Theater Bielefeld          Bielefelder Philharmoniker    

Theater Bielefeld

Spielzeit 2011/12

Rigoletto

Melodramma in drei Akten von Guiseppe Verdi

Premiere: 26. Mai 2012, Theater am Alten Markt

Libretto von Francesco Maria Piave nach dem Versdrama Le Roi s’amuse von Victor Hugo.

Ein hässlicher Krüppel, verfluchter Narr, liebender Vater, böser Spötter: Schon Jahre lang spukte diese Figur in Verdis Kopf herum, irgendwann musste er eine Oper über sie schreiben. Rigoletto wurde ein Welterfolg – und die tragischen Außenseiter der Gesellschaft fortan zum Leitmotiv seines Musiktheaters. In Victor Hugos Drama Le Roi s’amuse fand Verdi alles, was sein unbändiger Ausdruckswille begehrte: große Leidenschaft, politischen Biss, zarte Gefühle, Fluch und Mord. Nicht nur Rigoletto selbst ist ein »gemischter« Charakter sondergleichen. Auch seine zwischen Naivität und erwachender Leidenschaft schwankende Tochter Gilda und der in seiner frivolen Unverfrorenheit irgendwie auch bezwingende Herzog sind Figuren, die nach Musik »schreien«. Zusammen mit dem unheimlichen Meuchelmörder Sparafucile bilden diese drei eine Konstellation, die dunkel glüht und unaufhaltsam ins Verhängnis führt. Dabei sind es weniger die Charaktere, die sich im klassischen Sinne entwickeln, als die Kraft der »gewaltigen Situationen« (Verdi) und schroffen Kontraste, die das Stück vorantreiben: Von der Galanterie des höfischen Balls, in die der Fluch des Monterone wie ein Gottesgericht bricht, bis zum berühmten Finale, in dem Rigoletto seine unheimliche Last zu Grabe trägt und simultan der vermeintlich tote Herzog sein Lied von der Unbeständigkeit der Frauen trällert.

Die Figur eines Herrschers, der seine Macht für erotische Abenteuer missbraucht – ein in Italien auch heute allzu vertrautes Motiv – führte um 1850 zu erheblichen Schwierigkeiten mit der Zensur. Doch sie konnte nicht verhindern, dass Verdi mit Rigoletto seine erste wirklich politische Oper schrieb, eine Oper, die sich nicht mit kollektivem Befreiungstaumel begnügt, sondern das Individuum in seiner ganzen Unzulänglichkeit, die Verhältnisse zu ändern, auf die Bühne bringt.

Musikalische Leitung: Alexander Kalajdzic
Inszenierung: Roman Hovenbitzer
Bühne: Hermann Feuchter
Kostüm: Roy Spahn
Chorstudierung: Hagen Enke
Dramaturgie: Uwe Sommer-Sorgente

In italienischer Sprache mit deutschen Übertexten

Ort:

Theater am Alten Markt

Termine:

Sa, 26.5.2012, 19:30 | Premiere |
Di, 29.5.2012, 20:00 |
Do, 7.6.2012, 20:00 |
So, 10.6.2012, 15:00 |
Fr, 15.6.2012, 20:00 |

DNA

Dennis Kelly

Premiere: 02. Juni 2012, TAM ZWEI

Tot? Ja. Was, tot? Ja. Also richtig tot. Jawohl. Ganz tot, nicht mehr am Leben. Nicht mehr am Leben, ja. Bist du sicher? Ja. Garantiert kein ... nein. ... Irrtum oder ... kein Irrtum. Es ist kein Witz? Es ist kein Witz. Nicht? Tot. Oh. Ja. Gott. Ja. Gott. Genau. Und was jetzt?

Ada wollte dazu gehören. Die Clique hat sie zu Mutproben angetrieben, immer extremer und brutaler, bis Ada in den Abgrund stürzte. Sollen sie die Tat aufklären oder vertuschen? Schuld und lüge schweißen die Gruppe zusammen und verstricken alle in gegenseitige Abhängigkeit, bis das Lügengespinst zu zerreißen droht.
Was ist wichtiger – ein Mensch oder alle?

Inszenierung: Martina Breinlinger
Coaching: Omar El-Saeidi
Regieassistenz: Hanna Wenzel

Ort:

TAM ZWEI

Termine:

Sa, 2.6.2012, 19:30 | Premiere |
So, 3.6.2012, 19:30 |
Mi, 6.6.2012, 20:00 |
Fr, 8.6.2012, 20:00 |
Sa, 9.6.2012, 19:30 |
So, 10.6.2012, 19:30 |

Blickwechsel

Nibelungen / Recht & Gewalt

Premiere: 15. Juni 2012, Theater am Alten Markt

Fünf Gruppen, achtzig Teilnehmer und ein gemeinsames ziel: Das soziokulturelle Stadtprojekt Blickwechsel lässt den Mythos der Nibelungen in einem völlig neuen Licht erscheinen. Basierend auf Friedrich Hebbels Die Nibelungen, haben die am Projekt beteiligten Theatergruppen das Epos aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet und sich jeweils einen der Protagonisten vorgenommen: Drachentöter Siegfried, König Gunter, deren spätere Frauen Kriemhild und Brunhild sowie Hagen, Berater des Königs. Herausgekommen ist dabei ein spannender Blickwechsel, in dem sich die unterschiedlichen erfahrungen und Lebenswelten der Teilnehmer widerspiegeln.

