Theater Münster         Sinfonieorchester    

Sinfonieorchester Münster

Mit der Gründung des Sinfonieorchesters am 15. September 1919 war ein wichtiger Grundstein für die Entwicklung des Musiklebens im Münsterland gelegt. Unter seinem ersten Generalmusikdirektor, dem Dirigenten, Komponisten und Musikwissenschaftler Fritz Volbach, erlangte der neugegründete Klangkörper schnell überregionale Bedeutung. Bereits im Jahr 1921 konnte mit Hans Pfitzner einer der führenden Komponisten der Zeit als Gastdirigent verpflichtet werden. 1924 dirigierte Richard Strauss seine Tondichtung "Ein Heldenleben" in Münster.

Einen besonders hohen Leistungsstand entwickelte das Orchester vor allem unter dem Generalmusikdirektor Hans Rosbaud, 1937 bis 1941. Nach dem Zweiten Weltkrieg leitete zunächst Heinz Dressel die Geschicke, dann Robert Wagner. 1955/56 folgte Paul Hindemith einer Einladung und dirigierte ein Konzert mit eigenen Werken.

Konzertsaison 2017/2018

NEUJAHRSKONZERT

Very british

Sinfonieorchester Münster

Götz Alsmann, der Großmeister des Jazzschlagers und Conferencier der alten Schule, nimmt in der nationalen Unterhaltungslandschaft eine unangefochtene Spitzenposition ein. Kaum eine andere Person im deutschsprachigen Showgeschäft kann ein vergleichbares Maß an musikalischem Talent, unverkrampftem Witz und gehobener Wortakrobatik vorweisen. Auch in dieser Spielzeit wird er – gemeinsam mit der Götz Alsmann Band und dem Sinfonieorchester Münster unter der Leitung von Golo Berg – das neue Jahr begrüßen.

Ort:

Großes Haus

Termine:

Mo, 1.1.2018, 16:00 |
Mo, 1.1.2018, 19:30 |
Sa, 6.1.2018, 19:30 |

4. SINFONIEKONZERT

Gustav Holst, Edward Elgar & Carl Nielsen

Golo Berg, Musikalische Leitung
Wolfgang Emanuel Schmidt, Violoncello
Sinfonieorchester Münster


Gustav Holst: Mars, the Bringer of War. Aus The Planets op. 32
Edward Elgar: Konzert für Violoncello und Orchester e-Moll op. 85
Carl Nielsen: Sinfonie Nr. 4 op. 29, Das Unauslöschliche

Wie kein anderes weltpolitisches Ereignis zuvor beeinflusste der erste Weltkrieg die Menschen, insbesondere auch die Kulturschaffenden seiner Zeit. Um den Kriegsbeginn vertonte Gustav Holst in seinem Zyklus The Planets die damals bekannten sieben Planeten und bediente sich dabei deren mythologischer Ausdeutung. Der martialische Kopfsatz bildet den Auftakt des mystischen Werks und repräsentiert auf musikalische Weise den Krieg selbst.

Der zweite Teil des Abends widmet sich der Reflexion über den Krieg. So behandelte Edward Elgar die Thematik deutlich subjektiver. Er verarbeitet in seinem op. 85 die traumatischen weltpolitischen und persönlichen Ereignisse. Es ist ein elegischer Abgesang auf eine – in so vieler Hinsicht – sich dem Ende neigende Epoche. Der Solist des Abends, Wolfgang Emanuel Schmidt, ist mit Elgars virtuosem Werk bestens vertraut. Der Preisträger des Grand Prix de la Ville de Paris beim Internationalen Mstislav Rostropovich Wettbewerb und langjährige Solo-Cellist des Rundfunk Sinfonieorchesters Berlin ist gefeierter Gast auf den Konzertbühnen Europas, Russlands und der USA und gastiert erneut beim Sinfonieorchester Münster.

