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Aufführungen / Theater Theater und Orchester Heidelberg Heidelberg, Theaterstraße 10
Konzerte | Konzert

4. Sinfoniekonzert

Theater im Pfalzbau Ludwigshafen

Bundesjugendorchester & Bundesjugendballett Dirigent: Alexander Shelley Wenn Deutschlands jüngste musikalische Elite zu den Instrumenten greift, begeistert sie Kritikerinnen, Solisten und Dirigentinnen sowie das Publikum gleichermaßen: Mitreißende Energie und beachtliche Professionalität verbinden sich zu einem einzigartigen Klang, der Simon Rattle, seit 2018 Ehrendirigent des Klangkörpers, zu einem begeisterten Kommentar inspirierte: „What an enormous pleasure to meet this wonderful next generation of colleagues! I think the future of orchestras is safe in your hands …“ Beim 4. Sinfoniekonzert tut sich das Orchester mit einem anderen berühmten und herausragenden Jugend-Ensemble zusammen – dem 2011 von John Neumeier gegründeten Bundesjugendballett, dem der bekannte Choreograph auch als Intendant vorsteht. Für jeweils zwei Jahre können die acht jungen Tänzerinnen und Tänzer, die ihre Ausbildung bereits abgeschlossen haben, in diesem geschützten Raum gemeinsam arbeiten, ihr künstlerisches Profil entwickeln und sich auf ihren künftigen Beruf vorbereiten. Sie arbeiten am Ballettzentrum Hamburg und bereichern die Tanz- und Kulturszene der Stadt und des gesamten Landes. Die beiden vielversprechenden Ensembles präsentieren beim Konzert Werke von Richard Strauss und Maurice Ravel, darunter auch La Valse, in dem Ravel Elemente des Wiener Walzers um Mittel impressionistischer Harmonik und Rhythmik ergänzt hat. Die jungen Tänzer*innen kann das Publikum in Strauss‘ Orchestersuite Der Bürger als Edelmann in einer Choreographie von John Neumeier bewundern. Zu Ravels wirkungsvollem Märchenballett Ma mère l’oye zeigen die jungen Leute auch eigene Choreographien. Richard Strauss: Till Eulenspiegels lustige Streiche op. 28 Maurice Ravel: Ma mère l’oye (?) Maurice Ravel: La valse Richard Strauss: Suite aus Der Bürger als Edelmann op. 60 Preise 49 € / 43 € / 35 € / 28 € / 17 € Zzgl. 3 € an der Abendkasse
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Six Pianos

Theater im Pfalzbau Ludwigshafen

Gregor Schwellenbach, Piano Daniel Brandt, Piano Paul Frick, Piano Carlos Cipa, Piano John Kameel Farah, Piano Kai Schumacher, Piano Werke von Gregor Schwellenbach, John Kameel Farah, Carlos Cipa, Daniel Brandt, Paul Frick und Kai Schumacher Six Pianos, komponiert von Steve Reich im März 1973, war ursprünglich für alle verfügbaren Pianos in einem New Yorker Klaviergeschäft gedacht, doch der daraus entstehende Klang erschien Reich angeblich als zu dicht. Daher beschränkte er sich auf sechs Flügel, die in gutem Hörkontakt zu einander stehen. Six Pianos, dieses weltweit bislang viel zu selten aufgeführte Werk, folgt mit einer kurzen, rhythmisch-melodischen Figur den typischen Strukturen der sogenannten Minimal Music und durchläuft dabei eine Reihe von Wiederholungen und Variationen. Die Musiker spielen teils synchron, teils um einige Takte versetzt — eine für Reich typische Kompositionstechnik, das sogenannte „Phasing“. Das einzelne Spiel geht auf in einer Art musikalischem Mandala, das den Hörer allmählich mit einer geradezu meditativen Spannung auflädt. Mit einem komplett ausverkauften Konzert im Rahmen des ACHT-BRÜCKEN-Festivals in der Kölner Philharmonie im Mai 2016 erlebte das von Gregor Schwellenbach begründete Projekt Six Pianos seine furiose Premiere. In fast unveränderter Besetzung (neu dabei: Kai Schumacher) setzten sich die sechs Pianisten 2018 erneut zusammen an Steve Reichs meisterhafte Komposition, geschrieben für sechs Konzertflügel. Alle sechs Solisten von Six Pianos gehören einer neuen Generation von Musikern an, die — klassisch ausgebildet — einen ganz selbstverständlichen Umgang mit moderner Pop- und Clubmusik pflegen. Gemeinsam ist ihnen außerdem ein starker Bezug zum Werk Steve Reichs, Ausgangspunkt ihres Schaffens wie auch dieser erstmaligen Zusammenarbeit. Alle sechs gelten als renommierte Vertreter einer zeitgenössischen Szene, die zwischen Elektronik, Jazz und Neuer Klassik immer wieder innovative und großartige Musik hervorbringt. Das Hauptstück Six Pianos wird erweitert durch Eigenkompositionen für ein bis sechs Flügel der beteiligten Pianisten Gregor Schwellenbach, John Kameel Farah, Carlos Cipa, Daniel Brandt, Paul Frick und Kai Schumacher. Preise 41 € / 35 € / 29 € / 23 €
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Yusuf Sahilli