Leitung: Christoph Wehr
Video: Konrad Kästner

Ort:

Theater am Alten Markt

Termine:

Fr, 15.6.2012, 20:00 | Premiere |
Sa, 16.6.2012, 19:30 |
So, 17.6.2012, 11:00 |
So, 17.6.2012, 19:30 |

Tanzspotting IV

Tanzstücke des Tanztheater-Ensembles

Premiere: 29. Juni 2012, Theater am Alten Markt

Nach einer längeren Pause werden am Ende der Spielzeit Tänzerinnen und Tänzer des Ensembles im Rahmen von Tanzspotting neue Stücke entwickeln und an mehreren Abenden präsentieren. Die Themen werden von den Choreographen frei gewählt, somit entsteht ein Experimentierfeld für sehr individuelle, überraschende und neue Bewegungs- und Ausdrucksformen. Der Kreativität sind in diesem Falle keine Grenzen gesetzt.

Bereits in der vierten Ausgabe verfolgt Tanzspotting die Weiterentwicklung der vielfältigen und ganz eigenen choreographischen Handschriften des Ensembles.

Ensemble Tanztheater Bielefeld

Ort:

Theater am Alten Markt

Termine:

Fr, 29.6.2012, 20:00 | Premiere |
Sa, 30.6.2012, 19:30 |
So, 1.7.2012, 19:30 |

Herminie

Lustspiel von Claude Magnier

Alfred ist Schriftsteller und nicht unbedingt mit Schönheit gesegnet: Seine Ohren stehen ab und seine Nase, nun ja, die entspricht auch nicht gerade dem gängigen Ideal. Doch mit dem hässlichen Äußeren ist es bald vorbei. Alfred befindet sich nach einer Schönheits-OP mit einem Verband um den gesamten Kopf in Rekonvaleszenz. Seine Frau Herminie kümmert sich inzwischen um ihn – Lügen eingeschlossen. Denn der eitle Alfred will nicht, dass irgendjemand von seiner OP erfährt, bevor er selbst weiß, wie sein neues Antlitz denn nun aussieht. Und so muss Herminie allen erzählen, ihr Mann sei auf einer Reise.

Gaston Martin, Alfreds Verleger, ist es sogar ganz recht, dass der Hausherr nicht zu Hause weilt. So kann er Herminie endlich seine Liebe gestehen. Doch die ist alles andere als begeistert. Und als es klingelt und ihre neugierige Freundin Françoise vor der Türe steht, muss sie Herrn Martin verstecken. Zu allem Überfluss steigt auch noch ein wildfremder Mann durchs Fenster und bittet sie, ihn vor der Polizei zu verstecken. Blöderweise sind kein Schrank und kein Zimmer mehr frei. Und so muss sich der wildfremde Mann eben als ihr Ehemann ausgeben. Die Verwicklungen werden immer turbulenter. Die Schranktüren öffnen und schließen sich, der eine raus, der andere rein. Das Chaos nimmt seinen Lauf.

Der französische Theater- und Drehbuchautor Claude Magnier war ein Meister der Situationskomik und schrieb neben Herminie zahlreiche andere Komödien. Seine wohl berühmteste, Oscar, ein Missverständnis in drei Akten, wurde 1967 mit Luis de Funès in der Hauptrolle verfilmt.

Inszenierung: Michael Heicks
Bühne: Annette Breuer
Kostüme: Katharina Kromminga
Dramaturgie: Marcus M. Grube
Regieassistenz: Agnes Langenbucher

Ort:

Theater am Alten Markt

Termine:

Do, 24.5.2012, 20:00 |
Di, 29.5.2012, 20:00 |
Mi, 30.5.2012, 20:00 |
Do, 31.5.2012, 20:00 |
Mi, 6.6.2012, 20:00 |

Bleib Dir treu

Lieder von und mit Carolin Soyka

Carolin Soyka ist am Theater Bielefeld wahrlich keine Unbekannte: In den letzten Jahren war sie u. a. in Me and my Girl, Guys & Dolls oder The Birds of Alfred Hitchcock zu erleben. Und natürlich spielte und sang sie die Rolle der Gabriella in Wie im Himmel. Neben dem Theater begleitet sie die früh entdeckte und bis heute umgesetzte Leidenschaft des Songwritings am Klavier. Im Programm Bleib dir treu stellt sie sich sowohl mit eigenen liedern als auch mit Vertonungen von Gedichten von Mascha Kaléko vor. Lieder zum Zuhören, die unter die Haut und ans Herz gehen – für’s Sehnen, Träumen, Denken, Erinnern, Schmunzeln.

