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Salzkammergut Festwochen Gmunden

Kultur und Sommerfrische – diese kongeniale Verbindung hat Tradition. In der einzigartigen Naturlandschaft rund um den Traunsee bieten die Salzkammergut Festwochen Gmunden ein vielfältiges Programm: herausragende Musikprojekte, innovative Literaturformate, anregende Dramatik, Jazz & Crossover, Architekturgespräche sowie Konzertgeschichten, die auch das jüngste Publikum verzaubern. Ein innovatives und versiertes Team rund um Christian Hieke – künstlerischer Geschäftsführer, Johanna Mitterbauer – kaufmännische Geschäftsführerin und Karin Bergmann – Leiterin Literatur und Theater und ehemalige Direktorin des Wiener Burgtheaters, sorgen für unterhaltsame, anregende und poetische Stunden in dieser einzigartigen Region.

Kontakt

Salzkammergut Festwochen Gmunden
Theatergasse 10
A-4810 Gmunden

Telefon: +43 7612 70630
E-Mail: office@festwochen-gmunden.at

 

Mobil: +43 664 881 929 24
Kartenbestellung:
Tel. +43 7612 7063012
Email: karten@festwochen-gmunden.at

Öffnungszeiten des Festivalbüros:
Montag bis Freitag von 9:00 bis 13:00 Uhr
Bewertungschronik

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Bewertungen & Berichte Salzkammergut Festwochen Gmunden

Gespräch

Galerie 422 - frames | Lena Göbel

Während der Sommermonate lädt die Galerie 422 Margund Lössl u.a. mit Lena Göbel und Christian Eisenberger eine junge Künstler:innengeneration ein, im Rahmen des Projektes frames neuen Raum für Kultur zu erobern. Gemeinsam führen sie ein Geschäftslokal „Am Graben 4“ in der Innenstadt temporär einer alternativen Nutzung zu und schaffen ein immersives Kunsterlebnis. Als zusätzliches Gimmick wird im Rahmen von Events ein interdisziplinärer Diskurs, der neue Perspektiven in der Auseinandersetzung mit Kunst sucht, stattfinden. Art meets Apfelmost, Prosa trifft Papiermalereien und weitere Gustostückerl erwarten Sie.

Als „associated project of Salzkammergut 2024“ und in Kooperation mit den Salzkammergut Festwochen Gmunden und der Stadt Gmunden trägt das Projekt Galerie 422 frames der Galerie 422 Margund Lössl von Ende März bis Ende Oktober 2024 zum mannigfaltigen Bouquet dieses besonderen Kulturjahres bei.

Art Meets Apfelmost
Interdisziplinäres Gespräch mit Lena Göbel & Irene Wurm

13.07.2024, 17:30 Uhr

frames: Lena Göbel
Ausstellungsdauer: 15. Juni bis 27. Juli 2024

Öffnungszeiten saisonal laut Ausstellung und nach Vereinbarung

Eine Veranstaltung der Galerie 422 Margund Lössl

www.galerie422.at

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Ausstellung

Gottfried Helnwein

Gottfried Helnwein zeigt im Kammerhof Museum und in der Bürgerspitalskirche Gmunden Werke der letzten drei Jahrzehnte. Die Arbeiten des in Wien geborenen Künstlers Gottfried Helnwein sind von der Auseinandersetzung mit den Themen Schmerz, Verletzung und Gewalt geprägt. Als zentrales Motiv dient ihm die Figur des verletzbaren und wehrlosen Kindes, das stellvertretend alle psychologischen und gesellschaftlichen Ängste verkörpert. Seine hyperrealistischen Bilder, die immer nach einer fotografischen Vorlage entstehen, bestechen durch ihre technische Perfektion. Helnwein gilt bis heute als Provokateur, übt er doch von Beginn an mit seinen Werken Kritik an der Gesellschaft: „Meine Arbeit war eigentlich immer ein Versuch, mit dem, was auf mich wirkt, zurechtzukommen oder darauf zu reagieren.“

Karten: € 10,–
Kinder/Jugend bis 19 Jahre € 3,–
Karten im K-Hof Kammerhof Museum Gmunden erhältlich.

Öffnungszeiten:
K-Hof Kammerhof Museum: Mittwoch bis Sonntag 10:00 – 15:00 Uhr, Montag & Dienstag geschlossen

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Ausstellung

PARALLEL VIENNA

Skulpturenpark

PARALLEL VIENNA präsentiert nach den großen Erfolgen der letzten Jahre zum dritten Mal den Parallel Skulpturenpark in Gmunden.

Dieser findet im Rahmen der Salzkammergut Festwochen Gmunden von Ende Juni bis Ende August im Toscana Park in Gmunden statt. Es wird eine Auswahl an national und international agierenden Künstler:innen präsentiert.

Der Skulpturenpark wird während der gesamten Zeit frei zugänglich sein und Besucher:innen einladen, auf der Insel zu verweilen. Der Toscana Park bietet wunderschöne Spazierwege entlang des Sees und rund um die Villa Toscana, die durch die Skulpturen neu erlebt werden können. PARALLEL VIENNA ist es ein Anliegen, gemeinsam mit den Festwochen die Gmundner Kulturszene zu fördern und das Programm im Kulturhauptstadtjahr weiter zu vergrößern.

Das Besondere in diesem Jahr, der PARALLEL Skulpturenpark findet gemeinsam mit der BestOFF Sommerfrische statt.

Besichtigungszeiten: täglich frei zugänglich

Guided Tours mit Anmeldung an folgenden Terminen möglich:
Sa, 13.07., Sa, 27.07., Sa, 10.08., Sa, 24.08. | jeweils 17:00
Treffpunkt: Terrasse Villa Toscana
Anmeldung: parallelvienna.com/skulpturenpark-anmeldung/

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1 Ausstellung

AIR 101 x Club Fortuna

Initiatorin: Andrea Bier

Für das mittlerweile dritte AIR 101-Gastspiel bei den Salzkammergut Festwochen Gmunden lädt Initiatorin Andrea Bier das international agierende Künstlerinnenkollektiv Club Fortuna nach Gmunden ein, sich mit einer ortsspezifischen Intervention in die Kultur der Region einzuschreiben.

Seit 2014 thematisieren die Protagonistinnen Xenia Lesniewski, Nana Mandl, Verena Preininger und Sarah Sternat aktuelle Entwicklungen, gesellschaftliche Mechanismen, sowie die kompromisslose Bewältigung des Alltags junger Künstler:innen. In Form pointierter biografischer Grenzüberschreitungen hinterfragen sie die gegenwärtige Künstler:innenrolle ebenso, wie die damit verbundene gesamtgesellschaftliche Verantwortung mit Ironie und Schärfe.

AIR 101 ist ein Artist in Residence Programm, das 2021 von Andrea Bier ins Leben gerufen wurde. Ziel der Plattform für zeitgenössische Kunst ist es, junge und renommierte Künstler:innen nach Gmunden einzuladen, Begeisterung zu wecken, und den Austausch zwischen den Sphären Kunst und Wirtschaft zu fördern. Die künstlerische Intervention von Club Fortuna wird zeitgleich mit gmunden.photo im KunstQuartier Stadtgarten Gmunden präsentiert.

www.air101.at

Eintritt in das Kunstquartier: € 5,–

Besichtigungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 13:00 – 20:00, Mo. geschlossen

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1 Ausstellung

Hubert Scheibl – Ikarus

Im Rahmen der diesjährigen Kooperationsausstellung mit den Salzkammergut Festwochen Gmunden präsentiert die Galerie 422 Margund Lössl von Samstag, 29. Juni bis einschließlich 24. August 2024 den international renommierten Künstler Hubert Scheibl.

Der Künstler reflektiert unter dem Ausstellungstitel „Ikarus“ über Vermessenheit, Selbstüberschätzung und Hybris in der gegenwärtigen Gesellschaft. Dabei rückt er bei den eigens für die Ausstellung entstandenen Ölmalereien den Moment des Sturzes ins Zentrum und lässt die Rezipient:innen mit seinen unverwechselbaren, abstrakten Bildkompositionen unmittelbar in die emotional aufgeladene narrative Bilderzählung eintauchen.