Theater im Pfalzbau Ludwigshafen

Yusuf Sahilli, in Berlin geboren und aufgewachsen, präsentiert mit Musikerin Heike Becker (Bass) und Musiker Martin Krümmling (Schlagzeug) alternativen Folkrock im Gläsernen Foyer. Neben temperamentvollen Rockrhythmen geht es dabei aber auch indie-mäßig, akustisch, soft und folkig zu, dabei arrangiert er immer wieder bekannte Songs neu und modern. Sänger Sahilli hat eine ausdrucksstarke und warme Stimme und sagt von sich: „Ich lasse mich gerade in klassischem Gesang ausbilden, denn ich denke, wenn man seine Stimme beherrscht wie ein Instrument, kann man den Songs noch mehr geben.“ Die Presse ist regelmäßig von seinem brillanten Können hingerissen. Einheitspreis 17 € / ermäßigt 11 € Freier Eintritt für Gäste der Abendvorstellung
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Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz - 3. Sinfoniekonzert

Theater im Pfalzbau Ludwigshafen

Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz Anneleen Lenaerts, Harfe Dirigentin Anna Rakitina Modest Mussorgsky: Morgendämmerung an der Moskwa Reinhold Glière: Harfenkonzert Es-Dur op. 74 Peter Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 1 g-Moll op. 13 Winterträume Komponisten aus Russland ist das 3. Sinfoniekonzert unter der Leitung der jungen russischen Dirigentin Anna Rakitina gewidmet. Die Morgendämmerung an der Moskwa, die malerische Ouvertüre zu Modest Mussorgskys Oper Chowanschtschina, bildet den Auftakt des Abends. Fortgesetzt wird das Programm mit Reinhold Moritzewitsch Glières 1938 entstandenem Harfenkonzert Es-Dur op. 74, in dem die vielfach ausgezeichnete Harfinistin Anneleen Lenaerts, Soloharfenistin der Wiener Philharmoniker, ihr brillantes Können unter Beweis stellt. Peter Tschaikowskys Erste Sinfonie mit dem Titel Winterträume führt bereits den dramatischen Erzählstil in die romantische Sinfonie ein und ist geprägt von Rhythmus und Motiven des russischen Volksliedes. Sie trieb ihren Komponisten im Entstehungsprozess an den Rand des Wahnsinns und wurde bei Ihrer Uraufführung ein großer Erfolg. Preise 49 € / 43 € / 35 € / 28 € / 17 € Zzgl. 3 € an der Abendkasse
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Malonda invites: Make Love

