Die Helmut Förnbacher Theater Company

Die Helmut Förnbacher Theater Company ist eine der ältesten freien, nicht subventionierten Schweizer Theatergruppen und wurde 1980 vom Film- und Theater-Regisseur und Schauspieler Helmut Förnbacher anlässlich einer vielbeachteten Inszenierung von Hofmannsthals „Jedermann“ in der Basler Elisabethenkirche gegründet.

Seither hat die Company mit inzwischen weit über hundert (!) Eigenproduktionen eine grosse Zahl treuer Zuschauerinnen und Zuschauer für ihr Theater gewinnen und begeistern können.

Spielzeit 2016/2017

Endstation Sehnsucht

Tennessee Williams

(A Streetcar Named Desire)

LÜGEN, LÜGEN, INNEN WIE AUSSEN, NICHTS ALS LÜGEN!
"Ich will keinen Realismus. Ich will Zauber."

In New Orleans gab es eine Strassenbahnlinie, deren Endhaltestelle „Desire“ hiess. Nach ihr benannte Tennessee Williams sein weltberühmtes Stück: A Streetcar Named Desire. Endstation Sehnsucht.

Aus eben dieser Strassenbahn steigt Blanche DuBois, eine verblassende, psychisch labile Frau aus den Südstaaten der USA, um sich auf unbestimmte Zeit bei ihrer Schwester Stella einzuquartieren. In ihrem Gepäck: der Verlust ihres elterlichen Anwesens, «Belle Rêve» - ein schöner Traum - so hiess das verlorene Haus der Familie - Der Tod geliebter Menschen, Affären und Alkoholsucht - und keinen einzigen Cent mehr. - Die herrschaftlichen Lebensverhältnisse des einstigen Südstaaten-Geldadels sind längst passé.

Stella lebt mit ihrem Mann, dem polnischstämmigen Arbeiter Stanley Kowalski, in beengten Wohnverhältnissen. Blanche, die sich von den Attituden ihrer besseren Herkunft nicht freimachen kann, ist dieses Milieu der vermeintlichen Verlierer zutiefst zuwider, obgleich sie selbst inzwischen nicht nur ihre Anstellung als Lehrerin, sondern überhaupt jeglichen Halt verloren hat. Sie sieht sich fortgesetzt träumend als etwas Besseres, eine Meisterin der Vorspiegelung falscher Tatsachen.
Doch die Taschenspielertricks der vermeintlich Elitären werden von Kowalski und seinen Pokerfreunden durchschaut und verachtet. Die Absteiger von oben begegnen dem rauen, energischen Aufstiegswillen von unten.

Inszenierung: Helmut Förnbacher

Termine:

Do, 27.4.2017, 19:00 |
Fr, 5.5.2017, 19:00 |
Sa, 13.5.2017, 19:00 |
Mi, 14.6.2017, 19:00 |
Do, 22.6.2017, 19:00 |

Der Diener zweier Herren

(il Servitore di due Padroni)
Carlo Goldoni

Venedig. - Die schöne Beatrice Rasponi ist in Männerkleidung ihrem geliebten Florindo nachgereist, der, wie man annimmt, Federigo - ihren Bruder - in einem wilden Degen-Duell erstochen hat. - Und wie es der Zufall will, steigen Beatrice und Florindo - ohne voneinander zu wissen - in Venedig im selben Hotel ab.
Und hier in Venedig soll Beatrice, die sich als ihr eigener Bruder ausgibt, die schöne Tochter Pandolfos, Clarice heiraten, die ihrem Bruder, schon vor Jahren zur Frau versprochen worden ist. Clarice aber liebt unsterblich ihren Silvio - und Silvio denkt nicht daran, Clarice kampflos dem angeblichen Federigo zu überlassen.
Noch wäre es einfach die beiden Fäden der Komödie zu verfolgen und sogar aufzulösen, wenn nicht…
…Truffaldino, der kurz zuvor von Beatrice als Diener verpflichtet worden ist, in seinem heissen Wunsch nach einem guten Essen - auf die Idee verfallen wäre, gleichzeitig ausgerechnet auch noch Florindo dienen zu wollen.
Und jetzt, in seinem verzweifelten Bemühen, die beiden «Herren» nichts voneinander wissen zu lassen, begibt sich Truffaldino mit halsbrecherischer Geschwindigkeit und dem Mut des Verzweifelten auf ein gewagtes Karussell der aberwitzigsten Verdrehungen und Verwechslungen, im eigentlich unmöglichen Versuch, gleichzeitig zwei Herren dienen zu wollen. Truffaldino verwirrt alle und alles…!

