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Bildung | Führung

Geschichte(n) im Haus der Kunst. Tony Cokes und Mel Bochner

Haus der Kunst

Der Schwerpunkt dieser Führung liegt auf der Geschichte des Hauses. Die Archiv Galerie dokumentiert die wechselvolle Geschichte des Haus der Kunst. 1937 als „Haus der Deutschen Kunst“ eröffnet, war das Gebäude eines der ersten architektonischen Vorzeigeprojekte des NS-Regimes und ein zentraler Ort von Kunst und Propaganda. Heute ist das Haus der Kunst ein global agierendes Museum für Gegenwartskunst. Künstlerinnen und Künstler, die im Haus der Kunst ausstellen, setzen sich dabei immer wieder kritisch mit der Geschichte des Hauses auseinander. Dazu zählen Mel Bochners Werk „The Joys of Yiddish“ am Dachfries des Hauses und Tony Cokes Werk „Some Munich Moments 1937-1972“, welches aktuell in der LSK-Galerie zu sehen ist. In einer Collage von Bild-, Klang und Textfragementen legt Cokes die Rolle des Haus der Kunst in der NS-Kulturpolitik als auch die medialen Strategien der Stadt München in der Nachkriegszeit frei. Eine vorherige Anmeldung zur Führung ist nicht erforderlich. Bitte zahlen Sie die Führungsgebühr vor dem Beginn der Führung an der Kasse. Der Vorverkauf beginnt 1 Stunde vor Führungsbeginn. Die Gruppenstärke ist auf max. 25 Teilnehmer*innen begrenzt. Private Führungen können Sie jederzeit zu Ihrem Wunschtermin buchen. Sprache: Ausstellungsführung auf Deutsch Laufzeit: 1 Stunde Eintritt: 3 € zzgl. Ausstellungsticket
Bildung | Kurs

Workshop U20 Poetry Slam

Münchner Volkstheater

Du schreibst Texte oder würdest es gerne mal versuchen und bist zwischen 14 und 20 Jahren? Du magst Poetry Slam oder bist neugierig, das literarische Bühnenformat der Gegenwart kennenzulernen? Dann bist Du jetzt nicht mehr allein, denn hier ist die Gruppe Jugendlicher, der es genauso geht. Und hier sind die professionellen Poetry Slammer*innen, die auf Deine Fragen Antworten wissen, Dir Wege aufzeigen, wie Du Deine Ideen zu Texten entwickelst oder Deinen Text bühnenfertig machst und ihn z.B. beim neuen U20 Poetry Slam im Volkstheater präsentierst. Natürlich kannst Du auch einfach nur den Workshop besuchen ohne aufzutreten, niemand wird dazu gedrängt, aber allen wird im Schreib- und/oder Performanceprozess geholfen. Und das auch noch völlig kostenlos. Eure formlose Anmeldung schickt ihr einfach per E-Mail an u20slam@muenchner-volkstheater.de !
Bildung | Rundgang

Werke „gottbegnadeter“ Künstler im (halb-)öffentlichen Raum

Haus der Kunst

Ein kunsthistorischer Stadtspaziergang durch München, in Kooperation mit dem NS-Dokumentationszentrum München Die Arbeiten von Künstlern der „Gottbegnadeten-Liste“, die 1944 im Auftrag von Adolf Hitler und Joseph Goebbels erstellt worden ist, prägen bis heute das Gesicht der Münchner Innenstadt und sind auf Plätzen, an Fassaden, und in repräsentativen Einrichtungen zu sehen. Das gilt sowohl für deren Werke, die im Nationalsozialismus entstanden sind als auch für die Auftragsarbeiten und Kunst-am-Bau-Werke der Nachkriegsjahrzehnte. Im Rahmen eines drei- bis vierstündigen Stadtspaziergangs wird Wolfgang Brauneis, Kunsthistoriker und Kurator der Ausstellung „Die Liste der,Gottbegnadeten'. Künstler des Nationalsozialismus in der Bundesrepublik", die im vergangenen Jahr im Deutschen Historischen Museum in Berlin zu sehen war, durch München führen. Im Rahmen der Exkursion entlang zahlreicher Arbeiten, die zwischen den 1930er und den 1970er Jahren entstanden sind, lassen sich gleichermaßen kunst- und zeitgeschichtliche Aspekte – Kontinuitäten und Brüche in den Karriereverläufen, ikonographische und formalästhetische Eigenheiten sowie die Netzwerke der Künstler in der NS- und der Nachkriegszeit erläutern. Das Ausstellungsprojekt wird auf diese Weise im Stadtraum fortgesetzt. Treffpunkt ist um 13.45 Uhr beim Haupteingang des Haus der Kunst. Sprache: Thematische Führung auf Deutsch Laufzeit: 3–4 Stunden Anmeldung erforderlich Eintritt: Frei
Bildung | Führung

