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Konzerte / Konzert Philharmonie Salzburg Salzburg, Moosstraße 86
Literatur / Vortrag Ecowin Verlag Salzburg, Lessingstraße 6
Literatur | Lesung

Flagge zeigen - Texte zum Nationalfeiertag

Literaturhaus Salzburg

Lesungen & Musik „Der österreichische Nationalfeiertag wird seit 1965 jährlich am 26. Oktober begangen, dem Tag, an dem 1955 die beschlossene österreichische Neutralität in Kraft getreten ist. Dieser Gedenktag löste den vormaligen Tag der Fahne als Nationalfeiertag ab.“ (so der Wikipedia-Text) Statt der Fahne zu huldigen oder gar nationalistische Töne anzuschlagen (wie dies mancherorts populär geworden ist), lesen die drei GAV-Mitglieder Jesch, Kleindienst und Koch aufmüpfige, ironische, denk-anstößige, kurzum: Texte, die, passend zum Nationalfeiertag, Flagge zeigen. Begleitet und unterstützt werden sie von dem Multiinstrumentalisten Günther Gessert. Katalin Jesch, geb. 1963 in Ungarn, lebt und schreibt in Oberndorf; zuletzt erschien „in den vergebenen momenten des blicks“ (Gedichte 2020). Robert Kleindienst, geb. 1975 in Salzburg, wo er auch dzt. lebt und schreibt; zuletzt erschien „Lichtstreu“ (Gedichte 2021). Manfred Koch, geb. 1950 in Graz, lebt und schreibt in Salzburg; zuletzt erschien „Nette Leute mit Hunden“ (Roman 2019). Veranstalter: GAV Salzburg Eintritt: € 10/8
Literatur | Lesung

Komödie, Tragödie und wir dazwischen

Literaturhaus Salzburg

Andreas A. Peters liest neueste Werke aus „Hotel zur Ewigen Lampe“. Der Autor lotet darin in seinen Gedichten eine Sprache für das Unaussprechliche aus. Hauptmotiv ist das Licht. Es ist sowohl grausam als auch tröstlich … Weiters präsentiert er Erzählungen aus dem Band „Finita la Comedia“ „Selten habe ich einen so leicht durch die eigene Lebens- und Kulturgeschichte tanzenden Dichter gelesen.“ (Peter Reutterer) Die neuen literarischen Texte von Christian Weingartner kommen wie Songs daher: poetisch, kritisch, satirisch, in Reimform und mit Refrains. Die Texte in „Unterwegsblues“ bewegen sich zwischen satirischem Realismus, gesellschaftskritischer Seelenschau und tragikomischen Emotionsanalysen. Andreas A. Peters, geb. in Tscheljabinsk-Ural (UdSSR). Dichter, Pastor, Gesundheitspfleger; zahlreiche Publikationen. Veranstalter: SAG, Stadtgalerie Salzburg Eintritt: frei
Literatur | Lesung

Café der Unsichtbaren

Literaturhaus Salzburg

Lesung & Gespräch Rieke studiert Theologie und bereitet sich bei Sorgentelefon e. V. auf die Gemeindearbeit vor. Wanda sammelt für ein DDR-Museum Gegenstände, die nicht mehr gebraucht werden: „Das Gestern will im Heute nicht aufhören zu sprechen.“ Für Matthias, der auf dem Bau arbeitet, ist das Dasein an sich eine rätselhafte Aufgabe. Die traurige Buchhalterin Marianne, der pensionierte Redakteur Lorentz und die 80-jährige heitere Ich-Erzählerin von Schrey, die nicht weiß, ob sie eine verhinderte Pianistin oder eine verhinderte Terroristin ist, gehören ebenfalls in die Sorgentelefon-Gruppe. Alle sieben – so unterschiedlich ihre Leben verlaufen sind – erfahren, dass Zuhören den Anrufenden in einer schlaflosen Nacht das Gefühl von Ausweglosigkeit nehmen kann – und mit dem Zuhören auch eigene Lebenserfahrungen einen unerwarteten Sinn bekommen. Ein unsichtbares Netz zwischen Rand und Mitte der Gesellschaft entsteht, das Lebensgeschichten aus dem Dunkel des Unerzählten fischt. Judith Kuckart, geb. 1959, lebt als Autorin, Choreografin und Thea­terregisseurin in Berlin. Sie absolvierte ein Studium der Literatur- und Theaterwissenschaften sowie eine Tanzausbildung. ­Judith Kuckarts erster Roman „Wahl der Waffen“ erschien 1990 und wurde mit dem Rauriser Literaturpreis ausgezeichnet. Es folgten einige Romane sowie Erzählbände. Der neue Roman „Café der Unsichtbaren“ ist bei DuMont erschienen. Veranstalter: prolit Eintritt: € 10/8/6
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U20 Poetry Slam