Hubert Scheibl zählt seit den 1980er Jahren mit seinem vielschichtigen Bildkosmos aus Malerei, Zeichnung und fotografischen Arbeiten zu den Größen des nationalen und internationalen Kunstbetriebs. Anhand des dramaturgischen Mixes von Farbe, Form und Geste vermag es Hubert Scheibels Kunst, in die Tiefen der menschlichen Psyche einzutauschen und nachhaltig zu berühren.

Eine Veranstaltung der Galerie 422 Margund Lössl / www.galerie422.at

EINTRITT FREI

Öffnungszeiten der Galerie:
Mittwoch bis Freitag 12:00 – 18:00 Uhr, Samstag 10:00 – 16:00 Uhr

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1 Ausstellung

gmunden.photo #4 - TERRIBLE BEAUTY

Bereits zum 4. Mal findet auch 2024 das erfolgreiche Outdoor- Fotografie-Festival gmunden.photo statt. Die diesjährige Ausgabe widmet sich dem Thema „Landschaft“: Kein anderes Genre hat in den letzten Jahren ein vergleichbares Revival durchlaufen. Galt die Landschaft vormals noch als unverdächtig und fast belanglos, hat sich im Kontext der vielfältigen, vom Menschen gemachten Bedrohungen und Risiken, denen sich der Planet gegenübersieht, auch die Landschaft in ihrer künstlerischen Darstellung stark gewandelt und politisiert. Artenvielfalt und Artensterben, Tourismus, Gletscherschmelze, Migration, Widerstand und Digital Landscape – der Fokus der diesjährigen Ausgabe stellt dabei auf ganz unterschiedliche Themenbereiche scharf.

Der Titel TERRIBLE BEAUTY zielt auf das Spannungsverhältnis zwischen althergebrachten, romantisierenden Erinnerungen, Vorstellungen und Bildern von Landschaft und den multiplen Miss- ständen und Krisen im Kontext des Klimawandels ab. Die gmunden. photo 2024 versammelt 20 Positionen nationaler wie internationaler Fotokunst und bleibt dem Prinzip, große Namen der Fotografie und junge Künstler:innen Seite an Seite zu präsentieren, treu. Zu sehen sein wird eine sorgfältig kuratierte Auswahl von erschreckend schönen Blicken auf Landschaften, Städte und Architekturen. Präsentiert im Stadtgarten Gmunden in ehemaligen Schiffscontainern sowie erstmals in einer rund 300m2 großen Kunsthalle am Festivalgelände bildet das Projekt auch einen Beitrag zur Europäischen Kulturhauptstadt 2024. Die gmunden.photo 2024 trägt nicht nur dazu bei, Gmunden als sommerlichen Hot Spot für bildende Kunst zu etablieren, sondern zelebriert auch die Vielfältigkeit und visuelle Durchschlagskraft zeitgenössischer Fotografie und Medienkunst.

Initiatoren: Tom Wallmann, Felix Leutner
Kuratiert von Lisa Ortner-Kreil

Eintritt in das Kunstquartier: € 5,–

Besichtigungszeiten: Dienstag bis Sonntag 13:00 – 20:00 Uhr, Montag geschlossen

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Ausstellung

sensus terrae

Emmanuel Walderdorff Galerie zu Gast im Salzkammergut

Beteiligte Künstler:innen:
Andreas Gefeller, Matthias Kessler, Gisela Krohn, Christopher Lehmpfuhl, Svätopluk Mikyta, Kristine Oßwald, Carl Pfeil, Alexander von Schlieffen, Philipp Schönborn, Julia Schrader, Alice Stepanek & Steven Maslin, Ralf Witthaus

Im Salzkammergut kontrastieren große Seen und Kalkalpen. Der Tourismus blüht. Dazu ist die gesunde Natur eine Lebensgrundlage für die einheimischen Landwirte. Auch deshalb ist 2024 die Region Salzkammergut Kulturhauptstadt Europas. Was liegt also näher, als die Landschaft selbst zum Protagonisten der diesjährigen Ausstellung zu machen!

Wie erleben wir Landschaft? Was macht ihre Qualität aus? In der Natur ist unser erster Blick informationsgelenkt, denn wir wollen uns auch in einer fremden Umgebung zurechtfinden. In einer zweiten, psychischen Dimension wollen wir uns geborgen fühlen. Wir erspüren konkrete Formen, Farben, Geräusche und Gerüche. Rund wird unsere Wahrnehmung, wenn wir es verstehen, spontan Erlebtes sowohl mit inneren Erfahrungen als auch mit unserem Wissen und dessen Deutung zu verbinden.

Die Ausstellung „sensus terrae“ zeigt künstlerische Wahrnehmungen auf vielfältige Aspekte der natürlichen Landschaft. Es geht um Anschauung und den inneren Blick, um Schönheit und Poetisches, um Sinnlichkeit und Sinn. Die Werkschau umfasst zeitgenössische Landschaftskunst von Pleinairmalerei bis Landart.

Öffnungszeiten:
täglich, 17:00 bis 19:00 Uhr und auf Vereinbarung unter +491794620105

Dienstag, 23.7.2024:
PODIUMSGESPRÄCH
Im Rahmen der Ausstellung spricht der Philosoph Christian Schüle (Hamburg) mit der Künstlerin Xenia Hausner (Traunkirchen/Wien), der Astrologin Hannelore Traugott (Traunkirchen/Wien) und dem Künstler Alexander von Schlieffen (Berlin) über Wahrnehmung von Mensch und Landschaft in Kunst und Natur.
(Einlass: 18 Uhr, Beginn 19 Uhr)

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Chor

Bruckner Matinee

Arnold Schoenberg Chor
OÖ Mozartensemble
Erwin Ortner | Dirigent
Johanna Krokovay | Sopran
Ursula Langmayr | Alt
Michael Nowak | Tenor
Johannes Gisser | Bass

Anton Bruckner (1824–1896): Messe Nr. 1 in d-Moll WAB 26 (1864)
Arnold Schönberg (1874–1951): Friede auf Erden, op. 13 (1911)
Arvo Pärt (*1935):
Nunc dimittis (2001)
Virgencita (2012/2013)
Kleine Litanei (2015)

Ein Chorprogramm im Jahr 2024 muss einfach Anton Bruckner beinhalten. Bekenntnismusik, erfüllt von Bruckners unerschütterlicher Frömmigkeit. Auch in seiner ersten Messe hat Bruckner das rhythmische, harmonische und das melodische Material sehr bewusst gewählt: Jede Tonart, jede Modulation, jede Kadenz wurde unter seiner Hand zum „Textbaustein“ einer an Bedeutung reichen Musiksprache.

Arnold Schönbergs „Friede auf Erden“, Vertonung eines Weihnachtsgedichts von Conrad Ferdinand Meyer, ist von Anbeginn an fest verankert im Repertoire des Arnold Schoenberg Chors und unbestritten eines der bewegendsten Werke für gemischten Chor a Cappella.

Über Arvo Pärts kompositorische Entwicklung heißt es gewöhnlich, er habe als avantgardistischer „bad boy“ begonnen, sei insgesamt experimentell und kompliziert, grell klingend, kompromisslos seriell, habe dann fast ein Jahrzehnt geschwiegen und sei dann gänzlich verändert wieder hervorgetreten und schreibe seither schöne, überirdische, wohlklingende Musik. Seine „Kleine Litanei“ ist explizit dem Arnold Schoenberg Chor und seinem Leiter Erwin Ortner gewidmet, einem Chor „dessen Qualität ich schon über lange Jahre bewundere. Er gehört zu jenen Interpreten meiner Musik, die meine Welt sofort zu verstehen scheinen” (Arvo Pärt).

Eine Werkeinführung mit Renate Burtscher findet um 10:00 im Foyer im 1. Stock statt.

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Konzert

Thomas Gansch

Blasmusik Supergroup

mit Musikern der:
Wiener Philharmoniker
Egerländer Musikanten
Mnozil Brass
LaBrassBanda
Da Blechhauf’n
Kärntner Symphonieorchester
Vereinigte Bühnen Orchester


„Was ist Blasmusik?“

Seit zweieinhalb Jahrzehnten erlebt die Blasmusik, gerade in unseren Breitengraden, eine beachtliche Renaissance. An dieser Entwicklung maßgeblich beteiligt ist Mnozil Brass. Während das Spiel ohne Noten in den meisten Musikvereinen, Trachtenkapellen und Dorfmusiken in den 90er Jahren – zur Zeit der Gründung von Mnozil Brass – noch einen geringen Stellenwert hatte, hat sich das seit damals drastisch geändert. Heute gibt es unzählige Kleingruppen, die in solchen Vereinen entstanden sind und viele spielen in der sogenannten „Mnozilbesetzung“, also mit 3 hohen und 4 tiefen Bläsern.

