SCHAUSPIELHAUS BOCHUM
Spielzeit 2011/12
Bunbury
von Oscar Wilde
Premiere: 10. Februar 2012, Kammerspiele
Wer wünscht sich nicht hin und wieder einen Bruder, dem man all seine schlechten Eigenschaften zuschreiben kann? Käme ein schwerkranker Freund als Ausrede für alle Lebenslagen nicht manchmal gelegen? Wer hätte nicht schon mal gerne einen Antrag auf ein Zweitleben gestellt? Die Dandys Jack Worthing und Algernon Moncrieff genießen ihr Doppelleben: Während Algernon seine ausgedehnten Landpartien mit Krankenbesuchen bei seinem vermeintlichen Freund Bunbury begründet, rechtfertigt Jack seine häufigen Ausflüge in die Metropole mit seinem hoffnungslos verkommenen und hilfsbedürftigen Bruder namens Ernst – und nennt sich in der Stadt selbst Ernst. Kompliziert wird es, als die Frauen ins Spiel kommen. Schon immer wollte Gwendolyn Fairfax einen Mann namens Ernst heiraten. Als sich Jack ihr als sein Alter Ego Ernst vorstellt, ist es um sie geschehen. Zeitgleich reist Algernon auf das Landgut seines Freundes Jack und stellt sich als Jacks Bruder Ernst vor. Er trifft dort auf Jacks Pflegetochter Cecily, die auch schon immer von einem Ernst träumte. Als nun Jack frühzeitig heimkehrt und seine Rückkehr auch noch mit dem Tod seines Bruders Ernst begründet, ist die Verwirrung komplett. „The Importance of Being Earnest“ lautet der englische Untertitel von Oscar Wildes Verwechslungskomödie. Nur E/ernst kann in diesem irrwitzigen Spiel um Identitäten auf Dauer niemand bleiben. Außer Jack, denn der hat – ohne es zu wissen – lügend die Wahrheit gesagt: Er ist ein Findelkind und heißt tatsächlich Ernst.
Regie: Jan Neumann
Bühne: Daniel Angermayr
Kostüme: Nini von Selzam
Dramaturgie: Anna Haas
Ort:
Kammerspiele
Termine:
Fr, 10.2.2012, 19:30 | Premiere |



Di, 14.2.2012, 19:30 |



Mi, 22.2.2012, 19:30 |



Fr, 2.3.2012, 19:30 |



So, 11.3.2012, 17:00 |



Sa, 24.3.2012, 19:30 |


Carole King. Queen of the Beach
Ein Rock‘n‘Roll-Liederabend von und mit Katharina Linder und Michael Sideris
Premiere: 24. Februar 2012, Kammerspiele
Ihre Songs kennen wir alle, doch kaum jemand kennt ihren Namen. Zusammen mit ihrem Mann, dem Texter Gerry Goffin, schrieb Carole King Musikgeschichte: Lieder wie „Natural Woman“, „Will you love me tomorrow“ und „You’ve got a friend“ stammen aus ihrer Feder und bleiben wie Kings spätere LP „Tapestry“ unvergesslich. Erst 17 Jahre war sie alt, als sie auf dem College in Brooklyn begann Songs zu komponieren. Dort traf sie Gerry Goffin und das junge Paar wurde zu einem der erfolgreichsten Songwriter-Duos der 1960er Jahre. Das Paar Katharina Linder und Michael Sideris wird die Lieder der beiden neu interpretieren und als bitter-süße Geschichte über die Liebe und das Leben erzählen.
Musikalische Leitung : Michael Sideris
Musiker: Volker Kamp, Mickey Neher, Kai Weiner, Ingmar Kurenbach
Ort:
Kammerspiele
Termine:
Fr, 24.2.2012, 19:30 | Premiere |



Mi, 29.2.2012, 19:30 |



Mi, 7.3.2012, 19:30 |



Fr, 23.3.2012, 21:00 |


Club in der Psychiatrie: Schau, da geht die Sonne unter
von Sybille Berg
Premiere: 01. März 2012, Theater Unten
In Zusammenarbeit mit dem LWL-Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum für Psychiatrie, Psychotherapie und Präventivmedizin
Zwei Mal Leben. Das eine spielt in einem „typischen Gasleitungsexplosions-Viertel“, dessen Bewohner auf niedrigstem Niveau gescheitert sind. Das andere in einem Nobelstadtteil, wo die Besserverdienenden Karriere machen. So verschieden diese Welten sind, so nah liegen sie doch beieinander: Egal, ob alt, ob jung, ob arm oder reich: Letztlich führt jeder Sterbliche denselben Kampf gegen das Alleinsein, das Fremdwerden des Körpers und das allmähliche Verschwinden.
Ein Abend mit liebenden Lebenskünstlern, scheiternden Schurken, Gummibäumen, Kassiererinnen, Barmännern, Verrückten und Normalneurotikern, der die Sonnenaufgänge hinter, unter und neben dem Scheitern sucht.
Es spielen Patienten und Mitarbeiter des LWL-Universitätsklinikums der Ruhr-Universität Bochum für Psychiatrie, Psychotherapie und Präventivmedizin.
Leitung: Sandra Anklam
Ort:
Theater Unten
Termine:
Do, 1.3.2012, 19:30 | Premiere |



Mi, 7.3.2012, 19:30 |



Sa, 10.3.2012, 18:00 |



So, 11.3.2012, 17:00 |



Mo, 19.3.2012, 19:30 |



Di, 20.3.2012, 19:30 |


Die Räuber
von Friedrich Schiller
Premiere: 03. März 2012, Schauspielhaus Bochum
Schiller erzählt in seinen „Räubern“ die tragische Geschichte der ungleichen Brüder Karl und Franz Moor. Franz gelingt es durch Intrigen, den Vater gegen seinen Bruder aufzubringen. Der Graf enterbt den bisher so geliebten Sohn Karl. Der will sich mit dem Vater versöhnen, doch ein Schandbrief verhindert jede Möglichkeit, nach Hause zurückzukehren. Karl gründet eine Räuberbande. Man schwört sich Treue bis in den Tod. Doch die Räuber haben sehr verschiedene Absichten: Während die einen für Freiheit und Gerechtigkeit kämpfen wollen, streben die anderen nach Reichtum und einem zügellosen Leben. Zu Hause lässt Franz währenddessen den Vater verschwinden und wirbt mit Gewalt um die Gunst von Amalie, der Liebe seines Bruders. Schließlich kehrt der mittlerweile steckbrieflich gesuchte Karl in die Heimat zurück und entdeckt die Gräuel seines Bruders. Dennoch findet die Geschichte kein glückliches Ende. Der Aufwiegler Franz nimmt sich das Leben, auch der Vater stirbt vor Gram und Karl muss sich zwischen seiner Liebe und den Kameraden der Bande entscheiden. Schillers berühmtes Debüt-Werk lotet das Spannungsverhältnis individueller Freiheit zwischen den Gesetzen einer Gesellschaft aus. Es ist ein Stück über Individualismus und Rebellion. Oder, wie es Karl am Ende des Stückes selbst sagt, es zeigt Menschen, die versuchen, „die Welt durch Gräuel zu versöhnen und die Gesetze durch Gesetzlosigkeit aufrecht zu erhalten.“
Regie: Justyna £agowska
Bühne & Kostüme: Maćko Prusak
Choreografie: Olaf Kröck
Ort:
Schauspielhaus Bochum
Termine:
Sa, 3.3.2012, 19:30 | Premiere |



