

MUDAM LUXEMBOURG
Musée d'Art Moderne Grand Duc Jean
MUDAM COLLECTION
Der Dynamik des Gebäudes entsprechend, setzt die Mudam Sammlung anstatt auf Permanenz eher auf Resonanz. Deshalb enthüllt sie sich dem Rhythmus der Ausstellungen und derer Themen folgend. Die Sammlung öffnet sich an den Arbeiten jüngerer Künstler und unterstreicht die Mannigfaltigkeit des zeitgenössischen Schaffens. Um sie bei der Anschaffung neuer Ausstellungsstücke zu beraten und so die Qualität der Sammlung und ihrer Stichhaltigkeit im Verhältnis zur internationalen Kunstszene zu gewährleisten, hat die Direktorin Marie-Claude Beaud dem Verwaltungsrat vorgeschlagen, eine Expertenkommission ins Leben zu rufen, die sich momentan aus Carmen Giménez (Kuratorin für Kunst des 20. Jahrhunderts im Solomon R. Guggenheim Museum, New York), Alfred Pacquement (Direktor des Musée national d’art moderne des Centre Georges Pompidou, Paris), Paul Reiles (Direktor a.D. des Musée national d’histoire et d’art, Luxemburg) und Dr. Stephan Schmidt-Wulffen (Rektor der Akademie der bildenden Künste in Wien) zusammensetzt.
AUSSTELLUNGEN
Conrad Shawcross
Mo, 16.1.2012 - So, 6.5.2012


„Ich bin fasziniert von Vorstellungen von Gewissheit und vom Stand der Wissenschaft im Hinblick auf die Stringtheorie und auf die Gestalt des Universums. All das ist nur Spekulation, steht aber unter dem Dach eines absolut rationalen und empirischen Gebäudes, das auf sich selbst fußt. Es wächst und steht dabei auf unsicherem Grund, wie diese Hochhäuser und Gebäude, die man auf Pfeilern errichtet hat.” (Conrad Shawcross)
Im Mittelpunkt des Interesses von Conrad Shawcross stehen naturwissenschaftliche und philosophische Fragen aus den Bereichen der Mathematik und der Erkenntnistheorie. In seiner künstlerischen Arbeit begegnen sich diese Disziplinen und erzeugen Bilder, die, ähnlich den experimentellen mathematischen Modellvorrichtungen aus einem Museum, komplizierte Zusammenhänge oder theoretische Grundlagen sichtbar und erfahrbar machen, ohne sie freilich konkret zu benennen. Die häufige Verwendung von Holz und ihre schiere Größe verleiht den kinetischen Skulpturen von Conrad Shawcross dabei auch eine gleichzeitig anachronistische Wirkung: wie gewaltige Maschinen aus der Frühzeit der Industrialisierung ruckeln und zuckeln sie, drehen sich im Kreis und produzieren Dinge, deren unmittelbarer Gebrauchswert so wenig greifbar scheint wie derjenige der naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung.
The Nervous Systems, eine eigens für den Grand Hall des Mudam konzipierte Installation, steht in einer Reihe ähnlicher Apparaturen, mit denen der begeisterte Segler Shawcross seit 2003 Seile produziert, die jedoch anschließend meist auch wieder in ihre Einzelfäden aufgelöst werden. Die imposante turmartige Erscheinung dieser metaphorischen Maschine hat sowohl etwas von den großtechnologischen Anlagen moderner Kernphysik an sich, wie sie auch an die Spinning Jennys, die ersten automatischen Spinnmaschinen des industriellen Zeitalters, erinnert. Ihre hexagonale Konstruktion, die Doppelhelix der Wendeltreppe und die sich strahlenförmig in einem Punkt bündelnden Fäden erzeugen visuelle Assoziationen zu den jüngsten Erkenntnissen und Theorien der Wissenschaft, von der Analyse des Erbgutes bis hin zur Stringtheorie aus der hypothetischen Physik. Deutlich artikuliert sich in der Langsamkeit ihrer Bewegungen auch die Zeit: als Kreisen der zyklischen Wiederholung der 162 Schnurrollen und als linearer Zeitstrahl des entstehenden Seils ist sie in ihren beiden möglichen Grundformen präsent.
Shawcross’ The Nervous Systems stellt so eine künstlerische Stellungnahme zu Themen am Randgebiet von Physik und Metaphysik dar. Seine mysteriöse Maschine bleibt rätselhaft, paradox und faszinierend.
Künstler: Conrad Shawcross
Kuratoren: Marie-Noëlle Farcy, Clément Minighetti
Tina Gillen
Sa, 11.2.2012 | Eröffnung