Bands wie „Global Kryner“, „Federspiel“, „HMBC“ oder „LaBrassBanda“ erreichten in den letzten zwanzig Jahren mit ihrer eigenen Auslegung des Blasmusikbegriffs ein breites Publikum und genießen teilweise Kultstatus. Alles friedlich und fast ausschließlich mit Trompete, Posaune, Klarinette, Saxophon, Tuba und Schlagzeug.

Ein Erlebnis allemal, doch was ist Blasmusik?

„Es gibt allein in Österreich hunderttausende aktive Musiker:innen, die mit Freude und großem persönlichen Einsatz wesentlich dazu beigetragen haben, die Blasmusik von einem verstaubten, ideologisch fragwürdigen, meist militaristischen Propagandainstrument, zu einer Alltagsmusik, einer Gebrauchsmusik im positivsten Sinn zu machen. Blasmusik ist gelebtes Miteinander. Sie ist ein Integrationsinstrument von enormer Wirkung und in Zeiten der gesellschaftlichen Spaltung ein ungemein wichtiger gemeinsamer Nenner. Blasmusik hat viel zu sagen.“ (Thomas Gansch)

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Lesung

freiton – eine farce vom grunde des traunsees

von Erich J. Langwiesner

Urlesung des Autors sowie 8 weiteren Leser:innen

„bitte ich habe in meinem leben genug
ärger skandale und konfrontationen
ausgehalten privat wie beruflich schauen sie doch einfach den see jeden tag bietet er andere stilrichtungen facetten“ (e.j.langwiesner)


2024 gedenkt man weltweit Arnold Schönberg, einer Ikone der musikalischen Moderne, der heuer seinen 150. Geburtstag feiert. Auch die Salzkammergut Festwochen Gmunden erinnern in mehreren Veranstaltungen an den Komponisten.

Erich Langwiesner, Schriftsteller und Schauspieler aus Wels, der seit langem in Gmunden lebt, hat ein Theaterstück über Arnold Schönberg, dessen Frau Mathilde und deren Liebhaber, den bedeutenden österreichischen Maler Richard Gerstl, geschrieben. Der Text behandelt die ungeklärte Tragödie von Gerstls Suizid und Mathildes ungeklärtem Tod am Traunsee.

„…freiton…stellt einen Versuch dar, unter einbindung aktueller figuren… eine verbindung zwischen menschlicher tragödie, künstlertum in seinen tiefsten schattierungen und der ortsbezogenen sagen- und legendenwelt rund um den traunsee…herzustellen…“ so der Autor.

Den Salzkammergut Festwochen Gmunden ist es ein Anliegen auch lokale Künstler:innen mit ihren Arbeiten zu präsentieren und dabei entstehen auch unkonventionelle Konstellationen. Die Urlesung organisieren wir an einem ungewöhnlichen Ort direkt am Traunsee mit einer Besetzung aus Künstler:innen und Liebhaber:innen.

Wir danken der Familie Schallmeiner für die Kooperation. Selbstverständlich können Sie Ihre Plätze auf der Terrasse am See auch schon früher einnehmen und den Ort und die Gastlichkeit genießen.

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Konzert

Sodl & Band

Open Air

Anja Sodnikar | Gesang, E-Gitarre & Akkordeon
Matthias Pfaffl | Schlagzeug
Paulina Scholz | Violine
Leo Weidinger | Bass


Sodl ist das klingende Ich der 20-jährigen Anja Sodnikar, gebürtig aus dem Salzkammergut und derzeit in Wien. Seitdem sie selbstständig auf einem Klavierhocker sitzen kann, schreibt sie Musik. Zwischen plärrender E-Gitarre und Russischem Knopfakkordeon kreiert Sodl ein Spannungsfeld aus Wut und Wärme, gewürzt mit einem Touch von Jimi Hendrix, Mitski und Alice Phoebe Lou. 2020 wurde sie mit ihrem Song „Rosemary“ vom Radiosender FM4 entdeckt, nach einem Interview mit Martin Blumenau folgten zahlreiche Auftritte und die Debut EP „Flowers on the Moon“ und weitere selbstproduzierte Singles. Im September 2023 begab sich Sodl auf eine Solo-Tour nach Schweden, im November 2023 eröffnete sie die ausverkaufte Arena für Buntspecht in Wien. Neben mystischen Wesen und poetischer Hingabe, geht es um strukturelle Unterdrückung und Gewalt an FLINTAPersonen. Im Frühling 2024 erscheint ihr Debütalbum „Sheepman“. Sodl wird von ihrer Band bestehend aus Matthias Pfaffl am Schlagzeug, Paulina Scholz an der Violine und Leo Weidinger am Bass begleitet.

Bei Schlechtwetter im Stadttheater Gmunden

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Szenische Lesung

Der Theatermacher

von Thomas Bernhard

Szenische Lesung mit:
Michael Maertens
Petra Morzé
Hermann Scheidleder
Marie-Luise Stockinger
Tilman Tuppy

„Was hier in dieser muffigen Atmosphäre
Als ob ich es geahnt hätte“
(Thomas Bernhard)

Bereits der erste Satz von Thomas Bernhards Theaterstück klingt wie Donnerhall und elektrisierte 1985 bei der Uraufführung das Publikum der Salzburger Festspiele. Damit begann die absolute Erfolgsgeschichte dieses Theatertextes, der zu den meist gespielten Dramen Bernhards gehört und allein am Burgtheater über ein Jahrzehnt in der Uraufführungsinszenierung von Claus Peymann am Spielplan stand. Die Rolle des Staatsschauspielers Bruscon wurde eine der berühmtesten für große Schauspieler auf allen wichtigen europäischen Bühnen.

Bei den Salzkammergut Festwochen Gmunden verkörpert Kammerschauspieler Michael Maertens diese Rolle in einer szenischen Lesung. Gemeinsam mit einer Truppe Kolleg:innen probiert er im „Theatermacher“ seine Weltkomödie „Das Rad der Geschichte“, um sie im Wirtshaussaal von Utzbach zur Aufführung zu bringen. Die für ihn quälende Dummheit der Schauspieltruppe, allesamt seine Familienmitglieder, ein unüberhörbares Schweinegrunzen und ein anrollendes Gewitter machen die Umsetzung jedoch nahezu unmöglich.

Neben Michael Maertens, seit über zwanzig Jahren einer der zentralen Protagonisten des Burgtheaters, stehen mit Marie-Luise Stockinger und Tilman Tuppy als seine Kinder Sarah und Ferruccio die jüngere Garde des Burgensembles auf der Bühne; mit Petra Morzé als seine Frau und Hermann Scheidleder als Wirt ehemalige Burggrößen.

Die Fassung und Einrichtung liegt in den Händen von Hermann Beil, einem jahrzehntelangen Wegbegleiter Thomas Bernhards.

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Liederabend

„Ich bin der Welt abhandengekommen“

Franz Schubert, Gustav Mahler und Hugo Wolf im Salzkammergut

René Pape | Bass
Matthias Lademann | Klavier


Franz Schubert (1797–1828): Lieder aus „Der Schwanengesang D957“ (1828) sowie weitere ausgewählte Lieder
Hugo Wolf (1860–1903): Drei Lieder nach Gedichten von Michelangelo (1897)
Gustav Mahler (1860–1911): Fünf Lieder nach Gedichten von Friedrich Rückert (1901/1902)
Maurice Ravel (1875–1937): Don Quichotte a Dulcinee (1932/1933)

René Pape ist eine der herausragenden Sängerpersönlichkeiten der jüngeren Generation. In Dresden geboren und auf den größten Bühnen der Welt zu Hause umgibt den „Atlas unter den Bässen“ wie ihn die Frankfurter Allgemeine nennt, mit seinem unvergleichlichen Timbre aus bassiger Urgewalt und künstlerischem Feingefühl, „die Aura des Popstars“ (Die Presse).