Die einfachen Fäden werden zu wilden, unentwirrbaren Knäueln verwickelt - bis die Verwirrung so gross wird, dass eine Lösung nur noch durch Degenstiche, Prügel, Selbstmord oder Mord möglich scheint. - Oder durch ein Happyend… (!)
…das Truffaldino - das Publikum wird uns da sicher zustimmen - lügend ehrlich verdient hat…!

Goldonis «Der Diener zweier Herren» ist eine der schönsten Komödien der Theaterliteratur.

Mit: Daniela Bolliger, Dieter Mainka, Simon Matt, Sandra Schaub, Percy von Tomëi, Sveno Walder, Reto Ziegler.

Regie: Helmut Förnbacher

Ort:

Förnbacher Theater im Badischen Bahnhof Basel
(Schwarzwaldallee 200, CH-4058 Basel)

Termine:

Mi, 10.5.2017, 20:00 |
Mi, 24.5.2017, 20:00 |
Fr, 2.6.2017, 20:00 |

Der Vater

(Le Père)
Florian Zeller

Zellers preisgekröntes Drama («Prix Molière» für das beste französische Theater Stück, «Best play of the year» in London und New York) – Ein Muss!

Ein berührendes Stück über einen alten Mann, der an Alzheimer erkrankt ist.

André, achtzig, Witwer, Vater von zwei Töchtern, merkt, dass sich etwas verändert - es verschwinden Sachen, er versteckt Gegenstände, er fühlt sich bedroht, verfolgt, er verliert die zeitliche und räumliche Orientierung: "Irgendetwas Seltsames passiert. Als hätte ich kleine Löcher. Im Gedächtnis. Kriegt keiner mit. Winzig klein. Mit bloßem Auge nicht zu sehen. Aber ich, ich spüre es ..."

Noch lebt er allein in seiner Pariser Wohnung, versucht vor Anne, seiner älteren Tochter, den Eindruck aufrechtzuerhalten, alles sei in Ordnung, wobei es ganz offensichtlich ist, dass er allein nicht mehr zurechtkommen kann. Also organisiert sie für ihn Pflegehilfen, mit denen sich aber dieser stolze und seine Würde behauptende alte Mann ständig zerstreitet. Und nun will sie mit ihrem neuen Lebenspartner nach London gehen. Was tun? Wie vorgehen…?

Zeller beantwortet diese Fragen in "Vater" nun nicht in einer chronologisch linearen, sondern in einer kausalen Abfolge von 15 raffiniert verschachtelten Szenen - ein Vexierspiel von Wahn und Wirklichkeit, in dem André, mal Maulheld, mal frech und gewitzt, staunend und bangend auf all das ihm nun Befremdliche blickt, seien es die Veränderungen in der Wohnung oder die bei seinen Mitmenschen: Anne, ihr Lebenspartner Pierre, Laura, die hübsche neue Pflegerin, die Krankenschwester und der Pfleger, die ihm wie Spukgestalten in einem Strudel von Verdacht und Verrat erscheinen. Denn Zeller erzählt seine Geschichte konsequent aus der Perspektive des Vaters, des ungläubig Betroffenen, als eine tragische Farce, in die sich der alte Mann immer mehr verheddert, bis er am Ende aufgibt und nach seiner Mutter ruft: "Mama, ich will weg von hier. Ich will, dass man mich hier wegholt. Ich will nach Hause."

Ein theatralisches Spiegelkabinett, überraschend, schräg, beängstigend, aber auch komisch und schrill: ein alter Mann auf der Spurensuche nach sich selbst, gerät in eine Welt, in der seine Biografie und die Beziehungen, die sie mitgebracht hat, nicht mehr gelten, weil diese Welt, in der sie entstanden sind, im Untergehen, im Verlöschen ist.

Mit: Helmut Förnbacher
Lea-Sina Bühler, Lothar Hohmann, Kristina Nel,
Percy von Tomëi u.a.

Regie: Verena Buss

Ort:

Förnbacher Theater im Badischen Bahnhof Basel
(Schwarzwaldallee 200, CH-4058 Basel)

Termine:

Sa, 6.5.2017, 20:00 |
So, 21.5.2017, 18:00 |
Do, 15.6.2017, 20:00 |

Kleine Eheverbrechen

Éric-Emmanuel Schmitt

Ein Ehe-Duell, das unter die Haut geht.

