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Mo, 18.10.2021, 20:00 Uhr
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Mo, 25.10.2021, 20:00 Uhr
Aufführungen

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Duisburger Philharmoniker - Klasse.Klassik

Aufführungen | Schauspiel

Der Meister und Margarita

Schauspielhaus Bochum

Premiere: 08.10.2021 Worauf zu vertrauen, woran sich zu halten ist, daran entzünden sich heute wie immer die großen Diskussionen. Was Fakt, was Glaube, was wirklich ist – wer entscheidet? Vielleicht der Teufel. Just der fällt als schwarzer Magier Voland im Moskau der 1930er Jahre ein, lässt Köpfe fallen und wieder an ihren Platz setzen, Geldscheine regnen und zu Konfetti zerfallen, verwandelt Menschen in Tiere oder zaubert sie an ferne Orte, verhöhnt die Behörden, Literaturredakteure, ja überhaupt die Obrigkeit und die, die an sie glauben, und lässt so schnell die Psychiatrie überquellen. Mit seiner schrillen Bande zeigt er den Menschen gleichmütig, dass ihre Welt auf Gier, Betrug und Feigheit gebaut ist, und erweist sich weniger als Gottes Gegenspieler denn als großer Metaphysiker. Ist also er es, der entscheidet, was richtig, was falsch ist, ja was überhaupt ist. Oder ist es die Liebe? Der verhilft er zu ihrem Happy End, wenngleich vielleicht nicht auf Erden – Margarita sucht nach ihrem Geliebten, einem „Meister“ genannten Schriftsteller, wird zur besenreitenden, himmelsstürmenden Ballkönigin Volands und daraufhin mit dem Wiedersehen des Geliebten belohnt. Dass ihre Liebe erst nach dem Gifttod lebbar sein wird – geschenkt. Oder ist es der Staat, der entscheidet, was sein darf, was nicht? Im Roman Bulgakows, der zu dessen Lebzeiten nicht veröffentlich werden durfte, obgleich – oder gerade weil – Stalin zu Bulgakows Leser*innen gehörte, steckt ein Roman, der ebenfalls unveröffentlicht bleibt: Der Meister schrieb ihn über den gequälten Pontius Pilatus, der Jeschua Ha-Nozri lieber retten möchte und es doch nicht tut, über Levi Matthäus, der die Geschichte Jeschuas mit gravierenden Folgen recht eigenwillig weitergibt, über Judas, der verrät und bestraft wird. Angesichts der Zensur des Staates wirft der Meister sein Manuskript ins Feuer und verbirgt sich in der psychiatrischen Klinik. Doch Margarita rettet den Text, der sich zunehmend in die Realität (welche genau?) des Romans einschreibt, bis der Meister und Margarita, Pontius Pilatus und der Teufel, Moskau, Bulgakow und wir alle wie in einem Strudel in ihm aufgesogen werden: „Mir nach, Leser“, ruft es aus dem Buch. Und wir entscheiden. Regie, Bühne: Robert Borgmann Kostüm: Helen Stein, Magdalene Schön Lichtdesign: Carsten Rüger Dramaturgie: Angela Obst
Aufführungen | Theater

Schauspielhaus Bochum

In Bochum steht ein Schauspielhaus. Groß und stolz. Das schönste Theater der Welt, sagt man in Bochum. Die Adresse ist fürstlich: Königsallee. Der Eindruck von außen: ein Schiff, abfahrbereit der Stadt entgegenblickend. Seit jeher bedeutet die Bühne die Welt, und deshalb soll die Welt auch hinein in dieses Theater. Sie darf es sprengen, ausdehnen, bis sich die weißen Säulen am Portal biegen, so wie in unserem neuen Signet: die Welt im schönsten Theater der Welt, zu Hause. Und umgekehrt auch: ein Theater, das sich den Fragen der Welt stellt. Aufbruch und neue Vielfalt verspricht die Spielzeit 2018/2019. Ein Aufbruch von sattsam bekannten Sichtweisen und Konventionen. Und ein Aufbruch in eine neue Zeit für das Schauspielhaus Bochum, in der kulturelle, politische und soziale Vielfalt sein Gesicht prägen – so, wie sie es mit der Welt ja auch tun und mit unserer Heimat, dem Ruhrgebiet.
Aufführungen | Schauspiel

