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Höri Musiktage Bodensee

5 Jahre Höri Musiktage
vom 5. bis 15. August 2021


Jung, interkulturell, kooperativ.

Die musikflimmernde Woche im Sommer am See
Jung, interkulturell, kooperativ – die Höri Musiktage bieten herausragenden jungen Musikern ein Podium und Gästen wie Bewohnern hochwertige Konzerte klassischer Musik.

Die Höri Musiktage – das Klassikfestival im Sommer am Untersee – finden seit 2017 sehr erfolgreich und mit großer Resonanz statt.

Kontakt

Höri Musiktage Bodensee
Rathaus Öhningen
Klosterplatz 1
D-78337 Öhningen Wangen

E-Mail: info@hoeri-musiktage.de

Bewertungschronik

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1 Installation

Pastorale Brücken

Kunstbrücke – Klangbrücke

täglich 11/16 Uhr digitale Konzerte

Vier Kirchen – ein Werk
in Kirchen von Öhningen und Stein am Rhein
5. Juni 2020 bis 5. Juni 2021


Kunstbrücke: Daniel Gallmann, täglich 9-18 Uhr
Klangbrücke: Ludwig van Beethoven, täglich 11 Uhr und 16 Uhr

Stiftskirche St. Hippolyt und Verena, Öhningen (DE)
Romanische Wallfahrtskirche St. Genesius Schienen (DE)
Kirche St. Pankratius, Wangen (DE)
Stadtkirche Stein am Rhein (CH)
Klangbrücke mit Werken Ludwig van Beethovens:

-‍ Täglich um 11 Uhr und 16 Uhr erklingen in allen Kirchen zur gleichen Zeit die gleichen Werke.
- Bis Ende Juni hören Sie Beethovens Sinfonie Nr. 6, die "Pastorale".
- Ab 1. Juli wechseln die Werke der Klangbrücke jeweils zum 1. und 15. eines jeden Monats.
- Ein Verzeichnis der gespielten Werke liegt in den Kirchen aus.

In den Kirchen finden Sie eine Informationsbroschüre mit Erläuterungen zum Werk Daniel Gallmanns und zur Kunstbrücke zwischen Öhningen und Stein am Rhein

In allen vier Kirchen liegen Gästebücher aus. Wir freuen uns auf Ihren Eintrag und Ihre Rückmeldung.


Die Kunstbrücke schafft die symbolische und faktische Verbindung im Grenzraum von DE und CH zum gemeinsamen Kulturraum Westlicher Bodensee und Rhein, sie verbindet die historisch zusammengehörenden sakralen Orte, pastoral, künstlerisch, geografisch und durch Beethovens universelle Musik.

Ein Werk in vier Kirchen – für ein ganzes Jahr wird die „Pastorale“ des im schweizerischen Kanton Thurgau lebenden Künstlers Daniel Gallmann täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet sein und verbindet die Baudenkmale zu einer Kunstinstallation. Die Kooperationspartner haben das Projekt geplant, lange bevor die Covid-19-Pandemie zu Kontaktsperren und verschlossenen Grenzen führte. Das ausgerechnet im Beethoven–Jubiläumsjahr jegliches kulturelle Leben zum Stillstand kam, hat die Projektidee noch befeuert. Denn am 5. Juni 2020, dem Weltumwelttag, sind Künstler aller Nationen aufgerufen, sich dem Beethoven Pastoral Project anzuschließen und dem Appell des Generalsekretärs der Vereinten Nationen António Guterres zu folgen und mit einer eigenen Interpretation von Beethovens Sinfonie Nr. 6, der „Pastorale“ weltweit ein kraftvolles Zeichen zur Wahrung von Natur und Schöpfung setzen.

Kulturelle Veranstaltungen mit Publikum sind nun im Juni 2020 nicht möglich. Auch die „Pastorale in der Scheune“, die die Höri Musiktage für den 5.6. mit dem Festivalorchester geplant hatten, musste abgesagt werden. Der 3. Satz der Sinfonie wurde stattdessen von den Musikern zu Hause eingespielt und virtuell zum Orchester zusammengefügt (youtu.be/ pVjm3UbZpHc).

Das Brückenprojekt konnte das Virus jedoch nicht sprengen, im Gegenteil: Die Projektpartner haben sich kurzerhand entschlossen, die Kunstbrücke durch die Klangbrücke mit Werken Beethovens zu ergänzen: Täglich zur gleichen Zeit, um 11 Uhr und 16 Uhr, erklingen in allen vier Kirchen die gleichen Werke, beginnend im Juni mit der Sinfonie No. 6, der „Pastorale“. Projektstart ist am 5.6. um 16 Uhr. Im Laufe des Sommers werden dann im 14- tägigen Rhythmus die Werke der Klangbrücke gewechselt.

Seit 1983 arbeitet der im Kanton Thurgau lebende Künstler Daniel Gallmann an einem pulsierenden Opus Magnum, seiner „Pastorale“. Er ist auf der Suche nach dem eigentlichen, ursprünglichen Bild einer Landschaft: Immer neu erscheinen die sanft geschwungenen Hügelketten mit wolkenlosem Himmel. Für Daniel Gallmann, *1959, ist Malerei eine Art geistliche Übung, eine Form kontemplativen Glücks und die Summe höchster Konzentration, die den lauten Ruf nach immer Neuem zum Verstummen bringt. Indem er sich der Forderung des Kunstbetriebs zu immer neuem Spektakel verweigert, wandelt Daniel Gallmann seine Malerei in ein künstlerisches Konzept und widerständige Utopie um. Durch Wiederholung widersetzt er sich der Forderung des Kunstmarktes nach Event und ständiger Innovation. Er bleibt bei seiner Suche nach dem ursprünglichen Bild.

In fast vier Jahrzehnten sind rund 2500 Einzeltafeln entstanden. Zu Bildblöcken zusammengefügt, fordern sie den Betrachter zu meditativem Hinsehen von Bildtafel zu Bildtafel auf. „Was wir sehen, ist stets dasselbe – doch nie das gleiche Bild“ (Christoph Bauer, Kunstmuseum Singen).

Die Pastorale Kunstbrücke in vier einzigartigen Baudenkmalen lädt nicht nur zum Hinsehen ein, sondern auch zum Wiederkommen, zum erneuten Betrachten des gleichen Bildes, zum Innehalten, zum visuellen und akustischen Entdecken der sakralen Räume. Und natürlich auch zum Wandern zwischen den Baudenkmalen der beiden Grenzorte Öhningen und Stein am Rhein, in der magischen Landschaft des westlichen Bodensees, dem Untersee.

Daniel Gallmann erläutert sein Werk:

„Eigentlich müssten wir die Bedürfnislosigkeit fördern, aber wir machen genau das Gegenteilige, wir wecken dauernd neue Bedürfnisse und Begierden. Wir haben keine neue Mission, wir befeuern nur ein Konsumsystem: Immer neu und immer schneller lautet die Devise. Die Dienstfertigkeit gegenüber dem Markt ist erschreckend und die Kunst ist zu einem Bestandteil der Konsum- und Unterhaltungsindustrie geworden. Dagegen gilt es widerständige Haltungen einzunehmen: Wenn der Kunstmarkt ständige Innovation fordert, antworte ich mit Nullinnovation. Der Forderung nach immer neuen kreativen Hervorbringungen setze ich das immer Gleiche und immer schon Dagewesene entgegen, man muss sich widersetzen. Wir können auf dem bisherigen Weg nicht zu uns selbst finden. Jedes Ergebnis muss im Zeitalter der Eventkultur schnellstmöglich der nächsten Innovation weichen. Aber jede Innovation befriedigt wieder nicht alle Wünsche, also wartet man ungeduldig auf die nächste. Dieses System anästhesiert uns. Die Entfremdung des Menschen von sich selbst hat unsere Erwartungen übertroffen. Das eigentlich Reaktionäre dieses Systems ist, dass es an diesem immer weiter, höher, schneller festhalten will.“ Daniel Gallmann (www.daniel-gallmann.ch)

‍"Mit der Malerei von Daniel Gallmann setzt eine neue Phase der Selbstbesinnung der Kunst ein. In seinen Werken wird die existenzielle Dimension von Kunst freigelegt und ihre unbedingte Offenheit für das Leben ins Werk gesetzt. Gallmann erarbeitet seit über 20 Jahren - Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr ausschliesslich zwei bildliche Formulierungen: ein Figurenbild in der Manier einer Anna-Selbdritt-Darstellung und eine Landschaft als Pastorale." Paolo Bianchi, Kurator, Dozent, Publizist (Zürich)

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Konzert

Ausklang und Nachhall
der Pastoralen Brücken

Daniel Gallmann "Pastorale" und "Pastorale" Klangbrücke
Die Pastoralen Brücken verabschieden sich nach einem Jahr von ihrem Publikum.

Ausklang 1. August 2021:
‍16.00 Uhr – Die letzte Klangbrücke

Digitales Konzert mit Werken von Ludwig van Beethoven:
Sinfonie Nr. 8, 1. Satz: Allegro vivace e con brio
Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Paavo Järvi,
Chorfantasie op. 80
Menahem Pressler, Klavier, Chor des Bayrischen Rundfunks, Gewandhausorchester Leipzig, Kurt Masur

16.45 Uhr Abschlussveranstaltung Stiftskirche Öhningen
mit dem Künstler Daniel Gallmann, Pfarrer Stefan Hutterer, Pfarrer Frieder Tramer, Christoph Bauer (Kunstmuseum Singen), Hilde von Massow (Höri Musiktage), Moderation Barbara Paul (SWR)

18.00 Uhr Nachhall auf dem Kirchhof

Eintritt frei

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Konzert

Festakt Teil I.
Orchesterkonzert

Mit dem zweiteiligen Festakt eröffnen die Höri Musiktage ihr 5-jähriges Jubiläumsfestival.