Gilles hat durch einen mysteriösen Unfall (war es ein Unfall…?) sein Gedächtnis verloren. Seine Ehefrau Lisa, mit der er seit fünzehn Jahren verheiratet ist, kehrt mit ihm in die gemeinsame Wohnung zurück. Ist es wirklich seine Wohnung…? Ist Lisa wirklich seine Frau…? Gilles kann sich (?) an nichts erinnern. Wer ist er…? Wer ist Lisa…? Was für eine Ehe führten sie…? Mühsam versucht er seine Vergangenheit, sein Leben zu rekonstruieren.

Beunruhigt und amüsiert zugleich lauscht er dem wundervollen Portrait, das Lisa von ihm, ihrem Zusammenleben und ihrer gemeinsamen Ehe zeichnet. Doch wenn Lisa nun lügt…? Ist er tatsächlich so, wie sie ihn beschreibt. Waren sie tatsächlich so verliebt, wie sie sagt, oder war es das Gegenteil…? - Eine Hassliebe…? die sie verbindet?

Oder spielt Gilles falsch…? Weiss er mehr, als er zugibt?

"Kleine Eheverbrechen" ist ein faszinierendes Vexierspiel, in dem sich zwei Personen einen erbitterten Schlagabtausch liefern, in dem in überraschenden Theatercoups die Situationen immer wieder umkippen und in neuen Konstellationen münden, die das Vorangegangene auf den Kopf stellen.

Eric-Emmanuel Schmitt zeigt, dass er ein Meister der Theaterkunst ist. Seine Szenen einer Hassliebe prickeln bis zum Schluss.

Eric-Emmanuel Schmitt ist heute einer der weltweit meistgelesenen und meistgespielten französischsprachigen Autoren. 1960 geboren, wird der an der Pariser Elitehochschule École Normale Supérieure ausgebildete Lehrbeauftragte und Doktor der Philosophie zunächst als Theaterautor mit seinem Stück «Der Besucher» bekannt. Das Stück wird zu einem Klassiker im Repertoire von Theatern auf der ganzen Welt. Rasch schliessen sich weitere erfolgreiche Theaterstücke und Filme an: «Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran», «Oscar und die Dame in Rosa…». Gleichermassen von Publikum und Kritik gefeiert, wird Schmitt für seine Arbeiten mit mehreren „Molière“ und dem „Grand Prix du Théâtre“ der Académie française ausgezeichnet. Seine Bücher liegen heute in dreiundvierzig Sprachen übersetzt vor und haben sich über 10 Millionen Mal verkauft. - Mit einem eigenen Theater in Paris, das er 2012 erwarb, erfüllte sich Eric-Emmanuel Schmitt einen langersehnten Traum.

Mit: Helmut Förnbacher und Kristina Nel

Regie: Helmut Förnbacher

Ort:

Förnbacher Theater im Badischen Bahnhof Basel
(Schwarzwaldallee 200, CH-4058 Basel)

Termine:

Do, 4.5.2017, 20:00 |
Sa, 27.5.2017, 20:00 |
Sa, 10.6.2017, 20:00 |
Fr, 23.6.2017, 20:00 |

Offene Zweierbeziehung

Dario Fo und Franca Rame

Die unsterbliche Komödie von Nobelpreisträger Dario Fo und von Franca Rame - als „Frühlings-Highlight“

Franca Rame und Dario Fo stellen die Machtverhältnisse in der Ehe mit allen Mitteln der Komik auf den Kopf: Sie manövrieren Antonia und ihren Mann in groteske Situationen, legen ihnen witzig derbe Dialoge in den Mund, lassen viel Raum für Improvisationen und die Zuschauer Teil des Spiels werden. Eine lustvolle Gratwanderung zwischen Lachen und Weinen.

Die Szenen dieser Ehe sind von der Selbstironie, aber auch von bitteren Einsichten geprägt. Wie spitze Klingen funkeln die Dialoge, vieles kommt einem bekannt vor. Langsam lebt Antonia auf, schrumpft das Selbstgefühl ihres Mannes - besonders in jenem Augenblick, als er erfahren muss: Auch Antonia hat einen Geliebten...! - Oder hat sie ihn erfunden, um sich zu rächen...?

