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Sprengel Museum Hannover

Das im Jahr 1979 eröffnete Sprengel Museum Hannover zählt mit seiner umfangreichen Sammlung und dem vielfältigen Wechselausstellungsprogramm zu den bedeutendsten Museen der Kunst des 20. Jahrhunderts und 21. Jahrhunderts.
Aufbauend auf der Sammlung Dr. Bernhard Sprengels, der Schwerpunkte im Bereich des deutschen Expressionismus und der französischen Moderne gelegt hat, ist der Bestand in den vergangenen 26 Jahren um die wesentlichen Epochen zeitgenössischer Kunst erweitert worden; seit 1994 existiert die Abteilung Fotografie und Medien. Mit ca. 25 Wechselausstellungen im Jahr, zahlreichen Symposien und Vortragsreihen, einem umfangreichen didaktischen Programm und dem seit 1993 im Hause verankerten Kurt Schwitters Archiv bietet das Sprengel Museum Hannover ein lebendiges Forum für Kunst und Wissenschaft.

Kontakt

Sprengel Museum Hannover
Kurt-Schwitters-Platz
D-30169 Hannover

Telefon: +49(0)511 168 - 4 38 75
Fax: +49(0)511 168 - 4 50 93
E-Mail: Sprengel-Museum@Hannover-Stadt.de

 

Öffnungszeiten

Sammlungen & Wechselausstellungen
Montag geschlossen, Dienstag 10 - 20 Uhr, Mittwoch bis Sonntag 10 - 18 Uhr

Kinderforum
Samstag 14 - 18 Uhr, Sonntag 10 - 13 Uhr und 14 - 18 Uhr

Feiertagsregelungen
Karfreitag geschlossen
Ostersonntag und -montag 10 - 18 Uhr
1. Mai 10 - 18 Uhr
Himmelfahrt 10 - 18 Uhr
Pfingstsonntag und -montag 10 - 18 Uhr
3. Oktober 10 - 18 Uhr
Heiligabend, 1. Weihnachtstag und Silvester geschlossen
Neujahr 13 - 18 Uhr (freier Eintritt)
Ausstellung

Viermal Neues auf Papier II.

Christiane Baumgartner, Anke Röhrscheid, Miron Schmückle, Emma Stibbon

Die Ausstellungsreihe „Viermal Neues auf Papier“, die erstmalig mit Unterstützung der Stiftung Niedersachsen anlässlich der Eröffnung des Erweiterungsbaus 2015 stattfand und auf große Resonanz stieß, soll im kommenden Jahr fortgesetzt werden. Eingeladen sind vier Künstler*innen, die sich im weitesten Sinne mit dem Thema Natur und organische Strukturen beschäftigen.

Die Spanne reicht von den flirrenden Holzdrucken von Christiane Baumgartner (*1967), über zarte, surreale Aquarelle von Anke Röhrscheid (*1965), obskure Pflanzenbilder von Miron Schmückle (*1966) hin zu forschenden Bleistiftzeichnungen von Emma Stibbon (*1962). Die Ausstellung umfasst rund 100 Werke, Druckgrafiken, Zeichnungen und Videoarbeiten.

Kuratiert von Karin Orchard
Ausstellung

Peter Heber. Malerei

Der hannoversche Künstler Peter Heber (*1956 Süderbrarup) stellt im Sprengel Focus-Raum neuere Gemälde aus verschiedenen Bilderreihen aus. In seinen großformatigen Arbeiten erforscht er mit Hilfe unterschiedlicher Techniken und eines höchst experimentellen Umgangs mit dem malerischen Material Strukturen und Bildzustände, die von zart lasierend zu hochgradig pastosen Werken reichen. Seine abstrakten Gemälde bewegen sich oftmals in einem monochromen Farbenspektrum, die vielfältige Naturprozesse aufgreifen. Doch nicht nur die äußere Natur einer Landschaft, eines geologischen oder atmosphärischen Zustandes inspiriert ihn; er setzt sich auch mit Künstlern der Vergangenheit wie William Turner oder Leonardo auseinander.

Kuratiert von Karin Orchard
Ausstellung

Markus Huemer. Ich hätte euch auch die gleiche Ausstellung immer wieder machen können

Markus Huemer stellt mit in seinen Werken die Frage nach der Möglichkeit von Malerei im Digitalzeitalter. Er begibt sich in Grenzgebiete, in denen die Referenz auf Bilder die eigentlichen Bilder ablöst und überlagert, in denen die Grenzen zwischen Original und Derivat verschwimmen. In seiner „Thumbnail“-Serie malt er eigene Bilder im Miniaturformat von 9 x 13cm auf der Grundlage eines eigenen Bildalgorithmus nach. Jedes „Thumbnail“ entpuppt sich als eigenes Original. Und anders als in der digitalen Welt erweisen sich diese „Thumbnails“ sogar als dreidimensionale Bildobjekte, die mehr Raumtiefe einnehmen als seine Leinwandbilder. Sie korrespondieren in der Ausstellung mit seinen sogenannten Black Boxes, die von einem Geschehen zeugen, das sich selbst ausgelöscht hat. Huemer schickt den Betrachter auf eine Achterbahnfahrt durch analoge und digitale Bildwelten, immer nah am Abgrund der Unmöglichkeit von Bildern. Es erscheint ein Katalog mit Texten von Reinhard Spieler und Katja Blomberg.

