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    <title>CULTURall: Deutsches Theater Berlin</title>
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    <language>de-de</language>
    <pubDate>Fri, 15 May 2026 04:36:59 GMT</pubDate>
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    <category>Aufführungen</category>
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      <title>CULTURall</title>
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      <title>Heute: Heimsuchung (von Jenny Erpenbeck )</title>
      <description><![CDATA[Ein Grundstück am Scharmützelsee in Brandenburg, darauf ein Sommerhaus, darin die Geschichte des 20. Jahrhunderts. So ließe sich der 2007 erschienene Roman der Berliner Autorin Jenny Erpenbeck zusammenfassen. Ein Text, in dem die Hauptrolle das Haus, eigentlich sogar das Grundstück hat. Ursprünglich im Besitz eines Großbauern, wird es nach dessen Tod aufgeteilt und zur Bühne von elf Lebensgeschichten, stellvertretend für Hoffnung und Leid, Glück und Tragödie der letzten einhundert Jahre. <br /><br />In elf Kapiteln erzählt Erpenbeck protokollarisch von Zeit und Geschichte während dreier Generationen, die diesem Flecken Erde widerfährt, von einem während der Nazizeit erfolgreichen Architekten, der nach den Vorstellungen seiner Frau ein Haus errichtet, von einem jüdischen Tuchfabrikanten, der das Grundstück unter Wert verkauft und mit seiner Familie deportiert und ermordet wird. Von der Besatzung des Hauses durch die Kompanie eines jungen Majors der roten Armee nach dem zweiten Weltkrieg, von der im Wandschrank versteckten Frau des Architekten, von einer aus dem sowjetischen Exil zurückkehrenden Schriftstellerin und schließlich von den Erben des Architekten, die nach dem Ende der DDR ihre Ansprüche auf das Haus einlösen. Zeitlos wacht während all dieser Zeit ein Gärtner über das Grundstück, schneidet Hecken, pflegt Sträucher, kultiviert die Natur, die sich in den Ritzen des Schicksals immer wieder ausbreitet. <i>Heimsuchung</i> ist gewissermaßen ein Geschichtsbuch, das jedoch klare Zuordnungen zwischen Recht und Unrecht, gut und böse, Tätern und Opfern verkompliziert, das vielmehr die Komplexität von Geschichte spürbar macht. Verwoben darin die Geschichte der Autorin, deren Großmutter Hedda Zinner selbst ein Haus am Scharmützelsee besaß, nachdem sie 1945 aus sowjetischem Exil in die DDR kam. <br /><br />2024 erhielt Jenny Erpenbeck für ihren Roman <i>Kairos</i> den International Booker Prize und wurde einem internationalen Publikum bekannt, die New York Times votierte <i>Heimsuchung</i> in die Liste der „100 Best Books of the 21th Century”. <br /><br />Regie: Alexander Eisenach <br />Bühne: Daniel Wollenzin <br />Kostüm: Claudia Irro <br />Video: Oliver Rossol <br />Licht: Robert Grauel <br />Dramaturgie: Johann Otten <br /><br />Wir weisen darauf hin, dass einzelne Szenen die Verbrechen des Nationalsozialismus, Antisemitismus, sexualisierte Gewalt, Suizid, Flucht und Vertreibung thematisieren.<br /><br />empfohlen ab Klasse 11<br /><br />Dauer: 2 Stunden 45 Minuten, 1 Pause]]></description>
      <pubDate>Fri, 15 May 2026 17:30:00 GMT</pubDate>
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      <title>Morgen: Die Räuber. Der Ort der Geschichte ist Deutschland (ein Schauspiel von Friedrich Schiller)</title>
      <description><![CDATA[Die Welt ist aus den Fugen. Nicht nur, dass die Vorboten der französischen Revolution die Gesellschaft durch Klassenkämpfe und Gewalt erschüttern, auch die familiäre Ordnung des alten Grafen von Moor droht zu zerbersten. Franz, der zweitgeborene Sohn, fühlt sich um die väterliche Gunst betrogen und will Rache nehmen. Er ersinnt eine Intrige gegen den älteren, begünstigten Bruder Karl, woraufhin jener vom Vater verstoßen wird. Gekränkt von der Zurückweisung des Vaters schließt sich Karl einer Bande von Räubern an, um gegen die Ungerechtigkeit in der Gesellschaft zu kämpfen. Während sich Karl für die Freiheit des Einzelnen und die Emanzipation vom tyrannischen Staat einsetzt, offenbart Franz die dunklen Seiten des Machtstrebens. Die Situation gerät außer Kontrolle, der Kampf um individuelle Freiheit wird zum Zündstoff eines schonungslosen Zerstörungswerks. Hass, Selbstbezogenheit und entfesselte Gewalt greifen um sich. <br /><br />Als Schillers Schauspiel Die Räuber am 13. Januar 1782 am Nationaltheater Mannheim uraufgeführt wurde, reagierte das Publikum geradezu elektrisiert. Schillers neuer Bühnenton wirkte rasant, wortgewaltig und respektlos. „Das Theater glich einem Irrenhause, rollende Augen, geballte Fäuste, stampfende Füße, heisere Aufschreie im Zuschauerraum! Fremde Menschen fielen einander schluchzend in die Arme. Frauen wankten, einer Ohnmacht nahe, zur Thüre. Es war eine allgemeine Auflösung wie im Chaos, aus dessen Nebeln eine neue Schöpfung hervorbricht!”  <br /><br />Am Deutschen Theater spürte die Regisseurin Claudia Bossard bereits in ihrer gefeierten Uraufführung von Rainald Goetz‘ Baracke dem Zusammenhang von Familie und Gewalt im bürgerlichen Milieu nach. Indem sie Schillers berühmten Klassiker als mentalitätsgeschichtliches Zeitdokument liest, setzt sie ihre Auseinandersetzung mit der deutschen bürgerlichen Gesellschaft fort und ergründet das Zusammenspiel von Kunst, Ethik und Politik im Terror der Festung Familie. <br /><br />Regie: Claudia Bossard <br />Bühne: Elisabeth Weiß <br />Kostüm: Andy Besuch <br />Musik: Annalena Fröhlich <br />Licht: Cornelia Gloth <br />Dramaturgie: Daniel Richter <br /><br />Dauer: 2 Stunden, keine Pause]]></description>
      <pubDate>Sat, 16 May 2026 17:30:00 GMT</pubDate>
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      <title>Premiere: fünf minuten stille ( von Leo Meier)</title>
      <description><![CDATA[<b>Premiere: 19.5.2026</b><br /><br />Wie schön wäre es, einmal der Stille zu lauschen, wenn auch nur für ein paar Minuten. Drei Figuren versuchen nur fünf Minuten Ruhe zu finden. Doch das stetige Rauschen aus Meinungen und Haltungen der Welt zum Verstummen zu bringen, erweist sich als schwerer als gedacht. Denn irgendwo sind immer die anderen da draußen.<br /><br />Im Rahmen unserer Newcomer-Reihe Debüt in der Box bringt Giulia Lancellotti, Regieassistentin am Deutschen Theater, Leo Meiers sprachwitziges Stück auf die Bühne.<br /><br />REGIE: Giulia Lancellotti ]]></description>
      <pubDate>Tue, 19 May 2026 18:00:00 GMT</pubDate>
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      <title>Premiere: Der Gesang des Pottwals (von Heiner Bomhard)</title>
