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Die Helmut Förnbacher Theater Company

Die Helmut Förnbacher Theater Company ist eine der ältesten freien, nicht subventionierten Schweizer Theatergruppen und wurde 1980 vom Film- und Theater-Regisseur und Schauspieler Helmut Förnbacher anlässlich einer vielbeachteten Inszenierung von Hofmannsthals „Jedermann“ in der Basler Elisabethenkirche gegründet.

Seither hat die Company mit inzwischen weit über hundert (!) Eigenproduktionen eine grosse Zahl treuer Zuschauerinnen und Zuschauer für ihr Theater gewinnen und begeistern können.

Kontakt

Die Helmut Förnbacher Theater Company
im Badischen Bahnhof Basel
Schwarzwaldallee 200
CH-4058 Basel

Telefon: +41 (0)61 361 90 33
Fax: +41 (0)61 361 90 33
E-Mail: info@foernbacher.ch

Theater

Der Besuch der alten Dame

Friedrich Dürrenmatt

Der Besuch der alten Dame ist eines der anregendsten und fesselndsten Stücke, die je geschrieben worden sind. Die Sprache Dürrenmatts ist stark, seine Bühnenfiguren voll prallen Lebens, seine Geschichten auch heute hochaktuell, konsequent und unerbittlich, seine Theater-Bilder von tragischer, gültiger Grösse.

Die alte Dame ist ein böses Stück, sagt Dürrenmatt - doch nichts schadet dieser Komödie, die tragisch endet, mehr als tierischer Ernst. Claire Zachanassian ist die reichste Frau der Welt, durch ihr Vermögen in der Lage, wie eine Heldin der
griechischen Tragödie zu handeln - absolut, grausam, wie Medea etwa - doch die Dame hat Humor... eine seltsame Grazie, einen bösartigen Charme ... Sie ist eine dichterische Erscheinung ...

Die Güllener sind Menschen wie wir alle. Sie sind nicht böse, durchaus nicht; zuerst entschlossen, das Angebot der alten Dame, Ill für eine Milliarde zu töten, abzulehnen, machen sie Schulden. Nicht aus böser Absicht, aus Leichtsinn - aus dem Gefühl heraus, es lasse sich schon irgendwie arrangieren. Doch dann geben die Güllener der Versuchung nach. Die Versuchung war zu gross...!

Inszenierung: Helmut Förnbacher
Konzert

Acht Frauen (Huit femmes)

Komödie von Robert Thomas
Unser Silvester Highlight!

Acht Frauen unter sich, auf der Suche nach der Wahrheit. Auf charmante Weise tun sich hier Abgründe auf, in die man als Zuschauer vergnüglich amüsiert blickt.

Auf einem abgelegenen Landsitz kommt die Familie zusammen, um die Weihnachtsfeiertage miteinander zu verbringen. Die feierliche Stimmung findet jedoch ein jähes Ende, als der einzige Mann im Haus tot – mit einem Messer im Rücken – aufgefunden wird. Alsbald müssen die acht Frauen auch noch feststellen, dass sie von der Aussenwelt vollkommen abgeschnitten sind. So bleibt nur mehr die eine Vermutung: die Mörderin weilt noch unter ihnen. Alle acht Damen scheinen nämlich ein Motiv, aber keinerlei Alibi zu haben - die Folge ist ein aberwitziges Versteckspiel aus Beschuldigungen, Heimlichkeiten und Lügen.

Mit seiner Komödie gelang dem Franzosen Robert Thomas eine überaus spannende und zugleich grotesk-komische Kriminalgeschichte, weltberühmt geworden durch die Verfilmung von Francois Ozon.

Als Film ein Welterfolg - bei uns mit den umwerfenden Songs von Georg Kreisler.
Raphael Blechschmidt, der berühmte Basler Haute Couturier, kreiert die Kostüme der Acht Frauen. Eine Augenweide!

Mit: Dora Balog, Nina Bradlin, Caroline Felber, Natalie Kriesemer, Mia Lüscher, Kristina Nel, Kathrine Ramseier und Sandra Schaub
Regie: Helmut Förnbacher
Theater

Kunst (Art)

Yasmina Reza

Das Stück heisst „Kunst“. Und es ist eine. Es stammt von Yasmina Reza, der französischen Dramatikerin, die so leichte Komödien schreibt, dass man gar nicht merkt, wie schwer sie sind. Und wie sie die Welt verändern. In „Kunst“ brennt ein rein weisses Bild, 1,20 x 1,60 Meter gross, ein Loch in die Welt, das drei Männer, Marc (Luftfahrtingenieur), Serge (Dermatologe) und Yvan (Papierhändler) verschluckt. Beziehungsweise deren Beziehung. Seitdem ist dieses weisse Bild das berühmteste, monochrome Mal-Machwerk der Theatergeschichte.