Fujiko Nakaya. Late Night

Haus der Kunst

Am Samstag vor Ende der Ausstellung kann „Fujiko Nakaya. Nebel Leben“ bis 24 Uhr besucht werden! Die immersiven Nebelskulpturen der japanischen Künstlerin laden ein zu einem langen Sommerabend, bei dem halbstündlich Late Night Talks in der Ausstellung stattfinden. Nakayas temporäre grenzenlosen Kunstwerke beziehen das Publikum mit ein. Schon früh beschäftigte sie sich mit ökologischen Fragen und arbeitete mit Wasser und Luft. Die Ausstellung bietet einen umfassenden Überblick über eine der bedeutendsten Künstlerinnen Japans. Die Teilnahme an den Talks ist mit Ausstellungsticket kostenfrei.
Bildung | Kurs

HEIMATRAUM.München

Residenztheater

Die Bayerische Staatsoper, das Residenztheater und die HypoVereinsbank - Member of UniCredit bieten gemeinsam auf dem Marstallplatz kostenlose Workshops für Kinder und Jugendliche mit und ohne Fluchterfahrung (zwischen 6 und 18 Jahren) an. Einmal die Woche werden wir gemeinsam singen, tanzen, musizieren und improvisieren, rund um den Begriff HeimaTraum. Begleitpersonen können sich währenddessen mit Getränken (Kaffee, Tee, Wasser etc.) austauschen. 3 Stunden, Keine Pause Jeden Mittwoch (ab Juni 2022) von 16.00 Uhr bis 19.00 Uhr auf dem Marstallplatz Termine: 01.06. / 08.06. / 15.06. / 22.06. / 29.06. / 20.07. / 27.07.22 Anmeldung: jugend@staatsoper.de (Bitte geben Sie Anzahl, Alter und Sprache der Teilnehmer an.) Einstieg jederzeit möglich Keine Vorkenntnisse erforderlich Marstall-Workshop Bayerische Staatsoper: ab 6 Jahren
Bildung | Kurs

Veronica Fischer
“Feldenkrais Intensive”

Tanzwerkstatt Europa

Die Feldenkrais-Methode eignet sich hervorragend, um das Instrument des Körpers und seine Fähigkeiten so genau wie möglich kennen und nutzen zu lernen. Im Prozess des organischen Lernens wird ein grundlegendes Verständnis für die angeborene Intelligenz des Körpers entwickelt und gelernt, Bewegungen mithilfe einer inneren Logik zu organisieren. Mit – nicht gegen – die innere Natur werden Bewegungsmuster, die zu Schmerz und Verletzungen führen, aufgebrochen und Wege für einen stressfreien Umgang mit dem Körper gefunden. Veronica unterrichtet seit über 30 Jahren Feldenkrais, Yoga und Körperarbeit. Mit beWEGen hat sie eine tiefgreifende Körperarbeit entwickelt, die den Ursprung der menschlichen Bewegung im evolutionären Prozess erfasst. In ihrem Unterricht verbindet sie ihr Wissen als Körpertherapeutin und Feldenkrais-Lehrerin mit ihren Erfahrungen als Tänzerin und Yoga-Praktizierende. Dieser Kurs kann von der Krankenkasse bezuschusst werden. 12.00 – 14.00 H All Levels Sprache DE/EN
Bildung | Kurs

Veronica Fischer
“Dancers’ Insides”

Tanzwerkstatt Europa

Die Münchner Feldenkrais-Expertin Veronica Fischer bietet mit diesem Workshop ein speziell an Tänzer*innen gerichtetes somatisches Bewegungstraining an. „Dancers‘ Insides“ ist ein Mix aus Anatomie, Feldenkrais-Lektionen und ganzheitlichen Übungen. Feldenkrais leitet dazu an, den Körper von innen heraus zu verstehen und ihn funktionell und dynamisch zu organisieren. Jeder Tag hat ein eigenes Thema: Beinachsen / Becken / Psoas / Schultern und Arme / Halswirbelsäule und Kopf. Es wird zudem Raum für individuelle Fragestellungen bezüglich Verletzungen und dem eigenen Tanztraining geben. Veronica unterrichtet seit über 30 Jahren Feldenkrais, Yoga und Körperarbeit. Mit beWEGen hat sie eine tiefgreifende Körperarbeit entwickelt, die den Ursprung der menschlichen Bewegung im evolutionären Prozess erfasst. In ihrem Unterricht verbindet sie ihr Wissen als Körpertherapeutin und Feldenkrais-Lehrerin mit ihren Erfahrungen als Tänzerin und Yoga-Praktizierende. Dieser Kurs kann von der Krankenkasse bezuschusst werden. 9.30 – 11.30 H Advanced Sprache DE/EN
Bildung | Kurs