Do, 8.3.2012, 19:30 |



Sa, 17.3.2012, 19:30 |


Spiel des Lebens
Ein Projekt von Lutz Hübner und Martina van Boxen mit dem 3. Jahrgang Schauspiel der Folkwang Universität der Künste
Uraufführung: 16. März 2012, Kammerspiele
Die Aufnahmeprüfung ist geschafft – und nicht erst seit gestern. Damir, Joachim, Lisa, Mechtild, Amanda, Zora, Julia, Charles, André und Bernhard gehen ins dritte Jahr ihrer Schauspiel-Ausbildung an der Folkwang Universität der Künste. Mit welchen Träumen und Erwartungen haben sie sich damals an der Schauspielschule beworben? Wie blicken sie jetzt auf den nächsten Vorsprech-Marathon, der ihnen bevorsteht, wenn sie nach der Ausbildung auf die Jagd nach dem ersten Engagement gehen? Zehn junge Menschen voller Enthusiasmus, Fantasie und Visionen, auf die bis jetzt jedoch keiner gewartet hat. Sie wollen alles geben, doch wer will sie haben? Wie gelingt die perfekte Performance, die sie nach vorne bringt? Oder sind sie schon mitten drin in der Show ihres Lebens? Der Autor Lutz Hübner und die Regisseurin Martina van Boxen, beide selbst ausgebildete Schauspieler, tauchen in die Welt dieses Folkwang-Jahrgangs ein und entwickeln gemeinsam mit den Studierenden ein neues Stück. Es geht um zehn junge Menschen an einer Schnittstelle. Ausgangspunkt sind die realen Erlebnisse und Geschichten der Schauspiel-Stars von morgen, doch am Ende werden wir vielleicht nicht so genau wissen, ob sie uns nicht nur verdammt gut etwas vorspielen. Denn was ist schon „echt“ in diesem Beruf? Hat Oscar Wilde recht, wenn er sagt: „Ich liebe es Theater zu spielen. Es ist soviel realistischer als das Leben“?
Regie: Martina van Boxen
Bühne: Michael Habelitz
Kostüme: Cathleen Kaschperk
Musik: Torsten Kindermann
Dramaturgie : Anna Haas, Sascha Kölzow
Ort:
Kammerspiele
Termine:
Fr, 16.3.2012, 19:30 | Uraufführung |



Mi, 21.3.2012, 19:30 |



Mi, 28.3.2012, 19:30 |


Volpone
von Ben Jonson
Premiere: 24. März 2012, Schauspielhaus Bochum
Ben Jonson war ein Zeitgenosse Shakespeares. Von heutigen Begriffen wie Finanzderivat, Spekulationsblase oder Wirtschaftskrise wusste er noch nichts. Wohl aber viel über die Gier des Menschen und seine Bereitschaft viel zu geben, wenn er sich davon einen Vorteil für die Zukunft verspricht. Selbst dann, wenn dieser Vorteil höchst ungewiss ist. Hauptsache, er ist groß genug. Auch der reiche Volpone in Jonsons gleichnamiger Komödie weiß das. Er stellt sich krank und seine Mitmenschen auf die Probe: Durch seinen Diener Mosca lässt er kundtun, er werde ein Vermögen hinterlassen und denjenigen in seinem Testament besonders berücksichtigen, der ihm den größten Freundschaftsbeweis erbringe. Den nahen Tod Volpones und damit den schnellen Gewinn vor Augen, sind die Menschen in der Stadt zu erstaunlichen Investitionen bereit: Der Wucherer Corbaccio überschreibt Volpone sein Vermögen, um es vervielfacht wiederzugewinnen, auch wenn er dafür seinen eigenen Sohn enterben muss. Und der Kaufmann Corvino ist sogar bereit, Volpone seine schöne Frau zu überlassen. Zu eindeutigen Zwecken, in der Hoffnung, dass dieser Freundschaftsdienst das kranke Herz Volpones noch schneller zum Stillstand bringe. Doch es kommt nicht zur Gewinnausschüttung und die Blase platzt, als klar wird, dass Volpone kerngesund ist und damit der Finanzwette die Grundlage fehlt. Doch weil Ben Jonson trotz allem auch an das Gute und an Gerechtigkeit glaubte, kommt Volpone nicht davon, ohne kräftig zu bezahlen.
Regie: Sebastian Nübling
Bühne: Dominic Huber (blendwerk)
Kostüme: Amit Epstein
Musik: Lars Wittershagen
Dramaturgie: Thomas Laue
Ort:
Schauspielhaus Bochum
Termine:
Sa, 24.3.2012, 19:30 | Premiere |



