zur Startseite

Duisburger Philharmoniker

Klangerlebnisse schaffen, mit höchster Präzision Musik gestalten um unvergessliche Abende zu kreieren und nachhaltige Eindrücke zu hinterlassen – dafür arbeiten die 93 Musiker der Duisburger Philharmoniker aus rund 15 verschiedenen Nationen stets an dem perfekten Klang.

Im Jahr 1877 mit dreißig Musikern als „Brandtsche Kapelle“ gegründet, sind die Duisburger Philharmoniker heute eines der großen Orchester Deutschlands.
Sein Repertoire reicht vom Barock bis zur Moderne. Mit letzterem folgen sie einer langen Tradition: „Will man über das zeitgenössische Schaffen auf dem Laufenden bleiben, muss man nach Duisburg fahren“ – so hatte ein Kritiker zu Beginn des 20. Jahrhunderts geschrieben. Damals wurde die „Neue Musik“ noch von Komponisten wie Max Reger und Richard Strauss repräsentiert, die ihre Werke in Duisburg selber vorstellten.

International renommierte Dirigenten, wie Kirill Petrenko, Antoni Wit, Alun Francis oder Axel Kober arbeiteten in jüngster Zeit mit den Duisburger Phiharmonikern. Jonathan Darlington gestaltete von 2002 bis 2011 als Generalmusikdirektor des Orchesters sein künstlerisches Schaffen. Seine Vorgänger waren unter anderen Alexander Lazarew und Bruno Weil. Darlington entwickelte in seiner Zeit spannende Alternativen zur konventionellen Programmplanung. Anerkannt wurde das in der Spielzeit 2009/2010 als die Duisburger Philharmoniker vom Deutschen Musikverlegerverband für das bundesweit beste Konzertprogramm ausgezeichnet wurden.

Die CD-Einspielung des Tschaikowsky-Violinkonzertes mit der Solistin Susanna Yoko Henkel wurde in 2011 mit einem begehrten Echo Klassik ausgezeichnet. Die Liste der mit dem Orchester auftretenden Solisten ist erlesen: Als da wären die Pianisten Barry Douglas und Boris Bloch, die Geiger Frank Peter Zimmermann und Pinchas Zukermann, Daniel Hope und Isabelle Faust, die Cellisten Antonio Meneses und Sol Gabetta sowie Matt Haimovitz, um nur einige zu nennen.

Regelmäßig ist das Orchester Gast bei international renommierten Festivals, wie dem Klavierfestival Ruhr und der „Ruhrtriennale“, bei der sie mit Weltstars wie Vesselina Kasarova, Anna Netrebko und Neil Shicoff auf der Bühne gestanden haben. In 2011 feierten die Duisburger Philharmoniker bei der „Ruhrtriennale“ mit der Aufführung von Richard Wagners „Tristan und Isolde“ unter dem Dirigenten Kirill Petrenko triumphale Erfolge. So war in der Zeitung „Die Welt“ zu lesen: „Trotz prominenter Sängerbesetzung bleibt das Orchester der Star dieser Aufführung, stets aufmerksam, aus dem Geist des Gesangs musizierend, nah am Grundgedanken.“
Die Auszeichnungen sind dem Orchester stets Ansporn, niemals aber ein Ruhekissen.

Kontakt

Duisburger Philharmoniker
Philharmonie Mercatorhalle, CityPalais
König-Heinrich-Platz
D-47051 Duisburg

Telefon: +49 (0)203/283 62-123
Fax: +49 (0)203/283 62-220
E-Mail: philharmoniker@stadt-duisburg.de

 

Theaterkasse Duisburg
Opernplatz, 47051 Duisburg
Tel. +49 (0)203-283 62 100 (Karten)
Tel. +49 (0)203-283 62 110 (Abonnements)
Fax +49 (0)203-283 62 210
E-Mail karten@theater-duisburg.de
Vortrag

