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Schauspielhaus Bochum

In Bochum steht ein Schauspielhaus. Groß und stolz. Das schönste Theater der Welt, sagt man in Bochum. Die Adresse ist fürstlich: Königsallee. Der Eindruck von außen: ein Schiff, abfahrbereit der Stadt entgegenblickend.

Seit jeher bedeutet die Bühne die Welt, und deshalb soll die Welt auch hinein in dieses Theater. Sie darf es sprengen, ausdehnen, bis sich die weißen Säulen am Portal biegen, so wie in unserem neuen Signet: die Welt im schönsten Theater der Welt, zu Hause.
Und umgekehrt auch: ein Theater, das sich den Fragen der Welt stellt.

Aufbruch und neue Vielfalt verspricht die Spielzeit 2018/2019. Ein Aufbruch von sattsam bekannten Sichtweisen und Konventionen. Und ein Aufbruch in eine neue Zeit für das Schauspielhaus Bochum, in der kulturelle, politische und soziale Vielfalt
sein Gesicht prägen – so, wie sie es mit der Welt ja auch tun und mit unserer Heimat, dem Ruhrgebiet.

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Schauspielhaus Bochum
Königsallee 15
D-44789 Bochum

Telefon: +49 (0)234 / 3333-5555
Fax: +49 (0)234 / 3333-5512

 

THEATERKASSE:
Königsallee 15
44789 Bochum
Tel. 0234 / 33 33 55 55
Email tickets@schauspielhausbochum.de
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Kindertheater

Ton

von Barbara Kölling
Für Menschen ab 2 Jahren

Uraufführung: 25.09.2021

Alles beginnt mit der Erde, diesem riesigen Erdklumpen! Aus Erde entstehen die Dinge. Man kann sie formen, gestalten. Ist das ein Klumpen oder ein Kopf? Die Schauspielerin Karin Moog und die Musikerin Maika Küster entwickeln gemeinsam Bilder und Klänge. In ihrer Ton- und Klangwerkstatt entstehen Wesen mit einem eigenen Kopf. Es wird geformt und gestaltet, gematscht und gelacht. Und genauso schnell, wie alles entsteht, kann es auch wieder vergehen. In diesem Stück für Menschen ab 2 Jahren spielen der Ton und die Töne miteinander, es klingt und tönt, es wird geknetet und geformt. „Es sind die Kinder, die mich zu einer gewissen Abstraktion in der Arbeit geführt haben. Interessanterweise vor allem die kleinen Kinder. Gleichzeitig entsteht gerade im Kontakt mit kleinen Kindern der Wunsch, auf ihre absolute Offenheit zu reagieren, ihnen behutsam und ebenso wach zu begegnen. Wahrnehmen mit allen Sinnen und mit dem gesamten Körper.“ Barbara Kölling

Regie: Barbara Kölling
Bühne: Ingrid Pons i Miras
Kostüme: Lasha Iashvili
Musik: Maika Küster
Lichtdesign: Bernd Kühne
Dramaturgie: Cathrin Rose

Mit: Maika Küster, Karin Moog

Gefördert durch Neue Wege. Kommunale Theater & Orchester in NRW

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Schauspiel

Passion I und II

nach Michail Bulgakow, aus dem Russischen von Alexander Nitzberg

Premiere: 8.10.2021

Worauf zu vertrauen, woran sich zu halten ist, daran entzünden sich heute wie immer die großen Diskussionen. Was Fakt, was Glaube, was wirklich ist – wer entscheidet?

Vielleicht der Teufel. Just der fällt als schwarzer Magier Voland im Moskau der 1930er Jahre ein, lässt Köpfe fallen und wieder an ihren Platz setzen, Geldscheine regnen und zu Konfetti zerfallen, verwandelt Menschen in Tiere oder zaubert sie an ferne Orte, verhöhnt die Behörden, Literaturredakteure, ja überhaupt die Obrigkeit und die, die an sie glauben, und lässt so schnell die Psychiatrie überquellen. Mit seiner schrillen Bande zeigt er den Menschen gleichmütig, dass ihre Welt auf Gier, Betrug und Feigheit gebaut ist, und erweist sich weniger als Gottes Gegenspieler denn als großer Metaphysiker. Ist also er es, der entscheidet, was richtig, was falsch ist, ja was überhaupt ist.

Oder ist es die Liebe? Der verhilft er zu ihrem Happy End, wenngleich vielleicht nicht auf Erden – Margarita sucht nach ihrem Geliebten, einem „Meister“ genannten Schriftsteller, wird zur besenreitenden, himmelsstürmenden Ballkönigin Volands und daraufhin mit dem Wiedersehen des Geliebten belohnt. Dass ihre Liebe erst nach dem Gifttod lebbar sein wird – geschenkt.