Kuratiert von Reinhard Spieler
Ausstellung

LOUISA CLEMENT: REMOTE CONTROL

Louisa Clement beschäftigt sich in Fotografien, Videos, Wandarbeiten, Skulpturen und neuen VR-Arbeiten (VR für Virtual Reality) mit dem Gefühl einer Irritation in Zeiten politischer und gesellschaftlicher Unsicherheit. Ausgangspunkt für die 1987 in Bonn geborene Künstlerin ist der Mensch in einem digitalen Zeitalter, in dem auch die Integrität des Körpers durch vehemente Eingriffe der Medizin und Technik zunehmend in Frage gestellt wird.

Mit ihrer jüngsten Arbeit „Aporias“ (2019) überträgt Louisa Clement ihre fotografische Arbeit in den virtuellen Raum. Mithilfe von VR-Geräten schließen sich die Betrachter einer Gruppe von drei künstlichen digitalen Körpern an, die wie gesichtslose Mannequins anmuten, und können in Interaktion mit diesen treten. Als ein Beitrag zum aktuellen Diskurs über künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen wirft die Künstlerin mit „Aporias“ Fragen zum Potenzial von Computerprogrammierung und den Grenzen menschlicher Fähigkeiten auf.

Louisa Clement studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe und der Kunstakademie Düsseldorf. Es ist die erste groß angelegte museale Einzelausstellung der Künstlerin, sie wird von einem umfangreichen Katalog begleitet.

Die Ausstellung wurde vom Sprengel Museum Hannover in Kooperation mit dem Ludwig Forum Aachen konzipiert.
Ausstellung

UMBO. FOTOGRAF.

UMBO – dieser Name steht als Synonym für eine Art ‚Urknall‘ der modernen Fotografie Mitte der 1920er-Jahre: Geboren 1902 in Düsseldorf als Otto Maximilian Umbehr gilt UMBO als Erfinder des Bildes der Neuen Frau, des neuen Bildes der Straße, der fotografischen Reportage schlechthin. Sein Name steht für die in den 1920er-Jahren vor allem von osteuropäischen Immigrant*innen beflügelte Medienmetropole Berlin, für eine sich rasant entwickelnde Film-, Musik-, Theater- und Kleinkunstszene, für Blicke in die Hinterhöfe und Wohnküchen überquellender Mietskasernen.

Dank der Impulse durch seinen Bauhauslehrer Johannes Itten und seinen Künstlerfreund Paul Citroen wurde UMBO quasi über Nacht als Fotograf berühmt und nahm an allen bedeutenden Avantgardeausstellungen seiner Zeit teil. 1943 wurden Atelier und Archiv des Künstlers in Berlin durch Bomben völlig zerstört. Sein Versuch, nach dem Krieg an die frühere Existenz als Fotograf der Avantgarde anzuknüpfen, scheiterte. Erst 1979, kurz vor seinem Tod, erlebte er in der Spectrum Photogalerie im Kunstmuseum Hannover mit Sammlung Sprengel seine erste Einzelausstellung im musealen Kontext. 1995 widmete ihm Herbert Molderings eine legendäre Retrospektive.

Diese Ausstellung präsentiert eine Auswahl von rund 200 Werken und zahlreiche Dokumente. Sie speist sich wesentlich aus dem Nachlass UMBOs. Über Jahrzehnte von Phyllis Umbehr, der Tochter des Künstlers, und Rudolf Kicken (Galerie Kicken), behütet und bewegt, konnte der Nachlass UMBOs 2016 dank des Engagements zahlreicher Partner von der Stiftung Bauhaus Dessau, der Berlinische Galerie und dem Sprengel Museum Hannover gemeinsam erworben werden. Mehr als 600 Fotografien und umfangreiches Quellenmaterial, ergänzt um frühere Erwerbungen der Partnerinstitutionen Berlinische Galerie und Stiftung Bauhaus Dessau, im Fall des Sprengel Museum Hannover aus dem Nachkriegsarchiv REPORT/ Simon Guttmann, London, bilden den Hintergrund. Es erscheint ein umfangreicher Katalog.

