zur Startseite
12

Tiroler Landestheater

Kontakt

Tiroler Landestheater
Tiroler Landestheater und Orchester GmbH Innsbruck
Rennweg 2
A-6020 Innsbruck

Telefon: +43.512.52074
Fax: +43.512.52074.333
E-Mail: tiroler@landestheater.at

 

Kassa Tel. +43.512.52074.4
Kassa Fax. +43.512.52074.338
e-Mail. kassa@landestheater.at
Bewertungschronik

Tiroler Landestheater bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Tiroler Landestheater

Schauspiel

Automaten­büfett

Schauspiel von Anna Gmeyner

Premiere: 2.10.2022

In Seebrücken, einem kleinen Ort irgendwo in der Provinz, treffen sich die lokalen Honoratioren, alles Mitglieder des Deutschen Amateur-Fischer-Verbands, nicht in einem gewöhnlichen Dorfgasthaus. Nein. Man trifft sich in Frau Adams „Automatenbüfett“. Brötchen und Bier werden hier in kleinen Boxen präsentiert und per Münzeinwurf bezahlt. Wirtin wie Fräulein braucht es freilich trotzdem. Und da Frau Adam ihre Kellnerin eben vor die Tür gesetzt hat, trifft es sich gar nicht schlecht, dass Herr Adam eine fremde junge Frau namens Eva im Automatenbüfett unterbringen möchte. Frau Adam ist die schöne Fremde, der die Männer unversehens verfallen sind, verdächtig, doch da sie den Bierkonsum anzukurbeln scheint, kann sie bleiben.

Die Wirtschaft seiner Frau interessiert Herrn Adam allerdings kaum, er schmiedet lieber gemeinnützige, visionäre Pläne – Zuchtteiche sollen nicht weniger als das Ende der Arbeitslosigkeit des Städtchens und einen direkten Anschluss ans Meer zur Folge haben. Als die anderen Vereinsmitglieder sich nicht recht überzeugen lassen, bittet er Eva um Hilfe. Wenn sie ihre wundersamen Reize ebenfalls in den Dienst der guten Sache stellen würde, ließen sich die rückständigen Herren bestimmt überzeugen.

Anna Gmeyner, 1902 in Wien geboren, galt lange Zeit als vergessene Autorin und Dramatikerin. 1932 wurde Automatenbüfett in Hamburg, Berlin und Zürich als Erfolg gefeiert, doch bereits ein Jahr später verboten. Gmeyner floh nach England, wo sie 1991 verstarb. In Österreich wurde das Volksstück erst 2004 aufgeführt.

Regie: Elke Hartmann
Bühne und Kostüme: Alexia Engl

Automaten­büfett bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Automaten­büfett

Schauspiel

Die Jüdin von Toledo

Trauerspiel von Franz Grillparzer

Premiere: 8.10.2022

Ein Mann, der von einer Frau so fasziniert ist, dass er die Welt um sich herum vergisst. Eine Frau, die mit dem Feuer spielt und der die Konsequenzen ihres Tuns egal sind. Eine andere Frau, die auf einmal ein großes Maß an Verantwortung übernehmen, das Persönliche hintanstellen und ganz staatstragend werden muss. Aus diesen Elementen hat Franz Grillparzer (dessen 150. Todestag ansteht) ein packendes Schauspiel geschrieben, das an ein historisches Ereignis anknüpft.

Spanien im 12. Jahrhundert. Die arabischen Mauren versuchen Stück für Stück, Spanien zu erobern, König Alphons hält mit seinen Truppen dagegen, die Bevölkerung bangt um ihr Leben. Völlig unbeeindruckt von den Unruhen ist Rahel, die titelgebende Jüdin von Toledo – eine junge, starke Frau, vergleichbar mit Shakespeares „widerspenstiger“ Katharina oder Wedekinds Lulu. Sie dringt voller Übermut in die königlichen Gärten ein und überrascht das Königspaar. Der König ist fasziniert von dieser unerschrockenen Person: Sie ist wild, fremd und so ganz ohne jede Konvention. Gegen alle Vernunft vernachlässigt er in Folge seine Staatsgeschäfte, wird „Mensch“. Da der Angriff der Mauren kurz bevorsteht, drängt der Hofstaat die Königin, aktiv zu werden. Und so wird beschlossen, dass Rahel sterben muss – damit der König wieder „Staatskörper“ wird.

