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Theater Bielefeld

Die Geschichte des Theaters Bielefeld beginnt, als eine Bürgerinitiative mehr Kultur in ihrer Stadt fordert. Durch ihre Spenden wird der Bau des Stadttheaters ermöglicht und das Theater Bielefeld wird 1904 eröffnet. Seitdem ist es das kulturelle Zentrum Ostwestfalens, das mit seinem Publikum lebt und sich mit ihm wandelt.

Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter – ob in der Bühnentechnik, der Maske, Dramaturgie oder in den Ensembles – trägt dazu bei, dass kreative Ideen und Visionen auf der Bühne ihren Ausdruck finden. Wir setzen Jahrhunderte alte Stoffe in Bezug zur Gegenwart und entdecken neue, zeitgenössische Stücke. Wir spielen, tanzen und singen, schreiben und rechnen, bauen Dekorationen, knüpfen Perücken und nähen Kostüme.

Das Theater Bielefeld ist ein Drei-Sparten-Haus, in dem sich Gesang, Tanz und Schauspiel unter einem »Dach« befinden. Rund 370 passionierte MitarbeiterInnen erschaffen in über 600 Vorstellungen pro Spielzeit Räume zum Lachen, Mitleiden, Nachdenken und Diskutieren. Über 200.000 ZuschauerInnen aus Bielefeld, der Region und ganz Deutschland haben Teil an der Kunst, die Tag für Tag auf den Bühnen der Spielstätten entsteht.

Kontakt

Theater Bielefeld
Bühnen und Orchester der Stadt Bielefeld
Brunnenstraße 3-9
D-33602 Bielefeld

Telefon: +49 (0)521-515454 Kartentelefon

 

SPIELSTÄTTEN
Stadttheater: Niederwall 27, Bielefeld
Theater am Alten Markt, TAMZWEI und TAMDREI: Alter Markt 1, Bielefeld
Tor 6 Theaterhaus: Hermann-Kleinewächter-Straße 4, Bielefeld

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Theater

Requiem

Male Günther // Lothar Kittstein // Bernhard Mikeska

Premiere: 11. Januar 2020

Eine szenische Installation von Male Günther, Lothar Kittstein und Bernhard Mikeska (RAUM + ZEIT)

1925: Zum Gedenken an ihren im ersten Weltkrieg gefallenen Sohn möchte Lina Oetker, Witwe des Firmengründers August Oetker, der Stadt Bielefeld ein Konzerthaus stiften. Fünf Jahre später eröffnet die Rudolf-Oetker-Halle, ein architektonisches und akustisches Meisterwerk. Das Programm im großen Konzertsaal ist inzwischen längst eine Institution. Nun laden das Theater Bielefeld und das Kollektiv RAUM + ZEIT dazu ein, die sonst verborgenen Orte des spektakulären Baus zu entdecken, bei einer szenischen Installation, die jede*r Zuschauer*in ganz allein betritt.

Requiem entführt Besucher*innen in abgelegene Räume und Hinterzimmer – und auf eine subjektive Reise ins Innere. Auf dem Weg durch vergangene Zeiten wird man Teil von Begegnungen zwischen Vater und Sohn, Großmutter und Enkel, zwischen Mann und Frau am Beginn einer Liebe. Was bedeutet es, in eine Familie hineingeboren zu werden, Verantwortung zu übernehmen, Identität weiterzutragen? Ist es möglich, einen eigenen Weg zu gehen? Die Grenze zwischen Gegenwart und Vergangenheit, zwischen Realität und Traum wird durchlässig.

Die szenische Installation ist Teil des Projektes »Laboratorium: Recherche, Struktur, Freiheit« des Theaters Bielefeld mit freien Kollektiven und Künstler*innen.

Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit dem NRW KULTURsekretariat.

Inszenierung: Bernhard Mikeska
Text: Lothar Kittstein
Bühne: Maira Bieler, Bernhard Mikeska
Kostüme: Birgitt Kilian
Sounddesign: Knut Jensen

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Theater

Paradise Reloaded (Lilith)

Peter Eötvös

Premiere: 18. Januar 2020

Oper in 12 Bildern

In Gottes Schöpfung ist der Wurm drin, findet der gefallene Engel Lucifer. Eine ähnliche Auffassung teilt auch Lilith, die erste Frau Adams. Sie wurde aus dem Paradies verstoßen, da sie gegen Adams Herrschaftsanspruch aufbegehrte – war sie ihm doch ebenbürtig von Gott aus Lehm geschaffen worden. Doch Adam blieb nicht lang allein, aus seiner Rippe wurde ihm eine neue Gefährtin geformt: die gefügigere Eva. Angetrieben von Lilith erkennt Lucifer, dass in der Manipulation Adams seine einzige Chance liegt, mit Gott abzurechnen: Auf einer Zeitreise zeigt Lucifer den Urmenschen die Zukunft ihrer Nachkommen. Wäre es da nicht besser, wenn kein Mensch mehr entstünde?

