Theater Erfurt

Spielzeit 2017/18

Roméo et Juliette

Oper in fünf Akten von Charles Gounod

Seit langem sind die Veroneser Familien Montaigu und Capulet verfeindet. Roméo und sein bester Freund Mercutio, die aus dem Hause Montaigu stammen, haben sich unter die Gäste des Maskenballs der Capulets gemischt. Dort verlieben sich Roméo und Juliette Capulet auf den ersten Blick. Pater Laurent verheiratet das junge Paar im Geheimen und hofft, dass dadurch vielleicht eine Versöhnung der Familien stattfinden könnte. Als Tybalt, der Cousin Juliettes, Mercutio tötet und Roméo seinen Freund darauf mit dem Tode Tybalts rächt, wird er vom Herzog aus der Stadt verbannt und die Feindschaft der Familien entflammt von neuem. Juliette bittet darauf Pater Laurent um Hilfe, der ihr einen Trunk gibt, welcher sie in einen todesähnlichen Schlaf fallen lässt und dem Paar zur Flucht verhelfen soll. Der Brief, der Roméo über den fingierten Tod Juliettes informieren soll, erreicht diesen nicht, sodass er im Glauben an den Tod seiner Geliebten deren Gruft betritt. Als Juliette aus ihrem Schlaf erwacht, hat Roméo bereits einen Gifttrunk zu sich genommen. Juliette ersticht sich und die Geliebten sterben vereint.

Im Unterschied zu den Libretti zahlreicher anderer Vertonungen des Shakespeareschen Dramas orientiert sich Gounods lyrische Oper stark an der Originalvorlage. Roméo et Juliette wurde Gounods größter unmittelbarer Bühnenerfolg.

Ort:

Großes Haus

Termin:

Mi, 18.10.2017, 19:30 |

Orpheus und Eurydike

Oper von Christoph Willibald Gluck in drei Akten

Orpheus beweint Eurydikes Tod. In seinem grenzenlosen Schmerz fordert er von den Göttern die Rückgabe Eurydikes. Amor erscheint und überbringt dem klagenden Orpheus eine Botschaft Jupiters: Er darf hinab in die Unterwelt, um Eurydike zurückzuholen, doch ist es ihm verboten, sie dabei anzusehen. Im Reich der Schatten angekommen, umringen Furien den nahenden Orpheus. Unbeirrt bahnt er sich den Weg zum Elysium, wo er auf Eurydike trifft. Ohne sie anzusehen, nimmt er sie mit sich, um sie ans Tageslicht zu führen. Von diesem seltsamen Verhalten irritiert, zweifelt Eurydike an seiner Liebe und will erneut sterben. In höchster Not wendet sich Orpheus daraufhin um – Eurydike stirbt. Die Geliebte auf ewig verloren, bleibt Orpheus in endlosem Schmerz allein zurück.

Die Geschichte der Oper ist untrennbar mit der Sage des singenden Orpheus verbunden. Im Jahr 1607 hatte Claudio Monteverdi mit seiner „Favola in musica“ L‘Orfeo eine mustergültige Grundform für die noch junge Form der Oper geschaffen. 1762, fast 150 Jahre später, beriefen sich Gluck und sein Librettist Ranieri de‘ Calzabigi ebenfalls auf den Orpheus-Mythos, um die mittlerweile in die Jahre gekommene Gattung einer gründlichen Reform zu unterziehen. Ihre Bemühungen um eine Rückführung der Oper auf die Grundlagen des Dramas sollten bis hin zu Wagners Überlegungen zum Musikdrama nachwirken. Glucks Musik verzichtet in ihrem Ringen um Wahrhaftigkeit auf virtuose Arien im Stil der traditionellen Opera seria und bevorzugt dagegen einfache Liedformen. Der Chor avanciert – in Anlehnung an die französische Tragédie lyrique – zu einem zentralen Handlungsträger, und auch der Tanz erfährt eine neue dramaturgische Aufwertung.

Musikalische Leitung: Zoi Tsokanou
Inszenierung / Choreografie: Ester Ambrosino
Ausstattung: Jeannine Cleemen / Moritz Weißkopf

In italienischer Sprache mit Übertiteln

Ort:

Großes Haus

Termine:

Sa, 28.10.2017, 19:30 |
So, 5.11.2017, 15:00 |

Hänsel und Gretel

Märchenspiel in drei Bildern von Engelbert Humperdinck

Altersempfehlung 10+

Hänsel und Gretel werden von ihrer Mutter in den Wald geschickt, um Beeren zu sammeln. Als der Vater, ein armer Besenbinder, davon hört, erschrickt er gewaltig, treibt doch die böse Knusperhexe dort ihr Unwesen. Die beiden Geschwister begegnen im Wald allerhand Zaubergestalten, die schließlich ihren Schlaf bewachen. Riesengroß ist die Freude, als sie am nächsten Morgen vor einem Pfefferkuchenhaus aufwachen. Doch als sie von dem süßen Häuschen naschen, erscheint die Knusperhexe und sperrt die Kinder ein. Zum Glück gelingt es den beiden, die Hexe zu überlisten. Humperdincks Oper ist wieder in der traditionellen poetisch-märchenhaften Inszenierung und Ausstattung zu erleben.

Musikalische Leitung: Peter Leipold
Inszenierung: Lutz Schwarz
Ausstattung: Thomas Döll

Aufführungsdauer ca. 2 Stunden

Ort:

Großes Haus

Termine:

So, 22.10.2017, 15:00 | Wiederaufnahme |
Sa, 18.11.2017, 15:00 |

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