Oder ist es der Staat, der entscheidet, was sein darf, was nicht? Im Roman Bulgakows, der zu dessen Lebzeiten nicht veröffentlich werden durfte, obgleich – oder gerade weil – Stalin zu Bulgakows Leser*innen gehörte, steckt ein Roman, der ebenfalls unveröffentlicht bleibt: Der Meister schrieb ihn über den gequälten Pontius Pilatus, der Jeschua Ha-Nozri lieber retten möchte und es doch nicht tut, über Levi Matthäus, der die Geschichte Jeschuas mit gravierenden Folgen recht eigenwillig weitergibt, über Judas, der verrät und bestraft wird. Angesichts der Zensur des Staates wirft der Meister sein Manuskript ins Feuer und verbirgt sich in der psychiatrischen Klinik. Doch Margarita rettet den Text, der sich zunehmend in die Realität (welche genau?) des Romans einschreibt, bis der Meister und Margarita, Pontius Pilatus und der Teufel, Moskau, Bulgakow und wir alle wie in einem Strudel in ihm aufgesogen werden: „Mir nach, Leser“, ruft es aus dem Buch. Und wir entscheiden.

Regie, Bühne: Robert Borgmann
Kostüm: Helen Stein, Magdalene Schön
Lichtdesign: Carsten Rüger
Dramaturgie: Angela Obst

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Schauspiel

Der Kissenmann

von Martin McDonagh
aus dem Englischen von Martin Molitor und Christian Seltmann

Premiere: 16.10.2021

Auf den ersten Blick ist Der Kissenmann eine monströse Kriminalgeschichte: Zwei Kinder sind tot, ein Mädchen wird vermisst. Die Polizeiinspektoren Tupolski und Ariel stoßen auf eine Erzählung, die sich gespenstisch mit dem realen Verbrechen deckt. So landet deren Autor Katurian in ihrem Verhörraum: Sind seine blutigen Texte, alle voller malträtierter Kinder, Anleitungen für die Morde gewesen oder gar Insiderwissen eines Täters? Und was hat Katurians Bruder Michal, der im Verhörraum nebenan festgehalten wird, mit allem zu tun?

Auf den zweiten Blick zeigen sich unzählige Fallstricke, die aus dem Kriminalfall ein virtuoses Spiel mit Fakt und Fiktion machen: So verbindet die beiden Brüder ein dunkles Familiengeheimnis, das mit realer Gewalt und literarischer Ermächtigung zu tun hat. Auch die beiden Cops, deren Hang zur Selbstdemontage zuweilen beeindruckend ist, zeigen traumatische Wunden. Hinzu kommt, dass sich Brüder und Ermittler in einem totalitären Staat befinden, in dem ein Verdacht als Beweis, eine Aussage unter Folter als legitimes Geständnis gilt und statt eines ordentlichen Gerichtsverfahrens schnelle Exekution droht. Doch stellen sich die Schmerzensschreie von Katurians Bruder, der angeblich nebenan misshandelt wird, als fingiert heraus, das Blut an den Händen des Polizisten als unecht, die präsentierten Leichenteile als Fake und das vermisste Mädchen als quicklebendig. Was und wem zum Teufel ist hier zu glauben?

Martin McDonagh, als Dramatiker (Der Leutnant von Inishmore), Drehbuchautor und Regisseur (Three Billboards Outside Ebbing, Missouri; Brügge sehen … und sterben?) für seinen Humor der Finsternis berühmt, hat in Der Kissenmann eine pulp fiction entworfen, die Tarantino das Fürchten lehren würde. Wo hier die Wahrheit, wo die Lüge, wo Realität, wo Fantasie anzutreffen sind, wird zur diabolisch jonglierten Verhandlungsmasse: „Es geht darum, dass man sich fragen soll, was die Lösung ist, aber in Wirklichkeit gibt es gar keine Lösung, und es gibt nichts Schlimmeres als das, oder? Als das beides zusammen.“

Guy Clemens, Ensemblemitglied am Schauspielhaus Bochum (zu sehen u. a. in Asche zu Asche), gibt mit Der Kissenmann sein Regiedebüt. Mit vier Spielerinnen begibt er sich auf eine Reise zu den versehrten Kindern in uns allen und sucht im Labyrinth der unendlichen Möglichkeiten, das sich Literatur nennt, nach einer wirklich guten Geschichte.

Regie: Guy Clemens
Bühne, Kostüm: Katrin Bombe
Lichtdesign: Jan Hördemann
Videodesign: Anne Rietmeijer
Dramaturgie: Angela Obst

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Schauspiel

Ödipus, Herrscher

nach Sophokles

Premiere: 17.10.2021

Die Geschichte ist notorisch und schnell erzählt. Dem Laios, Vater des Ödipus, wird vom Orakel vorhergesagt, dass sein erstgeborener Sohn ihn erschlagen und seine Mutter heiraten werde. Daraufhin gibt er Ödipus nach dessen Geburt zum Sterben fort, der wird aber gerettet, wächst bei Zieheltern auf, hört später, dass dies nicht seine wirklichen Eltern seien, macht sich auf, das Orakel zu befragen, versteht aber die Weissagung nicht, erschlägt auf dem Rückweg seinen Vater Laios als Unbekannten, zieht in Theben ein, löst dort das Rätsel der Sphinx, wird Herrscher und heiratet Jokaste, seine Mutter.

Das alles ist schon geschehen, wenn die Tragödie einsetzt, sie beschäftigt sich damit, diesen Inzest aufzuklären, ans Tageslicht zu holen, und endet damit, dass Jokaste sich das Leben nimmt, Ödipus sich die Augen aussticht und Theben verlässt.

