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LWL-Industriemuseum

Acht Orte - ein Museum

Längst sind die Feuer im Land zwischen Rhein und Weser erloschen und die meisten Maschinen stehen still. An acht Orten der Industriegeschichte haben wir die Produktion wieder aufgenommen.
Im LWL-Industriemuseum - dem ersten und größten Museum für Industriekultur in Deutschland - weben wir Stoffe auf historischen Maschinen, wir heizen unsere Öfen auf über 1.000 Grad Celsius, um vor Ihren Augen Metall zu gießen, Glas zu machen und Ziegel zu brennen.
Wir laden Sie ein zu spannenden Ausflügen in die Geschichte und überraschenden Entdeckungen in der Gegenwart: Wir bringen Sie auf den ältesten erhaltenen Hochofen im Revier, wir führen Sie im Stollen zu einem Kohleflöz, wir fahren Sie auf Schienen und mit Schiffen durchs Industriezeitalter – steigen Sie ein!

Kontakt

LWL-Industriemuseum
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Grubenweg 5
D-44388 Dortmund

Telefon: +49 (0)231 6961-0
Fax: +49 (0)231 6961-114
E-Mail: industriemuseum@lwl.org

Zeche Zollern

Schloss der Arbeit

Prunkvolle Backsteinfassaden und opulente Giebel mit Ecktürmchen rund um den grünen Ehrenhof erinnern auf den ersten Blick eher an eine Adelsresidenz als an eine Schachtanlage, auf der Kohle gefördert wurde. Genau dies war Teil der Bauidee. Heute ist das „Schloss der Arbeit“ zweifellos eines der schönsten und außergewöhnlichsten Zeugnisse der industriellen Vergangenheit in Deutschland.

Kaum mehr vorstellbar ist heute, dass das Ensemble nach der Stillegung in den 1960er Jahren zugunsten einer Schnellstraße abgerissen werden sollte. Wichtigstes Objekt im Kampf um den Erhalt war die Maschinenhalle mit dem eindrucksvollen Jugendstilportal – heute eine Ikone der Industriekultur. Der Erhalt des Vorzeige-Baus aus Stahl und Glas 1969 rettete nicht nur die gesamte Anlage, sondern markiert gleichzeitig auch den Beginn der Industriedenkmalpflege in Deutschland.

Doch in unserem Museum der Sozial- und Kulturgeschichte des Ruhrbergbaus sind Glanz und Repräsentationskultur der Steinkohlenbergwerke nur eine von vielen Facetten. Unsere Ausstellungen führen Sie in eine Welt harter Arbeitsbedingungen, die wir exemplarisch an Lebensläufen von Männern und Frauen veranschaulichen.

Kontakt
LWL-Industrieumuseum
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Zeche Zollern
Grubenweg 5
D-44388 Dortmund
Tel: +49 (0)231 69 61-111
E-Mail: zeche-zollern@lwl.org

Öffnungszeiten
Di-So sowie an Feiertagen 10–18 Uhr, letzter Einlass 17.30 Uhr
Montags geschlossen, außer an Feiertagen

Zeche Hannover

Eine Burg für den Bergbau

Wie eine mittelalterliche Burg ragt der Förderturm der Zeche Hannover in den Himmel des Bochumer Nordens. Schon die Zeitgenossen waren beeindruckt von der trutzigen Architektur. Prachtstück im Innern der Maschinenhalle ist die Dampffördermaschine aus dem Jahr 1893. Es ist das älteste Exemplar, das im Ruhrgebiet an einem Originalstandort erhalten blieb. Bei Schauvorführungen setzen wir für Sie diesen Dinosaurier der Technik in Bewegung.
Die Atmosphäre harter Arbeit prägt das Innere des mächtigen Malakowturms. Hier fuhren die Bergleute in den 750 Meter tiefen Schacht ein, hier kam die Kohle aus der Tiefe zu Tage – bis die Zeche Hannover 1973 als letztes Bochumer Bergwerk schloss.
Sonderausstellungen und Veranstaltungen – vom großen Dampffestival bis zum Bouleturnier – locken im Sommerhalbjahr ins Industriemuseum. Die Attraktion für junge Besucher ist unsere „Zeche Knirps“. Hier können Mädchen und Jungen spielerisch den Betriebsablauf in einem Bergwerk kennen lernen.