Es geht in „Kunst“ nicht nur um Kunst. Es geht um eine Welt. Dass eine weisse Fläche von 1,20 x 1,60 Meter, die Serge für 200'000 Euro gekauft hat, eine Welt aus Freundschaft, Liebe und Vertrauen ins Chaos stürzt - inklusive Weinkrämpfen, Wutausbrüchen („Für diese Scheisse hast du 200'000 bezahlt?“), einer Schlägerei, gegenseitigem Ehefrauenschlechtmachen („Du sprichst nur deshalb von Paula, einer Frau, die mein Leben teilt, in diesen unerträglichen Worten, weil du die Art, wie sie den Zigarettenrauch verscheucht, missbilligst?“) und einem womöglich geplatzten Trommelfell.

Eine Eleganz-Schlenderei über den Boulevard, dessen Asphalt aus einer hauchdünnen, federnden Tragödienkruste besteht. Darunter: Abgründe.

Yasmina Reza inszeniert dieses Männergerangel um Kunst mit süffisant genauem Frauenblick und dem Gespür für den Hintersinn von Nebensächlichem. Kein Wunder auch, dass neben moderner Kunst auch allerlei Moden zwischen Psychoanalyse und Dekonstruktivismus verhandelt werden.

Mit: Helmut Förnbacher, Falk Döhler, Percy von Tomëi.
Inszenierung und Raum: Verena Buss
Theater

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand...

Nach dem Bestseller von Jonas Jonasson

Allan Karlsson wird 100 Jahre alt. Eigentlich ein Grund zu feiern. Doch während sich der Bürgermeister und die lokale Presse auf das grosse Spektakel vorbereiten, hat der Hundertjährige ganz andere Pläne: Er büxt einfach –aus und schon bald steht ganz Schweden wegen seiner Flucht Kopf. Ein Koffer, voll mit gestohlenem Geld, in dessen Besitz Allan eher zufällig gelangt, bringt eine Verbrecherorganisation auf den Plan, die ihr Eigentum zurückhaben möchte. So kommt es, dass schliesslich nicht nur die Polizei hinter ihm her ist, sondern auch die Ganoven. Nach und nach gesellen sich skurrile Figuren wie der Gelegenheitsdieb Julius Jonsson, der ewige Student Benny Ljungberg und die schöne Elefantenbesitzerin Gunilla hinzu. Unauffällig kann die ungewöhnliche Reisegruppe nicht reisen, da auch noch Elefant Sonja mit an Bord ist. Dass auch einige Leichen den Fluchtweg von Allan und seinem Gefolge pflastern, ist halt so... Und damit hat Allan ja seine Erfahrung, er hat in jüngeren Jahren das ganze Weltgeschehen auf den Kopf gestellt.

Jonas Jonasson erzählt die Geschichte einer urkomischen Flucht und zugleich die irrwitzige Lebensgeschichte eines eigensinnigen Mannes, der sich zwar nicht für Politik interessiert, aber trotzdem irgendwie immer in die grossen historischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts verwickelt war.
Das Buch ist seit seinem Erscheinen von keiner Bestsellerliste mehr wegzudenken und ist allein im deutschsprachigen Raum mehr als zwei Millionen Mal verkauft worden.

Mit: Jupp Saile
Lea-Sina Bühler, Falk Döhler, Lothar Hohmann, Brigitta Laube, Percy von Tomëi, Marcel Zehnder, Matthias Zelazko.
Inszenierung: Sandra Rudin-Förnbacher
Schauspiel

Maria Stuart

Drama von Friedrich Schiller

In Friedrich Schillers „Maria Stuart“ treffen zwei Frauen aufeinander, die als unvereinbare Gegensätze gezeichnet werden. Maria Stuart trifft auf Elisabeth, die Königin von Schottland auf die Königin von England. Um Freiheit als die Möglichkeit wirksam Entscheidungen zu treffen geht es in „Maria Stuart". Der Mann Schiller hat sich dafür der Leben zweier historischer Frauen bedient und beide zu Gefangenen gemacht. Maria Stuart sitzt im buchstäblichen Gefängnis in England und wartet auf das Todesurteil durch Königin Elisabeth. Doch auch Elisabeth ist gefangen: gefangen in dem Druck der Verantwortung, die ihre Macht ihr auferlegt. Und so sind die beiden gegensätzlichen Königinnen sich sehr ähnlich. Beide wollen nichts mehr als die Freiheit. Und beide fühlen das mit vollster Intensität.