Milena Wilke, Violine
Kammerorchester der Höri Musiktage
Leitung: Harutyun Muradyan


Andranik Fatalyan, (*1988) Auftragswerk der Höri-Musiktage‍
Ludwig van Beethoven (1770 - 1827): Violinkonzert op. 61‍
(Bearbeitung für Kammerorchester von Thorsten Schäffer)
Allegro ma non troppo – Larghetto–attacca – Rondo (Allegro)

Teil I. :
Das internationale Festivalorchester stellt sich vor. Corona-bedingt kann es auch 2021 nur in reduzierter Besetzung auftreten. Unter der Leitung von Harutyun Muradyan leitet es den Konzertabend mit einer Auftragskomposition ein, die eigens zum Jubiläum der Höri Musiktage und zur Würdigung des historischen Ortes Öhningen mit seinem bedeutenden Baudenkmal Augustiner Chorherrenstift komponiert wurde. Der Komponist Adranik Fatalyan wird anwesend sein.

Bald nach Fertigstellung der 4. Sinfonie schrieb Beethoven sein Violinkonzert. Es war erst zwei Tage vor der Uraufführung am 23. Dezember 1806 fertig geworden, so dass der Auftraggeber und Solist Franz Clement, Konzertmeister am Theater an der Wien, wohl Teile des Soloparts vom Blatt spielen musste. Um dennoch sein Können unter Beweis zu stellen, soll der Geiger im Rahmen des Violinkonzerts ein eigenes Bravourstück zum Besten gegeben haben, das er auf nur einer Saite der umgedrehten Violine spielte.
Der erste Satz wird durch 4 Paukenschläge eingeleitet - ein Motiv, das von den Streichern aufgenommen wird und dem ganzen Satz Struktur und Energie gibt. Das hymnische Hauptthema wie auch das gesangliche zweite Thema tauchen immer wieder nahezu unverändert in den verschiedenen Instrumentengruppen auf und werden von der Solovioline auf vielfältige Weise virtuos umspielt, so dass interessante Klangfarben entstehen.

Im Larghetto wird das lyrische Thema in mehreren Variationen verändert, die Solovioline schwelgt in Kombination mit Bläsern, Arco und Pizzicato-Passagen der Streicher in ausgedehnt fortgesponnenen Girlanden, ohne dass die zarte, reflexive Haltung der Musik je aufgegeben wird.
Der langsame Satz geht „attacca“ direkt in das abschließende Rondo über, dessen tänzerischer Refrain sich immer wieder mit Passagen abwechselt, in denen jagdartige Hornpassagen und an Vogelstimmen erinnernde Bläsermelodien eine Vorahnung der Pastoralsinfonie zu geben scheinen.

Das Konzert wurde lange Zeit kaum aufgeführt, vielleicht bot es den Solisten trotz der technischen Herausforderungen zu wenig virtuosen Spektakel. Doch seit der Wiederentdeckung im Jahre 1844 unter der Leitung Mendelssohns mit dem erst 12-jährigen Solisten Joseph Joachim ist Beethovens einziges Violinkonzert eines der beliebtesten und am meisten aufgeführten Werke der Gattung.

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Konzert

Festakt Teil II.
Wolf Gang Cellists & Duo Pyr

Duo Pyr
Julia Puls - Klarinette
Lea Maria Löffler - Harfe

The Wolf Gang Cellists
Joel Blido - Violoncello
Konstantin Bruns - Violoncello
Sebastian Fritsch - Violoncello
Friedrich Thiele - Violoncello

Gleich zwei Preisträger-Ensembles aus der Bundesauswahl Konzerte junger Künstler (BAKJK) des Deutschen Musikrats konnten wir für den zweiten Teil des Festaktes zum 5-jährigen Jubiläum der Höri Musiktage gewinnen.

Das Duo Pyr (DP) in der ungewöhnlichen Besetzung Klarinette und Harfe (Julia Puls - Klarinette, Lea Maria Löffler - Harfe) und The Wolf Gang Cellists (WG), vier Cellisten der Extraklasse (Joel Blido, Konstantin Bruns, Sebastian Fritsch, Friedrich Thiele) haben hierfür ein mitreißendes Festprogramm ausgearbeitet.

PROGRAMM

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): Ouvertüre zur Oper Le nozze di Figaro
Bearbeitung von Douglas B. Moore
The Wolf Gang Cellists

Jean-Xavier Lefèvre (1763-1829): Sonate g-Moll für Klarinette und Harfe
Allegro ma non troppo – Adagio - Rondeau
Duo Pyr

Samuel Barber (1910-1981): Adagio for Strings
Bearbeitung von M. de Oliveira Pinto
The Wolf Gang Cellists

Robert Schumann (1810 – 1856): Drei Romanzen op.94
Nicht schnell - Einfach, innig - Nicht schnell
Duo Pyr

David Popper (1843-1913): Polonaise de Concert op. 14
Bearbeitung von Sebastiaan van Eck
The Wolf Gang Cellists

‍Donato Lovreglio (1841-1907): Fantasia da concerto su motivi da „La Traviata“ di Giuseppe Verdi Bearbeitung für Klarinette und Harfe von Duo Pyr
Duo Pyr

Carlos Gardel (1890 – 1935): Por una Cabeza
The Wolf Gang Cellists

Gabriel Fauré (1845-1924) : Après un rêve
Bearbeitung für Klarinette und Harfe von Duo Pyr
Duo Pyr

Astor Piazzolla (1921-1992): Oblivion
Bearbeitung von The Wolf Gang Cellists
The Wolf Gang Cellists

Astor Piazzolla: Adiós nonino
The Wolf Gang Cellists

Astor Piazzolla: Libertango
Bearbeitung von Thorsten Schäffer
The Wolf Gang Cellists und Duo Pyr

Das Konzert mit Werken für ungewöhnliche und reizvolle Besetzungen – Cello Ensemble und Duo von Klarinette und Harfe – beginnt mit einer Bearbeitung von Mozarts Ouvertüre zur 1786 vollendeten komischen Oper (opera buffa) Figaros Hochzeit, einem Verwirrspiel mit Kleidertausch, Verstecken, Intrigen, Täuschungen, Eifersuchtsszenen und vielen Aufregern. Die quirlige Ouvertüre in sprudelndem Presto-Tempo ist wegen des brillanten Themas und ihres mitreißenden Schwungs auch ein gern gespieltes Schmankerl für den Konzertsaal.

Der in Lausanne geborene Jean-Xavier Lefèvre war Komponist, Klarinettist im Orchester der Pariser Oper und der erste Klarinettenlehrer des Pariser Konservatoriums; außerdem engagierte er sich in der technischen Entwicklung der Klarinette durch Weiterentwicklung des Klappenmechanismus. Die Sonate G-Moll gefällt durch Melodienreichtum und an Mozart erinnernde einfache Direktheit. Der Moll-Charakter evoziert hier keine traurige Stimmung, sondern eher eine pastorale Heiterkeit.

Samuel Barbers Adagio, sein populärstes Stück, war ursprünglich der langsame Satz seines Streichquartetts aus dem Jahre 1936. Wegen seiner emotionalen Intensität wurde das Adagio bei den Begräbnissen von Roosevelt, Kennedy und Albert Einstein gespielt. Als Filmmusik diente es unter anderem in Die fabelhafte Welt der Amélie, Sophie Scholl – Die letzten Tage und Der Soldat James Ryan.

Als „schwärmerisches Liebeserlebnis, erzählendes Gedicht, liedartiges Musikstück“ definiert das Wörterbuch die Romanze. Schumanns Drei Romanzen op.94 waren ursprünglich für Oboe und Klavier komponiert, werden aber auch häufig mit Klarinette, Violine, Fagott oder Cello gespielt. Schumann schenkte sie seiner Frau Clara zum Weihnachtsfest 1849. Das erste Stück hat den erzählenden Charakter einer Ballade, das zweite ist ein von einem vorwärts drängendem Mittelteil unterbrochenes Lied ohne Worte. Am lebhaftesten ist die an Brahms erinnernde dritte Romanze mit ihren vielen Stimmungswechseln.

David Popper, der Paganini des Cellos, stammte aus einer jüdischen Prager Familie. Er begann seine Karriere an der Wiener Hofoper, tourte dann als Virtuose durch Europa, Russland und Amerika, von Franz Liszt wurde er schließlich an das Budapester Konservatorium berufen. Dort gründete er auch ein Streichquartett, das u. a. regelmäßig mit Brahms als Pianisten konzertierte. Popper schrieb zahlreiche Werke für sein Instrument, die temperamentvolle Polonaise de concert gibt den Celli Gelegenheit zu virtuoser Bravour, zeigt aber auch die kompositorischen Ambitionen Poppers. George Bernard Shaw charakterisierte seine Musik treffend als „elegant und fantasievoll in ihren leichteren Abschnitten, elegisch auf der gefühlvollen Seite.“

Da der Hunger nach Opernmusik im 19. Jahrhundert nicht im Entferntesten durch Live-Aufführungen befriedigt werden konnte - Radio oder Grammophon gab es noch nicht - mussten Opernliebhaber auf instrumentale Versionen zurückgreifen. Das führte zu einem Boom von Transkriptionen und Variationen beliebter Arien. Diese Nachfrage bediente auch der italienische Flötist und Komponist Lovreglio. In seiner Fantasia da concerto erklingen populäre Arien aus Verdis Oper La Traviata (1853) mit äußerst virtuosen Umspielungen und Variationen der Klarinette.

