DEUTSCHES ARCHITEKTURMUSEUM
FRANKFURT AM MAIN

Das Deutsche Architekturmuseum in Frankfurt am Main wurde 1979 gegründet. Bis 1984 baute der international renommierte Architekt Oswald Mathias Ungers das zukünftige Domizil eine historistische Villa am Mainufer, zu einem Museum um.
Der Museumsbau selbst avancierte schnell zu einer weltweit bekannten Inkunabel der Postmoderne. Im Mittelpunkt von Ungers weißer Museumsarchitektur steht eine kubische Konstruktion im inneren Kern des historischen Gebäudes - ein Haus im Hause. Was im Untergeschoss als eine einfache Stützenkonstruktion mit Baldachin beginnt, verdichtet sich nach oben zunehmend und gipfelt unter dem Oberlicht des Dachgeschosses in eine abstrakte Hausfigur mit Schrägdach. Ungers Architektur schafft nicht nur einen Rahmen für die Architektur, sondern entfaltet mit elementaren Mitteln auch das "Thema der Architektur".

Hauptaufgabe des Hauses war es von Anfang an, ein internationales Diskussionsforum für aktuelle Fragen der Architektur zu bieten. Drei bis vier große Wechselausstellungen im Jahr behandeln thematische, biographische, stilistische oder gattungsbezogene Themen der Architektur des 20 und 21. Jahrhunderts. Die seit 2001 im dritten Obergeschoss des DAM eingerichtete Aktuelle Galerie präsentiert kleinere Ausstellungen zu aktuellen Fragen. Symposien, Kongresse und eine dichte Folge von Vorträgen begleiten und erweitern das Ausstellungsprogramm, hinzu kommen zahlreiche Ausstellungskataloge und eine umfangreiche eigene Publikationsreihe. Die Dauerausstellung des Museums "Von der Urhütte zum Wolkenkratzer" gibt kleinen und großen Besuchern anhand von 25 illusionistischen Modellpanoramen einen Überblick über die bedeutendsten Phasen der Architektur- und Siedlungsgeschichte von der älteren Steinzeit bis in die jüngste Gegenwart.

Einen wertvollen Beitrag zu den Ausstellungen, aber auch für wissenschaftliche Forschungen leistet die Archivsammlung des Hauses. Sie befindet sich in der Nähe des Südbahnhofs (Hedderichstraße) in einer von Max Dudler umgebauten ehemaligen Stempel-Farbrik. Das Archiv umfasst zurzeit rund 200.000 Pläne und Architekturzeichnungen und ca. 600 Modelle unterschiedlichster Herkunft und Eigenart. Die Schwerpunkte liegen dabei auf der Architektur und dem Städtebau der Moderne und der Postmoderne - darunter befinden sich bedeutende Arbeiten von Mies van der Rohe, Hans Poelzig, Aldo Rossi oder Frei Otto und Zaha Haddid. Jüngst hinzugekommen sind die Vorlässe von Rob Krier und Gottfried Böhm, sowie der Nachlass von dessen Vater Dominikus Böhm.
Die Bibliothek des DAM ist öffentlich zugänglich und umfasst rund 25.000 Bände Literatur und Zeitschriften zu zahlreichen Themen der Architektur, des Städtebaus, des Designs und benachbarter Disziplinen.

AKTUELLE SONDERAUSSTELLUNGEN

DAM PREIS FÜR ARCHITEKTUR IN DEUTSCHLAND 2011

Die 23 besten Bauten in\aus Deuschland

Sa, 28.1.2012 - So, 29.4.2012

Das Deutsche Architektur Jahrbuch gibt jedes Jahr einen elementaren Überblick über aktuelle deutsche Architektur im In- und Ausland. Seit 2007 werden die im Jahrbuch aufgenommenen Bauten mit Modellen und Fotos in einer Ausstellung präsentiert, in deren Mittelpunkt der Gewinner des DAM Preises steht. Diesjähriger Gewinner ist die Rekonstruktion des Ostflügels des Museums für Naturkunde in Berlin von Diener & Diener Architekten. Die Jury stimmte einstimmig für die sensible Rekonstruktion und die darin untergebrachte innovative öffentliche Schausammlung.

In der Jurybegründung heisst es, dass es Diener & Diener mit der Rekonstruktion gelungen ist, einen “neuen Klassiker für den Umgang mit dem Bestand zu schaffen, wie dies schon Hans Döllgast vor 54 Jahren mit dem Wiederaufbau der Alten Pinakothek in München gelang”. Besonders mit dem Einsatz detaillierter Betonabgüsse der noch bestehenden Klinkerschichten und deren präziser Verzahnung mit dem Bestand wurde aus dem Bau “ein Vexierspiel der Zeit und der Materie. In das Neue, welches das verlorene Alte ersetzt, wird die Spur des Alten gegossen.”

