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Symphonieorchester Vorarlberg

„Musikantisch und waghalsig“, titelte die Zeit­schrift Kultur nach einem Auftritt des Sympho­nieorchesters Vorarlberg. Das ausser­gewöhnliche Engagement der Mitglieder gehört längst zum Markenzeichen dieses Orchesters, in dem vor allem Musiker aus Vorarlberg, aber auch aus der Schweiz und aus Deutschland spielen. Seit 2005 leitet Gérard Korsten das Orchester, das erfolgreiche Abonnementzyklen in Feldkirch und in Bregenz selbst veranstaltet.

In Kooperationen mit den Bregenzer Festspielen und dem Vorarlberger Landestheater hat sich das Orchester auch im Musiktheater etabliert. Der Klangkörper arbeitet projekt­orientiert und studiert pro Saison bis zu zwölf Programme ein, die dann an unterschiedlichen Spielstätten aufgeführt werden. Dies garantiert das sehr hohe Niveau des Sym­phonieorchesters Vorarlberg, nachzuhören auf zahlreichen TV-, Rundfunk- und CD-Produktionen.

Das Symphonieorchester wurde erst 1984 gegründet. Damals wollte man ein Zeichen setzen, denn 25 Jahre zuvor hatte sich das Vorarlberger Funkorchester aufgelöst, das letzte professionelle Orchester des Landes. Diesen Platz erfüllt seither das Symphonieorchester Vorarlberg und ist daher aus dem kulturellen Leben des Landes nicht mehr wegzudenken. Unter der langjährigen Stabführung des Dirigenten Christoph Eberle von 1988 bis 2005 konnte sich das Orchester auch überregional etablieren. Bedeutende Interpreten wie der Cellist Heinrich Schiff, die Geigerin Julia Fischer oder der Sänger Thomas Quasthoff waren bereits zu Gast, das Orchester spielte im Wiener Musik­verein, im Konzerthaus und auf Tourneen in Spanien oder Italien.

Zur Heimatspielstätte zählt neben dem Festspielhaus Bregenz auch das 2015 neu eröffnete Montforthaus Feldkirch.

Der Zyklus MAHLER 9x9, eine chronologischen Aufführung der Symphonien Gustav Mahlers unter der Leitung des Generalmusikintendanten der Bayerischen Staatsoper Kirill Petrenko wird in den kommenden Jahren fortgeführt.

(Foto: 2015_SOV mit Gerard Korsten, Foto: Thomas Schrott)

Kontakt

Symphonieorchester Vorarlberg
Römerstraße 15
A-6900 Bregenz

Telefon: +43 (0)5574 / 43447
Fax: +43 (0)5574 / 43448
E-Mail: office@sov.at

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Symphonieorchester Vorarlberg

Konzert

Konzert 4: Symphonieorchester Vorarlberg | Suganandarajah | Manz

Symphonieorchester Vorarlberg
Leslie Suganandarajah, Dirigent
Sebastian Manz, Klarinette


Maurice Ravel: Le Tombeau de Couperin, Orchestersuite
Jean Françaix: Konzert für Klarinette und Orchester
Wolfgang Amadeus Mozart: Symphonie Nr. 38 D-Dur, »Prager«

Maurice Ravel verarbeitete seine Erfahrungen während des Ersten Weltkriegs in seiner Orchestersuite Le Tombeau de Couperin. Er wollte mit diesem Werk nicht nur François Couperin ehren, sondern er gedachte mit dieser Hommage an die französische Musik des 18. Jahrhunderts sechs Kameraden, die im Ersten Weltkrieg gefallen waren – ihnen ist jeweils ein Satz gewidmet.

Der französische Komponist Jean Françaix war ein Vollblutmusikant voll Charme, Esprit und Spielwitz. Er unterwarf sich im vielfältigen 20. Jahrhundert keiner »Schule«, sondern beschritt seinen eigenen Weg, der den Weg der Tonalität nicht verließ und mit viel Humor neue Werke schuf. Er wollte »ernste Musik ohne Schwere komponieren.« In Paris studierte er bei der legendären Nadia Boulanger, deren Schüler eine breite musikalische Palette vertraten – auch Aaron Copland zählte zu ihnen. Françaix hatte eine besondere Vorliebe für Blasinstrumente, 1967 schuf er sein schwungvolles Konzert für Klarinette und Orchester.

