Schloß Schönbrunn  

Schönbrunn: Imperiale Attraktionen in Schloss und Garten

Das Weltkulturerbe Schloß Schönbrunn ist Österreichs meistbesuchte Touristenattraktion. Im Schloss vermitteln die originalgetreu ausgestatteten Wohn- und Repräsentationsräume einen authentischen Eindruck kaiserlichen Lebensstils. Die umliegende Gartenanlage macht Schönbrunn zu einem einzigartigen barocken Gesamtkunstwerk und stellt darüber hinaus ein wichtiges Naherholungsgebiet für die Wiener Bevölkerung dar.

Die Geschichte Schönbrunns und seiner Vorgängerbauten reicht bis ins Mittelalter zurück. Ursprünglich im Herrschaftsbereich des Stiftes Klosterneuburg stehend kam das Anwesen 1569 in habsburgischen Besitz. Von Jagdschloss über Sommersitz entwickelte es sich zur Hauptresidenz des Kaiserhauses. Als eine der wichtigsten barocken Schlossbauten in Europa repräsentiert Schönbrunn Aufstieg und Glorie des Habsburgerreiches. Nach den Verwüstungen durch die Türkenbelagerung 1683 wurde durch den Architekten Johann Bernhard Fischer von Erlach ein repräsentativer Neubau entworfen. Gleichzeitig erfolgte 1695 auch die Planung des Gartens durch Jean Trehet. 1740 begann die Regierungszeit Maria Theresias, die für Schönbrunn eine glanzvolle Epoche bedeutete. Das Schloss wurde zum Mittelpunkt des höfischen und politischen Lebens und unter der Leitung von Nikolaus Pacassi zu einem prunkvollen Residenzschloss im Stil des Rokoko umgebaut. Bis heute ist die barocke Originalausstattung aus der Zeit Maria Theresias erhalten. 
Auch den Garten ließ die berühmte Kaiserin weiter ausgestalten. Er wurde als kontinuierliche Fortsetzung der repräsentativen Innenräume nach außen aufgefasst. Die Gestaltung des Schönbrunner Berges mit Bauten wie dem Neptunbrunnen oder der Gloriette, die in Sichtachse zum Schloss steht und Aussicht auf das gesamte Gelände gewährt, geht auf Pläne des Hofarchitekten Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg zurück. 

Mit dem Ende der Monarchie ging die Anlage in Bundesbesitz über und wurde bald darauf für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Seit der Ausgliederung aus der Bundesverwaltung 1992 werden die Mittel zur Erhaltung und Revitalisierung des Schlosses von der Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H. (SKB) durch schonende touristische Nutzung selbst erwirtschaftet. Schloss und Garten erstrecken sich über 1,5 km2 und werden von 8-9 Mio. Besuchern jährlich frequentiert.
Von den insgesamt 1.441 Zimmern der Schlossanlage stehen 40 Prunkräume im Hauptgebäude zur Besichtigung offen. Beginnend mit den aus dem 19. Jahrhundert stammenden Wohnräumen des Kaisers Franz Joseph und seiner Gemahlin Elisabeth im westlichen Trakt des Schlosses über die Repräsentationsräume im Mittelteil (auch "Staatstrakt" genannt) führt der Rundgang zu den prachtvollen Fremdenappartements. Die so genannten Franz-Karl-Appartements, die von den Eltern Kaiser Franz Josephs – Erzherzogin Sophie und Erzherzog Franz Karl – bewohnt wurden, schließen die Tour ab. Im Erdgeschoss wurde – zum Teil in den mit Fresken von Johann Bergl bemalten Appartements – ein Kindermuseum eingerichtet. Hier können kleine und große Besucher durch Angreifen und Ausprobieren das Leben in der Kaiserzeit spielerisch nachvollziehen. 

Schloss und Park haben in den letzten Jahren großteils ihr originales imperiales Gesicht zurück erhalten. Jahrzehntelang waren in Schönbrunn – mit Ausnahme der Beseitigung von Kriegsschäden – nicht genügend bauliche Erhaltungsmaßnahmen gesetzt worden. Seit 1992 erlebt Schönbrunn die aufwändigste Bauphase seiner Geschichte. „Für Bautätigkeiten zur Erhaltung und originalgetreuen Wiederherstellung der Schlossanlage haben wir bislang an die 100 Millionen Euro investiert“, so Schönbrunn-Geschäftsführer Franz Sattlecker. Bei größeren Projekten werden eigene Forschungen angestellt, um die Geschichte der Bauten noch besser zu ergründen. „Damit können wissenschaftlich fundierte sowie für die historische Substanz möglichst schonende Renovierungen durchgeführt werden“, erläutert Co-Geschäftsführer Wolfgang Kippes.

Im Garten sind Bauten wie Gloriette, Neptunbrunnen oder Römische Ruine in historisch-authentischem Zustand zu besichtigen, es wurden aber auch neue Angebote nach großteils historischem Vorbild wie Irrgarten und Kronprinzengarten geschaffen. Irrgarten und Labyrinth laden auf einer Gesamtfläche von 2.700 m2 mit Spieleinbauten zum Entdecken ein. Die Attraktionen können einzeln oder in Kombitickets wie dem Schönbrunn Pass Classic oder Gold gebucht werden. Darin inkludiert ist auch ein Besuch in der Hofbackstube, wo Zuckerbäckern beim Zubereiten von klassischem Wiener Apfelstrudel über die Schultern geblickt werden kann. Das Sisi Ticket berechtigt zusätzlich zur Schlossbesichtigung zum Besuch zweier weiterer von der SKB betriebener imperialer Attraktionen in Wien: Die Hofburg mit Kaiserappartements, Sisi Museum und Silberkammer sowie das Hofmobiliendepot ∙ Möbel Museum Wien. 