Drei mal Leben

Schauspielhaus Bochum

Ein fast normaler Abend. Henri und Sonja sind zu Hause. Da klingelt es. Die erst für morgen erwarteten Gäste stehen vor der Tür: Eine Katastrophe. Nichts ist vorbereitet, Sonja und Henri sind nicht entsprechend angezogen, es gibt nichts, was man anbieten könnte. Die Gäste von morgen sind die Finidoris, Hubert und Ines, die bereits auf dem Weg zu ihrer Einladung keinen harmonischen Eindruck machen und sich über eine Laufmasche streiten. Der berühmte Astrophysiker Hubert Finidori soll Henri – ebenfalls Kosmologe, aber mit stockender Karriere – zu einer Beförderung verhelfen. Anlass ist Henris endlich zur Veröffentlichung bereiter Artikel über die Beschaffenheit galaktischer Halos. Der Abend ist also wichtig, vielleicht sogar entscheidend.Und dann ist da noch der Sohn der Gastgeber, Arnaud, 6 Jahre alt, der partout nicht einschlafen will und Eltern wie Gäste aus dem Kinderzimmer heraus auf Trab hält … Drei Mal Leben – das Stück wiederholt diesen Abend in drei Variationen: Zwei Paare treffen sich, sitzen im selben Raum, essen und trinken dasselbe und sprechen über dieselben Themen. Und doch verläuft der Abend jedes Mal anders. Drei Mal kämpfen sich die vier durch diesen Abend, durch ihre Leben, durch ihre Ehen, durch ihre Karrieren. In den Gesprächen über das Universum und über die menschliche Existenz werden Angst und Einsamkeit deutlich. Und in der Suche nach der eigenen Bedeutung wird das Bedürfnis nach Anerkennung und Selbstachtung spürbar. Es kommt zu überraschenden Wendungen, wechselnden Bündnissen, immer neuen Varianten der Eskalation. Eine brillante Komödie – aus dem Leben. Die französische Dramatikerin Yasmina Reza, Autorin von Der Gott des Gemetzels, ist bekannt für ihre messerscharfen Dialoge, ihre temporeichen Situationen und ihre ebenso unterhaltsamen wie tragischen Geschichten. Es inszeniert die Schauspielerin und Regisseurin Martina Eitner-Acheampong, die viele Jahre auf den Bühnen des Schauspielhauses zu sehen war und nun mit Drei Mal Leben erstmals auch in Bochum Regie führt. Regie: Martina Eitner-Acheampong Bühne: Jan Steigert Kostüme: Valerie Hirschmann Musik: Torsten Knoll Fotografie: Michael Ott Kamera, Montage: Fabian Hoffmann Dramaturgie: Dorothea Neweling Dauer: 1:45h, keine Pause
Aufführungen | Schauspiel

Der gefesselte Prometheus

Schauspielhaus Bochum

Zu Ehren von Zeus, dem obersten aller griechischen Götter im Olymp, wird in Athen ein gewaltiger Tempel gebaut. Zur gleichen Zeit – um 500 vor unserer Zeitrechnung – schreibt der antike Tragödiendichter Aischylos ein Drama, das den Kult um genau diesen Machthaber infrage stellt. Eine Herrscherkritik, ausgehend von Prometheus, der selbst einmal Teil des mächtigen Göttergeschlechts der Titanen war. Der Konflikt der ehemals Verbündeten entsteht, als Prometheus den Menschen nicht nur die blinde Hoffnung schenkt, sondern den Göttern das Feuer stiehlt, um es gegen Zeus’ Willen den Menschen zu übergeben. So gewinnen die „Sterblinge“ Wissen und Macht, also Autonomie. Dem Alleinherrscher Zeus missfällt dieser Akt der Ermächtigung: Seine grausame Strafe, die Prometheus erleiden muss, wird zu einem Kampf zwischen ihm und dem Tyrannen und zu einem Mitleid erregenden Schauspiel: Ewig wird Prometheus über einem Abgrund an einen Felsen im Kaukasus gekettet sein, unbeweglich, der sengenden Sonne und dem nächtlichen Frost ausgesetzt. Prometheus, der „Vorbedenker“, wiederum demonstriert seine Macht durch Schweigen: Er hält sein Wissen über Zeus‘ künftiges Schicksal und das Ende seiner Willkürherrschaft zurück, bis dieser ihn befreit. Und wenn es Jahrtausende dauert. Im gefesselten Prometheus kommen die Kraft der Überzeugung, die Freiheit des Willens und die Notwendigkeit des Schicksals zusammen. Ohne jeden Zweifel steht Prometheus für seine Liebe zu den Menschen ein, lässt sich von keiner Staatsgewalt beirren, sich nicht von Opportunisten überreden, weicht keiner Zeus’schen Drohung aus und erduldet sein Schicksal (nahezu) klaglos. Was ist es, was Prometheus antreibt? Dieser Frage geht die Regisseurin Anna Stiepani in ihrer Inszenierung dieses vielschichtigen, aufrüttelnden und beeindruckend schönen Textes nach. Regie: Anna Stiepani Bühne, Kostüme: Thurid Peine Lichtdesign: Bernd Felder Dramaturgie: Dorothea Neweling Sprache: Deutsch mit englischen Übertiteln
Aufführungen | Schauspiel

