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Theater Erfurt

Der Neubau des Theaters Erfurt wurde im Jahr 2003 eröffnet und zählt zu den modernsten Spielstätten in Europa. Das Opernhaus der thüringischen Landeshauptstadt liegt nur einen Steinwurf vom mittelalterlichen Ensemble von Erfurter Dom und Severikirche und der barocken Festungsanlage des Petersbergs entfernt. Zu den ca. 500 Veranstaltungen im Jahr – opulente Opern und Operetten, festliche Konzerte, zahlreiche Sonderveranstaltungen – strömen Kulturliebhaber aus nah und fern.
Zu einer hervorragenden Sicht auf allen 800 Plätzen gesellt sich ein optimaler Klanggenuss: Die Akustik des Neubaus entspricht höchsten technischen Standards. Opern- und Konzertbesuche im Theater Erfurt sind daher immer ein erstklassiges Erlebnis, nicht zuletzt dank des hervorragenden Sängerensembles, des Philharmonischen Orchesters Erfurt und des Opernchores des Theaters.

Kontakt

Theater Erfurt
Theaterplatz 1
D-99084 Erfurt

E-Mail: info@theater-erfurt.de

 

Besucherservice im THEATER ERFURT
Kartenvorverkauf und Abonnement

Eingang Martinsgasse, D-99084 Erfurt
Telefon +49 (0) 361 22 33 155
Mo-Fr 10 bis 18 Uhr l Sa 10 bis 14 Uhr
sonn- und feiertags geschlossen
Oper

Dead Man Walking

Oper von Jake Heggie

Premiere: 23. März 2019

Libretto von Terrence McNally nach dem Buch von Sister Helen Prejean

Wie geht man mit einem schuldig gesprochenen, zum Tode verurteilten Mörder um? Joseph De Rocher hat mit seinem Bruder ein junges Pärchen vergewaltigt und ermordet und erwartet nun in der Todeszelle seine Hinrichtung. Die junge Nonne Schwester Helen bietet ihm Hilfe und spirituelle Begleitung an. Das Verfahren des Gnadengesuchs, die Auseinandersetzung mit seiner Familie und den Eltern der Opfer sowie das Ringen um ein Geständnis wird auch für Helen zu einem existenziellen Prozess, in dem sie sich immer wieder auf Nächstenliebe und Gottes Versprechen der Vergebung besinnen muss.

Helen Prejean (*1939) ist eine der engagiertesten Gegnerinnen der Todesstrafe in den USA und bis heute politisch aktiv. Ihr Buch Dead Man Walking, in dem sie 1993 ihre Erfahrungen mit Todeskandidaten und die weitgreifenden Auswirkungen der Todesstrafe schilderte, wurde zum Bestseller und 1995 von Tim Robbins prominent besetzt verfilmt.

Die Vertonung des gleichen Stoffs durch den Komponisten Jake Heggie (*1961), die von romantischen Klängen über filmische Techniken bis hin zu Gospel- und Blueseinflüssen reicht, ist eine der meistgespielten amerikanischen Opern und bietet eine eindrückliche Auseinandersetzung mit Schuld, Rache und Vergebung aus christlicher Sicht.

In englischer Sprache mit Übertiteln
Oper

Aida

Oper von Giuseppe Verdi

Premiere: 27. April 2019

Die Pharaonentochter Amneris liebt den Heerführer Radamès. Doch der hat nur Augen für die Sklavin Aida, von der niemand weiß, dass sie die in Gefangenschaft geratene Tochter des feindlichen äthiopischen Königs ist. Während ein Feldzug gegen die Äthiopier vorbereitet wird, sieht sich Aida in einem unlösbaren Konflikt: Sie liebt den Mann, der gegen ihren Vater in den Krieg zieht. Als das siegreiche ägyptische Heer im Triumphzug zurückkehrt, scheint sich das Blatt zugunsten Amneris‘ zu wenden, denn unter den Gefangenen erkennt Aida ihren Vater, während der Pharao dem gefeierten Feldherren Radamès die Hand seiner Tochter anbietet. Als Radamès um Aidas willen Verrat begeht, liefert Amneris ihn dem Gericht aus. Zur Strafe lebendig eingemauert, begleitet ihn Aida in den Tod.

