Theater Erfurt

Spielzeit 2017/18

Die lustige Witwe

Operette in drei Akten von Franz Lehár

Premiere: 16. Dezember 2017, Großes Haus

In der Pariser Botschaft eines korrupten und nahezu bankrotten Balkanstaates trifft der Genussmensch Graf Danilo während einer Tanzveranstaltung auf seine ehemalige Jugendliebe Hanna Glawari. Die hübsche, junge Dame kann sich vor Verehrern kaum retten. Der Grund: Bereits nach acht Tagen Ehe verstarb ihr Gatte, der Chef der Staatsbank. Damit ist Hanna die Erbin eines beträchtlichen Vermögens. Danilo soll nun durch eine Heirat mit der reichen Witwe seiner Heimat die Millionen sichern. Obwohl die alte Liebe zwischen den beiden neu entfacht wird, will Danilo dies Hanna nicht gestehen, um nicht auch als gieriger Erbschleicher zu gelten. So entwickelt sich ein Versteckspiel der besonderen Art, in das auch die anderen Gäste hineingezogen werden. Denn jeder Anwesende scheint ein besonderes Geheimnis zu bewahren.

Die Wiener Operette ist eines der kulturellen Markenzeichen Österreichs und des deutschsprachigen Musiktheaters. Dabei ist es gerade der ungarische Tonfall, den man sofort mit diesem Genre assoziiert. Kein Wunder, denn die prägenden Autoren waren ungarische Komponisten und jüdische Librettisten aus den östlichen Regionen des KuK-Reichs. Lehárs Operette führt mitten hinein in das schillernde Nachtleben von Paris und die Welt politischen Kalküls. Dabei behält die „lustige Witwe“ immer die Fäden in der Hand und bringt die Männerwelt auch mit den Mitteln balkanischer Folklore dazu, nach ihrem Willen zu agieren.

In deutscher Sprache

Ort:

Großes Haus

Termine:

Sa, 16.12.2017, 19:30 | Premiere |
Sa, 30.12.2017, 19:30 |
So, 31.12.2017, 15:00 |
So, 31.12.2017, 19:30 |
Sa, 6.1.2018, 19:30 |

A Christmas Carol

Schauspiel nach Charles Dickens von Paul Stebbings und Phil Smith

„Humbug“, entgegnet der engstirnige, geizige Geschäftsmann Ebenezer Scrooge auf die frohen Weihnachtswünsche seines Angestellten Bob Cratchit. Nach Feierabend tritt er den Heimweg in sein kaltes leer stehendes Haus an, ohne Notiz von den Leuten zu nehmen, die voll Vorfreude die letzten Vorbereitungen für den Heiligen Abend treffen. Als er seine Tür öffnet, glaubt er plötzlich das Gesicht seines toten Geschäftspartners Marley zu sehen. „Humbug“ denkt er. Doch an diesem Weihnachtsabend wird er eines Besseren belehrt. Nacheinander wird er von den Geistern der vergangenen, der gegenwärtigen und der zukünftigen Weihnacht heimgesucht. Eindringlich zeigen sie ihm, wie viel Glück er durch seine Hartherzigkeit und seinen Zynismus bisher versäumt und wie viel Unglück er in das Leben anderer Menschen gebracht hat. Sie führen ihm die Einsamkeit vor, in der er einmal sterben wird, falls er sein Leben nicht ändert.

Englischsprachiges Gastspiel der American Drama Group Europe und TNT Theatre Britain

Ort:

Großes Haus

Termine:

Mo, 18.12.2017, 16:00 |
Mo, 18.12.2017, 18:30 |

Der Nussknacker

Ballett von Peter Tschaikowsky

Nach E.T.A. Hoffmanns Erzählung Der Nussknacker und der Mäusekönig entführt ein lebendig gewordenes Weihnachtsmärchen in eine faszinierende Welt der Fantasie. Die Kinder Maria und Fritz sind in freudiger Erwartung des Weihnachtsabends. Neben anderen Geschenken erhält Maria von ihrem geheimnisumwitterten Onkel Drosselmeier einen Nussknacker, der ihre kindliche Einbildung ganz besonders anregt. Beglückt eingeschlafen hat sie einen seltsamen Traum. Sie wird von einem Mäusekönig samt Mäusearmee bedroht, aber ihr Nussknacker beschützt sie und verwandelt sich in einen schönen Prinzen. Beide finden sich nach überstandenen Abenteuern auf einem festlichen Ball wieder. Maria und der Prinz sind glücklich und ihr Tanz bildet den Höhepunkt des Abends.

Das Spätwerk Peter Tschaikowskys ist eine Hymne an die romantische Liebe, die am Ende über das Böse triumphiert. Voller Grazie und Leichtigkeit schweben die Tänzer des Klassischen Russischen Balletts über die Bühne, verführen zum Träumen und lassen in der faszinierenden Pracht von Bühnenbild und Kostümen den Ballettabend zu einem wahren Fest werden.

