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Duisburger Philharmoniker

Klangerlebnisse schaffen, mit höchster Präzision Musik gestalten um unvergessliche Abende zu kreieren und nachhaltige Eindrücke zu hinterlassen – dafür arbeiten die 93 Musiker der Duisburger Philharmoniker aus rund 15 verschiedenen Nationen stets an dem perfekten Klang.

Im Jahr 1877 mit dreißig Musikern als „Brandtsche Kapelle“ gegründet, sind die Duisburger Philharmoniker heute eines der großen Orchester Deutschlands.
Sein Repertoire reicht vom Barock bis zur Moderne. Mit letzterem folgen sie einer langen Tradition: „Will man über das zeitgenössische Schaffen auf dem Laufenden bleiben, muss man nach Duisburg fahren“ – so hatte ein Kritiker zu Beginn des 20. Jahrhunderts geschrieben. Damals wurde die „Neue Musik“ noch von Komponisten wie Max Reger und Richard Strauss repräsentiert, die ihre Werke in Duisburg selber vorstellten.

International renommierte Dirigenten, wie Kirill Petrenko, Antoni Wit, Alun Francis oder Axel Kober arbeiteten in jüngster Zeit mit den Duisburger Phiharmonikern. Jonathan Darlington gestaltete von 2002 bis 2011 als Generalmusikdirektor des Orchesters sein künstlerisches Schaffen. Seine Vorgänger waren unter anderen Alexander Lazarew und Bruno Weil. Darlington entwickelte in seiner Zeit spannende Alternativen zur konventionellen Programmplanung. Anerkannt wurde das in der Spielzeit 2009/2010 als die Duisburger Philharmoniker vom Deutschen Musikverlegerverband für das bundesweit beste Konzertprogramm ausgezeichnet wurden.

Die CD-Einspielung des Tschaikowsky-Violinkonzertes mit der Solistin Susanna Yoko Henkel wurde in 2011 mit einem begehrten Echo Klassik ausgezeichnet. Die Liste der mit dem Orchester auftretenden Solisten ist erlesen: Als da wären die Pianisten Barry Douglas und Boris Bloch, die Geiger Frank Peter Zimmermann und Pinchas Zukermann, Daniel Hope und Isabelle Faust, die Cellisten Antonio Meneses und Sol Gabetta sowie Matt Haimovitz, um nur einige zu nennen.

Regelmäßig ist das Orchester Gast bei international renommierten Festivals, wie dem Klavierfestival Ruhr und der „Ruhrtriennale“, bei der sie mit Weltstars wie Vesselina Kasarova, Anna Netrebko und Neil Shicoff auf der Bühne gestanden haben. In 2011 feierten die Duisburger Philharmoniker bei der „Ruhrtriennale“ mit der Aufführung von Richard Wagners „Tristan und Isolde“ unter dem Dirigenten Kirill Petrenko triumphale Erfolge. So war in der Zeitung „Die Welt“ zu lesen: „Trotz prominenter Sängerbesetzung bleibt das Orchester der Star dieser Aufführung, stets aufmerksam, aus dem Geist des Gesangs musizierend, nah am Grundgedanken.“
Die Auszeichnungen sind dem Orchester stets Ansporn, niemals aber ein Ruhekissen.

Kontakt

Duisburger Philharmoniker
Philharmonie Mercatorhalle, CityPalais
König-Heinrich-Platz
D-47051 Duisburg

Telefon: +49 (0)203/283 62-123
Fax: +49 (0)203/283 62-220
E-Mail: philharmoniker@stadt-duisburg.de

 

Theaterkasse Duisburg
Opernplatz, 47051 Duisburg
Tel. +49 (0)203-283 62 100 (Karten)
Tel. +49 (0)203-283 62 110 (Abonnements)
Fax +49 (0)203-283 62 210
E-Mail karten@theater-duisburg.de
Konzert

Serenadenkonzert auf der Regattabahn

Von Barock bis Pop

Sabrina Weckerlin, Gesang
Laura Vukobratović, Trompete
Önder Baloglu, Violine
Duisburger Philharmoniker
Benjamin Reiners, Dirigent und Moderation


Besser hat es König Georg I. auch nicht gehabt: Der britische Monarch ließ anno 1717 bei einer Lustfahrt auf der Themse Händels „Wassermusik“ von begleitenden Booten aus vorspielen. Ganz ähnlich geht es auch beim großen Serenadenkonzert im Sportpark zu, wenn die Duisburger Philharmoniker erstmals eine schwimmende Bühne auf der Regattabahn betreten – mit einem Programm, das von festlicher Barockmusik bis zu den großen Hits aus Musical und Film reicht.