Esther Balfe
“Hatha Yoga - Morning Practice”

Tanzwerkstatt Europa

Esther Balfe praktiziert seit über 20 Jahren Yoga und ist zertifizierte Yoga-Lehrerin. Yoga war für ihre Tanzkarriere, u.a. als langjährige Forsythe-Tänzerin, eine wichtige Basis und hat es ihr und ihrem Körper ermöglicht, ganztägig in renommierten Tanzkompanien mit intensiven Tourneeplänen auf der ganzen Welt zu arbeiten. Auch heute profitiert sie als Choreografin, Performerin und Dozentin von dieser Praxis. Esthers Yoga-Klasse basiert auf einem Hatha-Yoga Ansatz als tägliche Praxis, um den Körper zu aktivieren und vorzubereiten. Der Workshop nähert sich der Praxis in einer achtsamen Herangehensweise und stärkt das Leistungspotenzial, indem er die Bedürfnisse der Teilnehmer*innen berücksichtigt. Esther unterrichtet eine natürliche Form körperlicher Bewegung. Zugleich fördert sie Bewusstheit und Fokus. Die Teilnehmer*innen werden zunächst durch eine Warm-up-Serie (Pawanmuktasana) geführt. Es folgt der Sonnengruß (Surya Namaskar), verschiedene Yoga-Stellungen, die Einführung in Atemmethoden (Pranayama) und schließlich eine leichte Entspannung für den Tag oder zur Vorbereitung auf weitere Workshops im Anschluss. Diese Klasse ist für alle Levels geeignet. Esthers erste Erfahrung mit Yoga begann 1995 mit der Iyengar-Methode in Wien, wo sie sich nach einer Reihe von Verletzungen aufgrund von intensiven Proben und Auftritten gezwungen sah, die Methoden des Tanztrainings zu überdenken. Ihre primären Yoga-Mentor*innen sind Shandor Remete und Emma Balnaves. Aktuell bildet sie sich in Shadow Yoga aus, um ihre eigene Praxis weiterzuentwickeln. 9.30 – 11.30 H All Levels Sprache EN
Bildung | Kurs

Stephan Herwig
“Dance for the Golden Agers”

Tanzwerkstatt Europa

Dieser Kurs richtet sich speziell an die Generationen 50+. Hier geht es nicht um das Erlernen von besonders herausforderndem oder gar akrobatischem Bewegungsvokabular, sondern viel mehr um das Erkunden der eigenen Körperlichkeit und kreativer Potenziale durch die Mittel des zeitgenössischen Tanzes. Für Teilnehmer*innen mit oder ohne Vorkenntnisse werden in geführten Improvisationen und variablen Bewegungssequenzen mögliche körperliche Einschränkungen nicht als Hindernisse, sondern als persönliche Spielräume erfahrbar. Koordination, Mobilität und Kraft werden ebenso geschult, wie die Wahrnehmung von Raum und Rhythmus. Der Münchner Choreograf Stephan Herwig nutzt die Freiheiten des zeitgenössischen Tanzes, in dem Individualität als Ausgangspunkt für einen gemeinsamen, kreativen Prozess ein- und freigesetzt wird. Stephan hat seit 2006 14 abendfüllende Arbeiten kreiert. Als Tänzer hat er u.a. bei Cindy van Acker, Romeo Castellucci, Simone Forti, Sabine Glenz, Barbara Hammann, Amir Hosseinpour, Jessica Iwanson, Mia Lawrence, Xavier Le Roy, Felix Ruckert, Micha Purucker, Tino Sehgal, Mårten Spångberg, getanzt. Er wurde 2018 mit dem Förderpreis Tanz der Landeshautstadt München ausgezeichnet. Er gibt zudem regelmäßig Workshops. 14.30 – 16.30 H All Levels Sprache DE/EN
Bildung | Kurs

Ceren Oran
“Just Dance”

