Deichtorhallen Haus der Photographie

DEICHTORHALLEN HAMBURG

Zwischen 1911 und 1914 wurden die Deichtorhallen auf dem Gelände des ehemaligen Berliner Bahnhofs, des Hamburger Gegenstücks zum "Hamburger Bahnhof" in Berlin, als Markthallen errichtet. Sie stellen eines der wenigen erhaltenen Beispiele der Industriearchitektur der Übergangsperiode vom Jugendstil zu den Ausdrucksformen des 20. Jahrhunderts dar.
Im Laufe ihrer Geschichte haben sich die Deichtorhallen Hamburg zu einem Ausstellungshaus für Photographie und zeitgenössische Kunst mit zwei institutionellen Standbeinen - zwei Häuser unter einem Dach - entwickelt. Daneben werden auch für Fremdveranstaltungen Zeiten freigehalten.

Aktuelle Ausstellungen

White Bouncy Castle

Installation von William Forsythe, Dana Caspersen und Joel Ryan

Do, 12.8.2010 - So, 12.9.2010

Zur Eröffnung des Sommerfestivals 2010 holen die Deichtorhallen und das Internationale Sommerfestival Hamburg Mitte August 2010 das »White Bouncy Castle« nach Hamburg.

Mit der rund 30 Meter langen und 11 Meter hohen Hüpfburg in Form eines Schlosses haben Dana Caspersen und William Forsythe einen choreographischen Raum geschaffen, in dem es nur Teilnehmer, aber keine Zuschauer gibt.

Völlige körperliche Destabilisierung, absurde soziale Situationen und die unvermeidliche Einbeziehung der Teilnehmer in das Geschehen bestimmen die charakteristische Kinetik des Schlosses. Unvorhersehend entwickelt sich bei den hüpfenden eine Euphorie, die ansteckend ist und in einigen Fällen sogar süchtig macht.

Das „White Bouncy Castle“ des Choreografen William Forsythe hat mit klassischem Ballett nichts mehr zu tun. Es ist vielmehr ein wahr gewordener Kindheitstraum, in der die Bühne gleich Zuschauerraum gleich Hüpfburg ist.

Diese nimmt den ganzen Raum ein, ist aus weißem Plastik, aufgepumpt und hat Zinnen und Türme. Die „Zuschauer“ sind viel mehr Mitspieler – sie entledigen sich ihrer Schuhe und klettern auf die „Bühne“- sie hüpfen, finden Rhythmen, bilden Grüppchen und versuchen mit viel Schwung, über den Rand der nach oben geöffneten Manege zu blicken.

ÖFFNUNGSZEITEN:
Fr-13.08. bis So-12.09.2010,
täglich außer montags / 10.00– 20.00 Uhr (Mittagspause 13.30 – 14.30 Uhr)

EINTRITT Erwachsene 4 €, Kinder 2 €, Familienkarte 8 € für 15 min. Hüpfen
GRUPPENPREISE gelten ab 10 Personen € 2 pro Person für 30 min. Hüpfen
ANMELDUNG für Gruppen nur unter 040/ 270949-49

Poul Gernes - Retrospektive

Fr, 8.10.2010 | Eröffnung

Fr, 8.10.2010 - So, 16.1.2011

Die Deichtorhallen widmen dem dänischen Maler, Bildhauer und Filmmacher Poul Gernes (*1925, † 1996) eine umfassende Retrospektive. Außerhalb Dänemarks ist Gernes’ umfassendes Œuvre nur innerhalb der Kunstszene bekannt. Die Deichtorhallen Hamburg planen nun diesen einzigartigen Künstler gegenüber einem größeren internationalen Publikum bekannt zu machen und alle Aspekte seines ungewöhnlichen Kunstschaffens zu zeigen.

Poul Gernes Werke, die systematischen Farbanordnungen folgen, strotzen von strahlenden Farben, die in verschiedenen Kombinationen von Streifen, konzentrischen Kreisen und Typografie variiert werden.

Die Malerei war sein bevorzugtes Medium, aber er schuf auch minimalistisch anmutende Skulpturen, konzeptuelle Rauminstallationen, Fotografien sowie zahlreiche Filme. In den 1960er Jahren gründete er zusammen mit dem Kunsthistoriker Troels Andersen die "Experimental Art School", an der unter anderem auch Per Kirkeby und Björn Nörgaard lehrten. In den 1980er Jahres widmete Poul Gernes sich ganz der Ausmalung und Innenraumgestaltung von über achtzig öffentlichen Gebäuden, so beispielsweise einem 25 Stock hohen Krankenhaus sowie Schulen, Parlamentsgebäuden, Fabrikhallen.

1988 bespielte er den Dänischen Pavillon auf der Biennale in Venedig. Eine Art internationaler Wiederentdeckung erfuhr der Künstler durch die deutsche Künstlerin Cosima von Bonin, die einige seiner Arbeiten unter dem Hommage-Titel "Bruder Poul sticht in See" in ihre eigene Ausstellung im Hamburger Kunstverein 2001 integrierte. 2002 widmete der Braunschweiger Kunstverein Gernes eine Einzelausstellung. Im Jahr 2007 wurde Poul Gernes auf der documenta XII in Kassel ausgestellt.

Die Deichtorhallen bereiten diese wichtige Retrospektive in enger Zusammenarbeit mit der Gernes Familie, mit der Galleri Bo Bjergaard Kopenhagen und der Galerie Ben Kaufmann Berlin vor.

Die Ausstellung wird auf ca. 3.000 qm in der großen Deichtorhalle präsentiert, mit einer Architektur, welche bauspezifisch für dieses Projekt entwickelt wird. Die meisten der 400 Werke, die in der Ausstellung gezeigt werden, sind Leihgaben aus Dänemark und Schweden. Es ist geplant, einen umfangreichen Katalog mit einer Vielzahl von Essays zu publizieren.

Ein Kinder- und Jugendprogramm ist in Planung.

Ort:

Große Deichtorhalle

Deichtorhallen Hamburg

Deichtorstr. 1-2
D-20095 Hamburg

Telefon: +49 (0) 40-321030
Fax: +49 (0) 40-32103-230

Anreise
- U1 bis Steinstraße oder
- Bus 112 bis Steinstraße oder
- Metrobus 3 bis Messberg oder
- 10 min zu Fuß vom Hauptbahnhof oder
- Zufahrt zum gebührenpflichtigen Parkplatz über „Oberbaumbrücke“

Öffnungszeiten

geänderte Öffnungszeiten in der großen Deichtorhalle ab 16.04.2010:
Dienstag, Mittwoch, Donnerstag 14 - 21 Uhr (außer an Feiertagen)
Freitag, Samstag, Sonntag 11 - 18 Uhr

Öffnungszeiten im Haus der Photographie ab 16.4.2010:
Dienstag - Sonntag 11 - 18 Uhr, Donnerstag 11 - 21 Uhr (außer an Feiertagen)

Regelmäßige Öffentliche Führungen
durch die Ausstellungen jeden Samstag und Sonntag durch die aktuelle Ausstellung um 15:00 im Haus der Photographie und um 16:00 Uhr in der großen Nordhalle

Die Dauer richtet sich nach den Bedürfnissen der jeweiligen Gruppe, als Richtwert gelten ca. 60 Min.