Die Entstehungsgeschichte von Wolfgang Amadeus Mozarts »Prager Symphonie« ist ungewiss: Das Finale schrieb er offenbar Anfang 1786, die restlichen Sätze komponierte er erst im Dezember desselben Jahres – wie so oft innerhalb nur weniger Tage. Ob die Symphonie, wie ihr Name vermuten lässt, tatsächlich direkt für seine Prager Reise geschrieben wurde, bleibt ebenfalls unklar. Figaros Hochzeit blitzt im Finale durch, ist doch das Duett Susanna / Cherubino das Hauptthema dieses Satzes. Zu dieser Symphonie existieren – ungewöhnlich für Mozart – auch Skizzen, die beweisen, wie hart der Komponist an dieser Symphonie gearbeitet hat. Die ­Uraufführung fand 1787 im Prager Ständetheater statt, das Publikum nahm die neue Symphonie ihres Lieblings Mozart begeistert auf: »Nie sah man noch das Theater so voll ­Menschen, nie ein stärkeres einhelliges Entzücken.«

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Konzert

Konzert 5: Symphonieorchester Vorarlberg | McFall | Petit

Symphonieorchester Vorarlberg
Leo McFall, Dirigent (Designierter Chefdirigent)
Mélissa Petit, Sopran


Richard Wagner: Vorspiel zum dritten Akt und Karfreitagszauber aus Parsifal
Alban Berg: 7 frühe Lieder für hohe Stimme und Orchester
Peter I. Tschaikowsky: Symphonie Nr. 5 e-Moll op. 64

Mit Parsifal hat Richard Wagner konsequenterweise das verwirklicht, was ihm am Herzen lag: Eine Kunstreligion, die Elemente der christlichen Tradition, des Buddhismus, aber auch der Schopenhauer’schen Philosophie beinhaltet und miteinander verschmilzt. Dafür spricht auch, dass Wagner dieses Werk ausschließlich Bayreuth vorbehalten hatte, erst nach Ablauf der damals noch kurzen Schutzfrist von 30 Jahren konnte man Parsifal in aller Welt erleben. Fast 40 Jahre lang beschäftigte sich Wagner mit dem Parsifal-Stoff, bis das sogenannte »Bühnenweihfestspiel« 1882 endlich uraufgeführt werden konnte.

Alban Bergs erste große Leidenschaft galt der Literatur: »Bevor ich komponierte, wollte ich überhaupt Dichter werden.« Aus dieser Liebe entstanden als erste Kompositionen Lieder, die Bergs genaue Kenntnis der zeitgenössischen Lyrik verraten. Auf eine Anzeige Schönbergs hin legte Alban Bergs Bruder ohne dessen Wissen dem Kompositionslehrer einige der bereits 150 Lieder vor, worauf Schönberg beschloss, Berg sofort als Schüler aufzunehmen. 1928 veröffentlichte Berg »7 Frühe Lieder«, die bereits in den Jahren 1905 bis 1908 als Klavierlieder entstanden waren. In der musikalischen Sprache zeigt sich die unterschiedliche Entstehungszeit der einzelnen Lieder, doch bewegen sich alle noch im Rahmen strenger beziehungsweise freier Tonalität.

Peter Iljitsch Tschaikowsky zählte im Jahre 1888 zu den ­berühmtesten russischen Komponisten und erfreute sich auf Grund seiner regen Dirigiertätigkeit auch im Ausland großer Popularität. In nur vier Wochen entstand in seinem Landhaus Frolowskoje seine Symphonie Nr. 5 e-Moll, die von einem Schicksalsmotiv durchzogen wird. Der Komponist liefert zu diesem Werk ein Programm, das vorerst seine resignative Stimmung unterstreicht, jedoch in einem freudvollen Finale endet und »die vollständige Beugung vor dem Geschick« erreicht.CHEFDIRIGENT
Mélissa Petit, Sopran