Konträr angelegte Charaktere, eine Reise von prähistorischer Zeit bis hin zur Zukunft, vom Paradies bis zu allzu menschlichen Höllen – Peter Eötvös' farbige und ausdrucksstarke Musik bringt diese Geschichte in ihrer ganzen Vielfalt zum Leuchten. Bereits in seiner Oper Die Tragödie des Teufels beschäftigte sich der ungarische Komponist mit dem Themengeflecht der Genesis. Stand dort der Teufel Lucifer im Mittelpunkt des Geschehens, konzentriert Eötvös sich im 2013 uraufgeführten Paradise Reloaded (Lilith) auf die schillernde Gestalt der ersten Frau, die, obwohl zur Dämonin gestempelt, letztendlich sogar den Teufel in die Schranken weist. Von welcher stammt die Menschheit wohl ab, von der opferbereiten Eva oder der selbstbestimmten Lilith? Oder leben Nachkommen beider Urmütter unter uns?

Musikalische Leitung: Gregor Rot
Inszenierung: Wolfgang Nägele
Bühne: Stefan Mayer
Kostüme: Irina Spreckelmeyer
Dramaturgie: Anne Christine Oppermann

In deutscher Sprache mit Übertiteln

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Theater

Text

Dmitry Glukhovsky

Premiere: 24. Januar 2020

Text nach dem Roman von Dmitry Glukhovsky / aus dem Russischen von Franziska Zwerg

Ilja hat sieben Jahre im Straflager verbracht, für ein Drogendelikt, das er nicht begangen hat. Als er entlassen wird, ist nichts mehr, wie es war: seine Jugend dahin, der Studienplatz weg, seine damalige Freundin mit einem anderen liiert, seine Heimat Moskau kaum wiederzuerkennen. Einzig die Mutter wartet daheim. Doch auch diese letzte Gewissheit erweist sich als Trugschluss. Ilja kommt zwei Tage zu spät. Die Wohnung ist leer, die Kohlsuppe auf dem Herd kalt, seine Mutter hatte einen Herzinfarkt. Und da ist er wieder, der so lange zurückgehaltene Hass auf Petja, den korrupten Drogenfahnder, der sein Leben zerstört hat. Befeuert vom Alkohol und bewaffnet mit einem Küchenmesser zieht Ilja los, findet seinen Peiniger im Dunkel der Nacht und ersticht ihn hinterrücks. Als Ilja am nächsten Tag in der leeren Wohnung aufwacht, kommt ihm das Geschehene nahezu unwirklich vor. Aber da ist das Smartphone des Toten, das er im Affekt mitgenommen hat, und Petja lebendig hält. Vielleicht ist das die Chance, die Tat zu vertuschen? Zaghaft beginnt Ilja aus Petjas Chatverläufen Informationen zu sammeln und in seinem Namen zu antworten. Und mit jeder Stunde, in der er Petjas Leben virtuell verlängert, um seiner erneuten Verhaftung zu entgehen, dringt Ilja tiefer in das Netz aus privaten Verwicklungen und kriminellen Machenschaften des Anderen ein, der immer mehr er selbst wird. Es ist, als hätte Ilja nie existiert: »Es gibt Menschen, von denen bleibt etwas, und von anderen bleibt nichts.«

Dmitry Glukhovsky zählt zu den aufregendsten Gegenwartsautoren Russlands. Seine Science-Fiction-Trilogie Metro ist ein Millionenbestseller. Mit Text hat er einen Techno-Thriller vorgelegt, eine moderne Geschichte von Schuld und Sühne: politisch brisant und spannend gleichermaßen.

