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Duisburger Philharmoniker

Klangerlebnisse schaffen, mit höchster Präzision Musik gestalten um unvergessliche Abende zu kreieren und nachhaltige Eindrücke zu hinterlassen – dafür arbeiten die 93 Musiker der Duisburger Philharmoniker aus rund 15 verschiedenen Nationen stets an dem perfekten Klang.

Im Jahr 1877 mit dreißig Musikern als „Brandtsche Kapelle“ gegründet, sind die Duisburger Philharmoniker heute eines der großen Orchester Deutschlands.
Sein Repertoire reicht vom Barock bis zur Moderne. Mit letzterem folgen sie einer langen Tradition: „Will man über das zeitgenössische Schaffen auf dem Laufenden bleiben, muss man nach Duisburg fahren“ – so hatte ein Kritiker zu Beginn des 20. Jahrhunderts geschrieben. Damals wurde die „Neue Musik“ noch von Komponisten wie Max Reger und Richard Strauss repräsentiert, die ihre Werke in Duisburg selber vorstellten.

International renommierte Dirigenten, wie Kirill Petrenko, Antoni Wit, Alun Francis oder Axel Kober arbeiteten in jüngster Zeit mit den Duisburger Phiharmonikern. Jonathan Darlington gestaltete von 2002 bis 2011 als Generalmusikdirektor des Orchesters sein künstlerisches Schaffen. Seine Vorgänger waren unter anderen Alexander Lazarew und Bruno Weil. Darlington entwickelte in seiner Zeit spannende Alternativen zur konventionellen Programmplanung. Anerkannt wurde das in der Spielzeit 2009/2010 als die Duisburger Philharmoniker vom Deutschen Musikverlegerverband für das bundesweit beste Konzertprogramm ausgezeichnet wurden.

Die CD-Einspielung des Tschaikowsky-Violinkonzertes mit der Solistin Susanna Yoko Henkel wurde in 2011 mit einem begehrten Echo Klassik ausgezeichnet. Die Liste der mit dem Orchester auftretenden Solisten ist erlesen: Als da wären die Pianisten Barry Douglas und Boris Bloch, die Geiger Frank Peter Zimmermann und Pinchas Zukermann, Daniel Hope und Isabelle Faust, die Cellisten Antonio Meneses und Sol Gabetta sowie Matt Haimovitz, um nur einige zu nennen.

Regelmäßig ist das Orchester Gast bei international renommierten Festivals, wie dem Klavierfestival Ruhr und der „Ruhrtriennale“, bei der sie mit Weltstars wie Vesselina Kasarova, Anna Netrebko und Neil Shicoff auf der Bühne gestanden haben. In 2011 feierten die Duisburger Philharmoniker bei der „Ruhrtriennale“ mit der Aufführung von Richard Wagners „Tristan und Isolde“ unter dem Dirigenten Kirill Petrenko triumphale Erfolge. So war in der Zeitung „Die Welt“ zu lesen: „Trotz prominenter Sängerbesetzung bleibt das Orchester der Star dieser Aufführung, stets aufmerksam, aus dem Geist des Gesangs musizierend, nah am Grundgedanken.“
Die Auszeichnungen sind dem Orchester stets Ansporn, niemals aber ein Ruhekissen.

Kontakt

Duisburger Philharmoniker
Philharmonie Mercatorhalle, CityPalais
König-Heinrich-Platz
D-47051 Duisburg

Telefon: +49 (0)203/283 62-123
Fax: +49 (0)203/283 62-220
E-Mail: info@duisburger-philharmoniker.de

 

Theaterkasse Duisburg
Opernplatz, 47051 Duisburg
Tel. +49 (0)203-283 62 100 (Karten)
Tel. +49 (0)203-283 62 110 (Abonnements)
Fax +49 (0)203-283 62 210
E-Mail karten@theater-duisburg.de
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Kammermusik