Sa, 11.2.2012 - So, 13.5.2012


In den Bildern der luxemburgischen Künstlerin Tina Gillen bilden abstrakte Formen einen Kontrapunkt zu gegenständlichen Bildwelten. Das Wechselspiel zwischen diesen beiden Dimensionen ergänzt sich in Tina Gillens Werken durch einen subtilen Ausgleich zwischen der meisterhaften Beherrschung der bildhaften Formen und einer gewissen „Nachlässigkeit” in ihrer Umsetzung. Ausgangspunkt ihrer Arbeiten sind Fotografien aus den unterschiedlichsten Kontexten, aus Printmedien, Internet, und Postkarten..., die einem Abstraktionsprozess unterzogen werden: „Ich lasse Elemente weg, um so auf paradoxe Weise eine bestimmte Lesbarkeit zu erzielen. Ich unterstreiche das Abstrakte und bewahre nur das äußerste Minimum.” In der Ausstellung im Mudam, in deren Zentrum eine neue, großformatige Installation stehen wird, geht es um die Rolle, die das Verhältnis zwischen Natur und Kunst/Künstlichkeit in Tina Gillens Werk spielt.
Künstlerin: Tina Gillen
Kurator: Enrico Lunghi
Victor Man
Sa, 11.2.2012 | Eröffnung


Sa, 11.2.2012 - So, 6.5.2012


In seinen Installationen kombiniert der rumänische Künstler Victor Man Gemälde, Skulpturen, gefundene Objekte, Fotos oder Siebdrucke. Charakteristisch für seine Werke ist die finstere - gleichermaßen faszinierende wie unheimliche - Atmosphäre, die sie auslösen. Ausgangspunkt der Arbeiten sind häufig gefundene Bilder aus einer mehr oder weniger nahen Vergangenheit, die, aus ihrem ursprünglichen Kontext gelöst, neue Bedeutungsebenen erhalten. Sie verströmen Melancholie und Einsamkeit, aus ihnen sprechen die Unerbittlichkeit des Daseins, Sehnsucht und auch ein gewisser Mystizismus. In ihrer Zusammenstellung für die sorgfältig inszenierten Installationen transportieren sie weniger einen Sinn oder eine Erzählung, sondern scheinen im Bann unterirdische Energien zu stehen.
Künstler: Victor Man
Kurator: Christophe Gallois
Børre Sæthre
Sa, 11.2.2012 | Eröffnung


Sa, 11.2.2012 - So, 6.5.2012


Bei den Installationen des norwegischen Künstlers Børre Sæthre handelt es sich um an Träume erinnernde Environments, die im Grenzbereich zwischen Märchen und futuristischen Universen anzusiedeln sind und bisweilen an die Atmosphäre von Filmen wie 2001 : Odyssee im Weltraum von Stanley Kubrick erinnern. In seinen Werken kombiniert Sæthre ausgestopfte Tiere mit High-Tech-Environments und fügt damit heterogene Universen ineinander, um im Betrachter ein Gefühl der Fremdheit hervorzurufen. „Mir geht nicht darum, eine Erzählung zu konstruieren”, so der Künstler, „sondern mein Ziel besteht vielmehr darin, beim Betrachter ein unheimliches Gefühl wachzurufen - der daraus natürlich seine eigene Geschichte macht, aber das ist nicht meine Geschichte.”
Künstler: Børre Sæthre
Kurator: Clément Minighetti
Sarah Sze
Sa, 11.2.2012 | Eröffnung