Die Inszenierung dieses ungewöhnlichen Klassikers übernimmt Rudolf Frey, der bereits zusammen mit Vincent Mesnaritsch und Elke Gattinger Molières Der Menschenfeind und Schillers Kabale und Liebe auf die Bühne im Großen Haus brachte.

Regie: Rudolf Frey
Bühne: Vincent Mesnaritsch
Kostüme: Elke Gattinger

Die Jüdin von Toledo bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Die Jüdin von Toledo

Musiktheater

Songs For A New World

(Lieder für eine neue Welt)
Musical. Musik und Gesangstext von Jason Robert Brown. Deutsch von Wolfgang Adenberg.

Premiere: 23.10.2022

„Ganz deutlich ruft mich eine neue Welt. Sie lässt mich zweifeln, was nun wird. Sie wartet, randvoll mit Verheißung“, singt eine Frau voller Zuversicht in Songs For A New World (Lieder für eine neue Welt). Doch eine neue Welt kann auch ganz anders aussehen. Da reicht ein Moment und alles löst sich auf, was sicher schien. In 16 Songs erzählt der Komponist und Textdichter Jason Robert Brown Geschichten von Menschen, die an einem Wendepunkt in ihrem Leben stehen. Wagen sie den Schritt in eine neue Welt, die möglicherweise besser ist als die vergangene oder gegenwärtige? Sind sie gezwungen, sich an eine neue Situation zu gewöhnen? Oder träumen sie nur von einer strahlenden Zukunft, die aber letztlich unerreichbar bleibt? Zwei Frauen und zwei Männer schlüpfen in unterschiedliche Rollen, schildern die inneren Konflikte ihrer Figuren und singen Lieder für eine neue Welt, die für jeden und jede ganz anders erscheint.

Die 1995 uraufgeführte Revue steht am Beginn der erfolgreichen Karriere von Jason Robert Brown, der bereits drei Tony-Awards erhalten hat. In seinen Werken gelingt es dem US-Amerikaner stets aufs Neue, den Showcharakter mit zeitgenössischen Klängen zu verbinden. In Songs For A New World nutzt der Komponist verschiedene Stilrichtungen: Swing, Gospel, Funk, Pop, Jazz oder Rhythm and Blues – jede Figur und jede Situation erhält ihre ganz eigene Musik. Und mit jedem Song öffnet sich eine Tür in eine neue Welt.

Musikalische Leitung: Hansjörg Sofka
Regie: Alexander Kratzer
Bühne und Kostüme: Michael D. Zimmermann

Songs For A New World bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Songs For A New World

Tanz

Der große Gatsby

Tanztheater von Enrique Gasa Valga

Premiere: 29.10.2022

Libretto von Enrique Gasa Valga und Albert Serradó nach dem gleichnamigen Roman von F. Scott Fitzgerald.

Jay Gatsby ist ein junger Millionär, der auf Long Island an der Ostküste der USA lebt – und von einer faszinierenden Aura umgeben ist: Seine undurchsichtigen Geschäfte, die geheimnisumwitterte Herkunft und sein unermesslich scheinendes Vermögen bieten Stoff für viele Gerüchte. Obwohl ihm die Welt zu Füßen zu liegen scheint und er in seinem Haus rauschende Tanzpartys für die New Yorker Gesellschaft veranstaltet, ist er einsam. Im Grunde seines Herzens möchte er die Vergangenheit zurückholen und wieder mit der Liebe seines Lebens, Daisy, zusammen sein. Doch die hat den raubeinigen Ex-Football- und jetzigen Polospieler Tom Buchanan geheiratet.