Kontakt
LWL-Industrieumuseum
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Zeche Hannover
Günnigfelder Straße 251
D-44793 Bochum
Tel: +49 (0)234 6100-874
E-Mail: zeche-hannover@lwl.org

Öffnungszeiten
Museumssaison 2017: 20.3. bis einschließlich 30.10.
Mi–Sa 14–18 Uhr, So u. Feiertage 11–18 Uhr

Gruppen und museumspädagogische Programme ganzjährig

Zeche Nachtigall

Wiege des Ruhrbergbaus

Das Ruhrgebiet ist auf Kohle gewachsen. Vor fast 300 Jahren förderte man an den Hängen des Flusses, der dem gesamten Revier seinen Namen gab, die ersten Brocken des „schwarzen Goldes“ zu Tage. Im Wittener Ruhrtal bringen wir Sie zurück in die Zeit, als man zum Kohleabbau noch waagerechte Stollen in die Hänge trieb und später die ersten Schächte in die Tiefe grub.

Ausgerüstet mit Helm und Grubenlampe gelangen Sie in unserem Besucherbergwerk durch niedrige Gänge zu einem echten Steinkohlenflöz. In unserer Ausstellung rund um den Schacht „Hercules“ von 1832 - einen der ersten Tiefbauschächte des Reviers - lernen Sie die Technik und schweren Arbeitsbedingungen der Bergleute im 19. Jahrhundert kennen.

Im historischen Maschinenhaus nehmen wir Sie mit auf eine Reise durch das Ruhrtal in der Zeit der Industrialisierung. Hier können Sie auch eine der ältesten Fördermaschinen des Ruhrreviers (1887) in Funktion erleben. An Bord eines 35 Meter langen Segelschiffs wird die Geschichte des Schiffsbaus und der Kohlenschifffahrt auf der Ruhr wieder lebendig.

Kontakt
LWL-Industriemuseum
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Zeche Nachtigall
Nachtigallstraße 35
D-58452 Witten
Tel: +49 (0)2302 93664-10
E-Mail: zeche-nachtigall@lwl.org

Öffnungszeiten
Di–So sowie an Feiertagen 10–18 Uhr, letzter Einlass 17.30 Uhr
Montags geschlossen, außer an Feiertagen

Henrichshütte Hattingen

Museum für Eisen und Stahl

150 Jahre lang sprühten Funken, wenn die Hochöfen der Henrichshütte das flüssige Eisen ausspuckten. Heute machen wir an diesem einzigartigen Originalschauplatz für Sie die Geschichte von Eisen und Stahl lebendig.

10.000 Menschen arbeiteten auf dem riesigen Industrieareal. Sie produzierten Koks, Eisen und Stahl, gossen, walzten und schmiedeten das Metall. Gegen großen Widerstand wurde 1987 der letzte Hochofen in Hattingen ausgeblasen. Er ist heute der älteste noch erhaltene Hochofen im Revier. Ein gläserner Aufzug führt hinauf auf den 55 Meter hohen Riesen. Von oben genießen Sie den atemberaubenden Blick auf Geschichte und Gegenwart der Region.

Besuchen Sie auch unsere Schaugießerei, wo heute wieder Metall fließt. Schicken Sie Ihre Kinder mit unserem Museumsmaskottchen „Ratte“ auf Entdeckungstour, lernen Sie Tiere und Pflanzen der Industriebrache in unserer Öko-Werkstatt kennen, lassen Sie sich von einer Führung im Fackelschein faszinieren oder kombinieren Sie den Besuch eines Konzertes in der Gebläsehalle mit einem kulinarischen Abschluss im Restaurant „Henrichs“.

Kontakt
LWL-Industriemuseum
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Henrichshütte in Hattingen
Werksstraße 31-33
D-45527 Hattingen
Tel: +49 (0)2324 9247-140
E-Mail: henrichshuette@lwl.org

Öffnungszeiten
Di–So sowie an Feiertagen 10–18 Uhr, letzter Einlass 17 Uhr
Montags geschlossen, außer an Feiertagen

Schiffshebewerk Henrichenburg

Ein Aufzug für Schiffe

Die Menge jubelte, als Kaiser Wilhelm II. am 11. August 1899 das Schiffshebewerk Henrichenburg einweihte. Noch über 100 Jahre später sind die Besucher begeistert von diesem größten Bauwerk am Dortmund-Ems-Kanal. Der gigantische Aufzug liegt seit über 40 Jahren still. In unserem Museum wird die Geschichte des Hebewerks und der Menschen am Kanal wieder lebendig.