"Maria Stuart" ist mehr als nur ein persönliches Duell zweier dominanter Frauenfiguren. Schiller integriert hier alles, was zu einer guten Tragödie gehört: Liebe, Hass, Intrigen, Verrat und Enttäuschung.

Macht, Moral und die blutigen Geschäfte der Regierenden: die Themen in Schillers Königinnen-Drama haben bis heute nichts an Brisanz verloren. Ein grossartiges Drama eines grossen Dichters.

Regie: Helmut Förnbacher
Theater

Terror - Ihr Urteil

Bestseller von Ferdinand von Schirach - das TV-Ereignis des Jahres

Ein Passagierflugzeug wird entführt, ein Terrorist will es über dem ausverkauften Münchner Fussballstadion zum Absturz bringen. Der Pilot eines Kampfjets schiesst die Verkehrsmaschine gegen den ausdrücklichen Befehl seiner Vorgesetzten ab, um die 70.000 Menschen im Stadion zu retten; alle 164 Personen an Bord des Linienfluges sterben.

Der Jurist und Autor Ferdinand von Schirach (seine Erzählungsbände „Verbrechen“ und „Schuld“ sind ebenfalls Bestseller, die verfilmt wurden) fordert mit seinem ersten Theaterstück „Terror“ dazu auf, gemeinsam über den Wert des Lebens und die Würde des Menschen nachzudenken. Von Schirach bringt einen Gerichtsprozess auf die Bühne, in dem der Pilot des vielfachen Mordes angeklagt wird - Der Fall wirft grundsätzliche Fragen auf: Darf Leben gegen Leben abgewogen werden? War der Abschuss eine legitime militärische Aktion? Die Geschworenen der Verhandlung, in diesem Falle das Publikum im Zuschauerraum, werden am Ende aufgefordert, ihr Urteil zu fällen. Sie entscheiden: Schuldig oder Freispruch.

Mit: Helmut Förnbacher, Kristina Nel, Philipp Steiner, Falk Döhler, Michèle Bielser und Percy von Tomëi
In­szenie­rung: Helmut Förnbacher
Theater

Amadeus (Amadeus)

mit der wunderbaren Musik von Wolfgang Amadeus Mozart
Peter Shaffer

Antonio Salieri, Hofkapellmeister Kaiser Josephs II in Wien, hadert mit Gott, dass Mozart, ein Kindskopf und Flegel, das auserwählte Genie und er selbst mit nichts als dem Mittelmass seines Talentes begabt ist. Doch ist er der Einzige, der in Mozart eine göttliche Manifestation erkennt. Salieri entschliesst sich, Mozart an allem zu hindern, was ihn zur gesellschaftlichen Entfaltung bringen könnte, und vergiftet ihm das Leben auf Schritt und Tritt durch Intrigen, Demütigungen und Verletzungen.

Wolfgang Amadeus Mozart wird ihm so zur Waffe gegen den ungerechten Gott, dem er eine Lektion erteilen will. Die Lektion ist ein grosses theatralisches Spektakel, das uns einen Mozart zeigt, der sich darin gefallen hat, "die göttlichen Ideen seiner Musik mit den Einfällen platter Alltäglichkeit in scharfe Kontraste zu bringen."

Mit: Falk Döhler, Helmut Förnbacher, Sandra Schaub, Lothar Hohmann, Dieter Mainka, Marcel Zehnder, Percy von Tomëi, u.a.
Regie: Helmut Förnbacher
Theater

Arsen & Spitzenhäubchen (Arsenic and Old Lace)

Komödie von Joseph Kesselring

Unsere Silvesterkomödie!

