Burg Dankwarderode

Burgplatz 4
D 38100 Braunschweig


Die Burg Dankwarderode am Burgplatz in Braunschweig ist eine sächsische Niederungsburg. Sie war die Residenz Heinrichs des Löwen.

Auf einer natürlichen Okerinsel bestand bereits im 11. Jahrhundert eine Befestigung der brunonischen Grafen, an deren Stelle ca. 1160 bis 1175 die Burg Dankwarderode als Pfalz Herzog Heinrichs des Löwen erbaut wurde. Die Flachlandburg nahm die gesamte Größe der damaligen Okerinsel ein. Als Vorlage für den Bau diente die Kaiserpfalz Goslar. Beispielsweise wurde das Hauptgebäude als doppelgeschossiger Palas mit Doppelkapelle angelegt mit einem direkten Zugang vom Obergeschoss in das Nordquerhaus des seit 1173 im Bau befindlichen Domes. Das Erdgeschoss war wie die Goslarer Pfalz durch eine Fußbodenheizung heizbar.
Dankwarderode und große Teile der Altstadt wurden 1252 durch einen Brand zerstört. Der Palas wurde 1616 im Stil der Renaissance umgebaut. Die anderen Burganlagen sind im Laufe der Jahrhunderte verfallen und abgetragen worden. Die Bezeichnung Burg Dankwarderode bezieht sich nur noch auf den heute in rekonstruierter Form sichtbaren Palas.