      <description><![CDATA[<b>Premiere: 31.5.2026</b><br /><br />Musical, große Oper, sozialkritisches Pamphlet, Liederabend<br /><br />Musical, große Oper, sozialkritisches Pamphlet, Liederabend, Morgen, Mittag und Nacht bis zum neuen Tag. Für fünf bis sechs Irre vom Theater und einen schlauen Pianisten.<br /><br />So ein Pottwal ist kein kleines Tier. 100 Tonnen Tran, Fleisch und Fett – für einen regulären Bühnenbetrieb untragbar. Aber Theatermenschen sind erfinderisch. Für unsere große Oper Der Gesang des Pottwals haben wir deshalb gleich eine ganz neue Spielstätte erfunden. Open Air, dadurch barrierefrei auch für Meeressäuger. Denn ohne Pottwal keine Oper.<br /><br />So wird hinter dem Deutschen Theater ein Orchestergraben ausgehoben. Eine Arena unter den Sternen erbaut. Verona. Melodien für Millionen. Chöre, Extrachöre, Zusatzchöre, Fischerchöre. Der Kaufmann und die Netrebko, mindestens! Wasserbecken und Fontänen auf der Bühne, Feuer, Pyrotechnik und 20 Tonnen deutscher Klärschlamm … wofür war der noch gleich?<br /><br />Heiner Bomhard ist Regisseur und Komponist. Am DT war er zuletzt Spieler in und musikalischer Kopf hinter den beiden Kultmusicals Hitlers Ziege und die Hämorrhoiden des Königs sowie Die Insel der Perversen. Mit Der Gesang des Pottwals wechselt Bomhard nun ins ernste Opernfach. Es wird tragisch. Und dramatisch. Und erhebend in aller Kreatürlichkeit. Pottwal-Ehrenwort.<br /><br />Regie, Komposition: Heiner Bomhard <br />Bühne: Olaf Grambow <br />Kostüme: Carlotta Weiß <br />Dramaturgie: Bernd Isele ]]></description>
      <pubDate>Sun, 31 May 2026 18:00:00 GMT</pubDate>
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      <title>Premiere: Polaris (ein Projekt von Jan-Christoph Gockel )</title>
      <description><![CDATA[<b>Premiere: 5.6.2026</b><br /><br />„Nervenzusammenbruch in der Antarktis&#8201;–&#8201;russischer Forscher sticht Kollegen nieder“&#8201;–&#8201;titelte das Focus-Magazin im Oktober 2018. Beide Männer, Oleg B. und Sergeij S., waren begeisterte Leser, und füllten so die langen Stunden in der antarktischen Einsamkeit. Eines Tages hatte Oleg seinem Kollegen den Ausgang eines Buches verraten, worauf dieser ihn mit einem Messer lebensgefährlich verletzte. Was zunächst wie ein ungewöhnlicher Streit um Bücher und Spoilern klingt, offenbart eine komplexe Geschichte über menschliche Grenzen in der unendlichen Weite der Antarktis.<br /><br />Als staatenloses „Niemandsland” ist die Antarktis einer der letzten gemeinsamen Räume der Menschheit, die vom Menschen noch weitgehend unbeeinflusst ist. Ihr ungestörter natürlicher Zustand bietet außergewöhnliche Bedingungen für wissenschaftliche Forschung und internationale Zusammenarbeit. Allerdings ist die Antarktis in einem neuen Zeitalter des Imperialismus fragil geworden. Daher ist sie nicht nur ökologisch, sondern auch politisch ein besonderer, ein utopischer Ort.<br /><br />Auf den Spuren des Verbrechens in dieser einzigartigen Landschaft reist der Regisseur Jan-Christoph Gockel, der zuletzt am DT den gefeierten Theatermarathon Hospital der Geister inszenierte, im Januar 2026 mit dem Dokumentarfilmer Lion Bischof und den Schauspieler:innen Julia Gräfner und Wolfram Koch auf die Neumayer-Station III in die Antarktis. Am Ende der Reise steht ein surreales Mocumentary-Theaterstück zwischen Fiktion und filmischer Dokumentation, in dem die weiße Landschaft der Antarktis nicht nur zur Landkarte des Erzählens wird, sondern auch zum Spiegel der menschlichen Seele.<br /><br />Eine Koproduktion des Deutschen Theater Berlin mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen und dem Théâtre National du Luxembourg, in Zusammenarbeit mit dem Alfred-Wegener-Institut, gefördert vom DT Freundeskreis und mit freundlicher Unterstützung des Goethe-Instituts.<br /><br />Regie: Jan-Christoph Gockel <br />Bühne und Kostüme: Julia Kurzweg <br />Dokumentarfilm, Video, Kamera: Lion Bischof <br />Musik: Anton Berman <br />Licht: Marco Scherle <br />Recherche: Serge Okunev <br />Dramaturgie: Daniel Richter ]]></description>
      <pubDate>Fri, 5 Jun 2026 17:30:00 GMT</pubDate>
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      <title>Der erste fiese Typ (von Miranda July aus dem Englischen von Stefanie Jacobs)</title>
      <description><![CDATA[Cheryl ist eine aufgeräumte Person. Denkt sie zumindest über sich selbst: Schließlich hat sie dank ihrer selbsterfundenen Methode zur Alltagsorganisation (keine unnötigen Gänge im Haus, Geschirrverzicht durch Verzehr direkt aus Topf und Pfanne, Bücherlesen am Regal statt Chaos in der Wohnung) ihr Leben voll im Griff. Doch die Obsession zur Selbstkontrolle kann nicht über die emotionale Leere in ihrem Leben hinwegtäuschen, wie sie sich anfühlt, die Liebe, das weiß sie auch mit Anfang vierzig noch immer nicht so richtig. In ihrer Fantasie führt sie zwar eine hocherotische Beziehung zu Philipp, einem Vorstandsmitglied der Firma, in der sie arbeitet (dort werden Selbstverteidigungsvideos für Frauen vertrieben), doch dieser alte Sack ist seinerseits verknallt in eine viel zu junge Frau und fragt für diese Liebe ausgerechnet bei Cheryl mit obszönen SMS um Erlaubnis. Da ist es verständlicherweise ein nahezu seismischer Schock, als plötzlich Clee bei ihr einzieht, eine Frau halb so jung wie Cheryl, mit langen, blonden Haaren, stinkenden Füßen und einer, gelinde gesagt, recht unverstellten Art. Erst macht sie sich nur auf dem Sofa breit, wenig später stellt sie Cheryls gesamtes Leben in Frage: Ist es möglich, dass sie sich etwa in diese Frau verliebt hat? <br /><br />Regie: Sarah Kurze <br />Bühne: Diana Berndt <br />Kostüme: Katharina Achterkamp <br />Musik: Marcel Braun, Samuel Wiese <br />Licht: Kristina Jedelsky <br />Dramaturgie: Johann Otten <br /><br />Dauer: 1 Stunde 45 Minuten, keine Pause]]></description>
      <pubDate>Fri, 15 May 2026 18:00:00 GMT</pubDate>
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      <title>Die drei Leben der Hannah Arendt (nach der Graphic Novel von Ken Krimstein aus dem Englischen von Hanns Zischler)</title>
      <description><![CDATA[Ihr Leben liest sich wie ein Krimi aus vielen Leben: Königsberg in den 10er Jahren, Studienjahre bei Heidegger und Jaspers, das Berlin der 20er, das Paris der 30er, Fluchten und Freundschaften, das New York der 50er und 60er. Die Kriege und Totalitarismen des 20. Jahrhunderts&#8239;prägen und beschäftigen sie. Ihr politisches Hauptwerk <i>Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft</i> macht sie 1951 über Nacht bekannt. Als sie 1961 aus Jerusalem über den Eichmann-Prozess berichtet, erkennt sie in dem Massenmörder einen bürokratischen „Hanswurst” und löst damit eine Kontroverse aus. Sie hält der Kritik stand. Sie will den Dingen auf den Grund kommen, auch wenn sie dadurch gezwungen ist, „dahin zu denken, wo es wehtut”, wie Hannah Arendt einmal sagt. Freiheit im Denken ist ihr das höchste Gut. „Denken ohne Geländer” nennt sie das.<br /><br />Ken Krimstein ist ein Kenner der Materie. Der in Chicago beheimatete Cartoonist und Autor, der sonst regelmäßig für The New Yorker,&#8239;The Wall Street Journal und die&#8239;Chicago Tribune zeichnet, hat der Biographie der berühmten Denkerin ein Buch gewidmet. In Hunderten von Zeichnungen skizziert seine Graphic Novel <i>Die drei Leben der Hannah Arendt</i> ein abenteuerliches Leben. Theresa Thomasberger bringt die Biografie als Gedankenreise durch das 20. Jahrhundert zur Aufführung.<br /><br />Regie: Theresa Thomasberger <br />Bühne: Mirjam Schaal <br />Kostüm: Marilena Büld <br />Musik: Oskar Mayböck <br />Licht: Kristina Jedelsky <br />Dramaturgie: Bernd Isele <br /><br />ab Klasse 11<br /> <br />Dauer: 2 Stunden, keine Pause]]></description>