Trio Imàge

Identity

Trio Imàge:
Gergana Gergova, Violine
Thomas Kaufmann, Violoncello
Pavlin Nechev, Klavier


1899 wurde dem jungen Berliner Komponisten Siegfried Fall für sein Klaviertrio a-Moll der prestige­reiche Mendelssohn-Preis zuerkannt. Außer dem melodiösen, an Brahms und Schumann geschulten Werk hat der 1877 im mährischen Olmütz geborene Musiker aber nur eine Handvoll weiterer Stücke veröffentlicht. Seinen Lebensunterhalt verdiente er mit dem Erstellen von Klavier­auszügen – auch für seinen ungleich erfolgreicheren Bruder, den Operetten­komponisten Leo Fall. 1943 wurde Siegfried Fall in das KZ Theresienstadt deportiert und wenig später ermordet.

Sein Klaviertrio ist vielleicht kein epochales Meisterwerk wie das große f-Moll-Trio von Antonín Dvořák, mit dem es übrigens die finale Wendung in eine optimistisch-vitale Dur-Sphäre teilt. Dennoch äußert sich hier eine inspirierte, eigenständige Musiker­stimme, die – wie so viele andere – gewaltsam zum Verstummen gebracht wurden. Sie wieder hörbar zu machen, heißt auch, ihr ein Stück Identität zurückzugeben.

„Identität“ ist die Leitlinie des Programms, in dem das Trio Imàge in Zeiten eines zunehmend gespaltenen Europas starke Ost-West-Achsen hörbar macht – so auch mit einem neuen Werk des Bulgaren Peter Kerkelov, der zeitweise in den Niederlanden lebte. Das aus bulgarischen und deutschen Musikern geformte Ensemble wurde unter anderem in Duisburg ausgebildet und für seine Debüt-CD 2014 mit einem ECHO Klassik dekoriert.

Peter Kerkelov: Neues Werk
- Uraufführung -
Siegfried Fall: Klaviertrio a-Moll op. 4
Antonín Dvořák: Klaviertrio f-Moll op. 65

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Konzert

Romantischer Bestseller

1. Philharmonisches Konzert

Duisburger Philharmoniker
Benjamin Shwartz, Dirigent
Nikolaj Szeps-Znaider, Violine


Ganze 22 Jahre alt war Nikolaj Szeps-Znaider, als er 1997 den renommierten Brüsseler Violinwettbewerb „Königin Elisabeth“ gewann. Der große Yehudi Menuhin bezeichnete ihn damals gar als legitimen Nachfolger der belgischen Violinlegende Eugène Ysaÿe. Eine solche Empfehlung von prominenter Seite kann enorm hilfreich sein – aber man muss ihr natürlich auch gerecht werden, sonst wird sie leicht zur Bürde. Nikolaj Szeps-Znaider, 1975 als Sohn polnisch-israelischer Eltern in Dänemark geboren, ist das in den zwei Jahrzehnten seit seinem fulminanten Karrierestart eindrucksvoll gelungen. Als Solist konzertierte er mit Spitzenorchestern wie dem New York Philharmonic, der Staatskapelle Dresden oder dem Gewandhausorchester Leipzig; zu seinen Partnern zählen bedeutende Dirigenten wie Valery Gergiev, Zubin Mehta oder Mariss Jansons. Neben seiner solistischen Tätigkeit ist Nikolaj Szeps-Znaider mittlerweile auch als Dirigent international gefragt; diese Facette seiner vielseitigen Künstlerpersönlichkeit wird er im 5. Philharmonischen Konzert präsentieren.