Mit der Sängerin Sabrina Weckerlin hat sich ein Superstar der deutschen Musical-Szene ­angesagt. Für königlichen Barockglanz sorgen Önder Baloglu, Konzertmeister der Duisburger Philharmoniker, und die gefeierte Trompeten-Virtuosin Laura Vukobratović, Professorin an der Folkwang Universität. Die Leitung hat der aus Duisburg stammende Dirigent Benjamin Reiners, der in der kommenden Saison als GMD an das Theater Kiel geht.

Schon ab 18 Uhr sorgen das Mercator-Ensemble und ein Posaunenquintett der Duisburger Philharmoniker mit unterhaltsamer Kammermusik für heiter-entspannte Abendstimmung – und mit Snacks und erfrischenden Getränken ist auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt.
Konzert

Rosen aus dem Süden

Salonorchester der Duisburger Philharmoniker
Tonio Schibel, Leitung
Alexandra von der Weth, Sopran


Werke von Johann Strauß, Franz Lehár, Robert Stolz und Nico Dostal

Als Ensemblemitglied der Deutschen Oper am Rhein hat die Sopranistin Alexandra von der Weth in zahlreichen großen Partien Triumphe gefeiert – so etwa als Manon (Massenet), Lucia di Lammermoor (Donizetti), Alcina (Händel) und Lulu (Berg). Gastspiele brachten die Sängerin unter anderem an die Wiener Staatsoper, nach Covent Garden in London, zum Glyndebourne Festival und an die New Yorker MET. Auch als Konzertsängerin und engagierte Interpretin der Avantgarde tritt Alexandra von der Weth regelmäßig hervor. Gesangsfreunde der Region wissen natürlich seit langem, dass sie auch eine Operetten­diva mit Witz, Charme und Glamour ist; das stellt sie hier in Perlen des ‚leichten‘ Repertoires unter Beweis.

Mit dem Salonorchester der Duisburger Philharmoniker präsentiert sich ein neues, reich besetztes Ensemble, das im luxurierenden Farbenspiel von Streichern, Bläsern und Schlagzeug virtuosen Schwung und glanzvolle Ballatmosphäre verbindet. Unter Leitung von Konzertmeister Tonio Schibel stehen beliebte Melodien des Wiener Walzerkönigs Johann Strauß auf den Pulten.
Konzert

Farben einer Nacht

Eine musikalisch-literarische Nachtwanderung von Jörg Maria Welke

Boshana Milkov, Alt
Veronika Maruhn, Jörg Maria Welke, Rezitation
Dirk Wedmann, Klavier und Arrangements
Kirsten Kadereit-Weschta, Oboe, Englischhorn
Zoe Knoop, Harfe
Ruthilde Holzenkamp, Akkordeon
Streichquintett der Duisburger Philharmoniker


Vokalmusik aus neun Jahrhunderten

Seit eh und je bereitet die Nacht den Menschen ebenso Faszination wie Grauen, was sich in zahlreichen Liedern und Erzählungen nieder­geschlagen hat. Schier unerschöpflich ist die Palette der Farbtöne, mit denen Bewusstsein und Unterbewusstsein in den magischen Stunden zwischen Sonnen­aufgang und -untergang ihre erstaunlichen Bilderwelten auf imaginäre Leinwände malen.