Theater im Pfalzbau Ludwigshafen

Die Künstlerin, Musikerin und Aktivistin Achan Malonda spricht mit Nicky Miller, Ixa Psyborg und Rebecca Korang über Making Love in Zeiten des Postkolonialismus. Außerdem stellen die Künstlerinnen ihre Positionen und Perspektiven durch Filme, Spoken Word und Performances vor. Wie sieht dekolonisierter Sex aus, wenn die Folgen des Kolonialismus in unsere Körper geschrieben sind? Im Anschluss an den Vortrag findet ein Konzert von Malonda statt. Malonda ist eine in Berlin lebende Sängerin, Songwriterin und Elektropop-Diva, deren Arbeit sich zwischen Musiktheater und ihren selbst- und mitgeschriebenen Tracks bewegt. Sie ist eine leidenschaftliche, antirassistische und queer-feministische Aktivistin. Indem sie über Themen wie Gender, Sexualität und Diversität singt und spricht, macht sich Malonda als politische Künstlerin einen Namen. Nicky Miller, eine in Berlin lebende, genderqueere interdisziplinäre Künstlerin, hat sich auf Film, Performancekunst und kreatives Schreiben spezialisiert. Ursprünglich in Paris geboren und vietnamesischer Herkunft, hat Nicky Miller auch viel in New York City und Brüssel gelebt und gearbeitet. LGTBQ+-Sexualitäten und -Identitäten sind der Kern ihrer Arbeit. Ihre Kurzfilme wurden mehrfach preisgekrönt und auf vielen internationalen Queer-Filmfestivals gezeigt. Rebecca Pokua Korang ist eine Performancekünstlerin aus Berlin. Ihre Arbeiten sind meist kollaborativ und interdisziplinär. In ihrer künstlerischen Recherche beschäftigt sie sich mit der deutschen Kolonialgeschichte in Ghana, Identitäten und Community-Building. Ixa Psyborg beschreibt sich selbst folgendermaßen: "Von einer Rasse biolumineszenter außerirdischer Kreaturen. Mit nubischen Zügen. Mit dröhnenden Lautsprechern." Solidarischer Einheitspreis 9 € / 6 € / 3 €
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Driftmachine

Theater im Pfalzbau Ludwigshafen

Andreas Gerth und Florian Zimmer sind das Synthesizer-Duo Driftmachine. Der Name kennzeichnet ihre Musik: Minimalismus und technische Präzision paaren sich mit sphärischen, hypnotischen Sounds. Neben der Veröffentlichung mehrerer Alben auf dem renommierten mexikanischen Experimental-Imprint Umor Rex produzierte Driftmachine auch Klangmontagen für die Bildende Kunst. Bei Live-Acts ist als drittes Mitglied der Videokünstler Mika Shkurat dabei. So entsteht ein audiovisuelles Erlebnis voller Komplexität und Sinnlichkeit. Einheitspreis 17 € / ermäßigt 11 € Freier Eintritt für Gäste der Abendvorstellung
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1. Bachchor-Konzert

Theater und Orchester Heidelberg

Belsazar (Tenor) André Khamasmie Gobrias (Bass) Wilfried Staber Nitocris (Sopran) Jenifer Lary Cyrus/Daniel (Altus) Ray Chenez Sprecher Hans Fleischmann Orgel 1 Hye-Rim Ma Orgel 2 N. N. Leitung und Cembalo Christian Kabitz Bachchor Heidelberg | Philharmonisches Orchester Heidelberg Georg Friedrich Händel »Belsazar« HWV 61 | Oratorium in drei Teilen für Soli, Chor und Orchester | Libretto von Charles Jennens Händels bedeutendes Oratorium »Belsazar« ist in einer coronakonformen Version im 1. Bachchor-Konzert zu erleben. Die üblichen Rezitative weichen einem die Handlung erzählenden Text, den Dirigent und Chorleiter Christian Kabitz für dieses Konzert verfasst hat: Stringenz in der Erzählung, Fokussierung auf die Formteile des Oratoriums. In der Bibel, im Buch Daniel ist sie überliefert: die Geschichte um den babylonischen König Belsazar. Der frevelt gegen den Gott der Israeliten. Eine Geisterhand schreibt daraufhin die geheimnisvolle Inschrift, das »Menetekel«, an die Wand des Saales. Sie sagt den Untergang des Reiches voraus, und den Tod Belsazars durch die Perser. Noch in der gleichen Nacht erfüllt sich das Orakel. Händels »Belsazar« ist mit seinen ausführlichen Szenenanweisungen, begleiteten Rezitativen und Ariosi fast eine Oper, die aber wegen des Bühnenverbots für biblische Handlungen im damaligen England die nichtszenische Form des Oratoriums beibehalten musste.
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Colette – Notes de tournée

Theater und Orchester Heidelberg

In französischer Sprache mit deutschen Untertiteln Colette (1873−1954) war Ikone der Belle-Epoque, Varietékünstlerin, Journalistin und eine der größten Schriftstellerinnen Frankreichs. »Notes de tournée« ist eine musikalische Lesung mit Texten von Colette sowie Klaviermusik von Boulanger, Ravel, Debussy und De Falla – alles Zeitgenossen Colettes und revolutionäre Künstler und Freidenker, die sich gegenseitig inspirierten. Im Rahmen der Französischen Woche Heidelberg! Künstlerische Leitung und Klavier Aurélie Namont | Mit Amandine Thiriet
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1. Philharmonisches Konzert