Farbenlese, betont

Vortrag mit Musikbeispielen zur Konzertreihe FARBEN

„Wer weiß, wie weiß Weiß sein muss,
dass es gerade noch nicht Hellgrau ist …“


Prof. Friedrich Schmuck, Vortrag

Bereits in der Spielzeit 2017/2018 startete unter der künstlerischen Leitung von Kunsu Shim und Gerhard Stäbler die neue Reihe FARBEN. Sie richtet das Ohr nicht nur auf die Vielfalt klanglicher Farb­nuancen und -charaktere, sondern verbindet zugleich Gehörtes mit Visuellem. Seit eh und je setzen Musiker graphisch Notiertes in Klang um; ebenso erwecken in den Hörern selbst Musik und Klangstrukturen innere Bilder. Die mit „Chrom“ und „Nachtgelb“ betitelten Konzerte dieser Spielzeit verknüpfen wiederum Musik, Poesie und Performance.

„Chrom“ verschränkt graphisch gestaltete, aus Text generierte oder auch elektronisch entworfene Klangwelten des 20. Jahrhunderts mit Joseph Haydns „Paukenschlag“-Sinfonie, die von Gerhard Stäbler kammermusikalisch konzentriert wurde.

Mit „Nachtgelb“ assoziiert man Umnachtung, Tod, Flüchtigkeit, Verschwinden, Schmerz, Einsamkeit und Sehnsucht. All das sind menschliche Bereiche, die in Verbindung mit der Idee des Verlustes stehen. Durch die Schnelllebigkeit der modernen Gesellschaft lässt die Aufmerksamkeit für verborgene, sich entfernende, unsichtbar werdende und nur noch schemenhaft zu (be)greifende Momente immer mehr nach. In den Werken dieses Konzerts wird die Zeit des Schwindens und der Entfremdung selbst zum Gegenstand einer gesteigerten Wahrnehmung.
Performance

FARBEN 3: Chrom

Mitglieder der Duisburger Philharmoniker
Kunsu Shim, Gerhard Stäbler, Performance


Musik, Poesie und Performances von Earle Brown, John Cage, Jed Curtis, Joseph Byrd, Herbert Eimert, Joseph Haydn, Pierre Schaeffer, Gerhard Stäbler, Kunsu Shim, Karlheinz Stockhausen, Yuji Takahashi und Iannis Xenakis

Bereits in der Spielzeit 2017/2018 startete unter der künstlerischen Leitung von Kunsu Shim und Gerhard Stäbler die neue Reihe FARBEN. Sie richtet das Ohr nicht nur auf die Vielfalt klanglicher Farb­nuancen und -charaktere, sondern verbindet zugleich Gehörtes mit Visuellem. Seit eh und je setzen Musiker graphisch Notiertes in Klang um; ebenso erwecken in den Hörern selbst Musik und Klangstrukturen innere Bilder. Die mit „Chrom“ und „Nachtgelb“ betitelten Konzerte dieser Spielzeit verknüpfen wiederum Musik, Poesie und Performance.

„Chrom“ verschränkt graphisch gestaltete, aus Text generierte oder auch elektronisch entworfene Klangwelten des 20. Jahrhunderts mit Joseph Haydns „Paukenschlag“-Sinfonie, die von Gerhard Stäbler kammermusikalisch konzentriert wurde.

Mit „Nachtgelb“ assoziiert man Umnachtung, Tod, Flüchtigkeit, Verschwinden, Schmerz, Einsamkeit und Sehnsucht. All das sind menschliche Bereiche, die in Verbindung mit der Idee des Verlustes stehen. Durch die Schnelllebigkeit der modernen Gesellschaft lässt die Aufmerksamkeit für verborgene, sich entfernende, unsichtbar werdende und nur noch schemenhaft zu (be)greifende Momente immer mehr nach. In den Werken dieses Konzerts wird die Zeit des Schwindens und der Entfremdung selbst zum Gegenstand einer gesteigerten Wahrnehmung.
Konzert