Eine Ausstellung des Sprengel Museum Hannover in Kooperation mit der Berlinischen Galerie und mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Bauhaus Dessau. Gefördert von der Kulturstiftung des Bundes und dem Land Niedersachsen.
Ausstellung

DIE SAMMLUNG

Das von der Architektengruppe Peter und Ursula Trint, Köln, und Dieter Quast, Heidelberg, entworfene, 1979 eröffnete und 1992 durch einen zweiten Bauabschnitt erweiterte Museum wird von einem Konzeptionsprinzip des Dialoges zwischen"Öffnung und Schließung", zwischen "öffentlichem Bereich und Kunstaura" getragen. Mit seinem offenen Charakter ist das Museum zu einem Ort der Begegnung und Kommunikation geworden.

Eine großzügige Schenkung sorgte für den Startschuss: 1969 übergab Dr. Bernhard Sprengel seine umfangreiche Sammlung moderner Kunst der Stadt Hannover und stiftete zusätzlich einen namhaften Betrag zum Bau des Museums. Die Stadt Hannover und das Land Niedersachsen kamen überein, den Bau und den laufenden Betrieb des Museums gemeinsam zu tragen. Das Sprengel Museum Hannover vereint neben der Sammlung Sprengel Werke des 20. und 21. Jahrhunderts aus dem Besitz des Landes Niedersachsen und der Stadt Hannover.

Die Zusammenführung dieser wichtigen Bestände macht das Sprengel Museum Hannover zu einem der bedeutendsten Zentren moderner Kunst. Keine enzyklopädisch aufgebaute Sammlung, sondern die Gliederung nach Schwerpunkten prägt den Kunstbestand des Museums. Die Sammlung umfasst Werke des deutschen Expressionismus ebenso, wie die des französischen Kubismus bis hin zur Abstrakten Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg und Strömungen wie Minimal Art, Informel, Nouveau Réalisme, Konzeptkunst und Postminimal Art. Als ein wichtiger Sammlungsschwerpunkt hat sich in den vergangenen Jahren der Bereich Fotografie und Medien entwickelt.

Die Bildung von Schwerpunkten bzw. Werkgruppen macht den besonderen Charakter der Sammlung aus. Eindrucksvolle Akzente setzen die Werkgruppen von Pablo Picasso, Fernand Léger, Max Ernst, Emil Nolde, Paul Klee und Max Beckmann sowie die Schenkung Niki de Saint Phalle.

Mit der großen Kurt-Schwitters-Sammlung und dem in seiner Art einmaligen "Kabinett der Abstrakten" von El Lissitzky werden Höhepunkte der Kunst der 1920er und 1930er Jahre vorgestellt. Kleinere Werkgruppen von Hans Arp und Lyonel Feininger, Ernst Wilhelm Nay, Emil Schumacher, Keith Sonnier und James Turrell machen in beispielhafter Weise künstlerische Entwürfe des 20. Jahrhunderts sichtbar.

Die Klassische Moderne, zu der die Malerei und Plastik der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zählt, bildet den Sammlungsschwerpunkt des Sprengel Museum Hannover. Wichtige Künstlergruppierungen (Die Brücke, Der Blaue Reiter), Stilströmungen (Kubismus, Surrealismus) und Persönlichkeiten (Dix, Boccioni) werden umfangreich und mit herausragenden Einzelwerken vorgestellt. Eine besondere Attraktion der Sammlung sind die von Künstlern gestalteten Räume. Das wiedererrichtete "Kabinett der Abstrakten" von El Lissitzky und die Rekonstruktion des MERZbaus von Kurt Schwitters stellen zwei herausragende, dabei jedoch ganz unterschiedliche Konzepte vor, einen Raum künstlerisch zu gestalten. Mit dem neu eingerichteten Raum von James Turrell, der vier verschiedene Lichtinstallationen zeigt, findet dieser Schwerpunkt seine Fortsetzung in der Kunst der Gegenwart.

Ausstellungen / Museum Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim Hildesheim, Am Steine 1-2
Ausstellungen / Museum Wilhelm Busch Museum Hannover Hannover, Georgengarten 1
Ausstellungen / Museum Theatermuseum Hannover Hannover, Prinzenstr. 9
Ausstellungen / Museum Kunstverein Hannover Hannover, Sophienstraße 2
Ausstellungen / Museum Historisches Museum Hannover Hannover, Pferdestraße 6
Ausstellungen / Museum Stiftung AutoMuseum Volkswagen Wolfsburg, Dieselstrasse 35
Ausstellungen / Ausstellung Kunstverein Wolfsburg e.V. Wolfsburg, Schloßstraße 8
Ausstellungen / Museum Museum für Photographie Braunschweig Braunschweig, Helmstedter Str. 1

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