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Die Helmut Förnbacher Theater Company

Die Helmut Förnbacher Theater Company ist eine der ältesten freien, nicht subventionierten Schweizer Theatergruppen und wurde 1980 vom Film- und Theater-Regisseur und Schauspieler Helmut Förnbacher anlässlich einer vielbeachteten Inszenierung von Hofmannsthals „Jedermann“ in der Basler Elisabethenkirche gegründet.

Seither hat die Company mit inzwischen weit über hundert (!) Eigenproduktionen eine grosse Zahl treuer Zuschauerinnen und Zuschauer für ihr Theater gewinnen und begeistern können.

Kontakt

Die Helmut Förnbacher Theater Company
im Badischen Bahnhof Basel
Schwarzwaldallee 200
CH-4058 Basel

Telefon: +41 (0)61 361 90 33
Fax: +41 (0)61 361 90 33
E-Mail: info@foernbacher.ch

Theater

Der Besuch der alten Dame

Friedrich Dürrenmatt

Der Besuch der alten Dame ist eines der anregendsten und fesselndsten Stücke, die je geschrieben worden sind. Die Sprache Dürrenmatts ist stark, seine Bühnenfiguren voll prallen Lebens, seine Geschichten auch heute hochaktuell, konsequent und unerbittlich, seine Theater-Bilder von tragischer, gültiger Grösse.

Die alte Dame ist ein böses Stück, sagt Dürrenmatt - doch nichts schadet dieser Komödie, die tragisch endet, mehr als tierischer Ernst. Claire Zachanassian ist die reichste Frau der Welt, durch ihr Vermögen in der Lage, wie eine Heldin der
griechischen Tragödie zu handeln - absolut, grausam, wie Medea etwa - doch die Dame hat Humor... eine seltsame Grazie, einen bösartigen Charme ... Sie ist eine dichterische Erscheinung ...

Die Güllener sind Menschen wie wir alle. Sie sind nicht böse, durchaus nicht; zuerst entschlossen, das Angebot der alten Dame, Ill für eine Milliarde zu töten, abzulehnen, machen sie Schulden. Nicht aus böser Absicht, aus Leichtsinn - aus dem Gefühl heraus, es lasse sich schon irgendwie arrangieren. Doch dann geben die Güllener der Versuchung nach. Die Versuchung war zu gross...!

Inszenierung: Helmut Förnbacher
Theater

Kunst (Art)

Yasmina Reza

Das Stück heisst „Kunst“. Und es ist eine. Es stammt von Yasmina Reza, der französischen Dramatikerin, die so leichte Komödien schreibt, dass man gar nicht merkt, wie schwer sie sind. Und wie sie die Welt verändern. In „Kunst“ brennt ein rein weisses Bild, 1,20 x 1,60 Meter gross, ein Loch in die Welt, das drei Männer, Marc (Luftfahrtingenieur), Serge (Dermatologe) und Yvan (Papierhändler) verschluckt. Beziehungsweise deren Beziehung. Seitdem ist dieses weisse Bild das berühmteste, monochrome Mal-Machwerk der Theatergeschichte.

Es geht in „Kunst“ nicht nur um Kunst. Es geht um eine Welt. Dass eine weisse Fläche von 1,20 x 1,60 Meter, die Serge für 200'000 Euro gekauft hat, eine Welt aus Freundschaft, Liebe und Vertrauen ins Chaos stürzt - inklusive Weinkrämpfen, Wutausbrüchen („Für diese Scheisse hast du 200'000 bezahlt?“), einer Schlägerei, gegenseitigem Ehefrauenschlechtmachen („Du sprichst nur deshalb von Paula, einer Frau, die mein Leben teilt, in diesen unerträglichen Worten, weil du die Art, wie sie den Zigarettenrauch verscheucht, missbilligst?“) und einem womöglich geplatzten Trommelfell.

Eine Eleganz-Schlenderei über den Boulevard, dessen Asphalt aus einer hauchdünnen, federnden Tragödienkruste besteht. Darunter: Abgründe.

Yasmina Reza inszeniert dieses Männergerangel um Kunst mit süffisant genauem Frauenblick und dem Gespür für den Hintersinn von Nebensächlichem. Kein Wunder auch, dass neben moderner Kunst auch allerlei Moden zwischen Psychoanalyse und Dekonstruktivismus verhandelt werden.

Mit: Helmut Förnbacher, Falk Döhler, Percy von Tomëi.
Inszenierung und Raum: Verena Buss
Theater

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand...