Richard Wagner: Vorspiel zum dritten Akt und Karfreitagszauber aus Parsifal
Alban Berg: 7 frühe Lieder für hohe Stimme und Orchester
Peter I. Tschaikowsky: Symphonie Nr. 5 e-Moll op. 64

Mit Parsifal hat Richard Wagner konsequenterweise das verwirklicht, was ihm am Herzen lag: Eine Kunstreligion, die Elemente der christlichen Tradition, des Buddhismus, aber auch der Schopenhauer’schen Philosophie beinhaltet und miteinander verschmilzt. Dafür spricht auch, dass Wagner dieses Werk ausschließlich Bayreuth vorbehalten hatte, erst nach Ablauf der damals noch kurzen Schutzfrist von 30 Jahren konnte man Parsifal in aller Welt erleben. Fast 40 Jahre lang beschäftigte sich Wagner mit dem Parsifal-Stoff, bis das sogenannte »Bühnenweihfestspiel« 1882 endlich uraufgeführt werden konnte.

Alban Bergs erste große Leidenschaft galt der Literatur: »Bevor ich komponierte, wollte ich überhaupt Dichter werden.« Aus dieser Liebe entstanden als erste Kompositionen Lieder, die Bergs genaue Kenntnis der zeitgenössischen Lyrik verraten. Auf eine Anzeige Schönbergs hin legte Alban Bergs Bruder ohne dessen Wissen dem Kompositionslehrer einige der bereits 150 Lieder vor, worauf Schönberg beschloss, Berg sofort als Schüler aufzunehmen. 1928 veröffentlichte Berg »7 Frühe Lieder«, die bereits in den Jahren 1905 bis 1908 als Klavierlieder entstanden waren. In der musikalischen Sprache zeigt sich die unterschiedliche Entstehungszeit der einzelnen Lieder, doch bewegen sich alle noch im Rahmen strenger beziehungsweise freier Tonalität.

Peter Iljitsch Tschaikowsky zählte im Jahre 1888 zu den ­berühmtesten russischen Komponisten und erfreute sich auf Grund seiner regen Dirigiertätigkeit auch im Ausland großer Popularität. In nur vier Wochen entstand in seinem Landhaus Frolowskoje seine Symphonie Nr. 5 e-Moll, die von einem Schicksalsmotiv durchzogen wird. Der Komponist liefert zu diesem Werk ein Programm, das vorerst seine resignative Stimmung unterstreicht, jedoch in einem freudvollen Finale endet und »die vollständige Beugung vor dem Geschick« erreicht.

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Konzert

Konzert 6: Symphonieorchester Vorarlberg | Milton

Symphonieorchester Vorarlberg
Nicholas Milton, Dirigent


Bernd Alois Zimmermann: Märchen-Suite für Orchester
Anton Bruckner: Symphonie Nr. 3 d-Moll WAB 103, 3. Fassung von 1889

Bernd Alois Zimmermanns Karriere war vom Schrecken des 20. Jahrhunderts geprägt. Geboren 1918 studierte er Musik, musste 1939, mit 21 Jahren, jedoch für drei Jahre einrücken. Nach diesen schrecklichen Eindrücken kehrte er zur Musik zurück, doch auch nach dem Ende des Krieges gestaltete es sich im zerstörten Deutschland schwierig, als Komponist sein Auslangen zu finden. Zimmermann arrangierte Unterhaltungs­musik und schrieb Musik zu Schulfunksendungen und Hörspielen. Selbstverständlich besuchte er die legendären und prägenden Darmstädter Ferienkurse für neue Musik, wo sich die Avantgarde rund um Karlheinz Stockhausen und Pierre Boulez traf. Doch waren Zimmermann deren Auffassungen zu radikal, zu dogmatisch. Ab 1950 konnte Zimmermann mit seinem Violinkonzert reüssieren, er erhielt Kompositionsaufträge und machte sich einen Namen, der jedoch nicht immer auf Zustimmung stieß. Ebenfalls im Jahr 1950 schuf er die impressionistische Märchen-Suite für Orchester, die Uraufführung fand jedoch erst 2001 in Berlin statt.

