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Vatikanische Museen

Die Vatikanischen Museen, das „Museum der Museen”, umfassen nicht nur die umfangreichen Sammlungen aus den Bereichen Kunst, Archäologie, Völker- und Menschenkunde, die die Päpste im Laufe der Jahrhunderte angelegt haben, sondern auch einige der exklusivsten und künstlerisch bedeutendsten Orte der Apostolischen Paläste.

Kontakt

Vatikanische Museen
Viale Vaticano
VAT-00120 Città del Vaticano

Telefon: +39 06 69884676
E-Mail: info.mv@scv.va

Bewertungschronik

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Museum

Museo Gregoriano Egizio

Das auf Initiative von Papst Gregor XVI. 1839 gegründete Museo Gregoriano Egizio (Ägyptisches Museum) erstreckt sich über neun Säle, mit einem weitläufigen halbkreisförmigen Saal, der sich zur Terrasse der „Pinien-Nische“ (Nicchione della Pigna) hin öffnet, auf der zahlreiche Skulpturen stehen.
Für die erste Gestaltung der Säle, die aus dem ehemaligen Apartment von Pius IV. im Belvedere-Palast von Innozenz VIII. entstehen konnten, zeichnete der Barnabiten-Pater Luigi Ungarelli verantwortlich, damals einer der namhaftesten Ägyptologen, ein Schüler von Ippolito Rosellini. Noch heute sind in einigen Sälen architektonische Elemente und Wandmalereien exotischer Inspiration der ersten Gestaltung sichtbar, die das nilotische Ambiente heraufbeschwören sollten.
Was die Sammlung besonders interessant macht, ist ihr Bezug zum Territorium; sie ist reich an Material aus dem römischen Ägypten und dem ägyptisierenden Rom. So kamen viele Monumente des ältesten Kerns ja auch auf kaiserlichen Wunsch in die Ewige Stadt, wo sie Gebäude, Heiligtümer und Villen zieren sollten – wie beispielsweise die Statuengruppe aus den Horti Sallustiani, die heute in der „Sala dell’Emiciclo“ (halbkreisförmiger Saal) ausgestellt ist. Zahlreich sind auch die ägyptischen Kunstwerke römischer Anfertigung, die Zeugnis ablegen für einen wichtigen Moment der Geschichte der Pharaonen-Kultur, wie im Fall der Fundstücke, die aus dem herrlichen Szenarium stammen, das die Villa des Hadrian in Tivoli einst war.
Die letzten drei Säle des Parcours sind Fundstücken aus dem antiken Nahen Osten gewidmet, die die Sammlung in den 1970er Jahren bereichert haben.

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Museum

Museo Pio Clementino

Der ursprüngliche Kern der Päpstlichen Sammlungen klassischer Skulpturen geht den „Statuenhof” (heute Cortile Ottagono) von Papst Julius II. (1503-1513) zurück. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts vergrößerten sich die Päpstlichen Sammlungen sowohl über Ausgrabungen in Rom und in Latium, als auch über Erwerbungen bei Sammlern und Antiquitätenhändlern. Wegen des Einflusses aufklärerischer Ideen verwandelten sich die Päpstlichen Sammlungen in ein öffentliches Museum modernen Stils mit der Aufgabe, die antiken Kunstwerke zu schützen und deren Erforschung und die Wissenserweiterung zu fördern. Benannt wurde das Museo Pio Clementino nach den Namen seiner Gründer, Klemens XIV Ganganelli (1769-1774) und Pius VI. Braschi (1775-1799). Räume in bereits vorher bestehenden Gebäuden wurden für Ausstellungszwecke angepasst und neue Gebäude sowohl innerhalb als auch in der Nähe des Renaissance-Palazzetto del Belvedere von Innozenz VIII. errichtet. Hier erhielten antike Skulpturen ihren Platz und oftmals wurden sie durch Restauratoren der Epoche weitgehend vervollständigt. Die neoklassizistischen architektonischen Elemente wurden unter der Leitung von Alessandro Dori, Michelangelo Simonetti sowie Giuseppe Camporese verwirklicht und durch das Werk einer großen Gruppe von Malern und Dekorateuren ausgeschmückt.
Mit dem Vertrag von Tolentino (1797) wurde der Kirchenstaat gezwungen, dem napoleonischen Frankreich die wichtigsten Meisterwerke des Museums zu überlassen und so wurden sie nach Paris überführt. Später, infolge des Wiener Kongresses (1815) und dank des diplomatischen Einsatzes von Antonio Canova wurde der Großteil der Werke wiedererlangt.