Aber worum geht es wirklich in diesem Stück, das beinah jeder kennt, zumindest verbinden sehr viele Menschen mit Ödipus den Wunsch, mit der Mutter zu schlafen und den Vater zu töten.

Was bedeutet das große Schweigen der Menschen, von denen, so scheint es, ein jeder weiß, oder wissen könnte, was da passiert ist. Wer oder was wird durch die zähe und beharrliche Verhandlung geschützt … ist es der Glaube an die Götter? Ist es das böse Geheimnis hinter einer erfolgreichen Herrschaft, die sich einmal mehr beweisen soll und das nicht kann? Ist es eine Sicht auf die Welt, die sich aber radikal verändern muss, damit die Schöpfung bestehen bleiben kann? Johan Simons entwirft eine andere Lesart dieses berühmten Textes, in der Jokaste dem Ödipus das Opfer verweigert und in der sie nicht stirbt.

Regie: Johan Simons
Bühne: Nadja Sofie Eller
Kostüme: Greta Goiris
Mitarbeit Kostüme: Flora Kruppa
Lichtdesign: Bernd Felder
Musik: Mieko Suzuki
Mitarbeit Musik: Lukas Tobiassen
Sounddesign: Will-Jan Pielage
Video: Florian Schaumberger
Dramaturgie: Susanne Winnacker

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Schauspiel

Schande (Disgrace)

nach J. M. Coetzee
aus dem Englischen von Reinhild Böhnke

Premiere: 30.10.2021

Im Mittelpunkt von J. M. Coetzees Roman Schande (Disgrace) von 1999 steht eine Figur, die lange selbstverständlich im Besitz der höchsten (aufmerksamkeits-)ökonomischen Macht war und mittlerweile unter heftigem Beschuss steht: ein älterer, weißer, heterosexueller, privilegierter Mann. David Lurie, alleinstehender gelangweilter Professor für Kommunikationswissenschaft und Experte für englische Romantik an einer Universität in Kapstadt, findet sich aufgrund einer Affäre mit einer Studentin plötzlich vor einem internen Untersuchungsausschuss wieder, verliert seine Stelle und steht vor dem Nichts. Er zieht aufs Land, zu seiner Tochter Lucy, die auf sich allein gestellt versucht, eine Farm zu bewirtschaften. Dort schreibt er an einer Oper über Byron und wird zunehmend zum „Hunde-Mann“, der in einer Tierklinik angesichts des Verbrennens der Tierkadaver über die nicht nur menschliche Würde nachdenkt. Hier draußen in der Provinz ist die Machtkonstellation eine andere als die, von der David Lurie bisher profitiert hat, jedoch wiederum eine asymmetrische: Lucy als Weiße, lesbische Frau, Nachkommin der Kolonialisten, ist umgeben von den aufstrebenden Schwarzen Männern der postkolonialen südafrikanischen Gesellschaft. Ihr Angestellter Petrus hat nachbarliches Land gekauft und gewinnt zunehmend an ökonomischer Potenz, während für Lucy fraglich ist, wie lange sie noch finanziell überleben wird. Eines Tages wird sie vergewaltigt, ohne dass ihr Vater ihr helfen kann. Petrus kennt die Täter – doch Lucy und ihr Vater haben gänzlich gegensätzliche Ansichten darüber, was nun zu tun ist …

Coetzees Roman spielt etwa fünf Jahre nach dem offiziellen Ende der Apartheid in Südafrika und fängt in der umfassenden Krise seiner Hauptfigur die Umbruchsituation einer (post-kolonialen) Gesellschaft ein, in der sich alte Gewissheiten auflösen und neue noch in Verhandlung sind. Dabei sind die asymmetrischen Zuschreibungen permanent fluid, in Bewegung: Wer bestimmt und steht für die (neue) Ordnung, die Norm, wer nicht? Wer ist Täter*in, wer Opfer? Woraus konstituiert sich eine Identität? Ohne den Preis zu verleugnen, der gezahlt wird von allen Seiten, spürt der Text der Frage nach, wie im menschlichen Fallen die Suche nach Würde beginnen kann.

Regie: Oliver Frljić
Bühne: Igor Pauška
Kostüm: Nicole Timm
Musik: Daniel Regenberg
Lichtdesign: Bernd Felder
Dramaturgie: Angela Obst, Dorothea Neweling

Im Rahmen von Zehn X Freiheit – eine Veranstaltung des Regionalverband Ruhr in Kooperation mit den RuhrBühnen