Anton Bruckner war bekannt dafür, seine Symphonien oftmals zu überarbeiten. Jede Kritik nahm er sich zu Herzen und versuchte, allen Einwänden gerecht zu werden. Dies gilt in ­Besonderem für die 3. Symphonie mit folgender Widmung: »Sr. Hochwohlgeboren Meister Richard Wagner, dem unerreichten, weltberühmten und erhabenen Meister der Dicht- und Tonkunst in tiefster Ehrfurcht gewidmet.« Die 1873 in Bayreuth vorgelegte Fassung, in die Bruckner Wagner-Zitate verwoben hatte, wurde 1876 | 77 überarbeitet, die Wagner-­Zitate getilgt. 1888 | 89 kürzte Bruckner auf Anraten seiner Schüler das Finale – eine Änderung, die Gustav Mahler für völlig überflüssig hielt, noch dazu war sie nicht von Bruckner allein, sondern auch von Dritten vorgenommen worden und ist daher nicht als authentisch anzusehen. Die 3. Symphonie erlebte vorerst in der 2. Fassung ihre Uraufführung und fiel prompt durch. Erst die 3. Fassung brachte Bruckner den ersehnten Erfolg. Sie wurde von Leopold Nowak ediert und kommt auch in diesem Konzert zur Aufführung.

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„Musikantisch und waghalsig“, titelte die Zeit­schrift Kultur nach einem Auftritt des Sympho­nieorchesters Vorarlberg. Das ausser­gewöhnliche Engagement der Mitglieder gehört längst zum Markenzeichen dieses Orchesters, in dem vor allem Musiker aus Vorarlberg, aber auch aus der Schweiz und aus Deutschland spielen. Seit 2005 leitet Gérard Korsten das Orchester, das erfolgreiche Abonnementzyklen in Feldkirch und in Bregenz selbst veranstaltet.

In Kooperationen mit den Bregenzer Festspielen und dem Vorarlberger Landestheater hat sich das Orchester auch im Musiktheater etabliert. Der Klangkörper arbeitet projekt­orientiert und studiert pro Saison bis zu zwölf Programme ein, die dann an unterschiedlichen Spielstätten aufgeführt werden. Dies garantiert das sehr hohe Niveau des Sym­phonieorchesters Vorarlberg, nachzuhören auf zahlreichen TV-, Rundfunk- und CD-Produktionen.

Das Symphonieorchester wurde erst 1984 gegründet. Damals wollte man ein Zeichen setzen, denn 25 Jahre zuvor hatte sich das Vorarlberger Funkorchester aufgelöst, das letzte professionelle Orchester des Landes. Diesen Platz erfüllt seither das Symphonieorchester Vorarlberg und ist daher aus dem kulturellen Leben des Landes nicht mehr wegzudenken. Unter der langjährigen Stabführung des Dirigenten Christoph Eberle von 1988 bis 2005 konnte sich das Orchester auch überregional etablieren. Bedeutende Interpreten wie der Cellist Heinrich Schiff, die Geigerin Julia Fischer oder der Sänger Thomas Quasthoff waren bereits zu Gast, das Orchester spielte im Wiener Musik­verein, im Konzerthaus und auf Tourneen in Spanien oder Italien.

Zur Heimatspielstätte zählt neben dem Festspielhaus Bregenz auch das 2015 neu eröffnete Montforthaus Feldkirch.

Der Zyklus MAHLER 9x9, eine chronologischen Aufführung der Symphonien Gustav Mahlers unter der Leitung des Generalmusikintendanten der Bayerischen Staatsoper Kirill Petrenko wird in den kommenden Jahren fortgeführt.

(Foto: 2015_SOV mit Gerard Korsten, Foto: Thomas Schrott)

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Symphonieorchester Vorarlberg

Konzerte / Konzert Bregenzer Meisterkonzerte Bregenz, Bergmannstr. 6
Konzerte / Konzert Dommusik St.Gallen Kathedrale St.Gallen St. Gallen, Klosterhof 6b
Konzerte / Konzert Münstermusik Konstanz Konstanz, Pfalzgarten 4
Konzerte / Klassik Bach-Chor St.Gallen St.Gallen, Burgstrasse 106
Konzerte / Konzert Kaisersaalkonzerte in Füssen Füssen, Lechhalde 3
Konzerte / Konzert Musikverein Stockach Jahnhalle Stockach

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