Das Violinkonzert Nr. 1 g-Moll von Max Bruch hat Nikolaj Szeps-Znaider bereits im Alter von 25 Jahren aufgenommen und damit den Kritiker des britischen Musikmagazins Gramophone zu der Bemerkung veranlasst, er habe „seit langer Zeit keine so erfreuliche oder vielversprechende Debüt-CD gehört.“ Schon damals mied Znaider die Nähe zu jener fatalen Kitsch-Nische, in die eine schlechte Tradition das berühmte Stück gestellt hat. Für einen frischen, von belastenden Konventionen freien Zugang zu diesem romantischen Bestseller hat Nikolaj Szeps-Znaider in Benjamin Shwartz einen idealen Partner. Der neue 1. Gastdirigent der Duisburger Philharmoniker hat mit seifigem Pathos gleichfalls nichts im Sinn; das hat der temperamentvolle Maestro in Duisburg bereits mehrfach bewiesen.

Als leidenschaftlicher Anwalt einer farbigen und wirkungskräftigen Moderne stellt Benjamin Shwartz ein Orchesterstück seines finnischen Kollegen Esa-Pekka Salonen an den Beginn des Programms. Eine reizvolle Begegnung der Persönlichkeiten und Epochen vollzieht sich in der Orchester-Bearbeitung, die Arnold Schönberg dem Klavierquartett g-Moll seines Idols Johannes Brahms angedeihen ließ. Er hatte sich dabei vorgenommen, „streng im Stil von Brahms zu bleiben“ – ob ihm das gelungen ist, darf man angesichts des üppigen Schlagzeug-Einsatzes im finalen „Rondo alla Zingarese“ schon bezweifeln. Der unwiderstehlichen Bravour des Arrangements tut das indes keinerlei Abbruch.

Esa-Pekka Salonen: Pollux
- Deutsche Erstaufführung -
Max Bruch: Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 g-Moll op. 26
Johannes Brahms: Klavierquartett Nr. 1 g-Moll op. 25
in der Orchesterfassung von Arnold Schönberg

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Konzert

Gastkonzert des WDR Sinfonieorchesters

Happy Hour – Klassik um Sieben

Burcu Karadağ, Ney
Hakan Güngör, Kanun
Aykut Köselerli, Percussion
WDR Sinfonieorchester
Howard Griffiths, Leitung
Jascha Habeck, Moderation


Fazıl Say ist ein Bürger zweier Welten: geboren und aufgewachsen in Ankara, ausgebildet in Düsseldorf und Berlin. Diese doppelte Prägung ist in allem zu spüren, was der engagierte Vollblutmusiker tut – ganz gleich, ob als Pianist oder Komponist. Ein imposantes Zeugnis seiner Heimatliebe ist die großformatige „Istanbul Symphony“. Das von sanftem Meeresrauschen eingefasste Stadtportrait zeigt die Metropole am Bosporus in ihrem historischen Glanz, aber auch in ihrer quirligen, geschäftigen Gegenwart.

Die sieben Sätze der Sinfonie stehen für die sieben Hügel, auf denen die Stadt erbaut wurde. Jeder Satz repräsentiert zugleich einen Aspekt des Lebens in Istanbul. Als kritischer Patriot thematisiert Fazıl Say auch verschiedene Aspekte des religiösen Lebens – da gibt es Fanatismus und Radikalisierung, aber auch die lichte, kommunikative, geistig offene Seite des Islam, die der Komponist in der berühmten „Blauen Moschee“ versinnbildlicht findet.

„Istanbul kann man nicht erzählen mit Clustern, Atonalität oder Zwölftontechnik“, so der Komponist, „Istanbul muss man zum Teil romantisch oder nostalgisch erzählen. Es kommt nichts Avantgardistisches vor, aber dennoch Neues, denke ich, um diesem Brückenbau von Westen nach Osten gerecht zu werden.“ Howard Griffiths und das WDR Sinfonie­orchester haben das vielschichtige Werk 2010 in Dortmund aus der Taufe gehoben und stellen es nun erneut zur Diskussion.