Der 1935 bei einem Flugzeugabsturz in Kolumbien umgekommene Sänger Carlos Gardel, Argentinier französischer Herkunft, war mit Sicherheit der berühmteste Tango-Interpret aller Zeiten, schrieb aber auch selbst einige klassische Tangos, wie z. B. Por una Cabeza. Darin geht es um ein Pferd, das den Sieg um Kopflänge (por una cabeza) verpasst. Die Faszination für Pferderennen und riskante Wetten ist wie die Schwäche für eine schöne Frau …

1878 vertonte Fauré mit Après un rêve eine anonyme italienische Madrigaldichtung, die das Erwachen eines Verliebten aus tiefem Schlaf schildert, der sich nach der Rückkehr zu seinen ekstatischen Liebesträumen sehnt, deren Irrealität er aber nun erkennen muss: „In einem Traum, der dein Bild verzauberte, träumte ich vom Glück … ich rufe dich, o Nacht, gib mir meine Trugbilder wieder; kehr zurück, strahlende, oh geheimnisvolle Nacht!“ In der Fassung für Cello und Harfe ist aus dem populären Lied eine wundervolle Elegie in melancholischer Mollfärbung geworden.

Zum Abschluss des Konzerts hören wir drei berühmte Tangos des argentinischen Bandoneón-Virtuosen und Komponisten Astor Piazzolla. Er revolutionierte den Tango durch die Einbeziehung von Elementen aus Jazz und klassischer Musik zum sogenannten Nuevo tango. Die neue Freiheit symbolisiert der Titel Libertango aus dem Jahr 1974 durch die Verschmelzung der Wörter libertad und tango. Bei aller Erneuerung bleiben auch im Tango Nuevo die traditionellen Elemente erkennbar: synkopierte Rhythmen, typische Harmonien, der corte - das Innehalten der Tänzer zwischen den Schrittfolgen - und die melancholische Stimmung der Musik.
Im 1982 für den italienischen Film Heinrich IV. aufgenommenen Oblivion geht es um das Vergessen einer Liebe.
Adiós nonino schrieb Piazzolla 1959 zum Gedächtnis an seinen kurz zuvor verstorbenen Vater Vicente, dessen Spitzname Nonino war – abgeleitet vom italienschen nonnino (Großväterchen): „Auf Wiedersehen, Nonino, wie lange wird der Weg ohne dich sein … Mein Lebewohl gilt deiner Liebe, deinem Tabak, deinem Wein.“

20 € (Festaktpaket 30 €)

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© Sophie Wolter
Konzert

Aris Quartett

Beethoven und Resch

Anna Katharina Wildermuth - Violine
Noemi Zipperling - Violine
Caspar Vinzens - Viola
Lukas Sieber - Violoncello


Immer revolutionär und seiner Zeit voraus - eines der charakteristischsten Merkmale des großen Ludwig van Beethoven ist sein unbändiger Drang nach Erneuerung. Wie unterschiedlich sich dies in seinen Früh- und Spätwerken zeigt, wird im direkten Vergleich deutlich; ob jugendlich frisch oder erhaben lyrisch, die Vielfalt in Beethovens Musik lässt keinen Zweifel an seiner Genialität. Die Werke Beethovens werden durch das Streichquartett 'Attacca' des aufstrebenden Komponisten Gerald Resch kontrastiert, welches im Auftrag des Wiener Musikvereins entstand und das das Aris Quartett 2020 bei der renommierten Paul Sacher-Stiftung in Basel uraufführte.

Das Streichquartett spielt zum Jubiläum der Höri Musiktage nun das Programm, dass wegen der Pandemie 2020 ausgesetzt werden musste:

Ludwig van Beethoven [1770 - 1827]: Streichquartett F-Dur op. 18/1‍
Allegro con brio
Adagio affettuoso ed appassionato
Scherzo: Allegro molto
Allegro

Gerald Resch [*1975]: 'attacca' für Streichquartett

Ludwig van Beethoven [1770 - 1827]: Streichquartett Es-Dur op. 127

Maestoso - Allegro
Adagio, ma non troppo e molto cantabile
Scherzando - vivace
Finale

25 €

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Konzert

Tony Martinez & The Cuban Power

Tony Martínez und seine exzellenten neun Musiker*innen ,"The Cuban Power", gehören zu den größten Latin Jazz und Salsa Artists.

Seine Live-Konzerte sind legendär. Was "Irakere" für die 80er Jahre war, ist "Cuban Power" in diesem Jahrtausend. Feurig, charismatisch und mit einer unglaublichen Show, Musik auf höchstem Niveau, die aus dem Herzen Kubas kommt.

In den vergangenen beiden Jahren haben Tony Martínez & The Cuban Power an vielen der wichtigsten Festivals in Europa teilgenommen wie z.B. Montreux Jazz Festival, Zürich Jazz Festival, North Sea Jazz Festival (Holland), Espoo Jazz Festival (Finnland), Latino Americano Festival Milano und Verona (Italien), Seixal Jazz Festival (Portugal), Cyprus Musik Days (Zypern), JazzSommer Graz (Österreich und New Morning-Paris (Frankreich).

Tony Martinez begann seine Karriere Anfang der 90er Jahre bei der bekannten kubanischen Gruppe "Mezcla", mit der er drei Tourneen in Europa bestritt. 1995 entschied er sich, seine eigenen Projekte anzugehen. Mit seinem außergewöhnlichen Talent als Multiinstrumentalist (alt sax, tenor sax, Piano, Querflöte), Sänger sowie Komponist und Arrangeur hat Tony Martínez sich in kurzer Zeit in Europa wie auch in den USA einen Namen gemacht und ist zu einer der neuen Größen der Latin Jazz–Szene avanciert. Bereits sein erstes Album von 1997, "La Habana vive", wurde von der internationalen Fachpresse in den höchsten Tönen gelobt. Seine zweite CD "Maferefun" (Yoruba-Sprache für Segen), die 1999 erschien, hat zahlreiche hervorragende Kritiken erhalten und wurde mehrfach ausgezeichnet. So war "Maferefun" für die Nominierung des "Grammy" vorgesehen. The Jazz Journalist Associations (www.jazzhouse.org) nominierte das Album ebenfalls als bestes Latin Album. Mit der Veröffentlichung des dritten Albums "Pa‘ los bailadores" präsentiert Tony Martinez damit kein Latin Jazz Album, sondern eine Tanzplatte, die endlich seinem Renommee als einem der besten zeitgenössischen Salsa-Komponisten und Performer gerecht wird.

25 €

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Gottesdienst

Festgottesdienst

Franz Schubert, Messe Nr. 2

Constanze Gellissen, Sopran
Raoul Bumiller, Tenor
André Sesgör, Bass/Bariton

Projektorchester, Projektchor
Elisabeth Vöhringer, Leitung


Auch mit dem Festgottesdienst folgen die Höri Musiktage dem Leitgedanken Sharing Heritage und der Aufgabe, das kulturelle Erbe zu würdigen und zu wahren.

Die Kath. Kirchengemeinde Höri gestalten gemeinsam mit Höri Musiktage den Festgottesdienst und wollen dem Augustiner Chorherrenstift Öhningen, dem größten Baudenkmal der Bodenseehalbinsel Höri, nicht nur Aufmerksamkeit schenken, sondern auch dessen kulturhistorische Bedeutung aufleben lassen.

Projektchor und Projektorchester werden eigens für diesen Festgottesdienst zusammengestellt.

Franz Schubert (1797 – 1828): Messe Nr. 2, G-Dur, D 167
Kyrie
Gloria
Credo
Sanctus
Benedictus
Agnus Dei

Der 18-jährige Schubert schrieb die G-Dur Messe in weniger als einer Woche im März 1815. Sie war vermutlich ein Auftragswerk seiner Pfarrei, da er für die Komposition seine Arbeit an der 2. Sinfonie unterbrach. Er leitete wohl selbst die erste Aufführung in der Lichtentaler Kirche in Wien. Die kleine Besetzung umfasst neben den drei Solisten einen Chor und ein Kammerensemble aus zwei Violinen, Viola und Basso continuo, in diesem Fall Kontrabass und Orgel. Erst in einer späteren Fassung fügte Schubert noch Pauken und Trompeten hinzu.

Die Messe blieb lange unbeachtet, 1846 wurde sie erstmalig gedruckt, aber als Raubkopie mit gefälschter Urheberschaft, erst 40 Jahre danach erschien sie im Druck unter Schuberts Namen. Heute ist sie eines der populärsten kirchenmusikalischen Werke Schuberts und gilt als eines seiner bedeutendsten Jugendwerke.

Die Messe ist überwiegend homophon und liedhaft komponiert – mit Ausnahme der kanonartigen Anlage des Solistenterzetts im Benedictus und der Fugati in den abschließenden Osanna-Abschnitten von Sanctus und Benedictus.