Do, 29.3.2012, 19:30 |


Nathan der Weise
von Gotthold Ephraim Lessing
Lessings „Nathan“ gilt als Meisterstück über Toleranz: Der weise Jude Nathan wird zum Vermittler zwischen den Weltkulturen und führt die Menschen als eine verstreute, sich schlussendlich wieder erkennende Familie zusammen.
Geht es tatsächlich um religiöse Überzeugungen oder sind diese nur Vorwand für politische Strategien? Ist Nathans Weisheit selbstlos oder ist sie kluger Pragmatismus aus purer Not? Als der hoch verschuldete Sultan den reichen Juden in eine Zwickmühle bringen will, rettet sich Nathan strategisch geschickt mit einer Geschichte. Denn: „Nicht die Kinder bloß speist man mit Märchen ab.“ Und tatsächlich hilft ihm die Ringparabel aus der Bedrängnis. „Toleranz als Verkaufsstrategie“, meint der Islamwissenschaftler Navid Kermani, für den Lessing in Nathan den „ersten Makler der Humanität“ geschaffen hat.
Wenn sich am Ende eine multikulturelle Patchworkfamilie aus Juden, Christen und Muslimen an einem Tisch zusammenfindet, müsste die eigentliche Arbeit des Zusammenlebens beginnen. Und genau hier könnte das Stück auch seinen Anfang nehmen.
Regie: Lisa Nielebock
Bühne: Kathrin Schlecht
Kostüme: Julia Ströder
Dramaturgie: Anna Haas
Ort:
Kammerspiele
Termin:
So, 5.2.2012, 19:00 |
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Amerika
von Franz Kafka
„Wir wollen nicht das Neueste lesen – wir wollen das Beste, das Bunteste, das Amüsanteste lesen. Ja, also Amerika“, schrieb Kurt Tucholsky in einer Kritik zur Veröffentlichung des Romanfragments „Amerika“ von Franz Kafka. Das unvollendete Werk erzählt die Geschichte von Karl Rossmann, der von seinen Eltern nach Amerika geschickt wird und nun fern der Heimat lernen muss, erwachsen zu sein. Kafkas Erzählung ist mit all dem ausgestattet, was die Literatur des Prager Versicherungsangestellten so unverwechselbar macht. Der 16-jährige Immigrant Rossmann bemüht sich nach Kräften, die Regeln in der neuen Welt zu verstehen und zu befolgen. Doch er strauchelt ständig in dieser komplizierten, verwirrenden Welt. Erst sind es die unverständlichen und ungerechten Gesetze des mächtigen, reichen Onkels, dann die kriminelle, ausbeuterische Energie der zwielichtigen Wandergesellen, später die Durchtriebenheit der älteren Liftboys im Hotel Occidental, die ihm das Leben schwer machen. Doch Karl verliert nicht seine Zuversicht. Die durchaus komische Geschichte hat viele Momente, in denen die Sache auch gut gehen könnte, wenn beispielsweise die Oberköchin des grotesken Hotels Karl Obdach und Arbeit verschafft. Und auch Glück scheint möglich in diesem überfordernden Fantasie-Amerika: Karl stellt sich zu den Engeln mit den Trompeten in die Reihe, um beim großen Naturtheater von Oklahoma auf eine Anstellung zu hoffen.
Regie: Jan Klata
Bühne und Kostüme: Justyna Łagowska; Mirek Kaczmarek
Choreographie: Maćko Prusak
Dramaturgie: Olaf Kröck
Ort:
Schauspielhaus
Termin:
Sa, 11.2.2012, 19:30 |
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Die Ratten
von Gerhart Hauptmann
Nichts wünschen sich Frau John und ihr Mann sehnlicher als ein Kind, seit ihr Albertchen drei Monate nach der Geburt gestorben ist. Als Frau John mit der Zeit klar wird, dass ihre Hoffnungen umsonst sind, lässt sie sich auf ein zweifelhaftes Geschäft ein: Sie nutzt die lange Abwesenheit ihres Mannes und kauft sich ein Baby. Von der verzweifelten hochschwangeren Pauline Piperkarcka, die drauf und dran war, sich in die Spree zu stürzen. So scheint erstmal allen geholfen. Stolz präsentiert Frau John ihrem Mann und der Nachbarschaft das Kind. Doch Pauline bekommt Gewissensbisse und verlangt ihren Sohn zurück. Da Frau John das Kind jedoch freiwillig nicht hergeben will, vertauscht es Pauline heimlich mit dem todkranken Kind der Nachbarin. Die tragische Geschichte der verzweifelten Mütter entwickelt sich zur Verwechslungskomödie, in der schließlich niemand mehr weiß, wer was vor wem geheim hält und welches Kind zu wem gehört. Eine „Berliner Tragikomödie“ nennt Gerhart Hauptmann sein Stück, das er 1909 am Höhepunkt seines Ruhmes fast zwanzig Jahre nach seinem Skandaldebüt „Vor Sonnenaufgang“ schrieb. Hier ist versammelt, was unter dem Titel Naturalismus am Ende des 19. Jahrhunderts die Theatermittel radikal erneuerte: In einer verkommenen Mietskaserne, auf deren Dachboden der arbeitslose Theaterdirektor Hassenreuther seinen Kostümfundus untergebracht hat, tummeln sich die Ratten und die kleinen Leute, deren Lebensdramen H auptmann auf die Bühne bringt. Dass der Theologiestudent Erich Spitta, der unbedingt Schauspieler werden möchte und bei Hassenreuther Unterricht nimmt, als eine Art Alter Ego Hauptmanns auftritt und vehement fordert, dass es auf der Bühne genauso lächerliche Figuren wie im Leben geben sollte, hält dem Naturalismus den Spiegel vor und erinnert daran, dass manchmal die Dramen des echten Lebens die bewegendsten sind.
Regie: David Bösch
Bühne: Patrick Bannwart
Kostüme: Meentje Nielsen
Dramaturgie: Sabine Reich
Ort:
Kammerspiele
Termin:
So, 12.2.2012, 17:00 |
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Woyzeck
von Georg Büchner
Woyzeck steht ganz unten in der Hackordnung der Gesellschaft. Er ist der einfache Laufbursche eines Hauptmanns, seine kleinen Einkünfte reichen nur spärlich für sein uneheliches Kind und dessen Mutter Marie, die sich schließlich von den Geschenken und Umwerbungen eines feschen Tambourmajors verführen lässt. Als Woyzeck den Seitensprung bemerkt, stellt er sich dem Nebenbuhler in den Weg. „Eine der faszinierendsten Woyzeck-Interpretationen seit langem.“ (Theater der Zeit) „Hingehen, gucken und sich mitnehmen lassen.“ (theater pur)
Regie: David Bösch
Bühne & Kostüme: Patrick Bannwart
Musik: Karsten Riedel
Dramaturgie: Olaf Kröck
Ort:
Schauspielhaus
Termin:
Sa, 25.2.2012, 19:30 |
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Zoff in Chioggia
in einer Bearbeitung von Nuran David Calis nach Carlo Goldoni
Die Regeln im Fischerdorf Chioggia sind klar. Die Männer fahren hinaus aufs Meer, während die Frauen daheim auf sie warten. Man lebt von der Hand in den Mund, und ein Mann, der ein Boot hat, ist wer im Dorf. Und wer ein Mädchen hat sowieso. Da braucht sich nur Toffolo einmal zu Lucietta zu setzen und ihr einen auszugeben und schon brodelt die Gerüchteküche. Denn Lucietta ist mit dem jungen Fischer Titta Nane verlobt. Natürlich erfährt der sofort von Toffolos vermeintlichem Annäherungsversuch. Dabei steht dieser doch in Wirklichkeit auf Checca und sie auch auf ihn. Also gibt es Zoff in Chioggia. Verlobte trennen sich, Freundschaften zerbrechen, es wird mit Steinen geworfen und Messer werden gezückt. Junge Männer suchen nach einer Perspektive, Frauen hören nicht auf herumzuzicken und ein junger Gerichtsassessor verliert beim Versuch zu schlichten sein Herz und schließlich vollkommen den Überblick. Was bleibt, ist nicht nur die Frage, wer nun eigentlich wen liebt, sondern auch, wer als Erster über seinen Schatten springt.
Carlo Goldoni hat seine Komödie 1761 geschrieben. Vorbild für sein Stück war der reale Fischerort Chioggia in der Lagune von Venedig. Nuran David Calis überschreibt Goldonis Geschichte und erzählt von seinem ebenso realen Chioggia, das im 21. Jahrhundert liegt – in Italien, im Süden Europas oder mitten im Ruhrgebiet. Bevölkert wird es von Schauspielern des Bochumer Ensembles und von jungen Sängern und Tänzern aus der Ruhrregion. Und die kommen bekanntlich von überall her.
Regie: Nuran David Calis
Bühne: Irina Schicketanz
Kostüme: Amélie Lionella von Bülow
Musik: Vivan Bhatti
Dramaturgie: Thomas Laue
Ort:
Schauspielhaus Bochum
Termine:
Fr, 10.2.2012, 19:30 |
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Do, 16.2.2012, 19:30 |
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Sa, 10.3.2012, 19:30 |
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Fr, 30.3.2012, 19:30 |
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Heimat ist auch keine Lösung
Eine musikalische Expedition in die Fremde
Zu allen Zeiten haben Menschen ihre Heimat verlassen, um in der Fremde ihr Glück zu suchen, um zu erobern, Unentdecktes zu erforschen oder zu handeln, getrieben von Sehnsucht oder vertrieben durch Diktatoren oder die reine Not. Ob auf Reisen, auf der Flucht oder im Exil, nirgendwo wird einem so bewusst, was Heimat bedeutet, wie in der Fremde – und immer wurde darüber gedichtet, gespielt und gesungen.
In seinem neuen Programm begibt sich Thomas Anzenhofer mit Maja Beckmann, Michael Schütz und fünf Musikern auf eine musikalische Expedition. Unter seiner und Torsten Kindermanns Leitung entsteht ein Abend für die Kammerspiele über Stillstand und Bewegung und eine Hommage an all die Menschen, die in ihrer Musik die unstillbare Sehnsucht nach Heimat und Fremde besingen.
Leitung: Thomas Anzenhofer, Torsten Kindermann
Künstlerische Beratung: Christian Ebert