Dmitri Schostakowitsch
Musik trotz allen Leides

Benefizkonzert zugunsten des „Bündnis Duisburg gegen Depression“

Streichquartett der Duisburger Philharmoniker:
Tonio Schibel, Violine
Teruko Habu, Violine
Lolla Süßmilch, Viola
Friedmann Dreßler, Violoncello
Friedemann Hecker, Viola
Andreas Hecker, Klavier
Prof. Dr. Peer Abilgaard, Vortrag


Dmitri Schostakowitsch: Streichquartett Nr. 8 c-Moll op. 110
Sonate für Viola und Klavier op. 147

In seinen Sinfonien sprach Dmitri Schosta­kowitsch oft mit offiziös gebändigter, gelegentlich auch maskenhaft verstellter Stimme. Sehr viel unmittel­barer drückten sich seine inneren Nöte und Gemüts­zustände in der Kammermusik aus. Das Streich­quartett Nr. 8 und die späte Bratschensonate (das letzte Werk des Komponisten) sind eindrucksvolle Beispiele dieser hochemotionalen Bekenntnismusik, die der Musiker und Mediziner Prof. Dr. Peer Abilgaard mit Gedanken zu den Werken und zum Phänomen der Depression begleitet.
Konzert

Valer Sabadus | Concerto Köln

6. Kammerkonzert
"Caro Gemello"

Valer Sabadus, Countertenor
Concerto Köln


Werke von Evaristo Felice Dall’Abaco, Georg Friedrich Händel, Antonio Vivaldi, Nicola Porpora, Antonio Caldara und Geminiano Giacomelli

In ihren Briefen sprachen sie einander mit „caro gemello“ („lieber Zwilling“) an: Den Librettisten Pietro Metastasio und den Kastraten Farinelli verband eine tiefe Freundschaft. Seit beide 1720 in Neapel mit Nicola Porporas „Angelica e Medoro“ debütiert hatten, waren ihre Biographien auf besondere Weise verkettet. Die Freundschaft endete auch nicht, als sich Farinelli mit 32 Jahren aus dem Openbusiness zurückzog und in die Dienste des spanischen Königs eintrat. Als Metastasio und Farinelli 1782 hochbetagt starben, war ihre Zeit längst vorbei: Im gleichen Jahr ging Mozarts „Entführung“ über die Bühne; eine neue Opernepoche hatte begonnen.

Valer Sabadus und Concerto Köln gehen den Pfaden dieser außergewöhnlichen Künstlerfreundschaft nach. Der aus Rumänien stammende Countertenor zählt mit Anfang dreißig bereits zur Weltspitze seines Fachs; er gastiert regelmäßig auf den großen Bühnen von Paris, Amsterdam, Genf und Zürich. An der Deutschen Oper am Rhein wurde er 2013 in Stefan Herheims bildkräftiger Inszenierung von Händels „Xerxes“ bejubelt. Seine musikalische Entdeckungslust verbindet Valer Sabadus mit dem international gefeierten Barockorchester Concerto Köln, das in den mehr als 30 Jahren seines Bestehens zahlreiche vergessene Meisterwerke der Alten Musik ins musikalische Bewusstsein zurückgeholt hat.
Konzert

Barockkonzert im Lichterschein

Stephan Dreizehnter, Flöte
Ferenc Mausz, Trompete
Streichensemble der Duisburger Philharmoniker
Mikhail Zhuravlev, Cembalo


Neben dem solistischen Instrumental­konzert wurde um 1650 in Italien auch das „Concerto grosso“ entwickelt. Eine kleine Gruppe von Instru­menten steht hier einem größeren Ensemble gegenüber. Mit seinem geschmeidigen Wechsel der Timbres, dem reizvollen Alternieren von solistischem und chorischem Spiel wurde das Concerto grosso im Barockzeitalter zum Exportschlager, der bald auch über die Alpen drang. Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach machten sich die Gattung auf ihre ganz persönliche Weise zu eigen. Vor allem in Bachs „Branden­burgischen Konzerten“ ist sie mit einer unerschöpflichen Vielfalt an Besetzungen, Ausdruckformen und virtuosem Figurenwerk vertreten.