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Galerie

Galleria Lapidaria

Die Galleria Lapidaria (Lapidarium-Galerie), Sitz der reichsten vatikanischen Lapidarien-Sammlung, nimmt den südlichen Teil des langen Korridors ein, der den Vatikanischen Palast mit dem kleinen Belvedere-Palast verbinden sollte. In Anlehnung an Papst Julius II. (1503-1523) wurde er früher Ambulacrum Iulianum genannt – oder „Bramante-Korridor“, nach dem Architekten, der ihn geplant hat. Der anfängliche Kern der Sammlung, die Klemens XIV. (1769-1774), Gründer des Museo Clementino, begonnen hatte und die dann um die von Pius VI. und Pius VII. erworbenen Stücke sowie Schenkungen aus Privatsammlungen (Zelada, Galletti, Rusconi, Marini) bereichert wurde, war bereits seit 1772 im nördlichen Teil des Ambulacrums untergebracht. Als Pius VII. beschloss, hier das heutige Museo Chiaramonti einzurichten, wurden die Gedenktafeln (zwischen 1805 und 1808) herausgenommen und in die heutige Galerie verlegt, zu der damals zahlreiche neu erworbene Epigraphe hinzukamen. Kurator der beiden Museumsgestaltungen war Gaetano Marini, Koadjutor des Präfekten des Vatikanischen Archivs seit 1772, Präfekt ab 1798 und erster Kustos der Apostolischen Bibliothek ab 1800. Warum ein Angestellter der Bibliothek? Weil die Bibliothek damals für die Epigraphen-Sammlung zuständig war: die Tafel-Inschriften galten nämlich – ebenso wie Handschriften und gedruckte Dokumente – als Quellen des Wissens. Die Galerie ist schließlich eine wahre „Steinbibliothek“, Vorhalle der Bücher-Bibliothek (deren früherer Eingang sich in der Galerie selbst befindet), und reich an mehr als 3400 „Seiten“, die auf Tafeln, Sockel, Stelen, Urnen, Altäre und Sarkophage geschrieben sind und sich auf den Zeitraum zwischen dem 1. Jh. v. Chr. und dem 6. Jh. n. Chr. datieren lassen. Diese nach Inhalt – Religion, Kaiser, Konsuln und Magistrate, Armee, Berufe und Gewerbe, Familie und Gesellschaft, Christentum, die Ausgrabungen von Ostia – auf 48 Wand-Sektoren verteilten Inschriften (einige davon wurden auch nach Marini gestaltet) stellen eine wichtige Wissensquelle dar. Sie geben uns Aufschluss über zahlreiche Aspekte der Welt des Altertums und Spätaltertums, erzählen uns von Völkern, Nationen, internationalen Beziehungen, Kriegen; von Armee und Seefahrt, administrativen, bürokratischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Strukturen; sie überliefern uns Namen von Personen und Kurz-Biographien (berufliche Laufbahnen, ausgeübte Gewerbe), soziale Klassen, Religiosität sowie persönliche und kollektive Spiritualität, die Lebenden zuteil werdenden Ehren und das Gedächtnis der Verstorbenen; berichten von öffentlichen oder privaten Gesten der Großzügigkeit im sozialen Bereich, im Bauwesen, im Religionssektor, den Toten- und Grabeskult betreffend, Testamenten, privatem und öffentlichem Vereinsleben; überliefern uns Verweise, Verbote, Schilder, Inventarien, topographische Daten. Auch auf dem Fußboden sind Sarkophage, Altäre und Sockel aufgestellt.
Die Wand-Sektoren sind mit erläuternden Texten auf Lateinisch versehen, die zum Teil auf die Museumsgestaltung Marinis zurückgehen. Vom Museo Chiaramonti kommend sind sie (mit römischen Zahlen) in abnehmender Reihenfolge nummeriert; die geraden Zahlen jeweils rechts, die ungeraden links.

Aus Gründen der Bequemlichkeit sind die einzelnen Wände oder Wandgruppen hier nach Themen eingeteilt, erst auf der linken Seite (angefangen beim Chiaramonti bis zum Ende der Galerie), dann auf der rechten (in entgegengesetzter Richtung weitergehend). Im Innern der Sektionen wurde die abnehmende Nummerierung der Wände entlang der linken Seite beibehalten; auf der Seite gegenüber ist die Nummerierung ansteigend.

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Museum

Museo Gregoriano Profano

Das Museo Gregoriano Profano wurde im Apostolischen Palast des Laterans nach dem Willen Gregor XVI. Cappellari am 16. Mai 1844 gegründet. In diesem Gebäude wurden die Funde der päpstlichen archäologischen Grabungen ausgestellt, die in den letzten Jahrzehnten in Rom und in unmittelbarer Umgebung (Cerveteri, Veio, Ostia) durchgeführt wurden; diese Stücke wurden auch durch viele Objekte der Antike ergänzt, die sich bis zu diesem Zeitpunkt in den Bildhauerei-Depots stapelten. In den 60er Jahren des 20. Jh. zogen alle lateranensischen Sammlungen in den Vatikan um, wo im Juni 1970 dieser neue Ausstellungsflügel eingeweiht wurde. Das stark von Papst Paulus VI. unterstützte architektonische Projekt war dem Büro von Vincenzo, Fausto und Lucio Passarelli anvertraut. Der Gebäudeteil machte vor allem vom natürlichen Licht Gebrauch, das aufgrund der fehlenden Raumteilungen durch die großen seitlichen Glasfenster und durch die Dachfenster hereinströmen konnte. In der Tat bestehen die Trennwände zwischen den Ausstellungsbereichen oft aus Metallgittern, an denen viele der Ausstellungsgegenstände befestigt werden. Da sie leicht verstellbar sind, kann sich so die Anordnung auch nach den Herkunftskontexten der Objekte richten.
Das Museo Gregoriano Profano bezeugt unterschiedliche Zeitpunkte und Themen der klassischen Kunst angefangen vom antiken Griechenland bis hin zur spätrömischen Kaiserzeit. Die Tour durch das Museum beginnt bei der Abteilung mit Originalen der griechischen Bildhauerei, die vor allem aus Grabstelen, Votivreliefs und architektonischen Fragmenten besteht. Die nächste Station ist den Kopien und Neuinterpretationen griechischer Originalskulpturen aus römischer Zeit gewidmet, unter denen vor allem Porträts und idealisierte Abbilder zu finden sind. Große Bedeutung wird der Bildhauerei aus der römischen Kaiserzeit eingeräumt. Sie wird durch wichtige Werke aus öffentlichen und privaten Gebäuden sowie Denkmälern zudem auch durch Porträts und ikonische Statuen dokumentiert. Eine differenzierte Sammlung von Objekten der Grabbildhauerei (Urnen, Altäre, Sarkophage) ergänzt das Bild.