      <pubDate>Sat, 16 May 2026 18:00:00 GMT</pubDate>
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      <title>Spirit And The Dust (von Noah Haidle aus dem Englischen übersetzt von Barbara Christ)</title>
      <description><![CDATA[Hope Foster ist erfolgreiche Immobilienmaklerin. Ihr Geschäft ist es, Menschen ein Zuhause und einen Ort der Geborgenheit zu vermitteln. Vor Jahren hat sie in einem unachtsamen Moment ihr Kind beim Spielen verloren. Seitdem ist ihr Leben überschattet von den tragischen Fügungen des Schicksals und der Frage nach Schuld.<br /><br />Bei einer Wohnungsbesichtigung lernt sie das junge Paar Margaret und Will kennen. Mit Margaret freundet sie sich an, die bald schon die Weichen für ihr zukünftiges Leben anders stellt. Kurz darauf lernt sie Wills Vater kennen, einen ausrangierten Lateinlehrer, in dem Hope Halt und Trost findet. Auch sein Leben ist gezeichnet von Verlust. Hinzu kommen der Sicherheitsberater Jerry und die Nachbarin Donna. Allesamt Gestrandete und vom Leben geprägte Zeitgenossen, die zu einer Art Schicksalsgemeinschaft in unbehauster Zeit zusammenfinden.<br /><br />Gibt es Hoffnung in Zeiten der großen Lebenskrisen? Gibt es ein Leben nach dem Schiffbruch? Und kann Tost Wunden heilen?<br /><br />Noah Haidle, preisgekrönter Dramatiker und Drehbuchautor, dessen Werke am Broadway, in den USA und weltweit aufgeführt werden, hat ein großes Stück über das, was man Leben nennt entworfen: über Freundschaft, späte Liebe und tiefen Schmerz.<br /><br />Regisseurin Anna Bergmann inszeniert nach <i>The Homemaker</i> und <i>Birthday Candle</i> zum dritten Mal eine Uraufführung von Noah Haidle am DT.<br /><br />Regie: Anna Bergmann <br />Bühne: Kathrin Frosch <br />Kostüme: Lane Schäfer <br />Musik: Hannes Gwisdek <br />Video: Sebastian Pircher <br />Licht: Cornelia Gloth <br />Dramaturgie: Daniel Richter <br /><br />Dauer: 2 Stunden 5 Minuten, keine Pause]]></description>
      <pubDate>Sun, 17 May 2026 17:00:00 GMT</pubDate>
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      <title>Die Physiker (Eine Komödie in zwei Akten von Friedrich Dürrenmatt)</title>
      <description><![CDATA[Stellen Sie sich vor, Sie entdecken die Weltformel. Eine Erkenntnis, die in den falschen Händen den Untergang der Menschheit bedeuten könnte. Was tun? Verkünden? Verbergen? Oder den Wahnsinn vortäuschen, um die Welt zu retten?<br /><br />Der Physiker Möbius entscheidet sich für den inszenierten Wahnsinn. Um diese Formel vor Missbrauch zu schützen, zieht er sich in ein Sanatorium – unter der Leitung von Dr. Mathilde von Zahnd – zurück. Dort kommt es zu zwei mysteriösen Morden an Krankenschwestern. Die Täter scheinen schnell gefunden. Doch bald zeigt sich: Nichts ist, wie es scheint. Dürrenmatt schrieb sein Stück im Schatten des Kalten Krieges und der atomaren Bedrohung und doch ist das Stück heute aktueller denn je. Die „Weltformel“ bleibt Symbol für jene wissenschaftlichen Erkenntnisse, deren Folgen sich nicht mehr kontrollieren lassen. In einer Zeit, in der Wissen Macht bedeutet – und Macht selten moralisch ist – stellt das Stück die unbequeme Frage: Wer trägt Verantwortung für das, was denkbar ist?  Mit Werken wie Romulus der Große, Der Besuch der alten Dame und Die Physiker wurde Dürrenmatt zu einem der prägenden Dramatiker des 20. Jahrhunderts.<br /><br />Regisseur Bastian Kraft, der am Deutschen Theater Berlin bereits Max Frischs Biografie: Ein Spiel, George Bernard Shaws Pygmalion sowie Tod eines Handlungs-reisenden (2017), Der Besuch der alten Dame (2014) inszenierte, widmet sich dem Dürrenmatt-Klassiker, mit feinem Gespür für das Tragikomische und einem präzisen Blick auf die Abgründe unter der Oberfläche. Die Handlung entfaltet sich mit der Spannung eines Kriminalstücks; jede Szene ein Auslöser für die nächste, wie in einer Kettenreaktion. Im Zentrum steht die zentrale Frage: Ist eine Katastrophe noch aufzuhalten, wenn sie erst einmal als Möglichkeit in den Raum gestellt wurde? Und so wird Dürrenmatts Stück selbst zur dramatischen Kettenreaktion, in der das Unvermeidliche unaufhaltsam Form annimmt.<br /><br />Regie: Bastian Kraft <br />Bühne: Peter Baur <br />Kostüm: Jelena Mileti&#263; <br />Musik: Björn SC Deigner <br />Video: Jonas Link <br />Licht: Cornelia Gloth <br />Dramaturgie: Christopher-Fares Köhler ]]></description>
      <pubDate>Mon, 18 May 2026 17:30:00 GMT</pubDate>
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      <title>Tagebuch eines Wahnsinnigen (von Nikolai Gogol)</title>
      <description><![CDATA[aus dem Russischen von Kai Borowsky<br /><br />Poprischtschin ist ein kleiner Beamter im Staatsdienst. Jeden Tag müht er sich in seinem grauen Alltag ab, ist unglücklich in seinem Beruf und auch noch hoffnungslos in die Tochter seines höchsten Chefs verliebt. Er träumt vom sozialen Aufstieg und zieht sich mehr und mehr aus der ihn demütigenden Realität zurück, um sich schließlich komplett in eine Scheinwelt zu flüchten.<br /><br />Nikolai Gogol beschreibt in <i>Aufzeichnungen eines Wahnsinnigen</i> die Situation eines Mannes, der keine Chance mehr hat auf Karriere und Aufstieg in der Gesellschaft, sich aber weigert, dies zu akzeptieren. Stattdessen versucht er, seinen Minderwertigkeitskomplex durch ein bis zum Größenwahn gesteigertes Omnipotenzgefühl zu bewältigen. Samuel Finzi spielt den Wahnsinnigen, der mit 42 Jahren eine neue Karriere startet.<br /><br />Regie: Hanna Rudolph<br />Bühne: Mareile Krettek<br />Kostüme: Geraldine Arnold<br />Musik: Jacob Suske<br /><br />Dauer: 1 Stunde 15 Minuten, keine Pause]]></description>
      <pubDate>Mon, 18 May 2026 18:00:00 GMT</pubDate>
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      <title>Hospital der Geister (nach der Fernsehserie von Lars von Trier und Niels Vørsel)</title>