Fazıl Say: Istanbul Symphony op. 28
Sinfonie Nr. 1 für großes Orchester und türkische Instrumente

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Konzert

Montepulciano

Rocco Rescigno, Posaune
Norbert Weschta, Posaune
Gerald Klaunzer, Posaune
Lars Henning Kraft, Posaune
Ulrich Haas, Tuba


Die Europäische Akademie für Musik und Darstellende Kunst in Montepulciano ist das einzige deutsche Kulturprojekt in Italien, das schwerpunkt­mäßig der Musik gewidmet ist. Hier, in einer der reichsten Kulturlandschaften Europas, ermöglicht die Akademie Begegnungen zwischen Künstlerinnen und Künstlern aus ganz Europa. Im April 2019 war auch die Posaunengruppe der Duisburger Philharmoniker im Palazzo Ricci zu Gast, um unter Anleitung von Professor Henning Wiegräbe ein Programm von der Renaissance bis zum Jazz einzustudieren. Die Ergebnisse des Workshops, der von der Gesellschaft der Freunde der Duisburger Philharmoniker großzügig unterstützt wurde, werden nun auch daheim zu Gehör gebracht.

Werke von Joseph Haydn, Jan Pieterszoon Sweelinck, Nicolas Gombert, Antonio Lotti, Claudio Merulo, Josquin Desprez, Anton Bruckner, George Delerue, Enrique Crespo, Richard Wagner und Ingo Luis

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Konzert

BachBauHaus

Ein Konzert zum 100. Geburtstag des Bauhauses

Julia Sophie Wagner, Sopran
Ensemble VOLCANIA:
Elisabeth Champollion, Blockflöte und Leitung
Franciska Anna Hajdu, Violine
Henriette Otto, Violine
Yuko Hara, Viola
Jule Hinrichsen, Violoncello
Rüdiger Kurz, Kontrabass
Pedro Alcacer Doría, Gitarre
Luise Enzian, Harfe


2019 feiert das Bauhaus seinen 100. Geburtstag. Die Kunst- und Designschule wurde 1919 in Weimar gegründet, zog später nach Dessau und Berlin um und wurde 1933 von den Nazis geschlossen. Die Impulse, die dieses legendäre Institut in die Welt der Gestaltung entsandte, wirken bis heute nach. Bauhaus – das ist die bruchlose Verschmelzung von Schönheit und Funktionalität, die Balance von Strenge und Freiheit, die zum Ideal erhobene Ökonomie der Form. Wer dächte dabei nicht an die Musik Johann Sebastian Bachs, die den gleichen Prinzipien zu folgen scheint? Die Leipziger Sopranistin Julia Sophie Wagner und das Ensemble VOLCANIA um die Blockflötistin Elisabeth Champollion bringen die beiden historisch entfernten, geistig aber eng verwandten Kunstwelten in einem spannenden Projekt zusammen.

Hier wird mit musikalischen Mitteln „ein Haus gebaut“ – von der Planung über das Richtfest bis zur Fertigstellung und Möblierung. Das 1964 eröffnete Lehmbruck Museum mit seinen offenen, lichtdurchfluteten Räumen spielt dazu einen natürlichen architektonischen Kontrapunkt. Zu Arien und Instrumentalsätzen von Bach tritt Musik des Berliners Mark Scheibe, der in ganz unterschiedlichen Bereichen erfolgreich ist: als Komponist für Theater und Fernsehen, als Pianist und Chansonnier, als Pädagoge und Nachwuchs-Förderer. Seine Beiträge geben dem Konzept einen stabilen Rahmen und schaffen eine sinnfällige Verbindung zwischen Musik und Raum.

Johann Sebastian Bach: Arien für Sopran, obligate Flöte und Streicher
Mark Scheibe: Architekten einer neuen Welt
- Uraufführung -

Anschließend:
„MEET THE ARTISTS“ an der Cocktailbar

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Konzert

Farben einer Nacht

Eine musikalisch-literarische Nachtwanderung
von Jörg Maria Welke

Boshana Milkov, Mezzosopran
Veronika Maruhn, Jörg Maria Welke, Rezitation
Dirk Wedmann, Klavier und Arrangements
Kirsten Kadereit-Weschta, Oboe, Englischhorn
Zoe Knoop, Harfe
Ruthilde Holzenkamp, Akkordeon
Streichquintett der Duisburger Philharmoniker


