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Kunsthaus Bregenz

In den letzten 15 Jahren hat sich das Kunsthaus Bregenz als eines der führenden internationalen Ausstellungshäuser für zeitgenössische Kunst etabliert. Besonders in Künstlerkreisen gilt das KUB als ein Signature-Haus, womit die überzeugende Gesamtidee einer am Kern der Kunst orientierten schlüssigen Einheit gewürdigt wird. Zu dieser Einheit gehören die Architektur, das Programm, die kuratorische Realisierung, die Kommunikation, die Publikationen und Editionen sowie die Kunstvermittlung. Ein Alleinstellungsmerkmal hat das KUB in Bezug auf die Einzigartigkeit seiner Architektur und die häufig damit verbundenen Neuproduktionen künstlerischer Werkgruppen.

(Foto: Markus Tretter)

Kontakt

Kunsthaus Bregenz
Karl-Tizian-Platz
A-6900 Bregenz

Telefon: +43-5574-485 94-0
Fax: +43-5574-48594-408
E-Mail: kub@kunsthaus-bregenz.at

 

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 10 — 18 Uhr
Donnerstag 10 — 20 Uhr

Eintrittspreise:
Erwachsene € 9 | Ermäßigungen € 7 | Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche
Kombiticket KUB und vorarlberg museum € 15 | Ermäßigungen € 12
Kulturhäuser Card € 99
Bewertungschronik

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Pamela Rosenkranz, Foto: Marc Asekhame
Ausstellung

Pamela Rosenkranz: House of Meme

KUB 2021.02

Wie durchlässig sind wir, wie absorbierend? Pamela Rosenkranz begreift Menschen als Membranen. Für ihre Ausstellungen wählt sie eindringliche Mittel. Im Kunsthaus Bregenz antwortet sie auf dessen Architektur. Peter Zumthor sucht phänomenologische Wirkungen: Licht, Schall, Kühle, Empfindlichkeit und Befinden spielen eine bedeutsame Rolle. Pamela Rosenkranz hinterfragt die Vergewisserung des authentischen Erlebens. Reine Erfahrung gibt es ebenso wenig wie Immunität gegen unsichtbare Existenzen. Dies ist in Zeiten einer Pandemie nicht zu leugnen. Menschsein ist osmotisch und künstlich modelliert.

Wie gotische Fenster hängen Lichtquellen in den Räumen. An den Vorderseiten zeigen sie Farbflächen in intensivem Blau. Es sind keine Bilder im gewöhnlichen Sinn, eher Glasfenster aus gesättigtem Licht, die sich wie Sedimente in dem Raum aus Glas und Beton gebildet haben. Bildschirme schimmern, geben Tiefe. Blau ist die Farbe der Kontemplation. Wir assoziieren Kühle, Grenzenlosigkeit, Sehnsucht. In vielen Religionen ist die Farbe Blau Symbol für Aufstieg und Erlösung. Doch Farben sind auch physikalische Ereignisse. Sie sind messbare Längen, die sich mit der Entwicklung des Sehsinns unter Wasser in prähistorischer Zeit verbinden. Rosenkranz betreibt Ästhetik als Grundlagenforschung des Sinnlichen. Damit steht sie den Experimenten der Spätimpressionisten näher als Yves Klein, der monochrom blaue Gemälde gemalt und die Farbe »verdinglicht« hat (Rosenkranz), als er sie patentieren ließ.

Was sind Farbe und Licht? Wie entstehen Gerüche und wie verhalten sich ihre Rezeptoren? Wie werden Schall und Vibrationen registriert? Und kann ein Gebäude nicht ähnlich einem Lebewesen Erfahrungen sammeln und bewahren, zum Beispiel Temperaturschwankungen, Feuchtigkeitsgrade, Erschütterungen? Akustische Schwingungen können sich verflüchtigen, aber nicht verschwinden. Ähnliches gilt für neurologische Durchdringungen und biochemische Substanzen, die nicht abbaubar sind. Menschen sind nicht länger souveräne, sondern synthetische Subjekte. Das Durchmengen von technischen und natürlichen Substanzen deutet Rosenkranz durch Situationen der Verunklärung an. Folien schimmern, Schallwellen vibrieren, Luftfeuchtigkeit wabert und ein archaischer Geruch, der künstlich hergestellt ist, durchzieht die Räume. Alles fließt, diese uralte philosophische Beobachtung gewinnt durch die Einwanderung des Künstlichen neue Aktualität.

Im obersten Geschoss befindet sich eine Schlange. Es ist eine computergesteuerte Maschine, die auf elektromagnetische Strahlung reagiert, sich seitlich windend fortbewegt, ihren Kopf hebt und die Umgebung observiert oder abwartend still am Boden ruht. Eine reflektierende Schuppenhaut überzieht das Geflecht aus Sensoren und Halbleitern. Der unhörbare Klang eines elektronischen Rauschens lädt das Objekt auf. Künstlerisch steht der »Snakebot« in der Tradition der kinetischen Skulptur, doch er basiert auf dem Versuch der Wissenschaften, Lebewesen durch Roboter und Organisches durch Algorithmen zu ersetzen. Obwohl ihr Erscheinen künstlich und unnatürlich wirken könnte, erzeugt die Roboterschlange tief sitzende evolutionäre Gefühle. Unsere Augen haben sich auf die Erkennung von Schlangenmustern und -bewegungen spezialisiert. Anscheinend hat sich in der Evolution die menschliche Sehkraft stark verbessert. Was sehen wir, wenn wir eine Roboterschlange sehen? Gefahr, Schönheit oder Algorithmen?