"Offene Zweierbeziehung“ ist ein witziges, intelligentes und immer aktuelles Stück. Mehr denn je überlegen wir, wie wir eine Zweierbeziehung leben und gleichzeitig unsere individuellen Bedürfnisse wahrnehmen können. - Für beide Geschlechter sind die Ansprüche an eine Zweierbeziehung sehr hoch. Für das Zusammenleben gibt es keine allgemeingültigen Rezepte mehr, die man einfach übernehmen könnte. - Auch Dario Fo und Franca Rame liefern in diesem Stück keine abschliessenden Antworten. Aber sie entlarven schonungslos festgefahrene Verhaltensmuster. Wir lachen über das beziehungungsmüde und nicht voneinander lassen könnende Paar - und werden doch auf uns selber zurückgeworfen. - Welchem der Beiden bin ich näher...? Wie würde ich reagieren, wenn…?

Dieses Stück ist etwas für Theatergourmets. Ein Stück, das den Zuschauerinnen und Zuschauern noch lange im Gedächtnis bleiben wird. - Ein Stück, das dem Darsteller-Paar alles an Spielfreude, Tempo, Präzision und komödiantischem Können abverlangt.

"Offene Zweierbeziehung" hat auch nach einem Vierteljahrhundert nichts an bissig, ironischer Aktualität verloren. Wie durch ein Brennglas gesehen, entfaltet sich vor den Augen der Zuschauer das exemplarische Scheitern einer Beziehung in diesem spannungsgeladenen Komödienklassiker.

Mit: Kristina Nel, Lothar Hohmann und David Köhne
Regie: Markus Schlüter

Ort:

Förnbacher Theater im Badischen Bahnhof Basel
(Schwarzwaldallee 200, CH-4058 Basel)

Termin:

Do, 18.5.2017, 20:00 |

Komödie im Dunkeln (Dark Comedy)

Die Kult-Comedy von Peter Shaffer

Brindsley Miller, ein aufstrebender junger Künstler kurz vor seinem „Durchbruch...“ scheint die Dinge im Griff zu haben. Kein Wunder, als Künstler muss sich auch der härteste Stein seinem Willen fügen. Für diesen Abend allerdings hat er sich zu viel vorgenommen. - Einerseits erwartet er einen Millionen schweren, weltbekannten Sammler, der sich seine Arbeiten anschauen möchte. Andererseits kommt der Vater seiner verwöhnten Verlobten zum ersten Mal zu Besuch... Viel Stress für den jungen Mann, der alles richtig machen möchte. - Zu dumm nur, dass kurz vor Eintreffen des Besuches die Sicherung im ganzen Haus durchknallt.

Und während sich nun die beiden Verliebten durch das Dunkel tasten, das späte Mädchen Miss Furnival ängstlich in die Wohnung stolpert, die liebesdurstige Exfreundin telefonisch ihre Ankunft ankündigt, der Freund und Nachbar überrascht auf seine „ausgeborgten“ Möbel stösst und der Vater statt seines Whiskeys Miss Furnivals stilles Wasser trinken soll, dämmert es Brindsley, dass dieser Abend über seine gesamte Zukunft entscheiden wird...!

Peter Shaffers „Komödie im Dunkeln“ ist zum Klassiker der Comedy geworden, weil seine Komödie auf einer genialen Spielidee beruht: Alle Figuren auf der Bühne bewegen sich in einer stockdunklen Wohnung - für die Zuschauer jedoch ist es taghell. Nur wenn auf der Bühne eine Lichtquelle, eine Taschenlampe eingeschaltet oder ein Streichholz entzündet wird, dimmt das Licht etwas runter - schwarzer, englischer Humor auf eine sehr leichte, lichte Art...!

Ort:

Förnbacher Theater im Badischen Bahnhof Basel
(Schwarzwaldallee 200, CH-4058 Basel)

Termine:

So, 30.4.2017, 18:00 |
Sa, 24.6.2017, 20:00 |

Der Besuch der alten Dame

Friedrich Dürrenmatt

Der Besuch der alten Dame ist eines der anregendsten und fesselndsten Stücke, die je geschrieben worden sind. Die Sprache Dürrenmatts ist stark, seine Bühnenfiguren voll prallen Lebens, seine Geschichten auch heute hochaktuell, konsequent und unerbittlich, seine Theater-Bilder von tragischer, gültiger Grösse.

Die alte Dame ist ein böses Stück, sagt Dürrenmatt - doch nichts schadet dieser Komödie, die tragisch endet, mehr als tierischer Ernst. Claire Zachanassian ist die reichste Frau der Welt, durch ihr Vermögen in der Lage, wie eine Heldin der
griechischen Tragödie zu handeln - absolut, grausam, wie Medea etwa - doch die Dame hat Humor... eine seltsame Grazie, einen bösartigen Charme ... Sie ist eine dichterische Erscheinung ...