In Kooperation mit dem Lions-Hilfswerk
Duisburg-Mercator e.V.
Konzert

Gastkonzert des WDR Sinfonieorchesters

WDR Sinfonieorchester
Manfred Honeck, Dirigent


Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 8 c-Moll

Wenn Anton Bruckner komponierte, saß der Zweifel stets mit am Tisch. Und da auch die wohl­meinenden Zeitgenossen meist nicht mit Ratschlägen geizten, nahm sich der Komponist seine abgeschlossenen Partituren immer wieder aufs Neue vor. Die monumentale, von tragischer Wucht gezeichnete „Achte“ existiert daher in zwei sehr unter­schiedlichen Versionen, die beide auf dem Konzertpodium Bestand haben. Der Österreicher Manfred Honeck war mehrere Jahre Bratscher bei den Wiener Philharmonikern, bevor er sich zum Wechsel in eine Dirigenten-Laufbahn entschloss. Nach Stationen in Zürich, Leipzig, Oslo und Stuttgart kam er 2008 als Musikdirektor zum Pittsburgh Symphony Orchestra.
Konzert

Toccata 3

Christian Schmitt, Orgel

Daniel Roth: Neues Auftrags-Werk der Bamberger Symphoniker (Uraufführung 2018)
Charles-Marie Widor: Sinfonie Nr. 4 f-Moll op. 13/4
Franz Liszt: Fantasie und Fuge über „Ad nos, ad salutarem undam“ S 259

Bereits 2012 war Christian Schmitt in der Duisburger Orgelreihe zu Gast – mit einer vom WDR mitgeschnittenen Aufführung von Marcel Duprés eindringlichem Zyklus „Der Kreuzweg“. Seither hat sich in der Biographie des Meisterorganisten noch einiges ereignet: 2013 erhielt er für seine Widor-Einspielung den begehrten ECHO Klassik Preis; 2014 nahm er gemeinsam mit Magdalena Kožená eine CD („Prayer“) bei der Deutschen Grammophon auf. Im gleichen Jahr wurde Christian Schmitt zum „Principal Organist“ der Bamberger Symphoniker ernannt.

Der 1976 geborene Saarländer legte schon im Studium ein beeindruckendes Tempo vor, erwarb gleich mehrere Diplome an den Hochschulen von Saarbrücken, Frankfurt und Boston. Daneben fand er noch Zeit, berühmten Kollegen wie Gillian Weir, Lionel Rogg und Almut Rößler bei Meisterkursen auf die Finger zu sehen. Inzwischen ist er selbst ein gefragter Lehrer, unterrichtet in Saarbrücken und nimmt regelmäßig Gastdozenturen in aller Welt wahr. Als Solist arbeitete Christian Schmitt mit Dirigenten wie Simon Rattle, Roger Norrington oder Marek Janowski. Der klangmächtigen Orgel­romantik gilt seine besondere Vorliebe – an der Duisburger Eule-Orgel erkundet er aber auch suggestive neue Klangwelten in Werken des Franzosen Daniel Roth.
Konzert

Romantische Visionen

6. Philharmonisches Konzert

Duisburger Philharmoniker
Axel Kober, Dirigent
Christoph Schneider, Klarinette


Carl Maria von Weber gilt allgemein als der „Erfinder“ des romantischen Klarinettenklangs. Aber war es wirklich das Wunder der Inspiration? Wohl eher die Begegnung mit einem herausragenden Virtuosen, der dem Komponisten die Möglichkeiten des Instruments erst so recht vor Ohren führte. 1811 lernte Weber den Klarinettisten Heinrich Baermann kennen, der seit 1807 in der Münchner Hofkapelle wirkte. Baermann war ein Visionär der Klarinette, geradezu besessen von der Idee, ihr spieltechnisches und klangliches Potential zu erweitern. Für die Umsetzung dieser Idee war er wiederum auf die Schöpferkraft großer Komponisten angewiesen – neben Weber schrieben auch Felix Mendelssohn Bartholdy, Giacomo Meyerbeer und Franz Danzi Werke für Bärmann, der als Solist und Lehrer eine europäische Berühmtheit war.