Seit 1988 ist Pape eine feste Instanz an der Berliner Staatsoper Unter den Linden und nennt die Bühne der New Yorker Metropolitan Opera sein „zweites Zuhause, fern der Heimat“. Für diesen besonderen Abend hat René Pape ein eigens für die Salzkammergut Festwochen Gmunden ausgewähltes Programm entwickelt, das Komponisten mit einem persönlichen Bezug zum Salzkammergut an den Traunsee bringt: Franz Schubert, Gustav Mahler und Hugo Wolf.

In den Liedern aus Schuberts letztem großen Zyklus „Schwanengesang“, stehen Dichtung, Gesang und Begleitung gleichwertig nebeneinander. Jedes Lied ist eine Kostbarkeit und erzählt auf seine eigene Weise aus dem Seelenleben der Romantik.

Gustav Mahler schrieb seine fünf Lieder nach Gedichten von Friedrich Rückert 1901/1902. „Ich bin der Welt abhandengekommen“ ist eines davon und gilt neben den Kindertotenliedern als eines der bekanntesten Werke.

Mit Hugo Wolfs Gedichten nach Michelangelo erklingt sein letztes Werk, entstanden 1897, kurz bevor er aufgrund seiner fortgeschrittenen Erkrankung in eine Nervenheilanstalt eingeliefert werden musste.

Ravels Liederzyklus „Don Quichotte à Dulcinée“ nach dem gleichnamigen Roman war ein letztes Auftragswerk des berühmten Regisseurs GW Pabst, für dessen Verfilmung von „Don Quichotte“ mit dem berühmten Bass Fjodor Schaljapin.

Mit dem zweifachen Grammy-Preisträger und Kammersänger René Pape ist es den Festwochen gelungen, einen der international profiliertesten Sängerpersönlichkeiten nach Gmunden zu holen.

Am Klavier wird er begleitet von Stephan Matthias Lademann.

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Lesung

Ja

Martin Schwab liest Thomas Bernhard

„…bis zu dem Augenblick in welchem ich eingesehen habe, dass kein Mensch ohne einen Menschen und nur mit seiner Arbeit allein existieren kann.“ (Thomas Bernhard)

In Thomas Bernhards Text „Ja“ erzählt ein namenloser Ich-Erzähler, ein zurückgezogener Naturwissenschaftler, über seine Bekanntschaft mit einer Frau, mit der er regelmäßige Spaziergänge unternimmt und sie sich da bei über Musik, Philosophie und letztlich über ihre Einsamkeit unterhalten. „Ja“ ist ein wunderbarer, positiver Text, in dem das Lachen über die Verzweiflung aus apodiktischen Feststellungen wie der folgenden resultiert: „Es gibt ja nur Gescheitertes. Indem wir wenigstens den Willen zum Scheitern haben, kommen wir vorwärts und wir müssen in allem und jedem immer wenigstens den Willen zum Scheitern haben, wenn wir nicht schon sehr früh zugrunde gehen wollen“.

Es sind die typischen Bernhard-Themen, die verhandelt werden, und immer wieder meint man, in der Person des Ich-Erzählers Autobiografisches durchzuspüren.

Kammerschauspieler Martin Schwab, Ehrenmitglied des Burgtheaters und ein nicht wegzudenkender Protagonist aus dem Festwochen-Bernhard-Kosmos, ist dem Autor seit Jahrzehnten nicht nur durch sein Mitwirken in zahlreichen Uraufführungen verbunden.

18:00 Buchpräsentation

„Thomas Bernhard, naturgemäß. Ein Verzeichnis“.
Herausgegeben von Hanno Biber
Korrektur Verlag, Mattighofen 2024

Achthundertdreiundsechzigmal steht das Wort „naturgemäß“ im Werk von Thomas Bernhard und wurde so zu einem geflügelten Wort und hat so auch vielfach in die Alltagssprache Eingang gefunden. Präsentiert wird ein besonderes Wörter- und Lesebuch, das neue Zugänge in Bernhards Werk eröffnet.

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Konzert

31/07

Hermann Beil und das Merlin Ensemble Wien

Martin Walch | Violine & Leitung
Luis Zorita | Violoncello
Till A. Körber | Klavier
Hermann Beil | Sprecher & Textauswahl


Musik und Dichtung von:

Gideon Klein, Felix Mendelssohn Bartholdy, Ilse Weber, Jura Soyfer, Viktor Ullmann, Pavel Haas, Milena Jesenska, Erwin Schulhoff, Hans Krása, Friedrich Hölderlin, Oscar Schlesinger, Leo Straus und Karel Svenk.

Die alte kaiserliche Garnisonsstadt Theresienstadt (tschechisch Terezin) wurde unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zu einer Ghetto-Stadt, zu einem Schreckensort: Es war in den Jahren 1941–1945 ein Konzentrationslager. Geplant als Muster-KZ, um die Welt zu täuschen. Alle Welt sollte glauben, den Judenginge es gut. 150 000 Menschen erlebten und erlitten dieses KZ, darunter viele nach Theresienstadt deportierte Künstler:innen, die angehalten wurden, ein „Freizeitprogramm“ zu gestalten. Bedeutende und erfolgreiche Komponisten aus Prag und von überall her komponierten und konzertierten voll Hoffnung auf Freiheit – bis sie nach Auschwitztransportiert und in den Gaskammern ermordet wurden. Das Programm „MUSIK WAR HOFFNUNG“ dokumentiert Musik und Dichtung aus Theresienstadt, dokumentiert, was der Kunst und uns verloren gegangen ist, aber auch, was in Noten und Worten immer noch zu uns spricht: auch als Warnung für heute!

Mit freundlicher Unterstützung des ZukunftsFonds der Republik Österreich.

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Lesung

Die Ausgewanderten

Martin Schwab liest W.G. Sebald

W.G. Sebald (1944–2001) galt lange vor allem in der englischsprachigen Welt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Autoren. Er lehrte europäische Literatur in Norwich und hat neben Essays viele beachtete Erzählwerke geschrieben. Mittlerweile ist der Wahlbrite, der mit seinem ganz eigenen Genre die Shoa erzählbar machte, als Weltautor anerkannt. Das Werk Bernhards war für Sebald von zentraler Bedeutung.

In Die Ausgewanderten schildert Sebald die Lebens- und Leidensgeschichten von vier aus der europäischen Heimat vertriebenen Juden. Martin Schwab liest Auszüge aus diesem vielgerühmten Meisterwerk.

Eine Veranstaltung der Thomas Bernhard Nachlassverwaltung in Kooperation mit der Sebald Gesellschaft.

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Konzert

Vivi Vassileva & Extasi Ensemble

Puls der Kontinente: Schlagzeugwelten in Ekstase

Vivi Vassilieva | Percussion
Per Rundberg | Klavier
Aleksandar Georgiev | Percussion
Jürgen Leitner | Percussion
Valentin Vötterl | Percussion
Max Fellerman | P


Werke u.a. von Iannis Xenakis, John Psathas, Oriol Cruixent , Steve Reich und Keiko Abe

An diesem Abend stellt sich Vivi Vassileva erstmalig dem Publikum der Salzkammergut Festwochen Gmunden vor und es erwartet uns ein Feuerwerk an „schlagfertigen“ Musiker:innen.

Sie möchte ein junges Publikum für die zeitgenössische Musik begeistern, denn schließlich sei Schlagzeug das „Instrument des 21. Jahrhunderts“: Vivi Vassileva, Meisterschülerin von Martin Grubinger und Trägerin des diesjährigen Leonard Bernstein Award beim Schleswig-Holstein Musik Festival, hat sich schon als Kind ins Trommeln verliebt. Heute übt sie acht bis neun Stunden täglich und füllt als vielseitige Percussionistin schon jetzt große Konzertsäle.

Sie tritt regelmäßig mit Partnern wie Kian Soltani, Frank Dupree, Pablo Barragán und dem Gitarristen Lucas Campara Diniz sowie mit ihrem selbst gegründeten Schlagzeugensemble, dem „Extasi Ensemble“ auf, u.a. in der Berliner Philharmonie, beim Schleswig-Holstein Musik Festival, in der Elbphilharmonie in Hamburg und bei den Salzburger Festspielen.

Ausgewählt für das Programm „Great Talent“ des Wiener Konzerthauses und als „Junge Wilde“ am Konzerthaus Dortmund, steht Vivi Vassileva an der Schwelle zu einer großen Karriere und verspricht eine Künstlerin zu werden, die das Publikum mitnimmt, wenn sie die Grenzen der Percussionwelt erkundet und verschiebt. Neben ihrer brillanten Technik, Athletik und erstaunlichen Virtuosität bringt sie eine außerordentliche Musikalität und einen poetischen Ausdruck in ihre Auftritte ein.