«Die Schauspieler dürfen brillieren, die Dialoge funkeln, die Witze sitzen. Es ist sorglos konsumierbare und gekonnt servierte Unterhaltung vom Feinsten…»

Der amerikanische Autor, Regisseur und Schauspieler Joseph Kesselring schrieb die wahnwitzige Kriminalkomödie «Arsen und Spitzenhäubchen» . Nach vielen erfolgreichen Jahren am New Yorker Broadway wurde der Klassiker des schwarzen Humors von Frank Capra mit den Hollywood-Stars Cary Grant und Peter Lorre verfilmt.

«Manchmal sind alte Damen nicht ganz so nett, wie sie erscheinen. Manchmal sind Familienbande ein wahrer Schrecken. Manchmal ist Holunderwein tödlich. Kaum jemals wurde die biedere Welt der Familie so boshaft und komisch auf den Kopf gestellt wie in dieser schwarzen Kriminalkomödie.»

Die beiden liebenswürdigen Schwestern Abby und Martha Brewster vergiften in schöner Regelmässigkeit einsame, ältere Herren, die bei ihnen Unterkunft suchen, mit einem Glas Holunderwein und einer Prise Arsen. Ihr Neffe Teddy, der sich für Theodor Roosevelt hält, begräbt im Keller die von ihrem Leben Erlösten. Alles läuft glatt, bis ihr Neffe Mortimer dem mörderischen Treiben seiner Tanten auf die Spur kommt. Die Ereignisse eskalieren und Mortimer entgleitet das Krisenmanagement zusehends...

Mit: Suzanne Thommen, Kristina Nel, Falk Döhler, Markus Heiniger, Lothar Hohmann, Dieter Mainka, Sandra Schaub, Percy von Tomëi, Sveno Walder und Marcel Zehnder
Regie: Helmut Förnbacher
Theater

Die Hose

Komödie von Carl Sternheim

In seiner Komödie entlarvt Carl Sternheim mit scharfer Zunge die Doppelmoral der bourgeoisen Gesellschaft. - Eine in aller Öffentlichkeit gerutschte Damenunterhose - der tyrannische Hausherr fürchtet um Ansehen und Stellung…

Auszug aus: «Die Hose»:
Auf der Bühne ein bürgerliches Wohnzimmer. Herr und Frau Maske kommen gerade von der Parade. - Er (ausser sich.): «Geschändet! - Im Maul der Nachbarn, des ganzen Viertels. Frau Maske verliert die Hose! - Auf offener Strasse, vor den Augen des Königs sozusagen…!»

…Aber er wittert auch schnell ein lukratives Geschäft: Den lüsternen Augenzeugen des Hosenfalls kann er ein Zimmer vermieten. - Begierig auf erotische Abenteuer sind der Schriftsteller Scarron und der Friseurgehilfe Mandelstam sofort zur Stelle und umschwärmen die schöne Luise. Und die lässt sich Scarrons Avancen gerne gefallen, im entscheidenden Moment jedoch stürzt sich der selbstgefällige Schwadroneur in seine «Dichtung». Ihr rüstiger Ehemann dagegen erringt seinen Erfolg bei der Nachbarin…

«Die Hose» ist das erste Stück des wohlhabenden Bankierssohns Carl Sternheim, das Max Reinhardt vom Deutschen Theater begeistert annimmt. Doch schon der Titel erregt Anstoss und der Polizeipräsident hat «aus Gründen der Sittlichkeit» sofort ein Verbot erlassen.

Doch die Komödie besiegelte den endgültigen Durchbruch des Dramatikers. Sie eröffnete den Zyklus «Aus dem bürgerlichen Heldenleben», in dem Sternheim als «Arzt am Leib seiner Zeit» die verlogene bourgeoise Gesellschaft seiner Zeit einer scharfen satirischen Analyse unterzog. - «Hinter der Maske von Sittlichkeit und Moral nichts als lüsterner Trieb und egoistische Gier…»

Ein Lust-Spiel. «Die Hose» ist eine der besten Komödien der deutschen Literatur. Scharfzüngig, doppelbödig lustig und absurd. - Sternheims Hose ist eine schlicht geniale Komödie.

Mit: Kristina Malyseva, Kristina Nel, Lothar Hohmann, Matthias Klausener und Fabian Horn
Regie: Verena Buss
Theater

Der Vater

(Le Père)
Florian Zeller

Zellers preisgekröntes Drama («Prix Molière» für das beste französische Theater Stück, «Best play of the year» in London und New York) – Ein Muss!