Bühne: Mara Klimek
Kostüme: Annika Träger, Elisa Pelkmann
Video: Stephan Komitsch
Dramaturgie: Anna Haas
Ort:
Kammerspiele
Termine:
Do, 9.2.2012, 19:30 |
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Sa, 25.2.2012, 19:30 |
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Do, 1.3.2012, 19:30 |
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Sa, 17.3.2012, 19:30 |
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Fr, 30.3.2012, 19:30 |
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Kleiner Mann - was nun?
von Hans Fallada
Es geht um Liebe und Geld, Geld und Liebe. Wie kann man die Liebe und all das, woran man glaubt, bewahren, wenn das Geld und immer wieder das Geld fehlt? Werden dann die Liebe und das Glück zum unerreichbaren Luxus? „Fleißig sind wir, sparsam sind wir, schlechte Menschen sind wir auch nicht, den Murkel wollen wir auch, gerne wollen wir ihn – warum soll es uns da eigentlich schlecht gehen? Das hat doch gar keinen Sinn!“ Recht hat Lämmchen, die frisch verheiratete Frau Pinneberg: es hat gar keinen Sinn. Es hat keinen Sinn, dass ihr Mann einer von Millionen ist, die auf der Straße stehen ohne Arbeit. Es hat keinen Sinn, dass sie kämpfen und rechnen müssen, jeden Pfennig dreimal umdrehen und doch reicht es nicht.
David Bösch inszeniert die Geschichte von Lämmchen und Pinneberg nach dem Roman von Hans Fallada, der 1932 erschien. So viele Jahre seitdem auch vergangenen sind und so viel sich auch geändert hat, es ist so vieles gleich geblieben: es hat keinen Sinn, dass es Menschen wie Lämmchen und Pinneberg schlecht geht.
Regie: David Bösch
Bühne: Thomas Rupert
Meentje Nielsen: Kostüme
Musik: Karsten Riedel
Dramaturgie: Sabine Reich
Ort:
Schauspielhaus Bochum
Termine:
Mi, 8.2.2012, 19:30 |
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Fr, 17.2.2012, 19:30 |
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So, 11.3.2012, 19:00 |
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Mo, 26.3.2012, 19:30 |
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Das Leben ist kein Fahrrad
von Biljana Srbljanović
„Du findest dich im Leben überhaupt nicht zurecht.“ Dieser Satz ihres Vaters klingt Nadezda noch lange im Ohr. Sogar nachdem er längst tot ist. Überhaupt: Es sind die Väter, die das neue Stück von Biljana Srbljanovic bestimmen. Die anwesenden ebenso wie die abwesenden. Da ist zum einen Nadezda, die ihren Vater ins Krankenhaus bringt, weil er krank ist, obwohl er sich stur dagegen wehrt. War er nicht immer gesund? Was soll er dann in einem Krankenhaus? Eine Auseinandersetzung zwischen Tochter und Vater folgt: kämpferisch, persönlich und zutiefst berührend. Aber auch die anderen Figuren von Biljana Srbljanovic arbeiten sich an ihren Vätern ab: Kindchen wartet, eigentlich immer schon, auf den Vater, der niemals auftaucht, und findet in Ropac Ersatz – und vielleicht sogar so etwas wie Liebe. Und Aleksa, der Arzt aus dem Krankenhaus, lebt wieder bei seiner Mutter. Mit fünfzig. Auch hier ein Vater, der fehlt. Und eine Mutter, die auch das noch mit übernimmt. In einem Reigen hängen sie alle miteinander zusammen. Sie begegnen einander, obwohl sie sich eigentlich nicht kennen. Zufällig und in starken persönlichen Szenen. Und sie wissen doch nicht, wie sehr sie tatsächlich miteinander verbunden sind. Die serbische Autorin Biljana Srbljanovic gehört zu den wichtigsten Stimmen der europäischen Gegenwartsdramatik. Sie hat ihr neues Stück für das Schauspielhaus Bochum und für den Regisseur Anselm Weber geschrieben.
Regie: Anselm Weber
Bühne: Raimund Bauer
Kostüme: Meentje Nielsen
Musik: Kapelsky
Dramaturgie: Thomas Laue
Ort:
Kammerspiele
Termine:
Mi, 15.2.2012, 19:30 |
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So, 26.2.2012, 17:00 |
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So, 25.3.2012, 19:00 |
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Irgendwo
Renegade in Residence
Tanztheater von Malou Airaudo
Das Schauspielhaus Bochum erhält wieder einen Tanzpartner: Mit Beginn der neuen Intendanz startet „Renegade in Residence“. Renegade nutzt die Räume des Schauspielhauses in Bochum, Choreografen und Tänzer werden Teil des Hauses und arbeiten immer wieder auch in den „klassischen“ Produktionen des Hauses. Und einmal im Jahr entsteht unter der künstlerischen Leitung von Renegade eine gemeinsame Produktion – mit den Tänzern, mit vielen Künstlern aus Europa wie auch mit dem Ensemble des Schauspielhauses. Die erste gleich am Eröffnungswochenende der neuen Saison im Herbst:
Irgendwo begegnen sich fünf Breakdancer und vier zeitgenössische Tänzer. Räume entstehen und werden sogleich wieder transformiert. Die Tänzer erschaffen Hindernisse, um sie zu überwinden, erbauen Höhen, um sie zu erklimmen, erfinden Wege, um sie zu erkunden. Orte werden gemeinsam entdeckt, definiert und ständig umgestaltet. Dieses Irgendwo ist voller Energie und kraftvoller Bewegung, zugleich aber auch voller Harmonie und angespannter Ruhe.
Die Choreografin und Regisseurin Malou Airaudo folgt in ihrer Arbeit keinen vorgezeichneten Bahnen. Sie lässt sich von den Persönlichkeiten und Techniken ihrer Tänzer inspirieren und vertraut dabei auf die Begegnung und den kreativen Moment. Die Kombination von verschiedenen Tanzstilen ist das Markenzeichen von Renegade und lädt damit zu einer spannenden Entdeckungsreise ein, die irgendwo beginnt aber nie irgendwo endet.
Regie & Choreografie: Malou Airaudo
Musikalische Mitarbeit: Julio Cesar Iglesias
Licht: Denny Klein / Niko Moddenborg
Kostüme: Sabine Schneider
Eine gemeinsame Produktion von Schauspielhaus Bochum und Pottporus e.V./Renegade, Herne
Ort:
Kammerspiele
Termin:
Sa, 3.3.2012, 19:30 |
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Norway.Today
von Igor Bauersima
„Hallo, ich bin Julie. Ich werde bald Selbstmord begehen.“ Und das möchte sie mit jemandem zusammen tun. Julie ist bedient. Sie hat gehabt. Sie ist satt. Es reicht. Im Internet trifft sie August, der ebenfalls beschlossen hat zu sterben. Für ihn ist das Leben ein einziger Fake. Gemeinsam reisen sie an einen norwegischen Fjord, um dort von einer 600 Meter hohen Klippe in den Tod zu springen. In einer Videobotschaft wollen sie sich von der Welt und ihren Familien verabschieden. Und während sie noch nach den passenden letzten Worten suchen, erwacht in ihnen die Sehnsucht nach Leben.
„norway.today“ basiert auf einem realen Fall, bei dem die beiden Jugendlichen tatsächlich gesprungen sind. Bauersima macht daraus ein packendes Stück über das Jungsein. Und eine Geschichte über das Sterbenwollen wird zum Plädoyer für das Leben.
Regie: Martina van Boxen
Bühne: Michael Habelitz
Kostüme: Cathleen Kaschperk
Dramaturgie: Sascha Kölzow
Ort:
Theater Unten
Termine:
Mi, 8.2.2012, 11:30 |
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Do, 16.2.2012, 11:00 |
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Fr, 17.2.2012, 18:00 |
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Mo, 12.3.2012, 19:30 |
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Di, 13.3.2012, 11:00 |
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Mi, 14.3.2012, 19:30 |
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Di, 27.3.2012, 18:00 |
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Die kleine Hexe
Kinder- und Familienstück von Otfried Preußler
Die kleine Hexe ist mit 127 Jahren eigentlich noch zu jung für das größte Hexenfest des Jahres, die Walpurgisnacht. Bevor sie trotzdem mitfeiern darf, muss sie eine Prüfung ablegen: Wenn sie beweist, dass sie eine gute Hexe geworden ist, darf sie mit zum Blocksberg. Ein Jahr lang bereitet sie sich vor. Sie lernt das ganze Hexenbuch auswendig, hext nur Gutes und hilft vielen Menschen. Aber wie hätte die kleine Hexe wissen sollen, dass ihre guten Taten bei den erwachsenen Hexen gar nicht gut ankommen? Dass eine gute Hexe nur Böses hexen darf? Nun soll sie bestraft werden. Aber das lässt sich die kleine Hexe nicht bieten. Sind nicht die anderen die schlechten Hexen? Die sollen in dieser Walpurgisnacht ihr blaues Wunder erleben. Ein spannendes Abenteuer nicht nur für kleine Hexen!
Um interessierten Lehrerinnen und Lehrern die Planung für einen Besuch mit ihren Schülern im Schauspielhaus Bochum zu erleichtern, haben wir für Schulen bereits alle Vorstellungstermine von „Die kleine Hexe“ und „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ bis einschließlich Februar 2012 für den Vorverkauf freigegeben.
Regie: Henner Kallmeyer
Bühne: Franziska Gebhardt
Kostüme: Silke Rekort
Musik: Burkhard Niggemeier
Dramaturgie: Sascha Kölzow
Ort:
Schauspielhaus
Termine:
So, 5.2.2012, 16:00 |
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Mo, 6.2.2012, 09:30 |
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Fr, 10.2.2012, 09:30 |
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So, 12.2.2012, 17:30 |
Tickets online |