Die Güllener sind Menschen wie wir alle. Sie sind nicht böse, durchaus nicht; zuerst entschlossen, das Angebot der alten Dame, Ill für eine Milliarde zu töten, abzulehnen, machen sie Schulden. Nicht aus böser Absicht, aus Leichtsinn - aus dem Gefühl heraus, es lasse sich schon irgendwie arrangieren. Doch dann geben die Güllener der Versuchung nach. Die Versuchung war zu gross...!

Inszenierung: Helmut Förnbacher

Ort:

Förnbacher Theater im Badischen Bahnhof Basel
(Schwarzwaldallee 200, CH-4058 Basel)

Termin:

Di, 16.5.2017, 19:00 |

Harold & Maude - Die Kult-Komödie schlechthin

Colin Higgins

Die bezaubernde Liebesgeschichte eines skurrilen jungen Mannes und einer herrlich verrückten alten Dame.

„Harold! Findest du das witzig?“ - Wenn Mrs. Chasen keine Antwort bekommt, dann ahnen wir schon, dass ihr Sohn wieder einmal seiner Lieblingsbeschäftigung nachgeht - Harold, aus bestem Haus, könnte eigentlich sehr zufrieden sein mit seinem Leben. Er lebt mit seiner Mutter und wird von ihr verwöhnt. Nur frönt er einem seltsamen Hobby: Er setzt seinen eigenen Tod in Szene. Immer wieder. Spektakulär! - Ob ein Ende durch den Strick, Ertrinken im gepflegten Pool, Tod durch Explosion oder Sterben im Gemetzel - nichts lässt der einfallsreiche Teenager unversucht. Genauso gern besucht er Beerdigungen fremder Menschen...

Eines Tages lernt er ausgerechnet auf einer Beerdingung Maude kennen. Die unkonventionelle alte Dame erscheint, im Gegensatz zu Harold, lebendig wie ein Teenager. Sie scheint das Leben selbst zu verkörpern. Sie ist impulsiv, rebellisch, rast mit gestohlenen Autos durch die Stadt und lebt nur für den Augenblick. Durch sie entdeckt Harold ein völlig neues, beglückendes Lebensgefühl. Die beiden werden ein Paar. Harolds Mutter versucht verzweifelt mittels einer Partnervermittlung eine junge Frau für ihren Sohn zu finden. Doch Harold gelingt es, mögliche Kandidatinnen mit seinen skurilen Horror-Inszenierungen zu vertreiben. Schliesslich beschliesst er - ungeachtet des grossen Altersunterschieds - Maude zu heiraten.

Was zunächst verstörend klingt, wird zu einer aussergewöhnlichen Liebesgeschichte mit tiefschwarzem Humor.

Colin Higgins schrieb Harold und Maude zunächst als Kurzgeschichte, später entwickelte er aus dem Stoff einen Roman, ein Drehbuch und eine Bühnenfassung. Der 1971 in der Regie von Hal Ashby entstandene Film mit Ruth Gordon als Maude und Bud Cort als Harold ist Kult, die Story über eines der ungleichsten Filmpaare weltberühmt.

Ein Beweis, dass Liebe keine Grenzen kennt. Eine zeitlose Hymne auf das Leben und die Liebe.

Mit: Suzanne Thommen und Falk Döhler
Daniela Bolliger, Lothar Hohmann, Kristina Nel
Regie: Sandra Förnbacher

Termine:

Fr, 12.5.2017, 20:00 |
Fr, 16.6.2017, 20:00 |

Charley's Tante

Brandon Thomas

Alles fängt ganz einfach an: Jack und Charley sind zwei ganz normale Studenten. Sie sind jung, aus guten Familien, haben einen Diener, dafür aber nie Geld. Dazu sind sie noch unsterblich verliebt. - Die Zeit drängt, denn schon am nächsten Tag reisen die jungen Damen nach Australien ab. Da erhält Charley ein Telegramm: Die Tante aus Brasilien kündigt ihren Besuch an. Grund genug, die Mädchen neugierig zu machen. Sie nehmen die Einladung an und freuen sich auf den exotischen Gast. Doch jetzt verzögert sich die Ankunft der Tante und Jack und Charley bitten ihren besten Freund, Lord Babberley, in die Rolle der Tante zu schlüpfen. Er kann nicht ahnen, welche Kette von Verwechslungen, Notlügen und geistigen Purzelbäumen ihren Lauf nehmen werden. Nicht nur, dass er, als Jacks Vater und der Onkel der beiden Mädchen auftauchen, durch die Heiratsanträge der älteren Herren in peinliche Verlegenheit gebracht wird. – Als die wirkliche Tante, die heimlich angereist ist, leibhaftig in der Tür steht, scheint eine Katastrophe unabwendbar...!