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Museum

Museo Pio Cristiano

In diesem 1854 von Pius IX. im Lateranpalast eingerichteten Museum sollten die Zeugnisse der Christengemeinde der ersten Jahrhunderte aufbewahrt werden: einige Werke stammten aus der bereits bestehenden Sammlung des Museo Sacro oder Cristiano das Benedikt XIV. in der Vatikanischen Apostolischen Bibliothek eingerichtet hatte (1756), andere aus Kirchen oder verschiedenen Stätten Roms, wo sie oft als Ornamente oder für Brunnen genutzt wurden (die Sarkophage). Gerade in jenen Jahren kamen außerdem zahlreiche Fundstücke – vor allem Skulpturen und Epigraphe – bei den Ausgrabungen ans Tageslicht, die die neu gegründete Päpstliche Kommission für sakrale Archäologie in den römischen Katakomben durchführte (1852): ein Teil davon wurde ins Museo Pio Cristiano gebracht, da die Fundstücke am Fundort nicht sicher waren und man sie im Museum besser erhalten und ausstellen konnte. Gerade diese Ausstellung der Altertümer stellte den Jesuitenpater Giuseppe Marchi und den großen Archäologen Giovanni Battista de Rossi – der damals knappe dreißig Jahre alt war – vor eine schwierige Aufgabe. In der Tat wurden die Exponate – fast ausschließlich Sarkophage mit christlichen Darstellungen aus dem III. bis V. Jahrhundert – in der großen Galerie des Palasts aufgestellt. Dabei waren sie organisch in thematische Gruppen eingeteilt, nach ikonographischen Themen oder biblischen Szenen, je nach ihrem präzisen didaktischen oder katechetischen Zweck, der wenigstens eine grobe chronologische Themen-Reihenfolge gewährleisten sollte. Der junge Architekt de Rossi kümmerte sich parallel dazu auch um die Einrichtung eines aktualisierten christlichen Lapidariums an den Wänden der Loggia. Dabei wurden Hunderte von Inschriften, größtenteils aus Gräbern, nach Themen oder Herkunftsorten eingeteilt. 1963 verlegte man das Museo Pio Cristiano, das Gregoriano Profano und das Museo Missionario Etnologico auf Wunsch von Papst Johannes XXIII. vom Lateran in den Vatikan. Das neue Gebäude, in dem sich diese Museen noch heute befinden, wurde später von Paul VI. fertig gestellt. Bei der Neuorganisation durch Enrico Josi wurde die vorherige Anordnung der Ausstellungsstücke (von einigen modernen Ausstellungskriterien einmal abgesehen) weitgehend beibehalten. Die Einweihung erfolgte 1970.

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Museum

Lapidario Ebraico

Eine der bedeutendsten vatikanischen Sammlungen antiker Inschriften ist die des Lapidario Ebraico. 1963 wurde sie zusammen mit den frühchristlichen Sammlungen vom Lateran in den Vatikan verlegt. Sie umfasst fast alle Inschriften (ca. 200), die bei den Ausgrabungen der jüdischen Katakombe von Monteverde, an der via Portuense, gefunden wurden. Die Katakombe, die mindestens seit dem 17. Jahrhundert bekannt ist, wurde erst ab Anfang des 20. Jahrhunderts (1904-1906), nachdem man sie bei Grabungsarbeiten zufällig „wiederentdeckt“ hatte, gründlich erforscht. 1914 wurden die Fundstücke in einem neuen Saal des Apostolischen Lateran-Palasts ausgestellt. Eine so einzigartige Ausgrabungsstätte ihrer Inschriften zu berauben – was wir heute verwerflich finden könnten – bedeutete in Wahrheit die Rettung dieses epigraphischen Erbes, da die Katakombe – Schuld des leicht nachgebenden Bodens und der Grabungsarbeiten – nur wenige Jahre später einstürzte, so dass sich jede Spur von ihr verlor. Erst in jüngerer Zeit hat sich dank der zufälligen Entdeckung kleiner unterirdischer Räume und Grabstätten bei Arbeiten in der Zone der via Vincenzo Monti die Gelegenheit geboten, die Archiv-Dokumente wieder einzusehen. So gelang es, die Lage der verlorenen Katakombe genau zu bestimmen. Die Sammlung, zu der noch andere sporadische Fundstücke gehören (die Kapitelle der Synagoge des antiken Portus), stellt den wertvollsten und geschlossensten Bestand jüdischer Grabinschriften der Diaspora dar und ist eine wahre Fundgrube an Informationen darüber, wie die jüdische Gemeinde Roms im III. und IV. Jahrhundert n. Chr. gelebt hat. Sie gibt nicht nur Aufschluss über die Sprache, die gesprochen wurde (vorwiegend Griechisch), sondern auch über das soziale und religiöse Leben mit seinen Zeremonien und kulturellen Riten – auf die viele auf den Platten verewigten Symbole verweisen (wie die Menora, der siebenarmiger Leuchter, und der Lulav oder Palmzweig) –, sowie die Namen der Personen und ihre Verwandtschaftsbeziehungen.