Nach dem Bestseller von Jonas Jonasson

Allan Karlsson wird 100 Jahre alt. Eigentlich ein Grund zu feiern. Doch während sich der Bürgermeister und die lokale Presse auf das grosse Spektakel vorbereiten, hat der Hundertjährige ganz andere Pläne: Er büxt einfach –aus und schon bald steht ganz Schweden wegen seiner Flucht Kopf. Ein Koffer, voll mit gestohlenem Geld, in dessen Besitz Allan eher zufällig gelangt, bringt eine Verbrecherorganisation auf den Plan, die ihr Eigentum zurückhaben möchte. So kommt es, dass schliesslich nicht nur die Polizei hinter ihm her ist, sondern auch die Ganoven. Nach und nach gesellen sich skurrile Figuren wie der Gelegenheitsdieb Julius Jonsson, der ewige Student Benny Ljungberg und die schöne Elefantenbesitzerin Gunilla hinzu. Unauffällig kann die ungewöhnliche Reisegruppe nicht reisen, da auch noch Elefant Sonja mit an Bord ist. Dass auch einige Leichen den Fluchtweg von Allan und seinem Gefolge pflastern, ist halt so... Und damit hat Allan ja seine Erfahrung, er hat in jüngeren Jahren das ganze Weltgeschehen auf den Kopf gestellt.

Jonas Jonasson erzählt die Geschichte einer urkomischen Flucht und zugleich die irrwitzige Lebensgeschichte eines eigensinnigen Mannes, der sich zwar nicht für Politik interessiert, aber trotzdem irgendwie immer in die grossen historischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts verwickelt war.
Das Buch ist seit seinem Erscheinen von keiner Bestsellerliste mehr wegzudenken und ist allein im deutschsprachigen Raum mehr als zwei Millionen Mal verkauft worden.

Mit: Jupp Saile
Lea-Sina Bühler, Falk Döhler, Lothar Hohmann, Brigitta Laube, Percy von Tomëi, Marcel Zehnder, Matthias Zelazko.
Inszenierung: Sandra Rudin-Förnbacher
Schauspiel

Maria Stuart

Drama von Friedrich Schiller

In Friedrich Schillers „Maria Stuart“ treffen zwei Frauen aufeinander, die als unvereinbare Gegensätze gezeichnet werden. Maria Stuart trifft auf Elisabeth, die Königin von Schottland auf die Königin von England. Um Freiheit als die Möglichkeit wirksam Entscheidungen zu treffen geht es in „Maria Stuart". Der Mann Schiller hat sich dafür der Leben zweier historischer Frauen bedient und beide zu Gefangenen gemacht. Maria Stuart sitzt im buchstäblichen Gefängnis in England und wartet auf das Todesurteil durch Königin Elisabeth. Doch auch Elisabeth ist gefangen: gefangen in dem Druck der Verantwortung, die ihre Macht ihr auferlegt. Und so sind die beiden gegensätzlichen Königinnen sich sehr ähnlich. Beide wollen nichts mehr als die Freiheit. Und beide fühlen das mit vollster Intensität.

"Maria Stuart" ist mehr als nur ein persönliches Duell zweier dominanter Frauenfiguren. Schiller integriert hier alles, was zu einer guten Tragödie gehört: Liebe, Hass, Intrigen, Verrat und Enttäuschung.

Macht, Moral und die blutigen Geschäfte der Regierenden: die Themen in Schillers Königinnen-Drama haben bis heute nichts an Brisanz verloren. Ein grossartiges Drama eines grossen Dichters.

Regie: Helmut Förnbacher
Theater

Terror - Ihr Urteil

Bestseller von Ferdinand von Schirach - das TV-Ereignis des Jahres

Ein Passagierflugzeug wird entführt, ein Terrorist will es über dem ausverkauften Münchner Fussballstadion zum Absturz bringen. Der Pilot eines Kampfjets schiesst die Verkehrsmaschine gegen den ausdrücklichen Befehl seiner Vorgesetzten ab, um die 70.000 Menschen im Stadion zu retten; alle 164 Personen an Bord des Linienfluges sterben.

Der Jurist und Autor Ferdinand von Schirach (seine Erzählungsbände „Verbrechen“ und „Schuld“ sind ebenfalls Bestseller, die verfilmt wurden) fordert mit seinem ersten Theaterstück „Terror“ dazu auf, gemeinsam über den Wert des Lebens und die Würde des Menschen nachzudenken. Von Schirach bringt einen Gerichtsprozess auf die Bühne, in dem der Pilot des vielfachen Mordes angeklagt wird - Der Fall wirft grundsätzliche Fragen auf: Darf Leben gegen Leben abgewogen werden? War der Abschuss eine legitime militärische Aktion? Die Geschworenen der Verhandlung, in diesem Falle das Publikum im Zuschauerraum, werden am Ende aufgefordert, ihr Urteil zu fällen. Sie entscheiden: Schuldig oder Freispruch.