Theater und Orchester Heidelberg

Violine Sarah Christian Violoncello Maximilian Hornung Leitung Elias Grandy Philharmonisches Orchester Heidelberg Lisa Streich »Händeküssen« Johannes Brahms Konzert für Violine, Violoncello und Orchester a-Moll op. 102 Ludwig van Beethoven Symphonie Nr. 5 c-Moll op. 67 Die schwedische Komponistin Lisa Streich erhält im Februar 2022 den Heidelberger Künstlerinnenpreis. Bereits jetzt ist mit »Händeküssen« ihre Musik zu erleben. Das Stück, inspiriert durch eine Notiz in einem von Beethovens Konversationsbüchern, erkundet die Bedeutung dieser einst weit verbreiteten Sitte. Der Geiger Joseph Joachim ist lange Jahre einer der besten Freunde von Johannes Brahms. Dann kriselt es in der Ehe der Joachims – und Brahms stellt sich auf die Seite Amalie Joachims. Darunter leidet die Freundschaft der beiden Männer. Brahms sehnt sich nach Versöhnung. Mit dem »Doppelkonzert« versucht er auf musikalische Weise, den Streit zu schlichten. Eines der bekanntesten Werke der klassischen Musik: Beethovens 5. Symphonie. Das markante viertönige Anfangsmotiv hat großen Wiedererkennungswert: »So pocht das Schicksal an die Pforte«, soll Beethoven erklärt haben. Das berichtet zumindest Beethovens Biograf Anton Schindler, der allerdings Wahrheit und Dichtung gerne verschmolz.
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2. Akademiekonzert

Nationaltheater Mannheim - Oper

Dirigent: GMD Alexander Soddy Violine: Frank Peter Zimmermann Sidney Corbett (*1960): Violence and Longing Uraufführung einer Auftragskomposition der Musikalischen Akademie Bohuslav Martinu (1890-1959): Suite concertante Béla Bartók (1881-1945): Rhapsodie Nr. 1 Ludwig van Beethoven (1770-1827): Symphonie nr. 4 B-Dur op. 60 Kompositionsauftrag der Musikalischen Akademie des Nationaltheater-Orchesters Mannheim e. V.
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Opernsoiree: »Ach, ich liebte«

Nationaltheater Mannheim - Oper

Wie ließe sich der Herbst besser versüßen, als mit zahlreichen Opern-Highlights auf der großen Bühne des Nationaltheaters? Deshalb begrüßt unser Ensemble Sie nicht nur mit einer, sondern gleich mit zahlreichen Opern auf der großen Bühne des Nationaltheaters. Aus Mozarts »Entführung aus dem Serail« und Verdis »Rigoletto«, Gounods »Romeo und Julia« und Tschaikowskys »Eugen Onegin« sowie Meyerbeers »Hugenotten« und Bizets »Perlenfischer« erklingen beliebte Klassiker und Ohrwürmer der Opernliteratur. Freuen Sie sich auf bekannte Gesichter und Stimmen wie Estelle Kruger, Jorge Lagunes, Amelia Scicolone, Joshua Withener und Shachar Lavi. Studienleiter Gabor Bartinai begleitet die Sänger*innen am Flügel. Die halbszenische Einrichtung übernimmt Claudia Plaßwich, 1. Spielleiterin am NTM.
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1. Akademiekonzert

Nationaltheater Mannheim - Oper

Dirigent: GMD Alexander Soddy Violine: Noa Wildschut Ralph Vaughan Williams (1872–1958): Fantasia on a Theme by Thomas Tallis Max Bruch (1838–1920): Schottische Fantasie op. 46 Edward Elgar (1857–1934): Symphonie Nr. 1 as-Dur op. 55
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A Sentimental Journey