Inszenierung: Dariusch Yazdkhasti
Bühne und Kostüme: Karla Fehlenberg
Video: Björn Gabriel, Anna Marienfeld
Dramaturgie: Katrin Enders

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Theater

Die Jagd (The Hunt)

Premiere: 31. Januar 2020

Die Jagd nach dem Film Jagten von Thomas Vinterberg und Tobias Lindholm / für die Bühne bearbeitet von David Farr / Deutsch von Frank Heibert

Eine Dorfgemeinschaft, in der jeder jeden kennt. Man(n) geht gemeinsam jagen und trinkt zusammen. Lukas ist einer von ihnen; er ist frisch getrennt, aber nicht allein. Zwar vermisst er seinen Sohn Marcus, aber es gibt eine reale Chance, dass dieser in naher Zukunft zu ihm zieht. Auch sein neuer Job als Kindergärtner schützt ihn vor der Einsamkeit. Er ist akzeptiert bei den Kolleginnen, findet unter ihnen sogar eine neue Liebe. Die Kinder scheinen Lukas zu mögen, besonders Klara. Aber dann, eines Tages, passiert es. Ein Verdacht steht im Raum: Klara hat seltsame Dinge erzählt, von Lukas, wie er nackt vor ihr stand. Die Kindergartenleiterin ist eine verantwortungsvolle Person, das Wohl ihrer Schützlinge ihre Herzensangelegenheit. Sie hält es für eine Pflicht, die Elternschaft zu informieren und löst damit eine Welle aus, die Lukas in die Isolation treibt. Egal, was er fortan tut, der Verdacht haftet an ihm, manifestiert sich immer mehr.

Die Gemeinschaft wehrt sich mit aller Entschiedenheit und Brutalität gegen den vermeintlichen Kinderschänder in ihrer Mitte; die Liebe zerbricht daran ebenso wie langjährige Freundschaften, Hass flammt auf. Als Lukas schließlich nichts nachgewiesen werden kann und auch Klara seine Unschuld beteuert, verebbt die Welle. Die Gemeinschaft nimmt ihn wieder auf. Doch die Narben sind tief und die Jagd noch nicht zu Ende.

Thomas Vinterberg (bekannt u. a. durch Das Fest und Die Kommune) hat mit Die Jagd einen atmosphärisch dichten, beklemmenden Film geschaffen, eine moderne Hexenjagd, die nun für das Theater adaptiert wird.

Inszenierung: Michael Heicks
Bühne: Annette Breuer
Kostüme: Franziska Gebhardt
Musik: Vivan Bhatti

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1 Tanz

Opus Fünfundsechzig

Simone Sandroni

Ein Abend von TANZ Bielefeld mit den Bielefelder Philharmonikern zur 8. Symphonie von Dmitri Schostakowitsch

Schostakowitschs Symphonie Nr. 8 in c-Moll gilt heute als eine der größten Leistungen des russischen Komponisten. 1943 entstanden, wurde sie – ebenso wie die Siebte und die Neunte – den »Kriegssymphonien« zugeordnet. Im Gegensatz zu der weit verbreiteten Lesart seiner ZeitgenossInnen, ist sie jedoch nicht nur als ein Requiem an die zahllosen Opfer des Krieges zu lesen, sondern vielmehr auch als das persönliche Bekenntnis eines leidenden Künstlers. Obwohl Schostakowitschs Werk als Aushängeschild sozialistischer Kunst gehandelt wurde, sah sich der Komponist während seines gesamten Schaffens immer wieder von Stalins Machtapparat gemaßregelt und musste um seine Existenz und die seiner Familie fürchten.

Gemeinsam mit den Bielefelder Philharmonikern legen Simone Sandroni und sein Ensemble die verschiedenen Deutungsebenen einer Musik frei, die durch ihre Expressivität und ihre mitreißende Kraft beeindruckt. Was bedeutet es, ein künstlerisches Leben in Unfreiheit zu führen? Welchen Umgang findet der Einzelne mit der Unterdrückung? Was hilft ihm, standzuhalten und seine persönliche Integrität zu wahren?

»Es ist unmöglich, alles, was mit einem so großen Phänomen wie Schostakowitsch in Verbindung steht, zu beurteilen und zu verstehen«, hielt der berühmte Pianist Swjatoslaw Richter in den Siebzigerjahren fest. TANZ Bielefeld entwickelt eigene, physische Zugänge zu Schostakowitschs Opus 65 und eröffnet damit einen universellen, zeitgenössischen Blickwinkel auf dieses für sein Schaffen zentrale Werk. Nach Prokofjews Romeo und Julia und Strawinskys Der Feuervogel beschließt die Uraufführung am Theater Bielefeld eine Tanz-Trilogie, die den drei wohl bedeutendsten russischen Komponisten des 20. Jahrhunderts gewidmet ist.