In der 1821 uraufgeführten Oper „Der Freischütz“ wird die Klarinette zur Stimme der Seele, fähig, ihre feinsten Regungen und tiefsten Abgründe zu erschließen. Aber schon zehn Jahre zuvor war Weber mit seinem Klarinettenkonzert f-Moll ein kühner Vorgriff auf die Klangwelt der romantischen Oper gelungen. Die düstere Stimmungskunst der Einleitung, die weit ausschwingende Arienmelodie des langsamen Satzes, schließlich das Final-Rondo mit seiner tänzerischen Vitalität – all das ruft geradezu nach dem Theater. Was der früh verstorbene Komponist selbst nur noch anreißen konnte, erfüllte sich im Werk seines großen Nachfolgers Richard Wagner. Und fand von dort in den Konzertsaal zurück: Jenes magische Helldunkel, dem „Der Freischütz“ ebenso wie „Das Rheingold“ seine Wirkung verdankt, begegnet dem Hörer auch in den Sinfonien Anton Bruckners. Davon zeugt vor allem die 1883 vollendete „Siebte“, deren ergreifendes Adagio eine Trauermusik für den kurz zuvor verstorbenen Richard Wagner darstellt.

Den enorm gewachsenen Anforderungen an das solistische Bläserspiel trägt seit 2006 der Internationale Aeolus Bläserwettbewerb Düsseldorf Rechnung. Seine Preisträger finden regelmäßig den Weg in große Orchester – so auch der 1989 in Frankfurt geborene Christoph Schneider, der 2016 als Erster Soloklarinettist zu den Duisburger Philharmonikern kam. Als Solist und Kammermusiker war er zuvor schon bei zahlreichen großen Wettbewerben erfolgreich gewesen. Am Pult steht ihm mit Axel Kober ein ausgewiesener Spezialist für die Musiksprache der deutschen Romantik zur Seite.
Konzert

Beethoven-Zyklus 6. Konzert

Ludwig van Beethoven: Die Klaviersonaten

Saleem Ashkar, Klavier

Ludwig van Beethoven:
Sonate Nr. 3 C-Dur op. 2/3
Sonate Nr. 8 c-Moll op. 13 „Pathétique“
Sonate Nr. 19 g-Moll op. 49/1
Sonate Nr. 20 G-Dur op. 49/2
Sonate Nr. 26 Es-Dur op. 81a „Les Adieux“

Beethovens 32 Klaviersonaten zyklisch aufzuführen, so Saleem Ashkar, habe sein Leben verändert. Bereits an mehreren Orten hat er die imposante Werkserie präsentiert; dazu ist eine Gesamt­aufnahme beim Traditionslabel DECCA im Entstehen. In der vergangenen Spielzeit brachte Saleem Ashkar das ambitionierte Projekt auch nach Duisburg. „Eine über jeden Zweifel erhabene Spieltechnik und einen ebenso glasklaren wie butterweichen Anschlag“ hob die Rheinische Post nach dem Eröffnungsabend hervor, dem noch drei weitere folgten. Vier Konzerte in der aktuellen Spielzeit runden den Zyklus ab.

Saleem Ashkar kam 1976 als Sohn palästinensischer Christen in Nazareth zur Welt. Sein Studium absolvierte er an der Royal Academy of Music in London und an der Musikhochschule Hannover. Am Beginn seiner internationalen Karriere stand ein Auftritt mit Zubin Mehta und dem Israel Philharmonic Orchestra – da war Saleem Ashkar ganze 17 Jahre alt. Mit 22 debütierte er unter der Leitung von Daniel Barenboim in der New Yorker Carnegie Hall. Seither gastierte er bei Spitzenorchestern wie den Wiener Philharmonikern, dem London Symphony Orchestra und dem Concertgebouworkest Amsterdam.