Ort:

LOFT

Termin:

So, 10.6.2012, 19:30 |

Sam

Katharina Schmitt

1978 schloss sich der New Yorker Performancekünstler Tehching Hsieh ein Jahr lang in einem nur wenige Quadratmeter großen Holzkäfig ein. Seine spärliche Einrichtung bestand aus einem Waschbecken, einer Lampe, einem Eimer und einem Einzelbett. Ihm war es weder erlaubt zu sprechen, zu lesen oder zu schreiben. Ein Freund brachte ihm täglich zu essen. Ansonsten wurde der Raum nur wenige Stunden pro Monat für Zuschauer geöffnet.

Die Autorin Katharina Schmitt, geboren 1979 in Bremen, hat diese Performance zum Gegenstand eines Theaterstücks gemacht, in dem sie diese größtmögliche Isolation aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Was oder wem ist man ausgeliefert, wenn man auf fast alles, was unseren Alltag ausmacht, verzichtet? Und wie kann man einem Menschen im Käfig gegenüber treten? Was ist Kunst und was sind die Grenzen der Kunst? Was sind die Grenzen des Lebens?

Katharina Schmitt schafft einen intimen Raum, stellt das Unbehagliche dieser Situation in den Mittelpunkt und konfrontiert uns mit dem Voyeurismus, der auch Kern des Zuschauens im Theater ist. Sam wurde 2010 zu den Autorentheater am Deutschen Theater Berlin eingeladen.

Inszenierung: Patrick Schimanski
Bühne: Richard Schimanski
Dramaturgie: Franziska Betz
Regieassistenz & Abendspielleitung: Lena Hesse

Ort:

TAM ZWEI

Termine:

Do, 24.5.2012, 20:00 |
Fr, 25.5.2012, 20:00 |
Sa, 26.5.2012, 19:30 |

Die Gerechten

Albert Camus

Im Februar 1905 plant eine Gruppe von Terroristen in Russland, die allesamt Mitglieder der Partei der Sozialrevolutionäre sind, ein Bombenattentat auf Sergej Romanov, Großfürst von Moskau und Onkel des Zaren. Auf dem Weg zum Bolschoi-Theater soll Kaljajev eine Bombe auf die Kutsche des Großfürsten werfen und ihn so töten. Doch als Kaljajev die Großfürstin und die beiden Neffen in der Kutsche bemerkte, bricht er das Attentat ab. Vor seinen Genossen erklärte er sich damit, dass die Organisation ihn beauftragt hatte, den Großfürsten zu töten. Dass er Kinder umbringen soll – davon sei keine Rede gewesen. Hitzige Debatten unter den Kameraden führten dazu, dass er schließlich zwei Tage später den Großfürsten und dessen Kutscher auf dem Weg zum Kreml tötet.

Kaljajev wurde nach dem Attentat sofort verhaftet und später zum Tode durch den Strang verurteilt. Zwei Tage nach dem geglückten Attentat besucht ihn die Großfürstin und Witwe des Ermordeten im Gefängnis, weil sie will, dass er seine Tat bereut.

Albert Camus’ Die Gerechtenbedient sich der historischen Ereignisse vom Februar 1905 und schildert sie, ohne dabei ein historisches Drama zu sein. Die Gerechten ist vielmehr ein Debatten- Stück par exellènce. Der französische Nobelpreisträger von 1957 stellt darin die Frage nach der Berechtigung und der Begründung des Tyrannenmords. Dabei stellt Camus den Sinn politisch motivierter Attentate in Frage, ohne sie grundsätzlich abzulehnen.

Regie: Dariusch Yazdkhasti
Bühne: Annette Breuer
Kostüm: Katharina Kromminga
Dramaturgie: Claudia Lowin
Musik: Wolfgang Siuda
Video-Regie: Konrad Kästner

Ort:

Theater am Alten Markt

Termine:

Fr, 25.5.2012, 20:00 |
Sa, 26.5.2012, 19:30 |
So, 27.5.2012, 19:30 |
Fr, 1.6.2012, 20:00 |
Sa, 2.6.2012, 19:30 |
Mo, 4.6.2012, 20:00 | letzte Aufführung! |

Identity 2.0

Gregor Zöllig

Im berühmten Höhlengleichnis legt der griechische Philosoph Platon dar, dass der Mensch mit seinen beschränkten Sinnen lediglich die Schatten der Dinge wahrnehmen kann, nicht aber die Dinge selbst. Somit leben wir nach Platons Überzeugung in einer Welt aus Abbildern, die für uns die Realität bedeuten.

Im digitalen Zeitalter hat sich die Anzahl der Abbilder, von denen wir umgeben sind, ins Unendliche potenziert. Die unterschiedlichen Medien und Kommunikationshilfen unserer Zeit ermöglichen uns durch einen Mausklick, Bilder von uns selbst zu produzieren und in Umlauf zu bringen. Somit erscheint unser »wahrer Kern« zersplittert in Tausenden von Fotografien, Internet-Profilen, sms-Texten, e-mails, Blogs, Videos, Zeitungs- und Fernsehberichten, Chat-Unterhaltungen und Telefongesprächen. Einerseits versuchen wir, unser Image in der Medienwelt zu kontrollieren, zu pflegen und sogar immer wieder neu zu erfinden. Andererseits gerät dieses Image mehr und mehr außer Kontrolle, da sich die Daten im unendlichen Netz verlieren.