Mo, 13.2.2012, 09:30 |
Tickets online |



So, 4.3.2012, 16:00 |
Tickets online |



Mo, 5.3.2012, 09:30 |
Tickets online |



Mo, 12.3.2012, 12:00 |
Tickets online |



Di, 27.3.2012, 11:00 |
Tickets online |



Do, 29.3.2012, 09:30 |
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Was ihr wollt
von William Shakespeare
Wir sind nun einmal, was wir sind. Aber gibt es tatsächlich nur die eine Identität, die wir zeitlebens mit uns herumtragen? Shakespeare zeigt in seiner melancholischsten Komödie, was passiert, wenn sich nicht nur die Geschlechter verdrehen, sondern auch die Vorstellung von dem, was wir sein wollen: Er schickt seine Viola auf eine Reise durch Illyrien, dem Land des Rausches und der Liebe, und lässt sie dort als Cesario in den Dienst des Herzogs Orsino treten. Als Mann verkleidet verliebt sich die Frau in ihr in den Herzog, während sie als Mann der Gräfin Olivia den Kopf verdreht. Gefühlschaos und Liebeswirrwarr sind die Folge. Bis schließlich Sebastian auftaucht, Violas Zwillingsbruder. Oder ist er auch nicht, was er zu sein scheint? In der Regie von Hausregisseur Roger Vontobel erkennt Viola schließlich: Ich bin nicht, was ich bin – und auf jeden Fall mehr als eine.
Regie: Roger Vontobel
Bühne: Claudia Rohner
Kostüme: Dagmar Fabisch
Musik: Keith O'Brien
Dramaturgie: Thomas Laue
Ort:
Schauspielhaus
Termine:
Sa, 18.2.2012, 19:30 |
Tickets online |