Eine Treppe führt Sie hinauf auf die Brücke zwischen den beiden Oberhaupttürmen. Von hier aus genießen Sie einen fantastischen Blick auf die Stahlkonstruktion und die weite Kanallandschaft bei Waltrop. In der historischen Maschinenhalle erfahren Sie, wie die Wasserstraße und das Hebewerk gebaut wurden.

Einzigartig ist unsere Sammlung schwimmender Arbeitsgeräte und historischer Schiffe, die im Vorhafen des Hebewerks liegen. An Bord erfahren Sie zum Beispiel, wie eine typische Binnenschifferfamilie vor 50 Jahren gearbeitet und gelebt hat. Zu besonderen Anlässen schicken wir unsere historischen Schiffe mit Ihnen auf Fahrt. Mehrmals am Tag legt das Fahrgastschiff „Henrichenburg“ vom Museumskai ab. Steigen Sie ein!

Kontakt
LWL-Industriemuseum
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Schiffshebewerk Henrichenburg
Am Hebewerk 26
D-45731 Waltrop
Tel: +49 (0)2363 9707-0
E-Mail: schiffshebewerk@lwl.org

Öffnungszeiten
Di–So sowie an Feiertagen 10–18 Uhr, letzter Einlass 17.30 Uhr
Montags geschlossen, außer an Feiertagen

TextilWerk Bocholt

Forum für Textilkultur

Über 20.000 Spindeln drehten sich einst in der Spinnerei Herding in Bocholt. Heute ist der imposante Backsteinbau mit seinen vier Geschossen ein Forum für Textilkultur. In dem spannungsreich restaurierten Industriedenkmal werden Geschichte und Gegenwart des Textilen lebendig. Sonderausstellungen geben Einblicke in historische und moderne Technik, zeigen Modedesign und internationale Textilkunst. Veranstaltungsräume und ein gläsernes Dachcafé bieten Platz für vielfältige Veranstaltungen – vom Konzert über Kabarett bis zur Kriminacht.

In unmittelbarer Nähe liegt als weiterer Standort unseres TextilWerks die Weberei. Hier riecht es nach Öl und Arbeit, und die Webstühle rattern so laut, dass man sich unwillkürlich die Ohren zuhält. Was Sie heute bei einem Besuch erleben, war für tausende Männer und Frauen vor 100 Jahren Alltag. Wir zeigen Ihnen, wie der Takt der Maschinen ihre Arbeit diktierte. Herzstück der Museumsfabrik ist die große Webhalle. Unter den Sheddächern setzen Transmissionsriemen und lange Antriebswellen über 30 historische Maschinen in Bewegung. Unsere Mitarbeiter produzieren hier täglich Stoffe für Handtücher und Tischdecken unserer historischen Kollektion.

Abseits der lärmenden Fabrik lernen Sie in einem komplett eingerichteten Arbeiterhaus samt bewirtschaftetem Garten den kargen Lebensalltag der Familien kennen.

Kontakt
LWL-Industriemuseum
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
TextilWerk Bocholt
Spinnerei: Industriestraße 5, D-46395 Bocholt
Weberei: Uhlandstraße 50, D-46397 Bocholt
Tel: +49 (0)2871 21611-0
E-Mail: textilwerk@lwl.org

Öffnungszeiten
Di–So sowie an Feiertagen 10–18 Uhr, letzter Einlass 17.30 Uhr
Montags geschlossen, außer an Feiertagen

Ziegeleimuseum Lage

Vom Lehm zum Ziegel

Die tonnenschweren Räder des Kollergangs drehen geräuschvoll ihre Runden und drücken den Lehm durch das Rost. Vom endlosen Strang aus der Ziegelpresse werden im Sekundentakt die Rohlinge abgeschnitten – Stück für Stück, bis zu 10.000 am Tag. An Produktionstagen laufen in Lage die Maschinen auf Hochtouren, und im Ringofen lodert das Feuer für den Ziegelbrand.