Für Farben einer Nacht wurden Interviews mit Menschen zwischen 7 und 83 Jahren geführt. Ihre Erfahrungsberichte sind mit Vokal­musik aus neun Jahrhunderten verwoben – darunter Musik von Liedmeistern wie Robert Schumann und Richard Strauss oder Pop-Giganten wie ABBA und The Smiths. Sie alle künden vom Segen und Schrecken der Nacht, spiegeln Freude, Leid, Ängste, Sehnsüchte und Hoffnungen – mal nachdenklich, mal lustvoll, zuweilen urkomisch, oft anrührend intim, immer aber authentisch und unverstellt frisch.
Konzert

Extempores

KOnzertMEDitation 1

Lothar Berger, Obertongesang und Gongs
Michael Gees, Klavier


Improvisation

Mit seinen KOnzertMEDitationen hat der Pianist und Liedbegleiter Michael Gees ein ganz eigenes Format geschaffen, das im improvisatorischen Zusammenwirken unterschiedlicher Künstler und Künste besondere, geschützte Räume der Begegnung und Kommunikation entstehen lässt – für die Ausführenden ebenso wie für das Publikum. Schöpferisches Miteinander und Kooperation statt Wettbewerb: Diesen Grundsätzen folgt die innovative Reihe, die seit Jahren erfolgreich im Gelsenkirchener Consol Theater läuft und nun auch nach Duisburg kommt. Michael Gees, der hier vor allem als klangmagischer Begleiter des Tenors Christoph Prégardien bekannt ist, hat dazu eine Reihe von Künstlerfreunden eingeladen, die wie er für eine grenzüberschreitende Kreativität stehen.
Konzert

3. Serenadenkonzert

studio-orchester duisburg
Thomas Jung, Dirigent
Wilhelm Baberkoff, Violine


Ludwig van Beethoven: Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 61
Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 11

Mit seinem frischen Musiziergeist und der Aufnahmebereitschaft für junge talentierte Nachwuchsmusiker ist das studioorchester duisburg seit mittlerweile 48 Jahren eine feste Größe in der regionalen Musikszene. Der Geiger und Pädagoge Wilhelm Baberkoff spielt das Solo in Ludwig van Beethovens sinfonisch ausgreifendem Violinkonzert D-Dur; Chefdirigent Thomas Jung flankiert mit Felix Mendelssohn Bartholdys „Erster“ – dem Werk eines 15-jährigen, der sich bei aller Anlehnung an klassische Vorbilder seiner musikalischen Sprache schon erstaunlich sicher ist.
Konzert

Toccata 1

Léon Berben, Orgel

Johann Sebastian Bach: Toccata und Fuge d-Moll BWV 565
Ricercar à 6 c-Moll aus dem „Musikalischen Opfer“ BWV 1079
Choralvorspiel „Schmücke dich, o liebe Seele“ BWV 654
Passacaglia und Fuge c-Moll BWV 582
Johannes Brahms: Choralvorspiele:
„O Traurigkeit, o Herzeleid“ WoO 7
„O Welt, ich muß dich lassen“ op. 122/3
„Schmücke dich, o liebe Seele“ op. 122/5
„O Gott, du frommer Gott“ op. 122/7
Johann Gottfried Müthel: Choralvorspiel „O Traurigkeit, o Herzeleid“

„Faszinierende Sogkraft“ und „rhetorische Prägnanz“ attestiert das Fachmagazin FonoForum dem Spiel des in Köln lebenden Niederländers Léon Berben. Als Schüler von Gustav Leonhardt und Ton Koopman setzt der 1970 geborene Organist und Cembalist die bedeutende Tradition niederländischer Originalklang-Experten fort. Léon Berben stützt sich in seinen Interpretationen auf umfangreiche Quellen­studien und akribische Forschungsarbeit – ein fundiertes musikhistorisches Wissen, das sich auch in mehreren Artikeln für die Enzyklopädie „Die Musik in Geschichte und Gegenwart“ niedergeschlagen hat.

Léon Berben hat eine stattliche Reihe von CDs vorgelegt, die mit bedeutenden Schallplattenpreisen ausgezeichnet wurden. Er ist Titular-Organist an St. Andreas in Ostönnen (Soest), wo ihm eine der ältesten spielbaren Orgeln der Welt (1430) zur Verfügung steht. Mehrere Jahre lang wirkte Léon Berben als Cembalist im Barockensemble „Musica Antiqua Köln“; als Solist ist er regelmäßig auf den großen Konzert- und Festspielpodien zu erleben. Mit Bachs Toccata d-Moll und der Passacaglia c-Moll hat er zwei der populärsten Orgelwerke überhaupt im Programm; daneben stellt er Choralvorspiele des Thomas­kantors denen seines Schülers Johann Gottfried Müthel und seines großen Bewunderers Johannes Brahms gegenüber.
Ausstellung