Wie in fast allen seinen lateinischen Messvertonungen deutet Schubert seine Vorbehalte gegenüber bestimmten Glaubensinhalten an, wenn er im Credotext den Glauben an die katholische Kirche („Et unam sanctam catholicam et apostolicam ecclesiam“) streicht und die Erwartung der Auferstehung der Toten („Et expecto resurrectionem mortuorum“) weglässt. Im Credo, das für Komponisten durch die Menge des Textes immer ein Problem darstellt, werden langgezogene Klänge des Chores mit einer fortlaufenden Viertel-Begleitung der Streicher im Stil des barocken „basso seguente“ – modern: walking bass – kontrastiert. Die zentrale Aussage über die Kreuzigung („Crucifixus etiam pro nobis“) ertönt im schmerzhaften h-Moll. Im abschließende Agnus Dei unterstreichen Seufzer der Geigen und chromatische Vorhalte in synkopiertem Rhythmus die Klage am Kreuz; die Bitte um Erbarmen („Miserere“) wird vom Chor ebenso wie die abschließende Bitte um Frieden („Dona nobis pacem“) im Pianissimo vorgetragen, ehe auch das Orchester verstummt.

Eintritt frei

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Konzert

Von wegen archaisch!

Klangerlebnis mit Alphörnern

Das Alphorn-Trio: Ana Stanković, Reiner Bartesch, Waltraud Prinz

Der mächtige Klang der Alphörner vor der eindrucksvollen Kulisse der Stiftskirche des Augustiner Chorherrenstifts in Öhningen ...‍

dazu das Flair des sommerlichen Bodensees ... kein Ort ist besser um das Publikum on board zu nehmen und auf den Klangwellen in die zeitlose und zukunftsweisende Harmonie dieser so archaisch anmutenden Instrumente zu entführen. Mit innovativen Ideen und originellem Konzept geht es auf diese ungewöhnliche Klangreise zu spannenden Hörerlebnissen, mal volkstümlich, mal zeitgenössisch, meditativ oder experimentell, über Latino und Swing zu Jazz und Filmmusik.

Archaisch-innovative Töne in Verbindung mit akustischen Experimenten, angepasst an die Besonderheiten der Location: Drei erstklassige internationale Künstler innen und Künstler präsentieren eindrucksvoll ihr Instrument und seine Funktionen, dessen Spannbreite und Klangmöglichkeiten und all seine neuen, unerwarteten Möglichkeiten – das Alphorn in allen Facetten.

Ein meditatives Klangbad voller Überraschungen!

Das Ensemble AnaSta spielt Werke von Hans Jürg Sommer, Olivier Brisville, Rainer Bartesch, Robert Scotton, Willy Jaques, Andreas Frey und Jean Deatwyler.

20 €

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Konzert

Die Pastorale in der Scheune

Beethoven-Jubiläumskonzert

Beethovens berühmte Sinfonie in der Scheune!

Ist ein idealerer Ort vorstellbar für die Aufführung einer Sinfonie, die die Schönheit der Natur feiert, als die idyllische Landschaft des Schiener Bergs und der wunderschön gelegene Oberbühlhof mit seinen Ausblicken auf den Untersee, den Schweizer Seerücken und bei schönem Wetter auf die Alpenkette um den Säntis?
Unser Vorschlag für den Nachmittag:‍

Wandern Sie von Wangen oder Öhningen hinauf zum Oberbühlhof (ca. 60 Minuten). Auf dem Hof werden Erfrischungen angeboten.

Auch Parkplätze stehen in ausreichender Anzahl vor dem Hof zur Verfügung.

Sie brauchen Hilfe, um dorthin zu gelangen? Dann melden Sie sich gerne bei uns über info@hoeri-musiktage.de

Abendprogramm (Oberbühlhof Öhningen-Schienen)

18.00 Uhr: Begrüßung

18.30 Uhr: "Pastorale – Bemerkungen zu Ludwig van Beethoven und seiner populärsten Sinfonie", Wolfgang Mettler, Studiendirektor a.D.‍

‍20.00 Uhr: Die Pastorale in der Scheune

Ludwig van Beethoven, 6. Sinfonie op. 68 "Die Pastorale" (Bearbeitung für Kammerorchester Peter Stangel) ‍

Allegro ma non troppo (Erwachen heiterer Empfindungen bei der Ankunft auf dem Lande)
Andante molto moto (Szene am Bach)
Allegro (Lustiges Zusammensein der Landleute)
Allegro (Gewitter, Sturm)
Allegretto (Hirtengesang. Frohe und dankbare Gefühle nach dem Sturm)

Festivalorchester der Höri Musiktage in reduzierter Besetzung – Dirigent Harutyun Muradyan


Erläuterungen zum Werk:

Beethoven ahmt zwar in seinem 1808 uraufgeführtem Werk immer wieder Naturlaute nach: zwei Solo-Celli imitieren das Murmeln des Bachs, die Flöte gibt die Nachtigall, die Oboe die Wachtel und die Klarinette den Kuckuck (2. Satz: Szene am Bach). Aber der Komponist zielte nicht auf platte musikalische Malerei; auf dem Programmzettel ließ er vermerken, die Musik der Pastorale sei „mehr Ausdruck der Empfindung als Mahlerey“. Es geht also – wenn auch durchaus musikalisch ‚gemalt‘ wird - nicht um äußerliche Wirklichkeit, sondern um die Darstellung von Empfindungen und Gefühlen, also eine unsichtbare innere Welt.

Die poetische Idee findet ihren Niederschlag in den Satzüberschriften: So schildert der 1. Satz das Erwachen heiterer Empfindungen bei der Ankunft auf dem Lande. Musikalisch setzt Beethoven das durch verschiedene Elemente um: Die Sinfonie steht in der traditionellen Tonart des Pastoralen, F-Dur. Pentatonik und Dudelsack-Quinte charakterisieren das einleitende Natur-Motiv. Entgegen Beethovens sonstiger Gewohnheit verweilt die Musik länger auf bestimmten Harmonien, immer wieder ertönen die gleichen Motive, über den sanft wiegenden Basstönen schwelgt das Orchester in der Wald- und Wiesenseligkeit von Terzen und Sexten, die übliche Beethovensche Dramatik fehlt. Der aus Enge und hektischer Betriebsamkeit entflohene Städter fühlt Frieden und Weite.

Auch die Geselligkeit ist anders als in der Stadt. Im 3. Satz (Lustiges Zusammensein der Landleute) hören wir eine rustikale Bauernmusik; dazu gehört das falsche Einsetzen der Oboe, die so auch noch das Fagott aus dem Konzept bringt.

Der 4. Satz führt doch noch in unruhige Gefilde. Hektische Bewegung in Celli und Kontrabässen erzeugt die bedrohliche Geräuschkulisse von Gewitter und Sturm, wir hören Blitz und Donner, Regen und Sturmgeheul. Nach der einzigen Moll-Passage des Werkes beruhigt sich alles wieder und endet in einem Choral in C-Dur.

Den 5. Satz nennt Beethoven Hirtengesang. Frohe und dankbare Gefühle nach dem Sturm. Wir hören hier folkloristische Anklänge an Alphorn- und Jodelmusik. Die Welt ist wieder mit sich im Reinen. Die akkordische Melodie der Violinen scheint pure Seligkeit zu verströmen, eine fast andächtige Stimmung kommt auf.

Natur erscheint hier als Beglückung in einem religiösen Sinn, wie Beethoven es 1815 ausdrückte: „Allmächtiger im Walde! Ich bin selig, glücklich im Walde: jeder Baum spricht durch dich. O Gott! Welche Herrlichkeit! In einer solchen Waldgegend, in den Höhen ist Ruhe; Ruhe, ihm zu dienen". Man denkt an Rousseau, sein Heimweh nach einer unverfälschten Natur, die Trost, Hoffnung und Frieden bedeutet.

www.bthvn2020.de/programm/beethoven-pastoral-project/

20 €

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Kinderprogramm

Na klar! Kinder ...

... machen Zirkus!

Zirkus und Clownworkhop
mit der Tamala Clown Akademie

Hereinspaziert! Hereinspaziert!
Endlich Clown sein!
Endlich Zirkus machen!

Frohnella und Clown Klücklich laden Euch zum Mitmachen ein:
Ihr könnt
... jonglieren
.... Akrobatik machen
......zaubern
........auf der Laufkugel laufen
..........Clown sein –– All das, was zum Zirkus dazu gehört!

Zum Abschluss der Zirkusakademie macht Ihr richtig Zirkus!

Ihr seid die Stars in der Manege! Auf der großen Bühne!

Eintritt frei

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Kindertheater

Das Geisterzimmer

Musiktheater für Kinder

Das Geisterzimmer‍ – ein Beethovenprogramm für Kinder und die ganze Familie!