In der Ausstellung löst sich die Trennung von Natur und Künstlichkeit auf. Sie wird zum animierten »Lebensraum« einer robotischen Kreatur, die von unseren Geräten mitgesteuert wird und alles verbindet. Ihre Wahrnehmung klingt vibrierend durch das ganze Gebäude. Die Signale unserer Mobiltelefone sind schon eingespeist, wenn wir sie antreffen. Die Bewegungen der Schlange in Bezug auf unseren Körper, die Betrachtung von Kunst oder Dargestelltem als ein dem Menschen tiefengeschichtlich innewohnendes Bedürfnis, das uns auch physisch ergreift, zieht sich durch die Ausstellung. Das Haus wird zum Organismus eines erweiterten biologischen Zusammenspiels.

Biografie

Pamela Rosenkranz (* 1979 in Uri, Schweiz) lebt und arbeitet in Zürich und in Zug. 2004 erhielt sie den Master of Fine Arts an der Hochschule der Künste Bern; zudem studierte sie Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Zürich. Bereits während des Studiums erfuhr sie große internationale Beachtung.

Zu ihren jüngsten Ausstellungen zählen: Alien Culture, GAMeC Bergamo (2017), IF THE SNAKE, Okayama Art Summit, Okayama (2019), Là où les eaux se mêlent, 15. Biennale de Lyon (2019), Leaving the Echo Chamber, 14. Sharjah Biennial (2019) und Slight Agitation 2/4: Pamela Rosenkranz in der Fondazione Prada, Mailand (2017).

2015 vertrat Rosenkranz die Schweiz bei der Biennale in Venedig.

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© Studio Lois Weinberger, Kunsthaus Bregenz
Installation

Lois Weinberger

KUB Basement und KUB Platz

Lois Weinberger (1947‒2020) hat mit seinen Landschaftsarbeiten die Debatte zu Kunst und Natur bis heute maßgeblich mitbestimmt. Er gilt als einer der wichtigsten Künstler der Gegenwart. Bis zuletzt arbeitete er an einem poetisch-politischen Netzwerk, für spezielle Projekte im öffentlichen Raum auch gemeinsam mit seiner Frau Franziska. Als künstlerischer Feldarbeiter hatte er stets die Randzonen der Stadt- und Naturräume sowie deren Um- und Aufwertung im Sinn, für die er eine eigene Vegetationsästhetik entwickelte.

1971 veröffentlichte ein großer Schweizer Pharmakonzern die Bildermappe Unkrautgemeinschaften Europas mit Texten in sieben Sprachen. Die Mappe enthält Fotografien von Pflanzen mit ihren lateinischen Namen. Die Bezeichnungen dienen der botanischen Identifizierung, tatsächlich aber der Bekämpfung dieser Gewächse, für die der Konzern die im Anhang vorgestellten chemischen Tilgungsmittel herstellt. Lois Weinberger stellte die Mappe als Readymade aus. Die Fotos ähneln Stillleben in der Tradition des Aquarells Das große Rasenstück (1503) von Albrecht Dürer. Angesichts des Rufs nach einer »ecological art« und der Erwartungen an die Pharmaindustrie ist Weinbergers Beitrag hochaktuell.

Die Bildermappe von Lois Weinberger, eine KUB Neuerwerbung, wird als Ergänzung zur Hauptausstellung House of Meme von Pamela Rosenkranz im Untergeschoss des Kunsthaus Bregenz präsentiert. Neben weiteren Exponaten wird die Skulptur Invasion (2013) gezeigt, eine lebensgroße Figur aus Aluminiumguss, auf deren Körper Baumpilze wachsen.

Vor dem Kunsthaus Bregenz werden hunderte mit Erde gefüllte Kübel zu einem Geviert angeordnet. Diese Arbeit wurde in den letzten Jahrzehnten an verschiedenen Orten angelegt, u. a. 2017 in Metz für das Centre Pompidou. Flugsamen befruchten die Erde und erzeugen durch zufälliges Wachstum eine Pflanzeninsel auf dem Karl-Tizian-Platz.

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Neu: Kunst – Kinderleicht

Spielerisch mit allen Sinnen in die Kunst eintauchen! Ein Format für die Jüngsten von 3 bis 5 Jahren.

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Digital

Kunsthaus Bregenz Digital

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#kunsthausbregenz

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Online

Sonic Views

#14 | #15 | #16

Die Serie der akustischen Bildbetrachtungen wird fortgesetzt mit drei neuen Sonic Views: Bartolomé Esteban Murillo, Marisa Merz und der Auto-Ikone des Jeremy Bentham.

In den Sonic Views greift KUB Direktor Thomas D. Trummer Gedanken zur aktuellen Situation mit dem Coronavirus auf und entdeckt Bezüge dazu in den thematisierten Werken.

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In den letzten 15 Jahren hat sich das Kunsthaus Bregenz als eines der führenden internationalen Ausstellungshäuser für zeitgenössische Kunst etabliert. Besonders in Künstlerkreisen gilt das KUB als ein Signature-Haus, womit die überzeugende Gesamtidee einer am Kern der Kunst orientierten schlüssigen Einheit gewürdigt wird. Zu dieser Einheit gehören die Architektur, das Programm, die kuratorische Realisierung, die Kommunikation, die Publikationen und Editionen sowie die Kunstvermittlung. Ein Alleinstellungsmerkmal hat das KUB in Bezug auf die Einzigartigkeit seiner Architektur und die häufig damit verbundenen Neuproduktionen künstlerischer Werkgruppen.

(Foto: Markus Tretter)
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 10 — 18 Uhr
Donnerstag 10 — 20 Uhr

Eintrittspreise:
Erwachsene € 9 | Ermäßigungen € 7 | Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche
Kombiticket KUB und vorarlberg museum € 15 | Ermäßigungen € 12
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