Auch der in Dänemark als Nationalheld gefeierte Carl Nielsen war schwer betroffen von der sinnlosen Zerstörung und dem Elend des ersten Weltkriegs. Er verfasste in den ersten Kriegsjahren eine Sinfonie, in der eben dieses Grauen, die Zerstörung und der Kampf herauszuhören sind. Doch ist sein Werk keine Resignation, sondern voll leidenschaftlicher Hoffnung. So sagte er selbst, dass seine Sinfonie den Überlebenswillen, eben Das Unauslöschliche, symbolisiere.

Ort:

Großes Haus

Termine:

Di, 16.1.2018, 19:30 |
Mi, 17.1.2018, 19:30 |
So, 21.1.2018, 18:00 |

3. ERBDROSTENHOF­KONZERT

"Mendelssohn’sches"

Midori Seiler, Violine
Christian Rieger, Fortepiano Joseph Brodmann, Wien 1828


Carl Maria von Weber: Sonaten für Violine und Klavier op. 10, Sonata II in G-Dur
Johann Sebastian Bach: Chromatische Fantasie und Fuge d-Moll für Klavier BWV 903
Johann Sebastian Bach: Chaconne d-Moll BWV 1004 für Violine mit der Klavierbegleitung Mendelssohns
Fanny Hensel: Adagio für Violine und Klavier
Felix Mendelssohn Bartholdy: Sonate für Violine und Klavier f-Moll op. 4

Ort:

Erbdrostenhof

Termin:

Mo, 22.1.2018, 20:00 |

5. SINFONIEKONZERT

Gabriel Fauré, Bernhard Romberg und Arnold Schönberg

Elya Levin, Flöte
Sinfonieorchester Münster


Gabriel Fauré: Pelléas et Mélisande Suite op. 80
Bernhard Romberg: Konzert für Flöte und Orchester h-Moll op. 30
Arnold Schönberg: Pelleas et Melisande. Sinfonische Dichtung op. 5

Maurice Maeterlincks Schauspiel Pelléas et Mélisande hat gleich mehrere Komponisten seiner Zeit tief beeindruckt und zu Vertonungen inspiriert. Die früheste Komposition stammt von Gabriel Fauré, der beauftragt wurde, Musik für die Londoner Erstaufführung zu schreiben. In seiner unprätentiösen Art untermalt er die Szenen des Bühnenwerks und zeichnet dezent die geheimnisvolle Atmosphäre des Märchens um die in sich gekehrte Mélisande nach, die Pélleas, dem Stiefbruder ihres Gatten Golaud, nahekommt.

Auf eine gänzlich eigene Art vertonte Arnold Schönberg das symbolisch aufgeladene Drama. Stark beeinflusst von Richard Strauss komponierte er seine »Sinfonische Dichtung« in Anlehnung an die Wagner’sche Leitmotivik. Schönberg steigt dabei tief in die seelischen Abgründe der Figuren ein und arbeitet detailliert musikalische Psychogramme der tragischen Dreiecksbeziehung heraus.

Bernhard Romberg ist heutzutage eher unbekannt, obwohl der Münsteraner zu Lebzeiten ein europaweit gefeierter Cellist war und sogar mit Beethoven im Streichquartett musizierte. Dass er seine Kunstfertigkeit auch kompositorisch auf andere Instrumentengruppen zu übertragen wusste, zeigt sein Opus 30: Romberg verband das aufkommende Virtuosentum – man denke an Paganini – gekonnt mit seinem fundierten Wissen über Holzblasinstrumente. Entstanden ist ein klassisch anmutendes Konzert, das auf souveräne Weise die Klangfarben der Flöte einzusetzen weiß.

Solist des Abends ist der junge, von Daniel Barenboim geförderte Flötist Elya Levin aus Israel, zu Gast am Pult ist der Schweizer Dirigent und Intendant des Theaters Nordhausen, Daniel Klajner.

Termin:

Di, 6.2.2018, 19:30 |

Theater Münster

Neubrückenstraße 63
D 48143 Münster

Telefon: +49 (0)2 51-59 09-0
Fax: +49 (0)2 51-59 09-202

Theaterkasse
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