Mit: Helmut Förnbacher, Dieter Mainka, Lea-Sina Bühler, Falk Döhler, Kristina Nel, Sandra Schaub, Hanspeter Stoll, Matthias Zelazko
Inszenierung: Helmut Förnbacher

Ort:

Förnbacher Theater im Badischen Bahnhof Basel
(Schwarzwaldallee 200, CH-4058 Basel)

Termin:

Do, 25.5.2017, 20:00 |

Männer und andere Irrtümer

Michèle Bernier und Marie Pascale Osterrieth

Das brillante Gegenstück zu "Caveman" aus der Sicht der Frau

Wenn Männer in die Jahre kommen, müssen sie durch die Midlife-Crisis. Oft verlässt der um seine Jugendlichkeit ringende Mann das angetraute Weib, um sich für eine "junge, schöne Fee" wieder in den Märchenprinzen zu verwandeln.
Zurück bleibt die verlassene Gattin, die nach Jahren des Hausfrauendaseins die neu gewonnene "Freiheit" in allen Höhen und Tiefen und gegebenenfalls mit bissigem Humor durchlebt: Eine Achterbahn der Gefühle! - Wie wird man damit fertig? Am besten, indem man sich in einem Monolog den gesamten Frust von der Seele spielt und dabei nicht nur die Rolle des eigenen Ich spielt, sondern auch in die des auf Freiersfüssen wandelnden Ehemannes schlüpft und in die der "guten Fee", mit der der Mann durchgebrannt ist. Und weil's so schön ist, kann man auch gleich noch die Partien aller wohlmeinenden Nachbarinnen und Freundinnen mitspielen.

Eine Paraderolle für eine Schauspielerin - ein amüsanter Theaterabend für Sie!

Mit: Kristina Nel
Inszenierung: Stefan Saborowski

Ort:

Förnbacher Theater im Badischen Bahnhof Basel
(Schwarzwaldallee 200, CH-4058 Basel)

Termine:

Fr, 26.5.2017, 20:00 |
So, 25.6.2017, 18:00 |

Der Vorname

(Le Prénom)
Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière

Lachsalven garantiert

Streit um den Namen: Wer kennt das nicht. - Doch in der herrlich prickelnden französischen Komödie "Der Vorname" eskaliert die Diskussion um den Namen des neuen Erdenbürgers.

Ein gemütlicher Abend mit Freunden und Familie soll es werden in der stilvoll eingerichteten Wohnung des Literaturprofessors Pierre und seiner Ehefrau Elisabeth. Eingeladen sind Vincent, Pierres Jugendfreund und Elisabeths Bruder, mit seiner schwangeren Frau Anna sowie der Posaunist Claude, mit dem Elisabeth seit ihren Kindertagen befreundet ist.

Klare Sache, der Sohn soll Adolphe heissen, Adolphe mit "phe" und nicht mit "f". Doch der feine Unterschied interessiert an diesem Abend niemand mehr. Der Vorname löst Entrüstung aus. Den Anwesenden ist das Lachen vergangen. - Das gemütliche Abendessen im Kreis der Familie eskaliert. Die Diskussion darum, ob man sein Kind nach Hitler benennen darf oder nicht, wird zum verbalen Schlagabtausch. Schmutzige Wäsche wird gewaschen und es werden Dinge gesagt, die man besser für sich behalten hätte. - Der eigentlich gemütlichen Abend, der mit marokkanischen Leckereien und auserlesenem Wein beginnt, eskaliert in Blossstellungen, Verdächtigungen und unangenehmen Wahrheiten.

"Der Vorname" ist eine herrlich frische Gesellschaftskomödie, die an Rezas/Polanskis "Der Gott des Gemetzels" erinnert. - Nur: dass die Geschichte hier in keine emotionale Metzelei ausbricht. Die Autoren halten bei dem Kampf gekonnt das Gleichgewicht: nach tiefen, verbalen Schlägen folgen immer wieder geistreiche und äusserst humorvolle Rückzieher.