Nick Carraway, ein Cousin zweiten Grades von Daisy, besucht das Ehepaar auf seinem Anwesen. Es entsteht eine lockere Freundschaft und Nick beschließt, in die Nähe zu ziehen – just in das Nachbarhaus von Gatsby, den Nick bald persönlich kennenlernt. So kommen sich auch Daisy und Gatsby wieder näher – bis ein tödlich verlaufender Autounfall eine zerstörerische Dynamik in Gang setzt.

Mit seinem Roman Der große Gatsby gelang dem US-amerikanischen Autor F. Scott Fitzgerald 1925 ein wahres Meisterwerk. Er schuf dabei ein treffendes Porträt der sogenannten „Roaring Twenties“, der von wirtschaftlichem Wachstum, Prohibition, Kriminalität und Jazz geprägten 1920er-Jahre in den Vereinigten Staaten. Die angesprochenen Themen wie Dekadenz, Ausschweifungen, Idealismus und gesellschaftliche Umbrüche bieten eine breitgefächerte Grundlage für Enrique Gasa Valgas neuestes Tanzabenteuer.

So regen wir die Ruder, stemmen uns gegen den Strom – und treiben doch stetig zurück, dem Vergangenen zu.
F. SCOTT FITZGERALD

Choreografie und Regie: Enrique Gasa Valga
Choreografische Assistenz: Martine Reyn
Bühne: Helfried Lauckner
Kostüme: Birgit Edelbauer-Heiss
Dramaturgie: Axel Gade

Der große Gatsby bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Der große Gatsby

Schauspiel

Gondel­gschichten

Dokumentarisches Theaterprojekt vom Institut für Medien, Politik & Theater

Premiere: 27.11.2022

Das Institut für Medien, Politik und Theater beschäftigt sich in seinem neuesten Rechercheprojekt mit der Ski- und Bergwelt Tirols. In der Corona-Pandemie wurde einmal mehr deutlich, wie einflussreich der Wintertourismus – und die Männer, die hinter ihm stehen – wirklich sind. Auch aus dem Tourismusministerium hieß es: „Das oberste Ziel muss sein, dass eine Wintersaison stattfinden kann.“ Aber um welchen Preis? Für das Kollektiv geht es auf Spurensuche in die Alpen. Wie abhängig ist die Politik von der Seilbahnwirtschaft? Sind wilde Après-Ski-Partys, riesige Skischaukeln und Tonnen von Kunstschnee überhaupt zukunftsträchtig? Was bleibt von Österreich, wenn der Klimawandel den heiligen Wintertourismus unmöglich macht?

Gesellschaftlich relevante und komplexe Themen stehen im Fokus der dokumentarischen Theaterprojekte des interdisziplinär arbeitenden Kollektivs Institut für Medien, Politik und Theater. Ein monatelanger, intensiver Rechercheprozess zum Thema und viele Hintergrundgespräche mit unterschiedlichen Expert*innen bilden die Grundlage für jedes Theaterprojekt. Dabei ermöglichen es die sinnlichen Mittel des Theaters, komplexe Inhalte erfahrbar und neue Kontexte sichtbar zu machen. Da, wo der Journalismus an seine Grenzen stößt, kann das Theater Fragen und Widersprüche in den Raum stellen, die ausgehalten werden müssen – ohne Anspruch auf eindeutige Antworten.