Tanzwerkstatt Europa

Tanz ist nicht nur eine Kunstform, sondern verfügt auch über eine große gesellschaftliche Kraft. Er ist gleichermaßen berührend, ansteckend und bewegt jede*n. In diesem Sinne lädt die Tänzerin und Choreografin Ceren Oran alle, die die beglückende und ansteckende Wirkung des zeitgenössischen Tanzes erkunden möchten, ein, an ihrem Workshop teilzunehmen: JUST DANCE. Der Workshop baut darauf auf, dass die verschiedenen Ebenen von Raum, Zeit und Energie in Bezug auf den Tanz konzeptionell erforscht werden. Die einzigartigen Körper der Teilnehmenden und ihre verschiedenen körperlichen Qualitäten werden sich als eine starke Ausdrucksform verbinden. Jede*r wird außerdem Kenntnisse über die Grundlagen des zeitgenössischen Tanzes erwerben, beginnend mit strukturierten Übungen, die den Teilnehmenden schließlich die Freiheit geben, als Individuum oder als Gruppen miteinander zu improvisieren. Ceren ist Tänzerin, Choreografin und Soundpainterin. Für ihre Projekte arbeitet sie mit verschiedenen multidisziplinären Künstler*innen zusammen. Seit 2010 kreiert sie auch Performances für ein junges Publikum. Seit 2014 ist sie in München ansässig, ihre Arbeiten sind regelmäßig international auf Tournee. 17.00 – 19.00 H Beginners Sprache DE/EN
Bildung | Kurs

Jurij Konjar
“50 years of Contact Improvisation”

Tanzwerkstatt Europa

In diesem Jahr jährt sich zum 50. Mal die Aufführung „Magnesium“ von Steve Paxton, die den Grundstein für die so genannte Contact Improvisation (CI) legte. Die Ideen und Formen dieser Technik sind inzwischen fest im zeitgenössischen Tanz verankert. CI wurde seitdem intensiv erforscht, weiterentwickelt und unterrichtet. Heute können wir vor allem jede Menge von CI lernen: Kommunikation durch Berührung, Spüren und Loslassen; reflexhafte, schnelle Reaktionen; Arbeit mit (und gegen) die Schwerkraft; die Beziehung zum Boden, das Lenken eines Sturzes, die Rückgewinnung von Energie; Geben und Nehmen von Gewicht; Tanzen mit einem oder mehreren Partner*innen; Aufbau vertrauenswürdiger, respektvoller und funktionaler Beziehungen, die trotzdem spielerisch bleiben. Jurij Konjar, der mit Steve Paxton zusammengearbeitet hat, wählt in seinem Workshop einen körperlichen Ansatz. Indem sich die Teilnehmer*innen für ihre Wahrnehmung und das Nicht-Wissen öffnen, trainieren und bewahren sie ihren Körper. Jurij arbeitet mit dem Fallen, dem Geben und Nehmen von Gewicht, sowie dem peripheren Sehen. Nicht-Wissen wird zur Komfortzone. Jurij ist ein slowenischer Künstler, der im Bereich des Tanzes arbeitet. Im Jahr 2009 löste die eingehende Betrachtung von Steve Paxtons „Goldberg-Variationen“-Video eine Improvisationspraxis bei ihm aus, die bis heute Grundlage für einen reichhaltigen, kontinuierlichen Dialog ist. In Zusammenarbeit mit Steve Paxton (2010-2016) hat er dessen Werke „Bound“ (1982), „Flat“ (1964) und „Quicksand“ (2016) aufgeführt sowie „Satisfyin‘ Lover“ (1967) einstudiert. 2014 gründete Jurij Habitat, einen nomadischen Arbeitsraum für prozessorientierte Praktiken. Seit 2012 praktiziert und unterrichtet er CI. 9.30 – 14.00 H Advanced Sprache EN
Bildung | Kurs

Zoran Markovic
“Johan Inger Repertory”

Tanzwerkstatt Europa

Zoran Marković ist Tänzer, Choreograf und Trainingsleiter. Engagements als Tänzer führten ihn u.a. ans Ballett der Semperoper Dresden und ans Netherlands Dance Theatre. Er tanzte als Solist in Choreografien u.a. von John Neumeier, Mats Ek, William Forsythe, Crystal Pite, Stephan Thoss oder Marco Goecke. Seit 2018 arbeitet er freischaffend als Gastpädagoge und studiert verschiedene Werke von Stephan Thoss und Johan Ingers Choreografien überall auf der Welt ein. Zoran gibt in seinem Workshop Einblicke in das dynamische, theatralische, teils grotesk-humoristische Bewegungsvokabular von Johan Inger anhand dessen Arbeiten “Peer Gynt” und “Carmen”. Mit besonderem Augenmerk auf Rhythmen und Bewegungsqualitäten konzentriert sich der Workshop auf die Körpermitte und ihr Gewicht als Ausgangspunkt für Bewegung. Ausgehend von dieser sehr lokalen Konzentration startet hier alle Bewegung im Bauch. In Form von Wellen aus dem Zentrum heraus wird sie in den Körper geworfen und kommt verzögert in den Gliedmaßen an. Der tanzende Körper wird frei, sich auszudehnen und schneller zwischen Dynamiken zu wechseln – ein spielerisches Abenteuer beginnt! 17.00 – 19.00 H Advanced Sprache EN
Bildung | Kurs

