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Bielefelder Philharmoniker

Kontakt

Bielefelder Philharmoniker
Bühnen und Orchester der Stadt Bielefeld
Brunnenstraße 3-9
D-33602 Bielefeld

Telefon: +49 (0)521-51-2492
Fax: +49 (0)521-51-6408
E-Mail: info@bielefelder-philharmoniker.de

 

Spielorte:

Theater Bielefeld
Brunnenstraße 8, D-33602 Bielefeld
T +49 (0)521-51-2493
F +49 (0)521-51-6845

Rudolf-Oetker-Halle
Lampingstraße 16, D-33615 Bielefeld
T +49 (0)521-51-2187
F +49 (0)521-51-8030
Konzert

6. Symphoniekonzert: Bach

Bielefelder Philharmoniker
Cornelie Isenbürger, Sopran
Hasti Molavian, Mezzosopran
Anke Vondung, Alt
Lorin Wey, Tenor
Klaus Häger, Bariton


Johann Sebastian Bach: Messe in h-Moll BWV 232

Wenn die Sprache auf Johann Sebastian Bachs h-Moll-Messe kommt, scheint ein Superlativ den anderen übertrumpfen zu wollen. Vom »Mont Blanc der Kirchenmusik«, wie Franz Liszt sie nannte, ist es nicht weit bis zu der »Ankündigung des größten musikalischen Kunstwerks aller Zeiten und Völker« durch den Verleger Hans Georg Nägeli, so dass es geradezu selbstverständlich erscheint, dass das Manuskript seit 2015 zum UNESCO-Weltdokumentenerbe gehört.
Bis heute gibt Bachs letztes Chorwerk Rätsel auf; nicht nur aufgrund der verwickelten Entstehungsgeschichte, die fast ein Vierteljahrhundert umspannt. Als gänzliche Neuschöpfung kann die h-Moll-Messe nicht gelten, wie damals üblich fügte Bach Parodien bereits existierender eigener Musiken mit neuen Kompositionen zu einer Missa tota zusammen. Über seine Beweggründe für diese vollständige Vertonung des Messordinariums kann man nur spekulieren, eindeutige Dokumente fehlen. Die monumentalen Dimensionen standen einer Aufführung im Gottesdienst im Weg und die lange Kompositionsdauer weist darauf hin, dass kein Auftraggeber im Hintergrund drängte. Hegte Bach überhaupt die Hoffnung, seine Messe jemals aufgeführt zu erleben? Oder gedachte er, ein künstlerisches Vermächtnis auf dem Gebiet der Vokalmusik zu hinterlassen, ähnlich wie mit seiner letzten Instrumentalmusik, der unvollendet gebliebenen Kunst der Fuge?
Was auch immer den entscheidenden Impuls gegeben haben mag, Bach zog in diesem liturgischen Rahmen eine Quintessenz der Kirchenmusik des Barock sowie seines eigenen Schaffens. Eine Vielfalt musikalischer Stile und Formen, kontrapunktische Strenge und tiefsinnige musikalische Textdeutung, Kontemplation und Affekt, Zeitbezogenes wie Zeitloses fügen sich zu der Einheit eines wahren Opus summum et ultimum.
Konzert

7. Symphoniekonzert: Bach / Mendelssohn Bartholdy / Schumann

Bielefelder Philharmoniker
Frank Peter Zimmermann, Violine
Alexander Kalajdzic, Leitung


Johann Sebastian Bach: Violinkonzert d-Moll BWV 1052
Felix Mendelssohn Bartholdy: Violinkonzert e-Moll op. 64
Robert Schumann: Symphonie Nr. 1 B-Dur op. 38 Frühlingssymphonie