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Schauspiel

Wer hat meinen Vater umgebracht

Premiere: 31.10.2021

Édouard Louis ist jung und zornig und erhebt seine Stimme gegen jede soziale Ungerechtigkeit. Sein Credo als Schriftsteller lautet: „Literatur muss kämpfen, für all jene, die selbst nicht kämpfen können.“ Louis weiß, wovon er spricht. Als Jugendlicher verlässt er sein Zuhause, weil er die Enge nicht länger erträgt, die Ablehnung und Gewalt, die er von seinen Eltern, vor allem seinem Vater, erfährt. Er beginnt ein neues Leben als junger schwuler Mann in Paris, macht aus seiner Lebensgeschichte einen Roman, das wütende Dokument einer Selbstbefreiung: Das Ende von Eddy. Er wird der Shootingstar der Literatur- und Intellektuellenszene Europas. Aber er ist nicht fertig mit der Geschichte seiner Familie – die auch die Geschichte einer Generation und eines Landes ist. Als Kind hat Louis miterlebt, wie sein Vater nach einem Arbeitsunfall Opfer der Sozialkürzungen wurde und nur noch als Straßenfeger arbeiten konnte. Richtete sich Louis’ Wut in seinem ersten Buch gegen seine Eltern, ist er in Wer hat meinen Vater umgebracht voller Mitgefühl für seinen Vater und versteht nun dessen Wutausbrüche und Verzweiflung. Seine Rückkehr zu ihm wird zu einer tief bewegenden Hommage an den eigenen Vater und dessen gescheiterte Träume.

Und mehr als das. Es ist das Porträt von Menschen, die als Schwächste in der Gesellschaft keinen Platz haben. Menschen, die übersehen und zurückgelassen werden, von Sozialpolitiker*innen, von den Herrschenden, über Jahrzehnte hinweg. Édouard Louis rechnet ab: mit einem System und seinen Entscheidungsträgern. „Ich will, dass diese Namen ebenso unvergesslich werden wie Shakespeares Richard III. oder Jack the Ripper.“

Der junge polnische Regisseur Mateusz Staniak bringt diesen emotionalen und dringlichen Stoff in einer Region auf die Bühne, die mit dem Ende des Bergbaus und dem Beginn der postindustriellen Zeit mit ähnlichen gesellschaftlichen Fragen konfrontiert ist. „Das Kernproblem unseres politischen Systems ist, dass es immer noch auf Erfahrungen von privilegierten Menschen basiert, für die Begriffe wie ,Armut‘ und ,nichts haben‘ völlig abstrakt sind“, sagt er. „Daraus folgen Stigmatisierung von Menschen und der Verlust ihrer Würde. Sie erzeugen einen Domino-Effekt, der zu Entfremdung und Hoffnungslosigkeit führt. Unsere Aufgabe ist es, die unterdrückende Macht zu verstehen, die durch die ungleiche Verteilung von Wissen und Besitz entsteht.“ Wer hat meinen Vater umgebracht ist sein Regiedebüt in Deutschland.

Based on the book: Qui a tué mon père
Copyright ã 2018, Edouard Louis. All rights reserved

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© Jörg Brüggemann / Ostkreuz
4 Schauspiel

Das neue Leben

where do we go from here
frei nach Dante Alighieri, Meat Loaf und Britney Spears

Und jetzt stellen wir uns vor: Wir sind neun Jahre alt und treffen die Liebe unseres Lebens. Wir treffen sie nicht wirklich, es ist nur ein Blick. Aber wir sind wie geblendet. Mit 18 sehen wir sie wieder: ein Gruß (kein Kuss) von ihr, weit weg. Und eigentlich war es das auch schon. Kein Wort, kein Kontakt. Doch unser ganzes Leben werden wir dieser Liebe widmen.

Dann geht es uns wie Dante Alighieri. Ein Italiener, im Jahr 2021 jährt sich sein Todestag zum 700. Mal, einer der größten Schriftsteller Europas aller Zeiten. Aber das ist jetzt erst einmal zweitrangig. Versetzen wir uns in seine Lage, seine und die seiner Angebeteten. Beatrice! Scheu bleibt er auf Distanz. Denn sobald er sich ihr nähert, verliert er die Fassung und wird ausgelacht. Er täuscht sogar andere Beziehungen an, um seine wahre Liebe zu vertuschen. Das macht es am Ende nur schlimmer. Als die Pest wütet und Beatrice jung verstirbt, hat er nichts erreicht – außer einem Stapel glühender Liebesgedichte und Liebeslieder. Was nützt die Liebe in Gedanken? Viel. Wie in einem Tagebuch bündelt er in Das neue Leben seine Erlebnisse, Träume, auch spirituelle Zahlenmystik und vor allem seine jugendliche Liebeslyrik, die er für das Publikum interpretiert wie Schulgedichte, um sicherzugehen, dass auch ja alle ihn verstehen. Für Dante beginnt ein neues Leben durch innere Erneuerung. Sein Werk steht auch dafür, wie Dichtung durch Liebe inspiriert wird. Am Ende gilt ein Wunsch: Dante will Beatrice wiedersehen. Und hierfür schreibt er, rund 20 Jahre später, sein Jahrtausendwerk: Die Göttliche Komödie. Ein Ritt durch Hölle, Fegefeuer bis ins Paradies – wo er Beatrice wieder trifft. Und erstmals mit ihr spricht. Auf Erden nicht möglich, im fiktiven Himmel schon.