Sandra Marín Garcia
“Crystal Pite’s Tools & Vocabulary”

Tanzwerkstatt Europa

Die kanadische Choreografin Crystal Pite und die Arbeit ihrer Kompanie Kidd Pivot zeichnet sich durch eine Bewegungsvielfalt aus, die klassische Elemente mit der Komplexität und Freiheit von Improvisation verbindet. Crystal Pites choreografisches Schaffen ist von einer starken theatralischen Sensibilität und einem außergewöhnlichen Sinn für Witz und Kreativität geprägt. Die Tänzerin und Choreografin Sandra Marín Garcia war langjähriges Mitglied bei Kidd Pivot. Ihr Workshop verbindet Improvisationen und Tools, um Ausschnitte aus dem Repertoire von Crystal Pite zu erlernen und Einblicke in ihre Arbeitsweise und ihr Bewegungsvokabular zu erhalten. Die Improvisationen basieren auf Übungen aus der Kinästhetik und schaffen einen Dialog zwischen Intuition und Intellekt. Die Teilnehmenden werden ausgehend von der Wirbelsäule über die Extremitäten ihren Körper aufwärmen, um alle Möglichkeiten des Körpers und die Beziehungen, die in ihm und mit dem Raum hergestellt werden können, zu erforschen. Die Improvisationen werden explorativ und nicht-performativ sein. In der All Levels Klasse werden in der zweiten Hälfte des Workshops verschiedene Strukturen und Spiele genutzt, um Sequenzen aus Crystal Pites Arbeiten auszuprobieren und einzustudieren. In der Professionals Klasse werden die Teilnehmenden nach der Improvisation einen Ausschnitt aus einem Solo von Crystal Pite einstudieren. Auf diese Weise können sie erleben, wie sich die Tools von Crystal Pite in die Wiedergabe einer Erzählung des Körpers verwandeln. Sandra tanzte bei verschiedenen Kompanien, wie dem Polish Dance Theatre, Theater Vorpommern Greifswald & Stralsund, Stadttheater Dortmund, Scapino Ballet Rotterdam, Cullberg Ballet, Netherlands Dance Theatre I und Kidd Pivot. Während dieser Zeit arbeitete sie mit wichtigen Choreograf*innen zusammen, wie Ralf Dörnen, Ed Wubbe, Johan Inger, Paul Lightfoot, Sol León, Mats Ek, Marina Mascarell, Jiri Kylián und Crystal Pite. Seit 2010 ist sie auch als Choreografin und Dozentin tätig und realisiert auch Projekte für Tanzinteressierte 60+. 9.30 – 11.30 H > All Levels 12.00 – 14.00 H > Professionals Sprache EN
Bildung | Kurs

Kassandra Wedel
„Gebärden Tanz oder Tanz der Gebärden!?“

Tanzwerkstatt Europa

Als Tänzerin und Choreografin setzt sich Kassandra Wedel durch ihre Taubheit mit Gebärdensprache, Tanz, Performance, Musik und Stille auseinander. Tänzer*innen sind in ihren Augen nicht nur Interpret*innen von Musik, es braucht nicht zwingend akustische Musik, wenn Bewegungen Musik fürs Auge sein kann. Mit den Teilnehmer*innen ihres Workshops wird Kassandra Tanz mit Gebärdensprache erforschen, improvisieren, experimentieren und eine Choreografie mit der Gruppe entwickeln, die sich sehen lassen kann. Wie kann Gebärde Tanz sein und Tanz Gebärde? Wie kann man etwas visuell erzählen und tanzen, so dass eine Gebärde oder eine Handgeste zu einer ganzen Story oder Musik werden? Wie löse ich mich von der Gebärde ins Abstrakte? Der Workshop richtet sich sowohl an hörende als auch gehörlose Tänzer*innen, Performer*innen und Schauspieler*innen und soll eine Begegnung und Bereicherung für beide Seiten schaffen. Kassandra ist freischaffende Künstlerin, Tänzerin, Choreografin, Schauspielerin, Performerin. Taub. Sie tanzt seit ihrem 3. Lebensjahr. Angefangen mit Ballett entdeckte sie mit 13 Jahren ihre Liebe zu Hip-Hop. Im Alter von 19 Jahren begann sie zu unterrichten und gründete die Nikita Dance Crew (2005). 2012 wurde sie zweifache Deutsche und Weltmeisterin in Hip-Hop im Solo und Duo, mit der Nikita Dance Crew Deutscher und Vize-Weltmeister. Regelmäßig steht sie bundesweit und international (u.a. in Dänemark, Frankreich und den USA) auf der Bühne. Sie liebt es zu experimentieren, wobei sich verschiedener Ausdrucksformen wie Schauspiel, Performance, Tanz (Hip-Hop, Vogue, Contemporary), Gebärdensprache, Gebärdenpoesie und ihrer eigenen Stimme bedient. 14.30 – 19.00 H All Levels Gebärdensprache DE/EN Mit der Gebärdensprachendolmetscherin Elisabeth Brichta
Bildung | Kurs