Musikalische Leitung: Gregor Rot
Choreografie und Inszenierung: Simone Sandroni
Bühne und Kostüme: Jürgen Höth
Licht: Johann Kaiser
Dramaturgie: Janett Metzger

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Oper

Die Hochzeit des Figaro

Wolfgang Amadeus Mozart

Opera buffa in vier Akten / Text von Lorenzo Da Ponte

Figaro heiratet seine Susanna! Endlich ist er da, der schönste Tag im Leben! So sollte es zumindest sein. Aber ausgerechnet am Hochzeitsmorgen gesteht Susanna ihrem Bräutigam, dass auch sein Dienstherr Graf Almaviva ein Auge auf sie geworfen hat. Und dass das Zimmer, das er dem Brautpaar zur Verfügung stellt, zwar schön und geräumig ist, hauptsächlich aber sehr günstig für heimliche Grafenbesuche gelegen wäre. So hat sich Figaro seine Hochzeit nicht vorgestellt. Und mit Sicherheit wird er nicht klein beigeben und diese Situation akzeptieren. Bloß verfolgen alle im gräflichen Schloss ihre ganz eigene Agenda, sodass jeder noch so gut durchdachte Plan in nur noch größeres Durcheinander mündet. Innerhalb nur eines einzigen, aberwitzigen Tages wird das Unterste zuoberst gekehrt, sorgfältig Verborgenes oŒffenbar und der Blick in eigene und fremde Abgründe geworfen. Führt ein Weg aus diesem allzu menschlichen Chaos?

Für Die Hochzeit des Figaro arbeitete Mozart erstmals mit dem kongenialen Textdichter Lorenzo Da Ponte zusammen. Gemeinsam schufen sie eine spritzige musikdramatische Komödie, die gleichzeitig die tiefsten menschlichen Sehnsüchte fühlbar macht.

Musikalische Leitung: Alexander Kalajdzic
Inszenierung: Alexander Charim
Bühne: Ivan Bazak

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

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Oper

Aida

Giuseppe Verdi

Oper in vier Akten und sieben Bildern / Libretto von Antonio Ghislanzoni nach einem Handlungsentwurf von Auguste Mariette Bey und einem Szenarium von Camille du Locle / Musik von Giuseppe Verdi

Entwurzelt, verschleppt, ausgebeutet: Die äthiopische Prinzessin Aida fristet ein bitteres Dasein als Sklavin am ägyptischen Königshof. Einziger Lichtblick ist die Liebe zum Feldherrn Radames, doch der ist zugleich Objekt der Begierde der mächtigen Prinzessin Amneris. Als Aidas Landsleute Ägypten überfallen, wird Radames auserwählt, die Verteidigung zu leiten. Sein ägyptisches Heer besiegt die äthiopischen Truppen, er kehrt als Held zurück. Aidas letztes und wichtigstes Geheimnis – niemand weiß, dass sie die Königstochter des Feindeslandes ist – droht aufzufliegen, als sie ihren Vater unter den Gefangenen erblickt. Aidas Liebe zu ihrem Geliebten und ihrem Vater wird einer unmenschlichen Zerreißprobe ausgesetzt, als dieser sie zwingt, jenen zum Verrat anzustiften.

Jenseits aller Ägypten-Romantik, die ganze Generationen von Opernliebhaber*innen hervorgebracht haben dürfte, entpuppt sich Verdis späte Oper als Kammerspiel von schnörkelloser Leidenschaft: Wie so oft spiegelt sich große Politik im intimsten Miteinander der Protagonist*innen, führen Entscheidungen hier zu tsunamiartigen Wellen dort. Ist das Libretto auf das Nötigste reduziert, um Figuren und Motivationen herauszumeißeln, spielt die Musik buchstäblich auf der großen Klaviatur der Emotionen und zeugt von Verdis Reife und Meisterschaft. Ein Musikdrama italienischen Zuschnitts, das sich die nur scheinbare zeitliche und räumliche Ferne der Handlung zunutze machte, um aktuelle Verhältnisse im Italien und Europa des späten 19. Jahrhunderts kritisch aufs Korn zu nehmen.

Inszenierung: Nadja Loschky
Bühne: Ulrich Leitner
Kostüme: Irina Spreckelmeyer
Dramaturgie: Jón Philipp von Linden

