KUNSTHAUS ZÜRICH

KUNSTHAUS ZÜRICH

Das Kunsthaus Zürich beherbergt eine der bedeutendsten Kunstsammlungen der Schweiz und präsentiert attraktive Ausstellungen. Seine hochkarätige Sammlung reicht vom 15. Jahrhundert bis in die Gegenwart:

Zu den internationalen Schwerpunkten gehören die grösste Munch-Sammlung ausserhalb Norwegens sowie die bedeutendste und umfangreichste Werksammlung Alberto Giacomettis. Weiter finden sich im Kunsthaus Bilder von Picasso, Monet, Chagall und der Expressionisten Kokoschka, Beckmann und Corinth. Neben der fast schon klassisch zu nennenden Pop Art (z.B. Warhol oder Hamilton) sind u.a. Arbeiten von Rothko, Merz, Twombly, Beuys und Baselitz vertreten.

Mittelalterliche Skulpturen und Tafelbilder (z.B. von Hans Leu d. Ä.), Gemälde des niederländischen und italienischen Barock (z.B. Domenichino und Rembrandt) sowie Höhepunkte der Schweizer Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts wie Johann Heinrich Füssli, Giovanni Segantini, Ferdinand Hodler oder Félix Vallotton. Auch Zürcher Konkrete (z.B. Max Bill, Fritz Glarner, Verena Loewensberg) und zeitgenössische Schweizer Künstler wie Pipilotti Rist und Peter Fischli / David Weiss sowie Fotografie und Installationen sind vertreten.

Regelmässig finden Veranstaltungen wie z.B. der Tag der offenen Tür statt, an denen das Museum mit Workshops, Performances, Musik und Führungen einen Blick hinter die Kulissen bietet.


Sonderausstellungen

Gefeiert und verspottet Französische Malerei 1820–1880

Fr, 10.11.2017 - So, 28.1.2018

Romantik, Realismus, Naturalismus, Freilichtmalerei, Impressionismus – das sind im deutschsprachigen Raum gemeinhin noch immer die wichtigsten Stilbegriffe, mit denen die französische Malerei des 19. Jahrhunderts beschlagwortet wird. Künstler dieser Stilrichtungen, zu denen Géricault, Delacroix, Corot, Daumier, Millet, Courbet, Manet, Sisley, Monet und Renoir zählen, verliessen damals den offiziellen «Hauptweg» der Malerei, die akademisch-klassizistische Manier. Trotz ihren revolutionären Ansätzen wiesen manche unter ihnen jedoch auch eine traditionelle Seite auf. Zu ihrer Zeit höchst umstritten, gehören diese Künstler heute zu den weltweit gefeierten sogenannten Wegbereitern der Moderne.

Die französische Malerei des 19. Jahrhunderts bietet allerdings eine Vielzahl anderer, ebenso wichtiger Künstler, die damals bei Kunstkritik und Publikum das grössere Ansehen genossen und hochgefeiert wurden. Obschon der traditionellen Malweise verpflichtet, waren Künstler wie Delaroche, Couture, Meissonier, Cabanel, Gérôme und Bouguereau teilweise selbst höchst innovativ. Durch den im deutschsprachigen Raum zu Beginn des 20. Jahrhunderts festgelegten Kanon der französischen Malerei jener Epoche wurden diese hervorragenden Künstler im Laufe der Zeit allerdings ins Abseits gedrängt.

Zum ersten Mal in der Schweiz vereint die Ausstellung diese unterschiedlichen und kontroversen Wege der französischen Malerei zu einem vielfältigen Panorama der Gattungen jener Zeit.

Bilderwahl! Reformation

Fr, 29.9.2017 - So, 14.1.2018

Vom 29. September 2017 bis 14. Januar 2018 veranstaltet das Kunsthaus Zürich eine Ausstellung über Aspekte der Reformation in der bildenden Kunst. Dem Leitgedanken des Umgestaltens und der Erneuerung folgend sind Werke vom 16. bis zum 20. Jahrhundert versammelt: spätmittelalterliche Sakralbilder, gegenreformatorische Barockmalerei, Historienbilder des 19. Jahrhunderts und die unterschwellig-religiöse Kunst der Zürcher Konkreten. Im Zentrum dieses Querschnitts steht Ferdinand Hodlers «Einmütigkeit». Sein monumentales Historienbild befasst sich mit einem Ereignis der Glaubensspaltung.

Die historische Reformation, wie sie vor 500 Jahren von Luther angestossen wurde, hatte weitreichende Folgen für die Kunst. Die Gläubigen sollten das Bild Christi im Herzen haben und nicht mehr vor Augen. Geprägt von Zwingli und Calvin ist dies in den reformierten Gebieten der Schweiz bis heute augenscheinlich. Die Kirchen sind leer, die sakralen Werke haben ihre dienende Funktion als Heilsvermittler verloren. Seit der Reformation haben Bilder einen markanten Wandel erfahren. Sie demonstrieren künstlerisches Können und regen Sinne, Gedanken und Erinnerungen an. Sie sind Kunst geworden. Damit ist auch die beträchtliche Sammlung sakraler Werke im Kunsthaus der reformierten Stadt Zürich zu erklären. Als Kunstwerke zeugen sie zusammen mit ihren jüngeren Nachfolgern bis heute von dem, was Kunst ausmacht: Menschen beanspruchen damit Umgestaltung, Verbesserung, Erneuerung, eben andauernde «Re-formation». Das Kunsthaus präsentiert die «Bilderwahl! Reformation» in fünf Kapiteln: «Reformation?», «Einmütigkeit», «Erinnerung», «Erleuchtung» und «Erneuerung». Gastkurator Andreas Rüfenacht konnte dafür rund 60 Gemälde, Skulpturen und selten gezeigte Zeichnungen aus den Beständen des Kunsthauses versammeln.

Kunsthaus Zürich

Heimplatz 1
CH 8001 Zürich

Telefon: +41 (0) 44 253 84 84
Fax: +41 (0) 44 253 84 33
E-Mail: info@kunsthaus.ch

(Foto: Kunsthaus Zürich, Foto © Anita Affentranger)