Patrick Williams Seebacher
“Urban Techniques and Styles”

Tanzwerkstatt Europa

Patrick Williams – oder in der urbanen Tanzszene besser bekannt unter seinem Pseudonym TwoFace – entdeckte seine Leidenschaft für den Tanz im Alter von 19 Jahren. Der gebürtige Münchner machte sich zunächst in der HipHop-Szene in Deutschland einen Namen mit seinen außergewöhnlichen Techniken und Urban Styles. Sein Workshop ist ein intensiver Trip in die Grundlagen der verschiedenen Urban Dance Styles wie Hip-Hop, Popping, Waving, Tutting und Animation. Dabei geht es auch um die ganz praktische Ausführung und Anwendung von diesen körperlichen Konzepten, um zu erforschen, worauf die verschiedenen Styles und Techniken aufbauen und welche Inspirationsquellen sie nutzen. Die Teilnehmer*innen sollen die Absicht oder Idee, die einem Konzept zugrunde liegt, verstehen und neu denken lernen, um diese wiederum bei verschiedensten Tanzstilen integrieren und anwenden zu können. Patrick nahm an diversen Tanzwettbewerben teil, die der Start für seinen internationalen Erfolg, nicht nur als Tänzer, sondern auch als Künstler, waren. Er gewann mehrere internationale Wettbewerbe wie SDK, The Notorious IBE, World of Dance und war Juror auf der ganzen Welt. Er arbeitete mehrfach für Werbeclips und Musikvideos, sein Hauptinteresse gilt jedoch dem Tanz und Theater. Als Performer arbeitete er mit Malou Airodou (Tanztheater Wuppertal Pina Bausch), Sidi Larbi Cherkaoui (Eastman) sowie Takao Baba (e-motion company) zusammen. Er ist regelmäßig mit verschiedenen Produktionen international auf Tournee. 17.00 – 19.00 H Advanced Sprache EN
Bildung | Kurs

Esther Balfe
“Ballet training for all dancers”

Tanzwerkstatt Europa

Der Workshop der ehemaligen Forsythe-Tänzerin Esther Balfe ist eine ganzheitliche Herangehensweise an den klassischen Ballettunterricht: Esther legt den Schwerpunkt auf Musikalität und organische Bewegungsprinzipien. Sie arbeitet an klaren Linien und der gesunden Platzierung der Gliedmaßen. Zusätzlich zielt ihr Workshop darauf ab, unnötige Spannungen im Körper aufzulösen, den Fluss der Bewegung durch eine Reihe von Koordinationstechniken zu nutzen und den Körper im ihn umgebenden Raum zu organisieren. Esther begegnet der Umetikettierung „Ballett für zeitgenössische Tänzer*innen“ skeptisch. Ihre Perspektive basiert vielmehr auf Informationen, die korrekt gelehrt werden: Jede*r zeitgenössische Tänzer*in bringt bereits eine Grundtechnik mit, die für die komplexe Koordination einer fortgeschritteneren Balletttechnik erforderlich ist. Beides zusammen resultiert in einem lebendigen, vibrierenden und organischen Ansatz für jede Art von Tänzer*innen: Ballett für alle Tänzer*innen. Esther arbeitet seit 1987 als freischaffende Tänzerin und Performerin. U.a. mit Philip Landsdale, Liz King, Catherine Guerin, Jai Gonzales, Nigel Charnock, Christoph Winkler, Benoît Lachambre, Ivar van Hagedoorn, Michael Keegan-Dolan, Alex Gottfarb, Willi Dorner und John Gerrard. Mehr als 10 Jahre tanzte sie beim Ballett Frankfurt unter der Leitung von William Forsythe und in dessen Forsythe Company. Esther ist zurzeit Dozentin für Tanz an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien. 12.00 – 14.00 H Professionals Sprache EN
Bildung | Kurs