Schrecklich amüsant - aber in Zukunft ohne mich

Schauspielhaus Bochum

Mit Corona kam auch die boomende Kreuzfahrtschifffahrt vorläufig zum Erliegen. Doch inzwischen wird wieder um die verunsicherte Kundschaft geworben: „Bleiben Sie unter sich: Rundumsorglos – an Bord und an Land.“ Für manche klingt das mehr wie eine Drohung. Eine siebentägige Luxuskreuzfahrt in der Karibik zum Beispiel – für David Foster Wallace kann es keine kürzere Definition für die Hölle geben. Im Auftrag von Harper’s Magazine ging der berühmte US-Autor Mitte der Neunziger an Bord der Zenith und stach von Key West aus in See. Ein Selbsterfahrungstrip besonderer Güte. Und ein grandioser Reisereport, der seit Jahren auf den Bestsellerlisten steht: Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich. Wallace begibt sich in die kundigen Hände der Schiffscrew, deren Slogan „Your Pleasure is our Business“ (Ihr Vergnügen ist unser Geschäft) bisweilen einen drohenden Unterton annimmt. Er kämpft gegen die Angst, von einer ungemein effizienten Unterdruck-Toilette entsorgt zu werden. Er nimmt am Wettbewerb um die schönsten Männerbeine teil. Er beobachtet 500 amerikanische Leistungsträger*innen beim Ententanz. Und er hört erwachsene Menschen am Info-Counter fragen, ob man beim Schnorcheln nass wird, ob die Crew ebenfalls an Bord schläft oder um welche Uhrzeit das Mitternachtsbüffet eröffnet wird. Eine Woche lang macht Wallace alles mit, was das Bordleben für den erholungsbedürftigen Urlauber bereithält. Umgeben von Jubel, Trubel und Heiterkeit, wird er selber zunehmend stiller und beginnt, sich in seiner Kabine einzuigeln. So gerät diese Reise übers Meer auch zu einer berührenden Reise zu sich selbst. Doch man muss sich den Dingen stellen und vor allem dem, was für andere Menschen die schönste Zeit des Jahres bedeutet. David Foster Wallaces so komische wie einfühlsame Beobachtungen über das Leben an Bord einer schwimmenden Hochzeitstorte, über eigentümliche Reisegenoss*innen, unvergessliche Landgänge, den Terror des Amüsierzwangs sowie die eignen Zweifel und Ängste nannte die FAZ ein „Meisterstück der literarischen Reportage“ und Harald Schmidt schlicht „ein grandioses Buch“. Jetzt als großes Schauspieler-Solo. Leinen los – oder will doch noch jemand zu Hause bleiben? aus dem Amerikanischen von Marcus Ingendaay Bearbeitung von Vasco Boenisch Regie: Tamo Gvenetadze Übersetzung: Marcus Ingendaay Bearbeitung: Vasco Boenisch Bühne: Anna Wörl Kostüme: Sofia Dorazio Brockhausen Musik: Beka Buchukuri Dramaturgie: Vasco Boenisch
Aufführungen | Schauspiel