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

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Theater

Neujahr

Juli Zeh

Henning ist auf der Flucht vor sich selbst. Er quält sich am Neujahrsmorgen auf Lanzarote mit dem Fahrrad einen Berg hoch. Er kämpft mit sich, dem Gegenwind, dem viel zu schweren Rad, die ungeeignete Kleidung scheuert, er hat Durst und ist unterzuckert. Und doch treiben ihn die Gedanken an seine Familie immer weiter bergaufwärts. Die Ehe mit seiner Frau funktioniert eigentlich bestens. Beide können es sich leisten, im Beruf kürzer zu treten und kümmern sich gleichberechtigt um die zwei Kinder. Gleichzeitig befindet sich Henning in einem Zustand permanenter Überforderung. Er leidet unter Angstzuständen und Panikattacken, die er verheimlicht und die ihn zu ersticken drohen. Sein Alltag wird zum nackten Überlebenskampf, und im Stakkato der Pedaltritte bricht die Wut aus ihm heraus: Scheiß-Welt, Scheiß-Kinder, Scheiß-Familie. Mit dem Zusammenbruch erreicht er den Gipfel und stürzt in die Erinnerung: Er war schon einmal hier, als Kind, mit seinen Eltern und seiner Schwester Luna. Ein schreckliches Geheimnis umweht diesen Ort, ein lange Zeit verdrängtes Erlebnis bricht über Henning herein.

Juli Zeh nimmt mit ihrem aktuellen Erfolgsroman die bürgerliche Mitte ins Zentrum einer Erzählung über die Überforderung derjenigen, die eigentlich alles richtig machen. Der Abgrund lauert im Alltag, der sie im Griff hat, ohne Aussicht auf Erlösung. Ein Alltag, in dem die aufgeklärten, modernen Eltern den beruflichen und familiären Anforderungen gerecht werden wollen und sich selbst und den Kindern gerade dadurch abhandenkommen. Dabei spannt Juli Zeh den erzählerischen Bogen vom inneren Monolog eines Getriebenen zu einem märchenartigen Thriller über ein lange verschüttetes Kindheitserlebnis.

Inszenierung: Dariusch Yazdkhasti
Bühne und Kostüme: Julia Hattstein
Video: Konrad Kästner
Dramaturgie: Elisa Hempel

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Theater

Jugendliebe

Ivan Calbérac

Antoines Putzfrau Dragana befindet sich im Streik, seit sie im Wirtschaftsmagazin gelesen hat, was ihr Arbeitgeber verdient. 734 Mal so viel wie sie! Eine lästige Angelegenheit für Antoine, zumal seine Freundin gerade beim Shoppen seine Kreditkarte überzogen hat. Er ist schließlich kein Wohlfahrtsinstitut und das Geld schneller weg, als man denkt. Da platzt auch noch sein Anwalt mit einer Hiobsbotschaft herein: Antoine ist seit langem verheiratet, eine Tatsache, die er längst vergessen hat, weil sie keine Rolle mehr in seinem Leben spielt. Maryse war seine Jugendliebe, die Blitzhochzeit in Las Vegas eine Schnapsidee. Nun will Maryse, die inzwischen als Entwicklungshelferin in Malawi arbeitet, die Scheidung. Die Crux: Ihr steht die Hälfte des gemeinsamen Vermögens zu. Die Zeit drängt, denn die Jugendliebe hat ihr persönliches Erscheinen angekündigt.

In dieser Situation erweist sich Draganas Einraumwohnung als Eingang zum Paradies und erhoffter Ausweg aus der Misere. Ein geradezu idealer Ort, Maryse zu empfangen und ihr ein Sozialdrama vorzuspielen. Gesagt, getan. Antoine zieht mit seiner Freundin (französischer Adel) in den Plattenbau. Willkommen im Paralleluniversum! Was nun folgt, ist eine rasante Reihe tragikomischer Ereignisse und Verwicklungen, die alle Beteiligten um Illusionen ärmer und Erfahrungen reicher macht.

Ivan Calbérac, bekannt u. a. durch den Kinofilm Frühstück bei Monsieur Henri, ist mit Jugendliebe eine hinreißende Komödie über ein prekäres Thema gelungen.

Inszenierung: Michael Heicks
Bühne und Kostüme: Timo Dentler, Okarina Peter
Dramaturgie: Katrin Enders

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Theater

Spin

David Gieselmann

Auftragswerk anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Universität Bielefeld

Autor David Gieselmann ist am Theater Bielefeld spätestens seit Sissy Murnau kein Unbekannter mehr. Nachdem er bewiesen hat, dass Serien auch theatertauglich sind, überlässt er nun die Androiden nicht länger nur dem Kino und stellt mit Spin eine Androidin auf die Bühne.

Spin ist das Werk einer betrügerischen Biochemikerin unter Verwendung veruntreuter EU-Gelder. Da sie, wenngleich illegal entstanden, nun einmal da ist, löst sie eine Menge Begehrlichkeiten aus. Der Geheimdienst ist ebenso hinter Spin her wie der Kunstfleisch- und der Kunstmarkt; die »Church of Spin« erhebt sie zur spirituellen Leitfigur, die AktivistInnenbewegung »Private-I-See-You« fordert ihre sofortige Abschaltung. Ihrer Schöpferin Regula wird sie unversehens zur Tochter, was Regulas Vater auf den Plan ruft und damit das reinste Familiendrama in Gang setzt. Spin weiß alles und fühlt nichts. Im Bewusstsein dieses Dilemmas trifft sie schließlich eine überraschende und folgenreiche Entscheidung.