Saleem Ashkar ist an einem der größten Krisen­herde der Welt aufgewachsen. So verwundert es nicht, dass die Beschäftigung mit Ludwig van Beet­hoven über die rein musikalische Kraft der Werke hinaus auch eine besondere weltanschauliche Dimension für ihn hat: „Mit seinem Schaffen implizierte Beethoven stets eine aktive Teilhabe an den politischen und sozialen Veränderungen seiner Umgebung – von seiner Bewunderung und anschließenden Ablehnung Napoleons zu seinem fortwährenden Kampf gegen ein rigides Sozialsystem, welches das Schicksal eines Menschen von Geburt an determinierte.“

In keiner seiner Werkgruppen wird die stilistische Entwicklung Beethovens so deutlich wie in den Klaviersonaten. Haydns Formwitz und Mozarts Poesie sind in den Werken der ersten Periode noch deutlich nachzuweisen, aber dann drängt es den jungen Komponisten mit Macht in neue Ausdruckswelten. Die gesteigerte emotionale Kraft spiegelt sich besonders anschaulich im Titel der c-Moll-Sonate op. 13 wider: „Pathétique“. Nachdem Saleem Ashkar die große Trias der späten Sonaten op. 109, 110 und 111 bereits in der letzten Spielzeit präsentiert hat, steht im Abschlusskonzert am 19. Juni noch ein visionäres, die Grenzen der Gattung sprengendes Werk zur Debatte. „Nach Umfang und Anlage“, so notierte der große Alfred Brendel, „geht die Hammerklaviersonate weit über alles hinaus, was auf dem Gebiet der Sonatenkomposition jemals gewagt und bewältigt wurde.“
Konzert

Forever BACH

Kai & Friends

Kai Schumacher, Klavier und Moderation
Sebastian Knauer, Klavier
Pascal Schumacher, Vibrafon
Barockensemble der Duisburger Philharmoniker

Ensemble PTT – Piano Tuba Techno:
Konstantin Dupelius, Klavier, Stimme, Elektronik
Jonas Urbat, Tuba, Basstrompete, Elektronik

Warped Type:
Andreas Huck, Roland Nebe
Live Visuals


Johann Sebastian Bach:
Konzert für Klavier und Streicher d-Moll BWV 1052
Konzert für zwei Klaviere und Streicher C-Dur BWV 1061
„Willst du dein Herz mir schenken“ BWV 518
Arash Safaian
Auszüge aus „ÜberBach“ für Klavier, Vibrafon und Kammerorchester
Gene Pritsker
Auszüge aus „Reinventions“ für Klavier und Kammerorchester

Johann Sebastian Bach war nicht nur ein großer Komponist, sondern auch ein genialer Improvisator – und außerdem ein geschickter Mehrfachverwerter, der immer wieder ältere Stücke neuen Situationen anpasste. Das nehmen Kai Schumacher und seine Freunde zum Anlass, den Thomaskantor im Spannungsfeld von Original, Bearbeitung und Improvisation ganz neu zu betrachten.

Bearbeitungen älterer Originale sind auch die beiden Klavierkonzerte, mit denen Kai Schumacher und Sebastian Knauer den Abend eröffnen. Schon ein ganzes Stück weiter vom Urtext entfernt sich der New Yorker Komponist und Rapper Gene Pritsker, der Bachs Inventionen in einer Fusion von Jazz, Rock, Hip-Hop und Elektronik durch die Mangel dreht.