Bei der Erschließung für Kultur-, Tourismus- und Freizeitangebote achtet das Management auf die sensible Integration moderner touristischer Strukturen. Im Umgang mit tausenden Besuchern pro Tag setzt die SKB auf bestmöglichen Service und Sicherheit. Ein elektronisches Ticketing-System mit exaktem Eintrittszeitpunkt am Ticket und geschultes Personal helfen, den starken Besucherandrang vor allem in den Sommermonaten zu bewältigen und unnötige Wartezeiten zu vermeiden. Das System erlaubt den Besuchern ein exaktes Buchen im Voraus über das Internet. Als kostenloses Service bietet die SKB Audioguides in 10 Sprachen an.


Irrgarten - Labyrinth - Labyrinthikon

Der Irrgarten
Der Irrgarten wurde um 1720 angelegt und bis 1892 schrittweise aufgelöst. Erst am 9.9.1999 wurde nach historischem Vorbild der neue Irrgarten auf einer Gesamtfläche von 1.715 m² wiedereröffnet. Im Zentrum befindet sich eine Aussichtsplattform und zwei kraftspendende, von den Feng Shui-Meistern Jes und Julie Lim aktivierte, Harmoniesteine. Laut Feng Shui stärkt das Handauflegen auf die Steine den Energiefluss und fördert die innere Harmonie.

Das Labyrinth
Das nach historischen Plänen wieder hergestellte Labyrinth lädt zum Entdecken ein. Auf einer Gesamtfläche von 2.700 m² gibt es lustige Spiele für Groß und Klein auszuprobieren. So sind beispielsweise unterschiedliche Labyrinthformen mit den Fingern zu ertasten oder einfache Hüpfaufgaben zu bewältigen ... In einem Riesenskaleidoskop kann man sich von allen Seiten "verzerren" ... Sportlich erklimmen eine Kletterstange und läuten die Glocke an der Spitze ... Jene, die eine geistige Herausforderung suchen, erwartet ein Mathematikrätsel: Zahlen auf den Steinplatten verraten die Anzahl der Schritte, die gegangen werden dürfen. Am Ende sollte man genau in die Mitte des Spieles gelangen. Aber auch schwierigere Varianten gilt es auszuprobieren!
Das Labyrinth ist ein spielerischer Ort der Entspannung und ein Spaß für Besucher jeden Alters.

Der Labyrinthikon Spielplatz
Seit Frühsommer 2006 gibt es ein neues Highlight - das vom Spielplatz-Experten Günter Beltzig geplante Labyrinthikon, ein Spielplatz zum Experimentieren und Herumtollen für alle Generationen - Kinder, wie jung gebliebene Erwachsene gleichermaßen. 

Öffnungszeiten
1. April bis 30. Juni 9.00 bis 18.00 Uhr
1. Juli bis 31. August 9.00 bis 19.00 Uhr
1. September bis 30. September 9.00 bis 18.00 Uhr
1. Oktober bis 31. Oktober 9.00 bis 17.00 Uhr

 

Schloß Schönbrunn 
Kultur- und Betriebsges.m.b.H.
Schloß Schönbrunn
A-1130 Wien 

Tel +43-1-81113 239 
Fax +43-1-81113 333 
Email
reservierung@schoenbrunn.at  
Internet
www.schoenbrunn.at 

Anfahrt:
Öffentliche Verkehrsmittel, die Sie direkt zum Schloß Schönbrunn bringen: 
U-Bahn: U4, Station Schönbrunn
Straßenbahn: 10, 58 Station Schönbrunn
Bus: 10A , Station Schönbrunn

Öffnungszeiten:

Schloß 
1. April bis 30. Juni 8:30 bis 17:00 Uhr 
1. Juli bis 31. August 8:30 bis 18:00 Uhr 
1. September bis 31. Oktober 8:30 bis 17:00 Uhr 
1. November bis 31. März 8:30 bis 16:30 Uhr 
Das Schloß Schönbrunn ist täglich für Sie geöffnet - auch an Feiertagen! 

Kronprinzengarten 
1. April bis 30. Juni 9:00 bis 17:00 Uhr 
1. Juli bis 31. August 9:00 bis 18:00 Uhr 
1. September bis 31. Oktober 9:00 bis 17:00 Uhr 

Park
Der Eingang ist nur bis 30 min. vor der Sperre erlaubt ! 
1. April bis 31. Oktober ab 6:00 Uhr 
1. November bis 31. März ab 6:30 Uhr 

Torsperrzeiten des Parks 
26. Februar - 04. März 18:00 Uhr 
05. März - 18. März 18:30 Uhr 
19. März - 24. März 19:00 Uhr 
25. März - 29. April 20.00 Uhr 
30. April - 20. Mai 20:30 Uhr 
21. Mai - 05. August 21:00 Uhr 
06. August - 19. August 20:30 Uhr 
20. August - 02. September 20:00 Uhr 
03. September - 16. September 19:30 Uhr 
17. September - 30. September 19:00 Uhr 
01. Oktober - 27. Oktober 18:30 Uhr 
28. Oktober - 24. Februar (2008) 17:30 Uhr

 

www.schoenbrunn.at