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Kasseler Musiktage

22.10. bis 1.11.2026

»Was bewegt Dich?«

Musik bewegt uns – sei es durch Rhythmen, die uns mitschwingen lassen, oder durch Gefühlswelten, die uns emotional berühren. Die vielfältigen Formen musikalischer Bewegung sind bei den kommenden Kasseler Musiktagen an vertrauten und neu zu entdeckenden Orten in unterschiedlichen Facetten zu erleben.

Der Kartenvorverkauf hat am 1. September 2026 begonnen.

Kontakt

Kasseler Musiktage
Heinrich-Schütz-Allee 35
D-34131 Kassel

Telefon: +49 (0)561-3164500
Fax: +49 (0)561-3164501
E-Mail: info@kasseler-musiktage.de

 

KARTEN PER TELEFON / EMAIL
Kartentelefon 0561-316 450 0 / Email vorverkauf@kasseler-musiktage.de

Die Zustellung der Konzertkarten erfolgt per Post oder durch Hinterlegung an der Abendkasse. Die Zahlung Ihrer Bestellung erfolgt per Vorkasse oder Lastschrift.
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Bewertungen & Berichte Kasseler Musiktage

© KMT/Bernd Schoelzchen
Konzert

Bootsfahrt

Studio Lev Cho:r
Sem R. A. Wendt, Bassklarinette
Krystian Köhn, Konzeption, musikalische Leitung


Musik und Improvisationen aus verschiedenen Zeiten und Kulturen

Bewegungen auf, im und unter Wasser erzeugen ihre eigenen Klangwelten. Für ihre musikalische Bootsfahrt treffen die jungen Sänger:innen des Studio Lev Cho:r Kassel unter der Leitung von Krystian Köhn auf Sem R. A. Wendt, Bassklarinettist des treppenhausorchester. Mit diesem beeindruckenden Instrument taucht Sem Wendt klanglich mit in den musikalischen (Lebens-)Fluss und gestaltet kreativ gemeinsam mit der Gruppe partizipative und überraschende Geräuschwelten rund um das Wasser. Mit zeitgenössischen Liedern aus verschiedenen Genres und Kulturkreisen bewegen sich die Mitwirkenden durch unbekannte und vertraute Gewässer, gleiten über ruhige Wasseroberflächen, trotzen stürmischen Gefahren – immer auf der Suche nach ihrem sicheren Hafen.

Bereits zum vierten Mal ermöglichen die Kasseler Musiktage gemeinsam mit dem Studio Lev Cho:r ein szenisch-musikalisches Projekt in der UK14, wofür die jungen Menschen in einen inspirierenden Austausch mit einem Mitwirkenden aus dem Festivalprogramm treten. An den ersten beiden Festivaltagen ist das treppenhausorchester mit seiner innovativen und begeisternden Spielweise sowohl in der documenta-Halle als auch in der historischen Weinkirche zu erleben.

In Kooperation mit dem Studio Lev Kassel e. V.
und der WELL being Stiftung

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Konzertante Aufführung

Isacco

Dennis Orellana, Isacco
Christian Senn, Abramo
Ralitsa Ralinova, Sara
Sam Harris, Gamari
Anjela Spaic, Angelo
Heinrich-Schütz-Ensemble
KMD Eckhardt Manz, Einstudierung
Staatsorchester Kassel
Ainārs Rubiķis, Leitung


Marianna Martines (1744–1812):
Isacco. Figura del Redentore (Isaak – Vorbild des Erlösers)
Oratorium für Soli, Chor und Orchester

Mit Isacco rückt ein Oratorium ins Zentrum der Kasseler Musiktage, das zu Lebzeiten seiner Schöpferin in Wien Aufsehen erregte – und danach fast verschwunden ist. Die Komponistin, Sängerin und Pianistin Marianna Martines, ausgebildet unter anderem von Joseph Haydn und Johann Adolph Hasse, schrieb ein Werk, das 1782 im Wiener Hofburgtheater aufgeführt wurde – als einziges Oratorium einer Frau an diesem renommierten Ort. Ihr dramatisches Gespür zeigt sich in virtuosen Arien und emotional wirkungsvoller Orchestermusik. Die biblische Geschichte von Abrahams Opferprüfung – der Auftrag, den eigenen Sohn Isaak zu töten, und der rettende Engel im letzten Moment – wird so zum musikalischen Spiegel für Vertrauen, Angst, Gehorsam und Zweifel: Was bewegt uns, wenn vertraute Sicherheiten ins Wanken geraten?