Vokalmusik aus neun Jahrhunderten

Seit eh und je bereitet die Nacht den Menschen ebenso Faszination wie Grauen, was sich in zahlreichen Liedern und Erzählungen nieder­geschlagen hat. Schier unerschöpflich ist die Palette der Farbtöne, mit denen Bewusstsein und Unterbewusstsein in den magischen Stunden zwischen Sonnen­aufgang und -untergang ihre erstaunlichen Bilderwelten auf imaginäre Leinwände malen.

Für Farben einer Nacht wurden Interviews mit Menschen zwischen 7 und 83 Jahren geführt. Ihre Erfahrungsberichte sind mit Vokal­musik aus neun Jahrhunderten verwoben – darunter Musik von Liedmeistern wie Robert Schumann und Richard Strauss oder Pop-Giganten wie ABBA und The Smiths. Sie alle künden vom Segen und Schrecken der Nacht, spiegeln Freude, Leid, Ängste, Sehnsüchte und Hoffnungen – mal nachdenklich, mal lustvoll, zuweilen urkomisch, oft anrührend intim, immer aber authentisch und unverstellt frisch.

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Konzert

Der Meister und sein Mentor

2. Philharmonisches Konzert

Duisburger Philharmoniker
Ariane Matiakh, Dirigentin
Anna Vinnitskaya, Klavier


Johannes Brahms: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur op. 83
Robert Schumann: Sinfonie Nr. 4 d-Moll op. 120

Natürlich hätte er das seinem bewunderten Mentor nie ins Gesicht gesagt – aber Johannes Brahms war keineswegs der Meinung, dass Robert Schumann gut daran getan hatte, seine 1841 komponierte Sinfonie d-Moll zehn Jahre später noch einmal gründlich zu revidieren. Das in Form und Zuschnitt so bündig geraffte, durchsichtige Stück hatte in der neuen Version deutlich an Masse zugelegt, was Brahms nicht besonders gefiel. Zwar wird diese Zweitfassung der Sinfonie bis heute allgemein bevorzugt, ihre Darstellung fordert den Dirigenten und Orchestern aber ein hohes Maß an zielstrebiger Verschlankung ab, um nicht im Dickicht der Innenstimmen hängen zu bleiben.

Da kann ein guter Schuss französischen Esprits natürlich nicht schaden, wie ihn Ariane Matiakh in die Orchesterarbeit einbringt. Mit einer „ebenso disziplinierten wie entspannten“ Aufführung von Anton Bruckners Sinfonie Nr. 6 hatte die junge französische Dirigentin 2018 in Duisburg ihr „Meisterstück“ abgeliefert – so die Rheinische Post. Und kaum war der rauschende Beifall verklungen, da wurde bekannt, dass Ariane Matiakh eine weitere Stufe auf der Karriereleiter erklommen hatte: Mit Beginn der Spielzeit 2019/2020 tritt sie ihr neues Amt als Generalmusikdirektorin der Staatskapelle und Oper Halle an.

Mit dem Klavierkonzert Nr. 2 von Johannes Brahms stellt Ariane Matiakh Schumanns d-Moll-Sinfonie eine weitere Gipfelleistung der deutschen Orchesterromantik zur Seite. Sinfonische Form und konzertante Geste gehen bei dem 1881 uraufgeführten Werk eine ganz neuartige Verbindung ein; aus dem reichen Innen­leben leuchten Episoden von kammermusikalischer Subtilität. Solistin ist die Russin Anna Vinnitskaya, die 2017 in Duisburg mit einem Bach-Projekt an der Seite ihres Lehrers Evgeni Koroliov debütierte. Die vielfach ausgezeichnete Pianistin ist vor allem für ihre suggestiven Darstellungen des großen osteuropäischen Klavier­repertoires berühmt. In der Spielzeit 2016/2017 war sie „Artist in Residence“ beim WDR Sinfonieorchester, mit dem sie unter anderem die drei Klavierkonzerte von Béla Bartók aufführte. Als „Sternstunde gestalterischer Souveränität und pianistischer Materialbeherrschung“ empfand der Kölner Stadtanzeiger einen Klavierabend der ausdrucksstarken Künstlerin, die bereits mit 25 Jahren als Professorin an die Hamburger Musikhochschule berufen wurde.