Schwetzinger SWR Festspiele

BOULANGER TRIO: Brigit Erz, Violine Ilona Kindt, Violoncello Karla Haltenwanger, Klavier Ulrich Noethen, Sprecher Hans von Trotha, Moderation Texte von Laurence Sterne und Jean Paul und Musik von Robert Schumann, Franz Schubert, Nikolai Rimski-Korsakow, Mélanie Bonis, Frank Martin, Charles Ives, Arvo Pärt und Mauricio Kagel Er gilt als einer der kühnsten Experimentatoren der Literaturgeschichte und ist hierzulande doch nur Kennern bekannt: der irisch-englische Autor Lawrence Sterne. Dabei ist sein Roman Leben und Ansichten von Tristram Shandy, Gentleman eines der geistreichsten Werke der Literaturgeschichte. In der National Portrait Gallery hängt ein Bild von Sterne gegenüber einem von Georg Friedrich Händel. Beide repräsentieren das England ihrer Zeit, der Mitte des 18. Jahrhunderts, – der eine literarisch, der andere musikalisch – und wenn sie zusammenkommen, entsteht noch einmal das London jener Jahrzehnte, sinnlich für alle erlebbar. Sterne versucht, uns über seine Texte Emotionen zu vermitteln, wie auch Musik es tut. Und so ist die Musik dieses Abends – gespielt von den Musikerinnen des Boulanger Trios – gewissermaßen ein Echo auf die Texte, die der Schauspieler Ulrich Noethen vorträgt und Hans von Trotha, profunder Kenner des Werkes von Lawrence Sterne, kommentiert.
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Dimensions - Polyphonie & Karate

Schwetzinger SWR Festspiele

CAPELLA DE LA TORRE: Margaret Hunter, Sopran Hildegard Wippermann, Altpommer Tural Ismayilov, Posaune Regina Hahnke, Dulzian Martina Fiedler, Orgel Mike Turnbull, Perkussion Katharina Bäuml, Schalmei / Musikalische Leitung Maurizio Castrucci, Karateka Mirella Weingarten, Szenische Einrichtung Josquin Desprez 1450 – 1521: Missa »Pange lingua« und andere Werke Karate Shotokan Zwei Rituale aus ganz verschiedenen Kulturkreisen, die trotz aller Unterschiede auf denselben Grundprinzipien basieren, begegnen einander. Auf der einen Seite steht ein Messordinarium aus dem Europa der Renaissance, komponiert von Josquin Desprez, dessen Todestag sich 2021 zum 500. Mal jährt. Auf der anderen Seite begegnen wir der Kampfkunst Karate Shotokan, genauer gesagt der »Kata« einem ritualisierten, unabänderbaren Bewegungsablauf, der sich in alle vier Himmelsrichtungen erstreckt. So wie der Musiker sich den Inhalt einer Partitur zu eigen macht, seine individuelle Lesart findet, interpretiert der Karateka die überlieferte und in langem Training erlernte Abfolge der Bewegungen. Sowohl Polyphonie als auch Kata beschäftigen sich mit den Grundfragen menschlichen Daseins: Es geht um Leben und Tod, Atem und Herzschlag, Gegenwart und Transzendenz. Im Zusammenspiel beider Disziplinen eröffnet sich uns ein neuer Raum: Bewegung und Musik treten in einen Dialog, ohne dass eine der beiden Seiten je ihre Wurzeln verliert oder zur Begleitung der anderen wird. Rituale und das sorgsam überlieferte Wissen von Jahrhunderten erscheinen so in ganz aktuellem Licht, ohne den jeweiligen Kontext zu verlieren.
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Cuarteto Casals

Schwetzinger SWR Festspiele

CUARTETO CASALS: Vera Martínez Mehner, Violine Abel Tomàs Realp, Violine Jonathan Brown, Viola Arnau Tomàs Realp, Violoncello Joseph Haydn 1732 – 1809: Streichquartett D-Dur op. 20 Nr. 4 Felix Mendelssohn Bartholdy 1809 – 1847: Capriccio e-Moll op. 81 Nr. 3 Béla Bartók 1881 – 1945: Streichquartett Nr. 4 Sz 91 In 24 Jahren Zusammenspiel hat sich das Cuarteto Casals einen Fundus an Repertoire und Erfahrung geschaffen, der die Geschichte der Gattung von ihren Anfängen bis zu aktuellen Neuschöpfungen enthält. Rang und Ansehen der vier Interpreten, die sich am Ende ihres Studiums in Madrid zur Ensemblegründung entschlossen, belegen neben internationalen Auftritten und Residenzen auch rund 15 Einspielungen, in deren Zentrum Beethovens Quartettschaffen steht. Ihr Beitrag zu diesem Festival des Erinnerns beginnt in der Pionierzeit des Streichquartetts mit einem Werk Haydns, das H. C. Robbins Landon zukunftsgerichtet nannte – wegen des rhythmisch kantigen "Zigeunermenuetts" (eigentlich ein Widerspruch in sich) und des "leichten, aber geistreichen und gewitzten Finales". Den Abend beschließt Bartóks Meisterwerk des Genres; konzentrisch um den ruhigen Mittelsatz, eine klangsensible Gesangs- und Naturszene, gebaut, entfesselt es am Ende das impulsive Temperament ungarischer Bauernmusik. Dazwischen Mendelssohns Capriccio, das in seiner Form als Präludium (Lied ohne Worte) und Fuge an Bach, in seinen Durchführungstechniken an Beethoven, in seinen Themenfigurationen aber auch an Haydn erinnert.
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Brentano String Quartet