Literaturhaus Salzburg

Bühne frei für junge Talente U20 Poetry Slam im Literaturhaus, dem Salzburger Hotspot für junge Slampoet*innen, Wortkünstler*innen, Lyriker*innen, alle Schreibenden – und interessiertes Publikum! Beim U20 Poetry Slam darf man nach Herzenslust reimen, rappen, erzählen oder sich einfach auf der Bühne austoben. Die einzigen Bedingungen für die Auftretenden sind: • Alter unter 20 Jahren, • Zeitlimit pro Auftritt von 6 Minuten, • Vortrag eines selbstgeschriebenen Textes (oder mehrerer), • Verzicht auf Hilfsmittel (z.B. Gegenstände) beim Vortrag, • Anmeldung unter: slam@literaturhaus-salzburg.at Für manchen Poeten der Gegenwart bedeuteten die U20-Slams den Einstieg in die Welt der Bühnenliteratur, viele andere hatten einfach Spaß auf der Bühne. Dabei geht es um Abende mit großen Gefühlen oder kleinen Alltagsgeschichten, jedenfalls aber immer ehrlich und echt. Eine fünfköpfige Jury bewertet die Auftritte – und allen Teilnehmenden winken Preise! Außer Konkurrenz tritt wieder ein Special Guest auf. Moderiert wird der Poetry Slam von Ko Bylanzky. Nächster Termin: 25. November 2022 Veranstalter: Verein Literaturhaus, erostepost, FS1 Eintritt: € 8/6/4
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Wechselkröte / Die Korrektur des Horizonts

Literaturhaus Salzburg

Ana Marwan, zuletzt ausgezeichnet mit dem „Kritiško sito“ für das beste Buch des Jahres 2022 in Slowenien für den Roman „Zabubljena“ (2021, Beletrina) und dem Ingeborg-Bachmann-Preis 2022, wird aus ihrem Klagenfurt-Siegertext „Wechselkröte“ lesen; die Autorin, geboren in Murska Sobota/SLO, aufgewachsen in Ljubljana, schreibt Kurzgeschichten, Romane und Gedichte auf Deutsch und Slowenisch. Ihr Romandebüt „Der Kreis des Weberknechts“ erschien 2019 im Otto Müller Verlag, im Februar 2023 wird „Zabubljena“ ebendort in deutscher Übersetzung verlegt. Minu Ghedina, geboren in Klagenfurt, aufgewachsen in Innsbruck, erzählt in ihrem Debütroman „Die Korrektur des Horizonts“ (Otto Müller Verlag 2022) von der sensiblen Ada, die sich wie in einem Tarnkleid durch eine Kindheit tasten muss, die auf äußerst wackeligen Beinen steht; immer wieder muss das Mädchen ihre Welt korrigieren. Später wird sie eine erfolgreiche Kostümbildnerin, erlebt aber auch Tiefschläge, bis am 11. September ihre Welt schließlich völlig zusammenstürzt, „hier und dort und innen und außen“. Veranstalter: erostepost Eintritt: € 10/8/6
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Die im Schatten, die im Licht