Das neue Leben

Schauspielhaus Bochum

Premiere: 10.09.2021 Und jetzt stellen wir uns vor: Wir sind neun Jahre alt und treffen die Liebe unseres Lebens. Wir treffen sie nicht wirklich, es ist nur ein Blick. Aber wir sind wie geblendet. Mit 18 sehen wir sie wieder: ein Gruß (kein Kuss) von ihr, weit weg. Und eigentlich war es das auch schon. Kein Wort, kein Kontakt. Doch unser ganzes Leben werden wir dieser Liebe widmen. Dann geht es uns wie Dante Alighieri. Ein Italiener, im Jahr 2021 jährt sich sein Todestag zum 700. Mal, einer der größten Schriftsteller Europas aller Zeiten. Aber das ist jetzt erst einmal zweitrangig. Versetzen wir uns in seine Lage, seine und die seiner Angebeteten. Beatrice! Scheu bleibt er auf Distanz. Denn sobald er sich ihr nähert, verliert er die Fassung und wird ausgelacht. Er täuscht sogar andere Beziehungen an, um seine wahre Liebe zu vertuschen. Das macht es am Ende nur schlimmer. Als die Pest wütet und Beatrice jung verstirbt, hat er nichts erreicht – außer einem Stapel glühender Liebesgedichte und Liebeslieder. Was nützt die Liebe in Gedanken? Viel. Wie in einem Tagebuch bündelt er in Das neue Leben seine Erlebnisse, Träume, auch spirituelle Zahlenmystik und vor allem seine jugendliche Liebeslyrik, die er für das Publikum interpretiert wie Schulgedichte, um sicherzugehen, dass auch ja alle ihn verstehen. Für Dante beginnt ein neues Leben durch innere Erneuerung. Sein Werk steht auch dafür, wie Dichtung durch Liebe inspiriert wird. Am Ende gilt ein Wunsch: Dante will Beatrice wiedersehen. Und hierfür schreibt er, rund 20 Jahre später, sein Jahrtausendwerk: Die Göttliche Komödie. Ein Ritt durch Hölle, Fegefeuer bis ins Paradies – wo er Beatrice wieder trifft. Und erstmals mit ihr spricht. Auf Erden nicht möglich, im fiktiven Himmel schon. Die Hoffnung auf eine zweite Chance hat jede*r schon einmal verspürt. Auf einen Neuanfang. Wie macht man das eigentlich, fragt sich Regisseur Christopher Rüping bei seiner ersten Arbeit am Schauspielhaus Bochum. Seine Inszenierungen sind ebenso zarte wie überschwängliche Abende, in denen die Spielenden sich und dem Publikum frei begegnen können und die ihn zu einem der prägenden Regisseur*innen im deutschsprachigen Theater gemacht haben. Mit dem Ensemble begibt er sich auf eine Erkundungsreise durch Dantes Liebeswelt und die seiner popkulturellen Erben, von Britney Spears bis Meat Loaf. Love is all. Zusammen suchen wir, auch nach dieser langen Zeit verhinderter zwischenmenschlicher Begegnungen: Was kann das neue Leben sein, wenn das alte nicht mehr möglich ist. Wie fangen wir neu an? Where do we all go from here? Beatrice weiß vielleicht eine Antwort. Auf Grundlage einer Übersetzung von Thomas Vormbaum Regie: Christopher Rüping Bühne: Peter Baur Kostüm: Lene Schwind Musik: Jonas Holle, Paul Hankinson Lichtdesign: Bernd Felder Dramaturgie: Vasco Boenisch Eine Produktion des Schauspielhaus Bochum, im Rahmen von Transfer Bochum/Zürich
Aufführungen | Schauspiel

Das Gespenst der Normalität

Schauspielhaus Bochum

Deutschsprachige Erstaufführung: 11.09.2021 Ein Mann, so hellhaarig und hellhäutig, dass man ihn am liebsten als Albino bezeichnen würde, liest eine Traueranzeige vor. So beginnt das Stück. Der „Albino“ wird von einer Frau gespielt. Seine Identität passt in keine Schublade. In der letzten Szene werden wir seine Beerdigung sehen, in der er offen fragt, warum niemand so schöne Dinge wie in der Trauerrede zu ihm gesagt habe, als er noch am Leben war. Figuren wie er tauchen auf und ab und wieder auf in dem sonderbaren Szenenreigen Das Gespenst der Normalität der finnischen Autorin und Regisseurin Saara Turunen. Der Titel ist inspiriert von Luis Buñuels Film Das Gespenst der Freiheit. Wo der Film die gesellschaftliche Freiheit in surrealistischen Episoden untersucht, bohrt sich das Theaterstück in unsere Vorstellungen vom Normalen und Alltäglichen. Es erzählt von der Sehnsucht nach dem Gewohnten, aber auch von der Bedrohlichkeit des Andersseins, der Angst, sich von der Menge abzuheben. Minimalistische Szenen, ruhig, manche ganz ohne Sprache, versehen mit einem feinen Humor, fügen sich nahtlos aneinander und entwickeln einen fast filmischen Sog: eine Familie beim Fernsehen, eine kleine Hochzeitsfeier, eine Frau, die Vokabeln lernt, eine Frau beim Paartherapeuten, Schulkinder im Chorunterricht oder junge Männer in einem Nachtclub. Doch diese Idyllen haben feine Risse: Die Welt ist in diesem Stück ein Durchgangszimmer, in dem jede und jeder zu Hause und auch wieder fremd ist. Diese Menschen haben Wünsche und Ängste; sie wollen dazugehören, nicht auffallen, sich frei entfalten oder andere in ihre Schranken weisen. Saara Turunen, Jahrgang 1981, erzählt hiervon in einer ganz eigenen Theatersprache, die eine Entdeckung im deutschsprachigen Theater ist. Sie verfremdet das Gewöhnliche, indem sie eine absurde Welt aus traumartigen Bildern erschafft. Fast so, als wären die skurrilen Melancholiker aus den Filmen von Roy Andersson oder Aki Kaurismäki in die klaustrophobischen Kunst-Tableaus einer Theateraufführung von Susanne Kennedy geraten. Wie das aussieht? Jedenfalls alles andere als normal. Die finnische Originalversion entstand 2016 am Q-teatteri in Helsinki und dem Tampereen Teatterikesä. Aus dem Finnischen von Stefan Moster Regie: Saara Turunen Bühne: Milja Aho Kostüm: Laura Haapakangas, Liisa Pesonen Sounddesign: Tuuli Kyttälä Choreografie: Janina Rajakangas Lichtsesign: Erno Aaltonen Dramaturgie: Dorothea Neweling Koproduktion mit Turunen Company. Unterstützt von Arts Promotion Centre Finland, Alfred Kordelin Foundation, The Finnish Cultural Foundation, Goethe Institut Finnland & TINFO - Theatre Info Finland
Aufführungen | Schauspiel