Schwetzinger SWR Festspiele

BRENTANO STRING QUARTET: Mark Steinberg, Violine Serena Canin, Violine Misha Amory, Viola Nina Maria Lee, Violoncello Joseph Haydn 1732 – 1809: Streichquartett D-Dur op. 71 Nr. 2 Hob III:70 Igor Strawinsky 1882 – 1971: Drei Stücke für Streichquartett Franz Schubert 1797 – 1828: Streichquartett G-Dur op. 161 D 887
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Schatten

Schwetzinger SWR Festspiele

CAPELLA DE LA TORRE Katharina Bäuml, Schalmei / Musikalische Leitung Hanns Zischler, Sprecher Musik von Anthony Holborne, Jacob Arcadelt, Emilio de’ Cavalieri, Pierre de la Rue, Girolamo Frescobaldi, Antoine Busnois, Ludwig Senfl, Michael Praetorius und Tomás Luis de Victoria Texte von Walter Benjamin und W. G. Sebald Der Dialog von Musik und Dichtung öffnet die philosophisch-literarischen Dimensionen des Festivalmottos. Kompositionen aus dem 15. bis 17. Jahrhundert treffen auf Texte von Autoren, die das 20. Jahrhundert von seinem erschütternden Kern her in den erkennenden Blick nahmen. Über den "Engel der Geschichte", eine imaginäre Figur, die für W. G. Sebalds Denken und Dichten bedeutsam wurde, schrieb Walter Benjamin 1940: "Ein Sturm weht vom Paradiese her, der sich in seinen Flügeln verfangen hat und so stark ist, dass der Engel sie nicht mehr schließen kann. Dieser Sturm treibt ihn unaufhaltsam in die Zukunft, der er den Rücken kehrt, während der Trümmerhaufen vor ihm zum Himmel wächst. Das, was wir den Fortschritt nennen, ist dieser Sturm." Die Capella de la Torre, eines der beiden Residenzensembles dieses Festivals, unterstreicht mit diesem anspruchsvollen Dialog ihr ästhetisches Anliegen: die Vergegenwärtigung der Musik aus alter Zeit, das Erinnern als Beredtmachen dessen, was einmal in Tönen gedacht und gesagt wurde.
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Antje Weithaas & Mahan Esfahani

Schwetzinger SWR Festspiele

Antje Weithaas, Violine Mahan Esfahani, Cembalo Johann Sebastian Bach 1685 – 1750: Sonate e-Moll BWV 1023 Johann Sebastian Bach 1685 – 1750: Sonate E-Dur BWV 1016 Darius Milhaud 1892 – 1974: Sonate op. 257 Arcangelo Corelli 1653 – 1713: Sonate C-Dur op. 5 Nr. 3 Carl Philipp Emanuel Bach 1714 – 1788: Sonate h-Moll Wq 76 Walter Piston 1894 – 1976: Sonatina Bach ist der Magnetpol des Programms. Von seinen Sonaten führen Linien der Geschichte zurück zu Arcangelo Corelli, der den Typus der mehrsätzigen Sonate prägte, auf dem Bach aufbaute. Vom deutschen Meister, den Zeitgenossen eher als Abschluss denn als Neuanstoß einer Tradition sahen, führen die historischen Linien voran zu seinem Sohn, der im Respekt vor der Leistung des Vaters die Ästhetik der Musik hin zur Klassik öffnete, und von dort aus weiter zu den Sonat(in)en, die Darius Milhaud und Walter Piston kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs in den USA komponierten – der eine als Exilant, der andere als engagierter Antifaschist. In der Wahl des Cembalos, der knappen Form und Diktion ihrer Werke, im Erinnern an Bach und seine Zeit äußert sich ihr Wille, den Horizont der Musik möglichst breit zu vergegenwärtigen und der Barbarei entgegenzustellen. Antje Weithaas und Mahan Esfahani konzertieren seit 2019 als Duo. Die Geigerin ist dem Schwetzinger Publikum von intensiven Konzertabenden in Erinnerung; für den Tastenvirtuosen ist das Cembalo nicht nur Instrument des historischen Bewusstseins, sondern auch des aktuellen Klangexperiments.
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Schwanengesang: Julian Prégardien