      <description><![CDATA[Fassung für das Theater von Jan-Christoph Gockel und Karla Mäder  <br /><br />Im Kopenhagener Reichskrankenhaus, genannt „Das Reich“, kämpfen Ärzte mit modernster Technologie im Dienst der Wissenschaft gegen Krankheit und Tod. Jedoch durchaus auf unsicherem Grund, denn das Krankenhaus wurde auf Sumpfland errichtet: „Vielleicht wurden sie zu anmaßend in ihrer hartnäckigen Leugnung der spirituellen Welt? Denn in dem so modernen und scheinbar so soliden Gebäude werden Ermüdungsrisse sichtbar. Die Tore zum Reich des Todes beginnen sich wieder zu öffnen.“ So heißt es im Vorspann der Serie, die der junge Lars von Trier nach Abschluss seines Studiums für das dänische Fernsehen schuf.  <br /><br />Es geht um ein marodes Krankenhausgebäude, esoterische Behandlungsmethoden, die Vertuschung ärztlicher Kunstfehler, eine auf Sparkurs geeichte Krankenhausverwaltung, den Überraschungsbesuch des Gesundheitsministers und andere unerfreuliche Dinge. Dazu spuken Gespenster im Gebäude und Monster werden geboren. Das Böse kämpft mit dem Guten: Nicht wenig passiert in den acht Folgen, die in den 90ern gedreht wurden.<br /><br />Mit schwarzem Humor wirft das Geschehen im „Reich“ fundamentale Fragen auf, die in all ihrer absurden Skurrilität ins Herz des Gesundheitswesens zielen: Wie ist der Zustand der Krankenhäuser? Wie steht es um Effizienz und ethisch-moralische Fragen in Bezug auf ärztliches Handeln? Aber auch: Wie sehr ist die Vergangenheit Teil der Gegenwart? Wie sehr ist das Böse Bedingung für das Gute? Und vor allem: Wie durchlässig ist die Grenze zwischen Leben und Tod? <br /><br />Lars von Trier, großer europäischen Filmemacher und enfant terrible der Filmbranche, ist ein Kultregisseur, dessen Filme inhaltlich so provokant wie ästhetisch innovativ sind. Viele seiner Werke wurden für das Theater adaptiert, das „Hospital der Geister“ findet nun – in der Nähe der ebenfalls auf unsicheren Grund gebauten Charité – seinen Weg auf die Bühne: als personenreiches Spektakel, das auch ein inklusives Theaterprojekt mit Spieler:innen von RambaZamba und aus Graz ist.<br /><br />Regie: Jan-Christoph Gockel <br />Bühne: Julia Kurzweg <br />Kostüme: Sophie du Vinage <br />Musik: Matthias Grübel <br />Puppenbau: Michael Pietsch <br />Licht: Robert Grauel <br />Dramaturgie: Karla Mäder <br /><br />Dauer: 4 Stunden 40 Minuten, 2 Pausen<br /><br />empfohlen ab Klasse 11]]></description>
      <pubDate>Wed, 20 May 2026 16:00:00 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>Zwillingswelten - Über simulierte Realität (von und mit Arne Vogelgesang)</title>
      <description><![CDATA[Mit der Erfindung des Computers lernten die Zahlen laufen. Rechenergebnisse konnten nun automatisch in die Modelle zurückgespeist werden, aus denen sie stammten. Das Zittern der Welt wurde Signal und Information, immer komplexere Prozesse wurden berechenbar. Heute scheint alles simulierbar: die Bewegungen von Elementarteilchen und Planeten, globale Wettersysteme, Sprache, Verkehrsflüsse, Kaufverhalten, Materialermüdung, Schlafmuster und Krieg in jeder Form.<br /><br />Mit seiner Lecture Performance reist Arne Vogelgesang nicht nur durch die Landschaften der Geschichte des Simulierens – vorbei an digitalen Doubles, Experimentalsystemen, Orakeln und Trainingsgeräten –, sondern auch in die gegenwärtigen Formen eines alten Zweifels über den Status der Wirklichkeit. Leben wir in einer Simulation? Wo ließe sich diese Frage besser stellen als im Theater.<br />]]></description>
      <pubDate>Thu, 21 May 2026 18:00:00 GMT</pubDate>
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      <title>Endspiel (von Samuel Beckett Deutsche Übertragung von Elmar Tophoven )</title>
      <description><![CDATA[Schon zu Beginn verkündet Clov mit tonloser Stimme dem blinden und bewegungsunfähigen Hamm: „...Ende, es ist zu Ende, es geht zu Ende, es geht vielleicht zu Ende.“ Trotzdem machen beide weiter und spielen nach genau festgelegten Regeln ihr ritualisiertes Spiel. Konkrete Erinnerungen an Vergangenes mischen sich mit aktuellen Sticheleien der in Hass und Liebe verbundenen Figuren. Sie sind gefangen in einer mythischen Ordnung, aus der es für sie kein Entrinnen gibt.<br />Wie also Endspiele spielen, wenn alles schon zu Ende ist? In dem 1956 geschriebenen Stück demonstriert Beckett, umgeben vom optimistischen Geist des Wiederaufbaus, die Manipulierbarkeit des geschichtlichen Diskurses, dessen unüberbrückbare Differenz zur realen Geschichte. Die Welt außerhalb scheint tot, aber solange gespielt wird auf der Bühne, im Theater und im Leben, solange muss gelebt werden - wenn man nicht so stoisch wie folgenlos das Leben selbst als Sterben bezeichnet. Beckett treibt mit Entsetzen Scherz und ist als genuiner Clown ernst zu nehmen, ohne dass die Unterscheidung von Ernst und Spaß noch alten Begriffen folgte.<br />Jan Bosse zeigt mit Ulrich Matthes als Hamm und Wolfram Koch als Clov Becketts ironischen Widerstand gegen die als hoffnungslos erscheinenden Verhältnisse.<br /><br />Regie: Jan Bosse<br />Bühne: Stéphane Laimé<br />Kostüme: Kathrin Plath<br />Musik: Arno Kraehahn<br /><br />Dauer: 1 Stunde 15 Minuten, keine Pause]]></description>
      <pubDate>Fri, 22 May 2026 17:30:00 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Böhm (von Paulus Hochgatterer )</title>
      <description><![CDATA[Dirigenten sind faszinierende Menschen: Musikalisch von höchster Sensibilität, gebieten sie als gottähnliche Alleinherrscher über riesige Klangkörper. Sie müssen sowohl Empfindsamkeit als auch Führungsstärke mitbringen und sind bisweilen tyrannische, selbstherrliche Despoten, deren Seelenregungen oder Fingerzeige eine Hundertschaft in Bewegung zu setzen vermögen. So wie Karl Böhm, einer der größten Dirigenten des 20. Jahrhunderts. Zwischen Geburt und Begräbnis liegen fast 87 Lebensjahre, die von einem tiefen Zwiespalt geprägt sind: Einerseits war Böhm ein großer Künstler, andererseits war er ein Mensch, der sich mit dem Nationalsozialismus gemein machte, um seine Karriere voranzutreiben.<br /><br />Auf Fürsprache Hitlers wurde Böhm 1934 an die Semperoper in Dresden berufen, um Nachfolger des Dirigenten Fritz Busch zu werden, den das NS-Regime zum Rücktritt und zur Emigration genötigt hatte. 1943, mitten im Zweiten Weltkrieg, wurde Böhm Direktor der Wiener Staatsoper. 1945 entfernten ihn die alliierten Besatzungsbehörden wegen zu großer Nähe zum Nazi-Regime aus dem Amt des Direktors und belegten ihn mit einem Auftrittsverbot. Nach Ende der Besatzungszeit bis 1956 wurde er dann ein zweites Mal mit diesem Amt betraut.<br /><br />Der begnadete Puppenspieler und Puppenbauer Nikolaus Habjan beschäftigt sich in Böhm erneut mit dem finstersten Kapitel europäischer Geschichte, das ihn auch in anderen Stücken umtreibt, wie z.B. in <i>F. Zawrel – Erbbiologisch und sozial minderwertig</i>. Böhm stammt aus der Feder des Wiener Autors Paulus Hochgatterer, der Nikolaus Habjan und dessen Puppen die Rollen auf den Leib geschrieben hat.<br /><br />Regie: Nikolaus Habjan<br />Regiemitarbeit: Martina Gredler <br />Bühne: Julius Theodor Semmelmann <br />Kostüme: Cedric Mpaka <br />Dramaturgie: Karla Mäder, Elisabeth Geyer <br /><br />Dauer: 1 Stunde 45 Minuten, keine Pause<br /><br />voraussichtlich empfohlen ab Klasse 9]]></description>
      <pubDate>Fri, 22 May 2026 18:00:00 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>Fake Jews (von Noam Brusilovsky)</title>
