche 1889 zur Eröffnung des neuen Museumsgebäudes an der Ringstraße getragen worden sind, werden zu sehen sein.
Berührend wirken die aquarellierten Zeichnungen, die Richard Payer im Amazonasgebiet auf Briefumschlägen anfertigen musste, nachdem ihm während einer seiner Expeditionen sogar das Papier ausgegangen war. In der zweiten Hälfte des 19 Jhs. war der Bruder des berühmten Polarforschers Julius Payer dreißig Jahre lang als Naturforscher im Amazonas- und Andengebiet unterwegs gewesen und hat dem Archiv viele wertvolle Karten und Zeichnungen hinterlassen.
Zu den unbestrittenen Höhepunkten der neuen Ausstellungsreihe zählen erst kürzlich wieder entdeckte Fotografien der Polarregion aus dem Jahre 1872, welche der berühmte Expeditionsfotograf Wilhelm Burger während einer Forschungsreise mit dem Segelschoner „Isbjörn“ gemacht hat und die zu den frühesten fotografischen Bilddokumenten der Polarregion gehören.
Die Abteilung „Archiv für Wissenschaftsgeschichte“ des Naturhistorischen Museums umfasst nicht nur ein Archiv im herkömmlichen Sinn. Die Abteilung ist auch eine Dokumentations- und Forschungsstätte für die Geschichte der Wissenschaften, besonders der Naturwissenschaften. Die Bestände beinhalten viele bedeutende / einzigartige wissenschaftshistorische Quellen. Diese werden von den MitarbeiterInnen des Archivs für die heutige Forschung erschlossen und von WissenschafterInnen unterschiedlichster Fachrichtungen genutzt. Darüber hinaus werden die historischen Originale auch immer wieder für Ausstellungen verliehen.
Alles Natur, Alles Chemie
ab 26. März 2011
Internationales Jahr der Chemie im NHM: Die Chemie, die sich hinter vielen alltäglichen Naturphänomenen verbirgt, wird in jedem Schausaal an einem Beispiel kurzweilig und leicht verständlich erklärt.
Führungen für Gruppen und Schulklassen
einstündige Führungen durch den Chemie-Parcours, ab der 5. Schulstufe
Kosten Führung: 2,50 pro Person (mindestens 37,50 Euro)
Eintritt: bis 19 Jahre frei, Erwachsene 10 Euro, Gruppen (ab 15 Personen) 8 Euro pro Person
Anmeldung: 01/52177-335,
info@nhm-wien.ac.at
Höhlen - Landschaften ohne Licht
ab 29.9.2010
Das Naturhistorische Museum präsentiert ab 29. September 2010 in einer neuen Ausstellung aktuelle Ergebnisse der Höhlenforschung und macht die verborgene Welt und Schönheit von Höhlen sinnlich erfahrbar.
Höhlen sind geologische Phänomene, aber auch wertvolle Archive der Natur und Zeugen der Menschheitsgeschichte. Über lange Zeiträume entstanden unterirdische Landschaften ohne Licht, in denen sich speziell angepasste Ökosysteme entwickelten.
Karst ist ein Landschaftstyp, geprägt durch Wasser und die Löslichkeit von Kalkgesteinen. Spalten im Fels werden dadurch oft zu tiefen, kilometerlangen Höhlen und weit verzweigten unterirdischen Entwässerungssystemen.
Karstgebiete sind in Österreich von großer Bedeutung. Sie nehmen 20% der gesamten Fläche von Österreich ein. Sie sind vor allem im Bergland zwischen Wien und dem Bregenzerwald zu finden und versorgen fast die Hälfte der österreichischen Bevölkerung mit Trinkwasser. Daher sind Erforschung und Schutz von Höhlen und Karstgebieten eine wissenschaftliche und wirtschaftliche Herausforderung.
Die Ausstellung im Naturhistorischen Museum präsentiert die überraschende Vielfalt der Höhlen. Tropfsteine und Kristalle, interaktive Installationen, ein audiovisueller Raum, Kurzpräsentationen von aktuellen Forschungsergebnissen, Einblicke in die Trinkwasserversorgung von Wien mit Karstwasser sowie Streifzüge durch die 28 eindrucksvollen Schauhöhlen Österreichs machen die „Unterwelt der Natur“ mit ihren verborgenen Lebewesen sinnlich erfahrbar.
Führungen und Veranstaltung
Das vielfältige Veranstaltungsprogramm bietet Führungen, Vorträge und Workshops zu wechselnden Themenschwerpunkten. Für die BesucherInnen wird dabei nicht nur die geheimnisvolle Welt der Natur, sondern auch die faszinierende Welt der Wissenschaft auf unterhaltsame, allgemein verständliche Weise erlebbar.
Naturhistorisches Museum Wien
Burgring 7, Besuchereingang: Maria Theresien-Platz
A-1010 Wien
Telefon: +43 (1) 521 77 - 0
Fax: +43 (1) 523 52 54
Öffnungszeiten:
Donnerstag bis Montag: 9:00 - 18:30
Mittwoch: 9:00 bis 21:00
Dienstag geschlossen
Schließtage:
1. Jänner, 25. Dezember
Besondere Schließ- und Öffnungszeiten an Feiertagen finden Sie
hier