Das Schöne an Spin ist, dass ihr Denktempo einerseits der Komödie vorauseilt, ihre Naivität in Bezug auf ihre Sehnsucht Mensch zu sein, aber wiederum der Komödie hinterherhinkt. Im besten Falle lässt sich das Publikum in diese sich widerstrebenden Tempi hineinziehen und verdrängt sein Wiedererkennen in den Figuren vor lauter Ablenkung erfolgreich – ganz gleich wie menschlich oder transhuman diese handeln. Es wird dies also hoffentlich eine allzu menschliche Komödie. (David Gieselmann)

Inszenierung: Christian Schlüter
Bühne und Kostüme: Jürgen Höth
Video: Sascha Vredenburg
Dramaturgie: Katrin Enders

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Theater

Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui

Bertolt Brecht

Chicagos Gemüsehändler sind in einer schweren Krise. Blumenkohl und anderes Grünzeug finden keinen Absatz mehr. Da betritt Arturo Ui, ein kleiner Gangster aus der Bronx, die Bildfläche. Warum nicht aus dieser wirtschaftlichen Misere Profit schlagen? Doch Uis Angebot, das Geschäft durch Drohung und Gewalt anzukurbeln, verfängt nicht. Statt sich mit Kriminellen einzulassen, begeben sich die Mitglieder des Gemüsekartells lieber in die Welt der politischen Intrigen. Sie überzeugen den angesehenen Politiker Dogsborough, sich städtischer Gelder zu bedienen, um ihnen unter die Arme zu greifen. Der Betrug droht aufzufliegen, als eine Untersuchung eingeleitet wird, und Ui wittert seine Chance. Öffentlich stellt er sich auf die Seite des angeschlagenen Politikers, kurz darauf segnen zwei wichtige Zeugen unter ungeklärten Umständen das Zeitliche. Ui weiß die Schwächen der anderen für sich zu nutzen und so steht auch bald das Gemüsekartell unter seinem Einfluss. Mittels Verführung, Mord und unverhohlener Dreistigkeit steigt Ui die Leiter der Macht immer weiter empor. Mehr und mehr Leichen pflastern seinen Weg, doch Arturo Ui will expandieren und hat noch lange nicht genug.

Bertolt Brecht schrieb diese scharfzüngige Parabel über Adolf Hitlers Weg zur Macht 1941 im Exil und verlegte die Handlung in Chicagos Gangstermilieu zur Zeit von Al Capone. Brecht befragt den scheinbar unaufhaltsamen Aufstieg eines Diktators und stellt die opportunistische Gesellschaft bloß, die ihn ermöglicht. »Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.«

Inszenierung und Musik: PRINZIP GONZO (Tim Tonndorf, Robert Hartmann)
Bühne: Anna Bergemann
Kostüme: Josephin Thomas
Dramaturgie: Anne Vogtmann, Elisa Hempel

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Musical

Otello darf nicht platzen!

Das Musical – Brad Carroll / Peter Sham

Musical nach der Komödie von Ken Ludwig / Buch und Gesangstexte von Peter Sham / Musik von Brad Carroll / Deutsch von Roman Hinze

Cleveland, Opernhaus. Zur Galavorstellung von Verdis Otello wird Startenor Tito Merelli erwartet. Die Damen der Operngilde sind schon seit Wochen völlig aus dem Häuschen und das ganze Theater vibriert vor Aufregung. Die Vorfreude wendet sich langsam in Unruhe, als der illustre Gastsänger nach der Generalprobe immer noch nicht eingetroffen ist. Theaterdirektor Saunders ist der Verzweiflung nahe, schließlich hat sich kein Geringerer als Präsident Roosevelt angekündigt – wir schreiben Herbst 1934 –, um die Vorstellung zu erleben. Zum Glück hat Max, Regieassistent mit gesanglichen Ambitionen, genug Mumm in den Knochen, um die Partie zu übernehmen – nicht nur die des Otello, sondern auch gleich die des Tito Merelli! Der ist zwar inzwischen endlich im Haus, hat aber nach einem lautstarken Krach mit seiner Gemahlin eine viel zu große Menge Beruhigungstabletten geschluckt und ist nun nicht mehr wachzukriegen. Max spielt und singt seine Rolle so gut, dass niemand die Verwechslung überhaupt bemerken würde – wären da nicht gleich mehrere ambitionierte Damen, die immer schon mal eine Nacht mit Tito Merelli verbringen oder ihm zumindest vorsingen wollten. Als der echte Tito Merelli erwacht, ist das Chaos perfekt …