Das oberste Ziel muss sein, dass eine Wintersaison stattfinden kann.
ELISABETH KÖSTINGER

RECHERCHE, KONZEPT, TEXT Institut für Medien, Politik und Theater (www.institut-theater.at)
(Felix Hafner, Emily Richards, Anna Wielander)

Regie: Felix Hafner
Ausstattung: Julia Neuhold
Dramaturgie: Lisa Koller, Emily Richards

Öffentliche Probe am 16. November 2022
Besetzung anzeigen

Gondel­gschichten bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Gondel­gschichten

Kindertheater

Konrad oder das Kind aus der Konserven­büchse

Schauspiel von Christine Nöstlinger

Premiere: 13.11.2022

„Ihnen werden die vereinigten Versandhäuser noch einmal ein Denkmal errichten“, schimpft der arme Briefträger, der Frau Berti Bartolottis Bezirk zugeteilt ist. Schon wieder muss er ein Riesenpaket die Treppen hinaufschleppen, das wiegt bestimmt um die 25 Kilo! Darin: eine Riesendose. Und darin wiederum: ein fabrikneues Kind. Steril verpackt, pflegeleicht und bestens erzogen. Ein Instant-Kind? Irgendwie kann Frau Bartolotti sich gar nicht erinnern, ein Kind bestellt zu haben. Aber zurückgeschickt wird nichts, da will sich Frau Bartolotti doch lieber um Kleidung und Zuneigung für den siebenjährigen Konrad kümmern. Und trotz aller Unterschiede – Berti Bartolotti ist eine verrückte Chaotin, Konrad hingegen ein ordnungsliebender Musterknabe – schließt sie den Jungen schnell ins Herz. Egon, Bertis Freund, ist ganz fasziniert von Konrads perfektem Benehmen und wird kurzerhand sein Vater. Während die frischgebackenen Eltern sich schon bald um ihre Rechte zu streiten beginnen, muss Konrad in der Schule feststellen, dass man mit richtigem Benehmen nicht leicht Freund*innen findet. Als nun auch noch die Kinder-Fabrik Konrad zurückhaben will, da die Zustellung ein Fehler war, fangen die Probleme erst richtig an, denn aus dem Vorzeigekind muss schnellstens ein Rotzlöffel werden.

Glücklicherweise sind die wundervollen Geschichten von Christine Nöstlinger bis heute aus den Kinderzimmern nicht wegzudenken, denn immer steckt in ihnen ein Plädoyer für kindliche Anarchie. Das beste Beispiel dafür ist Konrad oder Das Kind aus der Konservenbüchse.

Aber vergessen Sie bitte nicht, dass unser Nachwuchs neben der üblichen Aufsicht und Wartung auch Zuneigung braucht. Viel Freude – wünscht Ihnen – die Firmenleitung.
AUS KONRADS BEGLEITBRIEF

Regie: Felix Metzner
Ausstattung: Julia Neuhold, Watzdorf Leah
Dramaturgie: Uschi Oberleiter

Konrad oder das Kind aus der Konserven­büchse bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Konrad oder das Kind aus der Konserven­büchse

Musiktheater

Lakmé

Oper von Léo Delibes. Text von Edmond Gondinet und Philippe Gille

Premiere: 26.11.2022

Léo Delibes Lakmé spielt in Indien während der Kolonialzeit. Fasziniert von dem in seinem Heimatland aufsehenerregenden Roman Le Mariage de Loti eines auf Tahiti lebenden ehemaligen französischen Marineoffiziers, wählte der Komponist den Stoff als Grundlage für eine Oper.

Delibes’ Werk erzählt von der Liebe zwischen Lakmé, der Tochter eines Hindu-Priesters, und dem englischen Offizier Gerald. Lakmés Vater versucht mit brutalen Mitteln, diese Verbindung zu verhindern. Frederick will seinen Freund Gerald wieder zurück in die Armee holen. Können die Gefühle des ungleichen Paares diesen Anfechtungen standhalten? Kann das sagenumwobene Wasser der heiligen Quelle die Liebe für immer festigen?