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Performance

Schiller Balladen Rave

Philipp Hochmair & Die Elektrohand Gottes

Philipp Hochmair
Tobias Herzz Hallbauer | Gitarre/Sampler
Jörg Schittkowski | Synthesizer, Electronics, Klangmaschine, Theremin, Stahlwerk
Rajko Gohlke | Electronics, Drummachine
Bastien Eifler | Drums & Trash
Hanns Clasen | Sound- und Lichtdesign
Lucia Flaig | Video Kunst


„Das schwere Herz wird nicht durch Worte leicht. Doch können Worte uns zu Taten führen.“
(Friedrich Schiller)

Schiller Balladen Rave
Philipp Hochmair & Die Elektrohand Gottes

Zu Beginn ertönen Glockenschläge, laut, hell, dumpf und krachend. Philipp Hochmair, im Camouflage-Anzug als „Kunstsoldat“ kommt auf die Bühne. Licht und Musik setzen ein. Drei Musiker geben den Sound vor. Elektro-Sound. Dann: Der Ring des Polykrates. Eine Kriegsgeschichte, pures Abenteuer, es geht um Action-Helden in diesen Schiller-Balladen. Im „Handschuh“ um den Mut, einen Löwen zu bezwingen und die Liebe einer Dame zu erobern. Um fast schon übermenschliche Freundschaft in der „Bürgschaft“.

Die Sprache, der Rhythmus, alles ist eruptiv, dynamisch, mit hoher Energie performt und doch kontrolliert, in Versen und Strophen geformt. Hochmair geht noch weiter. Während die Beats immer härter werden, wird er immer mehr zum Bau-Arbeiter am Schiller’schen Wort-Steinbruch. Musik und Sprache im Widerstreit, dann wieder im Gleichklang – so wird die Geschichte vom „Taucher“ plötzlich sichtbar, spürbar, wie im Film sieht man den Taucher ins stürmische Wasser gleiten, mit dem Tod kämpfend und am Ende glücklich als Sieger auftauchend.

Es ist wahre Avantgarde, wenn etwas Ungesehenes und Ungehörtes passiert wie hier – klassische Sprache des 19. Jahrhunderts trifft auf Elektro-Musik, altbekannte Balladen auf hochemotionale Performance. Philipp Hochmair hat mit seinen Solo-Projekten „Schiller Balladen Rave“ oder „Jedermann Reloaded“ ein genreübergreifendes Musik-Theater-Format geschaffen. Am Ende des Abends kommt der Höhepunkt: „Die Glocke“. Mehr Epos als Ballade, wie eine Internet-Serie mit zahllosen Episoden erzählen Schiller und Hochmair von der Entstehung der Glocke, vom Leiden und Schmerz, von Tod und Geburt und Freude – die gesamte Menschheitsgeschichte.

Schiller Balladen Rave – ein Trip auf eigene Gefahr.

Philipp Hochmair, seit vielen Jahren regelmäßiger und geliebter Gast bei den Salzkammergut Festwochen Gmunden, nimmt sich auch in seinem ersten Festspielsommer als Salzburger „Jedermann“ Zeit für ein Gastspiel am Traunsee.

Bei Schlechtwetter: Sportzentrum Gmunden

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Ausstellung

Galerie 422 frames | Christian Eisenberger

Während der Sommermonate lädt die Galerie 422 Margund Lössl u.a. mit Lena Göbel und Christian Eisenberger eine junge Künstler:innengeneration ein, im Rahmen des Projektes frames neuen Raum für Kultur zu erobern. Gemeinsam führen sie ein Geschäftslokal „Am Graben 4“ in der Innenstadt temporär einer alternativen Nutzung zu und schaffen ein immersives Kunsterlebnis. Als zusätzliches Gimmick wird im Rahmen von Events ein interdisziplinärer Diskurs, der neue Perspektiven in der Auseinandersetzung mit Kunst sucht, stattfinden. Art meets Apfelmost, Prosa trifft Papiermalereien und weitere Gustostückerl erwarten Sie.

Als „associated project of Salzkammergut 2024“ und in Kooperation mit den Salzkammergut Festwochen Gmunden und der Stadt Gmunden trägt das Projekt Galerie 422 frames der Galerie 422 Margund Lössl von Ende März bis Ende Oktober 2024 zum mannigfaltigen Bouquet dieses besonderen Kulturjahres bei.

Öffnungszeiten saisonal laut Ausstellung und nach Vereinbarung

Eine Veranstaltung der Galerie 422 Margund Lössl

www.galerie422.at

Galerie 422 frames: Christian Eisenberger

Ausstellungsdauer: 03. August bis 14. September 2024

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Konzert

Cari Cari

Open-Air-Konzert

Stephanie Widmer | Vocals, Drums & Didgeridoo
Alexander Köck | Vocals, Guitars


“Cari Cari is the biggest discovery of Primavera Sound Barcelona”
Rolling Stone Magazine

Cari Cari sind Stephanie Widmer (Vocals, Drums & Didgeridoo) und Alexander Köck (Vocals, Guitars). Das Duo lebte in London, Hamburg und Madrid, bevor sie ihr Debütalbum ‘ANAANA’ veröffentlichten. Internationale Medien bezeichnen das Duo abwechselnd als “The Lovechild

Of The Kills and The XX” (IndieShuffle, US) „with a pinch of Morricone“(FM4, AUT) oder die nächsten “Cat Power“ (BestBefore, AUS). Seit ihrer Gründung hat das Duo kompromisslos daran gearbeitet, ihre eigene Welt zu erschaffen. So wird alles von Musikvideos bis Bühnenbild in kleinteiliger Handarbeit selbst erledigt. Auch diese Liebe zum Detail hat der Band eine loyale Fangemeinde verschafft: Der Rolling Stone nannte CARI CARI die wichtigste Live-Entdeckung des Primavera Sound

Festivals in Barcelona, ihre Konzerte füllen Hallen in ganz Europa und das aktuelle Album “Welcome To Kookoo Island” wurde von NME, BBC Radio 1, KCRW und vielen mehr in höchsten Tönen gelobt.

Bei Schlechtwetter: Sportzentrum Gmunden

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Konzert

Herbert Pixner

Tour 2024 im Rahmen der Hausmusik Roas

Herbert Pixner | Diatonische Harmonika, Klarinette, Saxophon, Trompete, Percussion
Manuel Randi | Flamenco-Gitarre, E-Gitarre, Gipsy-Gitarre
Ysaline Lentze | Harfe
Werner Unterlercher | Kontrabass
Alex Trebo | Konzertflügel


Er wird als Jimi Hendrix der Volksmusik bezeichnet oder als Frank Zappa der Alpen. Man vergleicht ihn mit Piazzola und Paganini und dennoch hat der gebürtige Südtiroler Musiker über die Jahre einen völlig unverwechselbaren Musikstil kreiert und weiterentwickelt. Die Rede ist von Herbert Pixner, seines Zeichens Multiinstrumentalist, Komponist, Produzent und Namensgeber des Herbert Pixner Projekts. Für die Tour 2024 hat Herbert Pixner das Projekt personell erweitert durch Alessandro Trebo am Konzertflügel.

Das Herbert Pixner Projekt zählt seit nun bald zwei Jahrzehnten zu den erfolgreichsten Vertretern der „progressiven Volksmusik“. Mit verspielt-lasziver Sanftmut, wuchtigen Rock und Bluesriffs, brillanter Technik, verwegener Improvisationslust und Anleihen aus Tango, Flamenco und Jazz begeistern sie seit Jahren ihr Publikum. Minimalistisch, schroff, verträumt aber immer authentisch klingt das. Hier werden vielfältige Klangteppiche gewoben, es ist Platz für sanfte Melancholie und auch für vor nichts Halt machenden Ausbrüchen. Auch nach mittlerweile 2000 (!) ausverkauften Konzerten elektrisieren Herbert Pixner und seine kongenialen Mitmusiker:innen durch ihre extatischer Spielfreude ihr Publikum mit.