Gastspiel Klassisches Russisches Ballett Moskau
Musik vom Tonträger

Ort:

Großes Haus

Termine:

Sa, 23.12.2017, 14:00 |
Sa, 23.12.2017, 19:30 |

Dornröschen

Ballett von Peter Tschaikowsky

König Florestan feiert mit seiner Königin die Geburt der Prinzessin Aurora. Die Festzeremonie beginnt, die Fliederfee und andere gute Feen überbringen ihre Gaben. Plötzlich entsteht ein Tumult, denn die mächtige und böse Fee Carabosse wurde vergessen einzuladen. Sie prophezeit, dass sich Aurora an ihrem 16. Geburtstag an einer Spindel stechen und sterben wird. Wie bekannt, gelingt es der Fliederfee diesen Fluch umzuwandeln. Nur ein Kuss der wahren Liebe kann Aurora von Ihrem langen Schlaf erwecken.

Dornröschen gilt als das gelungenste aller Ballettabende aus der großen zaristischen Ära und auch Tschaikowsky hielt es für sein bestes Ballett. Herausragende Tänzer des Klassischen Russischen Balletts verzaubern und tauchen mit ihren Zuschauern in eine märchenhafte Welt ein.

Gastspiel Klassisches Russisches Ballett Moskau
Musik vom Tonträger

Ort:

Großes Haus

Termin:

Mo, 25.12.2017, 14:00 |

Grosse Ballettgala

Ballettgala mit Musik von Peter Tschaikowsky, Adolphe Adam, Georges Bizet, Wolfgang Amadeus Mozart, Giuseppe Verdi u.a.

Mit Anmut, Schönheit und Eleganz bietet diese festliche Ballettgala ein abwechslungsreiches und hochkarätiges Programm u.a. mit Ausschnitten aus den großen Ballettwerken Peter Tschaikowskys wie Schwanensee, Dornröschen und Der Nussknacker, aus Giselle von Adolphe Adam, Carmen von Georges Bizet sowie Duette und Pas de Deux zur Musik von Wolfgang Amadeus Mozart, Camille Saint-Saëns, Giuseppe Verdi u.a.

Mit unglaublicher Leichtigkeit und höchster technischer Präzision entführen außergewöhnliche Ballett-Solisten in eine Welt der Schwerelosigkeit und Poesie.

Gastspiel des Klassischen Russischen Balletts aus Moskau

Ort:

Großes Haus

Termin:

Mo, 25.12.2017, 18:00 |

Die Zauberflöte

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart

Der verirrte Prinz Tamino wird von der Königin der Nacht beauftragt, deren Tochter Pamina aus den Händen Sarastros, des Anführers eines Priesterordens zu befreien. Der Naturmensch Papageno soll ihn bei diesem Abenteuer begleiten. Aber die beiden werden entdeckt und von Sarastro aufgefordert, sich den lebensgefährlichen Aufnahmeprüfungen des Ordens zu stellen. Mithilfe ihrer Zauberinstrumente überstehen sie gefährliche Situationen, doch zur finalen Feuer- und Wasserprobe ist es Pamina, die Tamino hindurchführt. Das Duett mit dem Fazit „Mann und Weib und Weib und Mann“ markiert eine musikalische Schlüsselszene der Oper, in der die weiterhin aktuelle Frage nach dem Verhältnis der Geschlechter gestellt und eine Utopie formuliert wird, die über den Personen und Interessen der Kontrahenten Sarastro und Königin steht.

Mit der Gattungsbezeichnung „Große Oper“ und zugleich „Deutsche Oper“ formulierten Schikaneder und Mozart ihren Anspruch, die Grenzen zwischen zwei Formprinzipien zu überschreiten, der durchgängig gesun- genen großen Oper mit ernstem Sujet – damals nur auf Italienisch oder Französisch denkbar – und dem Singspiel (mit gesprochenen Dialogen) in der Volkssprache. Die Zauberflöte richtete sich an ein äußerst gemischtes Publikum vom Hochadel bis zur vorstädtischen Handwerkerschaft, ist zugleich Welterklärungstheater und Volksbelustigung. Trotz oder gerade wegen des freien Umgangs mit Inhalt und Form wurde aus einem Gelegenheitswerk eine der bekanntesten und beliebtesten Opern.