Pyramiden, Tempel, Triumphzug und eine schwüle Nacht am Nil – das gehört alles zu Verdis exotischster Oper. Stark der Tradition der Pariser Grand opéra verpflichtet, ist die Oper Aida dennoch kein musiktheatrales Gegenstück zu den Monumentalfilmen der 50er und 60er Jahre. Verdi und sein Librettist Ghislanzoni stellen in den historischen Rahmen eine anrührende, ganz im Privat-Intimen ablaufende Liebesgeschichte. Im Konflikt zwischen Loyalität und Liebe entscheidet sich Radamès für die Liebe.

In italienischer Sprache mit Übertiteln
Oper

Three Tales

Video-Oper von Beryl Korot und Steve Reich
Libretto von Beryl Korot und Steve Reich Uraufführung Wien 2002

"Die drei Erzählungen (Three Tales) erinnern an drei bekannte Ereignisse von Anfang, Mitte und Ende des 20. Jahrhunderts. Alle drei Abschnitte reflektieren die Implikationen des technischen Fortschritts im 21. Jahrhundert, vom Anfang der Luftfahrt über die Weltkriege bis zu der gegenwärtigen ethischen Diskussion über die Zukunft der Menschheit. Diese Diskussion über die physische, ethische und religiöse Seite des Fortschritts der Technik dauert seit 1945 an und wird immer dringlicher.

Die erste Erzählung, Hindenburg, handelt von der Explosion des Zeppelins in Lakehurst in New Jersey im Jahre 1937. Die uneingeschränkt positive Einstellung zur Technik spiegelt sich in historischen Nachrichtenansagen wider. Ausgangspunkt der zweiten Erzählung, Bikini, sind Filmaufnahmen, Fotos und Texte über die Atombombentests auf dem Bikini-Atoll zwischen 1946 und 1954. Es geht auch um die Umsiedlung der Einwohner von Bikini, die fern der westlichen Welt leben, die über ihr Schicksal verfügt. Der Titel der dritten Erzählung, Dolly, stammt von dem Schaf, das 1997 in Schottland geklont wurde. Hier stehen die Idee des menschlichen Körpers als Maschine, die Gentechnik, die Entwicklung der Technik und die Robotik im Mittelpunkt.

Three Tales ist eine neue Art Musiktheater, in der historische Film- und Videoaufnahmen, gefilmte Interviews, Fotos, Texte und mit einer besonderen Technik gebaute Standbilder auf dem Computer digital erzeugt, wieder auf Videoband gespielt und auf eine große Leinwand projiziert werden. Sechzehn Musiker und Sänger agieren neben der Leinwand auf der Bühne." (Steve Reich)

In englischer Sprache mit Übertiteln
Theater

Im weißen Rössl

Operette von Ralph Benatzky

Text von Ralph Benatzky, Hans Müller, Erik Charell Liedtexte von Robert Gilbert

„Im Salzkammergut da kann man gut lustig sein“ – das würde auch für den Kellner Leopold Brandmeyer gelten, wäre er nicht hoffnungslos in seine Chefin, die Rössl-Wirtin Josepha Vogelhuber, verliebt. Diese bevorzugt aber den Stammgast und Rechtsanwalt Dr. Siedler. Ebenjener ist jedoch ganz vernarrt in die Tochter des Berliner Fabrikanten Giesecke, der allerdings gerade gegen Dr. Siedlers Mandanten, den „schönen Sigismund“ prozessiert. Da sind Streitigkeiten und Liebeswirrungen unter den Mitarbeitern und Gästen des Weißen Rössls vorprogrammiert. Leopold sorgt mit seinem kupplerischen Charme und aufmüpfigen Benehmen zusätzlich für den einen oder anderen Zwischenfall – und damit noch lange nicht genug, kündigt plötzlich auch noch Kaiser Franz Joseph sein Kommen an …