Die Hoffnung auf eine zweite Chance hat jede*r schon einmal verspürt. Auf einen Neuanfang. Wie macht man das eigentlich, fragt sich Regisseur Christopher Rüping bei seiner ersten Arbeit am Schauspielhaus Bochum. Seine Inszenierungen sind ebenso zarte wie überschwängliche Abende, in denen die Spielenden sich und dem Publikum frei begegnen können und die ihn zu einem der prägenden Regisseur*innen im deutschsprachigen Theater gemacht haben. Mit dem Ensemble begibt er sich auf eine Erkundungsreise durch Dantes Liebeswelt und die seiner popkulturellen Erben, von Britney Spears bis Meat Loaf. Love is all. Zusammen suchen wir, auch nach dieser langen Zeit verhinderter zwischenmenschlicher Begegnungen: Was kann das neue Leben sein, wenn das alte nicht mehr möglich ist. Wie fangen wir neu an? Where do we all go from here? Beatrice weiß vielleicht eine Antwort.

Auf Grundlage einer Übersetzung von Thomas Vormbaum

Regie: Christopher Rüping
Bühne: Peter Baur
Kostüm: Lene Schwind
Musik: Jonas Holle, Paul Hankinson
Lichtdesign: Bernd Felder
Dramaturgie: Vasco Boenisch

Eine Produktion des Schauspielhaus Bochum, im Rahmen von Transfer Bochum/Zürich

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© Michael Saup
Schauspiel

Das Gespenst der Normalität

von Saara Turunen

Ein Mann, so hellhaarig und hellhäutig, dass man ihn am liebsten als Albino bezeichnen würde, liest eine Traueranzeige vor. So beginnt das Stück. Der „Albino“ wird von einer Frau gespielt. Seine Identität passt in keine Schublade. In der letzten Szene werden wir seine Beerdigung sehen, in der er offen fragt, warum niemand so schöne Dinge wie in der Trauerrede zu ihm gesagt habe, als er noch am Leben war.

Figuren wie er tauchen auf und ab und wieder auf in dem sonderbaren Szenenreigen Das Gespenst der Normalität der finnischen Autorin und Regisseurin Saara Turunen. Der Titel ist inspiriert von Luis Buñuels Film Das Gespenst der Freiheit. Wo der Film die gesellschaftliche Freiheit in surrealistischen Episoden untersucht, bohrt sich das Theaterstück in unsere Vorstellungen vom Normalen und Alltäglichen. Es erzählt von der Sehnsucht nach dem Gewohnten, aber auch von der Bedrohlichkeit des Andersseins, der Angst, sich von der Menge abzuheben.

Minimalistische Szenen, ruhig, manche ganz ohne Sprache, versehen mit einem feinen Humor, fügen sich nahtlos aneinander und entwickeln einen fast filmischen Sog: eine Familie beim Fernsehen, eine kleine Hochzeitsfeier, eine Frau, die Vokabeln lernt, eine Frau beim Paartherapeuten, Schulkinder im Chorunterricht oder junge Männer in einem Nachtclub. Doch diese Idyllen haben feine Risse: Die Welt ist in diesem Stück ein Durchgangszimmer, in dem jede und jeder zu Hause und auch wieder fremd ist. Diese Menschen haben Wünsche und Ängste; sie wollen dazugehören, nicht auffallen, sich frei entfalten oder andere in ihre Schranken weisen. Saara Turunen, Jahrgang 1981, erzählt hiervon in einer ganz eigenen Theatersprache, die eine Entdeckung im deutschsprachigen Theater ist. Sie verfremdet das Gewöhnliche, indem sie eine absurde Welt aus traumartigen Bildern erschafft. Fast so, als wären die skurrilen Melancholiker aus den Filmen von Roy Andersson oder Aki Kaurismäki in die klaustrophobischen Kunst-Tableaus einer Theateraufführung von Susanne Kennedy geraten. Wie das aussieht? Jedenfalls alles andere als normal.

Die finnische Originalversion entstand 2016 am Q-teatteri in Helsinki und dem Tampereen Teatterikesä.

Aus dem Finnischen von Stefan Moster

Regie: Saara Turunen
Bühne: Milja Aho
Kostüm: Laura Haapakangas, Liisa Pesonen
Sounddesign: Tuuli Kyttälä
Choreografie: Janina Rajakangas
Lichtsesign: Erno Aaltonen
Dramaturgie: Dorothea Neweling

Koproduktion mit Turunen Company. Unterstützt von Arts Promotion Centre Finland, Alfred Kordelin Foundation, The Finnish Cultural Foundation, Goethe Institut Finnland & TINFO - Theatre Info Finland

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© Birgit Hupfeld
Kindertheater

Nervt!

von Junge Bühne Bochum, Ensemble und Drama Control
Für Menschen ab 8 Jahren

Am Anfang war Zoom. Und Zoom war Zuhause. Und Zuhause war Zoom. Und alle Dinge waren irgendwie doof. Und alles war so langweilig. Also trafen sich die Drama Control des Theaterreviers und die Junge Bühne Bochum per Zoom und begannen herumzuspinnen. Sie redeten: über das Leben, über das Theater. Über das, was das Leben gut macht, worüber man sich ärgert, und wie man die Dinge ändert. Ein halbes Jahr lang ging das so. Und dann? Dann geht es endlich los! Aus 10.000 Ideen wird ein Theaterstück. Über Knopflöcher, die zu klein sind; Hausaufgaben, die nie fertig werden. Über kratzige Pullover und Eltern, die immer alles entscheiden müssen.