Sophia Stiehler – Schülerin, Violine
Marisa Blasco – Schülerin & Karl, Schauspiel
Matthias Horn – Museumswärter & Amenda, Bariton
Christoph Ullrich – L. v. Beethoven, Klavier
Künstlerische Leitung, Buch, Bühne: Christoph Ullrich
Regie: Jacqueline Allers-Ullrich & Christoph Ullrich
Kostüme: Kerstin Laackmann


Leonore und Elise haben bei einem Museumsausflug heimlich ihre Klasse verlassen und stoßen in einem verbotenen Gang des Hauses auf eine Tür: „Das Beethovenzimmer“. Der Raum ist längst verschlossen und wird jetzt nur noch als Rumpelkammer genutzt. Eine Ausstellungswand ist in desolatem Zustand. Da liegt vieles durcheinander: eine Geige, ein sonderbares Hörrohr, Brillen, eine Schreibfeder.... aber auch Notenblätter, Manuskripte und Bücher. Kisten stehen herum. Im Raum steht auch ein Flügel, davor ein Wandschirm... was er wohl verdeckt? Eine Wachspuppe mit den Zügen Beethovens! Diese kann sogar Klavier spielen und hält noch einige Überraschungen parat... Dies ist der Anfang einer Geschichte, in der die Kinder viel Musik hören und einiges über Beethovens Leben erfahren werden. Bis plötzlich der Museumswärter die beiden Mädchen erwischt...

Das Programm mit Werken von Ludwig van Beethoven:
Klaviersonate op. 13 c-moll (Pathetique): 2. Satz: Adagio cantabile
Lied: La Marmotte
Klaviersonate op. 31/2, d-moll: 3.Satz: Allegretto
Violinkonzert: Thema des 3. Satzes
Potpourri mit Auszügen aus:
Mondscheinsonate, 1. und 3. Satz
Appassionata, 1. Satz
7. Symphonie, 2. Satz
Die Wut über den verlorenen Groschen
9. Symphonie, Ode an die Freude
Frühlingssonate 1. Satz
5. Symphonie
Sonate a-moll op. 23 für Violine und Klavier: Andante scherzoso più Allegretto
Kanon „Bester Herr Graf, Sie sind ein Schaf“
An die ferne Geliebte, Klavierthema des vorletzten Liedes
Lied: „Aus Goethes Faust“ (Lied des Mephisto)
Sonate für Klavier + Violine op. 24 (Frühlingssonate) 3. Satz: Scherzo, Allegro molto
Arie des Pizarro aus Fidelio: „Ha, welch ein Augenblick“
Romanze F-Dur op. 50 für Violine und Orchester (Fassung für Klavier)
Sonate für Klavier op. 31/3: Scherzo
Aus der 9. Symphonie: Ode an die Freude

10 €, Kinder Eintritt frei

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Konzert

Der Abend mit Vivaldi

Konzert der Barock-Akademie

Zum zweiten Mal findet im Rahmen der Höri Musiktage die Barockakademie unter der Leitung von Petra Müllejans statt.

13 Akademisten haben sich hierfür beworben und erarbeiten, in historisch informierter Aufführungspraxis, das folgende Programm:

Georg Friedrich Händel: Concerto grosso D-Dur Op.6 Nr.5 HWV 323
für zwei Violinen solo, Streicher & Basso continuo
Maestoso, Allegro, Presto, Largo, Menuet, Finale (Allegro)

Antonio Vivaldi: Concerto C-Dur RV 114
für Streicher & Basso continuo
Allegro, Adagio, Ciaccona

Antonio Vivaldi: Amor hai vinto RV 684
für Altus, Streicher & Basso continuo
Recitativo: Amor hai vinto
Aria: Passo di pena
Recitativo: In che strano e confuso
Aria: Se à me rivolge

Antonio Vivaldi: Concerto g-Moll RV 439 La Notte
für Flöte, Streicher & Basso continuo
Largo, Presto, Largo, Presto, Largo, Allegro

Antonio Vivaldi, Cessate omai cessate RV 684
Kantate für Altus, Streicher & Basso continuo
Recitativo: Cessate omai cessate
Aria: Ah! Ch’infelice
Aria: Per me non v‘è
Recitativo: A voi dunque ricorro
Aria: Nel l’orrida

Es war eine überaus beschwerliche, unbequeme und nicht ungefährliche Reise, die Georg Friedrich Händel 1706 unternahm. Den 21-jährigen Komponisten zog es nach Italien, um seine ohnehin bereits ausgefeilten Kompositionstechniken zu verfeinern und sich mit dem italienischen Stil, der damals in ganz Europa en Vogue war, auseinanderzusetzen. Zu jener Zeit konnte Händel bereits erste Erfolge als Opernkomponist in Hamburg verbuchen, doch ein Italienaufenthalt war für einen Komponisten jener Zeit nahezu unabdingbar. Im Sommer oder Herbst 1706 startete Händel also in Hamburg und folgte der damals üblichen Route Richtung Süden, über München, Innsbruck und den Brennerpass, der damals noch ein Pflasterweg aus römischer Zeit war, hinein in die oberitalienische Tiefebene. Vier Jahre sollte sein Studienaufenthalt dauern, in dessen Rahmen er mehrmals Florenz und Rom, einmal auch Neapel besuchte. Vor Ort traf er mit den bedeutendsten Komponisten jener Zeit zusammen, darunter Arcangelo Corelli sowie Alessandro und Domenico Scarlatti. Außerdem konnte er enge Kontakte in die italienische Oberschicht knüpfen, die ihn (beeindruckt von seinen Fähigkeiten) mit Kompositionsaufträgen bedachte und so seinem Ruhm weiter Vorschub leistete.

Im 17. und 18. Jahrhundert dominierten in Italien zwei musikalische Gattungen: die Oper (gen. „Opera seria“, zu Deutsch „ernste Oper“) und das Concerto grosso. Unter dem Begriff Concerto grosso versteht man eine Komposition für Orchester, in der zwei Gruppen miteinander bzw. gegeneinander musizieren. Auf der einen Seite das „Concertino“ (das „kleine Konzert“) mit wenigen Musikern, auf der anderen Seite das „Ripieno“ (die „Füllung“) mit mehreren Musikern. Der dadurch entstehende, klangliche Effekt, lässt sich mit einem Echo vergleichen und ist verwandt zum Solokonzert, in dem ein einzelnes Instrument in einen musikalischen „Wettkampf“ mit dem Orchester tritt.

Noch Jahrzehnte später, als Händel bereits zum bekanntesten Komponisten Europas avanciert war und in London die Musikszene mit seinen ausladenden Opern und Oratorien dominierte, blieb er dem Stil, den er in Italien kennengelernt hatte, treu. Nicht nur in den Musikdramen, sondern auch in den Instrumentalwerken, darunter in seinen Concerti grossi. Insgesamt verfasste Händel 18 Beiträge zu dieser Gattung, die in zwei Ausgaben, den Opera 3 und 6, veröffentlicht wurden. Sein Opus 6, aus dem das Concerto grosso Nr. 5 in D-Dur HWV 323 stammt, wurde 1739 bzw. 1741 beim Verleger John Walsh veröffentlicht. Der Großteil dieser Concerti folgt dem Schema der Kirchensonate mit der Satzfolge langsam-schnell-langsam-schnell, das vor allem in den musikhistorisch bedeutenden Concerti grossi von Arcangelo Corelli zu finden sind – die frühesten Dokumente von Concerti grossi überhaupt. Doch es gibt auch Ausnahmen, die sich formal der an der Ouvertüre nach französischen Stil orientieren: Ein eröffnender Satz mit scharfen Punktierungen und einem fugierten Abschnitt, dem dann einige Tanzsätze folgen. Händels Concerto grosso Nr. 5 in D-Dur zählt zu jenen Konzerten der Opus-6-Sammlung, die das französische Satzmodell mit der italienischen Concerto-grosso-Technik verbinden. Dabei ist es nicht verwunderlich, dass Händel D-Dur wählte, galt diese Tonart zu jener Zeit doch als besonders festlich und majestätisch. Wie üblich griff Händel in seinem D-Dur-Concerto auf bereits vorhandene Kompositionen zurück. Die Sätze 1, 2 und 6 basieren auf der Ouvertüre zu seiner Ode for St. Cecilia’s Day aus demselben Jahr. Das thematische Material der Ouvertüre stammt wiederrum aus Georg Muffats Componimenti musicali.

Händels vierjähriger Aufenthalt mit den Stationen in Rom, Neapel und Florenz ist wissenschaftlich gut dokumentiert, doch eine Frage beschäftigt die Händel-Forschung seit vielen Jahren: war er denn nicht auch in Venedig? Venedig war zu Beginn des 18. Jahrhunderts in musikalischer Hinsicht wesentlich bedeutender als Florenz und ein Italienreise zu Studienzwecken, ohne dabei Venedig zu besuchen, erscheint unwahrscheinlich. Es gibt jedoch keine Beweise. Zwar hat Händel während seines Aufenthaltes für Venedig seine Oper Agrippina geschrieben, seine Anwesenheit in der Stadt konnte bis heute jedoch nicht mit letzter Sicherheit geklärt werden. Sollte er in Venedig Halt gemacht haben, traf er dort sicherlich den bekanntesten Komponisten der Stadt: Antonio Vivaldi. Vivaldi wurde 1678 in der Lagunenstatt geboren und war als Priester für die Musikerziehung der Mädchen am Ospedale della Pietà, einem Waisenhaus, verantwortlich. Er galt als herausragender Geigenvirtuose, der seine Fähigkeiten bei seinem Vater und eventuell auch bei Giovanni Legrenzi erlernt hatte. Neben seiner Tätigkeit als Violinist und Lehrer war Vivaldi ein überaus produktiver Komponist: er selbst behauptet in einem Brief, dass er 94 Opern komponierte, darüber hinaus sind knapp 500 Concerti für verschiedene Besetzungen überliefert, dazu kommen noch zahlreiche Sonaten, sowie kirchenmusikalische Kompositionen und Kantaten.