Literaturhaus Salzburg

Mit dem sogenannten Anschluss Österreichs im Jahr 1938 beginnt die Erzählung von neun Frauenschicksalen nach wahren Vorbildern. Da ist das jüdische Mädchen Lotte, das mit seiner Familie von Linz nach Shanghai fliehen muss. Oder die junge Rosi in Aussee, die die Prachtvillen der deutschen Besatzer in bester Hanglage putzt und auf ihre Weise rebelliert. Huberta, Prinzessin und enge Vertraute der Nazis, die das Schloss Leopoldskron nach der Enteignung von Max Reinhardt für Gäste des Regimes umgestaltet. Oder Kitty, die Wiener Jüdin, die über ihre Irrfahrt durch diverse Konzentrationslager berichtet. Es sind Frauen, die aufbegehren, wegschauen oder mitlaufen, solche, die verfolgt werden oder fliehen. Sie alle sind miteinander verbunden, nicht zuletzt durch die Schauplätze, die die Leser*innen von Grieskirchen, Linz und Salzburg bis nach Paris, Texas und Shanghai führen. Sabine Scholls „Die im Schatten, die im Licht“ (Weissbooks Verlag, 2022) ist ein Roman voller Empathie für seine Protagonistinnen, aufwühlend und diskret zugleich. Sabine Scholl, geb. 1959 in Grieskirchen, studierte Germanistik, Geschichte und Theaterwissenschaften in Wien und lehrte an Universitäten in Aveiro, Chicago, New York und Nagoya, lebt heute wieder in Wien. Zahlreiche Auszeichnungen für ihre Romane und Essays, zuletzt erschien „Lebendiges Erinnern. Essays“ (Sonderzahl Verlag, 2021). Veranstalter: Literaturforum Leselampe Eintritt: € 10/8/6
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Ins Bild gesetzt

Literaturhaus Salzburg

Lesungen & Musik Beim Schreiben schaffen wir Bilder und aus diesen unsere Wirklichkeiten. Bilder fangen unsere Blicke und führen sie weiter – von verschiedenen Standpunkten aus und in unterschiedliche Richtungen. Wir gehen in sie hinein, bewegen uns in ihnen und kehren wieder zurück und nehmen manches mit. Wie auf einer Bühne oder auch in einem Film werden Menschen und ihre Konflikte „ins Bild gesetzt“. Katharina Eigner befragt in ihrem Krimi Trug- und Idealbilder und hält Böses parat. Immer baut sie dabei Interessantes aus Familien- und Kulturgeschichte ein. Eva Löchli entwickelt ihre Geschichten zu Figuren und Atmosphäre in Bildern des amerikanischen Malers Edward Hopper. Motive der Einsamkeit und Entfremdung fließen auch in ihre Gedichte ein. In Szenen von Anja Sturmat verselbständigen sich Gegenstände als Sinnbilder für zwischenmenschliche Färbungen. Auch Landschaften spielen in der Wechselwirkung mit ihren Figuren und deren Beziehungen eine bedeutsame Rolle. Musik: Peter Kollowrat (Gitarre) Veranstalter: SAG Eintritt: € 10/8/6
Literatur | Lesung

Eine poetische Reise durch seine Geschichten

Literaturhaus Salzburg

Mündliche Erzählkunst „Erzählen ist seine Leidenschaft – seine Kunst, dem Alltag ein Quäntchen Zauber hinzuzufügen.“ (ZDF aspekte) Wer ihn einmal gehört hat, will ihn wieder erleben! Denn nur wenige können Geschichten erzählen wie er, der seit über 35 Jahren bei mehr als 3.000 Auftritten sein Publikum mit seiner Erzählkunst begeistert. Nun nimmt uns Rafik Schami, der seit 2009 fast jedes Jahr im Literaturhaus Salzburg auftritt, mit auf einen poetischen Spaziergang durch seine Geschichten. Der brillante Erzähler mit dem unglaublichen Gedächtnis gestaltet den Abend als eine Reise durch seine Literatur. Dabei wird uns der bekannte syrisch-deutsche Autor verraten, wie er von der legendären Scheherazade gelernt hat, Geschichten zu erfinden und warum sein Sternzeichen der Regenbogen ist, dessen Farben er alle benutzt, um in Worten zu malen – z.B. bei der Schilderung, warum eine Frau ihren Mann auf dem Flohmarkt verkaufen will. Und wie immer wird Rafik Schami Erzählstränge beginnen, sie fallenlassen und später wiederaufnehmen, um alles pointiert miteinander in einer literarischen Komposition zu verweben ... Rafik Schami, geb. 1946 in Damaskus, wandert 1971 nach Deutschland aus und studiert Chemie. Heute zählt er zu den erfolgreichsten Autoren deutscher Sprache, seine Bücher – zuletzt „Mein Sternzeichen ist der Regenbogen“ und „Gegen die Gleichgültigkeit“ (beide 2021) – erscheinen in 32 Sprachen und sind vielfach ausgezeichnet, 2022 bekam er die Carl-Zuckmayer-Medaille. Veranstalter: Verein Literaturhaus Eintritt: € 14/12/10
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Vier Tage, drei Nächte