So bleibt Platons Frage nach der Wahrheit, nach der Kern-Realität, die gleiche. Ist die Welt der Medien die, die uns eine neue Identität, Ruhm oder gar Glück verheißt? Oder ist es nur eine Schein- und Schattenwelt, die wir immer wieder aufs Neue produzieren? Andy Warhols Ausspruch von 1968, dass in Zukunft jeder für 15 Minuten berühmt sein würde, hat heute einen bitteren, fast zynischen Beigeschmack bekommen: Möglich ist die Berühmtheit eines jeden – aber eben nur für eine sehr kurze Zeit – bevor sich unsere Aufmerksamkeit wieder anderen Dingen zuwendet.

Ort:

Stadttheater

Termine:

Fr, 18.5.2012, 20:00 |
So, 20.5.2012, 15:00 |
Do, 31.5.2012, 20:00 |
Mi, 13.6.2012, 20:00 |

Wo die Wilden Kerle wohnen (Where the wild things are)

Fantastische Oper in neun Szenen von Oliver Knussen

Libretto von Maurice Sendak und Oliver Knussen nach dem Buch von Maurice Sendak

Wo die Wilden Kerle wohnen heißt eines der bekanntesten und bedeutendsten Kinderbücher des 20. Jahrhunderts. 1963 hat der amerikanische Autor und Illustrator Maurice Sendak – der „Picasso der Kinder“ – die Geschichte vom kleinen Max erfunden, der einen heftigen Streit mit seiner Mutter auf einer wunderbaren Traumreise ins Reich der Wilden Kerle verarbeitet. Der Schotte Oliver Knussen hat diese Geschichte 1979-84 kongenial vertont und damit eine der erfolgreichsten Kinderopern der letzten Jahrzehnte geschrieben. Seine Musik verbindet hohen künstlerischen Anspruch mit großer Verständlichkeit, die vor allem ihrer enormen sinnlichen Kraft zu verdanken ist. Wo die wilden Kerle wohnen ist eine Oper voller fantastischer Klänge und merkwürdiger Gestalten – und mit einer schönen Botschaft: Man kann sein Unglück überwinden, sogar mit Hilfe wilder Kerle …

Musikalische Leitung: Witolf Werner
Inszenierung Holger: Potocki
Bühne und Kostüme: Lukas Noll
Bewegungsregie und Choreographie: Stefan Kunzke
Choreinstudierung: Hagen Enke
Dramaturgie Uwe: Sommer-Sorgente
Regieassistenz & Abendspielleitung: Annette Nora Wolf

Ort:

Stadttheater

Termine:

Di, 5.6.2012, 12:00 |
Mi, 6.6.2012, 12:00 |
Di, 12.6.2012, 12:00 |

Company

Musik und Gesangstexte von Stephen Sondheim

Amerikanisch für Anfänger: Mit 35 sollte man eine gescheite Wohnung in einem der angesagten Stadtteile des »Big Apple« sein eigen nennen, den dafür notwendigen Job schon übersprungen haben und – verheiratet sein. Für Robert kein Problem, bis auf Letzteres. Dass alle seine Freunde ihn seit Jahr und Tag mit ihrem Eheglück zur Nachahmung nötigen, nervt ihn langsam. Als Robert die Beziehungen seiner Freunde näher unter die Lupe nimmt, muss er feststellen, dass es dort gewaltig bröckelt. Hinter den schönen Fassaden schlummern Frustration, Flucht in Rauschmittel, Lebenslügen und sogar das Überdenken der eigenen geschlechtlichen Ausrichtung. Gar nicht zu reden vom Neid der Männer auf den Don Giovanni-Faktor, dessen »Bobby« sich vor ihren Augen erfreut. Marta, Kathy und April sind seine aktuellen Freundinnen und er lässt nichts anbrennen. Wozu sich also festlegen? Doch sein Stern sinkt langsam: »Bobby is my hobby and I’m giving it up«, ist das Resümee der drei Mädels, und Bobby kommt ins Nachdenken, ob ihm nicht doch etwas im Leben fehlt …

Company ist eine wunderbar leichte Großstadtkomödie über das Erwachsensein mit all seinen Untiefen. Tatsächlich erweist sich das unübersetzbare Titelwort als Schlüsselbegriff für ein fragwürdiges soziales Wohlfühlprogramm, das sich auch in Stephen Sondheims klug-phantastischer Musicalpartitur widerspiegelt.

