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Gessnerallee Zürich

Kontakt

Gessnerallee Zürich
Gessnerallee 8
CH-8001 Zürich

Telefon: +41 44 225 81 11
E-Mail: tickets@gessnerallee.ch

 

Ticketinfo
16 Franken für alle!
Solidarisch zahlt jeder Zuschauer und jede Zuschauerin denselben Preis. Auf Freikarten und Kategorisierungen wird verzichtet. 16 Franken pro Ticket, 160 Franken für ein Jahresabo und wenn Ihnen 16 Franken zu wenig erscheinen, sind Gönnertickets zu 32 und Gönnerjahresabos zu 320 Franken erhältlich, mit denen Sie das Haus zusätzlich unterstützen können. Jahresabos und Gönnerabos können Sie an der Abendkasse beziehen.

Ticketreservationen
Tel. +41 44 225 81 11
tickets@gessnerallee.ch
Abendkasse
2 Stunden vor Beginn der Vorstellung
(in Ausnahmefällen können andere Öffnungszeiten gelten)
Südbühne: 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn

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Theater

Unheimliches Tal / Uncanny Valley

von Rimini Protokoll (Stefan Kaegi) und Thomas Melle

Wir kennen Roboter vor allem als Arbeitsmaschinen, als effiziente und präzise Vollstrecker. In der deutschen Industrie sehen sie Menschen kaum ähnlich, um emotionale Verstrickungen auszuschließen. In Asien hingegen werden schon länger humanoide Roboter entwickelt, etwa für die Alterspflege oder als Sexpartner. Die äußerliche Ähnlichkeit zu Menschen soll hier die Akzeptanz der Maschine erleichtern. Sie weckt aber auch Misstrauen: Was ist Mensch, was Maschine? Diese unheimliche Ähnlichkeit nennen japanische Roboterforscher «Uncanny Valley».

Für «Unheimliches Tal» wird vom Schriftsteller und Stückeschreiber Thomas Melle ein animatronisches Double erstellt. Dieser Humanoide tritt anstelle des Autors auf und wirft Fragen auf: Stehen Kopie und Original in einem Konkurrenzverhältnis zueinander oder helfen sie sich gegenseitig? Kommt das Original sich durch sein Double näher? Wer spricht und was ist sein Programm?

Thomas Melle beobachtet und Kaegi dokumentiert, wie Ingenieurinnen und Ingenieure aus Servomotoren und Silikon seinen Körper neu zusammensetzen und so programmieren, dass die Motoren sein Bewegungsrepertoire übernehmen. Durch Feinmechanik, Maske und Kostüm wird der humanoide Roboter zu einem Darsteller, dessen Mimik, Gestik und Sprache womöglich Empathie auslösen könnte – doch Empathie mit wem? Mit Melle selbst, der ja nicht mehr da ist, oder doch schon mit dem Roboter? Wer spricht im unheimlichen Tal?

Auf diese Weise wird die Maschine zur Projektionsfläche für eine Zukunft, in der das menschliche Original irgendwann nicht mehr auszumachen ist. Ein solcher Humanoide ist kein industrieller Arbeiter, sondern eine Bezugsperson, wie wir ihr womöglich selbst bald im Altersheim begegnen. Der Autor Thomas Melle wird bei Rimini Protokoll zum Schöpfer seines Ebenbildes. Er gibt die Kontrolle an einen Doppelgänger ab, der ihn verdrängt, über das wechselseitige Verhältnis reflektiert und dieses Nachdenken als vielfach gespaltenen Vorgang Abend für Abend wiederholbar macht.

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Konzert

Priya Ragu

Srilankische Wurzeln, Schweizer Mentalität und eine musikalische Prägung aus dem traditionellen und afro-amerikanischen Soul: Priya Ragu galt lange als Geheimtipp in der Schweizer Musikszene. Spätestens seit ihrem Song (und Videoclip) «Lighthouse», der bis nach Indien Wellen schlug, ist klar, was für eine musikalische Vielfalt in der Sängerin steckt.

Angefangen mit Lauryn Hill’s «Killing me softly», welches sie noch im Wohnzimmer sang, arbeitete sie später mit Schweizer Musikern wie Dodo, Müslüm und Sektion Kuchikäschtli zusammen und war dann, nach langer Arbeit an sich selbst und ihrer Kunst, endlich bereit, ihr eigenes Musikkapitel zu schreiben. Zusammen mit ihrem Bruder und Produzenten Japhna Gold arbeitete Priya an ihrem Debut-Projekt. Ende Mai hat sie ihre dritte Single «Forgot About» veröffentlicht. Man darf gespannt sein, was von den beiden Geschwistern noch folgt.