Bei Schlechtwetter Sportzentrum Gmunden

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Liederabend

Gegenwelten

Agnes Palmisano | Gesang und Konzept
Andreas Teufel | Klavier und Schrammelharmonika


Arnold Schönberg (1874–1951): „Brettl Lieder“
Ludwig Gruber (1874–1964): „Wiener Lieder“

2024 feiern zwei Wiener Komponisten ihren jeweils 150. Geburtstag. Ihre Lebensläufe, Werke und Rezeption könnten nicht unterschiedlicher sein: Zwar werden beide an einem 13. in Wien geboren – Juli bzw. September 1874. Der eine in Ottakring, Zentrum des Wiener Volksgesanges, der andere in der Leopoldstadt, Zentrum des Wiener jüdischen Lebens. Wegweisende Geburtsstätten. Doch erhält der eine frühe musikalische Förderung, der andere ist weitgehend Autodidakt. Der eine komponiert und sammelt Wienerlieder, der andere verlässt früh die bisher gängigen tonalen Bezüge.

Grubers Kompositionen werden in Konzerthaus und Musikverein aufgeführt, er wird mit dem Ehrenring der Stadt Wien ausgezeichnet und stirbt kurz nach seinem 90. Geburtstag in Wien. Wenngleich Grubers Œuvre Opern, Operetten, Singspiele, Kirchenmusik und Chöre umfasst – seine Wienerlieder werden bis heute gesungen.

Ab 1933 komponiert und lehrt Arnold Schönberg in den USA. Er sieht Wien und Wien sieht ihn nie wieder. Viele Jahre zuvor jedoch komponiert er acht „Deutsche Chansons (Brettl Lieder)“ für das Kabarett „Überbrettl“ in Berlin.

Sein Einfluss auf die Musik der Moderne kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Lebenslang fürchtet er die Zahl 13 und stirbt am Freitag den 13. Juli 1951 in Los Angeles. Es ist Ludwig Grubers 77. Geburtstag.

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Theater

Ein Bericht für eine Akademie / Eine kleine Frau

von Franz Kafka - Fassung, Inszenierung und mit Sven-Eric Bechtolf

„Hohe Herren der Akademie! Sie erweisen mir die Ehre, mich aufzufordern der Akademie einen Bericht über mein äffisches Vorleben einzureichen“…

2024 ist auf allen deutschsprachigen und internationalen Bühnen das Kafka-Jahr. Franz Kafka ist einer der faszinierendsten und wichtigsten Erzähler des 20. Jahrhunderts. Anlässlich seines 100. Todestags werden seine bekanntesten Werke zahlreich dramatisiert. Sven-Eric Bechtolf, internationaler Opern- und Schauspielregisseur, vor allem aber einer der bekanntesten deutschsprachigen Schauspieler, während seines Engagements am Burgtheater zweimal mit dem „Nestroy“ als bester Schauspieler ausgezeichnet, gestaltet aus zwei Erzählungen Kafkas einen packenden Theaterabend.

Ein Affe berichtet den Mitgliedern einer Akademie von seiner Menschwerdung oder, wie er es ausdrückt, zeichnet den Weg nach, auf dem „ein gewesener Affe in die Menschenwelt eingedrungen ist und sich dort festgesetzt hat“. Dieser „Rotpeter“ genannte Schimpanse ist, neben dem riesigen Ungeziefer, in das sich Gregor Samsa eines Morgens verwandelt findet, dem alten Dachs aus „Der Bau“, oder der singenden Maus Josefine – um nur einige zu nennen – eines der prominentesten Tierwesen, die das literarische Universum von Franz Kafka bevölkern. Verstörende Fabeln sind es, grundiert von jenem „religiösen Humor“ den Max Brod seinem Freund Kafka attestierte. Sprachlich vollendete Wunderwerke, die sich letztgültigen Interpretationen verschließen und die uns doch berühren und beschäftigen.

Nicht weniger verstörend der Bericht eines Mannes, der von seiner vorgeblich flüchtigen Bekanntschaft mit einer „kleinen Frau“ handelt – der er aber doch immer mehr zum Ärgernis wird – und seiner eigenen, wachsenden Besorgnis, dass ihr, aus diesem Ärger erwachsendes Leid, öffentlich werden könnte. Die verlorene Natur, das neurotische Beziehungsleben in der Zivilisation, sind wenigstens zwei Themen dieser szenischen Neu-Produktion.

Mit freundlicher Unterstützung von Marcus Meier.

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Kinderkonzert

Freyen Muthes durch die Welt

für Kinder von 6-9 Jahren

ensemble freymut
Maria Viktoria Danneberg | Viola da Gamba
Jasmin Vorhauser| Traversflöten
Ching-Yao Wang | Traversflöten
Sobin Jo | Cembalo
Martin Philipp | Regie
Aylin Kaip | Bühnenbild und Kostüme


„Freyen Muthes“ begeben sich die vier Musiker:innen von ensemble freymut auf eine verrückte musikalische Reise in die Metropolen der Barockzeit. In fantastischen musikalischen Miniaturen erleben sie Abenteuer und entdecken neue Orte. Dabei entsteht aus alten Reisekoffern und Regenschirmen ein buntes Bühnenbild mit Motiven der Städte, welche die vier bereisen: London, Paris, Barcelona und Venedig.

Fantasievolle Soli, Duette, Terzette und Quartette fordern die Musiker:innen heraus und entlocken ihnen – zwischen Komik und Poesie – ganz unterschiedliche Charaktere: Gleich zu Beginn springen zwei frech vor sich hin tönende Tischtennisbälle durch das elegante London und eine zierliche Traversflöte liefert sich ein rasantes Duell mit einem frech dazwischenpfeifenden Luftballon.

In Barcelona illustriert ein feinsinniges Schattenspiel zu den intimen Klängen der Viola da Gamba Pablo Casals „Song of the Birds“. Und in einer turbulenten, durch Zeitlupe grotesk gedehnten Fechtszene bestätigt sich zum guten Ende, dass ein:e Einzelne:r gut sein kann, alle zusammen im Ensemble aber noch viel besser.

In diesem neugierig durch das alte Europa flanierenden Musiktheater korrespondieren bekannte Melodien mit den Motiven der Städte, in denen sie entstanden sind.

Ein theatrales Konzert voller Poesie und Komik – von Barock bis verrückt ist alles erlaubt!

Musikerlebnis für Kinder von 6-9 Jahren. Eine Produktion von Jeunesse und Wiener Konzerthaus

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Lesung

Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke

von Rainer Maria Rilke

Lesung mit Tamara Metelka & Nicholas Ofczarek
Nikolai Tunkowitsch | Violine


„Reiten, reiten, reiten, durch den Tag, durch die Nacht, durch den Tag.
Reiten, reiten, reiten.
Und der Mut ist so müde geworden und die Sehnsucht so groß.“
(Rainer Maria Rilke)

„Der Cornet war das unvermutete Geschenk einer einzigen Herbstnacht, in einem Zuge hingeschrieben bei zwei im Nachtwind wehenden Kerzen; das Hinziehn der Wolken über den Mond hat ihn verursacht…“ (Rainer Maria Rilke in einem Brief am 17. August 1924)

Tamara Metelka und Nicholas Ofczarek führen uns mit Rilkes berühmter, 1899 entstandener Jugenddichtung zurück in eine Welt voller dramatischer Gegensätze. Die sprachgewaltige Geschichte vom tragischen Schicksal des jungen Fahnenträgers, der mit großen Augen durch die Schrecknisse eines universellen Krieges taumelt, traf 1912 haargenau den Zeitgeist. Schnell avancierte der Text nach seinem Erscheinen zum Kultbuch. Es bescherte dem jungen Dichter den Durchbruch und sollte Rilkes meistverkauftes Werk werden.

Tamara Metelka und Nicholas Ofczarek, das bekannte Schauspielerpaar, das sich 1995 im Ensemble des Burgtheaters kenngelernt hat, oszillieren den Text großartig, zwischen der ungestümen Leidenschaft und dem Lebenshunger eines hoffnungsvollen jungen Menschen und dem brutalen Gemetzel eines sinnlosen Krieges. Nikolai Tunkowitschs Violinenspiel schafft dazwischen Momente höchster Intensität und ausdrucksstarker Leidenschaft.