Das Stück heißt: Nervt!. Und es ist laut. Und leise. Fünf Schauspieler*innen feiern die Menschheit. Und das Theater. Sie feiern die Gefühle, die guten wie die schlechten. Und sie feiern die Gemeinschaft, die man so vermisst hat. Sie öffnen die Augen und fordern 24-mal in der Sekunde die Wahrheit. Sie öffnen die Arme und versprechen einen Aufstand! Sie schwingen den Vorschlaghammer und verkünden den schönsten Klang auf Erden. Ja, stimmt. Es nervt. Aber: Fünf Superheld*innen machen sich auf die Suche nach einer guten Lösung! Los geht’s!

Regie: Thorsten Bihegue
Bühne: Michael Habelitz
Kostüm: Esther van de Pas
Musik: Manuel Loos, Maria Trautmann
Choreografie: Lea Kallmeier

Dauer: ca. 1:00h, keine Pause
Sprache: Deutsch

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© Marcel Urlaub
Schauspiel

Mysterien

nach Knut Hamsun

In dem norwegischen Schriftsteller Knut Hamsun finden sich Glanz und Abgrund, Kultur und Barbarei auf extreme Weise vereint: Zum einen ist er bestechender Dichter, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts umgeben von tiefer Armut und Bigotterie aufwächst und später einer der wesentlichen Protagonisten der literarischen Moderne wird, von Kafka, Miller, Joyce bewundert. Zum anderen ist er bekennender Nationalsozialist, der Goebbels seine Nobelpreismedaille vermacht, zu Hitler auf den Obersalzberg pilgert und ihm 1945 einen berüchtigten Nachruf schreibt, politisch verblendet bis zum Ende seines langen Lebens. Die Lust an der Provokation, Grenzüberschreitung und Maßlosigkeit stecken in seinem Leben wie in seiner Literatur, beide tragen sie scharfe, unauflöslich sich gegenüberstehende Gegensätze in sich, die wir bis heute kennen.

Hamsuns Roman Mysterien (1892), dem bekannteren Roman Hunger folgend, mit dem Hamsun sein literarischer Durchbruch gelang, ist ein aufregendes, verstörendes, delirierendes Buch. In ihm taucht ein mysteriöser Fremder, Nagel heißt er, in einer norwegischen Hafenstadt auf, in knallgelbem Anzug, mit einem Geigenkasten unterm Arm, in dem sich allerdings schmutzige Wäsche befindet, und mit einem Eisenring am Finger, an dessen wundersame Kraft er glaubt. Überall sorgt er für Aufsehen, nie weiß man wirklich, woran man bei ihm ist, widersprüchlich ist er, unorthodox, maßlos. Er freundet sich mit dem drangsalierten Sonderling des Ortes, Minute genannt, an, den er schützt, bezahlt und doch für einen Mörder hält. In die frisch verlobte Pfarrerstochter verliebt er sich geradezu übergriffig, ihren geliebten Hund bringt er um. Einer nicht mehr jungen Frau kauft er mit großer Pose und für eine hohe Summe einen wertlosen Stuhl ab und macht ihr schließlich einen Heiratsantrag. Er wirft mit Geld um sich und sagt doch, er habe keins. Immer ist er unterwegs, stets hat er die Hand am Abzug: Seine Gedanken sind wie Brandsätze auf den Common Sense der Bürger*innen der Kleinstadt – die Wissenschaft und der Liberalismus, das Mittelmaß vermeintlich großer Männer und das verachtete Pack, nichts ist vor ihm sicher. Er inszeniert sich permanent, er berechnet und verrechnet sich und stellt sich ständig bloß. In seiner Westentasche steckt griffbereit die Blausäure, doch sein Suizidversuch scheitert. Schließlich springt er, seinem weggeworfenen Ring nach, ins Meer. Die titelgebenden Mysterien des Romans „künden sich an, wie ein Schneegestöber von gewaltiger Kraft“, schrieb ein Zeitgenosse Hamsuns, hier läuft ein Ich Amok, verläuft sich in der Zeichenhaftigkeit der Welt, getrieben von der alten und immer neuen Frage, woran wir uns halten, um zu überleben: die Wissenschaft? Den Glauben? Die Lüge (ist sie eine)? Die Gemeinschaft? Die Gewalt? Die Liebe? Am Ende steht die Suche nach Erlösung – von der Einsamkeit, von der Schuld, von uns selbst.