Mit: Helmut Förnbacher, Kristina Nel, Philipp Steiner, Falk Döhler, Michèle Bielser und Percy von Tomëi
In­szenie­rung: Helmut Förnbacher
Theater

Arsen & Spitzenhäubchen (Arsenic and Old Lace)

Komödie von Joseph Kesselring

Unsere Silvesterkomödie!

«Die Schauspieler dürfen brillieren, die Dialoge funkeln, die Witze sitzen. Es ist sorglos konsumierbare und gekonnt servierte Unterhaltung vom Feinsten…»

Der amerikanische Autor, Regisseur und Schauspieler Joseph Kesselring schrieb die wahnwitzige Kriminalkomödie «Arsen und Spitzenhäubchen» . Nach vielen erfolgreichen Jahren am New Yorker Broadway wurde der Klassiker des schwarzen Humors von Frank Capra mit den Hollywood-Stars Cary Grant und Peter Lorre verfilmt.

«Manchmal sind alte Damen nicht ganz so nett, wie sie erscheinen. Manchmal sind Familienbande ein wahrer Schrecken. Manchmal ist Holunderwein tödlich. Kaum jemals wurde die biedere Welt der Familie so boshaft und komisch auf den Kopf gestellt wie in dieser schwarzen Kriminalkomödie.»

Die beiden liebenswürdigen Schwestern Abby und Martha Brewster vergiften in schöner Regelmässigkeit einsame, ältere Herren, die bei ihnen Unterkunft suchen, mit einem Glas Holunderwein und einer Prise Arsen. Ihr Neffe Teddy, der sich für Theodor Roosevelt hält, begräbt im Keller die von ihrem Leben Erlösten. Alles läuft glatt, bis ihr Neffe Mortimer dem mörderischen Treiben seiner Tanten auf die Spur kommt. Die Ereignisse eskalieren und Mortimer entgleitet das Krisenmanagement zusehends...

Mit: Suzanne Thommen, Kristina Nel, Falk Döhler, Markus Heiniger, Lothar Hohmann, Dieter Mainka, Sandra Schaub, Percy von Tomëi, Sveno Walder und Marcel Zehnder
Regie: Helmut Förnbacher
Theater

Die Hose

Komödie von Carl Sternheim

In seiner Komödie entlarvt Carl Sternheim mit scharfer Zunge die Doppelmoral der bourgeoisen Gesellschaft. - Eine in aller Öffentlichkeit gerutschte Damenunterhose - der tyrannische Hausherr fürchtet um Ansehen und Stellung…

Auszug aus: «Die Hose»:
Auf der Bühne ein bürgerliches Wohnzimmer. Herr und Frau Maske kommen gerade von der Parade. - Er (ausser sich.): «Geschändet! - Im Maul der Nachbarn, des ganzen Viertels. Frau Maske verliert die Hose! - Auf offener Strasse, vor den Augen des Königs sozusagen…!»

…Aber er wittert auch schnell ein lukratives Geschäft: Den lüsternen Augenzeugen des Hosenfalls kann er ein Zimmer vermieten. - Begierig auf erotische Abenteuer sind der Schriftsteller Scarron und der Friseurgehilfe Mandelstam sofort zur Stelle und umschwärmen die schöne Luise. Und die lässt sich Scarrons Avancen gerne gefallen, im entscheidenden Moment jedoch stürzt sich der selbstgefällige Schwadroneur in seine «Dichtung». Ihr rüstiger Ehemann dagegen erringt seinen Erfolg bei der Nachbarin…

«Die Hose» ist das erste Stück des wohlhabenden Bankierssohns Carl Sternheim, das Max Reinhardt vom Deutschen Theater begeistert annimmt. Doch schon der Titel erregt Anstoss und der Polizeipräsident hat «aus Gründen der Sittlichkeit» sofort ein Verbot erlassen.

Doch die Komödie besiegelte den endgültigen Durchbruch des Dramatikers. Sie eröffnete den Zyklus «Aus dem bürgerlichen Heldenleben», in dem Sternheim als «Arzt am Leib seiner Zeit» die verlogene bourgeoise Gesellschaft seiner Zeit einer scharfen satirischen Analyse unterzog. - «Hinter der Maske von Sittlichkeit und Moral nichts als lüsterner Trieb und egoistische Gier…»

Ein Lust-Spiel. «Die Hose» ist eine der besten Komödien der deutschen Literatur. Scharfzüngig, doppelbödig lustig und absurd. - Sternheims Hose ist eine schlicht geniale Komödie.