Nimmt Ken Ludwigs beliebte Komödie schon jedes gängige Klischee über mittelgroße Opernbetriebe lustvoll aufs Korn, lässt die im klassischen Broadwaystil gehaltene Musicalfassung von Peter Sham und Brad Carroll das Geschehen auf und hinter der Bühne erst so richtig authentisch werden. Und das schon lange, bevor die hauseigene Primadonna beim nächtlichen Privatcasting dem Stargast quasi alle großen Sopran-Opernarien im Schnelldurchlauf um die Ohren schmettert …

Musikalische Leitung: William Ward Murta
Inszenierung: Thomas Winter
Bühne und Kostüme: Ulv Jakobsen
Choreografie: Dominik Büttner
Choreinstudierung: Hagen Enke

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Theater

How to Date a Feminist

Samantha Ellis

Steve und Kate, beide frisch verlassen, lernen sich bei einem Kostümball als Robin Hood und Wonder Woman kennen. Im wirklichen Leben sind sie Bäcker und Journalistin. Steve hat die Wochenenden seiner Kindheit bei der Mutter im Friedenscamp Greenham Common verbracht, umgeben von selbstbestimmten, politisch engagierten Frauen am Rande der Legalität. Kate ist nach dem Weggang der Mutter bei ihrem Vater geblieben, der sie gemäß seinen unverrückbaren Vorstellungen von Ehe und Weiblichkeit erzogen hat. Wie kommen ein überzeugter Feminist und eine Frau, die immer wieder auf Machos hereinfällt, zusammen? Nachdem die ersten Hürden der Annäherung überwunden sind, macht Steve seiner Liebsten einen Heiratsantrag – nicht ohne sich vorher für sämtliche patriarchalischen Entgleisungen der Menschheitsgeschichte zu entschuldigen – und Kate sagt »ja« zu diesem Abenteuer! Die Vorbereitungen für die Hochzeit, mit den jeweiligen Elternhäusern im Hintergrund, erweisen sich als hochkomplizierte diplomatische Verhandlungen. Als es endlich geschafft ist, führt ausgerechnet die Annäherung von Steves Mutter und Kates Vater zum Abbruch der Feierlichkeiten nach nur 90 Minuten. Ein Happy End scheint erst einmal nicht in Sicht.

Die englische Autorin Samantha Ellis dekliniert in ihrer 2016 in London uraufgeführten Komödie How to Date a Feminist lustvoll Geschlechterklischees und ihre Umkehrungen durch und treibt das Vexierspiel auch formal auf die Spitze, indem sie sämtliche Rollen für eine Schauspielerin und einen Schauspieler konzipiert. Ein besonderer Clou, der beweist, dass intelligentes Spiel nicht nur äußerst unterhaltsam, sondern auch debattentauglich ist.

Inszenierung: Christian Schlüter
Bühne und Kostüme: Jürgen Höth
Dramaturgie: Anne Vogtmann

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Theater

Kaleidoscope_To the Dark Side of the Moon

Ray Bradbury, Pink Floyd

»Sie fielen. Sie fielen wie Kieselsteine in einen Brunnenschacht. Sie waren zerstreut wie Spielwürfel nach einem gewaltigen Wurf. Und anstelle der Menschen waren da nur noch Stimmen.«

In den unendlichen Weiten des Alls hat sich eine Katastrophe ereignet. Ein Raumschiff ist nach einem Kometeneinschlag explodiert und hat seine Ladung in das ungastliche Nichts des Universums geschleudert. Die Besatzung trudelt im Raumanzug in der Schwerelosigkeit des Weltraums langsam auseinander, ihrem Schicksal entgegen. Hollis treibt Richtung Erde, der Kommandant zum Mond, andere schweben gen Mars oder Pluto. Noch sind sie per Funk miteinander verbunden, aber stetig steuern sie auf ihre Isolation zu. Zwischen Schock und Verzweiflung machen sich lang gehegter Groll, Neid und Missgunst Luft. So trauert Hollis verpassten Chancen hinterher und würde alles dafür geben, seine Träume gegen Erinnerungen eintauschen zu können. Im Angesicht des Todes hat er nur noch den einen Wunsch, eine letzte gute Tat zu vollbringen, bevor er in die Atmosphäre der Erde eintaucht. Eine musikalische Weltraumexpedition, die fünfzig Jahre nach der ersten Mondlandung kunstvoll Pink Floyds berühmtes Album The Dark Side of the Moon mit der poetischen und berührenden Erzählung Kaleidoscope von Science-Fiction-Autor Ray Bradbury verknüpft.