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Museum

Museo Etnologico Anima Mundi

Ethnologisches Museum Anima Mundi

1925 organisierte Pius XI. ein großes Event: die Vatikanische Weltausstellung, die es möglich machte, einem breiten Publikum die kulturellen, künstlerischen und spirituellen Traditionen der Völker vorzustellen. Der große Erfolg dieser Ausstellung, bei der über eine Million Besucher mehr als 100.000 Objekte und Kunstwerke bewundern konnten, überzeugte den Papst davon, sie zu einer ständigen Ausstellung zu machen. So entstand das Missionarisch Ethnologische Museum, das sich zunächst im Lateran-Palast befand, bis es Anfang der 1970er Jahre in die Räumlichkeiten der Vatikanischen Museen im Lateran-Palast verlegt wurde.
Der erste Direktor war Pater Wilhelm Schmidt, der wohl bekannteste katholische Ethnologe des 20. Jhs. Er leitete auch die Kommission, die aus den 100.000 Ausstellungsstücken jene 40.000 auswählte, die als Geschenk, das die Völker unserer Welt dem Papst machen wollten, im Vatikan blieben. Dieser ursprüngliche Kern wurde dann noch um einige wertvolle Werke bereichert, die sich damals im Museo Borgiano von Propaganda Fide befanden und Zeugnis ablegen für die ab dem 16. Jh. erfolgte Begegnung des Abendlandes mit den anderen Kulturen. In besagtem Museum befand sich ein Teil der Sammlung von Kardinal Stefano Borgia (1731-1804), einem leidenschaftlichen Sammler „exotischer Raritäten“ – darunter auch präkolumbianische Werke, die Papst Innozenz XII. 1692 zum Geschenk gemacht wurden: in jenem Jahr also, in dem die Geschichte des Ethnologischen Museums im Vatikan beginnt.
Die Sammlung des Ethnologischen Museums umfasst derzeit mehr als 80.000 Objekte und Kunstwerke und ist ausgesprochen breit gefächert: zu ihr gehören nicht nur Tausende von prähistorischen Fundstücken aus der ganzen Welt, die mehr als 2000 Jahre alt sind, sondern auch Objekte, die dem derzeitigen Papst zum Geschenk gemacht wurden; Zeugnisse der großen spirituellen Traditionen Asiens, der präkolumbianischen Kulturen und des Islam, der Bewohner Ozeaniens und Australiens, wie auch der eingeborenen Völker Amerikas.

Aufgrund der Besonderheit der aus multimedialen Materialien bestehenden ethnologischen Sammlung können die Artefakte – um ihre Erhaltung nicht zu gefährden und ihren Schutz zu gewährleisten – jeweils nur in periodischen Abständen ausgestellt werden.

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Museum

Museo Cristiano

Am 4. Oktober 1757 ordnete Benedikt XIV. (Lambertini, 1740-1758) mit Apostolischem Schreiben Ad Optimarum Artium die Errichtung des Museo Cristiano im Vatikan an, am Südende des „Korridors“, der die östliche Abgrenzung des Belvedere-Hofes darstellt. Mit diesem Akt, dem der Ankauf des Kerns von Privatsammlungen vorausgegangen war, wurde die beachtliche Sammlung dem veronesischen Gelehrten Francesco Vettori (1692-1770) unterstellt, der nun für einen Korpus von mehr als tausend dokumentarischen Zeugnissen zuständig war. Ziel des Museums mit Hauptaugenmerk auf der Ausstellung von Katakomben-Fundstücken war es, im Namen einer apologetischen und philologischen Interpretation dieser Funde und mit Hilfe der Werkzeuge der historiographischen Exegese den Schatz des Glaubens und der Kultur der Christen der ersten Jahrhunderte zu erleuchten. Unter der Leitung Vettori wurden die Materialien, die man als dem geschichtlichen Rahmen der Sammlung entsprechend erachtete, nach verschiedenen Klassifizierungskriterien in eigens geschaffenen Ausstellungs-Schränken untergebracht. Als die Sammlung immer umfangreicher wurde und auch Zeugnisse für die Kunst und den Kult der nachfolgenden Jahrhunderte dazukamen, wurde das Museum nach und nach – in südlicher Richtung des Belvedere-„Korridors“ – auch auf die angrenzenden Säle ausgeweitet: den Papyrussaal, der von Clemens XIII. (Rezzonico, 1758-1769) für die Ausstellung der lateinischen Papyrusschriften der Kirche von Ravenna (VI.-IX. Jh.) bestimmt worden war, und den sogenannten Saal der Huldigungsschreiben, in dem Pius VII. (Chiaramonti, 1800-1821) die Bücher seiner Bibliothek untergebracht und Gregor XVI. (Cappellari, 1831-1846) „eine seltene und wichtige Sammlung früher christlicher Malkunst“ ausgestellt hatte (die sogenannten „Primitivi“, die dann vom hl. Pius X. in die neue Pinakothek verlagert wurden). Nach der Verlagerung dieser Malkunstwerke im Jahr 1909 diente der Saal der Unterbringung der „Indirizzi“ – Huldigungsschriften an Leo XIII. (Pecci, 1878-1903) und Pius X. (Sarto, 1903-1914) –, denen er den Namen verdankt, den er noch heute trägt. Seit 1936 werden hier die außergewöhnlichen Sammlungen angewandter Kunst der Bibliothek aufbewahrt, die seit 1999 in den Zuständigkeitsbereich der Vatikanischen Museen fallen.