Die aufwändig ausgestattete Uraufführung von Lakmé 1883 an der Pariser Opéra Comique gestaltete sich zu einem Triumph, denn das Werk traf mit seinem orientalischen Flair genau den Modegeschmack des Exotismus. Auch die Entwürfe des Bühnenbilds und der Kostüme zur Inszenierung in Innsbruck, wo die Oper zum ersten Mal zu sehen sein wird, versprechen einen optischen Hochgenuss.

Léo Delibes, dessen Name insbesondere durch sein Ballett Coppélia bis heute bekannt ist, verzaubert durch seinen melodischen Einfallsreichtum. Das „Blumenduett“, in dem Lakmé und ihre Begleiterin Mallika die Schönheit der Natur besingen, fand sogar Einzug in die Werbung. Die sogenannte „Glöckchenarie“ Lakmés, das Lied von der Legende der Tochter des Parias, ist ein Bravourstück für Koloratursoprane.

Verlanget Ihr, Götter,
Dass sich ein Opfer beut,
So nehmt mich an, ich bin bereit.
LAKMÉ

Musikalische Leitung: Tommaso Turchetta
Regie: Hinrich Horstkotte
Bühne: Nicolas Bovey
Kostüme: Hinrich Horstkotte
Dramaturgie: Thomas Schmidt-Ehrenberg

In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Lakmé bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Lakmé

Musiktheater

Genoveva

Oper von Robert Schumann. Text vom Komponisten nach Ludwig Tieck und Friedrich Hebbel.

Mit einer neu zu entdeckenden Rarität wird die Saison 2022.23 eröffnet, denn Robert Schumanns Genoveva findet sich nicht häufig auf den Spielplänen der Opernhäuser. Der Komponist, den man in erster Linie durch seine Kammermusik, Kunstlieder und Symphonien kennt, suchte viele Jahre nach einem Sujet für eine Oper. Der Stoff, der ihn schließlich überzeugte und zu seiner einzigen Komposition in dieser Gattung führte, war die Geschichte der Genoveva. Sie basiert auf einer Legende aus dem Mittelalter, einer Epoche, die aufgrund des Glaubens an die geheimnisvolle Macht des Teufels und der Hexen auf Künstler*innen der Romantik eine besondere Faszination ausübte.

Golo begehrt Genoveva, die Ehefrau des Pfalzgrafen Siegfried, wird aber von ihr zurückgewiesen und beschimpft. Für diese Verletzung soll sie büßen. Unterstützung erhält Golo von Margaretha, die wegen ihrer schwarzen Künste von Siegfried aus dem Schloss gewiesen wurde. Letztendlich erreicht aber weder Golo mit seiner Intrige gegen Genoveva sein Ziel, noch Margaretha mit ihren Zauberkräften, mit denen sie Siegfried vernichten will.

Im Gegensatz zu Friedrich Hebbels gleichnamiger Tragödie, die wie Ludwig Tiecks Lesedrama Leben und Tod der heiligen Genoveva als Vorlage für Schumanns Libretto diente, nimmt die Oper ein glückliches Ende. Zu den musikalischen Höhepunkten zählt die Szene zwischen Genoveva und Golo, die sich aus einem einfachen Lied zu einer dramatischen Situation entwickelt und somit auf das realistische Musiktheater der Zukunft hinausweist.

Musikalische Leitung: Lukas Beikircher
Regie: Johannes Reitmeier
Bühne und Kostüme: Michael D. Zimmermann

In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln.

Genoveva bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Genoveva

Tanz

Lorca

Tanzstück von Enrique Gasa Valga

Als Lyriker und Dramatiker, als Musiker und Zeichner zählt Federico García Lorca zu Spaniens vielfältigsten und faszinierendsten Künstlerpersönlichkeiten. Seit seiner Ermordung zu Beginn des Spanischen Bürgerkrieges reißen die Spekulationen um seinen Tod und sein Leben nicht ab, und sein Werk besitzt bis heute außergewöhnliche Strahlkraft. In der Rückschau erscheint er dabei wie in mehrere Persönlichkeiten gespalten und mit mehreren Gesichtern ausgestattet: einem fröhlichen, vergnügten, das die Freunde kennen; einem ernsthaften, das sich im Zusammenhang mit der Arbeit und in Interviews zeigt; einem oftmals gequälten und düsteren, wenn es um Liebe und Leidenschaft geht.