Musikalische Leitung: William Ward Murta
Inszenierung: Roland Hüve
Bühne und Kostüm: Okarina Peter, Timo Dentler
Choreographie: Katharina Wiedenhofer
Dramaturgie: Jón Philipp von Linden

Ort:

Stadttheater

Termine:

Mi, 30.5.2012, 20:00 |
Fr, 1.6.2012, 20:00 |
Sa, 16.6.2012, 19:30 |
Mo, 18.6.2012, 20:00 |
So, 24.6.2012, 19:30 | letzte Aufführung! |

Käthe Hermann

Anne Lepper

Käthe Hermann lebt mit ihrer Tochter Irmi und dem gelähmten Sohn Martin zusammen und weiß sich und die Familie zu beschäftigen. Sie sieht sich als Bühnenkünstlerin, als Tänzerin. Weil sie von Hans, ihrem verstorbenen Mann, zweimal geschwängert und gleich anschließend verwitwet wurde, brachte ihr Talent weder Ruhm noch Geld. So muss das Wohnzimmer allabendlich als Bühne, müssen ihre Kinder als Techniker und vor allem als Publikum dienen. Irmi und Martin müssen die Mutter nicht nur umjubeln, sie sollen genau darin auch ihr eigenes Glück finden. Denn Käthe Hermann, die gute Mutter, will, dass die Familie glücklich ist.

Das Stück zeigt, wie die Mitglieder einer Familie llusionen über die eigene Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft produzieren, um sich als gesellschaftlich handlungsfähige Individuen und als wertvolle Mitglieder einer Gemeinschaft sehen zu können. Und es zeigt den Wahn, der entsteht, wenn diese Illusionsproduktion durch die gesellschaftlichen Bedingungen bedroht wird.

Anne Lepper, die derzeit in Wuppertal lebt, studierte Philosophie, Literatur und Geschichte in Wuppertal, Köln, Bonn und Essen. Außerdem absolvierte sie das Studium des literarischen Schreibens an der Hochschule der Künste Bern. Ihr Debütstück Sonst alles ist drinnen wurde mit dem Münchner Förderpreis für deutschsprachige Dramatik ausgezeichnet. Außerdem gewann sie damit in der Langen Nacht der neuen Dramatik 2009 an den Münchner Kammerspielen den Publikumspreis.

Käthe Hermann ist das zweite Stück der Autorin. Drei Tage nach der Premiere in Bielefeld folgt bereits ihre nächste Uraufführung, Seymour oder ich bin nur aus Versehen hier, die am Staatstheater Hannover gezeigt wird.

Inszenierung: Daniela Kranz
Bühne und Kostüm: Okarina Peter, Timo Dentler
Dramturgie: Claudia Lowin
Regieassistenz & Abendspielleitung: Lena Hesse

Ort:

Theater am alten Markt

Termin:

Fr, 22.6.2012, 20:00 |

Max, Moritz und Sylvia

Aufführung der Theaterballettschule

»Ach was muß man oft von bösen Kindern hören oder lesen ...« W. Busch
Die Ballettschule des Theater Bielefeld unter der Leitung von Maria Haus lädt alle tanzinteressierten Kinder mit ihren Familien ein, diese drei literarischen Figuren in Verbindung mit klassischem und modernem Tanz näher kennenzulernen. Die Handlung des Balletts Sylvia, basierend auf T. Tassos Gedicht Aminta (1573), wird in Abwandlung bestehender Choreographien von der Tanzpädagogin Simone Schwerin neu in Szene gesetzt. Arbeiten von Gastpädagogen runden die Ergebnisse des Ballettschuljahres ab.

Leitung: Haus
Bühne und Kostüme: Rohde, Schwerin
Musik von Britten, Delibes u.a.

Ort:

Stadttheater

Termine:

Sa, 23.6.2012, 19:00 |
So, 24.6.2012, 11:00 |

neue Veranstaltung

Das Interview

Nach dem Film von Theo van Gogh und dem Drehbuch von Theodor Holman

Pierre ist politischer Redakteur, Katja ein aufstrebendes Filmsternchen. Er muss sie interviewen, obwohl er eigentlich Kriegsberichterstatter ist und feuererprobt im Kosovo. »Zwei Titten interviewen, die keinen geraden Satz herausbringen«, widerstrebt ihm zutiefst. Obwohl sie eine »arrogante Schwuchtel« vom Kultur-Ressort erwartet hat, meistert Katja die veränderte Situation brillant. Natürlich kommt es zu keinem Interview und schneller, als Katja und Pierre erwarten, befinden sie sich in einer wortreichen Schlacht, in der Fairness nichts mehr gilt und jedes Mittel recht ist, den anderen zu besiegen. Sie belügen und betrügen und bekriegen sich. Und keiner vermag mehr, die Masken des Anderen zu durchschauen. Was ist Realität, was Täuschung? Katja und Pierre bewegen sich auf immer dünnerem Eis. Oder scheint das nur so? Das Interview ist der vorletzte Film des niederländischen Regisseurs Theo van Gogh, der spätestens seit seiner Ermordung 2004 durch einen islamistischen Fanatiker weltweit bekannt ist. Der Autor und Journalist Theodor Holman machte aus dem Filmstoff ein packendes Verführungs und Vernichtungsspiel, das eine präzise Beschreibung unserer theatralisierten Medienwelt ist.