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Museum

Sala delle Nozze Aldobrandine

Die Saal der Nozze Aldobrandine, bereits „des Samson“ genannt wegen der Gewölbe-Fresken des Guido Reni mit den Geschichten des Samson (Samson hebt das Tor von Gaza, Samson tötet die Philister, Samson kämpft mit dem Löwen), verdankt ihren Namen dem berühmten, hier ausgestellten römischen Fresko. Geschaffen wurde der Saal unter Paul V. zwischen 1605 und 1608 von Flaminio Ponzio. Der Fußboden, der auf die Mitte des XIX. Jhs. zurückgeht, besteht aus Mosaik-Fragmenten aus der Römerzeit: das geometrische Median-pastiche, mit dem zentralen Emblem, das Achilles auf dem Wagen zeigt, der den Körper des Hektor schleppt, stammt von Vigna Brancadoro (Rom, via Tiburtina).
Für kurze Zeit wurde hier auch die Sammlung der Drucke aufbewahrt (nach der Zerstörung des sie beherbergenden Saals, der 1822 dem Bau des neuen Flügels Platz machen musste); seit 1838 ist sie jedoch in die Ausstellung der bildlichen Zeugnisse der Römerzeit einverleibt: die Nozze Aldobrandine, die Gruppe der Heldinnen von Tor Marancia und die Frauengestalt aus dem Landgut San Basilio an der Via Nomentana, zu denen 1853 auch der Zyklus der Odyssee aus der Via Graziosa und, ab1868, die Fresken aus Ostia hinzukamen.
In jüngerer Zeit wurden hier auch die Inschrift der insula Sertoriana und die Mosaike der Furietti-Sammlung (Drei Girlanden und Wilde Tiere in exotischer Landschaft) untergebracht, die sich bereits im Museo Profano von Clemens XIII. befunden hatten.

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Ausstellung

Collezione d’Arte Contemporanea

Sammlung zeitgenössischer Kunst

Der Rundgang der Vatikanischen Museen beinhaltet eine weitläufige Sektion, die der Sammlung zeitgenössischer Kunst gewidmet ist. Diese junge Sammlung, die ihr Entstehen dem Wunsch Pauls VI., den Dialog zwischen Kirche und zeitgenössischer Kultur wieder aufzunehmen zu verdanken hat, deckt eine chronologische Spanne ab, die von Ende des 19. Jahrhunderts bis weit ins 20. Jahrhundert hineinreicht, und ermöglicht die Annäherung an überraschende Meisterwerke des vielfältigen Kunstpanoramas des 20. Jahrhunderts.
Die am 23. Juni 1973 auf Wunsch Pauls VI. eingeweihte Sammlung enthält Kunstwerke der Malerei, Bildhauerkunst und Grafik, die im Laufe der Jahre durch Schenkungen von Künstlern, Sammlern, sowie privaten und öffentlichen Einrichtungen in die vatikanische Sammlung einfließen konnten. Der Großteil der Schenkungen erfolgte im Kielwasser der Einladung Pauls VI. zu einer Begegnung mit der Welt der Kunst, die am 7. Mai 1964 in der Sixtinischen Kapelle stattfand. Bei dieser Gelegenheit hatte der Papst betont, wie weit Kirche und zeitgenössische Kunst – verglichen mit der engen und fruchtbaren Beziehung der Vergangenheit – voneinander entfernt seien, und seine Hoffnung auf eine Wiederannäherung zum Ausdruck gebracht. Das gab den Ausschlag zur Entstehung der Sammlung moderner religiöser Kunst.
Das von Mons. Pasquale Macchi, Privatsekretär Pauls VI., vorangetriebene Unterfangen dauerte circa zehn Jahre. Der kleine Kern von Werken des 20. Jahrhunderts, der auf Wunsch Papst Pius´ XII. bereits Ende der 1950er Jahre in der Vatikanischen Pinakothek Einzug halten konnte, erfuhr so eine deutliche Bereicherung.
Heute umfasst die Sammlung circa 8000 Werke. Der dem Publikum zugängliche Teil entlang eines Rundgangs, der vom Borgia-Gemächer bis zur Sixtinischen Kapelle führt, stellt dem Besucher ein reiches Panorama der italienischen und internationalen Kunst des 20. Jahrhunderts vor. Zu den bekanntesten hier vertretenen Namen gehören van Gogh, Bacon, Chagall, Carrà, de Chirico, Manzù, Capogrossi, Fontana, Burri und Matisse. Letzterem ist ein ganzer Saal gewidmet, der 2011 eingeweiht wurde und den wertvollen Kern von Werken beherbergt, die mit der Entstehung der Kapelle von Vence zusammenhängen. Er konnte 1980, dank der großzügigen Schenkung des Sohnes von Pierre Matisse, in die vatikanische Sammlung einfließen.

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Ausstellung

Stanze di Raffaello

Stanzen des Raffael

Die vier sogenannten “Stanzen“ Raffaels gehörten zu den Gemächern im zweiten Stock des Vatikanpalastes, den Julius II. (Giuliano della Rovere, 1503-1513) als seinen Wohnsitz erwählte und der als solcher auch von seinen Nachfolgern genutzt wurde. Die malerische Ausstattung verdanken wir Raffael und seinen Schülern, die diese Werke in den Jahren 1508 bis 1524 ausführten.