Mit Lust und Niveau werden Wortgefechte ausgetragen.

Die Geschichte bringt so manche Lebenslüge und charmantes Geheimnis an den Tag und sorgt für herzhafte Lachsalven. - Ein herrlicher Theaterspass mit viel Explosionspotenzial.

Delaporte und de la Patellière haben mit "Le Prénom" ihr erstes Theaterstück vorgelegt und damit für den grössten Presse- und Publikumserfolg der letzten Jahre in Frankreich - und jetzt auch auf deutschsprachigen Bühnen - gesorgt. Das in der besten Tradition der französischen kritischen Gesellschaftskomödie geschriebene Erfolgs-Bühnenstück haben sie inzwischen auch für das Kino adaptiert - und damit weltweit die Kino-Kassen zum Klingeln gebracht.

Mit: Nic Aklin, Helmut Förnbacher, Natalie Kriesemer, Kristina Nel, Philipp Steiner
Inszenierung: Helmut Förnbacher

Ort:

Förnbacher Theater im Badischen Bahnhof Basel
(Schwarzwaldallee 200, CH-4058 Basel)

Termine:

Do, 27.4.2017, 20:00 |
Sa, 20.5.2017, 20:00 |
Sa, 17.6.2017, 20:00 |

My Way

Die wahre Liebes-Story von Frank Sinatra und Ava Gardner.

Frank Sinatra und Ava Gardner:
Die 50er Jahre sind undenkbar ohne sie!


Sie verkörperten all das, was das unterhaltungssüchtige Publikum der fünfziger Jahre mit Glamour, Erotik und Leidenschaft, Kunst und Klischee in Verbindung brachte.
Am Horizont des Show-Business waren sie die Meteoriten - immer bereit für den eigenen Ruhm zu verglühen.
Dieses Märchen aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten erzählt von grossen Gefühlen, Ehekrieg, Alkohol und unfassbarem Erfolg. Die Evergreens sind dabei unsterblich geworden.

Die Story: Andy Hallwaxx’ Musical „My Way“, erzählt, wie alle guten Musicals, eine Liebesgeschichte und endet mit starken Emotionen, denn, seien wir ehrlich, ein Happy End gibt es in der Realität seltener als man meint. Oft enden grosse Liebesgeschichten nicht mit einem „und wenn sie nicht gestorben sind, dann lieben sie sich noch heute...“…

Genau so ist es auch bei „My Way“ das die Liebesgeschichte von Frank Sinatra und Ava Gardner zum Thema hat. Wir steigen in die Karriere von Frank Sinatra ein, als er Anfang der fünfziger Jahre ein berufliches Tief hat. Zahlreiche Affären kosten ihn seinen guten Ruf, seine Ehe mit Nancy wird geschieden. Und da taucht Ava Gardner auf, ein schillernder Filmstar. Man bezeichnet sie als „Venus des 20.Jahrhunderts“, sie ist die unumstrittene „Königin von Hollywood“.
Die beiden Entertainer stürzen sich in eine heisse Affäre, heiraten überstürzt, werden von Paparazzi gejagt, die Liebe, die sie füreinander empfinden, manifestiert sich vor allem in Begierde, Leidenschaft und Sex.
Während Frank Sinatra zurück auf die Erfolgsspur kommt, für seine Rolle in „Verdammt in alle Ewigkeit“ einen Oscar gewinnt - und Ava Gardner ihre eigene Karriere verfolgt, zerbricht das kurze Glück der beiden. Nach zweijähriger Ehe trennt man sich, erst einige Jahre später erfolgt die Scheidung.
Eine tiefe Freundschaft verbindet die beiden jedoch bis an Ava Gardners Lebensende.

Mit: Jennifer Rudin und Dany Demuth
Inszenierung: Stefan Saborowski

Ort:

Förnbacher Theater im Badischen Bahnhof Basel
(Schwarzwaldallee 200, CH-4058 Basel)

Termine:

So, 7.5.2017, 18:00 |
Sa, 3.6.2017, 20:00 |

Das Verhör

John Wainwright

Ein Krimi der Extraklasse, ein Psychoduell auf Messers Schneide: fesselnd, raffiniert, brisant.

„Das Verhör“ ist ein raffiniertes, packendes Kammerspiel, das sich durch geschliffene, messerscharfe Dialoge auszeichnet und den Protagonisten Gelegenheit bietet, sich in einem atemberaubenden Psychoduell zu messen.