Mit: Kristina Malyseva, Kristina Nel, Lothar Hohmann, Matthias Klausener und Fabian Horn
Regie: Verena Buss
Theater

Der Vater

(Le Père)
Florian Zeller

Zellers preisgekröntes Drama («Prix Molière» für das beste französische Theater Stück, «Best play of the year» in London und New York) – Ein Muss!

Ein berührendes Stück über einen alten Mann, der an Alzheimer erkrankt ist.

André, achtzig, Witwer, Vater von zwei Töchtern, merkt, dass sich etwas verändert - es verschwinden Sachen, er versteckt Gegenstände, er fühlt sich bedroht, verfolgt, er verliert die zeitliche und räumliche Orientierung: "Irgendetwas Seltsames passiert. Als hätte ich kleine Löcher. Im Gedächtnis. Kriegt keiner mit. Winzig klein. Mit bloßem Auge nicht zu sehen. Aber ich, ich spüre es ..."

Noch lebt er allein in seiner Pariser Wohnung, versucht vor Anne, seiner älteren Tochter, den Eindruck aufrechtzuerhalten, alles sei in Ordnung, wobei es ganz offensichtlich ist, dass er allein nicht mehr zurechtkommen kann. Also organisiert sie für ihn Pflegehilfen, mit denen sich aber dieser stolze und seine Würde behauptende alte Mann ständig zerstreitet. Und nun will sie mit ihrem neuen Lebenspartner nach London gehen. Was tun? Wie vorgehen…?

Zeller beantwortet diese Fragen in "Vater" nun nicht in einer chronologisch linearen, sondern in einer kausalen Abfolge von 15 raffiniert verschachtelten Szenen - ein Vexierspiel von Wahn und Wirklichkeit, in dem André, mal Maulheld, mal frech und gewitzt, staunend und bangend auf all das ihm nun Befremdliche blickt, seien es die Veränderungen in der Wohnung oder die bei seinen Mitmenschen: Anne, ihr Lebenspartner Pierre, Laura, die hübsche neue Pflegerin, die Krankenschwester und der Pfleger, die ihm wie Spukgestalten in einem Strudel von Verdacht und Verrat erscheinen. Denn Zeller erzählt seine Geschichte konsequent aus der Perspektive des Vaters, des ungläubig Betroffenen, als eine tragische Farce, in die sich der alte Mann immer mehr verheddert, bis er am Ende aufgibt und nach seiner Mutter ruft: "Mama, ich will weg von hier. Ich will, dass man mich hier wegholt. Ich will nach Hause."

Ein theatralisches Spiegelkabinett, überraschend, schräg, beängstigend, aber auch komisch und schrill: ein alter Mann auf der Spurensuche nach sich selbst, gerät in eine Welt, in der seine Biografie und die Beziehungen, die sie mitgebracht hat, nicht mehr gelten, weil diese Welt, in der sie entstanden sind, im Untergehen, im Verlöschen ist.

Mit: Helmut Förnbacher
Lea-Sina Bühler, Lothar Hohmann, Kristina Nel, Percy von Tomëi u.a.

Regie: Verena Buss
Aufführungen / Konzert Sinfonieorchester Basel Basel, Steinenberg 19
Aufführungen / Konzert Basel Sinfonietta Basel, Dornacherstrasse 390
Aufführungen / Theater Compagnie Majacc Bern, Friedlistrasse 10
Di, 23.10.2018, 20:00 Uhr
Aufführungen / Tanz Burghof Lörrach GmbH Lörrach, Herrenstraße 5
Mi, 24.10.2018, 20:00 Uhr
Aufführungen / Theater Compagnie Majacc Bern, Friedlistrasse 10
Mi, 24.10.2018, 20:00 Uhr
Aufführungen / Konzert Burghof Lörrach GmbH Lörrach, Herrenstraße 5
Fr, 26.10.2018, 20:00 Uhr
Aufführungen / Konzert Zürcher Sing-Akademie Zürich, Tösistrasse 46
Sa, 3.11.2018, 19:30 Uhr
Aufführungen / Theater Theater L.U.S.T. March, Weberstr. 29
Improvisationstheater
Aufführungen / Theater Rhythmustheater Shinoré March, Weberstr. 29
Annika Hartmann
Aufführungen / Konzert Casino-Gesellschaft Basel Basel, Steinenberg 14
Aufführungen / Aufführung Gare du Nord Basel, Schwarzwaldallee 200
Bahnhof für Neue Musik