Aus dem Norwegischen von Siegfried Weibel
Bearbeitung von Angela Obst

Regie: Johan Simons
Übersetzung: Siegfried Weibel
Fassung: Angela Obst
Bühne, Kostüme: Anja Rabes
Musik: Carl Oesterhelt
Dirigat: Magdalena Klein
Piano: Sachiko Hara
Orchester: Musiker*innen der Bochumer Symphoniker
Lichtdesign: Jan Hördemann
Klanggestaltung: Will-Jan Pielage
Dramaturgie: Angela Obst

Dauer: 3:00h, eine Pause
Sprache: Deutsch mit englischen Übertiteln

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© Isabel Machado Rios
Schauspiel

All the Sex I've ever had

von Mammalian Diving Reflex / Darren O’Donnell

Sechs Menschen ab 65 erzählen ihre Geschichten: von der ersten Verliebtheit über den ersten Herzschmerz, (un)geplante Schwangerschaften, aufregende Affären, sexuelle Reorientierungen bis hin zum Tod von Geliebten. Alles der Reihe nach, Jahr für Jahr. Diese (Nach-)Kriegsgeneration, die ohne Aufklärung oder Pille groß wurde, zu einer Zeit der Tabus und der sexuellen Revolution gleichermaßen, als Homosexualität noch Verbrechen und Aids kein Thema war, entwirft mit ihren Geschichten ein Gesellschaftspanorama ihrer Zeit.

In unserer jugendfixierten Gesellschaft rückt All the Sex I’ver Ever Had wieder den Blick auf die Ältesten unter uns. Dieser mit Freude und Tragik gefüllte Abend zeigt, was Senior*innen weitergeben können und dass Altern einen Weg aufzeigt, offen, wohlwollend und furchtlos durch diese Welt zu gehen.

Dieser außergewöhnliche Abend mit jeweils sechs lokalen Senior*innen war bereits in vielen ausverkauften Theatern dieser Welt zu sehen: Austin, Glasgow, Helsinki, Ljubljana, Oldenburg, Portland, Prag, Taipei, Singapur, Wien, dem Opernhaus in Sydney und weitere Orte. Nun startet die aufregende Reise durch die vergangenen Jahrzehnte in Bochum!

„Dieses wunderschöne, simple Konzept ist ein weiteres Meisterwerk der kanadischen Theatergruppe Mammalian Diving Reflex. Dies ist kein bloßes Enthüllungstheater; mit sensibler Handhabung werden die intimen Erfahrungen zusammengewebt, um eine breitere Gesellschaftsgeschichte hervorzubringen. Dabei zeigt sich, wie sich Toleranz in unserer sich entwickelnden Gesellschaft verändert hat und wie sich unsere älteren Generationen daran angepasst, dagegen rebelliert und sie provoziert haben.“ (Maxim Boon, The Music)

Das Projekt ist Teil von Kanadas Kulturprogramm als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2020. Es wird unterstützt durch das Canada Council for the Arts und die kanadische Regierung vertreten durch die Botschaft von Kanada, Berlin.

Regie, Text: Jana Eiting
Co-Autor*in: Melika Ramic, Pascal Ulrich
Bühne: Marina Stefan
Sounddesign: Max Kotzmann

Mit: Menschen ab 65 aus Bochum und Umgebung

Dauer: 1:30h, keine Pause
Sprache: Deutsch mit englischen Übertiteln

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© Birgit Hupfeld
Schauspiel

Schrecklich amüsant - aber in Zukunft ohne mich

nach David Foster Wallace

Mit Corona kam auch die boomende Kreuzfahrtschifffahrt vorläufig zum Erliegen. Doch inzwischen wird wieder um die verunsicherte Kundschaft geworben: „Bleiben Sie unter sich: Rundumsorglos – an Bord und an Land.“

Für manche klingt das mehr wie eine Drohung. Eine siebentägige Luxuskreuzfahrt in der Karibik zum Beispiel – für David Foster Wallace kann es keine kürzere Definition für die Hölle geben. Im Auftrag von Harper’s Magazine ging der berühmte US-Autor Mitte der Neunziger an Bord der Zenith und stach von Key West aus in See. Ein Selbsterfahrungstrip besonderer Güte. Und ein grandioser Reisereport, der seit Jahren auf den Bestsellerlisten steht: Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich.

Wallace begibt sich in die kundigen Hände der Schiffscrew, deren Slogan „Your Pleasure is our Business“ (Ihr Vergnügen ist unser Geschäft) bisweilen einen drohenden Unterton annimmt. Er kämpft gegen die Angst, von einer ungemein effizienten Unterdruck-Toilette entsorgt zu werden. Er nimmt am Wettbewerb um die schönsten Männerbeine teil. Er beobachtet 500 amerikanische Leistungsträger*innen beim Ententanz. Und er hört erwachsene Menschen am Info-Counter fragen, ob man beim Schnorcheln nass wird, ob die Crew ebenfalls an Bord schläft oder um welche Uhrzeit das Mitternachtsbüffet eröffnet wird.

Eine Woche lang macht Wallace alles mit, was das Bordleben für den erholungsbedürftigen Urlauber bereithält. Umgeben von Jubel, Trubel und Heiterkeit, wird er selber zunehmend stiller und beginnt, sich in seiner Kabine einzuigeln. So gerät diese Reise übers Meer auch zu einer berührenden Reise zu sich selbst. Doch man muss sich den Dingen stellen und vor allem dem, was für andere Menschen die schönste Zeit des Jahres bedeutet.