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Konzert

Hana Blažíková
nuovo aspetto

Haydns Entdecker

Hana Blažíková, Sopran
Barockensemble nuovo aspetto:
Johanna Seitz, Harfe
Elisabeth Seitz, Salterio
Michael Dücker, Laute
Helena Zemanová, Violine
Frauke Pöhl, Violine
Corina Golomoz, Viola
Ulrike Becker, Violoncello
Francesco Savignano, Kontrabass
Wiebke Weidanz, Cembalo


Werke von Johann Georg Reutter, Joseph Haydn, Antonio Salieri, Giuseppe Porsile und Karl Kohaut

1740 reist Johann Georg Reutter, seines Zeichens Kapellmeister am Wiener Stephansdom, durch die niederösterreichische Provinz, um Chor-Nachwuchs anzuwerben. In Hainburg an der Donau erregt ein Knabe mit schöner Stimme und außer­gewöhnlichem Musiktalent seine Aufmerksamkeit. Er nimmt ihn mit nach Wien und lässt ihm eine gründliche Ausbildung zukommen. Der Name des Eleven: Joseph Haydn. Sein Ruf als „Haydns Entdecker“ hat Reutters eigene musikalische Leistungen lange zurücktreten lassen. Dabei hat er ein umfangreiches kompositorisches Oeuvre hinterlassen, dem sich das Barockensemble nuovo aspetto seit einigen Jahren mit Erfolg widmet – auch eine CD-Veröffentlichung in Kooperation mit dem WDR liegt bereits vor.

Die Musiker der 2011 gegründeten Gruppe wurden schon 2017 bei den Duisburger Kammer­konzerten als „kongeniale Mitstreiter“ (Rheinische Post) des Star-Altisten Valer Sabadus gefeiert. Diesmal scharen sie sich um die tschechische Sopranistin Hana Blažíková, die als Barock-Spezialistin weithin gerühmt wird – sie arbeitet regelmäßig mit Größen der historischen Aufführungspraxis wie Philippe Herreweghe und Masaaki Suzuki zusammen. nuovo aspetto unterscheidet sich von den meisten Ensembles der Originalklang-Szene allein schon durch seine originelle Besetzung: Mit Harfe, Laute und Salterio sorgen gleich drei historische Zupf­instrumente für ein unverwechselbares Klangkolorit.

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Konzert

Abschlusskonzert des Meisterkurses 2019/2020

Dozenten und Ensembles des Meisterkurses

Präsentiert werden Werke, die im Rahmen des Meisterkurses erarbeitet wurden.

Folkwang in Duisburg – das bedeutet lebendiges Lehren und Lernen, außergewöhnliche Kon­zertreihen, Meisterkurse und regelmäßige musikalische Veranstaltungen über das ganze Jahr hinweg. Seit einer umfangreichen Hochschulreform im Jahre 2002 sind die Bereiche Kammermusik, Alte Musik und Klavier am Campus Duisburg ansässig. Eine enge Verbindung besteht traditionell zu den Duis­burger Philharmonikern, aus deren Kreis immer wieder prägende Lehrer-Persönlichkeiten an der Universität wirken.

Eine umfassende musikalische Ausbildung qualifiziert den Nachwuchs ebenso für das solistische Spiel und die Kammermusik wie für die Orchester­arbeit, die nach wie vor das wichtigste berufliche Betätigungsfeld für junge Hochschulabsolventen darstellt. Wie sich hochrangiges Orchesterspiel und leiden­schaftlicher Einsatz für die Kammermusik wechsel­seitig inspirieren können – dafür sind nicht zuletzt die „Profile“-Konzerte der Duisburger Phil­harmoniker ein leuchtendes Beispiel.