Ein berührendes Stück über einen alten Mann, der an Alzheimer erkrankt ist.

André, achtzig, Witwer, Vater von zwei Töchtern, merkt, dass sich etwas verändert - es verschwinden Sachen, er versteckt Gegenstände, er fühlt sich bedroht, verfolgt, er verliert die zeitliche und räumliche Orientierung: "Irgendetwas Seltsames passiert. Als hätte ich kleine Löcher. Im Gedächtnis. Kriegt keiner mit. Winzig klein. Mit bloßem Auge nicht zu sehen. Aber ich, ich spüre es ..."

Noch lebt er allein in seiner Pariser Wohnung, versucht vor Anne, seiner älteren Tochter, den Eindruck aufrechtzuerhalten, alles sei in Ordnung, wobei es ganz offensichtlich ist, dass er allein nicht mehr zurechtkommen kann. Also organisiert sie für ihn Pflegehilfen, mit denen sich aber dieser stolze und seine Würde behauptende alte Mann ständig zerstreitet. Und nun will sie mit ihrem neuen Lebenspartner nach London gehen. Was tun? Wie vorgehen…?

Zeller beantwortet diese Fragen in "Vater" nun nicht in einer chronologisch linearen, sondern in einer kausalen Abfolge von 15 raffiniert verschachtelten Szenen - ein Vexierspiel von Wahn und Wirklichkeit, in dem André, mal Maulheld, mal frech und gewitzt, staunend und bangend auf all das ihm nun Befremdliche blickt, seien es die Veränderungen in der Wohnung oder die bei seinen Mitmenschen: Anne, ihr Lebenspartner Pierre, Laura, die hübsche neue Pflegerin, die Krankenschwester und der Pfleger, die ihm wie Spukgestalten in einem Strudel von Verdacht und Verrat erscheinen. Denn Zeller erzählt seine Geschichte konsequent aus der Perspektive des Vaters, des ungläubig Betroffenen, als eine tragische Farce, in die sich der alte Mann immer mehr verheddert, bis er am Ende aufgibt und nach seiner Mutter ruft: "Mama, ich will weg von hier. Ich will, dass man mich hier wegholt. Ich will nach Hause."

Ein theatralisches Spiegelkabinett, überraschend, schräg, beängstigend, aber auch komisch und schrill: ein alter Mann auf der Spurensuche nach sich selbst, gerät in eine Welt, in der seine Biografie und die Beziehungen, die sie mitgebracht hat, nicht mehr gelten, weil diese Welt, in der sie entstanden sind, im Untergehen, im Verlöschen ist.

Mit: Helmut Förnbacher
Lea-Sina Bühler, Lothar Hohmann, Kristina Nel, Percy von Tomëi u.a.

Regie: Verena Buss
Theater

Komödie im Dunkeln (Dark Comedy)

Die Kult-Comedy von Peter Shaffer

Brindsley Miller, ein aufstrebender junger Künstler kurz vor seinem „Durchbruch...“ scheint die Dinge im Griff zu haben. Kein Wunder, als Künstler muss sich auch der härteste Stein seinem Willen fügen. Für diesen Abend allerdings hat er sich zu viel vorgenommen. - Einerseits erwartet er einen Millionen schweren, weltbekannten Sammler, der sich seine Arbeiten anschauen möchte. Andererseits kommt der Vater seiner verwöhnten Verlobten zum ersten Mal zu Besuch... Viel Stress für den jungen Mann, der alles richtig machen möchte. - Zu dumm nur, dass kurz vor Eintreffen des Besuches die Sicherung im ganzen Haus durchknallt.

Und während sich nun die beiden Verliebten durch das Dunkel tasten, das späte Mädchen Miss Furnival ängstlich in die Wohnung stolpert, die liebesdurstige Exfreundin telefonisch ihre Ankunft ankündigt, der Freund und Nachbar überrascht auf seine „ausgeborgten“ Möbel stösst und der Vater statt seines Whiskeys Miss Furnivals stilles Wasser trinken soll, dämmert es Brindsley, dass dieser Abend über seine gesamte Zukunft entscheiden wird...!