Literaturhaus Salzburg

Lesung & Gespräch 2013 signierte Norbert Gstrein die Wand des Salzburger Literaturhaus-Cafés mit den Worten „Roman mit Ines“. Nun ist das Buch da – und wir haben den österreichischen Autor natürlich eingeladen, seinen Roman „Vier Tage, drei Nächte“ (Hanser, 2022) bei uns vorzustellen. Moderation: Ines Schütz. Wer liebt Ines? Von all ihren Männern keiner so wie Elias. Bloß dass der ihr Bruder ist. Noch jeden Liebhaber seiner Schwester hat er an sich gezogen und wieder weggestoßen. Als alle zu Hause bleiben sollen und die Welt kurz wie eingefroren ist, besucht Carl, der wie Elias Flugbegleiter ist, die Geschwister. Doch es streicht noch ein Mann ums Haus, und plötzlich sind jeder Blick und jede Berührung aufgeladen. Was alles hat Elias für seine unmögliche Liebe zu Ines in seinem Leben bereits getan? Was wird Ines Carl antun? Ein alles mit sich reißendes, weit in die Welt ausgreifendes Kammerspiel über Rassismus und Misogynie – ein Blitzlicht in unsere Tage, voller Schönheit und Provokation, Spannung und Trauer. Norbert Gstrein, 1961 in Tirol geboren, lebt in Hamburg. Seine Bücher wurden vielfach ausgezeichnet, zuletzt war sein Roman „Der zweite Jakob“ (2021) für den Deutschen Buchpreis nominiert. Veranstalter: Verein Literaturhaus Eintritt: € 12/10/8
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Der Himmel muss warten

Literaturhaus Salzburg

Buchpräsentation & Musik Sandra Reichert, geboren in Nauen, im Februar 2022 Siegerin des Salzburger Literaturwettbewerbs „Wir lesen uns die Münder wund“ mit ihrem Manuskript „Wenn dich der Himmel nicht will, versuch’s in der Hölle“, präsentiert nun ihren außergewöhnlichen Debütroman; für das große Thema der Psyche und ihren Erkrankungen hat sie einen ganz eigenen Sound geschaffen: frech, frei – vor allem von Pathos – und mit einem gerüttelt Maß an Selbstironie. Erschienen ist das Buch der Autorin, die in der DDR geboren ist und seit 1984 in (West-)Berlin lebt, im September im Salzburger Müry Salzmann Verlag. Bei . s h e . trifft dunkle Melancholie auf tiefe Frauenstimme, persönliche Geschichten und gesellschaftliche Themen werden von sanften, aber auch düsteren Melodien begleitet. . s h e . regt zum Nachdenken und Weiterdenken an. Das musikalische Zuhause von Liero the Sax liegt im Funk, sein Fokus auf dem rhythmischen und melodiösen Erzählen einer Geschichte; tanzend und mit großer Leichtigkeit nimmt er sein Publikum mit auf seine Reise. Veranstalter: erostepost Eintritt: € 10/8/6
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Virginia Hill

