MUDAM LUXEMBOURG

Musée d'Art Moderne Grand Duc Jean

MUDAM COLLECTION

Der Dynamik des Gebäudes entsprechend, setzt die Mudam Sammlung anstatt auf Permanenz eher auf Resonanz. Deshalb enthüllt sie sich dem Rhythmus der Ausstellungen und derer Themen folgend. Die Sammlung öffnet sich an den Arbeiten jüngerer Künstler und unterstreicht die Mannigfaltigkeit des zeitgenössischen Schaffens. Um sie bei der Anschaffung neuer Ausstellungsstücke zu beraten und so die Qualität der Sammlung und ihrer Stichhaltigkeit im Verhältnis zur internationalen Kunstszene zu gewährleisten, hat die Direktorin Marie-Claude Beaud dem Verwaltungsrat vorgeschlagen, eine Expertenkommission ins Leben zu rufen, die sich momentan aus Carmen Giménez (Kuratorin für Kunst des 20. Jahrhunderts im Solomon R. Guggenheim Museum, New York), Alfred Pacquement (Direktor des Musée national d’art moderne des Centre Georges Pompidou, Paris), Paul Reiles (Direktor a.D. des Musée national d’histoire et d’art, Luxemburg) und Dr. Stephan Schmidt-Wulffen (Rektor der Akademie der bildenden Künste in Wien) zusammensetzt.


AUSSTELLUNGEN

JOÃO PENALVA

Fr, 2.3.2018, 18:00 | Eröffnung

Sa, 3.3.2018 - So, 16.9.2018

Für seine Werke verwendet João Penalva ganz unterschiedliche Träger und Materialien. Raumgreifende, aufwendig inszenierte Installationen gehören ebenso zu seinem Repertoire wie hochgradig intimistische Arbeiten, in denen Bild, Text und Ton, Sprache und Erinnerung sich zu poetischen Fiktionen fügen, die reichlich Raum zur Deutung lassen.

Künstler: João Penalva
Kurator: Clément Minighetti
In Zusammenarbeit mit: Forum Evora

FLATLAND / ABSTRACTIONS NARRATIVES #2

Sa, 7.10.2017 - So, 15.4.2018

Diese Gruppenausstellung übernimmt ihren Titel von einem literarischen Werk Edwin A. Abbotts aus dem Jahr 1884, dessen Protagonisten geometrische Formen sind und in welchem der Erzähler, ein Quadrat, seine Entdeckung einer dreidimensionalen Welt beschreibt. Sie widmet sich der Art und Weise, wie sich Künstler seit den 1960er Jahren von den abstrakten Form-Vokabularen inspirieren lassen, die das 20. Jahrhundert durchdrungen haben, um sie mit Geschichten zu unterwandern.

Da orthodoxe Lesarten der Abstraktion, wie sie in der Kunstgeschichte vorherrschen, infrage gestellt werden, nähert sich ihr Schaffen so unterschiedlichen Bereichen wie Literatur, Sciencefiction, Wissenschaftsgeschichte, Städtebau oder Volkskultur, wobei verschiedenartige Verfahren zur Inszenierung von Formen wie Kodierung, Hybridisierung oder Andeutung verwendet werden. Im Anschluss an den ersten Teil, der 2016 im Musée régional d’art contemporain in Sérignan gezeigt wurde, versammelt Flatland / Abstractions narratives #2 rund dreißig Künstler aus verschiedenen Generationen.

Kuratoren: Marianne Derrien / Sarah Ihler-Meyer
In Zusammenarbeit mit: Musée régional d’art contemporain Occitanie/Pyrénées-Méditerranée (MRAC), Sérignan

SU-MEI TSE

Sa, 7.10.2017 - So, 15.4.2018

Von ihren kosmopolitischen Ursprüngen zwischen Europa und Asien sowie von ihrem Interesse für die klangliche Dimension der Welt gepr.gt, wird die künstlerische Praxis von Su-Mei Tse von Themen wie Zeit, Erinnerung, Rhythmus oder auch Sprache durchdrungen.

Ihre Werke, die die unterschiedlichsten Formen annehmen – Skulpturen, Videos, Fotografien, Installationen –, erschaffen jeweils Übergänge zwischen verschiedenartigen Bereichen: Klang und Bild, Musik und Raum, Natur und Kultur, geistigem Raum und sinnlicher Erfahrung. Sie erforschen die Fähigkeit der Bilder, Objekte und Klänge, beim Betrachter eine Vorstellungswelt entstehen zu lassen.

Diese Ausstellung von Su-Mei Tse, die als Frucht einer mehrjährigen Forschungsarbeit in Verbindung mit Aufenthalten in unterschiedlichen geografischen Kontexten (wie Italien und Japan) entstand, stellt einen wichtigen Korpus von Werken zusammen, die eigens für diesen Anlass ausgeführt wurden, darunter befindet sich auch eine neue Installation für den Grand Hall des Mudam.

Kuratoren: Christophe Gallois / Katrin Weilenmann / Aargauer Kunsthaus
In Kollaboration mit: Aargauer Kunsthaus

HARD TO PICTURE

A TRIBUTE TO AD REINHARDT

Sa, 17.6.2017 - So, 21.1.2018

Parallel zu seinen Schriften zur Kunst und seinem malerischen Schaffen, das schließlich zu so radikalen und symbolischen Werken wie seinen monochromen Gemälden führte, war Ad Reinhardt seit den 1930er Jahren auch als Illustrator tätig, der in der amerikanischen Presse bissig-humoristische Zeichnungen veröffentlichte.

Die Ausstellung unterstreicht mittels eines umfangreichen Ensembles von Illustrationen und Zeichnungen die große Freiheit in der Ausdrucksweise sowie den Einsatz des Künstlers sowohl im Bereich politischer und gesellschaftlicher Themen als auch in der abstrakten Kunst. Sie untersucht zudem das Echo dieses weitgehend unbekannten Aspektes im Schaffen von Ad Reinhardt innerhalb der zeitgenössischen Kunst.

Kuratoren: Diana Baldon / Marie-Noëlle Farcy

Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit der Ad Reinhardt Stiftung, New York und mit der Unterstürzung von David Zwirner, New York/London realisiert. Die Werke von Ad Reinhardt wurden zuerst in der Malmö Konsthall in Schweden im Rahmen der Ausstellung Art vs. History, gezeigt, welche vom 12. Juni bis zum 6. September 2015 stattfand und von Diana Baldon kuratiert wurde.

Mudam Luxembourg

Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean

3, Park Dräi Eechelen
L 1499 Luxembourg

Telefon: +352 45 37 85-960
E-Mail: info@mudam.lu

Öffnungszeiten
Mittwoch - Freitag 11-20 Uhr
Samstag - Montag 11-18 Uhr
Feiertage 11-18 Uhr
Dienstags geschlossen sowie am 25.12.

Photos: © Pierre-Olivier Deschamps / Agence Vu, Musée d'Art Moderne Grand-Duc Jean, Architect: I.M. Pei