Peter Shaffers „Komödie im Dunkeln“ ist zum Klassiker der Comedy geworden, weil seine Komödie auf einer genialen Spielidee beruht: Alle Figuren auf der Bühne bewegen sich in einer stockdunklen Wohnung - für die Zuschauer jedoch ist es taghell. Nur wenn auf der Bühne eine Lichtquelle, eine Taschenlampe eingeschaltet oder ein Streichholz entzündet wird, dimmt das Licht etwas runter - schwarzer, englischer Humor auf eine sehr leichte, lichte Art...!
Theater

Männer und andere Irrtümer

Michèle Bernier und Marie Pascale Osterrieth

Das brillante Gegenstück zu "Caveman" aus der Sicht der Frau

Wenn Männer in die Jahre kommen, müssen sie durch die Midlife-Crisis. Oft verlässt der um seine Jugendlichkeit ringende Mann das angetraute Weib, um sich für eine "junge, schöne Fee" wieder in den Märchenprinzen zu verwandeln.
Zurück bleibt die verlassene Gattin, die nach Jahren des Hausfrauendaseins die neu gewonnene "Freiheit" in allen Höhen und Tiefen und gegebenenfalls mit bissigem Humor durchlebt: Eine Achterbahn der Gefühle! - Wie wird man damit fertig? Am besten, indem man sich in einem Monolog den gesamten Frust von der Seele spielt und dabei nicht nur die Rolle des eigenen Ich spielt, sondern auch in die des auf Freiersfüssen wandelnden Ehemannes schlüpft und in die der "guten Fee", mit der der Mann durchgebrannt ist. Und weil's so schön ist, kann man auch gleich noch die Partien aller wohlmeinenden Nachbarinnen und Freundinnen mitspielen.

Eine Paraderolle für eine Schauspielerin - ein amüsanter Theaterabend für Sie!

Mit: Kristina Nel
Inszenierung: Stefan Saborowski
Theater

Love Letters

Eines der schönsten und berührendsten Theaterstücke über die Liebe
A.R. Gurney

"LOVE LETTERS" ist die Geschichte zweier Menschen, die sich seit ihrer Kindheit lieben. In den entscheidenden Momenten ihres Lebens aber fügen sie sich entweder subtile Verletzungen zu - oder bringen den Mut nicht auf, sich ungeachtet der Karriere und den gesellschaftlichen Hindernissen zum Trotz zueinander zu bekennen. - Melissa Gardner, aus reichem Hause, muss erkennen, dass Geld zwar angenehm ist, aber kein erfülltes Leben garantiert. Sie flüchtet sich in den Alkohol. - Andrew dagegen ist geradezu der Prototyp des erfolgreichen Selfmademan, die Verkörperung des amerikanischen Glaubens, alles erreichen zu können, wenn man es nur will. Zielstrebig studiert und arbeitet er sich gesellschaftlich nach oben: ein prominenter Anwalt in geordneten Verhältnissen, der schliesslich sogar Senator wird. - Das einzig Aussergewöhnliche an Andrew ist seine Freundschaft zur sensibel-neurotischen, für ihn geradezu exotischen Malerin Melissa: Sie ist die einzige, der er seine Gefühle mitzuteilen vermag.

Mit: Helmut Förnbacher und Kristina Nel

Inszenierung: Helmut Förnbacher
Theater

My Way

Die wahre Liebes-Story von Frank Sinatra und Ava Gardner.

Frank Sinatra und Ava Gardner:
Die 50er Jahre sind undenkbar ohne sie!


Sie verkörperten all das, was das unterhaltungssüchtige Publikum der fünfziger Jahre mit Glamour, Erotik und Leidenschaft, Kunst und Klischee in Verbindung brachte.
Am Horizont des Show-Business waren sie die Meteoriten - immer bereit für den eigenen Ruhm zu verglühen.
Dieses Märchen aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten erzählt von grossen Gefühlen, Ehekrieg, Alkohol und unfassbarem Erfolg. Die Evergreens sind dabei unsterblich geworden.