Wir halten für Sie ein wichtiges Stück Industriegeschichte lebendig, denn die massenweise Produktion von Backsteinen war Voraussetzung für das rasante Wachstum der Städte und Fabriken während der Industrialisierung. Aus der Region zogen alljährlich tausende Männer während der Sommermonate in die Fremde, um auf auswärtigen Ziegeleien zu arbeiten.

Den Kern unseres Museums bilden die historischen Fabrikgebäude der ehemaligen Ziegelei Beermann am Stadtrand von Lage. Seit 1922 gaben hier Maschinen den Takt an, vorher wurden die Ziegel von Hand hergestellt. Wie - das dürfen Sie selbst ausprobieren. Bei den Fahrten mit der Feldbahn, die die Loren mit dem Lehm zog, können Sie die Größe des alten Abbaugebiets erfahren und gleichzeitig den Blick über die Lippische Landschaft genießen.

Kontakt
LWL-Industriemuseum
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Ziegeleimuseum in Lage
Sprikernheide 77
D-32791 Lage
Tel: +49 (0)5232 9490-0
E-Mail: ziegelei-lage@lwl.org

Öffnungszeiten
Di–So sowie an Feiertagen 10–18 Uhr, letzter Einlass 17.30 Uhr
Montags geschlossen, außer an Feiertagen

Glashütte Gernheim

Kunst aus Feuer und Sand

Die Kunst des Glasmachens ist an der Weser zu Hause. Viele Mundblashütten stellten hier früher Glas für den Weltmarkt her. In den meisten Fabriken sind die Feuer längst erloschen. Wir haben für unsere Museumsbesucher die Produktion an einem Originalschauplatz wieder aufgenommen. Im Gernheimer Glasturm von 1826, einem der letzten beiden erhaltenen Gebäude dieser Art in Deutschland, erleben Sie täglich, wie unsere Glasmacher mit Pfeife, Holzform und Schere aus der glühenden Glasmasse Gefäße herstellen. Gleich nebenan werden die Gläser durch Schliff und Gravur veredelt – auch das vor Ihren Augen.

Große Teile des frühindustriellen Fabrikdorfs Gernheim im heutigen Petershagen sind erhalten geblieben: neben dem Glasturm Arbeiterhäuser, die zu den ältesten in Westfalen gehören, genauso wie das Wohnhaus der ehemaligen Hüttenbesitzer und die alte Korbflechterei. Auf mehreren Etagen erfahren Sie hier vieles rund um die Produktion von Hohl- und Flachglas. Rund 2.000 Ausstellungstücke, vom Einmachglas bis zum prunkvollen Pokal - zeigen, wofür Gefäße aus dem vielseitigen Material gebraucht wurden.

Kontakt
LWL-Industriemuseum
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Glashütte Gernheim
Gernheim 12
D-32469 Petershagen
Tel: +49 (0)5707 9311-0
E-Mail: glashuette-gernheim@lwl.org

Öffnungszeiten
Di–So sowie an Feiertagen 10-18 Uhr, letzter Einlass 17 Uhr
Montags geschlossen, außer an Feiertagen
Ausstellungen Folkwang Museum Essen Essen, Museumsplatz 1
Ausstellungen / Museum LWL Industrimuseum Zeche Hannover Bochum, Günnigfelder Straße 251
Ausstellungen / Museum LWL Industrimuseum Zeche Nachtigall Witten, Nachtigallstraße 35
Ausstellungen / Museum LWL Industrimuseum Henrichshütte Hattingen Hattingen, Werksstraße 31-33
Ausstellungen / Museum LWL Industrimuseum TextilWerk Bocholt Bocholt, Industriestraße 5
Ausstellungen / Museum LWL Schiffshebewerk Henrichenburg Waltrop, Am Hebewerk 26
Ausstellungen / Museum LWL Industrimuseum Glashütte Gernheim Petershagen, Gernheim 12
Ausstellungen / Museum LWL Industrimuseum Ziegeleimuseum Lage Lage, Sprikernheide 77
Ausstellungen / Museum Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr Mülheim an der Ruhr, Synagogenplatz 1
Ausstellungen / Museum Neanderthal Museum Mettmann, Talstraße 300
Ausstellungen / Museum LWL-Freilichtmuseum Hagen Westfälisches Landesmuseum für Handwerk und Technik Hagen, Mäckingerbach
Ausstellungen / Ausstellung Galerie im Drübbelken Ausstellungen zeitgenössischer Kunst Recklinghausen, Münsterstr. 5