Sa, 11.2.2012 - So, 16.9.2012


Die amerikanische Künstlerin Sarah Sze schafft temporäre Skulpturen in situ, für die sie mit großer Sorgfalt eine Vielzahl von Alltagsgegenständen zu leichten, fragilen Strukturen zusammenfügt, die sich in den Raum entwickeln und an die Formen der Verbreitung urbaner Netze und Verwebungen erinnern. Ihre Werke entstehen stets im Dialog mit der Architektur der Ausstellungsräume und konfrontieren den Betrachter mit verschiedensten Maßstäben, sind mal bescheiden, mal monumental, mal mikroskopisch klein oder auch überwältigend groß. Das Mudam hat Sarah Sze eingeladen, eine neue Installation für den Pavillon des Museums zu schaffen.
Künstler: Sarah Sze
Kuratorin: Marie-Noëlle Farcy
Fabrica
Sa, 11.2.2012 | Eröffnung


Sa, 11.2.2012 - So, 10.6.2012


Next Cabane ist, ebenso wie Riot Act, ein Projekt von Fabrica, dem Kreativitäts-Think-Tank der Firma Benetton, der im norditalienischen Treviso in einer durch den japanischen Architekten Tadao Ando restaurierten Villa aus dem 17. Jahrhundert junge Künstler einlädt, an innovativen Projekten in den Bereichen Design, Musik, Film, Fotografie, Werbung und Internet zu arbeiten. Als „Brutkasten angewandter Kreativität” suchen die jungen künstlerischen Experimentatoren, begleitet von erfahrenen Spezialisten, die kulturellen und sprachlichen Grenzen ihrer Disziplinen zu überschreiten, um Dank Projekten mit ökonomischen, sozialen oder ökologischen Implikationen zukunftsweisende Ideen zu entwickeln.
11.02.2012 - 10.06.2012
Next Cabane
09.03.2012 - 06.05.2012
Riot Act
Künstler: Fabrica
Kuratorin: Anna Loporcaro
Maurizio Galante & Tal Lancman
Sa, 11.2.2012 | Eröffnung


Sa, 11.2.2012 - So, 13.5.2012


Der in der Haute Couture beheimatete Modeschöpfer Maurizio Galante und der Trendsetter und Designer Tal Lancman haben 2003 gemeinsam das Unternehmen Interware gegründet. Besondere Berücksichtigung findet in der Ausstellung, die um den gesamten Schaffensprozess kreist, die enge Verbindung zwischen Kunst und Industrie. So schafft sie zwei ebenso sinnliche wie intensive Stimmungen. Die Exponate dokumentieren den Kreativprozess vom Konzept bis zur Herstellung und sind Ergebnisse von Kooperationen mit Baccarat, Boffi, Cerruti Baleri, Craft, der Fondation Cartier pour l’art contemporain, Ithemba, Mudam, Mussi... In der Verschmelzung zwischen Vergangenheit und Zukunft, Handwerk und Technologie lassen Maurizio Galante und Tal Lancman uns an der Entstehung ihrer Werke vom Konzept/der Idee bis zum fertigen Produkt teilhaben.
Künstler: Maurizio Galante, Tal Lancman
Kuratorin: Anna Loporcaro
I've Dreamt About
Mi, 23.11.2011 - So, 4.3.2012