Eine zentrale Antriebskraft in Lorcas Dramen ist das Begehren: Jemand begehrt, meist ohne sein „Objekt“ genau benennen zu können, was die Unerfüllbarkeit immer schon mit einschließt. Auch die Gedichte thematisieren immer wieder das Begehren, testen die Grenzen dessen aus, was sagbar ist, und stoßen dabei ständig auf die Leere.

Das Tanzstück zeigt ausgewählte Stationen von Lorcas Leben: das innige Verhältnis zu seiner Mutter; die Liebe zu Andalusien; die Freundschaft zu Salvador Dalí und Luis Buñuel – und das Zerbrechen dieser Verbindung; die gesellschaftlich geächtete Zuneigung zu Männern; die Hinwendung zu den gesellschaftlichen Außenseitern; der Ausbruch in die große weite Welt – und die Rückkehr in die sehnsuchtsvoll vermisste Heimat. Ständige Begleiter auf der Reise durch dieses Leben sind die Gedichte, mit denen sich Lorca der Welt mitteilte.

Choreografie & Regie: Enrique Gasa Valga
Bühne: Helfried Lauckner
Kostüme: Birgit Edelbauer-Heiss
Dramaturgie: Axel Gade

Spieldauer ca. 1 Stunde 45 Minuten . Eine Pause

Lorca bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Lorca

Schauspiel

Kafka umírá - Kafka stirbt

Ein Kafka-Präparat von Max Simonischek

In einem Sanatorium in Kierling, bei Klosterneuburg, liegt einer der größten Autoren der Moderne im Sterben, Franz Kafka. Selbst zahlreiche Kuraufenthalte können nicht verhindern, dass die Tuberkulose im Winter 1923 auf den Kehlkopf übergreift und ihn schließlich verstummen lässt. Zwischen Hoffnung und Angst wankend, kann er sich nur noch schriftlich mit seiner letzten Lebensgefährtin Dora Diamant und seinem Freund Robert Klopstock verständigen. Immer noch arbeitet der schmerzgezeichnete Kafka an den Druckfahnen von Josefine, die Sängerin oder Das Volk der Mäuse. Bemerkenswerterweise lässt Kafka in seiner letzten Erzählung ein Publikum, das Mäusevolk, darüber verhandeln, wie es sich mit Josefines Kunst verhält: „Ist es denn überhaupt Gesang? Ist es nicht vielleicht doch nur ein Pfeifen?“ In Fieberträumen tauchen die von ihm erschaffenen Figuren auf, entsteigen den Texten und sprechen ihrem Schöpfer vor, nehmen Abschied von ihm und geleiten ihn in eine andere Welt. Bis auch Josefines letzter Pfiff ertönt.

Max Simonischek, der bereits als eines von Kafkas Wesen in Der Bau zu sehen war, spürt eine besondere Nähe zu diesem außergewöhnlichen Schriftsteller. Und so ist es nur konsequent, dass er für sein Debüt als Regisseur Kafkas Tier- und Fabelwesen auf die Bühne holt. Zentral ist für ihn dabei die Sprache, durch die sich Kafka wie kein Zweiter definierte. Musiker und Komponist Daniel Freitag sowie Harald Thor und Tanja Hofmann, die an großen Häusern im In- und Ausland für spektakuläre Ausstattungen sorgen, stehen ihm als künstlerische Partner*innen zur Seite.