Mysterien

Schauspielhaus Bochum

Premiere: 17.09.2021 In dem norwegischen Schriftsteller Knut Hamsun finden sich Glanz und Abgrund, Kultur und Barbarei auf extreme Weise vereint: Zum einen ist er bestechender Dichter, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts umgeben von tiefer Armut und Bigotterie aufwächst und später einer der wesentlichen Protagonisten der literarischen Moderne wird, von Kafka, Miller, Joyce bewundert. Zum anderen ist er bekennender Nationalsozialist, der Goebbels seine Nobelpreismedaille vermacht, zu Hitler auf den Obersalzberg pilgert und ihm 1945 einen berüchtigten Nachruf schreibt, politisch verblendet bis zum Ende seines langen Lebens. Die Lust an der Provokation, Grenzüberschreitung und Maßlosigkeit stecken in seinem Leben wie in seiner Literatur, beide tragen sie scharfe, unauflöslich sich gegenüberstehende Gegensätze in sich, die wir bis heute kennen. Hamsuns Roman Mysterien (1892), dem bekannteren Roman Hunger folgend, mit dem Hamsun sein literarischer Durchbruch gelang, ist ein aufregendes, verstörendes, delirierendes Buch. In ihm taucht ein mysteriöser Fremder, Nagel heißt er, in einer norwegischen Hafenstadt auf, in knallgelbem Anzug, mit einem Geigenkasten unterm Arm, in dem sich allerdings schmutzige Wäsche befindet, und mit einem Eisenring am Finger, an dessen wundersame Kraft er glaubt. Überall sorgt er für Aufsehen, nie weiß man wirklich, woran man bei ihm ist, widersprüchlich ist er, unorthodox, maßlos. Er freundet sich mit dem drangsalierten Sonderling des Ortes, Minute genannt, an, den er schützt, bezahlt und doch für einen Mörder hält. In die frisch verlobte Pfarrerstochter verliebt er sich geradezu übergriffig, ihren geliebten Hund bringt er um. Einer nicht mehr jungen Frau kauft er mit großer Pose und für eine hohe Summe einen wertlosen Stuhl ab und macht ihr schließlich einen Heiratsantrag. Er wirft mit Geld um sich und sagt doch, er habe keins. Immer ist er unterwegs, stets hat er die Hand am Abzug: Seine Gedanken sind wie Brandsätze auf den Common Sense der Bürger*innen der Kleinstadt – die Wissenschaft und der Liberalismus, das Mittelmaß vermeintlich großer Männer und das verachtete Pack, nichts ist vor ihm sicher. Er inszeniert sich permanent, er berechnet und verrechnet sich und stellt sich ständig bloß. In seiner Westentasche steckt griffbereit die Blausäure, doch sein Suizidversuch scheitert. Schließlich springt er, seinem weggeworfenen Ring nach, ins Meer. Die titelgebenden Mysterien des Romans „künden sich an, wie ein Schneegestöber von gewaltiger Kraft“, schrieb ein Zeitgenosse Hamsuns, hier läuft ein Ich Amok, verläuft sich in der Zeichenhaftigkeit der Welt, getrieben von der alten und immer neuen Frage, woran wir uns halten, um zu überleben: die Wissenschaft? Den Glauben? Die Lüge (ist sie eine)? Die Gemeinschaft? Die Gewalt? Die Liebe? Am Ende steht die Suche nach Erlösung – von der Einsamkeit, von der Schuld, von uns selbst. Aus dem Norwegischen von Siegfried Weibel Bearbeitung von Angela Obst Regie: Johan Simons Übersetzung: Siegfried Weibel Fassung: Angela Obst Bühne, Kostüme: Anja Rabes Musik: Carl Oesterhelt Dirigat: Magdalena Klein Piano: Sachiko Hara Orchester: Musiker*innen der Bochumer Symphoniker Lichtdesign: Jan Hördemann Klanggestaltung: Will-Jan Pielage Dramaturgie: Angela Obst
Aufführungen | Schauspiel