CRUSH HOUR

Auf der Kleinseite
Vernissage zur Ausstellung mit Bildern, Musik und Performances von Kunsu Shim

Bereits in der Spielzeit 2017/2018 startete unter der künstlerischen Leitung von Kunsu Shim und Gerhard Stäbler die neue Reihe FARBEN. Sie richtet das Ohr nicht nur auf die Vielfalt klanglicher Farb­nuancen und -charaktere, sondern verbindet zugleich Gehörtes mit Visuellem. Seit eh und je setzen Musiker graphisch Notiertes in Klang um; ebenso erwecken in den Hörern selbst Musik und Klangstrukturen innere Bilder. Die mit „Chrom“ und „Nachtgelb“ betitelten Konzerte dieser Spielzeit verknüpfen wiederum Musik, Poesie und Performance.

„Chrom“ verschränkt graphisch gestaltete, aus Text generierte oder auch elektronisch entworfene Klangwelten des 20. Jahrhunderts mit Joseph Haydns „Paukenschlag“-Sinfonie, die von Gerhard Stäbler kammermusikalisch konzentriert wurde.

Mit „Nachtgelb“ assoziiert man Umnachtung, Tod, Flüchtigkeit, Verschwinden, Schmerz, Einsamkeit und Sehnsucht. All das sind menschliche Bereiche, die in Verbindung mit der Idee des Verlustes stehen. Durch die Schnelllebigkeit der modernen Gesellschaft lässt die Aufmerksamkeit für verborgene, sich entfernende, unsichtbar werdende und nur noch schemenhaft zu (be)greifende Momente immer mehr nach. In den Werken dieses Konzerts wird die Zeit des Schwindens und der Entfremdung selbst zum Gegenstand einer gesteigerten Wahrnehmung.
Konzert

Eine Sinfonie für Salzburg

1. Philharmonisches Konzert

Duisburger Philharmoniker
Jan Willem de Vriend, Dirigent
Harriet Krijgh, Violoncello


Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie Nr. 35 D-Dur KV 385 „Haffner“
Camille Saint-Saëns: Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 a-Moll op. 33
Franz Schubert: Sinfonie Nr. 1 D-Dur D 82

Von wegen Honeymoon! Kaum hatte Wolfgang Amadeus Mozart am 4. August 1782 seine Braut Constanze Weber in Wien zum Traualtar geführt, da eilte er auch schon wieder an den Schreibtisch: Eine Sinfonie musste beendet werden, die der vermögende Salzburger Privatier Sigmund Haffner für die Feier seiner Erhebung in den Adelsstand bestellt hatte. Als der Komponist im folgenden Jahr die Partitur zurückerhielt, hatte er kaum noch Erinnerungen an die Musik, deren Qualität ihn selbst überraschte. Gekürzt und um weitere Bläserstimmen bereichert kam die Sinfonie im Herbst nun auch an Mozarts neuer Wirkungsstätte zur Aufführung.

In ihrer bewundernswerten Balance von gelöstem Musiziergeist und konzentrierter motivischer Arbeit gilt die „Haffner-Sinfonie“ als Musterbeispiel für die Ästhetik der Wiener Klassik. So verstand sie wohl auch der 16-jährige Franz Schubert, als er 1813 seine erste Sinfonie in Angriff nahm – die Parallelen zwischen den langsamen Sätzen beider Werke sind jedenfalls unüberhörbar. Ihr Zusammentreffen im Eröffnungskonzert der neuen philharmonischen Spielzeit hat Jan Willem de Vriend arrangiert, der sich dem Duisburger Publikum erstmals im Juni 2010 vorstellte. „Sensationell stilsicher, diszipliniert und lebensprall“ – so die Rheinische Post – hatten die Duisburger Philharmoniker damals unter Leitung des niederländischen Dirigenten gespielt, der mit dem „Combattimento Consort Amsterdam“ über mehr als 30 Jahre hinweg ein Spitzenensemble der historischen Aufführungspraxis geleitet hat. Deren Prinzipien blieb der entdeckungsfreudige Musiker auch weiterhin eng verbunden, als er 2006 die Leitung des renommierten Residentie Orkest Den Haag übernahm.