Virtueller Rundgang:
www.museivaticani.va/content/museivaticani/it/collezioni/musei/stanze-di-raffaello/tour-virtuale.html

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Ausstellung

Cappella Niccolina

Nikolinische Kapelle

Die Nikolinische Kapelle, die im Herzen des Apostolischen Palasts liegt, nur einen Steinwurf von den Logen des Raffael und den Räumen entfernt, wo später das Apartment Julius' II. und Leos X. entstehen sollte, verdankt ihren Namen Papst Nikolaus V. (Tommaso Parentucelli, 1447-1455), der sie in den beiden ehemaligen letzten Geschossen des Turmes bauen ließ, der zum Schutz eines bereits bestehenden Palastkerns unter Innozenz III. (1198-1216) errichtet wurde. Die prächtige Dekoration der Kapelle – für die laut zwei Rechnungen vom Februar-März 1448 der Dominikaner-Mönch Fra Giovanni da Fiesole, genannt Beato Angelico (um 1395-1455) verantwortlich zeichnet – ist eines der Hauptwerke des italienischen 15. Jahrhunderts und wahrscheinlich der Höhepunkt dessen, was als „christlicher Humanismus“ des florentinischen Malers bezeichnet werden kann. Die Fresken, die das Innere der Kapelle zieren, beginnen an der Wand rechts vom Altar, verlaufen in Richtung der Geheimkammern des Papstes, auf zwei übereinander gelagerten Reihen, die sich über den gesamten Raum erstrecken und an der gegenüberliegenden Wand ihren Abschluss finden, zur camera paramenti superior hin, wo sich der Sitz der Lanzengarde befand. Gezeigt werden Episoden aus dem Leben der Heiligen Stephanus und Laurentius, die jeweils parallel dargestellt werden, angefangen bei der Weihe der beiden zu Diakonen bis zu ihrem großzügigen Glaubenszeugnis, das im Martyrium gipfelte. Die von den Rippen des Kreuzgewölbes in vier Kappen geteilte Decke wird von den Darstellungen der vier Evangelisten beherrscht, deren Autorität – auf der die Grundlagen der christlichen Lehre ruhen – symbolisch den acht Kirchenlehrern übertragen wird, die in den Nischen an den Bögen dargestellt sind, die die Wände einrahmen. Und wenn Architektur und Posen auch zahlreiche Verweise auf das Altertum enthalten, so trägt die moralische Kraft der in den Fresken veranschaulichten Menschlichkeit doch eindeutig den Stempel der Renaissance: heldenhaft und würdevoll wie die Protagonisten der klassischen Geschichte.
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Virtueller Rundgang:
www.museivaticani.va/content/museivaticani/de/collezioni/musei/cappella-niccolina/tour-virtuale.html

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Ausstellung

Sala dell’Immacolata

Die Saal der Nozze Aldobrandine, bereits „des Samson“ genannt wegen der Gewölbe-Fresken des Guido Reni mit den Geschichten des Samson (Samson hebt das Tor von Gaza, Samson tötet die Philister, Samson kämpft mit dem Löwen), verdankt ihren Namen dem berühmten, hier ausgestellten römischen Fresko. Geschaffen wurde der Saal unter Paul V. zwischen 1605 und 1608 von Flaminio Ponzio. Der Fußboden, der auf die Mitte des XIX. Jhs. zurückgeht, besteht aus Mosaik-Fragmenten aus der Römerzeit: das geometrische Median-pastiche, mit dem zentralen Emblem, das Achilles auf dem Wagen zeigt, der den Körper des Hektor schleppt, stammt von Vigna Brancadoro (Rom, via Tiburtina).
Für kurze Zeit wurde hier auch die Sammlung der Drucke aufbewahrt (nach der Zerstörung des sie beherbergenden Saals, der 1822 dem Bau des neuen Flügels Platz machen musste); seit 1838 ist sie jedoch in die Ausstellung der bildlichen Zeugnisse der Römerzeit einverleibt: die Nozze Aldobrandine, die Gruppe der Heldinnen von Tor Marancia und die Frauengestalt aus dem Landgut San Basilio an der Via Nomentana, zu denen 1853 auch der Zyklus der Odyssee aus der Via Graziosa und, ab1868, die Fresken aus Ostia hinzukamen.
In jüngerer Zeit wurden hier auch die Inschrift der insula Sertoriana und die Mosaike der Furietti-Sammlung (Drei Girlanden und Wilde Tiere in exotischer Landschaft) untergebracht, die sich bereits im Museo Profano von Clemens XIII. befunden hatten.