So, 26.2.2012, 19:00 |
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So, 25.3.2012, 19:00 |
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Drei Schwestern
von Anton Tschechow
Sie sitzen in der Provinz und träumen sich in die große, weit entfernte Stadt. Sie glauben, dass dort alles besser ist als hier in dem Nest, in das sie vor vielen Jahren mit dem Vater kamen. Jetzt sind sie keine Mädchen mehr und der Vater ist tot. Dort, in der großen Stadt, muss Leben sein. Hier auf dem Land ist alles nur ein Abziehbild von dem, was man in die Ferne projiziert. So sitzen die drei Schwestern Olga, Mascha und Irina mit ihrem Bruder Andrej, dem erfolglosen Akademiker, in ihrem Landhaus in der Garnisonsstadt und träumen sich „nach Moskau, nach Moskau, nach Moskau“. In Anton Tschechows Stück sieht man eine Welt im Umbruch. Es ist eine Gesellschaft, die sich überlebt hat, aber mit den Veränderungen um sie herum nicht umzugehen weiß. Denn die Menschen wissen überhaupt wenig mit sich und ihrer Existenz anzufangen. Sie sehnen sich nach Aufgaben, nach großen Taten und sind doch von der Arbeit schnell angestrengt, müde und bekommen Kopfschmerzen. Sie verzehren sich nach Liebe, sie wünschen sich Glück und wissen doch nicht, in welcher Form und wo sie es finden könnten. Sie leben in der Provinz und reden ständig davon, ihr Leben in die Hand zu nehmen, ohne jedoch über Jahre hinweg irgendeine Anstrengung zu unternehmen, ihre Wünsche zu erfüllen. Tschechows Drama ist ein raffiniertes, dicht verwobenes Gesellschaftsspiel voller Witz, das der niederländische Musiktheatermacher Paul Koek als zweite Zusammenarbeit zwischen dem Schauspielhaus und der Veenfabriek aus Leiden zur Spielzeiteröffnung inszeniert.
Regie: Paul Koek
Bühne: Theun Mosk
Kostüme: Dorothee Curio
Musik: Veenfabriek
Dramaturgie: Paul Slangen, Olaf Kröck
Ort:
Schauspielhaus
Termine:
Fr, 24.2.2012, 19:00 |
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Fr, 16.3.2012, 19:00 |
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Tod eines Handlungsreisenden
von Arthur Miller
Wir haben Amerika geliebt und gehasst, wir haben es siegen sehen und sehen es scheitern. Wir haben das Land der unendlichen Möglichkeiten bewundert und verachtet, wir haben seine Träume geträumt und sind uns nun nicht mehr sicher, ob es nicht die falschen Träume waren. So wie Willy Loman, der Handlungsreisende, der immer unterwegs ist, seinen Träumen von Erfolg und Reichtum ein Leben lang hinterjagt, immer einen Witz und eine gute Idee parat, doch irgendwann wird er müde und weiß nicht mehr, wohin der Weg noch führt. Die italienische Regisseurin Agnese Cornelio, die zum ersten Mal in Bochum inszeniert, führt uns mit Arthur Millers wohl berühmtesten Stück auf eine letzte Reise durch Amerika. Gute Nacht John-Boy!
Regie: Agnese Cornelio
Bühne: Thimo Plath
Kostüme: Ursula Bergmann
Video: Bibi Abel
Dramaturgie: Sabine Reich
Ort:
Kammerspiele
Termine:
Sa, 18.2.2012, 19:30 |
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Mi, 14.3.2012, 19:30 |
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Die Dreigroschenoper
von Bertolt Brecht mit Musik von Kurt Weill
„Die Welt ist arm, der Mensch ist schlecht, da hab ich eben leider recht“, ist einer der zentralen Sätze der „Dreigroschenoper“. Bertolt Brechts Opern-Persiflage, mit der er weltberühmt wurde, zeigt Menschen auf der untersten Stufe der Gesellschaft: Kleinkriminelle, Huren, Bettler. „Wovon lebt der Mensch?“, fragt Macheath, den sie Mackie Messer nennen. „Der Mensch lebt von der Missetat allein“, kommt die Antwort vom Chor der Gangster. In der „Dreigroschenoper“ erzählt Bertolt Brecht, begleitet von der berühmten Musik Kurt Weills, die Geschichte von drei Männern. Da ist Mackie Messer, der Chef einer großen Gangsterorganisation in London. Der wird geschützt von seinem alten Freund Tiger Brown, dem obersten Polizeichef der Stadt. Dafür kassiert er eine saftige Summe. Ihr Widersacher ist Jonathan Jeremiah Peachum, der Inhaber der Firma „Bettlers Freund“. Der hat das Betteln zum einträglichen Unternehmen gemacht, indem er die Bettler organisiert und ihnen einen großen Teil der Almosen als Organisationsgebühr wegnimmt. Dass seine junge, hübsche Tochter Polly den Gangsterboss Mackie Messer heiratet, passt dem Herrn Peachum gar nicht. Denn auch Mackie Messer betreibt ein erfolgreiches Unternehmen mit seinen Straßenräubern. Macheath, Tiger Brown und Peachum sind sich sehr ähnlich. Sie alle kennen zunächst nur ihr eigenes Begehr. Und sie haben ihre Unternehmungen straff nach Geschäftsprinzipien organisiert. Wer ihren Absichten in die Quere kommt, muss weg. Und so beginnt ein rücksichtsloser Kampf um Einfluss und die Wahrung der eigenen Interessen auf Kosten anderer. Die Moral bleibt dabei auf der Strecke.
Regie: Christoph Frick
Musikalische Leitung: Bo Wiget
Bühne: Viva Schudt
Kostüme: Maria Roers
Dramaturgie: Olaf Kröck
Ort:
Schauspielhaus
Termine:
So, 19.2.2012, 17:00 |
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So, 18.3.2012, 17:00 |
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Fred und Anabel
Eine Liebesgeschichte für Kinder ab 3 Jahren nach dem Bilderbuch von Lena Hesse
Fred und Anabel sind ein ungleiches Paar. Doch sie sind unzertrennlich. Ein Kater und eine Graugans. Den schönsten Sommer ihres Lebens haben sie miteinander verbracht: Fred hat Anabel gezeigt, wie man auf Bäume klettert. Und Anabel wollte Fred das Fliegen beibringen – das war gar nicht so leicht. Doch dann kommt der Herbst und die Tage werden kälter und kälter. Wie alle Zugvögel muss auch Anabel in den warmen Süden aufbrechen, während Fred sich ohne seine Freundin auf dem Ofen bei Paula Mai einrollt. Er vermisst Anabel schrecklich. Und auch Anabel hält es ohne Fred kaum aus – weder in der Wüste noch am grünen See noch in der Silvesternacht. So beginnen die beiden, einander Briefe zu schreiben… und irgendwann muss auch der längste Winter vorbeigehen.
Martina van Boxen inszeniert diese Geschichte über Freundschaft, Sehnsucht, Liebe und das Vergehen der Zeit als Erzähltheater mit Puppen und Musik für Kinder ab 3 Jahren.
Regie: Martina van Boxen
Bühne: Michael Habelitz
Kostüme: Cathleen Kaschperk
Dramaturgie: Anna Haas
Ort:
Melanchthonsaal
Termine:
Sa, 4.2.2012, 15:00 |
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So, 19.2.2012, 15:00 |
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Mi, 22.2.2012, 11:00 |
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Do, 8.3.2012, 11:00 |
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Sa, 17.3.2012, 15:00 |
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Sa, 24.3.2012, 15:00 |
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Sa, 31.3.2012, 15:00 |
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Der verlorene Drache
Renegade in Residence
Tanztheaterstück von Malou Airaudo
Am Schauspielhaus gibt es ein neues Tanztheater: Einmal im Jahr entsteht unter der künstlerischen Leitung von Pottporus e.V./Renegade eine gemeinsame Tanztheaterproduktion: „Renegade in Residence“. In der ersten Spielzeit ließ die Choreografin und Regisseurin Malou Airaudo auf der Bühne fünf Breaker und vier zeitgenössische Tänzer mit klassischer Ausbildung aufeinandertreffen. In „Irgendwo“ hat sie so die Stile der B-Boys und der Modern-Dancer zu einer eigenen, neuen Sprache des Tanzes verschmolzen. Publikum und Presse reagierten begeistert. Nun wird Malou Airaudo mit einer neuen Produktion die Arbeit fortführen. Wieder werden Tänzer unterschiedlicher Stilrichtungen gemeinsam auf der Bühne stehen. Und sie werden, jeder auf seine Weise und zusammen, nach dem verlorenen Drachen suchen. Nach der Sehnsucht und der Hoffnung, der Liebe und der Kraft der Träume, aber auch der Traurigkeit und eben der Verlorenheit, die der Mensch nun einmal in sich trägt.
Choreografie und Regie: Malou Airaudo
Assistenz: Frederik Rohn
Mitarbeit Bühne: Henriette Barniske
Mitarbeit Kostüm: Anna Heinz
Musikalische Assistenz: Rasmus Nordholt
Dramaturgie: Anna Haas
Produktionsleitung: Zekai Fenerci
Produktionsassistenz: Tanja Engel
Eine gemeinsame Produktion von Schauspielhaus Bochum und Pottporus/Renegade, Herne
Ort:
Kammerspiele
Termine:
Fr, 17.2.2012, 19:30 |
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Sa, 31.3.2012, 19:30 |
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Die Jungfrau von Orleans
von Friedrich Schiller
Sie fragt sich nicht, woran sie glauben soll. Sie glaubt. Eine göttliche Stimme hat ihr befohlen, Frankreich von den englischen Invasoren zu befreien. Dabei ist Johanna ein einfaches Mädchen vom Land, und doch bringt sie die entscheidende Wendung in einem hundertjährigen Krieg. Ist sie Heilige oder Verrückte, Märtyrerin oder Hexe, Vaterlandsretterin oder kaltblütige Amazone, Hochstaplerin oder Lichtgestalt, furchtlose Gotteskriegerin oder naive Schafhirtin? Oder einfach nur eine standhafte junge Frau, die an ihre Sache glaubt? In jedem Fall ist sie eine Ikone, ein Mythos, all das, wozu die Mächtigen ihrer Welt sie machen: Sie wird als Heilige gefeiert, als Hexe verbrannt, um schließlich als Märtyrerin verehrt zu werden. Regisseur Roger Vontobel zeichnet das Psychogramm dieser Ikone. Er zieht die historischen Prozessprotokolle hinzu und deckt die politische Dimension von Schillers „romantischer Tragödie“ auf.
Regie: Roger Vontobel
Bühne: Claudia Rohner
Kostüme: Nadine Grellinger
Musik: Daniel Murena
Dramaturgie: Anna Haas