      <description><![CDATA[1995 erscheint bei Suhrkamp ein Band mit Erinnerungen eines lettischen Holocaustüberlebenden. Die Veröffentlichung erhält zahlreiche Preise und wird als bewegendes Zeitdokument bestens besprochen. Bis nur drei Jahre später ein schweizerisch-jüdischer Journalist aufdeckt: Der Autor dieser angeblichen Memoiren ist weder Jude, noch war er je vom Terror der Nationalsozialisten betroffen, sondern schreibt aus einer erfundenen Perspektive, hat sich seine jüdische Biographie also nur ausgedacht.<br /><br />Allerdings: Diese Aneignung einer jüdischen Opferbiografie ist keineswegs ein Einzelfall, und was aufgrund der fiktiven Biografie des Binjamin Wilkomirski anschließend als „Wilkomirski-Syndrom” beschrieben wird, erfährt seit dem zweiten Weltkrieg regelrecht Konjunktur. Insbesondere im Land der Täter und der nicht flächendeckend aufgearbeiteten Familiengeschichten finden sich zahlreiche Figuren, die sich einen Vorteil durch die Behauptung einer Verfolgungsbiographie versprechen, unter ihnen eine bekannte Bloggerin, ein langjähriger Vorsitzender einer jüdischen Gemeinde bei Hamburg oder ein einflussreicher Journalist. <br /><br />In einer Gegenwart, in der die eigene Identität für die Sichtbarkeit und Relevanz einer Aussage zunehmendes Gewicht erhält, werden bestimmte Biographien zum Privileg: Ist die Aneignung jüdischer Identität also ein Karrierevorteil? Ein Verkaufsargument? Oder wird vielmehr nicht allzu genau überprüft, ob das Behauptete stimmt, wenn es historisch so sensibel ist? Noam Brusilovsky untersucht diese Fragen in einem Monologprojekt und beleuchtet die blinden Flecken der deutschen Erinnerungskultur in einer sich zunehmend polarisierenden Gegenwart.<br /><br />Regie: Noam Brusilovsky <br />Ausstattung: Julia Plickat <br />Musik: Tobias Purfürst <br />Dramaturgie: Johann Otten<br /><br />Dauer: 1 Stunde 35 Minuten, keine Pause]]></description>
      <pubDate>Sat, 23 May 2026 17:00:00 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>Bookpink - New Arrivals (von Caren Jeß)</title>
      <description><![CDATA[Die Autorin Caren Jeß veröffentlichte 2019 ihr dramatisches Kompendium Bookpink, eine Sammlung von sieben Miniaturen über menschliche Abgründe, soziale Gefüge und gesellschaftliche Debatten, deren Protagonisten Vögel waren. Nach dem ATT-Atelier 2024 wächst das Bookpink-Universum weiter – Caren Jeß stellt die Neuankömmlinge in der Vogelwelt, die unserer allzu ähnlich ist, vor: voll Machtfantasien, fragilen Ordnungen und dem seltsamen Verschwinden von Fantasie.<br /><br />Da ist der Adler, der sein Küken verachtet. Eine Mutter ohne weibliche Form, aber mit strengem Weltbild: Stärke zählt, Schwäche schadet dem Ruf. Also ab mit dem kleinen, „missratenen” Sohn ins Reservat für auffällige Arten. Neue Eier, neue Hoffnung, alte Härte.<br /><br />Dann Frau Pétain, ein quirliges Kolibriweibchen, das sich sterilisieren lassen will, um ihr Leben selbst zu bestimmen. Doch der Eingriff misslingt – und die ärztliche Zaunkönigin findet das sogar ganz richtig so.<br /><br />Und Nikki die Kanarie: leuchtend gelb, gefangen in einer Voliere, die eher wie ein hübscher Käfig als ein Zuhause wirkt. Ihr Mensch Cord liegt im Sterben, das Zimmer ein Kaleidoskop aus Glas und Licht. Am Fenster wartet der Zilpzalp auf den Moment, in dem sich die Tür öffnet und Nikki vielleicht wieder singt.<br /><br />Bookpink: New Arrivals ist ein Abend über Macht, Fürsorge, Fantasie – und darüber, was passiert, wenn man Vögel zu ernst nimmt. Oder genau ernst genug.<br /><br />Regie: Jorinde Dröse <br />Bühne: Kathrin Frosch <br />Kostüme: Juliane Kalkowski <br />Musik: Lars Wittershagen <br />Licht: Thomas Langguth <br />Dramaturgie: Jasmin Maghames <br /><br />Dauer: 1 Stunde 40 Minuten, keine Pause]]></description>
      <pubDate>Sat, 23 May 2026 18:00:00 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>Forever Yin Forever Young (Die Welt des Funny van Dannen)</title>
      <description><![CDATA[In den Songs und Texten von Funny van Dannen sind Sinn und Unsinn, das Politische und das Private, das Kritische und das Alltägliche bis zur Ununterscheidbarkeit miteinander verwoben. Daher rühren ihre Tiefe und ihre Nahbarkeit. Oft handeln sie, mit den Worten der Frankfurter Rundschau, „von Leuten, die aufs falsche Pferd gesetzt haben und sich anschließend fragen, ob das überhaupt ein Pferd war“. Kaum jemand ist in der Lage, deutsche Befindlichkeiten so fein zu sezieren wie der Maler, Schriftsteller und Musiker Funny van Dannen. Grund genug für Tom Kühnel und Jürgen Kuttner, aus seinem Schaffen eine musikalische Revue herauszuarbeiten, die aus dem Wahnsinn unserer Zeit etwas Vernünftiges zaubert: „Lass uns in den Park gehen / und den Hang hinunterrollen / oder hast du eine bessere Idee / wie wir dem Wahnsinn unserer Zeit begegnen sollen.“<br /><br />Regie: Tom Kühnel, Jürgen Kuttner<br />Bühne und Video: Jo Schramm<br />Kostüme: Daniela Selig<br />Musik: Matthias Trippner<br />Dramaturgie: Claus Caesar<br /><br /> In diesem Stück kommen Stroboskop-Effekte zum Einsatz.<br /><br />Dauer: 2 Stunden 45 Minuten, eine Pause]]></description>
      <pubDate>Sun, 24 May 2026 16:00:00 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>Die Katze auf dem heißen Blechdach (von Tennessee Williams)</title>
      <description><![CDATA[Deutsch von Jörn van Dyck, Fassung des Deutschen Theaters Berlin 2023<br /><br />Viele Menschen verbinden mit der <i>Katze auf dem heißen Blechdach</i> den Film aus dem Jahr 1958 – mit Elizabeth Taylor und Paul Newman in den Rollen von Maggie und Brick, ein Kassenschlager der 50er Jahre und ein Filmklassiker bis heute. Mit dem allerdings der Autor Tennessee Williams nicht zufrieden war, denn er fand das auf seinem Theaterstück basierende Drehbuch verharmlosend. Dennoch werden Filmfans die Geschichte wiedererkennen: Die Pollitts kommen zu Ehren ihres Vaters und Großvaters, genannt Big Daddy, zusammen. Er ist das vermögende, autoritäre Zentrum der Familie, und der Geburtstag des Silberrückens muss gefeiert werden. Der ältere Sohn Gooper, erfolgreicher Anwalt, reist mit seiner Frau Mae und großer Enkelkinderschar an. Vom jüngeren Sohn Brick und seiner Frau Maggie hingegen gibt es bisher keinen Nachwuchs, was eines der bestimmenden Themen des Festes wird. Während Maggie danach strebt, den eigenen Kinderwunsch mit einem Leben als aufgeklärte Frau und modernes Paar zu vereinen, kämpft Brick mit Depressionen, ausgelöst durch das Ende seiner Sportlerkarriere und den Tod seines Jugendfreundes Skipper. Er ertränkt sie in Alkohol, was den Vorwurf von Versagen und Impotenz nach sich zieht, zudem Mutmaßungen über eine homoerotische Beziehung zu Skipper.<br /><br />Mitten in diese aufgeladene Stimmung platzt die Nachricht, dass Big Daddy unheilbar und bereits im Endstadium an Krebs erkrankt ist: Die Party wird zum Totentanz. Draußen zieht ein Sturm auf und pfercht die Familienmitglieder zusammen. Drinnen werden die Stürme zu Orkanen: Die Konflikte eskalieren. Im Beisein von Doktor Baugh und Reverend Tooker, versucht Mutter Pollitt den Laden zusammenzuhalten – wütend über den Streit ums Erbe und die vermeintliche Habgier von Gooper und Mae, verzweifelt über Bricks Alkoholsucht und Maggies Kinderlosigkeit, sowie in Trauer über den bevorstehenden Verlust ihres Partners und des gemeinsamen Konstruktes.<br /><br />Tennessee Williams‘ Text von 1955 ist in seinem Geflecht aus Lieben, Lügen, Leiden ein neuzeitlicher Klassiker. Im Mikrokosmos Familie stellt er unterschiedlichste Lebensmodelle zur Diskussion, lässt individuelle Bedürfnisse, Nöte und Sehnsüchte aufeinanderprallen, erzählt von Abhängigkeiten und Dynamiken. Seine Figuren sind allesamt Opfer und Täter zugleich: nahbar in ihrer Suche nach Schutz, Verständnis und Wärme, aber ebenso brutal in ihrem Trieb nach Bestätigung, Profilierung und Vorteil. Nervöse Katzen auf einem heißen Blechdach, die den Entschluss zum Absprung so lange hinauszögern, bis die Hitze unerträglich wird. Hier schenkt sich niemand nichts – was einer gewissen Komik nicht entbehrt.<br /><br />Regie: Anne Lenk<br />Bühne: Judith Oswald <br />Kostüme: Sibylle Wallum <br />Musik: Ingo Schröder <br />Licht: Cornelia Gloth <br />Dramaturgie: David Heiligers <br /><br />Dauer: 2 Stunden, keine Pause<br /><br />empfohlen ab Klasse 9]]></description>