Inszenierung: Hanna Müller
Bühne und Kostüm: Anna Sörensen
Video: Jonas Alsleben
Dramturgie: Claudia Lowin
Regieassistenz & Abendspielleitung: Lena Hesse

Ort:

TAM DREI

Termine:

Mi, 30.5.2012, 20:00 |
Di, 26.6.2012, 20:00 |

Jenseits von Eden

John Steinbeck / Ulrike Syha

Amerika! Neue Welt, Land der Zukunft, Reich des »Pursuit of Happiness«, ein von Menschen errichteter Garten Eden auf Erden. Doch in dem Epos von John Steinbeck, das der amerikanische Literaturnobelpreisträger 1952 veröffentlichte, ist das »Jenseits« des »Garten Eden« immer schon da. Streit, Hass, Missgunst, Machtmissbrauch und vor allem: Gewalt.

Jenseits von Eden ist eine literarische Selbstvergewisserung der USA zwischen dem amerikanischem Bürgerkrieg 1861-65 und damit der Neuformierung der Nation, und dem Ersten Weltkrieg 1914-18, an dessen Ende der Aufstieg der USA zur dominierenden Weltmacht stand.

Steinbeck synchronisiert diese historischen Marken mit der Geburt und dem Tod von Adam Trask, dessen Kindheit auf der Farm in Connecticut den Ausgangspunkt der Geschichte darstellt. Adam zieht in die Indianerkriege, heiratet später Cathy Ames, zieht mit ihr nach Salinas, Kalifornien, wo die Zwillinge Caleb und Aron zur Welt kommen und wo Cathy die Familie verlässt und ins Bordell geht. Jenseits von Eden ist aber auch die Geschichte von Gewalt, moralischem Rigorismus, von Krise und Geschäft.

Für die Bühne adaptiert wurde der Stoff von Ulrike Syha, eine der meistgespielten deutschsprachigen Autorinnen, die es versteht, die epische Breite und Tiefe des Werks zu bewahren, ohne mit dramatischer Zuspitzung zu geizen, und die es darüber hinaus schafft, dem Stück eine europäische Perspektive zu verpassen.

Inszenierung: Christian Schlüter
Bühne: Jürgen Höth
Kostüme: Esther Krapiwnikow
Musik & chorische Einstudierung: Dirk Raulf
Dramatrugie: Franziska Betz

Ort:

Theater am Alten Markt

Termine:

Di, 5.6.2012, 19:30 |
Mi, 20.6.2012, 19:30 |
Di, 26.6.2012, 19:30 |
Fr, 29.6.2012, 19:30 |
Sa, 30.6.2012, 19:30 |

Beziehungsweise Oper

Liebe verbindet in vielen Opernsujets private Schicksale mit politischen Notwendigkeiten. Kriege, Intrigen, Rach-, Eifer- und Sehnsucht lassen Protagonisten in den höchsten Tönen singen – da füllt sich eine Operngala wie von selbst mit allerhand Lieblingsmelodien, schmissigen Ouvertüren und bewegenden Chören. Das Bielefelder Opernensemble und der Bielefelder Opernchor werden von den Bielefelder Philharmonikern begleitet: ein Heimspiel auf der ganzen Linie.

Musikalische Leitung: Witolf Werner
Szenische Betreuung & Abendspielleitung: Nora von Linden
Musikalische Einstudierung: Christian van den Berg-Bremer, Witolf Werner, Merijin van Driesten, Narah Chung

Ort:

Stadttheater

Termin:

Mi, 6.6.2012, 20:00 |

Eine Sommernacht

Ein Stück mit Musik von David Greig und Gordon McIntyre

Edinburgh an einem verregneten Wochenende im Sommer. In einer Weinbar treffen zwei grundverschiedene Menschen aufeinander: Helena, eine erfolgreiche Scheidungsanwältin, die von ihrem verheirateten Liebhaber versetzt wurde, lernt den Kleinkriminellen Bob kennen. Außer ihrem Alter – 35 – haben die zwei nichts gemein. Trotzdem wagen sie betrunken einen One-Night-Stand miteinander. Eigentlich wäre die Geschichte an dieser Stelle zu Ende: Denn nach dem Aufwachen schickt sie ihn weg – er ist wirklich alles andere als ihr Typ. Das Schicksal jedoch führt die beiden wieder zusammen. Zufall? Auf jeden Fall! Doch Helena und Bob stellen sich diesem Zufall, geben sich dem Sog der Sommernacht hin. Sie versuchen ihr Glück und feiern gemeinsam einen abenteuerlichen,aber magischen Mittsommer – und vielleicht gelingt es ja doch, mit Mitte Dreißig sein Leben noch einmal komplett umzukrempeln und alles hinter sich zu lassen …

David Greigs Eine Sommernacht ist ein Stück mit Musik von Gordon McIntyre, das ironisch und unkonventionell mit dem Genre der romantischen Komödie spielt. »Boy meets girl« – aber unter den schlechtesten und skurrilsten Vorzeichen, die man sich vorstellen kann; und mit dem Wissen, dass es echte Romantik und wahre Liebe ohnehin nur in Film und Fernsehen gibt.