Unter all diesen unzähligen Kompositionen ragen seine Violinkonzerte besonders hervor und heute noch zählen die Vier Jahreszeiten zu den bekanntesten und beliebtesten Violinkonzerten der Musikgeschichte. Aber auch seine Flötenkonzerte werden zusehends wieder entdeckt und finden sich in zahlreichen Konzertprogrammen und CD-Aufnahmen wieder. Viele dieser Flötenkonzerte sind auch mit programmatischen Titeln überschrieben, genau wie seine Jahreszeiten. So gibt es die Flötenkonzerte Il Gardellino (der Stieglitz), La tempesta di mare (Der Meeressturm) und La notte (die Nacht), drei von sechs Konzerten für Flöte und Orchester, die 1728 als Opus 10 in Amsterdam publiziert wurden. Ebenso wie in seinen Jahreszeiten folgen manche Sätze im Flötenkonzert g-Moll La Notte RV 349 einem bestimmten, außermusikalischen Thema. Doch hier wird keine nächtliche Idylle thematisiert, sondern ein regelrechter Albtraum, allen voran im zweiten Satz, „Fantasmi“, in denen der Träumer von Gespenstern heimgesucht wird. Vivaldis Tonsprache ist so individuell und charakteristisch, dass es selbst für Laien oft ein Leichtes ist, ein Werk von Vivaldi zu identifizieren. Dieser individuelle Charakter ist auch in La Notte allgegenwärtig: flirrende Tonrepetitionen, rasche Tonleitern, elegante Symmetrien und virtuose Solo-Einlagen prägen das Konzert und machen es somit zu einem „typischen Vivaldi.“

Vivaldis Concerto in C-Dur RV 114 (entstanden vermutlich um 1717) gehört wiederum zur Gattung des Concerto grosso. In seinen Concerti grossi wendet sich Vivaldi von Corellis viersätzigem Modell ab und folgt dem Satzschema langsam-schnell-langsam. Selbst Johann Sebastian Bach, der die Werke von Vivaldi gut kannte und schätze, adaptierte dieses Modell für eine große Anzahl seiner Instrumentalkonzerte. Besonders bemerkenswert ist der letzte Satz des C-Dur-Concertos RV 114, eine sogenannte Chaconne bzw. Ciaccona. Chaconnen waren zu Vivaldis Lebzeiten überaus populär, was zweifelsohne auf deren einprägsamen Charakter beruht. Dabei handelt es sich um Variationssätze auf einem feststehenden Gerüst im Bass. Meist bestand diese Basslinie aus lediglich vier Tönen, einem abwärts gerichteten Quartgang (im Falle des Concertos von Vivaldi von C‘-g bzw. den Harmonien C, G, a, C, F, G, C). Über dieser ständig wiederholten Basslinie erklingen dann in den übrigen Streicherstimmen verschiedene Variationen, bestehend aus Dreiklangsbrechungen, Wechselnoten, Tonleiterfigurationen u.v.m.

Bald nach seinem Tod 1741 gerieten Antonio Vivaldi und seine Musik in Vergessenheit und es sollte mehr als 150 Jahre dauern, bis man sich an den großen Meister aus Venedig erinnerte. Zunächst waren es seine Violinkonzerte, die die Aufmerksamkeit der Fachwelt auf sich zogen. Seit wenigen Jahrzehnten jedoch widmen sich Wissenschaftler und Musiker auch vermehrt seiner Vokalmusik, besonders seinen Opern, aber auch seinen Kantaten. 37 Kantaten für Solo-Stimme und Instrumentalbegleitung schrieb Vivaldi im Laufe seines Lebens, die meisten in seiner Zeit in Mantua, wo er zwischen 1718 und 1726 als Opernintendant und Komponist tätig war. Auch seine Kantate Cessate, omai cessate RV 684 für Altus, Streicher und Continuo stammt aus dieser Zeit und wird auf um 1724 datiert. Die Kantate beginnt traditionell mit einem Rezitativ, wobei es nahe liegt, dass zuvor eine instrumentale Einleitung erklang, die heute nicht mehr zu rekonstruieren ist. Es folgt dann eine Folge von Arie-Rezitativ-Arie, was die Kantate zu einer kleinen „Miniatur-Oper“ macht. Auch die hochvirtuose Alt-Partie verweist auf den Typus der italienischen Opernarie des 17. Jahrhunderts.

Die Kantate Amor hai vinto RV 683 hingegen zeigt sich in einem intimeren Charakter. Während Cessate, omai cessate äußerst expressiv und dramatisch erklingt, ist Amor hai vinto deutlich gefälliger und leichter zugänglich. Für den Musikwissenschaftler Karl Böhmer liegt dies am Entstehungshintergrund der Kantate. Um 1721 erhielt er von Kardinal Ottoboni den Auftrag, Opern und Kantaten für das Publikum in Rom zu schreiben, worauf ihm Vivaldi u.a. Amor hai vinto zukommen ließ. Böhmer vermutet, dass sich Vivaldi dem konservativen Geschmack der Römer angleichen wollte und somit eine traditionellere Kompositionsweise anwandte. Besagter Kardinal Ottoboni hatte übrigens 15 Jahre zuvor bereits Georg Friedrich Händel protegiert.

Martin Bail

20 €

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Musiktheater

Ein Kaleidoskop nach Carl Maria von Webers "Der Freischütz"

Hybrides Musiktheater

Musiktheaterkollektiv KLANGDREIST
Katharina Diestel, Carlo Nevio Wilfart, Milena Wilke


Wie könnte das Leben in den nächsten Jahrzehnten auf der Erde aussehen? In welcher Beziehung werden Mensch und Natur zueinander stehen? Gibt es überhaupt eine Zukunft? – „KugelSieben“ zeigt Bilder von Visionen in Form von Live-Musiktheater mit sechs Kurzfilmen.

„Die Zukunft soll mein Herz bewähren”

Diese Worte erklangen 1821 bei der Uraufführung von Carl Maria von Webers Oper „Der Freischütz” im Konzerthaus Berlin. Der Protagonist Max äußert damit sein Bestreben, die fragile Beziehung zu Agathe zu retten. Sowohl ihr als auch sein Leben liegen in seinen Händen. Max liebt Agathe, darf sie aber nur heiraten, wenn er einen Probeschuss erfolgreich absolviert. Obwohl er sonst der beste Schütze weit und breit ist, hat Max seit vier Wochen nichts getroffen. Durch den ausbleibenden Erfolg ist er voll Angst und Verzweiflung. In seiner Hoffnungslosigkeit lässt er sich dazu verführen, in der gefürchteten Wolfsschlucht sieben Freikugeln zu gießen. Es treffen aber nur sechs das vom Schützen gewünschte Ziel, die siebte gehört dem Teufel.

„Um dieselben Jahre, in denen der Freischütz komponiert ward, hat man das Kaleidoskop erfunden; etwas von dem Bedürfnis, das jene Erfindung herbeizitierte, ist in der Wolfsschlucht Musik geworden.“ (Theodor W. Adorno)

Der Blick durch ein Kaleidoskop eröffnet verschiedene Perspektiven. Genau diese braucht es in der Gestaltung des zukünftigen Verhältnisses von Mensch und Natur. Anhand von Motiven aus Carl Maria von Webers Oper „Der Freischütz” erforscht „KugelSieben” sieben mögliche Zukunftsszenarien. Die Beziehung von Max und Agathe, respektive Mensch und Natur wird dabei in den Mittelpunkt der künstlerischen Auseinandersetzung gerückt und im Spannungsfeld dämonischer und verklärter Kräfte ausgelotet.

Die Frage, wie sich unser Verhältnis zur Natur in Zukunft gestalten wird, ist für uns alle relevant. Wir Menschen sind seit dem Beginn des Anthropozäns um 1800 Haupteinflussfaktoren auf das System Erde, und dadurch Hauptverantwortliche für dessen Entwicklung. In diese isolierte Position sind wir durch unsere Entfremdung von der Natur und selbstzentrierte Weltsicht geraten, was sich allein daran zeigt, dass wir die Natur als Umwelt und nicht als Mitwelt bezeichnen. Es besteht dringendster Handlungsbedarf, wenn wir unseren Planeten in einem Zustand erhalten wollen, der sowohl für die Spezies Mensch wie auch zahlreiche andere Arten lebenswert ist.

Das „KugelSieben“-Ensemble aus jungen Künstler*innen verschiedenster Fachrichtungen unter der Leitung des neugegründeten Musiktheaterkollektivs KLANGDREIST arbeitet experimentell und erforscht die Möglichkeiten des Musiktheaters: Theatralität im Film und filmische Elemente im Theater, das Aufeinanderprallen von Realität und fantastischen Welten, verschiedene Musikrichtungen von Oper bis Techno, das Zusammenführen von darstellenden und bildenden Künsten – alles inspiriert aus der Musik und dem Text des „Freischütz”.

20€

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Konzert

Cartes blanches

Konzertjuwelen en miniature

Eine Konzertreihe en miniature mit musikalischen Überraschungen und bezaubernden Juwelen der Kammermusik.