      <pubDate>Sun, 24 May 2026 17:00:00 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>Ismene, Schwester von (von Lot Vekemans)</title>
      <description><![CDATA[Dreitausend Jahre hat niemand mehr an sie gedacht, war ihr Leben vergessen ebenso wie ihr Tod: Unerlöst befindet sich Ismene in einem Zwischenreich, nach einem Dasein ohne eigenen Inhalt und einem Ableben ohne Erinnerung. Alles an ihr scheint fremdbestimmt – durch die antiken Helden ihrer Familie, den Vater Ödipus, die streitbaren Brüder Eteokles und Polyneikes, besonders aber durch ihre Schwester Antigone, die gegen die Tyrannei ihres Onkels Kreon beispielhaft aufbegehrt, ein heroischer Weg, den Insmene nicht mitgeht. – Jetzt, dreitausend Jahre später, hat die niederländische Autorin Lot Vekemans diese Figur in der Vergessenheit aufgesucht und sie aus dem Schatten treten lassen. Nach einer Ewigkeit des Schweigens stellt sich Ismene ihrer Geschichte.<br /><br />Dass Susanne Wolff nach ihrer fulminanten Darstellung des Kreon in <i>Ödipus Stadt</i> ebenfalls in der Regie von Stephan Kimmig nun ausgerechnet diese Rolle spielt, ist mehr als nur eine Ironie des Theaterschicksals. Kreon ist der Mann, der Ismenes halbe Familie umbringt, ihren Vater Ödipus in die tödliche Verbannung schickt und Antigone zum Tod verurteilt. Nach dem großen Antigone-Drama kommt es in Lot Vekemans Fortschreibung des Mythos jedoch nicht zu einer erbitterten Auseinandersetzung zwischen Kreon und Ismene. Im Gegenteil. Beide leben in stiller Abgeschiedenheit weiter und als Kreon Jahre später schwer erkrankt, pflegt sie ihn geduldig bis zu seinem Tod, und so bilden sie, die Überlebenden des Mythos, im Geiste eine Art postapokalyptisches Paar.<br /><br />Übersetzung: Eva Pieper<br />Regie: Stephan Kimmig<br />Bühne und Kostüme: Anne Ehrlich<br />Dramaturgie: John von Düffel <br /><br />Dauer: 1 Stunde, keine Pause]]></description>
      <pubDate>Mon, 25 May 2026 17:30:00 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Hinkemann (von Ernst Toller)</title>
      <description><![CDATA[Der ehemalige Soldat Eugen Hinkemann kehrt versehrt aus dem Krieg zurück: Eine Kriegsverletzung hat ihn sein Genital gekostet, und damit auch sein Selbstwertgefühl und seine Stellung in der Gesellschaft. Er kämpft nicht nur mit der Ablehnung seiner Umwelt, sondern auch mit der Verzweiflung seiner Ehe und der eigenen inneren Leere. Als er sich schließlich als Attraktion auf einem Jahrmarkt verdingen muss, wo er rohes Fleisch mit den Zähnen zerreißt, wird sein persönliches Schicksal zur bitteren Anklage gegen eine Gesellschaft, die ihre Helden verrät und ihre Menschlichkeit verliert. <br /><br />Stärke und Tapferkeit, Rationalität und Disziplin, Arbeit und Karriere. Diese klassischen männlichen Attribute galten lange als das Bild eines Mannes. In der Versorgerrolle der Familie und geprägt von Patriotismus und Ehrenhaftigkeit war für den Mann im traditionellen Rollenverständnis wenig Raum für Sensibilität oder Schwäche. Im Nachgang des Ersten Weltkriegs gerieten alte Geschlechterrollen ins Wanken; Frauen hatten in der Kriegszeit verstärkt Erwerbsarbeit übernommen und der Verlust körperlicher Funktionen, wie bei Kriegsverletzungen, bedeuteten häufig auch den Verlust männlicher Identität. Ernst Toller schrieb mit seiner Tragödie über eine Zeit, in der die Kontraste zwischen traditionellem Rollenverständnis und neuen sozialen Herausforderungen zu einem Übergangszeitraum führten, in dem die Definition von Männlichkeit langsam begann, sich zu verändern – ein Prozess, der Jahrzehnte andauern sollte. <br /><br />Regie: Anne Lenk <br />Bühne: Judith Oswald <br />Kostüm: Daniela Selig <br />Musik: Johannes Hofmann <br />Video: Jonas Link <br />Licht: Cornelia Gloth <br />Dramaturgie: Jasmin Maghames ]]></description>
      <pubDate>Tue, 26 May 2026 17:30:00 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>Der Fall McNeal (von Ayad Akhtar aus dem Englischen von Daniel Kehlmann)</title>
      <description><![CDATA[Jacob McNeal ist das Paradebeispiel für den sprichwörtlichen alten weißen Mann und geradezu ein Prototyp einer heute zunehmend als toxisch gebrandmarkten Männlichkeit: ein berühmter US-amerikanischer Schriftsteller Ende 60, ein Charismatiker mit einem Alkoholproblem und ein bisschen ungehobelten Manieren, eine ehrliche Haut, prominent, erfolgreich, raumgreifend. Im Laufe des Lebens hat er sich seine Bildung, seine Sprachmacht und seinen Platz in der Literaturgeschichte seines Landes hart erarbeitet und dabei ohne Rücksicht auf Verluste sich selbst, seine Beziehungen und seine Gesundheit ausgebeutet und ruiniert. Auf dem Höhepunkt seines Ruhms (Literaturnobelpreis) und am Ende seines Lebens (Leberzirrhose) holt ihn seine Vergangenheit ein und überholt ihn eine Technologie, die ihn als Autor bedroht: Künstliche Intelligenz.<br /><br />Das Stück variiert inhaltlich und auch formal eines der großen poetologischen Probleme: die Tatsache, dass Literatur selten ganz originär ist und jeder Autor oder jede Autorin zunächst immer auch Leser oder Leserin ist. Als dieser arbeitet er oder sie sich bewusst oder unbewusst mit dem eigenen Schaffen an anderen Werken ab, genau wie die KI, die auch mit Texten und Daten gefüttert sein muss, damit sie etwas schreiben kann. Ayad Akhtar, der Autor dieses Theaterstücks, hat mit forschender Neugierde zwei Jahre lang intensiv eine KI trainiert, bis sie in der Lage war, dieses Stück zu schreiben – in seinem Stil, in seinem Sinn. Und ist dabei auf Probleme gestoßen: u.a., dass die KI kein literarisch interessantes Verhältnis zum Tod entwickelt, der ja eines der brennenden Menschheitsthemen ist.<br /><br />Wie wird KI unser Leben und Denken, unsere Gesellschaft und unsere Kunst verändern? Kann sich Theater als einer der letzten Orte analoger Vergemeinschaftung behaupten gegen die digitale Vereinzelung, die schon jetzt rasant um sich greift und zu einer ganz neuen Form von Einsamkeit und Beeinflussbarkeit führt? Und was wird KI im Kunstkontext künftig sein: Spielzeug, Assistent oder erstzunehmende Konkurrenz? All diesen Fragen geht Der Fall McNeal nach – als nachdenklich machendes well made play, dem eine technologische, moralische und literaturtheoretische Problematik zugrunde liegt.<br /><br />Regie: András Dömötör <br />Bühne: Julia Plickat, Ann-Christine Müller <br />Kostüm: Almut Eppinger <br />Musik: Tamás Matkó <br />Video: Zsombor Csegliédi <br />Licht: Matthias Vogel <br />Dramaturgie: Karla Mäder <br /><br />Dauer: 1 Stunde 45 Minuten, keine Pause]]></description>