Nach einigen Auftritten an Openairs und Festivals, spielt Priya samt Band am 05. September zur Saisoneröffnung der Gessnerallee im Stall 6. Eintritt gratis!

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Performance

Kultur

El Conde de Torrefiel

El Conde de Torrefiel ist ein in Barcelona ansässiges Künstlerduo bestehend aus der Schweizer Regisseurin und Dramaturgin Tanya Beyeler und dem spanischen Regissuer Pablo Gisbert.
Das junge Kollektiv zeichnet sich durch eine hybride Theaterform aus, die sich zwischen Kurzge-schichten, Choreografien und Tableaux Vivants bewegt. Mit ihrer aussergewöhnlichen Ästhetik, die ebenso poetisch wie intellektuell besticht, haben sie sich innerhalb kürzester Zeit einen Namen ge-macht und werden zu den wichtigsten europäischen Festivals eingeladen. Ihre Performance «Gue-rilla» wurde 2017 an der Gessnerallee und «La Plaza» 2018 am Theaterspektakel gezeigt.

«Kultur» ist eine performative Installation, die nur auf einem Tableau Vivant einer sich nach und nach eskalierenden Situation beruht. Dem inneren Monolog und den Überlegungen einer nach Wor-ten und Themen suchenden Autorin lauschend, nehmen die Zuschauer*innen die Perspektive der absoluten Voyeur*in ein: sie betrachten das bewegte Bild einer eindeutig expliziten Szene im realis-tischen Setting eines Casting.
Jenseits unserer Theaterseherwartungen analysiert «Kultur» auf intelligente und beunruhigende Weise das zeitgenössische Begehren nach Erregung und dessen Produktion - auch ausserhalb der Kunst.

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Seminar

[OBSCENE] / Dramaturgie als Praxen des (Un)Sichtbarmachens

Eine Tagung

Die zahlreichen Tode in den antiken Dramen des alten Griechenlands fanden ob-scenae, also ausserhalb der Szene statt. Das bedeutet jedoch keineswegs, dass ihnen keine Wichtigkeit zukam. Die Denkfigur des Obszönen als dem, was im OFF der Bühnen im konkreten und übertragenen Sinne weiterhin Wirksamkeit entfaltet, dient der Tagung als zentrales Motiv. Postdramatische (möglicherweise post-dramaturgische) sowie ausdrücklich künstlerische Verfahren der Wissensproduktion richten ihr Augenmerk darauf, das Nicht-Gezeigte, das Un-Sichtbare und [AUSGEKLAMMERTE] kenntlich zu machen.

Seit den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts und mit dem Vordringen der Idee des Performativen auf die Theaterbühnen hat sich das Verständnis von Dramaturgie erheblich gewandelt und pluralisiert. Davon geht [OBSCENE] aus und untersucht, wo und wie Dramaturgie heute stattfindet - als ein Amalgam von Praktiken, Beziehungen und Positionierungen zwischen Menschen, Institutionen, Proberäumen, Aufführungen, Zeiträumen und künstlerischen Verfahren.

Die Tagung versammelt Theater- und Tanzschaffende, Studierende und die interessierte Öffentlichkeit, um in Vorträgen, Aufführungen und Workshops gemeinsam die Kunst und die Dramaturgien des [OBSCENE] zu entdecken, zu reflektieren und zu feiern.

In deutscher und englischer Sprache mit jeweiliger Übersetzung

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Tanz

Black Privilege

Mamela Nyamza

Seit ein paar Jahren mischt die Tänzerin, Choreographin und Aktivistin Mamela Nyamza die internationale Szene auf. Dabei setzt sie stets ihre persönliche Biographie als schwarzafrikanische, lesbische Mutter ins Spannungsfeld zu den allgemeinen Debatten um die gescheiterte Regenbogennation Südafrika, in der Rassismen und Machismen ebenso wieder erstarken, wie die Trennung von Hoch- und Stammeskultur oder die von verschiedenen Sprach- und Stammesregionen. Statt Annährung, Aussöhnung und Austausch diagnostiziert die 1976 in Kapstadt geborene Ausnahmepersönlichkeit grössere Abschottung, stärkere Rassentrennung und ein Klima der Angst, das die einstige Vorzeigenation der postkolonialen Idee fest im Griff hält.