Schwetzinger SWR Festspiele

Julian Prégardien, Tenor Marie-Elisabeth Hecker, Violoncello Martin Helmchen, Klavier Franz Schubert 1797 – 1828: Auf dem Strom D 943, Schwanengesang D 957 Ludwig van Beethoven 1770 – 1827: Klaviersonate cis-Moll op. 27 Nr. 2 "Mondscheinsonate" Gregor Mayrhofer *1987: Nachkläge Beethovenscher Musik Ludwig Rellstab, der Berliner Musikkritiker und Dichter, fühlte sich bei einer Bootsfahrt bei Mondschein auf dem Vierwaldstätter See an den ersten Satz aus Beethovens cis-Moll-Sonate erinnert; seitdem trägt das Werk seinen so fragwürdigen wie unauslöschlichen Titel. 1825 reiste Rellstab nach Wien, um Beethoven einige Gedichte zur Vertonung zu überreichen. Schubert komponierte die Texte schließlich, darunter "Auf dem Strom" für Gesang, Horn (oder Violoncello) und Klavier und die sieben Lieder, die zusammen mit sechs Kompositionen zu Heine-Gedichten posthum als "Schwanengesang" herausgegeben wurden. Spuren des Erinnerns ziehen sich in verschiedenster Form durch das Programm. In den Heine-Liedern werden sie zur Haltung: Alles ist Rückblick in dem Zyklus, der mit dem Worten schließt: "… so manche Nacht in alter Zeit". Gregor Mayrhofer bezieht sich in seiner neuen Komposition auf Beethovens Konversationshefte und eine Beethoven-Eloge von Clemens Brentano – jenem Dichter, dessen Schwägerin Antonie (der Komponist kannte sie seit ihren Wiener Jugendjahren) als heiße Anwärterin auf die rätselhafte "Unsterbliche Geliebte" geführt wird.
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Christoph Prégardien & Stefan Litwin

Schwetzinger SWR Festspiele

Christoph Prégardien, Tenor Stefan Litwin, Klavier Lieder von Franz Schubert, Gustav Mahler, Hugo Wolf, Charles Ives, Hanns Eisler u. a. Das Programm ist eine Komposition aus Vorhandenem, Erinnertem. In zwei Mal drei Kapiteln durchmisst es die Liedkunst in ihren vielen Ausdrucksformen und mit ihnen die sozialen, utopischen, allegorischen und mythischen Dimensionen des Genres. Christoph Prégardien und Stefan Litwin beginnen in der Welt des Volkstons, der Ferne des Erinnerns, wo Individuelles ins Kollektive, Erlebtes ins Sagenhafte und der Gesang mit seinen Echos verfließt. Ein kleiner Schritt nur ist es von dort zum Urthema der Romantiker: der Natur als Spiegel des Herzens, (Zu-)Fluchtmetapher, Schmerz-, Trost- und Gotteszeichen. Der Weg des Erinnerns erreicht die Landschaft der Zerstörung in Liedern, die unter dem Schock des Ersten Weltkriegs geschrieben wurden. Von der Ironie, die den Menschen mehr über sich selbst sagt als tausend Lobeshymnen, über die Betrachtung "finsterer Zeiten" (Krieg, Tod, Verfolgung, Exil) begeben sich die Künstler in die Dialektik von Vertrautheit und Fremde, von Verlust und Sehnsucht – auf die Suche nach jenem Ort, "der allen in die Kindheit scheint und worin noch niemand war: Heimat" (Ernst Bloch), dorthin, wo Erinnern und Hoffen verschmelzen. Das Programm ist um Hanns Eisler gruppiert, den Wiener Schönberg-Schüler, Berliner Parteigänger der Arbeiterbewegung, den US-Exilanten und DDR-Bürger. Für seine Lieder wählte er nach Inhalt und Intention verschiedene Stilebenen, in denen das Erinnern als kritischer Rückhalt in der Geschichte Bedeutung gewinnt.

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