Der Meisterkurs 2019/2020 bringt Universität und Orchester, Lehre und Praxis noch enger zusammen. In öffentlichen Kursen werden vier studentische Ensembles von je zwei Professoren der Folkwang Universität und zwei Solo-Streichern der Duisburger Philharmoniker intensiv gecoacht.

Thomas Hoppe wurde 2018 als Professor für Klavierkammermusik an die Folkwang Universität berufen. Der unter anderem an der Juilliard School in New York ausgebildete Pianist trat als Klavier­partner von Persönlichkeiten wie Itzhak Perlman, Tabea Zimmermann und Joshua Bell hervor; seit 2003 ist er Mitglied des weltweit erfolgreichen ATOS-Trios.

Auch der Geiger Andreas Reiner wirkt am Campus Duisburg als Professor für Kammer­musik. Er gehört ebenso zu den Gründungs­mitgliedern des Orchesters Klangverwaltung wie des Rosamunde-Quartetts; als Konzertmeister wirkte er bei den Düssel­dorfer Symphonikern, den Münchner Philharmonikern und dem Orchester der Bayreuther Festspiele.

Als Mitglied des European Community Youth Orchestra spielte Mathias Feger unter Dirigenten wie Vladimir Ashkenazy, Carlo Maria Giulini und Bernard Haitink. Neben seiner Position als erster Solo­bratscher der Duisburger Philharmoniker ist er in bedeutenden Ensembles der Alten Musik aktiv.

Sein Kollege Friedemann Pardall wurde nach Stationen in Hamburg, Kiel und Bremen 1996 von den Duis­burger Philharmonikern als erster Solo-Cellist engagiert, pflegt daneben aber weiterhin eine weit gespannte Tätigkeit als Solist und Kammermusiker.

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Klavierkonzert

Große Klaviermusik Auftaktkonzert

Henri Sigfridsson mit Nanako Kurita und Raimu Satoh

(Klasse Prof. Sigfridsson) Klavier-Recital

Werke von Edvard Grieg, Alexander Skrjabin, Claude Debussy und Leopold Godowsky

Große Klaviermusik Sparkassenkonzerte
veranstaltet von der Folkwang Universität der Künste

Angaben zu den Solist*innen und den gespielten Werken finden Sie auch unter: www.folkwang-uni.de/grosse-klaviermusik

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Wettbewerb

Internationaler Gesangswettbewerb NEUE STIMMEN

Semifinale

Duisburger Philharmoniker
Jonathan Darlington, Dirigent


Wettbewerb für junge Nachwuchstalente aus dem Opernfach

Der internationale Gesangswettbewerb NEUE STIMMEN möchte junge Nachwuchstalente aus dem Opernfach aufspüren, fördern und ihnen den Weg in nationale und internationale Karrieren öffnen. 1987 von der Bertelsmann Stiftung ins Leben gerufen, gilt der Wettbewerb als eine der weltweit wichtigsten Talentbörsen für das Opernfach. Bei internationalen Vorauswahlen qualifizieren sich die Teilnehmer für die Endrunden in Gütersloh. Hier sind die Duisburger Philharmoniker seit Jahren immer wieder als kompetente Partner dabei – diesmal unter Leitung ihres ehemaligen Generalmusikdirektors Jonathan Darlington.