      <pubDate>Wed, 27 May 2026 17:30:00 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Prima Facie (von Suzie Miller)</title>
      <description><![CDATA[Aus dem Englischen von Anne Rabe<br /><br />Trotz Bestnoten, Einser-Abi und ausgezeichnetem Bachelor-Abschluss: Zwei Drittel aller Studierenden der Top Law School werden ihr Studium nicht abschließen. Von denen, die es schaffen, wird nur die Hälfte als Jurist:in arbeiten. Und nur fünf davon als Anwält:in. Aber Tessa hat es geschafft. Aus dem Arbeiterkind, das sich seinen Platz hart erkämpft, wird eine erfolgreiche Strafverteidigerin, die mit Stolz ihre Rosshaarperücke trägt. Wie alle Strafrechtsanwälte glaubt Tessa an das Gesetz, an das System und an die Unschuldsvermutung, die für sie keine Floskel ist, sondern das Fundament einer zivilisierten Gesellschaft. Deshalb verteidigt auch sie die Angeklagten, sucht nach Lücken in der Anklage und prüft akribisch die Aussagen von Opfern und Zeugen. Und Tessa ist eine der Besten in ihrem Job.<br /><br />Ob Drogenprozesse, Korruptionsvorwürfe oder sexuelle Übergriffe: Tessa geht es um die juristische Wahrheit und den Beweis, mithilfe dessen ihre Angeklagten vor dem Gesetz für „unschuldig“ erklärt werden. Im Kreuzverhör spielen Sympathien keine Rolle, jede und jeder muss sich den scharfen Fragen der Anwältin stellen, auch Opfer vermeintlicher sexueller Übergriffe, deren Aussagen vor Gericht analysiert und auseinandergenommen werden. Bis zu dem Tag, an dem etwas passiert, was Tessa nie für möglich gehalten hätte: Ihr Kollege, mit dem sie eine Affäre hat, wird nach einem Date sexuell übergriffig. Während ihr Leben vor ihren Augen zusammenbricht, wird Tessa von der Strafverteidigerin zur Anklägerin und erlebt die Vorgänge im Gerichtssaal von der anderen Seite.<br /><br />"Prima facie" ist ein juristischer Terminus, der auf Deutsch Anscheinsbeweis heißt und so viel bedeutet wie "bis auf Widerruf" oder "solange sich keine neuen Evidenzen einstellen". Kann das System, an das Tessa so sehr geglaubt hat, sie schützen – oder lässt es sie am Ende im Stich?<br /><br />Der preisgekrönte Monolog der australischen Autorin Suzie Miller wurde 2019 in Sidney uraufgeführt und hat bereits erfolgreich im Londoner Westend und jüngst am Broadway Premiere gefeiert.<br /><br />Regie: András Dömötör<br />Bühne und Kostüme: Moïra Gilliéron<br />Musik: Tamás Matkó<br />Dramaturgie: Jasmin Maghames<br /><br />Wir weisen darauf hin, dass dieses Theaterstück auch sexualisierte Gewalt, Vergewaltigung und Traumabewältigung thematisiert.<br /><br />In diesem Stück kommen Stroboskop-Effekte zum Einsatz.<br /><br />Dauer: 1 Stunde 35 Minuten, keine Pause]]></description>
      <pubDate>Fri, 29 May 2026 18:00:00 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>Gier (von Sarah Kane)</title>
      <description><![CDATA[„Wenn Liebe käme…”<br />Ist das immer noch die große Hoffnung? Romantik ist zum Konsumgut geworden, gelingende Beziehungen sind mühevoll, immer mehr Menschen suchen nach alternativen Beziehungsmodellen. Und dennoch: Die Liebe hat unsere Gesellschaft im Griff. Wer wäre nicht gerne aufgehoben, in den Armen einer:s Anderen? <i>Gier</i>, das theatrale Langgedicht der britische Dramatikerin Sarah Kane, spiegelt uns dieses Begehren. Das Stück exponiert die Innenwelt verzweifelter, hoch romantischer Liebender. Die Stimmen von <i>Gier</i>, sie suchen nach Nähe, sie wollen sich einander zumuten. Und doch bleibt ihr Wunsch nach Geborgenheit unerfüllt. Wie diesen Stimmen begegnen?  <br /><br />Regisseur Christopher Rüping überführt Kanes Text in eine theatrale Versuchsanordnung: Während Maja Beckmann, Benjamin Lillie, Sasha Melroch und Steven Sowah den Text sprechen, beobachten wir eine fünfte Schauspielerin – Wiebke Mollenhauer – dabei, wie sie auf den Text reagiert. Was dann geschieht? Vielleicht können wir uns wieder mit den drastischen Schilderungen von Gewalt verbinden, für die Sarah Kane in den 1990er-Jahren berühmt wurde. Möglicherweise sehen wir uns selbst, eine Gesellschaft in Therapie, deren Gier nach Anerkennung und Bestätigung unstillbar scheint. Oder gelingt es dem Abend, die hungrigen Stimmen im Kopf für einen Moment in der Schwebe zu halten?  <br /><br />Die am Schauspielhaus Zürich entstandene Inszenierung von Christopher Rüping wurde vielfach ausgezeichnet; Wiebke Mollenhauer wurde für ihre darstellerische Leistung zur Schauspielerin des Jahres gewählt. Ab Februar ist der Theaterabend am Deutschen Theater zu sehen. <br /><br />Übernahme vom Schauspielhaus Zürich<br /><br />Inszenierung: Christopher Rüping <br />Bühnenbild: Jonathan Mertz <br />Kostüm: Lene Schwind <br />Musik: Christoph Hart <br />Video: Emma Lou Herrmann <br />Licht: Robert Grauel <br />Dramaturgie: Moritz Frischkorn <br /><br /> In dieser Inszenierung werden psychische und physische Gewalt sowie die Themen Vergewaltigung, Kindesmissbrauch und Suizid auf sprachlicher Ebene thematisiert.<br /><br />Dauer: 1 Stunde 45 Minuten, keine Pause]]></description>
      <pubDate>Sat, 30 May 2026 17:30:00 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Jugend ohne Gott (nach dem Roman von Ödön Horváth)</title>
      <description><![CDATA[„Was für eine Generation wird das sein? Eine harte oder nur eine rohe?”<br /><br />In einer Welt, die von totalitärer Ideologie und moralischer Kälte geprägt ist, erzählt Ödön von Horváths Roman <i>Jugend ohne Gott</i> (1937) eine beklemmende Geschichte über Schuld, Verantwortung und den Verlust von Werten. Ein Lehrer gerät in einen Konflikt zwischen seiner eigenen moralischen Haltung und den gesellschaftlichen Erwartungen seiner Zeit. Als er sich weigert, die rassistischen und menschenverachtenden Ansichten seiner Schüler zu akzeptieren, wird er zunehmend isoliert. Während eines Zeltlagers, das der militärischen Erziehung der Jugendlichen dient, spitzen sich die Ereignisse zu: Ein Mord geschieht, und der Lehrer wird ungewollt zum Mitwisser in einem Netz aus Verrat, Misstrauen und Schuld. In seiner Suche nach Wahrheit und moralischem Handeln wird er mit der Frage konfrontiert, wie man sich in einer Welt voller Unmenschlichkeit behaupten kann – und was es bedeutet, Verantwortung für die eigene Mitwirkung an einem Unrecht zu übernehmen. <br /><br /><i>Jugend ohne Gott</i> ist eine zeitlose Parabel über die Manipulierbarkeit von Menschen und die Notwendigkeit von Zivilcourage. Horváths Werk bleibt erschreckend aktuell und stellt uns vor die drängende Frage: Was passiert, wenn Gesellschaften ihre Werte aufgeben und moralisches Handeln zum Risiko wird? <br /><br />    Regie: Emel Aydo&#287;du <br />Bühne: Eva Lochner <br />Kostüme: Louise-Fee Nitschke <br />Video: Tama Ruß <br />Licht: Marco Scherle <br />Dramaturgie: Jasmin Maghames, Karla Mäder <br /><br />empfohlen ab Klasse 9]]></description>