Das Dienstzimmer eines Chief Inspectors als Bühne und Kampfarena für zwei Protagonisten, die sich in einem fulminanten, verbalen Schlagabtausch einen Kampf bis aufs Messer liefern.

Der Thriller wurde zwei Mal erfolgreich verfilmt - mit Lino Ventura und Gene Hackman...!

„Ein Krimi der Extraklasse, ein Psychoduell auf Messers Schneide: fesselnd, raffiniert, brisant.“

Der Helmut Förnbacher Theater Company ist es gelungen, die Schweizer Erstaufführung dieses spannenden Thrillers zu sichern.

Lassen Sie sich überraschen!!!

Mit: Helmut Förnbacher, Dieter Mainka, Falk Döhler, Bettina Speich, Christoph Sperle
Inszenierung: Helmut Förnbacher

Ort:

Förnbacher Theater im Badischen Bahnhof Basel
(Schwarzwaldallee 200, CH-4058 Basel)

Termine:

Sa, 29.4.2017, 20:00 |
Fr, 19.5.2017, 20:00 |

Goethe: Faust

»Faust« ist die Dichtung der Superlative: das meistzitierte und immer noch meistbesuchte Theaterstück im Deutschen Sprachraum - und im Wortsinn ein Lebenswerk. Begonnen im Alter von 21 endet Goethes Arbeit daran erst im 82. Lebensjahr – kurz vor seinem Tod.

So überschreibt Faust sein Projekt. Gescheitert in dem Versuch, sich der Schöpfung in ihrem innersten Kern zu nähern, unfähig, den Schritt ins Jenseits zu wagen, sich an eine Wirklichkeit klammernd, die ihm fremd ist, stürzt er sich gierig auf denjenigen, der ihm die Chance gibt, seine Lebensentwürfe gründlich zu revidieren: auf Mephisto. - Es ist Faust, der die Wette mit dem Teufel initiiert: sein Leben gegen den »höchsten Augenblick« – weil er festen Glaubens ist, dass auch ein Teufel diesen Auftrag nicht erfüllen kann.

Mit: Helmut Förnbacher, Dora Balog, Lea-Sina Bühler, Falk Döhler, Dieter Mainka, Kristina Nel, David Wohnlich.
Musik: David Wohnlich. / Inszenierung: Helmut Förnbacher

Ort:

Förnbacher Theater im Badischen Bahnhof Basel
(Schwarzwaldallee 200, CH-4058 Basel)

Termine:

Mi, 26.4.2017, 19:00 |
Do, 11.5.2017, 19:00 |
Do, 8.6.2017, 19:00 |

Die Physiker

Friedrich Dürrenmatt

In den Physikern dramatisiert Dürrenmatt die paradoxe Situation, in die das fortgeschrittene Wissen – hier das der Kernphysik – geraten ist . Sie hat die Vernichtung der Welt möglich gemacht. Was machen die Entdecker der furchtbaren Formel, wenn sie Verantwortung für die Welt spüren? Gibt es Bewahrung der Welt vor dem Wissen? – Bewahrung des Wissens vor dem Zugriff der Macht ? – Wie Dürrenmatt seine Geschichte mit unerbittlicher Konsequenz zu einem überraschenden Ende führt, das die Türen des Irrenhauses, in dem die drei Physiker gefangen sind, aufsprengt, das ist nicht nur virtuos, es ist einzigartig.

Friedrich Dürrenmatt: "Der Inhalt der Physik geht die Physiker an, die Auswirkungen alle Menschen."

Mit: Helmut Förnbacher, Kristina Nel, Dieter Mainka, Percy von Tomëi, Caroline Felber, Tanja Horisberger, David Köhne, Pirkko Nidecker, Suzanne Thommen, Stefan Uehlinger, Eugen Urfer
Inszenierung: Helmut Förnbacher

Ort:

Förnbacher Theater im Badischen Bahnhof Basel
(Schwarzwaldallee 200, CH-4058 Basel)

Termine:

Di, 25.4.2017, 19:00 |
Mi, 17.5.2017, 19:00 |
Do, 1.6.2017, 19:00 |

Die Helmut Förnbacher Theater Company

im Badischen Bahnhof Basel

Schwarzwaldallee 200
CH 4058 Basel

Telefon: +41 (0)61 361 90 33
Fax: +41 (0)61 361 90 33
E-Mail: info@foernbacher.ch