David Foster Wallaces so komische wie einfühlsame Beobachtungen über das Leben an Bord einer schwimmenden Hochzeitstorte, über eigentümliche Reisegenoss*innen, unvergessliche Landgänge, den Terror des Amüsierzwangs sowie die eignen Zweifel und Ängste nannte die FAZ ein

„Meisterstück der literarischen Reportage“ und Harald Schmidt schlicht „ein grandioses Buch“. Jetzt als großes Schauspieler-Solo. Leinen los – oder will doch noch jemand zu Hause bleiben?

aus dem Amerikanischen von Marcus Ingendaay
Bearbeitung von Vasco Boenisch

Regie: Tamo Gvenetadze
Übersetzung: Marcus Ingendaay
Bearbeitung: Vasco Boenisch
Bühne: Anna Wörl
Kostüme: Sofia Dorazio Brockhausen
Musik: Beka Buchukuri
Dramaturgie: Vasco Boenisch

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Schauspielhaus Bochum

In Bochum steht ein Schauspielhaus. Groß und stolz. Das schönste Theater der Welt, sagt man in Bochum. Die Adresse ist fürstlich: Königsallee. Der Eindruck von außen: ein Schiff, abfahrbereit der Stadt entgegenblickend.

Seit jeher bedeutet die Bühne die Welt, und deshalb soll die Welt auch hinein in dieses Theater. Sie darf es sprengen, ausdehnen, bis sich die weißen Säulen am Portal biegen, so wie in unserem neuen Signet: die Welt im schönsten Theater der Welt, zu Hause.
Und umgekehrt auch: ein Theater, das sich den Fragen der Welt stellt.

Aufbruch und neue Vielfalt verspricht die Spielzeit 2018/2019. Ein Aufbruch von sattsam bekannten Sichtweisen und Konventionen. Und ein Aufbruch in eine neue Zeit für das Schauspielhaus Bochum, in der kulturelle, politische und soziale Vielfalt
sein Gesicht prägen – so, wie sie es mit der Welt ja auch tun und mit unserer Heimat, dem Ruhrgebiet.
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Aufführungen / Konzert Tonhalle Düsseldorf Düsseldorf, Ehrenhof 1
Aufführungen / Varieté Varieté et cetera Bochum Bochum, Herner Str. 299
Familie / Festival Mülheimer Theatertage 9.-30.11.2021 | Kinderstücke
Ereignisse / Tanz Tanztheater Wuppertal Pina Bausch Wuppertal, Kurt-Drees-Straße 4
Aufführungen / Theater Theater im Depot Dortmund Dortmund, Immermannstr. 29
Aufführungen / Theater Freilichtbühne Mülheim an der Ruhr Mülheim an der Ruhr, Dimbeck 2a
Aufführungen / Theater Consol Theater Gelsenkirchen Gelsenkirchen, Bismarckstr. 240
Aufführungen / Theater Theater Dortmund Dortmund, Theaterkarree 1 -3
Aufführungen / Theater Theater an der Ruhr Mülheim an der Ruhr, Akazienallee 61
Aufführungen / Theater Theater Duisburg Duisburg, Opernplatz
Aufführungen / Theater Ringlokschuppen Ruhr Mülheim an der Ruhr, Am Schloß Broich 38
Aufführungen / Theater Theater und Philharmonie Essen Essen, Opernplatz 10
Aufführungen / Aufführung Museum/WDR
So, 3.10.2021, 14:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung Museum/WDR
So, 3.10.2021, 14:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung Museum/WDR
So, 3.10.2021, 14:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung Museum/WDR
So, 3.10.2021, 14:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung Museum/WDR
So, 3.10.2021, 14:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung Museum/WDR
So, 3.10.2021, 14:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung Museum/WDR
So, 3.10.2021, 14:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung Museum/WDR
So, 3.10.2021, 14:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung Museum/WDR
So, 3.10.2021, 14:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung Museum/WDR
So, 3.10.2021, 14:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung Museum/WDR
So, 3.10.2021, 14:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung Museum/WDR
So, 3.10.2021, 14:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung Museum/WDR
So, 3.10.2021, 14:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung Museum/WDR
So, 3.10.2021, 15:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung Museum/WDR
So, 3.10.2021, 15:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung Museum/WDR
So, 3.10.2021, 15:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung Museum/WDR
So, 3.10.2021, 15:00 Uhr
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So, 3.10.2021, 15:00 Uhr
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So, 3.10.2021, 15:00 Uhr
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So, 3.10.2021, 15:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung Museum/WDR
So, 3.10.2021, 15:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung Museum/WDR
So, 3.10.2021, 15:00 Uhr
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So, 3.10.2021, 15:00 Uhr
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So, 3.10.2021, 15:00 Uhr
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So, 3.10.2021, 15:00 Uhr
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So, 3.10.2021, 15:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung Museum/WDR
So, 3.10.2021, 15:00 Uhr
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So, 3.10.2021, 15:00 Uhr
Aufführungen / Comedy GOP Varieté Essen GmbH & CO. KG
Mo, 18.10.2021, 20:00 Uhr
Aufführungen / Comedy GOP Varieté-Theater Essen
Mo, 25.10.2021, 20:00 Uhr
Aufführungen / Theater Westfälisches Landestheater Castrop-Rauxel, Europaplatz 10
Aufführungen / Theater TheaterTotal Bochum, Hunscheidtstr. 154

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