      <pubDate>Sun, 31 May 2026 17:30:00 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Ach, Mom! (Eine nichteuklidische Seifenoper von Nico Sauer)</title>
      <description><![CDATA[Es beginnt in einem Wohnzimmer, wie in jeder Sitcom. Und endet im Delirium.  <br /><br />Ach, Mom! ist eine choreografierte Multicam-Inszenierung für vier Schauspieler:innen, bei der Techniken aus der musikalischen Komposition auf das Vokabular des Schauspiels übertragen werden. Komplexe Erzählmuster entstehen nicht durch Handlung, sondern durch rhythmische Überlagerung, Phasenverschiebung und fein getimte Körperinteraktionen. Gesten werden von ihren Funktionen entkoppelt, Objekte verlieren ihre Subjekte, Stimmen schweben zwischen Lip-Sync und realer Sprache. Die Kamera übernimmt nicht länger die Rolle des neutralen Beobachters, sondern emanzipiert sich – zoomt, verpasst, insistiert. Was als Sitcom beginnt, endet im Rausch einer neuen, grotesken Theatersprache. <br /><br />Ach, Mom! ist keine Erzählung über Familie – sondern eine Partitur über ihre Zeichen. Ein Delirium aus Rhythmen, Blicken, Routinen und Brüchen. Eine Sitcom, die sich selbst zum Explodieren bringt, um aus ihren Trümmern ein neues Modell performativer Erzählung zu bauen.  <br /><br />Der Komponist, Multimediakünstler und Regisseur Nico Sauer untersucht in seinen Projekten zwischen Musiktheater, bildender Kunst und Performance die Grenzen musikalischer Komposition und theatraler Genres und konnte mit seinem Projektvorhaben Ach, Mom! die Jury des Open Calls überzeugen.  <br /><br />„Ich bin es gewohnt durch's Raster zu fallen.” Nico Sauer spricht im Interview über Verblüffung, das Wandeln zwischen den Sparten und das Loslassen lernen.<br /><br />Regie: Nico Sauer <br />Ausstattung: Maria Magdalena Emmerig <br />Dramaturgie: Johann Otten ]]></description>
      <pubDate>Wed, 3 Jun 2026 18:00:00 GMT</pubDate>
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      <title>Automatenbüfett (von Anna Gmeyner )</title>
      <description><![CDATA[Frau Adam, eine geschäftstüchtige Wirtin, betreibt ein Automatenbüfett. Trotz aller Modernität – Speisen, Getränke und Musik kommen per Knopfdruck – bedeutet das: Brötchen schmieren, Bier ausschenken, von morgens bis mitternachts auf den Beinen sein. Ihr Mann Leopold, ein Träumer, ist ihr dabei keine große Hilfe. Statt im Geschäft zu helfen, sitzt er am Angelteich und ersinnt eine theoretisch gute Lösung, wie man die notleidende Bevölkerung mit preiswertem Eiweiß in Form von Zuchtkarpfen versorgen könnte. <br /><br />Eines Tages zieht er beim Angeln eine junge Selbstmörderin aus dem Wasser, nimmt sie mit nachhause und die Dinge geraten in Bewegung. Die junge Frau, Eva, hilft als Kellnerin aus und entpuppt sich nicht nur als verkaufssteigernder Magnet im Automatenbüfett, was der Chefin gleichermaßen Grund zur Freude und Dorn im Auge ist, sondern hilft auch dem Sozial-Visionär, seine Geschäftsidee den Honoratioren der Stadt nahezubringen, die zunächst ablehnend, dann aber zunehmend interessiert sind.<br /><br />Die österreichische Autorin Anna Gmeyner schrieb Automatenbüfett 1932, in einer Zeit des Epochenbruchs: „Europa ist ein Pulverfass, in das jeden Moment der zündende Funke fallen kann”, heißt es im Stück. Das Stück ist bei aller Brisanz des historischen Hintergrunds ein liebevolles Porträt der sogenannten kleinen (und auch der ganz armen) Leute, die sich mit Fleiß, Mutterwitz und Schläue durchwursteln und trotzdem weder Humor noch Zuversicht verlieren. Am Ende geht natürlich alles schief, aber auf eines ist Verlass: Lust und Liebe werden bleiben.<br /><br />Regie: Jan Bosse<br />Bühne: Stéphane Laimé<br />Kostüme: Kathrin Plath <br />Musik: Arno Kraehahn <br />Songs: Carolina Bigge <br />Licht: Robert Grauel <br />Dramaturgie: Karla Mäder ]]></description>
      <pubDate>Sat, 20 Jun 2026 17:30:00 GMT</pubDate>
      <link>https://www.culturall.de/_show_offer.php?seite=66&amp;seg=243532&amp;aktuell=true</link>
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      <title>Ursonate [Wir spielen, bis uns der Tod abholt] (Eine dadaistische Sprechoper von Kurt Schwitters)</title>
      <description><![CDATA[Eigenwillig und bizarr, anarchistisch und sinnentleert: Collagen-Kunst aus Müll, verwinkelte Grotten, ein Alphabet von hinten, eine wuchernde Privatwohnung ohne Außenwelt, Nonsens-Gedichte. Aberwitz und ad absurdum geführte Konventionen bis zur absoluten Sinnenlosigkeit wurden zum Markenzeichen des hannoverschen Dada-Künstlers, Dichters, Komponisten und Werbegrafikers Kurt Schwitters.<br /><br />Dabei war seine Kunst geprägt von den Nachbeben des Ersten Weltkriegs, in dem sich eine ungeahnte Zerstörungswut entfesselte. Der Krieg hatte sich vom Schlachtfeld in die Köpfe verlagert. Mit dem Krieg zerfiel die vertraute Welt in ihre Bruchstücke, alle geltenden Sinnzusammenhänge verloren an Bedeutung. Ein tief verwurzeltes Gefühl der Orientierungslosigkeit machte sich breit.<br /><br />Kunst diente Schwitters als Gegenwelt zur bestehenden bürgerlichen Gesellschaft, als skurriler Anti-Kosmos jenseits etablierter Logiken: Merz-Kunst, wie er seine eigene Kunst bezeichnete. Eine Silbe, die er aus dem Wort der damaligen Kom<i>merz</i>- und Privatbank herausgeschnitten hatte. Merz bedeutete für ihn die Überwindung der Gegensätze von Welt und Kunst, Sinn und Unsinn sowie den Grenzen zwischen den Künste<br /><br />Schwitters arbeitete akribisch über neun Jahre (1923 – 1932) an seinem Lautgedicht Ursonate, während um ihn herum die Krisen der modernen Welt tobten. Zwar folgte er in der Struktur einer klassischen, viersätzigen Sonate, in die er aber sein verwildertes Sprachmaterial einsortierte und sie umformte zu einer Anti-Sonate – einer spielerischen Dekonstruktion der bildungsbürgerlichen Kunst. So befreite Schwitters die ideologisch vereinnahmte Sprache, indem er sie auf ihre Urlaute reduzierte, um alle semantischen Bezüge aufzulösen und durch die Atomisierung der Sprache neue Bedeutung schaffen zu können. Und auch diese absurde Lautpoesie mit Brüllen, Zischen, Krähen war für ihn Revolte und Beginn von etwas Neuem. Vive la crise! Oder mit den Worten des Bürgerschrecks: Fümms bö wö tää zää Uu.<br /><br />Regie: Claudia Bauer<br />Komposition: Peer Baierlein<br />Bühne: Patricia Talacko<br />Kostüme: Vanessa Rust<br />Video: Jan Voges<br />Dramaturgie: Daniel Richter<br />Licht: Cornelia Gloth<br />Maske: Andreas Müller<br /><br />Dauer: 1 Stunde 45 Minuten, keine Pause<br /><br />empfohlen ab Klasse 9]]></description>
      <pubDate>Thu, 20 Aug 2026 18:00:00 GMT</pubDate>
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      <title>Das Deutsche Theater in Berlin zählt zu den bedeutendsten Sprechtheaterbühnen im deutschsprachigen Raum.</title>
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      <pubDate>Fri, 15 May 2026 04:36:59 GMT</pubDate>
      <link>https://www.culturall.de/kultur/berlin/auffuehrungen/deutsches.theater/deutsches.theater.html</link>
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