Dream Journal

Schauspielhaus Bochum

Premiere: September 2021 Der kanadische Video-Künstler Jon Rafman durchsucht das Internet als Ort des kollektiven Unbewussten bis in die dunkelsten Winkel. Inmitten von virtuellen Perversionen und digitaler Einsamkeit entdeckt Rafman eine verborgene menschliche Schönheit. Das Oval Office zeigt seine Video-Installation Dream Journal, die 2019 auf der Kunstbiennale in Venedig zu sehen war – eine faszinierende Odyssee und zugleich ein unendlicher digitaler Albtraum durch Online-Parallelwelten zwischen Hieronymus Bosch und Second Life.
Aufführungen | Tanz

FLUT

Duisburger Philharmoniker

Emanuele Soavi, Achim Conrad, Konzept Emanuele Soavi, Choreografie Nora Sitges-Sardá, Coaching, Choreografische Mitarbeit Darko Petrovic, Ausstattung Emanuele Soavi, incompany Tanz / Performance Duisburger Philharmoniker Cecilia Castagneto, Dirigentin Streichquartett der Duisburger Philharmoniker: Tonio Schibel, Violine Teruko Habu, Violine Mathias Feger, Viola Friedemann Pardall, Violoncello FLUT Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92 Streichquartett e-Moll op. 59/2 Wolfgang Voigt, Stefan Bohne (Elektronische Komposition) Emanuele Soavi incompany erhält die Konzeptionsförderungen der Stadt Köln und des Landes NRW und wird unterstützt durch DIEHL+RITTER/TANZPAKT RECONNECT, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der Initiative NEUSTART KULTUR. Hilfsprogramm Tanz Beethovens unermüdlicher Drang zu künstlerischer Erneuerung und sein sezierender, visionärer Blick auf die sozialen und politischen Bewegungen seiner Epoche verleihen seinem Werk eine unerschöpflich scheinende Energie. Gleich einer fortwährenden Flut unterschiedlichster emotionaler und intellektueller Zustände überträgt sie sich auf die Hörenden, beeinflusst das Sein und Erleben, wie die Flut in der Natur Landschaft und Lebensbedingungen verändert. Dieser Idee des stetigen Wandels folgend, nehmen in FLUT sowohl die musikalischen Formationen als auch der von Darko Petrovic entworfene Bühnenraum jeweils neue Gestalt und Größe an. Das internationale Tanzensemble variiert Formen­sprache und Bewegungsqualität, die Choreografie entwirft zeitgenössische, dynamische Bilder einer im Auf- und Umbruch befindlichen Gesellschaft. Als Triptychon konzipiert, stellt FLUT zwei Schlüsselwerke Beethovens einer Urauf­führung gegenüber, die Fragmente beider Werke aufgreift und diese in elektronische Sounds und Klangspuren überführt. Inspiriert von Beethovens Persönlichkeit und Lebensweg, zeichnet Emanuele Soavi auf dieser musikalischen Folie ein Universum des ICH, das existenzielle Fragen aufwirft, sich der Angst vor dem Unbekannten stellen und immer wieder neu verorten muss: Das ICH als gesellschaftliches Wesen, kreatives Individuum und Träger ungeahnter Innenwelten. FLUT ist nach VERFÜHRTE UND VERFÜHRER – EINE MYTHENTRILOGIE (2014), AUREA – VARIATIONS ON BACH (2015) und RELICS (2017) bereits die vierte Zusammenarbeit der Duisburger Philharmoniker mit dem Choreo­grafen Emanuele Soavi und seinem Ensemble aus Köln. Emanuele Soavi incompany arbeitet in Kooperation mit (inter)nationalen Künstler*innen seit 2012 in unterschiedlichen Formaten an sparten­über­greifender, struktureller und künstlerischer Vernetzung, kommunal, regional, bundesweit, international und geht neue Wege als „Brückenbauer“ zwischen Institution und freier Szene, Erbe und Gegenwart, Labor und Großprojekt, Forschung und Praxis, Künstler*innen und Publikum. www.emanuelesoavi.de Eine Kooperation von Oper Köln mit Emanuele Soavi incompany und den Duisburger Philharmonikern im Rahmen von BTHVN 2020 Regulär: 17,00 € Ermäßigt: 9,00 €
Aufführungen | Comedy