Der Franzose Camille Saint-Saëns konnte sich 1872 bei der Komposition seines ersten Cellokonzerts gleichfalls auf große Vorgänger berufen. Die Verdichtung des traditionell dreisätzigen Virtuosenkonzerts zur thematisch geschlossenen Bogenform hatten bereits Franz Liszt und Robert Schumann erprobt. Solistischer Glanz und melodischer Schwung des bündig gerafften Stücks liegen hier in den Händen der jungen Niederländerin Harriet Krijgh. Die 1991 geborene Cellistin hatte bereits in ganz Europa Erfolge gefeiert, als sie im März 2017 mit dem Boston Symphony Orchestra in der New Yorker Carnegie Hall debütierte.
Konzert

1. Profile-Konzert

Claude Debussy zum 100. Todestag

Stephan Dreizehnter, Flöte
Önder Baloglu, Violine, Viola
Friedemann Pardall, Violoncello
Yannick Rafalimanana, Klavier
Lior Ouziel, Harfe


Das Ende des Ersten Weltkriegs hat Claude Debussy nicht mehr erlebt: Er starb am 25. März 1918 in Paris, wenige Tage, nachdem die deutsche Armee ihre fatale Frühjahrsoffensive an der Westfront begonnen hatte. Von seinem großen, in den Kriegs­jahren begonnenen Sonatenzyklus konnte der Komponist nur noch drei Werke fertigstellen. Sie verbinden sich hier mit dem frühen Klaviertrio G-Dur und einer Reihe geschmeidig arrangierter Miniaturen zu einem attraktiven Werkpanorama – eingeleitet durch Maurice Ravels Trauerarbeit für den großen Kollegen.
Konzert

Beethoven-Zyklus 5. Konzert

Ludwig van Beethoven: Die Klaviersonaten

Saleem Ashkar, Klavier

Ludwig van Beethoven:
Sonate Nr. 7 D-Dur op. 10/3
Sonate Nr. 17 d-Moll op. 31/2 „Der Sturm“
Sonate Nr. 22 in F-Dur op. 54
Sonate Nr. 28 in A-Dur op. 101

Beethovens 32 Klaviersonaten zyklisch aufzuführen, so Saleem Ashkar, habe sein Leben verändert. Bereits an mehreren Orten hat er die imposante Werkserie präsentiert; dazu ist eine Gesamt­aufnahme beim Traditionslabel DECCA im Entstehen. In der vergangenen Spielzeit brachte Saleem Ashkar das ambitionierte Projekt auch nach Duisburg. „Eine über jeden Zweifel erhabene Spieltechnik und einen ebenso glasklaren wie butterweichen Anschlag“ hob die Rheinische Post nach dem Eröffnungsabend hervor, dem noch drei weitere folgten. Vier Konzerte in der aktuellen Spielzeit runden den Zyklus ab.

Saleem Ashkar kam 1976 als Sohn palästinensischer Christen in Nazareth zur Welt. Sein Studium absolvierte er an der Royal Academy of Music in London und an der Musikhochschule Hannover. Am Beginn seiner internationalen Karriere stand ein Auftritt mit Zubin Mehta und dem Israel Philharmonic Orchestra – da war Saleem Ashkar ganze 17 Jahre alt. Mit 22 debütierte er unter der Leitung von Daniel Barenboim in der New Yorker Carnegie Hall. Seither gastierte er bei Spitzenorchestern wie den Wiener Philharmonikern, dem London Symphony Orchestra und dem Concertgebouworkest Amsterdam.

Saleem Ashkar ist an einem der größten Krisen­herde der Welt aufgewachsen. So verwundert es nicht, dass die Beschäftigung mit Ludwig van Beet­hoven über die rein musikalische Kraft der Werke hinaus auch eine besondere weltanschauliche Dimension für ihn hat: „Mit seinem Schaffen implizierte Beethoven stets eine aktive Teilhabe an den politischen und sozialen Veränderungen seiner Umgebung – von seiner Bewunderung und anschließenden Ablehnung Napoleons zu seinem fortwährenden Kampf gegen ein rigides Sozialsystem, welches das Schicksal eines Menschen von Geburt an determinierte.“