»Es ist wie in einem riesigen Kaleidoskop. Man sieht alle möglichen Formen-, Farben und Größenanordnungen. Gott, ist das schön.«

Inszenierung und Bühne: Michael Heicks
Kostüme: Anna Sörensen
Musikalische Leitung: Norbert Stertz
Video: Sascha Vredenburg
Dramaturgie: Anne Vogtmann

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Kinderprogramm

Wintertiere

von und mit Julia Torres

Gedicht-Theatershow für kleine Schneehasen ab 3 Jahren

Halten Schnecken Winterschlaf? Warum frieren Enten nicht an den Füßen? Und wachsen Vögeln Winterfedern? All dem geht Julia Torres mit Spiel, Gesang, Händen, Füßen und vielen Gedichten auf den Grund.

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Theater

Konstellationen

Nick Payne

Wie kommt man dem Geheimnis der Unsterblichkeit näher? Wenn man es schafft, die Spitzen seiner Ellbogen zu lecken. Vielleicht. Bleibt immer noch die Frage, ob man das überhaupt will, ewig leben. Aber Entscheidungen rückgängig machen können, das wäre zumindest schon mal ein Anfang. Denn wer kennt es nicht, das Gefühl, im entscheidenden Moment falsch abgebogen zu sein und nun weiter zu müssen auf der Einbahnstraße. Nick Paynes Stück Konstellationen macht die Umkehr möglich! Und so nimmt die Begegnung von Roland und Marianne nicht ihren Lauf, sondern verschiedene Verläufe: in Varianten, die sich manchmal nur durch eine Nuance unterscheiden. Die beiden treffen sich auf einer Grillparty, einmal mit, dann wieder ohne Partner im Hintergrund, bei Regen oder Sonnenschein. Alles ist denkbar. Sie tauschen sich über ihre Berufe aus. Er ist Imker, sie Physikerin – Paralleluniversen auch hier. Die erste gemeinsame Nacht verläuft in keinem Fall optimal, egal ob Roland geht oder im Schlafsack auf dem Boden nächtigt. Ihre Liebe wird gleich von mehreren Seiten bedroht. Ist es Mariannes Krankheit? Geht Roland fremd? Oder Marianne? Was wird Marianne auf den Heiratsantrag von Roland antworten? Ändert es etwas, ob er den Antrag mit einer gut vorbereiteten Rede über den Bienenstaat untermauert oder den Zettel vergessen hat und nun frei improvisiert?

Nick Payne schafft es mit seinem preisgekrönten Stück, Gewissheiten auf eine charmante und spielerische Art in Frage zu stellen.

Inszenierung: Dariusch Yazdkhasti
Bühne und Kostüme: Paul Lerchbaumer
Dramaturgie: Franziska Betz

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Theater Bielefeld

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Die Geschichte des Theaters Bielefeld beginnt, als eine Bürgerinitiative mehr Kultur in ihrer Stadt fordert. Durch ihre Spenden wird der Bau des Stadttheaters ermöglicht und das Theater Bielefeld wird 1904 eröffnet. Seitdem ist es das kulturelle Zentrum Ostwestfalens, das mit seinem Publikum lebt und sich mit ihm wandelt.

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Das Theater Bielefeld ist ein Drei-Sparten-Haus, in dem sich Gesang, Tanz und Schauspiel unter einem »Dach« befinden. Rund 370 passionierte MitarbeiterInnen erschaffen in über 600 Vorstellungen pro Spielzeit Räume zum Lachen, Mitleiden, Nachdenken und Diskutieren. Über 200.000 ZuschauerInnen aus Bielefeld, der Region und ganz Deutschland haben Teil an der Kunst, die Tag für Tag auf den Bühnen der Spielstätten entsteht.
SPIELSTÄTTEN
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Aufführungen / Theater Theater Münster Münster, Neubrückenstraße 63
Aufführungen / Theater Theater Osnabrück Osnabrück, Domhof 10/11
Aufführungen / Varieté GOP Kaiserpalais Bad Oeynhausen Bad Oeynhausen, Im Kurgarten 8
Aufführungen / Theater Theaterlabor im Tor 6 Bielefeld, H.-Kleinewächter-Str. 4

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