Unsere Gesellschaften gestalten sich aus dem Denken heraus. Motor ihres Zusammenkommens, ihrer Reformen, ihrer Veränderungen und ihrer Revolutionen ist der menschliche Geist. „Realistische Utopien zu schaffen - diese auf den ersten Blick paradox klingende Herausforderung ist es, die manch mutige Künstler phantastische, aber uns fremde Universen erschaffen lässt, mit denen sie die uns vertraute Alltagserfahrungen untergraben.
Tomás Saraceno sucht Grenzen zu überwinden, indem er aufblasbare, veränderliche nomadische Wohnstätten ersinnt, die Vorstellungen von Staatsgrenzen und -territorien überholt erscheinen lassen. Aus seinen Arbeiten spricht nicht nur die Experimentierfreude des Künstlers, sie sind auch eine Aufforderung an den Betrachter, die politische Welt aus dieser anderen Perspektive neu zu denken. Auf metaphorische Weise nähert sich auch Michel Paysant dem sich entwickelnden Raum einer europäischen Gemeinschaft - und damit einer der drängendsten Fragen der Gegenwart. Für Peradam (project) hat er die Grenzen aufgehoben und von symbolträchtigen Orten, wie der Brücke von Mitrovica und dem Frankfurter Börsenplatz, 55 Asphaltstücke zusammengetragen, die er in einer langsam gefilmten, kontinuierlichen Bewegung zeigt, in der sie wie sich beständig verändernde, organische Gebilde erscheinen.
Auch die experimentelle Arbeit von François Roche und seiner Forschungsplattform R&Sie(n) ist von dieser beständig sich weiterentwickelnden Dynamik geprägt. Mit seinen Modellen entwirft er innovative Stadtentwicklungskonzepte: Er ersetzt das Prinzip der Stadtplanung nach festgeschriebenen Regeln durch eine dynamische, organische Evolution, in der sich Formen nach einem energetischen Prinzip selbst hervorbringen, statt nach konkreten Plänen zu entstehen. Angeregt durch seine architektonischen Experimente, folgte François Roche gemeinsam mit dem Künstler Philippe Parreno einer Einladung Rirkrit Tiravanijas und Kamin Letchaipraserts, sich an ihrem in Thailand entstehenden Projekt The Land zu beteiligen, einem mit seiner unmittelbaren Umgebung wie auch mit der übrigen Welt verbundenen kreativen Lebensort. Im Rahmen dieses Projekts schufen Roche und Parreno eine offene Struktur, deren Stromversorgung von der Muskelkraft eines Büffels abhängt. Mit dem Abenteuer dieser Zusammenarbeit konnten das utopische Projekt von Tiravanija und Letchaiprasert, das zukunftsweisende Bauwerk von R&Sie(n) und die poetische Filmarbeit The Boy from Mars von Parreno sich in ihrer Entstehung gegenseitig bereichern.
Die Personen auf den Fotografien von Judith Walgenbach scheinen beseelt von Forschergeist und Experimentierfreude und erscheinen wie „typische” Gelehrte unserer kollektiven Vorstellungswelten: Grauer Kittel, nüchternes Brillengestell und den Blick aufmerksam auf die Welt und konzentriert auf ihre Forschung gerichtet, scheinen sie sich mit Phänomenen zu beschäftigen, deren Beobachtung ihnen der technische Fortschritt der Wissenschaften ermöglicht. Von ähnlich ironischer Distanz zum wissenschaftlichen Fortschritt ist auch die fantastisch anmutende Arbeit Large Hadron Collider, die Nikolay Polissky 2009 für den Grand Hall des Mudam schuf und die mittlerweile ihren Platz in der Außenanlage des Museums gefunden hat und auch dort noch immer den Betrachter zum Träumen anzuregen vermag. Die zu diesem Projekt entstandenen Zeichnungen offenbaren die zahlreichen Entwicklungsphasen der Maschine, die - gleichwohl inspiriert durch den hoch komplexen Teilchenbeschleuniger gleichen Namens - inzwischen diverse Altersspuren trägt und an einfache und dennoch faszinierende altertümliche Apparaturen erinnert.