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Kammerkonzert

Benjamin Schmid und Freunde

Benjamin Schmid | Violine
Dominik Wagner | Kontrabass
Ariane Haering | Klavier
Jeremias Fliedl | Violoncello
Gerhard Marschner | Viola


Giovanni Bottesini (1821–1889): Gran Duo Concertante für Violine und Kontrabass (1880)
Georg Breinschmid (*1973): Impressionen für Klavierquintett (2020)
Franz Schubert (1797–1828): Klavierquintett op.114 in A-Dur D667 „Das Forellenquintett“ (1829

Wenn Benjamin Schmid mit seinen Kolleg:innen zu einem kammermusikalischen Abend bittet, verspricht es ein Feuerwerk an musikalischer Leichtigkeit, Freude und Begeisterung zu werden.

Ein ganz besonderes Programm, welches den Bogen vom italienischen Meister Giovanni Bottesini mit seinem spektakulären „Gran Duo Concertante“ über die zeitgenössische Komposition von Georg Breinschmid spannt, der den Begriff der Klassik nicht als Eingrenzung, sondern viel mehr als Ausgangspunkt sieht. Geschrieben für ein Klavierquintett verorten sich die Impressionen für Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass und Klavier im weiten Spannungsfeld zwischen Klassik, Kammermusik und Jazz. Was man zu hören bekommt, sind einmal mehr Kompositionen großer musikalischer Vielfalt, die wunderbar warm im Klang von stimmungsvoller Eleganz getragen werden.

Als Krönung des Abends beglücken die Musiker:innen mit Franz Schuberts berühmtem Forellenquintett.

Das Werk wurde erst nach Schuberts Tod im Jahr 1829 postum vom Wiener Musikverleger Josef Czerny, der das eigenschriftliche Manuskript aus Schuberts Nachlass gekauft hatte, veröffentlicht. Vermutlich entstand das Werk auf Wunsch des Steyrer Musikmäzens und Cellisten Silvester Paumgartner, dem es auch gewidmet ist.

Den Beinamen erhielt das Quintett, weil Schubert dem Variationensatz sein Lied „Die Forelle“ als Thema zugrunde legte.

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Lesung

Hemingways Liebeshöllen

Lesung mit Musik

Sona MacDonald
Johannes Krisch
Philipp Jagschitz | Klavier


„Wenn sich zwei Menschen lieben, kann es kein Happy End geben.“ (Ernest Hemingway)

Was verbindet Liebende für immer und was trennt sie mit der Zeit? Marlene Dietrich verband mit Ernest Hemingway eine weitgehend unbekannte, sehr intensive Beziehung, die bis zu Hemingways Selbstmord dauerte. „Hier haben sich zwei Spezialisten für Leidenschaft und große Gefühle gefunden“, so Autorin Angelika Hager, die die Lesung dramaturgisch gestaltet. Ein explosiver Abend in dem Krieg und Liebe, Leidenschaft und Hass, aber auch tiefe Verzweiflung nah beieinander liegen.

Sona MacDonald und Johannes Krisch begeben sich auf die literarischen und musikalischen Spuren des exzentrischen Schriftstellers Ernest Hemingway, seiner Brief-Geliebten Marlene Dietrich und Hemingways dritter Ehefrau Martha Gellhorn, die eine fantastische Reporterin und Autorin war.

Sona MacDonald, die im vergangenen Sommer als Prospero in Shakespeares „Sturm“ bei den Salzkammergut Festwochen Gmunden gefeiert wurde, wird Chansons der Dietrich interpretieren und gemeinsam mit Johannes Krisch, dem Spezialisten für schwierige Charaktere im Film und auf den großen Bühnen, die Briefe zum Leben erwecken.

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Konzert

Angelika Prokopp Sommerakademie der Wiener Philharmoniker

Julia Hagen | Violoncello
Angelika Prokopp Sommerakademie der Wiener Philharmoniker
Sebastian Weigle | Dirigent


Sergei Prokofjew (1891–1953): Symphonie Nr. 1 D-Dur op. 25 (Classique) (1917)
Robert Schumann (1810–1856): Cello Konzert a-moll op. 129 (1850)
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847): Symphonie Nr. 4 A-Dur op. 90 (Italienische) (1833)

Das Programm für das besondere Jahr 2024, in dem das Salzkammergut Kulturhauptstadt Europas ist, wurde bewusst klassisch-romantisch konzipiert, wobei die erstere Bezeichnung nicht ganz der Epoche entspricht, aus welcher der russische Komponist Sergei Prokofjew entstammt. Die Tonsprache in seiner ersten Symphonie, die „Klassische“ genannt, ist jedoch dem großen Meister Joseph Haydn nachempfunden und vermag mit Witz, etwas Parodie und viel rhythmischer Versiertheit die Musiker:innen in verschiedenster Weise herauszufordern und ihnen musikalisch und technisch höchste Flexibilität abzuverlangen.

Das Cellokonzert von Robert Schumann in a-Moll Op. 129 ist eines der großen Werke der Cello Literatur und wurde von der großartigen Solistin Julia Hagen ausgewählt, nachdem sie den Credit Suisse Young Artist Award 2024 gewann und dieses Werk im September mit den Wiener Philharmonikern unter Christian Thielemann beim Lucerne Festival aufführen wird. Sie können sich bereits in Gmunden von den herausragenden Qualitäten sowohl der Interpretin als auch des Werkes berauschen lassen.

Zum Abschluss des Programms wird die 4. Symphonie von Felix Mendelssohn Bartholdy erklingen, auch „Italienische“ Symphonie genannt, eine der berühmtesten Kompositionen Mendelssohns, voller Eindrücke einer Bildungsreise nach Italien.

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Konzert

Voodoo Jürgens & Die Ansa Panier

Voodoo Jürgens | Gesang, Gitarre
Matthias Frey | Violine
Alexander Kranabetter | Trompete, Horn
Bernd Lichtscheidl | Keyboard
Martin Dvoran | Bass
David Schweighart | Schlagzeug


Nach dem Gold zertifizierten Nummer Eins-Debütalbum „Ansa Woar“ (2016) und dem bei den Amadeus Austrian Music Awards als Album des Jahres ausgezeichneten Meisterwerk „`s klane Glücksspiel“ (2019) sowie einem erfolgreichen Soundtrack-Ausflug („Sargnagel – Der Film“), der ihm eine Nominierung für den österreichischen Filmpreis einbrachte, ist Voodoo Jürgens nun zurück mit seinem bisherigen Opus Magnum.

Lyrisch war er nie präziser, die Musik changiert dabei gekonnt. Mal ist sie zart und anrührend, dann wieder feurig mitreißend; seine Band, die Ansa Panier, ist längst als beste Live-Band im ganzen Land bekannt, swingt, twisted und jazzed sich unmuckerhaft, geschmackvoll, und immer mit einer Leidenschaft als ginge es um ihr Leben, durch ein Panoptikum allerschönster Klänge, während Voodoo seine Geschichten erzählt.

Geschichten von Außenseitern, Gaunern, Verlierern und abgehängten Antihelden. Ihnen gibt Voodoo eine Stimme. Soweit so bekannt. Neu ist, dass Voodoo diesmal mehr als früher Persönliches preisgibt und uns durch sein Lyrisches Ich hier auch immer wieder von seinen eigenen Kämpfen erzählt, uns an seinem Seelenleben teilhaben lässt.

„Wie die nocht noch jung wor“ zeigt den Künstler, der Anfang des Jahres in Adrian Goigingers „Rickerl“ in der Hauptrolle zu sehen war, auf einem ersten Zenit. Es ist zeitlos, mutig, selbstbewusst und voll rauer Emotion.

Das ist kein Austropop. Das ist Wiener Soul.