Literaturhaus Salzburg

Virginia Hill (1916-1966) kommt aus ärmlichsten Verhältnissen und arbeitet sich mit Sex-Appeal, Dreistigkeit und Entschlossenheit hinauf in die höchsten Kreise der Cosa Nostra, der amerikanischen Mafia. Sie bedient sich der Männer, um ihre Ziele zu erreichen, wird Geliebte und Vertraute von Gangsterbossen wie Joe Adonis und Bugsy Siegel, dem Gründer von Las Vegas. Sie wird im Drogenhandel zwischen Mexiko und den USA eingesetzt und versteht es, für ihre Auftraggeber Schwarzgeld weißzuwaschen. Bei einem Schikurs in Sun Valley verliebt sie sich in den österreichischen Schilehrer Hans Hauser von der Zistelalm am Gaisberg. Von der Mafia fallengelassen, will sie jedoch auf ihren luxuriösen Lebensstil nicht verzichten und versucht, die Cosa Nostra zu erpressen. Kurz darauf wird sie tot am Heuberg bei Salzburg aufgefunden ­– Selbstmord steht in den Akten. Ihr Mythos lebt weiter. Der Salzburger Autor Peter Blaikner hat die Geschichte von Virginia Hill in einem Roman gewürdigt. Reservierungen auf der Zistelalm erwünscht: (0662) 64 10 67 Peter Blaikner, geb. 1954 in Zell am See, ist Autor, Liedermacher, Kabarettist und Verfasser von Kindermusicals. Sein Roman „Virginia Hill“ ist im Gmeiner Verlag erschienen. Veranstalter: prolit Eintritt: frei; Reservierungen auf der Zistelalm erwünscht: (0662) 64 10 67
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Der Gescheite und der Blöde. Komikerpaare auf der Bühne

Literaturhaus Salzburg

Literaturfrühstück „Eine Doppelconférence ist ein Dialog zwischen einem G’scheiten und einem Blöden, wobei der G’scheite dem Blöden etwas Gescheites möglichst gescheit zu erklären versucht, damit der Blöde möglichst blöde Antworten darauf zu geben imstande ist – mit dem Resultat, dass zum Schluss der Blöde zwar nicht gescheiter, aber dem Gescheiten die Sache zu blöd wird. Beide haben daher am Ende nichts zu lachen. Dafür desto mehr das Publikum“ – so hat Karl Farkas, der Urvater der Doppelconférence, dieses Genre beschrieben. Mit Größen wie Helmut Qualtinger und Gerhard Bronner oder Otto Grünmandl und Theo Peer erreicht der sprachliche Zweikampf auf der Bühne seinen Höhepunkt: In der komischen Rede und Gegenrede gibt er Alltags- und Zeitgeschehen, aber auch ­Gesellschafts- und Gesprächskonventionen, soziale Hierarchien und Wertungen der Lächerlichkeit preis. Die Kritik trifft dabei keinesfalls nur die Dummen, sondern auch die Neunmalklugen, die Angeber, die Männer, die vor allem den Frauen die Welt erklären. Maria Piok, Literaturwissenschafterin am Forschungsinstitut Brenner-Archiv der Universität Innsbruck, zeichnet anhand von Beispielen die Geschichte, Entwicklungen und typische Muster dieser Kabarett-Gattung nach, dabei darf sowohl herzhaft gefrühstückt als auch gelacht werden. Veranstalter: Literaturforum Leselampe Eintritt: € 7/5
Literatur | Lesung

Maria Hofstätter liest Marie Jahoda - Wissenschafterin, Widerstandskämpferin, Jüdin