In keiner seiner Werkgruppen wird die stilistische Entwicklung Beethovens so deutlich wie in den Klaviersonaten. Haydns Formwitz und Mozarts Poesie sind in den Werken der ersten Periode noch deutlich nachzuweisen, aber dann drängt es den jungen Komponisten mit Macht in neue Ausdruckswelten. Die gesteigerte emotionale Kraft spiegelt sich besonders anschaulich im Titel der c-Moll-Sonate op. 13 wider: „Pathétique“. Nachdem Saleem Ashkar die große Trias der späten Sonaten op. 109, 110 und 111 bereits in der letzten Spielzeit präsentiert hat, steht im Abschlusskonzert am 19. Juni noch ein visionäres, die Grenzen der Gattung sprengendes Werk zur Debatte. „Nach Umfang und Anlage“, so notierte der große Alfred Brendel, „geht die Hammerklaviersonate weit über alles hinaus, was auf dem Gebiet der Sonatenkomposition jemals gewagt und bewältigt wurde.“
Konzert

Anna Malikova | Belenus Quartett

1. Kammerkonzert

Anna Malikova, Klavier
Belenus Quartett:
Seraina Pfenninger, Violine
Anne Battegay, Violine
Esther Fritzsche, Viola
Jonas Vischi, Violoncello


Robert Schumann: Klavierquintett Es-Dur op. 44
Dmitri Schostakowitsch: Klavierquintett g-Moll op. 57

Der keltische Gott Belenus ist Comic-Kennern bestens vertraut – schließlich schwören Asterix und seine gallischen Freunde immer wieder auf diesen heidnischen Patron der Künste und Wissenschaften. 2004 wurde er zum Namensgeber für das deutsch-schweizerische Belenus Quartett, das rasch zu einem der gefragtesten europäischen Newcomer-Ensembles avancierte. „Bezwingende Intensität, Tiefenschärfe und Präzision“ attestierte die Badische Zeitung dem Quartett, das 2015 den prestigereichen Wettbewerb „Franz Schubert und die Musik der Moderne“ für sich entscheiden konnte.

Neben den großen Meisterwerken drängt es die vier Streicher immer wieder zu ungewöhn­lichen Aufgaben. 2016 etwa machten sie beim Jazz ­Festival in St. Moritz mit „A Tribute to Billie ­Holiday“ Furore. Für ihr Duisburg-Debüt haben sie sich mit den raumgreifenden Klavierquintetten von Robert Schumann und Dmitri Schostakowitsch zwei absolute Gipfelwerke des Reportoires ausgesucht. Unterstützt ­werden sie dabei von der Pianistin Anna Malikova, deren internationale Karriere nach ihrem Sieg beim ARD-Wettbewerb 1993 mächtig Fahrt aufnahm. Den Duisburger Philharmonikern ist die aus Usbekistan stammende Musikerin seit langem eng verbunden – so etwa durch die gemeinsame China-Tournee 2007 und eine markante Einspielung des Klavierkonzerts Nr. 2 von Johannes Brahms.
Aufführungen / Konzert Düsseldorfer Symphoniker Düsseldorf, Ehrenhof 1
Aufführungen / Konzert Tonhalle Düsseldorf Düsseldorf, Ehrenhof 1
Aufführungen / Theater Schauspielhaus Bochum Bochum, Oskar-Hoffmann-Straße
Aufführungen / Varieté Varieté et cetera Bochum Bochum, Herner Str. 299
Aufführungen / Theater Consol Theater Gelsenkirchen Gelsenkirchen, Bismarckstr. 240
Aufführungen / Aufführung Folkwang Hochschule Essen, Klemensborn 39
Die Kunsthochschule im Ruhrgebiet
Aufführungen / Aufführung TheaterTotal Bochum, Hunscheidtstr. 154
Aufführungen / Theater staatlich anerkannte Bochum, Widume Str. 6
Constantin Schule GmbH für Gesang, Schauspiel, Tanz
Aufführungen / Musical Colosseum Theater Essen, Altendorfer Str. 1
BUDDY - Das Buddy Holly Musical
Aufführungen / Konzert Freilichtbühne Mülheim an der Ruhr Mülheim an der Ruhr, Dimbeck 2a
Regler Produktion e.V. www.regler-produktion.de
Aufführungen / Konzert Heimathafen Duisburg, Landwehrstraße 55
Christengemeinde Duisburg