Die Cartes blanches bieten Neugierigen und Liebhabern einen ganzen Strauß voller überraschender kleiner Konzertjuwelen unterschiedlichster musikalischer Gattungen und Genres im Areal des Chorherrenstifts Öhningen. Das Publikum hat die Qual der Wahl und wandelt von Konzert zu Konzert, von Ort zu Ort.

Solisten und Musiker des Festivalorchesters haben diese kleinen Konzertmodule mitgebracht oder erarbeiten sie in freier Gestaltung während der Festivalwoche.

Jedes Modul dieser kleinen Konzertreihe dauert 20 Minuten.

Programm und Räume werden kurzfristig bekannt gegeben.

Anlässlich des Jubiläums der Höri Musiktage finden die Cartes blanches um 17:30 Uhr einen fulminanten Abschluss mit dem Konzert für Violoncello und Blasorchester von Friedrich Gulda, mit dem er 1980 die Musikwelt überraschte – die Uraufführung fand 1981 in Wien statt – und das er Heinrich Schiff und Bruno Kreisky widmete. Florian Streich ist der Solist.

15 € (Sa-Tagesticket 35 €)

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Konzert

Friedrich Gulda

Konzert für Cello und Blasorchester
Ein Konzert der Cartes blanches

Florian Streich, Violoncello

Friedrich Gulda, den viele nur als Pianisten und Enfant terrible im Wien der Nachkriegszeit kennen, hat dieses Konzert 1980 für den Cellisten Heinrich Schiff komponiert, angeblich, weil Schiff sich bei ihm über das zu klassische Repertoire beschwert hatte, und da war er bei Gulda gerade richtig. Es heißt zwar „Konzert für Cello und Blasorchester“, könnte aber genauso gut für Big Band geschrieben sein. Das Cello spielt Melodien von zart bis wild romantisch, von fetzig rockig bis zu rasend schnellen Läufen, die wie improvisiert klingen, über groovenden Rhythmen von Schlagzeug, Kontrabass und Bigband-Sound. Gulda war sein Leben lang bemüht, E- und U-Musik miteinander zu vereinen und spielte als einer der wenigen klassischen Pianisten auch mit Jazzgrößen wie Chick Corea und Herbie Hancock zusammen.

Was in der Ouverture als Rock beginnt, endet in einer alpenländischen Melodie. Friedrich Gulda mixt die verschiedenen Genres wild durcheinander. Hier ein bisschen Funk, dort eine Prise Jazz oder auch eine große romantische Geste, die an Franz Schubert erinnert. Cello und Bigband treten in spannende Dialoge ein, imitieren sich, sind miteinander verschlungen.

Der zweite Satz trägt den Titel Idylle und klingt auch wie ein idyllischer Ländler. Oboe und Klarinette spielen eine fröhliche Melodie über dem gezupften Dreiertakt der Gitarre. Romantische Träumereien wechseln sich ab mit fröhlichen, an Dorffeste erinnernden Walzerklängen.
Eine virtuoser dritter Satz Cadenza erinnert an die Musik von Dmitri Schostakowitsch und bildet das Herzstück des Cellokonzerts. Er beginnt zwar voll Ruhe und Innigkeit, aber es dauert nicht lange, dann beginn für das Cello ein entfesseltes Auf- und Abrasen. Nachdenkliche Phasen wechseln sich ab mit rauen, fast an Piazzolla erinnernden Tangoklängen. Am Ende verklingt dieser Satz leise ausgehaucht. Ganz anders klingt dagegen der vierte Satz, Menuett betitelt. Er erinnert an höfische Tänze. Die punktierte Melodie des Cellos wird von Gitarre und Kontrabass begleitet und von Bläsern und Tamburin als Antwort imitiert.
Im letzten Satz Alla Marcia führt Gulda die Zuhörer geradewegs in den Zirkus oder auf den Tanzboden in einem Bierzelt. Die schnellen Tempi der Blaskappelle treten fast in einen Wettstreit mit virtuosen, immer schneller rasenden Läufen des Cellos und alles endet in einem gewaltigen Tusch.

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J. C. Wedell, © Jo Titze
Konzert

Orchesterkonzert

Mendelssohn, Schumann, Janacek, Schubert

Johann Caspar Wedell, Violoncello
Kammerorchester der Höri Musiktage
Leitung: Harutyun Muradyan


Das Festivalorchester spielt große Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Robert Schumann, Leoš Janáček und Franz Schubert in einer Bearbeitung für Kammerorchester. Pandemie-bedingt kann das Festivalorchester auch 2021 noch nicht wieder in großer Besetzung auftreten.
Dirigent ist Harutyun Muradyan.

PROGRAMM

F. Mendelssohn: Konzert-Ouvertüre “Die Hebriden) op.26 (in Bearbeitung von P.Stangel)

“Ein Blick auf die Hebriden und Morgen”, Federzeichnung von Mendelssohn, 7. August 1829‍

R.Schumann: Konzert für Violoncello und Orchester a-moll op. 129 (in Bearbeitung von P.Stangel)
I. Nicht zu schnell
II. Langsam
III. Sehr lebhaft
(Johann Caspar Wedell, Violoncello)

L. Janáček: Auf verwachsenem Pfade (in Bearbeitung von P.Stangel)
I. “Naše večery” (Unsere Abende)
II. “Lístek odvanutý” (Ein verwehtes Blatt)
III. “Pojdte s námi” (Kommt mit uns!)
V. “Štěbetaly jak lastovičky” (Sie schwatzen wie die Schwalben)‍

F.Schubert: Symphonie N.5 in B-Dur D485‍
I. Allegro
II. Andante con moto
III. Allegro molto
IV. Allegro vivace

Erläuterungen:

Während der ersten seiner zehn Reisen nach Großbritannien war Felix Mendelssohn-Bartholdy stark beeindruckt von der Natur des Archipels der Hebriden vor der Westküste Schottlands. Eines der Naturwunder, die den Komponisten besonders beeindruckten, war Fingal's Cave auf der Insel Staffa, eine riesige Meereshöhle, wo die romantische Phantasie den Wohnort von König Fingal aus dem angeblichen altgälischen Epos Gesänge des Ossian verortete; dort soll der altgälische Held mit seinen Getreuen außerhalb der Gesellschaft und nach eigenen Gesetzen ein freies Leben geführt haben, wie die Romantiker es sich erträumten.

Diese Naturerfahrung, die der auch zeichnerisch begabte Mendelssohn in einer Bleistiftzeichnung festhielt, inspirierte ihn zu seiner Hebriden-Ouvertüre, in der der Komponist sich als musikalischer Landschaftsmaler hervortat. Zwischen 1829 und 1833 entstanden drei Fassungen des Werks, das

Mendelssohn in bewusster Abgrenzung von der Ouvertüre als Vorspiel zu dramatischen Werken als Konzert-Ouverture bezeichnete, also eine für den Konzertsaal geschaffene Musik über ein poetisches Sujet und damit einen Vorläufer der sinfonischen Dichtung.

Das Hauptthema, in dem wir den Wellengang des Atlantik zu hören vermeinen, wird von Bratsche, Cello und Fagott vorgetragen, hinzu tritt das ferne Donnergrollen der Pauke. Aus dem Kernmotiv entwickeln sich zwei weitere Themen, die in interessanter Harmonik und vielfältigen Klangvariationen verarbeitet werden. So entstehen aus unterschiedlichen Farben, Rhythmen und Melodien atmosphärisch dichte Stimmungen zwischen aufwühlender Bewegung, glanzvollen Passagen und idyllischen Momenten. Kein Geringerer als Johannes Brahms gehörte zu den Bewunderern: „Alle meine Werke gäbe ich darum, wenn ich eine Ouverture wie die Hebriden von Mendelssohn hätte schreiben können.“

Robert Schumann, Grenzgänger zwischen Gesundheit und Depression, schrieb sein Cellokonzert in nur einer Woche im Oktober 1850 in der Euphorie des beruflichen Neubeginns als Städtischer Musikdirektor in Düsseldorf. In Abgrenzung von den gängigen Konventionen des Genres nannte er das nahtlos durchkomponierte Werk „Konzertstück“. Das Cello ist das ideale Instrument für den überwiegend elegischen Ton des Konzerts, dessen Stimmung zwischen sehnsuchtsvoller Lyrik und feurigem Schwung wechselt. Als „fröhlich, eruptiv und eben auch sehr melancholisch“ beschreibt der Cellist Daniel Müller Schott die Stimmungen in Schumanns berühmten Cellokonzert.

Es fand sich zunächst kein Cellist, der das Konzert spielen wollte, erst vier Jahre nach dem Tod des Komponisten kam es zur Uraufführung, auch danach blieb es weithin unbeachtet, bis Pablo Casals ihm in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts zur bis heute anhaltenden Popularität verhalf.

Nach einer kurzen Orchestereinleitung stellt das Solocello das lyrische Hauptthema leise und ausdrucksvoll vor. Das weitere melodische Material ist teils neu, teils greift es auf Vorhergegangenes zurück, so dass ein Eindruck von Fantasie und Improvisation entsteht.