Die bis ins kleinste Detail mit äußerster Sorgfalt ausgearbeiteten Zeichnungen von Steven C. Harvey entführen den Betrachter in eine apokalyptische Zukunft. Die komplexen Kompositionen schöpfen aus kollektiven Bildwelten ebenso wie aus fantastischen Projektionen. Der Künstler versteht sich hier nicht mehr selbst als Visionär, vielmehr bringt er Visionen zu Papier, in denen der Mensch in einem organisierten oder gar autoritären System gefangen ist. Und selbst wenn Chad McCails schematische Zeichnungen auf den ersten Blick spielerischer erscheinen, tauchen auch sie den Betrachter ein in eine Welt unerbittlicher „Naturgesetze”: Unaufhaltsam spitzt die Situation sich zu, um dem Betrachter schließlich das Blut in den Adern gefrieren zu lassen.
Ein ähnliches Unbehagen ruft auch die Arbeit von Michael Ashkin hervor, dessen sich in den Raum entwickelnde Installationen an typisch amerikanische trostlose Vorstädte erinnern. Die anarchische Anordnung der standardisierten Wohnhäuser macht die Brüche und Risse unserer Gesellschaft sichtbar, die sich in aller Härte auch im brutalen Licht der Kamera von Paulo Nozolino offenbaren, einem unablässig die Welt durchstreifenden Globetrotter, der auch in ihre entlegensten Winkel vordringt und mit unbedingter Offenheit und der gebotenen Zurückhaltung ein ungeschminktes Porträt der Menschheit zeichnet.
Mögen auch verschiedene hoffnungsvolle Utopien unsere Gesellschaften befruchtet haben - die Slogans vom Pariser Mai ’68 bringt Fernando Sánchez Castillo mit seinem Werk Nous sommes tous indésirables („Wir sind alle unerwünscht”) eindrücklich in Erinnerung - viele von ihnen haben nicht lange überlebt. Ganz zu schweigen von denen, die in die Fänge rigid-ideologischer und heute längst vergessener oder diskreditierter Systeme gelangten: der Mao Dollar von Filip Markiewicz, das Video The Partisan Songspiel. A Belgrade Story von Chto Delat? oder auch die Collagen von Vyacheslav Akhunov rund um die Gestalt Lenins erinnern uns an eine noch nicht allzu lang vergangene Zeit, in der die Welt noch zweigeteilt war. So mischt die Ausstellung I’ve dreamt about auf symbolische Weise Thomas Morus Stadt Amaurotum und das Panoptikum von Jeremy Betham, was von der Komplexität unserer Gesellschaften zeugt und von der Bedeutung der Fragestellungen, an denen sich Licht und Schatten unserer Projektionen entzünden.
Künstler: Vyacheslav Akhunov, Michael Ashkin, Chto Delat? / What is to be done?, Julien Grossmann, Steven C. Harvey, Filip Markiewicz, David Maljkovic, Chad McCail, Yves Netzhammer, Paulo Nozolino, Sven Johne, Philippe Parreno, Michel Paysant, Pavel Pepperstein, Nikolay Polissky, François Roche / R&Sie(n), Fernando Sánchez Castillo, Tomás Saraceno, Eric Schockmel, Judith Walgenbach, ...
Kuratorin: Marie-Noëlle Farcy
Mudam Luxembourg
Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean
3, Park Dräi Eechelen
L-1499 Luxembourg
Telefon: +352 45 37 85-960
E-Mail:
info@mudam.lu
Öffnungszeiten
Mittwoch bis Freitag: 11 bis 20 Uhr
Samstag bis Montag: 11 bis 18 Uhr
Dienstag geschlossen
Eintrittspreise
5 EUR, ermäßigt: 3 EUR
Photos: © Pierre-Olivier Deschamps / Agence Vu, Musée d'Art Moderne Grand-Duc Jean, Architect: I.M. Pei