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Museum

Museo Gregoriano Etrusco

Das von Papst Gregor XVI. gegründete und am 2. Februar 1837 eingeweihte Museum war eines der ersten, die eigens dem etruskischen Altertum gewidmet waren. Es verfügt über eine Sammlung von Fundstücken aus den Grabungen, die einige Jahre zuvor in den wichtigsten Städten des antiken Etrurien vorgenommen wurden, das damals zum Territorium des Kirchenstaates gehörte. In die Sammlung konnten aber auch Werke einfließen, die sich bereits im Vatikan befanden und schon lange Teil wichtiger Sammlungen waren.
Nach dem Ende des Kirchenstaates im Jahr 1870 wurde das Museum zwar nur sporadisch um neue Stücke bereichert, die aber dafür umso bemerkenswerter waren: die Falcioni-Sammlung (1898), die des Benedetto Guglielmi (1935), die Mario-Astarita-Sammlung (1967), sowie die des Giacinto Guglielmi (1987).
Anhand der hier ausgestellten Werke, die Zeugnis ablegen für eine wahre Blüte des Handwerks und eine herausragende Kulturperiode, ist es möglich, die 1000jährige Geschichte des etruskischen Volkes nachzuvollziehen, von der Eisenzeit (9. Jh. v. Chr.) bis zur allmählichen definitiven Eingliederung Etruriens in den römischen Staatsverband im 1. Jh. v. Chr.
Die Sektion, die dem römischen Altertum gewidmet ist (Antiquarium Romanum) umfasst die Periode bis zum Ende des Weströmischen Reiches (5. Jh. n. Chr.) und enthält Fundstücke aus Bronze, Glas, Elfenbein, Terrakotta und Keramik aus Rom und dem Latium, einschließlich ehemals etruskischer Städten wie Vulci.
Eine berühmte Sammlung griechischer Bildervasen (vor allem aus Etrurien), etruskischer und itakischer Vasen (in den hellenisierten Städten Süditaliens hergestellt) ermöglicht es, die Geschichte der Malkunst des Altertums zurückzuverfolgen.
Das Museum ist im Belvedere-Palast von Innozenz VIII. Cibo (1484-1492) – geplant von Antonio del Pollaiolo – und im angrenzenden Apartment von Pius IV. Medici (1559-1565) im „Turm der Winde“ untergebracht, das von Michelangelo und Girolamo da Carpi begonnen und von Pirro Ligorio abgeschlossen wurde. Von innen kann man die monumentale Wendeltreppe des Bramante sehen, die 1512 begonnen wurde.
In den Sälen kann man die antiken Malzyklen aus dem 16. Jahrhundert bewundern, darunter Fresken von Federico Barocci und Federico Zuccari (1563), Santi di Tito und Niccolò Circignani delle Pomarance (1564), wie auch bemerkenswerte Tempera-Wandmalereien vom Ende des 18. Jahrhunderts.

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Museum

Museo Chiaramonti

Das Museo Chiaramonti, das im Loggiengang untergebracht ist, der den kleinen Belvedere-Palast mit den Vatikanischen Palästen verbindet, ist nach dem Papst Pius VII. Chiaramonti (1800-1823) benannt und kennzeichnet einen bedeutenden Zeitpunkt in der Geschichte der Vatikanischen Sammlungen. Mit dem Vertrag von Tolentino (1797) musste der Kirchenstaat die großartigsten Werke des Museo Pio Clementino an das Frankreich Napoleons abtreten. Der Wiener Kongress (1815) und das diplomatische Verhandlungsgeschick Antonio Canovas führten schließlich dazu, dass fast alle beschlagnahmten Skulpturen zurückgeführt werden konnten. Über umfangreiche Einkäufe bei den römischen Antiquitätenhändlern und den Ausgrabungsteilnehmern im Kirchenstaat, verwirklichte Papst Pius VII. Chiaramonti ab 1806 das neue Museum.
Die Grundsätze der Anordnung wurden vom selben Canova festgelegt, der darauf abzielte, die Einheit der „drei verschwisterten Künste" vorzustellen: die Skulptur in den antiken Ausstellungsstücken, die Architektur in den Konsolen, die aus antiken architektonischen Rahmen stammen, und die Malerei in den Fresken. Die letzteren wurden von jungen zeitgenössischen Künstlern auf Kosten von Canova selbst ausgeführt. Der Bilderzyklus zeigte die Verdienste des Pontifex um die Künste und Denkmäler Roms; der Rückkehr der vatikanischen Werke aus Frankreich wird im Lünettenbild der Wand XXI gedacht.
Die Ausgestaltung, in strenger Ordnung, die die Meisterwerke zu isolieren vermeidet, um einen wechselseitigen Vergleich zu begünstigen, zeigt den Einfluss der Ideen des Quatremère de Quincy, der im Widerstreit zur französische Beschlagnahme die Kunstwerke nur wirklich verständlich hielt, wenn sie an ihrem ursprünglichen Ort und im Vergleich auch mit Beispielen schlechterer Qualität genossen werden. Das Museo Chiaramonti beinhaltet ca. tausend Fundstücke antiker Skulpturen; es stellt eine der stattlichsten Sammlungen römischer Portraits dar und ist auch reich an Beispielen idealisierter Skulpturen und Grab-Skulpturen.

Virtueller Rundgang:
www.museivaticani.va/content/museivaticani/de/collezioni/musei/museo-chiaramonti/tour-virtuale.html