Das auffälligste Motiv des kurzen langsamen Satzes ist eine absteigende Quinte, vielleicht eine Liebeserklärung an seine Frau Clara, die ihm als 13-jährige dieses Thema mit Variationen geschickt hatte. Auch das ungewöhnliche Duett von Solocello und erstem Orchester-Cello wurde als Zwiegespräch mit Clara gedeutet.
Der Finalsatz ist ein schwungvolles Rondo. Ein fast obsessiv wiederkehrendes Sechzehntel Motiv wird in immer wieder geänderten Phrasen unterschiedlicher Länge wiederholt. Die vom Orchester begleitete Kadenz – etwas bislang Unbekanntes in Instrumentalkonzerten – leitet zur abschließenden Coda in Dur über. „Ich sträube mich immer dagegen, Schumann auf seinen Wahnsinn zu reduzieren, aber dieser letzte Satz ist schon leicht skurril. Er versucht so spielerisch zu sein, aber es gelingt ihm gar nicht. Es ist eher ein Kampf mit Materie, mit Geist, mit Gefühlen." – so der Cellist Alban Gerhardt. In diesem Werk sieht er Schumanns „Sturm-und Drang-Seele, die einen letzten Höhenflug erlebt.“

„Das Maß der Leiden ist größer, als es Worte zu sagen vermögen.“ Der Tod seiner Tochter Olga im Jahr 1903 stürzte den tschechischen Komponisten Leoš Janáček in tiefe Depression. Seine 1911 veröffentlichten melancholischen Klavierstücke „Auf verwachsenem Pfade“ waren der Versuch, den schlimmen Verlust zu verarbeiten. Titel wie Unsere Abende oder Ein verwehtes Blatt zeigen, dass Erinnerungen an das verstorbene Kind, an gemeinsam beschrittene Wege musikalisch gestaltet werden. Die zunächst für den dunklen Klang des Harmoniums gedachten Stücke bearbeitete der Komponist später für Klavier, die heute zu hörende Orchesterfassung stammt aus neuerer Zeit. Allen Stücken gemeinsam ist neben Anklängen an Schubert und Schumann die Einbeziehung von Elementen der mährischen Folklore. Es gibt kaum thematische Entwicklungen, eher Stimmungsbilder, Kontraste zwischen nostalgischem Grundton und emotionalen Ausbrüchen, berührende harmonische Wendungen. Es sind Seiten eines intimen musikalischen Tagebuchs voller schmerzhafter Erinnerungen

Die 5. Symphonie des 19-jährigen Franz Schubert gilt als letzte seiner „Jugendsinfonien“. Sein Wirkungskreis war 1816 noch weitgehend auf private Zirkel beschränkt; doch er hoffte, die ungeliebte Tätigkeit als Lehrer an der Schule seines Vaters zugunsten eines freien Lebens als Komponist hinter sich zu lassen. Nach der Komposition von vielen Liedern und Kammermusikwerken konnte die Gattung Sinfonie ein Weg zu einer größeren Öffentlichkeit sein. Doch die Uraufführung durch ein Laienorchester, in dem Schubert selbst Bratsche spielte, blieb die einzige Aufführung des Werks zu seinen Lebzeiten.

Die Sinfonie ist kammermusikalisch - ohne Klarinetten, Trompeten oder Pauken - besetzt, ihre Leichtigkeit und Eleganz zeigt die Orientierung an Mozart, auch wenn Schuberts eigene Sprache bereits durchaus deutlich ist: in der Harmonik unvermittelte Wechsel von Dur und Moll, Ausflüge in entfernte Tonarten und Modulation in terzverwandte Dreiklänge, im Aufbau fließender Übergang der Motive und melodisches Schwelgen statt kontrastivem Gegeneinander.

Der heitere erste Satz beginnt nach kurzer Bläserkadenz mit dem liedhaften Hauptthema, einem aufsteigenden Dreiklang im punktierten Rhythmus. Das Seitenthema besteht aus einer periodisch aufgebauten Motivkette. Das Andante ist eine Art Lied ohne Worte, das graziöse Thema wird durch unerwartete harmonische Gefilde geführt, tragische Wendungen erzeugen ein ständiges Spiel von Licht und Schatten. Das Menuett steht im eher düsteren g-Moll und erinnert an Mozarts Sinfonie in gleicher Tonart. Hingegen beschwört das heitere Dur-Trio einen Wiener Ländler herauf.
Das Finale beginnt mit einem verspielt-tänzerischen Thema, wendet sich aber später unvermittelt in eine dramatische Moll-Passage. Der Satz endet etwas unvermittelt, als ob – so der Dirigent Nikolaus Harnoncourt – „Schubert seine musikalische Geschichte nochmals von Neuem erzählen müsste".

30 € (Sa-Tagesticket 35 €)

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Konzert

Champagnerkonzert

Spritziges aus Oper, Operette und Film

Judith Thielsen, Mezzosopran
Maria Kublashvili, Koloratursopran
Festivalorchester der Höri Musiktage
Harutyun Muradyan, Leitung


Das Festivalorchester und Dirigent Harutyun Muradyan verabschieden sich mit einem prickelnden Programm aus Oper, Operette und Film – ein wahres Jubiläumskonzert!

Im ersten Teil des Champagnerkonzerts durchlaufen wir die „Goldene Zeit“ der Operetten und Opern im 19. Jahrhundert und die „Silberne Zeit“ zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Wir bewegen uns in der Welt der Bälle, der Varietés und Bühnen der Kulturmetropolen Paris, Wien und Berlin. Zwei der berühmtesten Operettenkomponisten, Jaques Offenbach in Paris und Johann Strauss in Wien, haben für ihre Operetten unsterbliche Arien und Tänze komponiert, von denen wir einige im Laufe dieses Konzertabends genießen werden.

Die zweite Hälfte des Champagnerkonzerts spiegelt die eingangs geschilderte Entwicklung von der späteren Silbernen Zeit der Operette zu Beginn des 20. Jahrhunderts bis hin zum Musical und zur Filmmusik. Es beginnt noch einmal mit drei Stücken aus der Welt der Operette, einem Walzer des letzten Wiener k.k Hofball-Musik-Direktors Carl Michael Ziehrer, gefolgt vom Vilja Lied aus der Lustigen Witwe von Franz Lehár und dem schon erwähnten Frühlingsstimmenwalzer, um dann in die Welt des Musicals und der großen Filmmusik zu wechseln.

Und ganz zum Schuss, zum Ausklang der Höri Musiktage 2021, erklingen die berühmten Evergreens aus My fair Lady ...

Johann Strauss, aus „Die Fledermaus“:
Ouvertüre
„Mein Herr Marquis“
„Ich lade gern mir Gäste“

‍George Bizet, aus „Carmen“:
3. Akt: Entr‘acte Erstes Bild
Habanera
3. Akt: Entr’acte Zweites Bild

‍Jacques Offenbach, aus „Hoffmanns Erzählungen“:
Entr‘acte 2
Arie der Olympia
Barcarole

‍Jacques Offenbach, aus „Orpheus in der Unterwelt“:
CanCan

‍Carl Michael Ziehrer „Herrreinspaziert“

Franz Lehár, aus „Lustige Witwe“ – Vilja Lied als Orchester Intermezzo

Johann Strauss „Frühlingsstimmenwalzer“

Henry Mancini: "Moon River" (Instrumental)

Harold Arlen: „Somewhere over the Rainbow“

Frederick Loewe, aus “My fair Lady”: The Embassy Waltz

Bart Howard „Fly me to the Moon“

Frederick Loewe, aus „My fair Lady“:
Ouvertüre
„I could have danced all night“

30 €

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Bewertungen & Berichte Champagnerkonzert

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Höri Musiktage Bodensee

Rathaus Öhningen

5 Jahre Höri Musiktage
vom 5. bis 15. August 2021


Jung, interkulturell, kooperativ.

Die musikflimmernde Woche im Sommer am See
Jung, interkulturell, kooperativ – die Höri Musiktage bieten herausragenden jungen Musikern ein Podium und Gästen wie Bewohnern hochwertige Konzerte klassischer Musik.

Die Höri Musiktage – das Klassikfestival im Sommer am Untersee – finden seit 2017 sehr erfolgreich und mit großer Resonanz statt.

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Bewertungen & Berichte Höri Musiktage Bodensee

Ereignisse / Festival Kammermusiktage Bergkirche Büsingen 27. bis 29.8.2021
Ereignisse / Festival Bregenzer Frühling Tanzfestival Festspielhaus Bregenz
Ereignisse / Festival Festival vielsaitig Füssen 25.8. bis 4.9.2021
Ereignisse / Festival Festival Kammermusik Bodensee Ermatingen, Blauortstrasse 10
Ereignisse / Festival Oberstdorfer Musiksommer 29.7. bis 15.8.2021
Ereignisse / Theater Zeller Kultur Radolfzell TheaterKulturZentrum Radolfzell, Fürstenbergstr. 7a
Ausstellungen / Museum Kunsthaus Bregenz Bregenz, Karl-Tizian-Platz
Ereignisse / Konzert Schubertiade Schwarzenberg/Hohenems Hohenems, Schweizer Straße 1 | Postfach 100
Ereignisse / Festspiele Bregenzer Festspiele Bregenz, Platz d. Wiener Symphoniker 1
Ereignisse / Konzert Internationale Wolfegger Konzerte Wolfegg, Chorherrengasse 3
Ereignisse / Festival Appenzeller Bachtage St.Gallen, Museumstrasse 1
Ereignisse / Festival Musica Sacra International Marktoberdorf, Gschwenderstraße 8
Ereignisse / Festival Fürstensaal Classix Kempten (Allgäu), Theaterstraße 4
Ereignisse / Theater Langenargener Festspiele Langenargen, Mühlstrasse 17

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