Ort:
Kammerspiele
Termine:
So, 19.2.2012, 19:00 |
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So, 18.3.2012, 19:00 |
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Haus am See
von Reto Finger
Noch ist nicht renoviert und auch der Garten muss noch gemacht werden. Aber sonst fehlt es eigentlich an nichts zur Einweihungsfeier im neuen Haus des Unternehmers Robert Keller. Mit dem Kauf dieser Immobilie am See hat er sich einen Traum erfüllt: Nach 25 Jahren kehrt er zurück in sein Elternhaus, das er und seine beiden Brüder in ihrer Kindheit verlassen mussten. Mit ihnen gemeinsam will er nun ein Fest feiern, das auch ein Sieg über die Vergangenheit sein soll: Kein Streit mehr, keine Trauer über die Eltern, die die Familie verlassen haben. Ein Neuanfang und ein Hoch auf die Zukunft am See. Doch neben den geladenen Gästen taucht auch die schöne Unbekannte Vera auf und bringt nicht nur die Brüder ins Schwitzen, sondern weiß auch, dass man im Garten dieses Hauses besser nicht zu tief graben sollte.
Der Schweizer Autor Reto Finger hat sein neues Stück für das Ensemble des Schauspielhauses Bochum geschrieben – eine Komödie, ein Krimi und ein Psychodrama, das Intendant Anselm Weber in den Kammerspielen inszeniert.
Regie: Anselm Weber
Bühne: Alex Harb
Kostüme: Meentje Nielsen
Ort:
Kammerspiele
Termine:
Sa, 11.2.2012, 19:30 |
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So, 4.3.2012, 19:00 |
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Sa, 10.3.2012, 19:30 |
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Die Labdakiden
Eine Politsaga von Sophokles, Aischylos und Euripides
Es ist die Geschichte von Ödipus und seinen Kindern. Sie sind die Nachkommen des Labdakos und herrschen seit Generationen in Theben. Eine Dynastie, deren Familiengeschichte untrennbar mit der von Macht und Politik verbunden ist. Theben steckt in einer schweren Krise und es heißt, nur wenn der Mörder von König Laios, Ödipus Vorgänger, gefunden und aus der Stadt vertrieben würde, bestünde Hoffnung. Ödipus macht sich sogleich daran, den alten Mordfall aufzuklären, doch die Familie hütet ein dunkles Geheimnis. Nach und nach findet Ödipus heraus, dass er selbst der Mörder Laios’ ist, dass Laios noch dazu sein leiblicher Vater ist und Iokaste, seine Frau, in Wahrheit seine Mutter. Von der eigenen Blindheit erschüttert, sticht er sich die Augen aus. Auch Ödipus’ Kindern ist kein Glück beschieden. Die Söhne, Eteokles und Polyneikes, stürzen die Stadt im Streit um die Thronfolge in den Krieg und sterben beide – einer von der Hand des anderen. Antigone, die Schwester, will auch den Bruder, der gegen die Stadt gekämpft hat, bestatten. Doch das verbietet ihr Onkel Kreon, der sich als neuer Herrscher der Stadt verzweifelt bemüht, Recht und Ordnung wiederherzustellen.
Eine Familien- und Politsaga nach vier Stücken der drei großen antiken Tragödiendichter, erzählt an einem Theaterabend.
Regie: Roger Vontobel
Bühne: Claudia Rohner
Kostüme: Nadine Grellinger
Musik: Daniel Murena / Joe Masi
Ort:
Schauspielhaus
Termine:
Sa, 4.2.2012, 19:30 | Wiederaufnahme |
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Fr, 9.3.2012, 19:30 |
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Verschiebung der Premiere „Das Leben der Bohème“ auf den 25. April 2012
Aufgrund einer Erkrankung von Regisseurin Barbara Hauck mussten wir die für den 18. Dezember 2011 geplante Premiere und damit auch die Folgevorstellungen von Aki Kaurismäkis „Das Leben der Bohème“ leider verschieben. Die Proben können im Frühjahr wieder aufgenommen werden können.
Das Leben der Bohème
nach dem Film von Aki Kaurismäki
Premiere: 25. April 2012, Theater Unten
Der albanische Maler Rodolfo, der Komponist Schaunard und der Schriftsteller Marcel Marx sind Meister der Improvisation. Ihr Leben im Provisorium haben sie zur Kunstform erhoben. Am Rande des Existenzminimums schlagen sie sich mit Stil, Mut zur Behauptung und Fantasie durch den Dschungel der Großstadt. Sie leben von Tag zu Tag, von der Hand in den Mund, und kommen sie einmal zu Geld, wird es sogleich mit spielerischer Leichtigkeit auf den Kopf gehauen. Inspiriert von Henri Murgers Roman „Scènes de la vie de bohème” (1851) und Giacomo Puccinis Oper „La Bohème“ erzählt der finnische Regisseur Aki Kaurismäki vom Leben drei gestrandeter Künstlerexistenzen. Mit bestechender Zartheit und liebevollem Humor lässt er sie gegen verständnislose Vermieter, ungeduldige Gönner, die Willkür der Grenzbehörden kämpfen – und im Moment tiefster Verzweiflung die große Liebe finden. Denn die sitzt, wie es der glückliche Zufall will, eines Abends einfach vor der Tür. Die junge Regisseurin Barbara Hauck bringt in ihrer ersten Bochumer Inszenierung Kaurismäkis tragikomischen Filmstoff auf die Bühne.
Besetzung
Regie: Barbara Hauck
Bühne: Johanna von Gehren
Dramaturgie: Anna Haas
Ort:
Theater Unten
Termin:
Mi, 25.4.2012, 19:30 |
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Hikikomori
von Holger Schober
für Jugendliche ab 13 Jahren
H sitzt in seinem Zimmer. Schon lange. Sehr lange. Allein. Niemand darf hereinkommen, auch Mutter und Schwester kommen nicht mehr an ihn ran. Irgendwann hat H einfach vergessen, wo die Tür ist. Sich entschieden, nicht mehr mitzumachen, ganz bei sich zu bleiben. Von dort aus über die Welt nachzudenken und manches an ihr so klarer zu sehen. Im Chat trifft er eines Tages Rosebud. Sie scheint ihn zu verstehen. Könnte sie sogar das rothaarige Mädchen sein, an das er sich erinnert, wenn er an früher denkt?
Menschen wie H, die sich einschließen, manchmal über Jahre, und den Kontakt zu ihren Mitmenschen abbrechen, nennt man Hikikomori – ein Phänomen, das in Japan nach Schätzungen bis zu einer Million junger Menschen betrifft. Krankheit oder Protest gegen die verqueren Erwartungen der Gesellschaft?
Regie: Martina van Boxen
Bühne & Video: Michael Habelitz
Kostüme: Cathleen Kaschperk
Ort:
Melanchthonsaal
Termin:
Do, 15.3.2012, 19:30 |
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Eisenstein
von Christoph Nußbaumeder
Glücklich sind sie nicht geworden, die Schatzschneiders aus Eisenstein. Sind von Eisenstein nach München gegangen, reicher geworden und mächtiger über die Jahre, aber das Unglück lag wie ein Fluch über dieser Familie. Dabei standen 1945 die Sterne gut für den alten Josef Schatzschneider: In den Wirren der Nachkriegsjahre hat er sich gut gestellt mit den Alliierten, hat seinen Bruder, der bei der SS war, durchbringen können und nebenbei noch Erna, die junge Frau, die als Flüchtling in den letzten Kriegstagen zu ihnen kam. Einen unehelichen Sohn hat er mit ihr, glaubt er. Der Junge Georg wächst in Eisenstein auf, erhält Josefs Bruder zum Stiefvater und wird zum ehrgeizigen und erfolgreichen Unternehmer. Als Georg sich in Gerlinde, Josefs Tochter, verliebt, muss Josef seine Vaterschaft beichten und das Paar trennen. Erna schweigt zu alledem, doch sie allein und die Wahrheit über Georgs wirklichen Vater könnten die beiden Unglücklichen erlösen. Als sie zu reden beginnt, ist es zu spät. Georg heiratet Heidi, die jüngere Schwester Gerlindes, die Ehe scheitert. Erst die dritte Generation der Schatzschneiders ist in der Lage, das Schweigen und die Lügen zu durchbrechen. Eingebettet in historische und politische Ereignisse erzählt Christoph Nußbaumeder die Saga einer zerrissenen Familie, die nicht zu sich findet. So ist es auch die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, die sich nur langsam aus den Schatten und dem Schweigen der Vergangenheit löst.
Regie: Anselm Weber
Bühne: Patrick Bannwart
Kostüme: Meentje Nielsen
Musik: Cornelius Borgolte
Video: Bibi Abel
Ort:
Kammerspiele
Termin:
Di, 6.3.2012, 19:30 | Wiederaufnahme |
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Peer Gynt
von Henrik Ibsen
„Peer Gynt“ ist die Geschichte von einem, der auszieht, um sich selbst zu finden. Er wird Brauträuber und Einsiedler, Großkapitalist und Sklavenhändler, Guru und Playboy. Nur um dann festzustellen, dass das Glück nicht fern, sondern sehr nah liegt. Eine Erkenntnis, die sehr spät kommt. Vielleicht zu spät.
Roger Vontobels Inszenierung wurde beim NRW-Theatertreffen 2010 als beste Inszenierung des Jahres ausgezeichnet.
Regie: Roger Vontobel
Bühne: Claudia Rohner
Kostüme: Nadine Grellinger
Ort:
Schauspielhaus
Termin:
Do, 22.3.2012, 19:30 |
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A Tribute to Johnny Cash
Eine musikalische Spurensuche
Johnny Cash, the Duke of Country; es dürfte kaum einen anderen Musiker geben, der einen ähnlich ikonenhaften Charakter für die Pop-Musik und den amerikanischen Traum – und zwar die hellen und die dunklen Seiten – besitzt wie Johnny Cash. Er war erfolgreicher Countrymusiker, Mann der Religion, tablettensüchtiger Raufbold, Bewahrer amerikanischer Traditionen und schließlich Kultfigur für die junge Generation – ein Mann voller Widersprüche. Doch nur wenige Helden der amerikanischen Musikgeschichte vereinen diese Widersprüche dermaßen zwanglos: Er vermied in seinen Liedern die Gemeinplätze seines Genres, spielte im Weißen Haus keine gefälligen Patrioten Nummern und besang im Folsom Prison oder in St. Quentin keine heile Welt. So bleibt von ihm mehr als nur sein berühmter „Boom-Chicka-Boom“-Sound – „We’ll meet again…“.
Regie: Arne Nobel
Musikalische Leitung: Torsten Kindermann
Bühne & Kostüme: Karsten Riedel / Julia Ströder
Ort:
Schauspielhaus
Termin:
Sa, 31.3.2012, 19:30 |