In deutscher Sprache mit Übertiteln

Ort:

Großes Haus

Termin:

Di, 26.12.2017, 18:00 |

Orpheus und Eurydike

Oper von Christoph Willibald Gluck in drei Akten

Orpheus beweint Eurydikes Tod. In seinem grenzenlosen Schmerz fordert er von den Göttern die Rückgabe Eurydikes. Amor erscheint und überbringt dem klagenden Orpheus eine Botschaft Jupiters: Er darf hinab in die Unterwelt, um Eurydike zurückzuholen, doch ist es ihm verboten, sie dabei anzusehen. Im Reich der Schatten angekommen, umringen Furien den nahenden Orpheus. Unbeirrt bahnt er sich den Weg zum Elysium, wo er auf Eurydike trifft. Ohne sie anzusehen, nimmt er sie mit sich, um sie ans Tageslicht zu führen. Von diesem seltsamen Verhalten irritiert, zweifelt Eurydike an seiner Liebe und will erneut sterben. In höchster Not wendet sich Orpheus daraufhin um – Eurydike stirbt. Die Geliebte auf ewig verloren, bleibt Orpheus in endlosem Schmerz allein zurück.

Die Geschichte der Oper ist untrennbar mit der Sage des singenden Orpheus verbunden. Im Jahr 1607 hatte Claudio Monteverdi mit seiner „Favola in musica“ L‘Orfeo eine mustergültige Grundform für die noch junge Form der Oper geschaffen. 1762, fast 150 Jahre später, beriefen sich Gluck und sein Librettist Ranieri de‘ Calzabigi ebenfalls auf den Orpheus-Mythos, um die mittlerweile in die Jahre gekommene Gattung einer gründlichen Reform zu unterziehen. Ihre Bemühungen um eine Rückführung der Oper auf die Grundlagen des Dramas sollten bis hin zu Wagners Überlegungen zum Musikdrama nachwirken. Glucks Musik verzichtet in ihrem Ringen um Wahrhaftigkeit auf virtuose Arien im Stil der traditionellen Opera seria und bevorzugt dagegen einfache Liedformen. Der Chor avanciert – in Anlehnung an die französische Tragédie lyrique – zu einem zentralen Handlungsträger, und auch der Tanz erfährt eine neue dramaturgische Aufwertung.

In italienischer Sprache mit Übertiteln

Ort:

Großes Haus

Termin:

Mi, 27.12.2017, 19:30 |

Hänsel und Gretel

Märchenspiel in drei Bildern von Engelbert Humperdinck

Altersempfehlung 10+

Hänsel und Gretel werden von ihrer Mutter in den Wald geschickt, um Beeren zu sammeln. Als der Vater, ein armer Besenbinder, davon hört, erschrickt er gewaltig, treibt doch die böse Knusperhexe dort ihr Unwesen. Die beiden Geschwister begegnen im Wald allerhand Zaubergestalten, die schließlich ihren Schlaf bewachen. Riesengroß ist die Freude, als sie am nächsten Morgen vor einem Pfefferkuchenhaus aufwachen. Doch als sie von dem süßen Häuschen naschen, erscheint die Knusperhexe und sperrt die Kinder ein. Zum Glück gelingt es den beiden, die Hexe zu überlisten. Humperdincks Oper ist wieder in der traditionellen poetisch-märchenhaften Inszenierung und Ausstattung zu erleben.

Aufführungsdauer ca. 2 Stunden

Ort:

Großes Haus

Termin:

Di, 19.12.2017, 19:30 | Wiederaufnahme |

Schwanensee

Ballett von Peter Tschaikowsky

Der böse Zauberer Rotbart hat die schöne Odette und ihre Freundinnen in Schwäne verwandelt. Nur um Mitternacht können sie für einige Stunden ihre menschliche Gestalt annehmen. Von diesem Zauber kann die Prinzessin nur erlöst werden, wenn ihr ein Mann ewige Treue schwört. Prinz Siegfried, der die sonderbare Verwandlung am Ufer des Schwanensees beobachtet, versichert Odette seiner Treue und bittet sie zu dem Ball, auf dem er sich eine Braut aussuchen soll. Zu der Brautschau erscheint Rotbart mit seiner als Odette verkleideten Tochter Odile. Durch die Ähnlichkeit getäuscht, bricht Siegfried seinen Treueschwur, und Odette muss für immer ein Schwan bleiben. Siegfried erkennt bestürzt seinen Fehler und fordert Rotbart zum Kampf. Mit dem Tod des Zauberers erlischt auch dessen Macht. Der Bann ist gebrochen – die Liebe siegt über das Böse.

Gastspiel Klassisches Russisches Ballett Moskau
Musik vom Tonträger

Ort:

Großes Haus

Termine:

Fr, 15.12.2017, 14:00 |
Fr, 15.12.2017, 19:30 |

Theater Erfurt

Theaterplatz 1
D 99084 Erfurt

E-Mail: info@theater-erfurt.de

Besucherservice im THEATER ERFURT
Kartenvorverkauf und Abonnement

Eingang Martinsgasse, D-99084 Erfurt
Telefon +49 (0) 361 22 33 155
Mo-Fr 10 bis 18 Uhr l Sa 10 bis 14 Uhr
sonn- und feiertags geschlossen