Das Staatsorchester Kassel unter Generalmusikdirektor Ainārs Rubiķis und das Heinrich-Schütz-Ensemble, beide regelmäßig bei den Kasseler Musiktagen zu erleben, bringen das selten gespielte Werk in der Martinskirche zur Aufführung. In den fünf Gesangspartien sind unter anderem der Sopranist Dennis Orellana in der Hauptrolle zu hören, welcher vergangenen Sommer bei den Salzburger Festspielen begeisterte, der an den bedeutendsten Opernhäusern weltweit gefragte Bariton Christian Senn sowie die am Staatstheater Kassel bestens vertraute Ralitsa Ralinova. In Kassel wurde auch die moderne Ausgabe des Werks verlegt, im Furore-Verlag, der sich seit 40 Jahren für die Musik von Komponistinnen stark macht.

In Kooperation mit dem Staatstheater Kassel

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© Michele Monasta
Konzert

Monteverdi a solo

Raffaele Pe, Countertenor
Elisa Citterio,Violine
Rodney Prada, Viola da gamba
Gianluca Geremia, Laute
Nicolò Pellizzari, Cembalo, Orgel


Werke von
Claudio Monteverdi (1567–1643)
Biagio Marini (1595–1663)
Dario Castello (1602–1631)

Ein Abend ganz nah an Claudio Monteverdi: Raffaele Pe und sein Ensemble La Lira di Orfeo widmen sich jenen Liedern, die der große Meister ursprünglich teilweise für den privaten Rahmen schrieb – Musik, die nach innen lauscht. Der von der New York Times als »Barockstar« beschriebene Countertenor ist einer der prägenden Monteverdi-Interpreten seiner Generation und hat mit La Lira di Orfeo, einem vielfach ausgezeichneten Barockensemble, zahlreiche innovative Projekte auf internationalen Bühnen realisiert. Als Sänger mit feinem Gespür für Text und Affekt erkundet Pe die ganze Spannweite dieser Miniaturen: von der bittersüßen Spannung in Sì dolce è il tormento (So süß ist die Qual) bis zur stillen Innigkeit des Salve Regina.

Zwischen geistlichen Werken und Opernauszügen aus L’Orfeo und L’ incoronazione di Poppea entfalten sich Klangwelten, in denen Trost, Zweifel, Sehnsucht und Hoffnung unmittelbar nebeneinanderstehen. Virtuose Instrumentalsätze von Biagio Marini und Dario Castello öffnen zusätzliche Resonanzräume für Violine und Basso continuo. Nach prägenden Monteverdi-Momenten der vergangenen Festivals – etwa im Eröffnungskonzert 2022 oder in Vespers and Dreams 2023 – führt das Programm diese Spur nun in einem besonders stimmungsvollen Rahmen weiter: Die Alte Brüderkirche ist der Ort, an dem in der Musik von Heinrich Schütz nach seinem Italien-Aufenthalt auch die Einflüsse Claudio Monteverdis zu hören waren. Ihre Atmosphäre bietet den idealen Raum für ein konzentriertes Hörerlebnis, das fragt: Was bewegt dich, wenn Monteverdis Musik direkt ins Innerste zielt?

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© Theresa Pewal
Konzert

Erhöre uns

The Present
Hanna Herfurtner, Sopran, Konzept, Regie und Text
Olivia Stahn, Sopran, Konzept, Regie und Text
Amélie Saadia, Alt
Tim Karweick, Tenor
Florian Hille, Bass
Laura Steenberge, Konzept
Lisa Fütterer, Ausstattung
Leo Albach, Licht
Sarah Rose Lucey, Produktions- und Regieassistenz


Erhöre uns, wenn wir anrufen
Eine Séance für Heinrich Schütz
Performatives Konzert mit einer Uraufführung
von Laura Steenberge (*1981) und Musik von
Heinrich Schütz (1585-1672)

Nach seinem gefeierten Programm Schützling kehrt das Vokalensemble The Present nach Kassel zurück – diesmal mit einem Abend, der Heinrich Schütz ganz neu ins Heute holt. Fünf Sänger*innen bewegen sich zwischen den Zuhörenden, singen a cappella, sprechen, lauschen und werfen Fragen in den Raum: Was bedeutet es heute, »erhört« zu werden – von einem Gegenüber, von einer Gemeinschaft, vielleicht von etwas Größerem? Schütz’ Italienische Madrigale SWV 1–19 treffen dabei auf neue Kompositionen der kalifornischen Komponistin Laura Steenberge, die seine Klangwelt behutsam spiegelt, bricht und weiterschreibt.