»Könnten Sie Ihrem Orchester beim Spiel etwas Frühlingssehnsucht einwehen, die hatte ich nämlich dabei, als ich sie schrieb.« Dieser Bitte Robert Schumanns werden die Bielefelder Philharmoniker wenige Wochen nach Frühlingsbeginn sicherlich gern nachkommen. Wie in einem Schaffensrausch hatte der 31-jährige Komponist in nur vier Tagen seine erste Symphonie skizziert. Frisch verheiratet und angeregt durch die von ihm im Nachlass Schuberts entdeckte Große C-Dur-Symphonie, wagte er sich nach langem Ringen nun endlich aus Beethovens übermächtigem Schatten und machte sich auch diese Gattung zu Eigen. Kein geringerer als Felix Mendelssohn Bartholdy hob das Werk am 1841 im Leipziger Gewandhaus aus der Taufe.
Wenige Jahre später erlebte dessen Violinkonzert e-Moll an gleicher Stelle seine Uraufführung. Ähnlich wie Schumann hatte auch Mendelssohn vor, das Konzert in »ein paar gutgelaunten Tagen« fertigzustellen, doch sechs Jahre dauerte es letztendlich von der ersten Idee bis zur Vollendung. Ein »brillantes« Stück hatte er dem befreundeten Geiger Ferdinand David versprochen, doch den ausgetretenen Pfaden des Virtuosenkonzerts mochte Mendelssohn nicht einfach folgen. So feilte er immer weiter an originellen Neuerungen, bis Tradition und Aufbruch, Virtuosität und Innerlichkeit, solistisches Spiel und intensiver Dialog zu einem ungewöhnlichen Werk verschmolzen, das die Ära des großen romantischen Violinkonzerts einläutete.
Unvorstellbar erscheint es heute, dass die Musik Johann Sebastian Bachs eines Fürsprechers wie Mendelssohn bedurfte, um der Vergessenheit entrissen zu werden. Wie viele Violinkonzerte der hervorragende Geiger Bach geschrieben hat, ist unsicher, nur drei sind in der Urfassung überliefert. Doch in einigen Cembalokonzerten erkannte man Eigenbearbeitungen verschollener Solokonzerte und konnte sie rekonstruieren – so auch das Violinkonzert d-Moll, mit dem Frank Peter Zimmermann sein brillantes Zusammenspiel mit den Bielefelder Philharmonikern nun in die bereits dritte Runde führt.
Konzert

8. Symphoniekonzert: Carter / Mozart / Schönberg

Bielefelder Philharmoniker
Christopher Koppitz, Oboe
Susanne Heilig, Klarinette
Hartmut Welpmann, Horn
Michael Römisch, Fagott
Gábor Takács-Nagy, Leitung


Elliot Carter: Three Illusions für Orchester
Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonia Concertante Es-Dur für Oboe, Klarinette, Horn, Fagott und Orchester KV 297b
Arnold Schönberg: Verklärte Nacht op. 4 für Streichorchester

Als er mit 16 Jahren Strawinskys Le sacre du printemps hörte, legte sich in Elliott Carter ein Schalter um. Aus dem Erben einer New Yorker Textilhandlung wurde einer der originellsten Komponisten der USA, der zugleich als ihr »Nestor« in die Geschichte einging: 2012 starb er mit knapp 104 Jahren. Carters Three Illusions, 2002 bis 2004 komponiert, sind reizvolle Orchesterminiaturen über Thomas Morus’ philosophischen Dialog Utopia, das fiktive Königreich Micomicón aus Cervantes’ Roman Don Quixote sowie ein nachhaltiges Schäferstündchen des Gottes Jupiter: Laut einem Roman aus dem mittelalterlichen Frankreich soll der eine Nymphe beehrt und sie aus Dankbarkeit in den sagenhaften Jungbrunnen verwandelt haben. Nicht ganz unähnlich geht es in Schönbergs ursprünglich als Streichsextett komponierter Verklärter Nacht zu: Das Jugendwerk des späteren »Neutöners« zeichnet mit einem Gedicht von Richard Dehmel den Parkspaziergang eines Liebespaares nach. Die junge Frau gesteht ihrem Begleiter, von einem anderen Mann schwanger zu sein … Trotz der spätromantischen Klangsprache endete die Uraufführung der Verklärten Nacht im Wien des Jahres 1902 mit einem Skandal – Beweis für die gelungene Übersetzung des seinerzeit als »unzüchtig« empfundenen Dehmel-Gedichts in Musik. 1778 bekam der junge Mozart in Paris die Gelegenheit, für die wichtigste Konzertreihe der Stadt eine Sinfonia concertante zu schreiben, also ein Konzert mit mehreren Solisten. Aufgeführt wurde das Stück offenbar nicht, und ob er es wirklich komponiert hat, wie er in Briefen an den Vater beteuerte, wird bezweifelt. Diese verschollene Sinfonia concertante fur Flöte, Oboe, Horn, Fagott und Orchester wurde zum mutmaßlichen Urbild der einzigen erhaltenen Bläserconcertante Mozarts, in der die Flöte durch die ihm viel sympathischere Klarinette ersetzt ist.
Konzert

9. Symphoniekonzert: Beethoven / Strauss

Bielefelder Philharmoniker
Bruno Delepelaire, Violoncello
Antonina Shvyduk, Viola
Alexander Kalajdzic, Leitung


Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 36
Richard Strauss: Don Quixote, Phantastische Variationen über ein Thema ritterlichen Charakters op. 35

Das Verhältnis des Genies zu seiner Umwelt, so ließe sich das letzte Symphoniekonzert der Saison übertiteln. Das Tragikomische des Don Quixote, der alles ihm Begegnende auf der Folie von Ritterromanen bewertet, die er allzu eifrig gelesen hat, trifft auf den ebenfalls gar nicht so strahlenden Helden der Musik, der sich gerade anschickt, aus dem Schatten Mozarts und Haydns herauszutreten und dabei gegen die Windmühlen seiner Einsamkeit und beginnenden Ertaubung zu kämpfen hat. Beide Themen treffen sich im abenteuerlustigen, triumphal-heldischen D-Dur, das Richard Strauss seinem »Ritter von der traurigen Gestalt« mit sozusagen schöpferischer Schadenfreude mitgegeben haben dürfte. Dabei verdient seine 1897 entstandene Komposition allen Respekt: Sie gilt nicht nur als die sublimste, differenzierteste seiner bis dahin veröffentlichten, meist instrumentalen Werke, sie verbindet auch auf Strauss-typisch genialische Weise die Gattungen der Sinfonia concertante mit der des Variationensatzes sowie der der symphonischen Dichtung. Die Gestalt des Ritters lässt Strauss in den bizarren Eskapaden eines Solocellos aufleben, während der Diener Sancho Pansa sein Porträt in der Solobratsche findet. Beethovens 2. Symphonie steht aus heutiger Sicht unberechtigterweise etwas im Schatten der Dritten, der Eroica. Gleichwohl gelang dem Komponisten schon im Sommer 1802, als er die D-Dur-Symphonie komponierte, ein vollendetes Spiegelbild der ersten Jahre des neuen Jahrhunderts, das nach den Schrecken und Hoffnungen der Französischen Revolution quasi im gleißenden Sonnenlicht erstand und die Utopie eines neuen, gerechteren Europas aufscheinen ließ. Der unbändige Elan der Zweiten, die Nervosität ihrer Ecksätze, die martialischen Klänge ihrer Fanfaren künden ebenso von dieser neuen Zeit wie die ungeheuren Steigerungen, die so etwas wie ein Markenzeichen von Beethovens Klangsprache werden sollten.
Konzert

BiPhil & Web Web feat. Max Herre

Bielefelder Philharmoniker
Max Herre, Gesang
Roberto di Gioia, Keyboards
Christian von Kaphengst, Bass
Peter Gall, Schlagzeug
Tony Lakatos, Saxophon
Magnus Lindgren, Flöte, Leitung und Arrangements


Never change a winning team. Das trifft auch auf die Bielefelder Philharmoniker und den Schweden Magnus Lindgren zu. Bereits bei Till Brönners gefeiertem Gastspiel im September 2018 hatte Lindgren für die neuen Arrangements gesorgt. Nun folgt Projekt Nummer Zwei: Max Herre – Singer-Songwriter, Musikproduzent und als Freundeskreis-Frontman einer des Pioniere des deutschen Hip-Hop – wird mit der Jazz-Band Web Web und den Bielefelder Philharmonikern auftreten.

Max Herres Musik ist eine Verneigung vor Soul, Jazz, Funk, Reggae, HipHop und Rap. Mit seinem MTV-Unplugged-Album ist Max Herre in eine Riege mit Udo Lindenberg, Eric Clapton, Lauryn Hill oder Bryan Adams aufgenommen worden. Der Stuttgarter Herre hat Rap immer in einem Bandkontext gedacht, HipHop stets in einem Kollektivgedanken gelebt.

Eigens für diesen Abend schreibt Magnus Lindgren neue Arrangements. Dabei werden u.a. reine Orchester-Features aber auch erstmalig diverse Max-Herre-Songs mit Band und den Bielefelder Philharmonikern zu hören sein. In Bielefeld empfinden dann wohl alle gemeinsam nach, wie in den siebziger Jahren Soulmusik gemacht wurde.

Eine Kooperation mit dem Musik-Kontor-Herford e.V.
Ereignisse Nordwestdeutsche Philharmonie Herford, Stiftbergstraße 2
Ereignisse / Konzert Sinfonieorchester Münster Münster, Neubrückenstraße 63
Ereignisse / Kulturveranstaltung Kurhaus Bad Hamm Hamm, Ostenallee 87
Ereignisse / Varieté GOP Kaiserpalais Bad Oeynhausen Bad Oeynhausen, Im Kurgarten 8