Literaturhaus Salzburg

Forum Literaturwissenschaft Als Sozialforscherin ist Marie Jahoda international bekannt. Sie spielte auch Cello, schrieb Gedichte und beteiligte sich als leidenschaftliche Sozialdemokratin in den 1920er Jahren am Aufbau des Roten Wien. Dann kam Engelbert Dollfuß an die Macht und beseitigte die Demokratie. Jahoda unterstützte den sozialdemokratischen Widerstand in der Illegalität, wurde 1936 verhaftet und für neun Monate ins Gefängnis gesteckt. „Akteneinsicht – Marie Jahoda in Haft“ ­(Studien Verlag, 2021) ist diesen dramatischen Ereignissen gewidmet. Das Buch erzählt von nächtlichen Verhören, dem Strafprozess und der Freilassung, für die Jahoda einen hohen Preis zu zahlen hatte: Sie musste Österreich in kürzester Frist als Staatenlose verlassen. Der Soziologe Meinrad Ziegler, Mitherausgeber, führt in die Lesung ein und erläutert die historischen Zusammenhänge. Maria Hofstätter liest aus dem neuen Band der Marie-Jahoda-Edition. Veranstalter: Literaturforum Leselampe Eintritt: € 10/8/6
Literatur | Lesung

Fretten

Literaturhaus Salzburg

Buchpremiere: Lesung & Gespräch Helena Adlers neuer Roman „Fretten“ (Jung und Jung, 2022) wird erstmals öffentlich präsentiert. Moderation: Tomas Friedmann. Dem Elternhaus ist sie mit knapper Not entkommen, da bemerkt die jüngste Tochter des Pleitebauern: Der Provinz entkommt man nicht. Also schließt sie sich einer Bande von Vandalen und Störenfrieden an, die die Provinz in die nahe Stadt tragen, den Schlachthof plündern und in Tierkadavern Drogen schmuggeln. Sie tanzen und wüten, spielen mit ihren Leben, weil sie es gewohnt sind zu verlieren. Die Party ist erst aus, wenn die nächste beginnt, das Motto lautet „Überleben“. Bis plötzlich nicht nur die eigene Existenz auf dem Spiel steht: Sie gebiert einen Sohn, den sie liebt wie einen Erlöser, und wird in dieser Liebe zu einem Scheusal im Kampf gegen die Sterblichkeit. Fretten ist ein Bastard, ein Bankert, gezeugt im Rausch der Verewigungssucht, geboren in Trümmern aus der Lust am Tabubruch. Es nennt beim Namen, was einen Namen hat, nicht zwischen den Zeilen, sondern schwarz auf schwarz, mit Sprachgewalt und einem Galgenhumor, dass einem die Luft wegbleibt. Helena Adler, geb. 1983, studierte Malerei am Mozarteum sowie Psychologie und Philosophie in Salzburg und lebt als Autorin in der Nähe von Salzburg. Für ihren Roman „Die Infantin trägt den Scheitel links“ (2020) erhielt sie begeisterte Zustimmung und zahlreiche Auszeichnungen, u.a. eine Nominierung für den Deutschen und den Österreichischen Buchpreis. Veranstalter: Verein Literaturhaus Eintritt: € 10/8/6
Literatur | Lesung

¡lesen lassen!

Literaturhaus Salzburg

Offene Lesebühne ¡lesen lassen! ist eine Veranstaltungsreihe des Literaturvereins erostepost, die aus dem readers’ round table hervorgegangen ist und Autoren und Autorinnen die Möglichkeit bieten soll, mehr über die Qualität eigener Texte im Rahmen einer interessierten Öffentlichkeit zu erfahren. Die Lesenden sollen sich eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn im Café des Literaturhauses anmelden und 2 Texte vorbereitet haben (Lesedauer: 5 Minuten und 10 Minuten). In zwei Runden wird ein Sieger oder eine Siegerin des Abends ermittelt, der oder die von erostepost zu einem eigenen Termin am 1. Dezember 2022 zu einer bezahlten Lesung eingeladen wird. In einer ersten Runde lesen die Autorinnen und Autoren ihre fünfminütigen Texte. Danach stimmen alle Anwesenden darüber ab, wer in die zweite Runde kommen soll. Die drei Besten lesen nun ihre 10-minütigen Texte, und nach einer abschließenden halbstündigen Diskussion wird durch erneutes Abstimmen der Gewinner oder die Gewinnerin ermittelt. ¡lesen lassen! ist ein Forum für ambitionierte Schreibende, bei dem sie von Literaturinteressierten außerhalb ihres Freundeskreises unterschiedliche Reaktionen und konstruktive Kritik erhalten. Eintritt: frei
Literatur | Lesung