Inszenierung: Christian Schlüter
Bühne und Kostüm: Anke Grot
Musik: Arthur Giesbrecht
Dramturgie: Marcus M. Grube
Regieassistenz & Abendspielleitung: Agnes Langenbucher

Ort:

Theater am Alten Markt

Termine:

Fr, 8.6.2012, 20:00 |
Sa, 9.6.2012, 19:30 |

Chess - Das Musical

Musical von Benny Andersson und Björn Ulvaeus

Text und Idee von Tim Rice
Deutsch von Ulrich Bree und Markus Linder

Das Schachspiel der Supermächte: Als Tim Rice mit den ABBA-Männern Benny Andersson und Björn Ulvaeus Anfang der 80er-Jahre das Musical Chess kreierte, hing die Welt noch im waffenstrotzenden Spannungsnetz zwischen UdSSR und USA. Übersetzt auf die Musicalbühne hieß das: Ein selbstherrlicher amerikanischer Schachweltmeister wird von einem sowjetischen Genie herausgefordert und vom Thron gestoßen. Hinter beiden spinnt je ein mächtiger Geheimdienstmann böse Fäden, zwischen den beiden steht – wie so oft auf der Bühne – eine schöne Frau …
Chess in Bielefeld ist zugleich ein Wiedersehen mit Musicalstars wie Veit Schäfermeier, Roberta Valentini, Karin Seyfried und Jens Janke; neu im Boot als Frederick Trumper: Alex Melcher!

Musikalische Leitung: William Ward Murta
Inszenierung: Kay Kuntze
Bühne und Kostüme: Duncan Hayler
Choreografie: Götz Hellriegel
Choreinstudierung: Hagen Enke
Dramaturgie: Jón Philipp von Linden
Regieassistenz und Abendspielleitung: Nora von Linden
Musikalische Einstudierung: Alexis Agrafiotis, Christian van den Berg-Bremer, Ingo Martin Stadtmüller, Witolf Werner
Ausstattungsassistenz: Denise Schaap

Ort:

Stadttheater

Termine:

Fr, 25.5.2012, 20:00 |
So, 27.5.2012, 15:00 |
So, 27.5.2012, 19:30 |
So, 3.6.2012, 19:30 |
Di, 12.6.2012, 20:00 |
Di, 19.6.2012, 20:00 | letzte Aufführung! |

Iphigenie auf Tauris

Johann Wolfgang Goethe

Agamemnon, Heerführer und Urenkel des Tantalos, opfert – weil das Orakel es befahl – der Göttin Diana seine älteste Tochter Iphigenie, um erfolgreich Krieg gegen Troja führen zu können. Ihre Mutter Klytaimnestra ermordet daraufhin ihren Ehemann. Iphigenies Bruder Orest muss den Fluch erfüllen, der auf der Familie lastet. Er tötet seine Mutter und ihren Geliebten und verfällt durch die Rachegöttinnen in Wahnsinn. Gott Apollo prophezeit ihm die einzige Möglichkeit, den Fluch zu lösen: Er muss seine Schwester von Tauris nach Griechenland zurück holen. Da Orest Iphigenie für tot hält, glaubt er, es handelt sich um Apolls Zwillingsschwester, die Göttin Diana, deren Statue er aus dem taurischen Tempel rauben soll.

Die Göttin Diana aber hat Iphigenie vor dem Tod gerettet und in ein barbarisches Land entführt. Nun dient Iphigenie ihr auf Tauris als Priesterin. Sie wird von König Thoas und dessen Volk hoch angesehen und wertgeschätzt, sehnt sich aber zurück nach ihrer Heimat Griechenland. Aus diesem Grund lehnt sie auch das Werben Thoas’ ab. Sein nach ihrer Zurückweisung gefasster Entschluss, wieder Menschenopfer einzuführen, stellt sie vor eine schwere Aufgabe. Denn jeden Fremden, der die Insel betritt, muss die Priesterin fortan auf dem Altar opfern. In dem Augenblick landen Orest und sein Freund Pylades auf Tauris …

Was ist Kultur? Was Barbarei? Und auf welche Art und Weise drängt sich die eine der anderen auf? In Goethes Iphigenie auf Tauris ist diese Frage der Gewalttätigkeit beraubt, denn dieses Stück endet mit dem optimistischen Glauben an die Möglichkeit menschlicher Autonomie. Das klassizistische Menschenideal Goethes lässt die Frage nach Menschlichkeit auch in unserer Gegenwart hell erstrahlen.