Ich glaube, ich habe zur rechten Zeit mit der Untersuchung des tierischen Piepsens begonnen.
Franz Kafka

Regie: Max Simonischek
Bühne: Harald Thor
Kostüme: Tanja Hofmann
Musik: Daniel Freitag
Dramaturgie: Christina Alexandridis, Uschi Oberleiter

Aufführungsdauer ca. 1 Stunde 30 Minuten . Keine Pause

Kafka umírá - Kafka stirbt bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Kafka umírá - Kafka stirbt

Oper

Tosca

Oper von Giacomo Puccini. Text von Luigi Illica und Giuseppe ­Giacosa nach dem gleichnamigen Drama von Victorien Sardou

„Ich lebte für die Kunst. Ich lebte für die Liebe. Nie tat ich einer Seele etwas zuleide“, bekennt die berühmte Sängerin Floria Tosca. Doch dann nimmt ihr Leben eine radikale Wendung. Ihr Geliebter, der Maler Mario Cavaradossi, unterstützt einen verfolgten Oppositionspolitiker und bringt ihn in ein geheimes Versteck. Der brutale Polizeichef Scarpia wittert dadurch seine Chance, gleich zwei Ziele zu erreichen: sich mithilfe von Erpressung die begehrte Sängerin gefügig zu machen und den Rivalen und politischen Gegner Cavaradossi auszuschalten. Er schürt die Eifersucht Toscas und lässt den Maler inhaftieren und foltern. Es gelingt Scarpia zwar nicht, die Liebe der beiden zu zerstören, dafür aber ihr Leben. Seine Intrige führt letztendlich auch zu seinem eigenen Tod.

Gegen die dramatische, naturalistische Handlung setzte der Komponist durch lyrische Momente und eine farbenreiche Partitur starke Kontraste. Dadurch richtete er den Fokus auf die persönliche Tragödie inmitten einer politisch unruhigen Zeit. Nur zögernd gelangte Puccinis Tosca nach der Uraufführung im Jahr 1900 in Rom auf andere Opernbühnen. Doch inzwischen ist das Werk mit Toscas wunderbarer Arie „Vissi d’arte“ und Cavaradossis „E lucevan le stelle“ längst ein Welterfolg.

Am Tiroler Landestheater wird Thilo Reinhardt Regie führen. Nach seinen in Innsbruck gezeigten, eindrucksvollen Interpretationen von Rusalka und Simon Boccanegra darf man nun auf seine Sichtweise der Tosca gespannt sein.

Für immer verflogen ist mein Liebestraum.
Die Stunde ist verstrichen und ich sterbe als Verzweifelter.
Noch nie habe ich das Leben so geliebt.

Mario Cavaradossi

Musikalische Leitung: Lukas Beikircher
Regie: Thilo Reinhardt
Bühne: Johann Jörg
Kostüme: Katharina Gault
Dramaturgie: Susanne Bieler

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Tosca bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Tosca

Kinderprogramm

Lese*Reise

mit ERWIN und den Bücherwürmern

Unser liebenswertes Monster Erwin zieht es in den Ruhestand. Vorbei sind die wilden Abenteuer auf der Probebühne, Erwin sehnte sich nach etwas mehr Ruhe, nach gemütlichen Stunden mit guter Lektüre.

Gute Lektüre – da können ihm seine Freunde, Kurt und Heinzi, die beiden Bücherwürmer, weiterhelfen. Die beiden haben Bücher ja zum Fressen gern! Wortwörtlich! Lesen die beiden einen Text, bleibt davon kein Wort und keine Silbe über, alles wird ratzfatz verschlungen, bis zum letzten Pünktchen. Und diese Liebe zu Büchern, die hört man den beiden an, da lehnt man sich gerne mal zurück und lauscht mit großen Ohren.

mit
Jan-Hinnerk Arnke, Kristoffer Nowak, Stefan Riedl

Lese*Reise bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Lese*Reise

Oper

Die Zauberflöte

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. Text von Emanuel Schikaneder

„Schreiben Sie eine Oper für mich, ganz im Geschmack des heutigen Wiener Publikums“, bat einst Emanuel Schikaneder – Schauspieler, Sänger, Bühnendichter und Leiter des Theaters auf der Wieden – den Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart. Schikaneder lieferte auch gleich selbst das Libretto, inspiriert durch das damals beliebte Genre des Zaubertheaters. 1791 uraufgeführt, entwickelte sich Die Zauberflöte zu Mozarts populärster Oper, unter anderem dank der großen musikalischen Spannbreite vom volkstümlichen Lied bis zur opera seria.