Das Deutsche Architektur Jahrbuch 2011/2012 erschien zur Frankfurter Buchmesse 2011 im Prestel-Verlag, München und ist bereits im Buchhandel und im Deutschen Architekturmuseum erhältlich.

Führungen: Sa + So 16 Uhr

Ort:

3. OG

SCHNEIDER + SCHUMACHER

Sa, 10.12.2011 - So, 29.4.2012

Anlässlich der Fertigstellung des Städel Museums und des Umbaus des Silver Towers der Dresdner Bank zur Bahnverwaltung präsentiert das Architekturbüro schneider+schumacher seine Arbeit. Die ausgewählten Projekte werden anhand von großformatigen Projektionen in einer eigens für das DAM von Meso entworfenen Installation gezeigt. Neue Fotos von Kisten Bucher, die in authentischer Weise eine Momentaufnahme der Gebäude von außen und innen zeigen, verdichten sich mit Archivbildern und Klängen zu einer atmosphärischen Raum-Choreographie, welche die Arbeit und Intension des Büros zeigt.

Die Ausstellung markiert den Beginn einer neuen Reihe zu Architekten im Rhein-Main Gebiet.

Ort:

Deutsches Architekturmuseum, 1.OG

WOHA. Architektur atmet

Fr, 2.12.2011 - So, 29.4.2012

Manche ihrer Bauten erinnern an kühne Zukunftsvisionen, wo sich die Pflanzen die Umwelt zurückerobern. Die Architekten WOHA aus Singapur – Wong Mun Summ und Richard Hassell – realisieren die Durchdringung von Gebäude und Landschaft, von Innen- und Außenräumen an Projekten wie der Singapurer School of the Arts oder dem zukunftsweisenden Wohnhochhaus The Met in Bangkok, das 2010 mit dem Internationalen Hochhaus Preis ausgezeichnet wurde. Themen wie Mehrwert durch Gemeinschaftsflächen sowie Durchlässigkeit für Klima und Natur werden in der ersten monografischen WOHA Ausstellung am Beispiel der tropisch-offenen Einfamilienhäuser, der grünen Hochhäuser und noch unvollendeter Projekte vorgestellt. So soll das Singapurer Büro- und Hotelensemble PARKROYAL ON PICKERING künftig „verschwinden und nur die Pflanzen widerspiegeln“.

Ort:

Deutsches Architekturmuseum, EG

DAUERAUSSTELLUNG

Von der Urhütte zum Wolkenkratzer

Die Dauerausstellung ist während der Umbauarbeiten bis Ende November 2010 geschlossen.

Die Dauerausstellung des DAM "Von der Urhütte zum Wolkenkratzer" zeigt die umfangreichste Sammlung von Modellpanoramen zur Architekturgeschichte in Deutschland. In 24 illustionistischen Großmodellen wird die Entwicklung der vom Menschen gestalteten Umwelt veranschaulicht.

Am Beginn steht ein aus Ästen und Laub gefertigtes Dach, der älteste nachweisbare Schutz des Menschen am Strand von Nizza ca. 400.000 v.Chr.

Die Sammlung umfasst ferner die berühmten Terrassentempel der ägyptischen Pharaonen in Dêr el-Bahari, das prächtige Forum in Pompeji, das das römische Staatswesen par excellance veranschaulicht und unter anderem die Renaissance-Idealstadt des humanistisch geprägten Papstes Pius II.

Die in Deutschland gelegene barocke Kleinstadt Arolsen mit ihrer Schlossanlage verkörpert den absolutistischen Geist des frühen 18. Jahrhunderts, während das nach einer Zeichnung von Gustave Doré gefertigte Modell eines Londoner Elendsviertels die Folgen der Industrialisierung veranschaulicht.

Der von Joseph Paxton für die Weltausstellung 1851 geschaffene Kristallpalast steht für die Ingenieurleistungen in der Architektur. Seine Sklettkonstruktion war Wegbereiter für die Hochhäuser der Metropolen des 20. Jahrhunderts.

Diesen neuen Bautypus vergegenwärtigt einen Blick auf die Sykline von Manhatten und das Modell des Frankfurter Main Towers, ein High-Tech-Gebäude des 21. Jahrhunderts.

Deutsches Architekturmuseum

Schaumainkai 43
D-60596 Frankfurt am Main

Telefon: +49 (0)69-212 38844
Fax: +49 (0)69-212 37721
E-Mail: info.dam@stadt-frankfurt.de

Öffnungzeiten
Di, Do - So 11:00 - 18:00
Mi 11:00 - 20:00
Montag geschlossen

Eintrittspreise
Erwachsene 6,- €
Kinder, Schüler, Studenten, Schwerbehinderte 3,- €
mit DAM-Jahreskarte freier Eintritt