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Wettbewerb

Internationaler Gesangswettbewerb NEUE STIMMEN

Finale

Duisburger Philharmoniker
Jonathan Darlington, Dirigent


Wettbewerb für junge Nachwuchstalente aus dem Opernfach

Der internationale Gesangswettbewerb NEUE STIMMEN möchte junge Nachwuchstalente aus dem Opernfach aufspüren, fördern und ihnen den Weg in nationale und internationale Karrieren öffnen. 1987 von der Bertelsmann Stiftung ins Leben gerufen, gilt der Wettbewerb als eine der weltweit wichtigsten Talentbörsen für das Opernfach. Bei internationalen Vorauswahlen qualifizieren sich die Teilnehmer für die Endrunden in Gütersloh. Hier sind die Duisburger Philharmoniker seit Jahren immer wieder als kompetente Partner dabei – diesmal unter Leitung ihres ehemaligen Generalmusikdirektors Jonathan Darlington.

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Konzert

Ein Brite in den bayerischen Alpen

3. Philharmonisches Konzert

Duisburger Philharmoniker
Axel Kober, Dirigent
Camilla Nylund, Sopran
philharmonischer chor duisburg


Richard Strauss: „Don Juan“, Tondichtung op. 20
Vier Lieder für Sopran und Orchester:
Verführung op. 33/1
Wiegenlied op. 41/1
Ständchen op. 17/2
Cäcilie op. 27/2
Edward Elgar: „From the Bavarian Highlands“ op. 27
Richard Strauss: Vier letzte Lieder

Von Richard Strauss’ Heimatstadt Garmisch aus genießt man einen wundervollen Blick auf die bayerischen Alpen. Im alljährlichen Strom der Sommerfrischler kam 1893 und 1894 auch der britische Komponist Edward Elgar mit seiner Ehefrau hierher. Die musikalischen Früchte dieser ausgedehnten Urlaube fuhr Elgar wenig später mit dem Chorliederzyklus „Aus dem bayerischen Hochland“ ein. Er greift hier die schwungvolle Tanzmelodik der populären bayerischen „Gstanzl“ und „Schnadahüpfl“ auf, veredelt sie aber zu Stimmungs­bildern von hohem poetischen Reiz.

Zwischen Richard Strauss und Edward Elgar lassen sich vielfältige Parallelen ziehen. Beide repräsen­tierten auf besondere Weise das musikalische Klima des „Fin de siècle“ mit seiner spätromantisch schwelgenden, farbig luxurierenden Klangsprache, die schon bald vom Spaltpilz der Moderne befallen werden sollte. 1889, als der 25-jährige Strauss in Weimar seine jugendlich stürmende Tondichtung „Don Juan“ aus der Taufe hob, war diese Klangwelt indes noch weitgehend intakt. Es war auch die Zeit populärer Liedschöpfungen wie „Cäcilie“ und „Ständchen“, die den Komponisten schon bald international berühmt und – was ihm sehr wichtig war – auch wohlhabend machten.

Dass Strauss und Elgar einander hoch schätzten, ist bekannt. Zu einer persönlichen Begegnung kam es 1902 in Düsseldorf bei einem Festakt anlässlich der Erstaufführung von Elgars „The Dream of Gerontius“ – da dürfte man auch in gemeinsamen Erinnerungen an die Schönheiten der bayerischen Bergwelt geschwelgt haben. Schon lange vor seinem Tod im Jahre 1934 war Elgar musikalisch verstummt; der Lebensrhythmus des 20. Jahrhunderts blieb seinem Wesen zutiefst fremd. Richard Strauss dagegen beschwor 1948 inmitten des kriegszerstörten Europas mit seinen „Vier letzten Liedern“ noch einmal die verlorene Klangwelt der Romantik. Camilla Nylund ist die prominente Solistin in diesen von Wehmut und stolzer Trauer erfüllten Gesängen; mit GMD Axel Kober ist die große Wagner- und Strauss-Sopranistin durch die gemeinsame Arbeit auf dem grünen Hügel in Bayreuth bestens vertraut.

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Konzerte / Konzert Düsseldorfer Symphoniker Düsseldorf, Ehrenhof 1
Konzerte / Konzert Konzerthaus Dortmund Philharmonie Westfalen Dortmund, Brückstr. 21
Konzerte / Konzert Heimathafen Christengemeinde Duisburg Duisburg, Landwehrstraße 55

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