Das szenische Konzert ist als zweiteiliger Abend angelegt: Zu Beginn entsteht ein kurzer performativer Prolog, in dem sich The Present unter das Publikum mischt und gesprochene Texte, Geräusche und erste Vokalklänge verwebt. Danach öffnet sich die große Weinkirche, in der fast ausschließlich gesungen wird: dichte, alte Polyphonie, fragile neue Linien, Momente der Stille. Mit einem Augenzwinkern stellt The Present die entscheidende Frage: Wird es gelingen, Kontakt zu Heinrich Schütz aufzunehmen? Geht der Komponist ans Geistertelefon?

Eine Produktion der Mitteldeutschen Barockmusik e. V. /
Heinrich Schütz Musikfest 2026

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Konzert

Freebruckner

Stegreif – The Improvising Symphony Orchestra
Juri de Marco, Lorenz Blaumer, Künstlerische Leitung
Valerie Leopold, Musikalische Leitung
Alistair Duncan, Rekomposition, Arrangement
Lea Hladka, Choreographische Mitarbeit
Franziska Ritter, Inszenierung
Vito Walter, Lichtdesign


Rekomposition
der 7. Symphonie E-Dur
von Anton Bruckner (1824–1896)

Das Stegreiforchester kehrt nach mehreren mitreißenden Auftritten erneut zu den Kasseler Musiktagen zurück und nimmt sich diesmal Anton Bruckner vor. Unter dem Titel freebruckner befreit das Ensemble dessen Symphonik aus den gewohnten Bahnen: auswendig spielend, ohne Dirigat, mit improvisatorischer Freiheit und viel körperlicher Präsenz im Raum. Die Musiker*innen bewegen sich zwischen den Zuhörenden, zerlegen Bruckners Klanggebirge in flexible Bausteine und setzen sie neu zusammen – nahe am Original und doch überraschend offen.

In freebruckner sucht Stegreif damit die Auseinandersetzung mit diesem großen Symphoniker der Romantik und entwickelt eine genreübergreifende Rekomposition von Bruckners 7. Symphonie. Die berühmte Trauermusik des zentralen Adagios wird zum Ausgangspunkt, um sich konstruktiv mit den vielen gesellschaftlichen Verlusterfahrungen unserer Zeit auseinanderzusetzen. Den Klang des symphonischen Orchesters erweitern die rund 30 Musiker*innen um Saxophon, Drumset, E-Gitarre und die Verwendung der eigenen Stimmen. Ursprünglich für den neuen Spielort St. Kunigundis geplant, an dem sich nun leider die Baumaßnahmen verzögern, entsteht an einem bekannten, zentral gelegenen Spielort, der rechtzeitig bekanntgegeben wird, zum Abschluss des Festivals im Hier und Jetzt eine Performance, die die Grenzen zwischen Mitwirkenden und Besucher*innen, zwischen Komposition und Improvisation sprengt – und ganz direkt fragt: Was bewegt dich, wenn sich eine Symphonie löst von festen Plätzen, von Notenpulten, von Routine, und sich mitten unter den Menschen neu erfindet?

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Kasseler Musiktage

22.10. bis 1.11.2026



»Was bewegt Dich?«



Musik bewegt uns – sei es durch Rhythmen, die uns mitschwingen lassen, oder durch Gefühlswelten, die uns emotional berühren. Die vielfältigen Formen musikalischer Bewegung sind bei den kommenden Kasseler Musiktagen an vertrauten und neu zu entdeckenden Orten in unterschiedlichen Facetten zu erleben.



Der Kartenvorverkauf hat am 1. September 2026 begonnen.

KARTEN PER TELEFON / EMAIL
Kartentelefon 0561-316 450 0 / Email vorverkauf@kasseler-musiktage.de

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Ereignisse / Festival Kasseler Musiktage 22.10. bis 1.11.2026
Ereignisse / Festspiele Bad Hersfelder Festspiele 18.6. bis 15.8.2027
Ausstellungen / Museum Hessen Kassel Heritage Kassel, Schlosspark 1
Ereignisse / Festival Kultursommer Nordhessen Kassel, Heinrich-Schütz Allee 33
Ereignisse / Festival Brüder Grimm Festival Kassel Kassel, Christian-Reul-Straße 23
Ereignisse / Festspiele Internationale Händel-Festspiele Göttingen Göttingen, Hainholzweg 3
Ereignisse / Festival Festival Begegnungen Kassel, Heinrich-Schütz-Allee 35
Ereignisse / Festival Arolser Barock-Festspiele Bad Arolsen, Große Allee 24
Ereignisse / Kulturveranstaltung BBK Kassel-Nordhessen e.V. Kassel, Oberste Gasse

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