Ausgestattet mit zwei Zauberinstrumenten – einer Flöte und einem Glockenspiel – werden Prinz Tamino und der Vogelfänger Papageno von der Königin der Nacht in das Reich des Sarastro geschickt. Dort sollen sie Pamina, die Tochter der Königin, aus den Fängen des Herrschers befreien. Als sie auf Sarastro treffen, verhält sich dieser jedoch keineswegs wie ein herzloser Entführer, sondern vielmehr wie ein friedfertiger und weiser Mann. Er stellt Tamino und Papageno sogar in Aussicht, die Frauen ihrer Wahl zu bekommen. Allerdings nicht, ohne sie gewissen Prüfungen zu unterziehen …

Für die Inszenierung der Zauberflöte konnte der bekannte Tiroler Schauspieler Gregor Bloéb gewonnen werden. Entsprechend dem Gattungsbegriff „Singspiel“ hat die Spielfreude in seiner ersten Regiearbeit für ihn eine ebenso große Bedeutung wie der Gesang und natürlich – ganz im Sinne der Erfinder dieses vielseitigen Werks – der (Bühnen-)Zauber.

Wie stark ist nicht dein Zauberton,
Weil, holde Flöte, durch dein Spielen
Selbst wilde Tiere Freude fühlen.

Tamino

Musikalische Leitung: Andrea Sanguineti
Regie: Gregor Bloéb
Bühne & Kostüme: Laura Malmberg, Paul Sturminger
Dramaturgie: Susanne Bieler

Die Zauberflöte bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Die Zauberflöte

Online

Virtueller Blick hinter die Kulissen

Unser Vorstellungsbetrieb ist seit Mitte März eingestellt und so können derzeit leider auch keine Führungen stattfinden. Um Ihnen die Wartezeit bis zur Wiedereröffnung etwas zu verkürzen, nehmen wir Sie virtuell mit hinter die Kulissen. In kurzen Videoclips, die wir regelmäßig auf unseren Social-Media-Kanälen veröffentlichen, spazieren wir mit Ihnen durch das Tiroler Landestheater. Dadurch ermöglichen wir Ihnen ganz besondere Einblicke in die Arbeit am Tiroler Landestheater und Sie erfahren hoffentlich viel Interessantes und Neues. Treten Sie ein, wir wünschen viel Vergnügen.

Virtueller Blick hinter die Kulissen bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Virtueller Blick hinter die Kulissen

Podcast

Blog und Podcast-Beiträge

Im Tiroler Landestheater geschieht so einiges. Auf und abseits der Bühne. Wir möchten diese Geschichten erzählen.

Blog und Podcast-Beiträge bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Blog und Podcast-Beiträge

12

Tiroler Landestheater

Tiroler Landestheater und Orchester GmbH Innsbruck

Kassa Tel. +43.512.52074.4
Kassa Fax. +43.512.52074.338
e-Mail. kassa@landestheater.at

Tiroler Landestheater bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Tiroler Landestheater

Aufführungen / Tanz Freifall
Aufführungen / Konzert Musik im Riesen Swarovski Kristallwelten Wattens, Kristallweltenstraße 1
Aufführungen / Theater Passionsspielverein Erl Erl, Mühlgraben 56

Sie haben noch keinen Login? Dann registrieren Sie sich gleich hier!

Bitte schauen Sie in Ihrem E-Mail-Postfach nach der Registrierungsmail und klicken Sie auf den darin enthaltenen Link.