In ihrer neuen Arbeit «Black Privilege», richtet Mamela Nyamza ihre Aufmerksamkeit auf die scheinheilige Grundstruktur unserer Gesellschaften, in denen jede*r permanent be- und verurteilt wird. Oszillierend zwischen einem Ritual, in dem sie verschiedene Facetten von starken Frauen anruft, und einem Gerichtsverfahren, in dem die Gräueltaten mächtiger Figuren angeklagt werden, verwischt Mamela Nyamza die Grenzen zwischen Spiritualität und Gesetz. Abgelehnte und verkannte Heldinnen des afrikanischen Unabhängigkeitskampfes werden wiederbelebt, gerichtet und vielleicht auch gefeiert.

«Black Privilege looks at how you can be celebrated, but still be crawling on the floor. How you can have a PhD, but still be unemployed. It was partly inspired by unthanked heroes like Mama Winnie Madikizela-Mandela and it is essentially asking questions»
(Mamela Nyamza)

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Theater

All Inclusive

Julian Hetzel / Campo

Das Publikum schaut in einen Ausstellungsraum, in der eine Museumspädagogin einer kleinen Gruppe Kunstwerke erklärt. Zu sehen sind realistische Darstellungen von Gewalt und Abstraktionen, Objekte, die erst durch Gewaltakte der Ausstellungsbesucher*innen zu Kunst werden, sowie Überbleibsel realer Gewalt. Wer hat das Recht, diese Werke zu verwerten? Der Künstler, der sie sich ausgedacht hat, oder die Menschen, die die Gewalt, auf die hier Bezug genommen wird, real erfahren oder sogar mit dem Leben bezahlt haben?

Diese bitterböse Komödie spielt in der Grauzone zwischen politisch engagierter Kunst und Ausbeutung des Leidens anderer. «All Inclusive» ist unterhaltsam und unbequem, verstörend und ästhetisch. Viele Künstler*innen – auch Julian Hetzel selbst – nutzen Konflikte und Kriege als Rohstoff für Arbeiten, die aufrütteln und zum Nachdenken anregen wollen. Zugleich schlagen sie daraus finanzielles und soziales Kapital. Genau an der Schmerzgrenze dieser moralischen Zwickmühle spielen die raffinierten Szenen des Stücks.

Julian Hetzel wurde 1981 im Schwarzwald geboren und lebt in Utrecht. Er arbeitet als Regisseur, Musiker und Künstler. An den Schnittstellen zwischen Theater, Musik und Medien entwickelt Hetzel Stücke und Installationen, die eine politische Dimension haben und einen doku-fiktionalen Ansatz verfolgen. Hetzel studierte bis 2008 Visuelle Kommunikation an der Bauhaus Universität in Weimar. Nach seinem Abschluss setzte er seine Ausbildung an der Kunsthochschule DasArts in Amsterdam fort. Zwischen 2014 und 2016 war Hetzel Artist in Residence des SPRING Festival für Performing Arts Utrecht, seit 2017 werden seine Arbeiten vom Kunstzentrum CAMPO in Gent, Belgien, koproduziert. Hetzel ist Mitbegründer der Leipziger Elektropop-Band Pentatones. Drei seiner Arbeiten wurden zur Biennale in Venedig 2019 eingeladen. Eine der Arbeiten, «Automated Sniper», wurde bereits an der Gessneralle gezeigt.

«Bitterkomisch, zynisch und manchmal kaum auszuhalten. Vor allem aber entlarvend, und das macht ‚all Inclusive‘ (eine Koproduktion u.a. mit dem Schauspiel Leipzig und den Münchner Kammerspielen) so brisant und wirkungsvoll: Julian Hetzel macht die Kunst und damit sich selbst als Künstler angreifbar.»
(nachtkritik.de)

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Konzert

7 Dollar Taxi / Plattentaufe

Anschnallen und festhalten! Nach drei Alben, Radio-Hits wie «Sputnik & Laika» und «Postcard From St. Barbara», gefeierten Auftritten an allen grossen Schweizer Festivals und Tourneen im Ausland, schalten die erfolgreichen Luzerner Indie-Rocker 7 Dollar Taxi mit ihrem vierten Album nochmals einen Gang höher und drücken kräftig aufs Rock-Pedal!

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Bewertungen & Erfahrungsberichte 7 Dollar Taxi / Plattentaufe

Aufführungen / Theater Schauspielhaus Zürich Pfauen Zürich, Rämistrasse 34
Aufführungen / Theater Schauspielhaus Zürich Schiffbau Zürich, Schiffbaustrasse 4
Aufführungen / Theater Theater Neumarkt Zürich Zürich, Neumarkt 5
Aufführungen / Theater Theater der Künste Zürich Zürich, Gessnerallee 11

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