Reichstag & Bundeskanzleramt

Willy-Brandt-Str. 1
D 10557 Berlin


Der Reichstag ist seit dem Umzug der Regierung 1990 von Bonn nach Berlin eine mit der modernen gläsernen Kuppel die meist besuchten Sehenswürdigkeiten Berlins.

Der Bau wurde von dem Architekten Paul Wallot 1884 bis 1894 im Stil der Neorenaissance errichtet. Er beherbergte bis 1918 den Reichstag des Deutschen Kaiserreiches und anschließend das Parlament der Weimarer Republik. Durch den Reichstagsbrand von 1933 und durch Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs schwer beschädigt, wurde das Gebäude nach dem Krieg vorerst nicht weiter genutzt. Die Kuppel musste 1957 aus statischen Gründen gesprengt werden. Ein erster Umbau begann im Jahre 1957 durch Paul Baumgarten, der unter anderem den Plenarsaal verglaste. 1994 bis 1999 folgte eine zweite Umbauphase durch den britische Architekt Sir Norman Foster. Auffälligste Neuerung war die gläserne Kuppel. Das 800 Tonnen schwere Bauwerk aus Stahl und Glas misst 40 Meter im Durchmesser und 23,5 Meter in der Höhe. An der Innenseite winden sich zwei spiralförmig angelegte Wege bis zur Aussichtsplattform in die Höhe und wieder hinunter zur Dachterrasse.