Die Story: Andy Hallwaxx’ Musical „My Way“, erzählt, wie alle guten Musicals, eine Liebesgeschichte und endet mit starken Emotionen, denn, seien wir ehrlich, ein Happy End gibt es in der Realität seltener als man meint. Oft enden grosse Liebesgeschichten nicht mit einem „und wenn sie nicht gestorben sind, dann lieben sie sich noch heute...“…

Genau so ist es auch bei „My Way“ das die Liebesgeschichte von Frank Sinatra und Ava Gardner zum Thema hat. Wir steigen in die Karriere von Frank Sinatra ein, als er Anfang der fünfziger Jahre ein berufliches Tief hat. Zahlreiche Affären kosten ihn seinen guten Ruf, seine Ehe mit Nancy wird geschieden. Und da taucht Ava Gardner auf, ein schillernder Filmstar. Man bezeichnet sie als „Venus des 20.Jahrhunderts“, sie ist die unumstrittene „Königin von Hollywood“.
Die beiden Entertainer stürzen sich in eine heisse Affäre, heiraten überstürzt, werden von Paparazzi gejagt, die Liebe, die sie füreinander empfinden, manifestiert sich vor allem in Begierde, Leidenschaft und Sex.
Während Frank Sinatra zurück auf die Erfolgsspur kommt, für seine Rolle in „Verdammt in alle Ewigkeit“ einen Oscar gewinnt - und Ava Gardner ihre eigene Karriere verfolgt, zerbricht das kurze Glück der beiden. Nach zweijähriger Ehe trennt man sich, erst einige Jahre später erfolgt die Scheidung.
Eine tiefe Freundschaft verbindet die beiden jedoch bis an Ava Gardners Lebensende.

Mit: Jennifer Ribeiro Rudin und Dany Demuth
Regie: Stefan Saborowski
Theater

Goethe: Faust

»Faust« ist die Dichtung der Superlative: das meistzitierte und immer noch meistbesuchte Theaterstück im Deutschen Sprachraum - und im Wortsinn ein Lebenswerk. Begonnen im Alter von 21 endet Goethes Arbeit daran erst im 82. Lebensjahr – kurz vor seinem Tod.

So überschreibt Faust sein Projekt. Gescheitert in dem Versuch, sich der Schöpfung in ihrem innersten Kern zu nähern, unfähig, den Schritt ins Jenseits zu wagen, sich an eine Wirklichkeit klammernd, die ihm fremd ist, stürzt er sich gierig auf denjenigen, der ihm die Chance gibt, seine Lebensentwürfe gründlich zu revidieren: auf Mephisto. - Es ist Faust, der die Wette mit dem Teufel initiiert: sein Leben gegen den »höchsten Augenblick« – weil er festen Glaubens ist, dass auch ein Teufel diesen Auftrag nicht erfüllen kann.

Mit: Helmut Förnbacher, Dora Balog, Lea-Sina Bühler, Falk Döhler, Dieter Mainka, Kristina Nel, David Wohnlich.
Musik: David Wohnlich. / Inszenierung: Helmut Förnbacher

Die Physiker

Friedrich Dürrenmatt

In den Physikern dramatisiert Dürrenmatt die paradoxe Situation, in die das fortgeschrittene Wissen – hier das der Kernphysik – geraten ist . Sie hat die Vernichtung der Welt möglich gemacht. Was machen die Entdecker der furchtbaren Formel, wenn sie Verantwortung für die Welt spüren? Gibt es Bewahrung der Welt vor dem Wissen? – Bewahrung des Wissens vor dem Zugriff der Macht ? – Wie Dürrenmatt seine Geschichte mit unerbittlicher Konsequenz zu einem überraschenden Ende führt, das die Türen des Irrenhauses, in dem die drei Physiker gefangen sind, aufsprengt, das ist nicht nur virtuos, es ist einzigartig.

Friedrich Dürrenmatt: "Der Inhalt der Physik geht die Physiker an, die Auswirkungen alle Menschen."

Mit: Helmut Förnbacher, Kristina Nel, Dieter Mainka, Percy von Tomëi, Caroline Felber, Tanja Horisberger, David Köhne, Pirkko Nidecker, Suzanne Thommen, Stefan Uehlinger, Eugen Urfer
Inszenierung: Helmut Förnbacher
Aufführungen / Konzert SWR Symphonieorchester Stuttgart, Neckarstraße 230
Aufführungen / Konzert Sinfonieorchester Basel Basel, Steinenberg 19
Aufführungen / Konzert Basel Sinfonietta Basel, Dornacherstrasse 390
Aufführungen / Theater Theater L.U.S.T. Improvisationstheater March, Weberstr. 29
Aufführungen / Theater Rhythmustheater Shinoré Annika Hartmann March, Weberstr. 29
Aufführungen / Konzert Casino-Gesellschaft Basel Basel, Steinenberg 14
Aufführungen / Aufführung Gare du Nord Bahnhof für Neue Musik Basel, Schwarzwaldallee 200