Jess Curtis & Gerald Pirner
“Audio Description Training”

Tanzwerkstatt Europa

Im Kontext einer kritischen Diversitätspraxis gewinnt die Audiodeskription zunehmend an Bedeutung, so dass mehr und mehr Vorstellungen sehbehinderten und blinden Zuschauer*innen zugänglich gemacht werden können. Dies bedeutet auch, dass die Nachfrage nach Audiodeskribierer*innen stetig wächst. Auch dieses Jahr bieten wir aus diesem Grund wieder einen 5-tägigen Workshop mit Jess Curtis und Gerald Pirner dazu an. Er wird mit einer „Practical Experience“ kombiniert , bei der das Potenzial der Audiodeskription im Rahmen der Vorstellung "Fear and Greed" von Frédérick Gravel (11. August, 20.30 H, Muffathalle) ästhetisch und praktisch erforscht und angewendet wird. Unter der Anleitung Jess und Gerald werden die Teilnehmer*innen die Vorbereitung einer Live-Audiodeskription begleiten. Audiodeskription ermöglicht blinden und sehbehinderten Menschen den Zugang zu visuellen Elementen – Bewegung, Kostüme, Kulissen, Gesten, Mimik, Objekte und andere visuell kommunikative Elemente. Audiodeskription ist in der Regel ein Live-Audiotrack, der von einer*m professionellen Audiodeskribierer*in an Gäste mit Sehbehinderungen über ein drahtloses Headset-System gesprochen wird. Es werden klare und ansprechende Deskriptionen bedeutender, visueller Details einer Performance geliefert, die den Zuschauer*innen mit Sehbehinderungen sonst unzugänglich blieben. Idealerweise verfügen Teilnehmer*innen dieses Workshops über gute sprachliche Fähigkeiten, sind mit Tanz, Theater und Performance im Allgemeinen vertraut und neugierig auf die improvisierte Deskription von Live-Performances in Echtzeit ohne vorgegebenes Drehbuch. Jess ist Choreograf, Performer und Dozent. Er leitet regelmäßig Workshops für Performer*innen, Tänzer*innen und Schauspieler*innen in Europa und Amerika und bietet mit Gravity Access Services deutschlandweit Audiodeskription an. Gerald ist ein blinder Fotograf, Kunstkritiker und Experte für Zugänge zur Performance, die über das Visuelle hinausgehen. Beide arbeiten seit 2019 zusammen. 14.30 – 19.00 H Professionals Sprache EN
Bildung | Kurs

Louise Vanneste
“Body and mental journeys”

Tanzwerkstatt Europa

Louise Vanneste schafft mit ihren Choreografien außergewöhnliche Wahrnehmungserlebnisse. Sie setzt den Tanz in Dialog mit dem Raum, Licht und Sound. Ihr choreografisches Lab konzentriert sich auf die Frage, wie man Erzählungen nutzen kann, um den Körper in eine bestimmte Bewegungsqualität zu verwandeln? Wie kann man aus einem bestimmten Kontext heraus eine besondere Aufmerksamkeit und eine Verbindung zu anderen erzeugen? Zu Beginn des Labs suchen sich die Teilnehmenden, einzeln oder in kleinen Gruppen, den theatralischen Kontext einer Geschichte, einer Figur, eines Gedichts, eines Filmausschnitts oder sogar eines Gedankens, der sie zu einer Abstraktion im Körper inspirieren wird. Sie werden einen Transformationsprozess durchlaufen, um von diesem klaren, beschreibenden Kontext zu einer Art Tanz und um durch körperliche Qualitäten, Dynamiken, Rhythmen und Zuständen zu einer Art Präsenz zu gelangen. Diese Körper treten zueinander in Beziehung, leben zusammen, treffen sich, berühren sich: sie sprechen miteinander, sie verwandeln sich, sie tanzen miteinander. Louise entwickelt ihre Choreografien bevorzugt in Zusammenarbeit mit Künstler*innen aus anderen Disziplinen als dem Tanz: Cédric Dambrain und Antoine Chessex (Musik), Stéphane Broc (Video), Arnaud Gerniers und Benjamin van Thiel (Bildende Kunst, Lichtdesign) sowie Stephan Balleux (Malerei). Ihre Arbeiten werden in Belgien und im Ausland präsentiert, u. a. beim Kunstenfestivaldesarts, dem Holland Festival (Niederlande), dem Augusti Tantsu Festival (Estland), der Bienal internacional de dança Do Ceara (Brasilien), dem Festival International des Brigittines (Belgien), Fabbrica Europa (Italien), Romaeuropa (Italien) und der Hong Kong‘s Arts Gallery. 9.30 – 14.00 H Professionals Sprache EN
Bildung | Kurs