Die bissige Parodie auf die österreichische Touristenidylle am Wolfgangsee entwickelt revueartig und temporeich die Verstrickungen von Liebes- und Konkurrenzgeschichten rund um das Weiße Rössl. Obwohl das Stück heute meist als Operette bezeichnet wird, kann es als eine Frühform des deutschen Musicals verstanden werden und wurde in der Verfilmung von 1960 zum meistgespielten deutschen Musikfilm. Ralph Benatzky kombinierte geschickt Volksmusikelemente, Tanzrhythmen der Zeit, Marschkapellen und große, schlagerhafte Liebesduette. In der 2009 erarbeiteten Rekonstruktion der von Eduard Künneke instrumentierten Uraufführungsfassung kommen durch eine zusätzliche Jazzband die swingenden Klänge der 1930er Jahre noch stärker zur Geltung.

Film ab-Tipp:
Im weißen Rößl (Deutschland 1960) mit Peter Alexander, Waltraud Haas
Im weißen Rössl – Wehe du singst! (Deutschland 2013) mit Diana Amft, Tobias Licht, Armin Rohde

Musikalische Leitung: Samuel Bächli
Inszenierung: Guy Montavon
Bühnenbild: Hartmut Schörghofer
Kostüme: Frauke Langer
Choreografie: Jessica Krüger
Tanz

Reprise

Tanztheater von Ester Ambrosino

Reprise spürt dem Zeitgeist der beginnenden 1920er Jahre in Deutschland nach. Eine Zeit, die künstlerisch neue und avantgardistische Entwicklungen befördert hat, die als Reaktionen auf die sozialen und politischen Umwälzungen in Folge des ersten Weltkriegs gelesen werden können. Dabei setzen sich drei Darsteller*innen mit einem ungewöhnlichen Bewegungsrepertoire auseinander, das unter anderem zeitgenössische Tänze, wie Charleston, aufgreift. Die tänzerische Auseinandersetzung wird durch Texte und Briefe von Zeitgenoss*innen sowie durch Gedanken aus der Feder der Mitwirkenden ergänzt. Musikalisch wird der Abend unter anderem mit einem Werk von Paul Hindemith, einem der prägendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts, begleitet. Seine Komposition Des kleinen Elektromusikers Lieblinge. 7 Stücke für 3 Trautonien wird durch die musikalische Bearbeitung von Michael Krause verfremdet und neu interpretiert.

Kooperation des Tanztheater Erfurt, des DNT Weimar und des Theaters Erfurt im Rahmen des Projektes TanzWert, gefördert von TANZPAKT Stadt-Land-Bund aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie durch die Thüringer Staatskanzlei.

Konzept, Choreografie: Ester Ambrosino
Musikalische Bearbeitung: Michael Krause
Bühne und Kostüme: Ester Ambrosino
Dramaturgie: Lisa Evers
Projektleitung: Susanne Ogan
Theater

Es liegt in der Luft

"Ein Spiel im Warenhaus" von Mischa Spoliansky

Vergessene Zwillinge, die zum „Inventar“ werden, Freundinnen, die denselben Mann lieben, sich aber nicht die Augen auskratzen, sondern ihrem Kaufrausch frönen oder ein kleptomanisch veranlagtes Gaunerpärchen sind nur einige der Figuren, die eine Rolle im Kosmos Kaufhaus zwischen Saisonschlussverkauf, Fundbüro und Umtauschkasse spielen.