Musik-Lesung mit Hans Sigl

Philharmonie Salzburg

Hans Sigl · Schauspiel & Lesung Elisabeth Fuchs · Dirigentin Philharmonie Salzburg IGOR STRAWINSKY · Der Feuervogel & Marche du soldat & Danse du diable MAX VON SCHILLINGS · Hexenlied RICHARD STRAUSS · Das Schloss am Meere FRANZ SCHUBERT · Abschied von der Erde Elisabeth Fuchs und die Philharmonie Salzburg freuen sich auf die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Schauspieler Hans Sigl, der zur Musik liest. Am Programm steht Mystisches und Berührendes, darunter Gedichte von Heinrich Heine, Stefan Zweig sowie Franz Schuberts Abschied von der Erde und Strawinskys Feuervogel. Es folgt Schillings Hexenlied, ebenso tonmalerisch und von wechselnden Stimmungen geprägt. Konzertdauer ca. 90 Minuten. Konzerte ohne Pause. Kartenpreise: 12 € bis 59 € Im 4er-Abo um 25% günstiger Veranstalter · Karten: Philharmonie Salzburg und Kinderfestspiele
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Die Gäste

Literaturhaus Salzburg

Genre: Lesung Friederike wird das Erbe ihrer Großmutter eröffnet: Ein Ladenlokal in Berlin unweit der Potsdamer Straße, in dem sich ein Café befindet. Um dieses Erbe anzutreten, kündigt Friederike mit fünfzig ihre Stelle am Institut für schwindende Idiome und übernimmt das Café. Von ihrem Vorgänger bleiben ihr die große Kasia, der Kioskbesitzer Herr Lehmann und Herr Palun, der Verkäufer, der fliegen kann. Von Kontrollen der Gesundheitsämter, Anschlägen von Heckenschützen, dem schwarzen Regen, den Ausläufern der Pandemie lässt sich Friederike nicht in die Flucht schlagen. Sie hält am Glück, anderen zu Diensten zu sein, fest. Es erscheint der wundersame Robert, und eines Tages wird zwischen den Gästen auch ihr verlorener Sohn Florian sein. In einer Welt, in der ausbrechende Krankheiten alltäglich geworden sind, erschafft Katharina Hacker mit Friederikes Café eine Gegenwelt mit magischen Zügen: Es ist ein Ort der Erneuerung, an dem jeder willkommen ist, „dort regiert das Mögliche, der Wunsch, sich stets mit Staunen auf das Fremde und Unbekannte einzulassen.“ (Björn Hayer, Die Presse) Katharina Hacker, geb. 1967 in Frankfurt am Main, lebt nach mehrjährigem Aufenthalt in Israel als freie Autorin in Berlin und Brandenburg. 2006 erhielt sie den Deutschen Buchpreis für den Roman „Die Habenichtse“ (Suhrkamp Verlag). Zuletzt erschien u.a. das Jugendbuch „Alles, was passieren wird“ (Verlag Fischer Sauerländer, 2021). Veranstalter: Literaturforum Leselampe Eintritt: € 10/8/6
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Im Wandel

Literaturhaus Salzburg

Genre: Gruppenlesung & Musik Die jährliche Gruppenlesung der SAG in der Panoramabar Salzburg widmet sich heuer den Facetten der Veränderung, den Farben des Fluiden, unbewussten Metamorphosen, Schwellenzuständen, Zwischenbereichen der Existenz. Ein unerschöpfliches Sujet. Denn alles ist im Wandel. Alle Menschen wandeln sich täglich, und sei es „nur“ auf zellularer Ebene. Die Welt verändert, verwandelt sich unentwegt, bleibt dennoch Welt, bleibt stets wandelbar, und so unergründlich wie je. Im Schmelzen der Eiskappen und im Brennen der Urwälder, in Wort, Schrift und Klang, in Beziehungsmusterentwicklungen, in der Selbstwahrnehmungsreflexion, im Wolkenwehen, im Sandburgenbauen, im Teewasserkochen, im Verdauen, im Verstaubenlassen, in jedem Atemzug, in jeder Erinnerung, ein Wechseln und Anpassen, ein Variieren und Aneignen, ein ständiger Austausch, ein endloser Tanz. Musik: Trio Exquisit Es lesen: Brigitte Theresa Gangli, Christine Gschwandtner-Brandstätter, Wolfgang Kauer, Ingeborg Kraschl, Paul Lahninger, Eva Löchli, Fritz Popp, Christopher Schmall, Anja Sturmat, Elisabeth Wukits. Veranstalter: Salzburger AutorinnenAutoren-Gruppe, Stadt:Bibliothek Salzburg Eintritt: frei
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Science meets Fiction Festival: Climate Change