Alexander Vantournhout
“Partnering by not standing”

Tanzwerkstatt Europa

Alexander Vantournhout arbeitet künstlerisch an der Schnittstelle zwischen zeitgenössischem Zirkus und Tanz. Seine Bewegungssprache ist von dem Durchbrechen verschiedener Kunstformen beeinflusst. Zwei Konstanten innerhalb seiner künstlerischen Praxis bilden dabei die Suche nach dem kreativen und kinetischen Potenzial von Körperlichkeit sowie die Untersuchung vielfältiger Möglichkeiten für die Beziehung zwischen Darsteller*in und Objekt. Sein Kurs beginnt mit einer Reihe gezielter, unkonventioneller Dehnübungen. Danach geht es um die Komplexität der Berührung und des Miteinanders mit einem anderen Körper (zunächst im Umgang mit „leblosen“, „halb-leblosen“ und verdrahteten Körpern). Es werden verschiedene Hand- und Handgelenksgriffe erforscht, da diese oft die ersten Kontaktpunkte sind. Interaktion mit anderen Körpern kann nur stattfinden, indem man versteht, reflektiert, vorausschaut, improvisiert usw. Alexander schlägt sehr konkrete Situationen vor, um vielmehr Prinzipien als Formen zu entwickeln. Der Kurs nutzt die Praxis und das Repertoire seiner Kompanie not standing: erstmalig erprobtes Material für zukünftige Kreationen, Übungen aus den Kampfkünsten (Judo, brasilianisches Jiu-Jitsu, Tai Ki Kong) sowie Yoga, Ikarus- Spiele und Akrobatik mit Partner*innen. Der Workshop richtet sich an Teilnehmer*innen mit einem professionellen Background in Sport, Tanz, Zirkus oder Theater. Alexander unterrichtet den Workshops gemeinsam mit der Tänzerin Emmi Väissänen. 9.30 – 14.00 H Professionals Sprache EN
Bildung | Kurs

Joe Moran
“Expanding Choreogaphies”

Tanzwerkstatt Europa

Der Künstler und Choreograf Joe Moran lädt in seinem einwöchigen Workshop professionelle Tänzer*innen und erfahrene Tanzstudierende zu einem choreografischen Forschungsprozess ein. Die Begriffe Komplikation, Unterbrechung und Unbeständigkeit stehen im Zentrum der Auseinandersetzung. Choreografie wird dabei aus ganz verschiedenen Perspektiven erforscht und erweitert: als skulpturale Komposition, die unsere körperliche Wahrnehmung stört; als eine Wahrnehmungspraxis, die generativ als Choreografie funktioniert; als choreografische Auseinandersetzung mit der Körperlichkeit von Wörtern, Texten und der Stimme (Schreien, Singen, Überlagerungen). Joes Workshop findet in einem entspannten, respektvollen und kollegialen Umfeld statt. Es geht darum, sich führen zu lassen, Ideen auszuprobieren und zusammenzuarbeiten. Joes künstlerische Praxis umfasst Theater- und Galerie-Performances, kritisches Schreiben, kuratorische Projekte und Zeichnen. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen der Körper und die verkörperte Präsenz als Ort komplexer Subjektivitäten und politischer Unruhen. Queering setzt Joe dabei häufig als wichtigste kritische Strategie ein. Wesentlichen Input bezieht er aus der Improvisation, dem Experimentieren und seiner Faszination für die Probleme und Möglichkeiten der formalen choreografischen Komposition und der Vorstellung einer erweiterten Choreografie. Joe hat Arbeiten entwickelt für Whitechapel Gallery (2020), Sadler’s Wells (2019), Wysing Arts Centre (2018), Bluecoat und Liverpool Biennale (beide 2018) und Kettle’s Yard (2018). Joe hat als Tänzer international u.a. mit den Choreograf*innen Deborah Hay (USA), Siobhan Davies (UK, Bank Project), Florence Peake (UK) und Stina Nyberg (Schweden) gearbeitet. Außerdem mit dem Komponisten Kaffe Matthews, der Herausgeberin Sue Giovanni, den bildenden Künstler*innen Eva Rothschild, Carlos Bunga und Magali Reus sowie den Tänzer*innen Temitope Ajose-Cutting und Andrew Hardwidge. 14.30 – 19.00 H Professionals Sprache EN

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