Hazel Brugger

Tonhalle Düsseldorf

Hazel Brugger ist nicht nur bekannt geworden, sondern auch erwachsen: Mittlerweile ist Deutschlands »Beste Komikerin 2020« Hausbesitzerin, Ehefrau und Mutter. Aber der Lockdown hat auch Hazel nicht völlig kalt gelassen, und so muss sich die deutschamerikanische Schweizerin im Chaos zwischen YouTube, Shitstorms, eigener Firma, älter werdenden Eltern und bankrotten Künstlerkolleginnen und -kollegen immer wieder die Frage stellen: Was will ich eigentlich wirklich – und inwiefern ist das weiblich? Vst.: zakk - Zentrum für Aktion, Kultur und Kommunikation GmbH
Aufführungen | Tanz

Palermo Palermo

TANZTHEATER WUPPERTAL PINA BAUSCH

In Koproduktion mit dem Teatro Biondo Stabile, Palermo und Andres Neumann International Inszenierung / Choreographie: Pina Bausch Bühne: Peter Pabst Kostüme: Marion Cito Musikalische Mitarbeit: Matthias Burkert Musik: Edvard Grieg Niccolo Paganini u. a. VVK 17.09.2021
Aufführungen | Tanz

Uraufführung von Richard Siegal

TANZTHEATER WUPPERTAL PINA BAUSCH

Choreographie: Richard Siegal Bühne: Anish Kapoor Kostüme: Richard Siegal Musik: Alva Noto Licht Design: Matthias Singer Probenleitung: Barbara Kaufmann Assistenz: Anastasia Grigore VVK: 09.09.2021
Aufführungen | Tanz

Ludwigsburger Schlossfestspiele:
Kontakthof

TANZTHEATER WUPPERTAL PINA BAUSCH

im Rahmen von Herbstinsel der Ludwigsburger Schlossfestspiele Inszenierung / Choreographie: Pina Bausch Bühne / Kostüme: Rolf Borzik Mitarbeit: Rolf Borzik, Marion Cito, Hans Pop Musik: Anton Karas Charlie Chaplin Juan Llossas Jean Sibelius Dauer: 2h 50min
Aufführungen | Tanz

Grand Théâtre Luxemburg:
Kontakthof

TANZTHEATER WUPPERTAL PINA BAUSCH

Inszenierung / Choreographie: Pina Bausch Bühne / Kostüme: Rolf Borzik Mitarbeit: Rolf Borzik, Marion Cito, Hans Pop Musik: Anton Karas Charlie Chaplin Juan Llossas Jean Sibelius Dauer: 2h 50min
Aufführungen

Mysterien

Schauspielhaus Bochum

In dem norwegischen Schriftsteller Knut Hamsun finden sich Glanz und Abgrund, Kultur und Barbarei auf extreme Weise vereint: zum einen ist er bestechender Dichter, der in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts umgeben von tiefer Armut und Bigotterie aufwächst und später einer der wesentlichen Protagonisten der literarischen Moderne wird, von Kafka, Miller, Joyce bewundert. Zum anderen ist er bekennender Nationalsozialist, der Goebbels seine Nobelpreismedaille vermacht, zu Hitler auf den Obersalzberg pilgert und ihm 1945 einen berüchtigten Nachruf schreibt, politisch verblendet bis zum Ende seines langen Lebens. Die Lust an der Provokation, Grenzüberschreitung und Maßlosigkeit stecken in seinem Leben wie in seiner Literatur, beide tragen sie scharfe, unauflöslich sich gegenüberstehende Gegensätze in sich, die wir bis heute kennen. Hamsuns Roman „Mysterien“ (1892), dem bekannteren Roman „Hunger“ folgend, mit dem Hamsun sein literarischer Durchbruch gelang, ist ein aufregendes, verstörendes, delirierendes Buch. In ihm taucht ein mysteriöser Fremder, Nagel heißt er, in einer norwegischen Hafenstadt auf, in knallgelbem Anzug, mit einem Geigenkasten unterm Arm, in dem sich allerdings schmutzige Wäsche befindet, und mit einem Eisenring am Finger, an dessen wundersame Kraft er glaubt. Überall sorgt er für Aufsehen, nie weiß man wirklich, woran man bei ihm ist, widersprüchlich ist er, unorthodox, maßlos. Er freundet sich mit dem drangsalierten Sonderling des Ortes, Minute genannt, an, den er schützt, bezahlt und doch für einen Mörder hält. In die frisch verlobte Pfarrerstochter verliebt er sich geradezu übergriffig, ihren geliebten Hund bringt er um. Einer nicht mehr jungen Frau kauft er mit großer Pose und für eine hohe Summe einen wertlosen Stuhl ab und macht ihr schließlich einen Heiratsantrag. Er wirft mit Geld um sich und sagt doch, er habe keins. Immer ist er unterwegs, stets hat er die Hand am Abzug: Seine Gedanken sind wie Brandsätze auf den common sense der Bürger*innen der Kleinstadt – die Wissenschaft und der Liberalismus, das Mittelmaß vermeintlich großer Männer und das verachtete Pack, nichts ist vor ihm sicher. Er inszeniert sich permanent, er berechnet und verrechnet sich und stellt sich ständig bloß. In seiner Westentasche steckt griffbereit die Blausäure, doch sein Suizidversuch scheitert. Schließlich springt er, seinem weggeworfenen Ring nach, ins Meer. Die titelgebenden Mysterien des Romans „künden sich an, wie ein Schneegestöber von gewaltiger Kraft“, schrieb ein Zeitgenosse Hamsuns, hier läuft ein Ich Amok, verläuft sich in der Zeichenhaftigkeit der Welt, getrieben von der alten und immer neuen Frage, woran wir uns halten, um zu überleben: die Wissenschaft? Den Glauben? Die Lüge (ist sie eine)? Die Gemeinschaft? Die Gewalt? Die Liebe? Am Ende steht die Suche nach Erlösung – von der Einsamkeit, von der Schuld, von uns selbst. Regie: Johan Simons Mit: Guy Clemens, William Cooper, Karin Moog, Anne Rietmeijer, Steven Scharf, Jing Xiang
Aufführungen