Literaturhaus Salzburg

Genre: Festival-Eröffnung: Lesung & Gespräch Zur Eröffnung des Festivals SCIENCE MEETS FICTION 2022 zum Thema „Climate Changes“ liest die deutsche Autorin sowie Umwelt- und Bürgerrechtsaktivistin Sina Kamala Kaufmann aus ihrem Buch „Helle Materie. Nahphantastische Erzählungen“ (mikrotext, 2019) und diskutiert mit dem Salzburger Politikwissenschafter und Publizisten Markus Pausch über den meteorologischen und sozialen Klimawandel. Moderation: Stefan Wally. So wie zwischen erfahrbarem Wetter und abstraktem Klima unterschieden werden muss, so müssen auch im Politischen extreme Einzelereignisse von der politischen Gesamtentwicklung getrennt gesehen werden. Die Aneinanderreihung von Krisen in den letzten Jahren und die Aufmerksamkeit, die radikale politische Positionen in diesem Kontext erfahren, werfen allerdings die Frage auf, ob wir in Zukunft noch von einem gemäßigten politischen Klima ausgehen dürfen. Sina Kamala Kaufmann hat das Extinction-Rebellion-Handbuchs „Wann wenn nicht wir*“ (2019) mitherausgegeben. Markus Pausch forscht und lehrt zu Fragen der Demokratieentwicklung, Partizipation und De-Radikalisierung. Veranstalter: Festival Science-meets-Fiction in Kooperation mit dem Verein Literaturhaus Eintritt: € 10/8/6
Literatur | Lesung

Literatur ab Hof: Aus Zeiten

Literaturhaus Salzburg

„Worin das Gemeinsame liegt / Hat sich schon mancher gefragt, / Wo alles vorm Herzschlag verfliegt, / Während der Stundenwurm nagt.“ Durch die Zeit fallend, ist es die Hoffnung auf einen Moment der Geborgenheit, die Durs Grünbein in seinem „Traktat vom Zeitverbleib“ herbeidichtet. Schnell zieht sie vorüber, manchmal aber scheint sie stillzustehen, die Zeit. Literatur sucht Schlupflöcher aus einer Gegenwart, in der Zeit zu einem kostbaren Gut geworden ist. Im Museum – einem Ort, der Dinge, Erinnerungen, Geschichten vor dem Vergessen bewahrt – wird die Zeit zum Spielball: Mit Literatur und Schauspiel fallen wir durch Zeitlöcher, tanzen über doppelte Böden, graben nach dem Stundenwurm. Zeit für Literatur im Salzburger Freilichtmuseum: „Literatur ab Hof“ inszeniert ausgewählte Texte rund um die historischen Gebäude am Gelände des Museums. Die Aufführungen finden bei jedem Wetter statt. Sprechkünstlerische Erarbeitung: Frank Streichfuss (Thomas Bernhard Institut Mozarteum Salzburg) Mit Colin Johner, Lena Plochberger, Fayola Schönrock, Adrian Weinek und Annalisa Hohl (2. & 3. Jahrgang Schauspiel). Veranstalter: Literaturforum Leselampe, Salzburger Freilichtmuseum, Thomas Bernhard Institut Mozarteum Salzburg, dietext Eintritt: € 12/10 inkl. Museumseintritt

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