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Ausstellung

Braccio Nuovo

Die Rückgabe der von Napoleon konfiszierten Werke führte zu einer Reorganisierung der Päpstlichen Sammlungen und ließ den Bau einer neuen Abteilung für die klassischen Skulpturen angebracht erscheinen. Papst Pius VII. (1800-1823) übergab den Bauauftrag für den sogenannten Braccio Nuovo des Chiaramonti Museums dem römischen Architekten Raffaele Stern; nach dessen Tod im Jahr 1820 setzte Pasquale Belli die Arbeit bis zur Einweihung im Februar 1822 fort. Die Kommission der Schönen Künste unter dem Vorsitz von Antonio Canova und unter anderem den Mitgliedern Filippo Aurelio Visconti und Antonio D'Este war für die Ausstattung der Räumlichkeiten verantwortlich. Das neue Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, das für eines der bedeutsamsten Zeugnisse der klassizistischen Architektur in Rom gehalten werden kann, fügte sich zwischen die Galerien des Chiaramonti Museums und dem Museum der Apostolischen Bibliothek ein.
Die architektonischen Züge, der prunkvolle Einsatz von zu großem Teil farbigem Marmor aus Gebäuden römischer Epoche bilden einen idealen Raum der Antike, der darauf abzielt, den Skulpturen einen dem Original möglichst ähnlichen Kontext zu schaffen. Auch der Fußboden ist in seiner Ausarbeitung mit großen Marmorplatten, die römische Mosaike umrahmen, diesem Ziel funktional untergeordnet. Die Wände entlang führen Stuckfriese, die von Francesco Massimiliano Laboureur verwirklicht wurden und sich an berühmten antiken Reliefs inspirieren. Der Braccio Nuovo besteht aus einer 68 Meter langen Galerie, die von einem Kassettengewölbe mit Oberlichtern überdacht ist; im Zentrum der Galerie öffnet sich auf der einen Seite ein Halbkreis, auf der anderen Seite führt eine Reihe an Stufen zur monumentalen Vorhalle, die sich auf den Pinienhof hin öffnet. Die Wände werden durch 28 Nischen unterteilt, in denen überdimensionale Statuen, wie etwa die Kaiserabbildungen und römische Kopien der berühmten griechischen Originalstatuen, ihren Platz finden. Die auf Simsen und Halbsäulen ausgestellten Büsten bilden eine Sammlung an berühmten Persönlichkeiten der Antike.

Virtueller Rundgang:
www.museivaticani.va/content/museivaticani/de/collezioni/musei/braccio-nuovo/tour-virtuale.html

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Museum

Museo Profano

Mit der Cedola di moto proprio von 1761 sanktionierte Clemens XIII. die Errichtung des Museo Profano, der ersten Museumssammlung für die profanen Altertümer im Vatikan, die für die Ausstellung der Sammlungen von Luxus-Kunstgegenständen, des instrumentum domesticum (Kameen, Elfenbeinobjekte, Bergkristalle und kleine Bronzegegenstände) und, bis Anfang des XIX. Jahrhunderts, der päpstlichen Medaillensammlung gedacht war.
Der Raum – anfangs auch „Stanze der Medaillen“ genannt und am Nordende der Galleria Clementina angesiedelt, in dialektischer Beziehung zum Museo Cristiano von Benedikt XIV., das am gegenüberliegenden Ende des Korridors der Bibliothek liegt – wurde 1767 eingeweiht. Der architektonische Plan für den Eingang, von der Galleria Clementina kommend, der von zwei Statuen mit menschlichen Leibern und dem Kopf eines Löwen geschmückt wird (Aion, die Lebenszeit, oder Arimanius, Gottheit persischer Herkunft), wurde dagegen Anfang des XIX. Jahrhunderts beendet.
Im 18. Jahrhundert erfuhr das Aussehen des Museumsraumes mit den napoleonischen Plünderungen eine nachhaltige Veränderung: die wertvollsten Stücke waren nun definitiv an die Museen in Paris und im Ausland verloren. Die derzeitige Ausstellung inspiriert sich also an der Anordnung der Objekte, wie sie sich Anfang des 19. Jahrhunderts gestaltete. Die Gestaltung des Saales ist vor allem auf die Sammlungen konzentriert: hier finden wir die Sammlungen Carpegna, Vettori, Assemani, die sich seit der Gründung des Museums hier befinden. Darüber hinaus sind auch einige Materialien unbekannter Herkunft ausgestellt, und andere aus bekannten Kontexten, die im 19. Jahrhundert gefunden und in Kästchen angebracht wurden, um in die Vitrinen gehängt werden zu können. Das restliche Material der Sammlung (unbekannter Herkunft, gefunden bei Ausgrabungen im 18./19 Jahrhundert oder nach 1800 erworben) wurde dagegen wie folgt auf die Galleria Clementina aufgeteilt: Enzyklopädischer Sektor, der illustrieren soll, wie breitgefächert die Sammlerinteressen des Museums waren (Sektion I); Kirchenstaat, Ausgrabungen des 19. Jahrhunderts (Sektion II); Kirchenstaat, Ausgrabungen des 18. Jahrhunderts (Sektion III); Thematischer Sektor mit Materialien aus vorrömischer und römischer Zeit unbekannter Herkunft (Sektion IV).

Virtueller Rundgang:
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Vatikanische Museen

Die Vatikanischen Museen, das „Museum der Museen”, umfassen nicht nur die umfangreichen Sammlungen aus den Bereichen Kunst, Archäologie, Völker- und Menschenkunde, die die Päpste im Laufe der Jahrhunderte angelegt haben, sondern auch einige der exklusivsten und künstlerisch bedeutendsten Orte der Apostolischen Paläste.

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Bewertungen & Berichte Vatikanische Museen

Ausstellungen / Museum Museo di Roma Roma, Piazza San Pantaleo, 10
Ausstellungen / Museum Museo di Scultura Antica Giovanni Barracco Roma, Corso Vittorio Emanuele 166/A
Ausstellungen / Museum Musei Civici Roma, Piazza Lovatelli 35
Ausstellungen / Museum Chiostro del Bramante Roma Roma, Via Arco della Pace, 5
Ausstellungen / Museum Palazzo Barberini Roma Roma, Via delle Quattro Fontane, 13
Ausstellungen / Kirche Pantheon Roma, Piazza della Rotonda
Ausstellungen / Besichtigung Villa di Massenzio Roma, Via Appia Antica, 153
Ausstellungen / Museum Museo delle Mura Roma, Via di Porta San Sebastiano, 18

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