neue Veranstaltung

Schauspielhaus Bochum

Aufführungen | Theater

Erste Staffel. 20 Jahre großer Bruder

Mülheimer Theatertage

Waren Sie live dabei, als RTL vor 20 Jahren die neue Fernsehrealität erfand? Wenn nicht, kriegen Sie jetzt einen Eindruck, was „Big Brother“ mit hundskommunen Menschen macht, die sich wochenlang in einen Wohncontainer sperren und abfilmen lassen. Der Basler Theatermacher Boris Nikitin hat am Staatstheater Nürnberg eine Art Reenactment der legendären Reality-Show angezettelt – zum Beweis, dass mit diesem Format gleichsam die Ursuppe populistischer Querdenkerei angerührt wurde. So ereifert sich ein WG-Genosse über fortschreitende Entmündigung in Zeiten der Maskendebatte. Und die Container-Partyzone verwandelt sich zielsicher in eine Zwangsgemeinschaft. Ein soziales TV-Experiment als dramatische Dokufiction – Lagerkoller nicht ausgeschlossen. (Stephan Reuter) Uraufführung: 19.9.2020, Staatstheater Nürnberg Mit: Julia Bartolome, Tjark Bernau, Yascha Finn Nolting, Maximilian Pulst, Süheyla Ünlü, Cem Lukas Yeginer und Melanie Klos, Alina Manukyan, Marc Stauch (Kamerateam) Regie: Boris Nikitin Bühne und Kostüme: David Hohmann Dramaturgie: Sascha Kölzow Musik, Sounddesign: Matthias Meppelink Video: Manuela Trier, Georg Lendorff Webserie: Patrik Thomas Lichtdesign: Frank Laubenheimer Aufführungsrechte: schaefersphilippen Theater & Medien, Köln 2 Stunden 30 Minuten, eine Pause
Aufführungen | Theater

Der goldene Schwanz

Mülheimer Theatertage

In der Märchenwelt der Brüder Grimm herrscht ausgleichende Gerechtigkeit – und eine sehr klare Vorstellung über Männer- und Frauenrollen: Von den Stiefschwestern gemobbt und von der Stiefmutter gedemütigt, bekommt das fleißige, sittsame Aschenputtel am Ende den reichen Prinzen. Zweihundert Jahre später, bei Rebekka Kricheldorf, stellt sich die Lage nicht nur deutlich komplexer, sondern auch um ein Vielfaches lustiger dar. Souverän nimmt die Dramatikerin den Topos vom Sozialaufstieg durch Heirat auseinander, um mit hintergründiger Diskursfitness heutige Rollenmodelle und Lebensentwürfe auf den Prüfstand zu stellen. Dabei bleibt kein Klischee unzertrümmert – und kein blinder Fleck unbehelligt. (Christine Wahl) Uraufführung: 5.12.2020, Staatstheater Kassel Mit: Judith Florence Ehrhardt, Meret Engelhardt, Eva-Maria Keller, Aljoscha Langel, Anke Stedingk, Rahel Weiss, Jürgen Wink Regie: Schirin Khodadadian Bühne: Daniel Roskamp Kostüme: Ulrike Obermüller Musik: Katrin Vellrath Dramaturgie: Michael Volk Aufführungsrechte: Kiepenheuer Bühnenvertrieb, Berlin Gefördert vom Deutschen Literaturfonds im Rahmen des Programms „Neustart Kultur“ Stückabdruck: Theater der Zeit 1/2021 1 Stunde 45 Minuten

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