Mit ihrem Titelsong Es liegt in der Luft verspottete das Erfolgsduo Schiffer und Spoliansky schwungvoll den neuen, sachlichen Zeitgeist und nahm in seiner Revue gleichzeitig die sich gerade etablierende Konsumgesellschaft aufs Korn, für die Warenhauspaläste zu einem Einkaufs- und Ausflugserlebnis wurden. In einer Aneinanderreihung kleiner Szenen brachten die beiden, satirisch zugespitzt, das Lebensgefühl der Goldenen Zwanziger auf den Punkt: das Schwanken zwischen Konsum und Langeweile, Vergnügungssucht und Sachlichkeit, Mondänität und Melancholie.

Mischa Spoliansky und Marcellus Schiffer verhalfen mit ihren treffsicheren Anspielungen auf den „new way of life“ ihrer 1928 uraufgeführten Kabarett-Revue zu großem Erfolg. Der Titelsong sowie das einmalige Duett Wenn die beste Freundin mit der besten Freundin – damals gesungen von der noch unbekannten Marlene Dietrich und Margo Lion – zählen zu den unvergesslichen Songs, die noch heute begeistern.

Nach der erfolgreichen Produktion der Kaufhausoperette Rufen Sie Herrn Plim! 2014 im Erfurter Breuninger Warenhaus findet der Abend Es liegt in der Luft erneut an diesem Originalschauplatz statt
Oper

Macbeth

Oper von Giuseppe Verdi in vier Akten

Text von Francesco Maria Piave
UA Florenz 1847/Paris 1865

Für seine erste Shakespeare-Vertonung wählte Verdi eine der düstersten Tragödien von beinahe antiker Schicksalshaftigkeit. Neben der Charakterisierung der Titelfigur galt der Figur der Lady Macbeth die besondere Aufmerksamkeit des Komponisten. Seine Forderung nach einer – je nach Situation – auch „hässlichen“ sprachlichen, gesanglichen und szenischen Rollendarstellung ist bezeichnend für Verdis musikdramatischen Instinkt.

Der schottische Edelmann Macbeth trifft auf eine Gruppe Hexen, die ihm eine merkwürdige Prophezeiung machen: Sie weissagen ihm die Ernennung zum Herrn von Cawdor und als nächsten Schritt die Königskrone. Als sich die erste Vorhersage kurz darauf ohne sein Zutun erfüllt, zieht Macbeth – von seiner Ehefrau angestachelt – eine fatale Konsequenz: Er nutzt die Anwesenheit des Königs, der als Gast in sein Haus gekommen ist, um ihn im Schlaf heimtückisch zu ermorden.

Da es ihm gelingt, den Verdacht von sich abzulenken, erlangt Macbeth tatsächlich die ersehnte Königswürde. Von da an geraten er und Lady Macbeth in eine Spirale von Gewalt, Schuld und Wahnsinn. Der wiederum von den Hexen prophezeite Niedergang ist jedoch nicht aufzuhalten.

Musikalische Leitung: Joana Mallwitz
Inszenierung: Pamela Recinella
Bühnenbild: Hartmut Schörghofer
Kostüme: Hank Irwin Kittel

In italienischer Sprache mit Übertiteln
Aufführungen / Konzert Philharmonisches Orchester Erfurt Erfurt, Theaterplatz 1
Aufführungen / Theater Galli Theater Weimar Weimar, Windischenstr. 4
Aufführungen / Theater Theaterhaus Jena Jena, Schillergässchen 1
Aufführungen / Theater Theater Waidspeicher Erfurt, Domplatz 18
Aufführungen / Theater Galli Theater Weimar Weimar, Windischenstr. 4
Aufführungen / Kabarett Kabarett "Das Lachgeschoss" Erfurt, Futterstraße 13
Aufführungen / Theater Landestheater Eisenach Eisenach, Theaterplatz 4 - 7
Aufführungen / Theater Sommertheater Tiefurt Weimar, Hauptstr. 14
Aufführungen / Theater Tanztheater Erfurt Erfurt, Dalbergsweg 2a

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