Inszenierung: Christian Schlüter
Bühne und Kostüme: Jochen Schmitt
Dramaturgie: Claudia Lowin
Regieassistenz und Abendspielleitung: Agnes Langenbucher

Ort:

Theater am Alten Markt

Termine:

Di, 19.6.2012, 20:00 |
Do, 21.6.2012, 20:00 |

Die Dreigroschenoper

Bertolt Brecht / Kurt Weill

Die Viertel Soho und Whitechapel sind die Zufluchtsstätten der ärmsten und nicht immer durchsichtigsten Schichten Londons: Jonathan Peachum, Inhaber der Firma »Bettlers Freund«, betreibt dort florierende Geschäfte mit der Armut. Sein einziger Konkurrent ist Mackie Messer, Anführer einer Gaunerplatte, Frauenheld und notorischer Verbrecher. Peachum tobt, als er erfährt, dass seine Tochter Polly eben diesen Mackie Messer heimlich geheiratet hat – unter grotesken Umständen und dann auch noch aus Liebe. Er beschließt, Mackie an den Galgen zu bringen. Der Krieg zwischen beiden bestimmt das Hin und Her der dramatischen Handlung und lässt das (Un-)Sittengemälde einer Gesellschaft entstehen, die durch Korruption, Verrat, Betrug und ökonomische Interessen die Liebe zersetzt. »Denn die Verhältnisse, sie sind nicht so«. Mackie Messer steht schon unterm Galgen, als sich – durch ein bewusst unmotiviertes und operettenhaftes Finale – doch noch alles zum Guten wendet: Ein »reitender Bote« der Königin erscheint, verfügt Mackies Freilassung und sogar seine Erhebung in den Adelsstand. Ganz, als wären die Verhältnisse doch so, wie sie eben leider nicht sind.

Die Dreigroschenoper vereint Populär- und Hochkultur, Amüsement und politische Agitation zu einer spöttischen Satire auf den Zerfall der kapitalistischen Gesellschaft. Als Bertolt Brecht, Elisabeth Hauptmann und Kurt Weill 1928 in wenigen Monaten ein Stück für die Eröffnung des Berliner Theaters am Schiffbauerdamm schrieben, ahnte keiner von ihnen, dass sie dabei waren, einen Welterfolg zu produzieren. Inzwischen ist die Uraufführung in den Bereich der Sage eingegangen. »Das Publikum raste. Wir trauten unseren Augen und Ohren nicht.« (Lotte Lenya)

Inszenierung: Michael Heicks
Bühne und Kostüm: Okarina Peter, Timo Dentler
Musikalische Einstudierung: Frank Raschke
Musikalische Leitung: Bill Murta
Dramturgie: Franziska Betz
Regieassistenz & Abendspielleitung: Johanna Neugebauer
Ausstattungsassistenz: Katharina Birck

Ort:

Stadttheater

Termine:

Do, 14.6.2012, 20:00 |
So, 1.7.2012, 19:30 |

Boeing - Boeing

Marc Camoletti

Deutsch von Elisabeth Cordier und Anneliese Hohenemser

Bernard lebt in einer Stadt mit Flughafen – das ist wichtig, denn er rekrutiert seine Geliebten aus dem unerschöpflichen Strom der an- und abfliegenden Stewardessen. Mit großem Aufwand hat er einen perfekten Zeitplan aufgestellt, in den er drei Damen unterschiedlicher Fluglinien wunderbar eingearbeitet hat. So weit, so gut. Nur seine Haushälterin Berthe stört sich daran – so etwas gehört sich einfach nicht! Doch der Lustgewinn siegt über die Moral, bis das zeitlich perfekt geplante Gebilde ins Wanken gerät, weil alle Fluglinien auf die viel schnellere Boeing umstellen. Plötzlich geraten alle Zeitpläne durcheinander. Und alle drei Damen treffen gleichzeitig ein. Da kann nur noch sein alleinstehender Schulfreund Robert helfen und mindestens eine Dame ablenken …

Mit Boeing–Boeing gelang Marc Camoletti 1960 der ganz große Erfolg. Das Stück wurde 1965 mit Tony Curtis und Jerry Lewis verfilmt. Selbst 50 Jahre später verfügt dieser Klassiker des Unterhaltungstheaters noch über reichlich Tempo, Charme, Esprit und ein entsprechendes Quäntchen Erotik.

Inszenierung: Michael Heicks
Bühne: Hannah Landes
Kostüme: Katharina Kromminga
Dramaturgie: Bernhard Krebs
Regieassistenz: Agnes Langenbucher

Spieldauer: 150 Min. inkl. Pause

Ort:

Theater am Alten Markt

Termine:

Sa, 23.6.2012, 19:30 |
So, 24.6.2012, 19:30 |

Wann sind wir dran?

Zwei-Personen-Highlights-Musical

Kurz vor dem Auftritt liegen die Nerven blank. Vor allen Dingen, wenn man direkt nach Barbra Streisand auftreten muss, und sich Sänger Carlos H. Rivas und Pianist William W. Murta nicht entscheiden können, mit welchem Lied sie gegen die Diva nicht allzu sehr abfallen würden. Daraus entspinnt sich ein Zwei-Personen-Highlights-Musical (von Zauberer von Oz bis Evita) über einen kapriziösen Tenor am Rande des Nervenzusammenbruchs und seinen ruhigen und verbindlichen Pianisten auf der Suche nach dem richtigen Lied.

Inszenierung: Thomas Winter
Musikalische Leitung: William Ward Murta

Ort:

LOFT (Opern.Studio)

Termin:

Mi, 27.6.2012, 19:00 |

Theater Bielefeld

Bühnen und Orchester der Stadt Bielefeld

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