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Lesung

Arnold Schönberg – Ein Prophet der Musik

Max Simonischek | Rezitation
Hermann Beil | Lesefassung


2024 feiert die Musikwelt den 150. Geburtstag eines ihrer revolutionärsten Komponisten: Arnold Schönberg. Arnold Schönberg plante eine „Geschichte seines Lebens“, allerdings nicht als Chronologie, es sollte eine „Lebensgeschichte in Begegnungen“ werden. Diese Lebensgeschichte blieb von ihm selbst ungeschrieben. Aus der Fülle von Arnold Schönbergs Schriften aber lässt sich durchaus seine Lebensgeschichte herauslesen: Es ist die Geschichte eines Menschen, dessen Leben und Werk ein Jahrhundert verkörpern, es ist die Geschichte eines Menschen, der, die Wahrheit suchend und für die Wahrheit streitend, sein ganzes Leben lang Zeugnis ablegte für die Wahrheit der Musik – ganz nach seinem Glaubensbekenntnis: „Kunst kommt nicht von können, sondern vom Müssen“ (Hermann Beil) Arnold Schönberg war oft im Sommer am Traunsee; das tragische Liebesdrama zwischen seiner Frau Mathilde und dem Maler Richard Gerstl ereignete sich auch dort. Als 1921 Schönberg und seine Familien durch antisemitische Anfeindungen vom Mattsee vertrieben wurden, fanden sie Gastfreundschaft in Traunkirchen in der Villa Jakob. Dort entstanden für die Entwicklung von Schönbergs Musik wichtige Kompositionen: op. 23, op. 24, op. 25… Seine Verbundenheit mit der Landschaft zeigte sich auch ganz praktisch: Der Komponist organisierte und gestaltete ein Jahr später ein Wohltätigkeitskonzert zugunsten der Neuanschaffung von Kirchenglocken für Traunkirchen.

Diesen Abend gestaltet Hermann Beil. Einige musikalische Einspielungen werden den Text akzentuieren und der in Berlin geborene Schauspieler Max Simonischek wird uns einen Einblick in Arnold Schönbergs Schaffen geben.

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Lesung

Amras

von Thomas Bernhard

„Das Wesen der Krankheit ist so dunkel als das Wesen des Lebens.“ (Novalis)

Mit Novalis’ Motto, das Thomas Bernhard seinem Text voranstellte, führt der Dichter seine Leserschaft direkt ins Zentrum der Erzählung. In Briefen und Tagebuchnotizen wird die Krankheitsgeschichte zweier Brüder erzählt, die nach dem Selbstmord der Eltern in einem Turm leben, der für sie Zuflucht und Gefängnis zugleich darstellt. Mit der Gegenüberstellung der unterschiedlichen Brüder, eines künstlerischen und eines naturwissenschaftlichen Typs, entwickelt der Autor ein Grundmodell seiner Literatur.

Wiederholt hat Bernhard „Amras“ als sein „Lieblingsbuch“ bezeichnet. In seinem Roman „Auslöschung“ empfiehlt der Ich-Erzähler Murnau seinem Schüler Gambetti fünf Bücher zur Lektüre, neben Werken von Jean Paul, Musil, Broch und Kafka, auch „Amras“ von Thomas Bernhard. Hermann Beil, seit vielen Jahren Autorität und Liebhaber das Werk Thomas Bernhards betreffend, richtet die Fassung für diese Lesung ein.

Schauspieler Markus Meyer bringt für „Amras“ die passende Biografie mit: Vor seinem Studium der Schauspielkunst an der Berliner Ernst Busch-Hochschule studierte er in Hannover Biochemie. Seit zwanzig Jahren gehört Meyer dem Ensemble des Burgtheaters an. Hörspiele und Lesungen gehören zu seinen Leidenschaften. Von der ORF-Hörspieljury wurde er als Schauspieler des Jahres ausgezeichnet.

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Konzert

Alpentales

Abendrotleuchten

Johanna Dumfart | Harmonika & Vocals
Johanna Mader | Violine & Vocals
Elias Mader | Flügelhorn & Trompete & Vocals
Jakob Köhle | Drums & Percussion & Vocals
Joachim Pedarnig | Kontrabass & E-Bass & Vocals


Zum „Abendrotleuchten“ spielen Alpentales ihr gleichnamiges neues Programm und spinnen damit goldene Klangfäden in den Nachthimmel. Dabei erzählen sie von Sternenguckern, Schweizer Zäuerli und König Laurins Rosengarten und vertonen mit Schlagzeug, Geige, Trompete, Harmonika und Kontrabass unentdeckte Geschichten aus lauen Almnächten. Mit ihren musikalischen Anekdoten bringen sie damit den Nachthimmel zum Leuchten.

Ein unvergleichlicher alpiner Sound, der Tradition und Moderne auf neue Art und Weise verbindet.

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Lesung

Briefgeheimnisse II

Lesung mit Fritz Karl, Nicole Beutler und Marie Luise Stockinger

Idee: Karin Bergmann
Gestaltung: Claudia Kaufmann-Freßner

Briefe gehören zu den wichtigsten Denkmälern, die der einzelne Mensch hinterlassen kann. (Johann Wolfgang von Goethe)

Viele Menschen aus der Region sind unserer Einladung gefolgt, die Briefgeheimnisse ihrer Familien mit uns zu teilen. So treten vergessene Lebensgeschichten aus dem Hintergrund und die Schicksale hinter den Briefen erfahren eine neue Würdigung.

Lebenslinien werden sichtbar, die quer durch Europa bis über den Atlantik führen – Flucht und Emigration, Sehnsucht und Entwurzelung, Politisches und Privates.

Der zweite Teil der „Briefgeheimnisse“ widmet sich der Zeit von 1945 bis in die Gegenwart. Die Briefe erzählen vom Wiederaufbau, von neu gewonnener Identität, von den einen, die nicht wiederkehrten und den anderen, die aufbrachen, um ihr Glück zu suchen – wie Maria Augusta von Trapp im amerikanischen Exil oder Frank Bokay, der vor dem Kommunismus aus Ungarn floh, bei Johann Grellinger das Konditor-Handwerk erlernte und damit in Amerika Furore machte, um nur zwei Beispiele zu nennen. Die Briefe werden zum kostbaren Brennglas, das uns jüngere und fernere Vergangenheit plastisch vor Augen bringt. Die zutiefst persönlichen Gedanken reflektieren das Leben der Menschen in unserer Region und das Zeitgeschehen, welches das Leben dieser Menschen bestimmte.

Diese privaten Lebenszeugnisse werden im Rahmen von zwei unterschiedlichen Lesungen der Korrespondenz von Künstler:innen, Wissenschaftler:innen, Politiker:innen, die im Salzkammergut zu Gast waren, gegenübergestellt, um neue Perspektiven zu eröffnen: Der Blick gilt dem Postkartenidyll und seiner Kehrseite, der Sommerfrische und dem Alltag und auch den mitunter schicksalshaften Begehrlichkeiten, die einer Landschaft und ihren Bewohner:innen begegnen. Der Blick gilt den Geschichten hinter der Geschichte.

Der Besuch unserer Kulturhauptstadt-Veranstaltungen ist für alle Gäste kostenfrei*. Bitte buchen Sie Ihre gratis Platzkarte vorab online oder im Festwochenbüro (Theatergasse 10, Gmunden). Im Veranstaltungssaal besteht freie Platzwahl für Kartenhalter:innen.

*Mit Ausnahme der Hausmusik Roas Konzertformate ein associated project of Salzkammergut 2024.

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Salzkammergut Festwochen Gmunden

Kultur und Sommerfrische – diese kongeniale Verbindung hat Tradition. In der einzigartigen Naturlandschaft rund um den Traunsee bieten die Salzkammergut Festwochen Gmunden ein vielfältiges Programm: herausragende Musikprojekte, innovative Literaturformate, anregende Dramatik, Jazz & Crossover, Architekturgespräche sowie Konzertgeschichten, die auch das jüngste Publikum verzaubern. Ein innovatives und versiertes Team rund um Christian Hieke – künstlerischer Geschäftsführer, Johanna Mitterbauer – kaufmännische Geschäftsführerin und Karin Bergmann – Leiterin Literatur und Theater und ehemalige Direktorin des Wiener Burgtheaters, sorgen für unterhaltsame, anregende und poetische Stunden in dieser einzigartigen Region. Mobil: +43 664 881 929 24
Kartenbestellung:
Tel. +43 7612 7063012
Email: karten@festwochen-gmunden.at

Öffnungszeiten des Festivalbüros:
Montag bis Freitag von 9:00 bis 13:00 Uhr

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Ereignisse / Festspiele Salzburger Festspiele 19.7. bis 31.8.2024
Ereignisse / Festspiele Mozartwoche Salzburg 23.1. bis 5.2.2025
Ereignisse / Festival Salzkammergut Festwochen Gmunden Gmunden, Theatergasse 10
Konzerte / Konzert Internationale Stiftung Mozarteum Salzburg Salzburg, Schwarzstraße 26
Ereignisse / Konzert Salzburger Kulturvereinigung Salzburg, Waagplatz 1a

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