Ein ganz neues Klangkonzept kreierte Arash Safaian in „ÜberBach“ – die Aufnahme mit Sebastian Knauer erhielt 2017 einen ECHO Klassik. Das junge Duo PTT schließlich löst die Grenzen zwischen akustischen Instrumenten und Elektronik auf und kreiert eine visionäre Musik zwischen Soundscapes und tanz­baren Minimal-Grooves. Optisch in Szene gesetzt wird der spannende Abend von den Visual Artists Andreas Huck und Roland Nebe („Warped Type“).
Konzert

Barockkonzert im Lichterschein

Stephan Dreizehnter, Flöte
Ferenc Mausz, Trompete
Streichensemble der Duisburger Philharmoniker
Mikhail Zhuravlev, Cembalo


Georg Friedrich Händel: Concerto grosso B-Dur HWV 313
Konzert für Trompete und Streicher D-Dur nach HWV 331
Antonio Vivaldi: Konzert für Flöte und Streicher c-Moll RV 441
Johann Sebastian Bach: Konzert für Flöte, Violine, Cembalo und Streicher a-Moll BWV 1044
Brandenburgisches Konzert Nr. 2 F-Dur BWV 1047

Neben dem solistischen Instrumental­konzert wurde um 1650 in Italien auch das „Concerto grosso“ entwickelt. Eine kleine Gruppe von Instru­menten steht hier einem größeren Ensemble gegenüber. Mit seinem geschmeidigen Wechsel der Timbres, dem reizvollen Alternieren von solistischem und chorischem Spiel wurde das Concerto grosso im Barockzeitalter zum Exportschlager, der bald auch über die Alpen drang. Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach machten sich die Gattung auf ihre ganz persönliche Weise zu eigen. Vor allem in Bachs „Branden­burgischen Konzerten“ ist sie mit einer unerschöpflichen Vielfalt an Besetzungen, Ausdruckformen und virtuosem Figurenwerk vertreten.

In Kooperation mit dem Lions-Hilfswerk
Duisburg-Mercator e.V.
Konzert

Große Klaviermusik 4. Konzert

Thomas Günther, Klavier-Recital

Große Klaviermusik Sparkassenkonzerte
veranstaltet von der Folkwang Universität der Künste

Angaben zu den SolistInnen und den gespielten Werken finden Sie auch unter: www.folkwang-uni.de/grosse-klaviermusik

Weitere Veranstaltungen aus den Folkwang Diszi­plinen Musik, Theater, Tanz, Gestaltung und Wissenschaft finden Sie im Internet unter: www.folkwang-uni.de/veranstaltungen.

Im Rahmen der „Großen Klaviermusik“ findet außerdem das „Forum für Junge PianistInnen“ mit Folkwang Studierenden statt. Die Termine erfahren Sie kurzfristig unter www.folkwang-uni.de/veranstaltungen.
Aufführungen / Konzert Tonhalle Düsseldorf Düsseldorf, Ehrenhof 1
Aufführungen / Theater Schauspielhaus Bochum Bochum, Königsallee 15
Aufführungen / Konzert Düsseldorfer Symphoniker Düsseldorf, Ehrenhof 1
Aufführungen / Varieté Varieté et cetera Bochum Bochum, Herner Str. 299
Aufführungen / Theater Consol Theater Gelsenkirchen Gelsenkirchen, Bismarckstr. 240
Aufführungen / Aufführung Show-Bizz-Enterprise Ltd. Bochum, Hohensteinstr. 37
So, 27.1.2019, 17:30 Uhr
Aufführungen / Aufführung GOP Varieté Essen GmbH & Co. KG Essen, Rottstr. 30
Di, 29.1.2019, 20:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung Folkwang Hochschule Die Kunsthochschule im Ruhrgebiet Essen, Klemensborn 39
Aufführungen / Theater TheaterTotal Bochum, Hunscheidtstr. 154
Aufführungen / Konzert Freilichtbühne Mülheim an der Ruhr Regler Produktion e.V. Mülheim an der Ruhr, Dimbeck 2a
Aufführungen / Konzert Heimathafen Christengemeinde Duisburg Duisburg, Landwehrstraße 55