Hochstapeln
von Jan Neumann
Bei Hochstaplern denkt man in der Regel an Heiratsschwindler und professionelle Betrüger. Doch Hochstapeln ist in unserem Alltag kein Ausnahmephänomen. Tagtäglich stapeln wir hoch: Wir verschweigen etwas oder fügen der Wahrheit etwas hinzu. Wir wollen mehr sein als wir sind. Wir wollen unsere Mitmenschen übertrumpfen. Nicht anders ergeht es den sechs Figuren in diesem Stück. Wir lernen sie zu einem Zeitpunkt ihres Lebens kennen, an dem alles möglich zu sein scheint. Soeben haben sie ihr Abitur bestanden und die Welt steht ihnen offen. Nach zehn Jahren führt sie ein Klassentreffen wieder zusammen. Weitere werden folgen. Was sie jedoch zu jedem dieser Treffen treibt, ist weniger die gemeinsame Vergangenheit als die Gelegenheit sich im Spiegel des Gegenübers des eigenen gesellschaftlichen Standes zu versichern. Bin ich erfolgreicher als die anderen? Habe ich klügere Kinder? Bin ich ein besserer Mensch? Eine wiederkehrende Bestandsaufnahme, in der jeder damit beschäftigt ist, das eigene Leben als das absolute Glück zu behaupten ungeachtet aller offensichtlichen Nöte. Hinter dieser Fassade jedoch beginnt für jede Figur eine Konfrontation mit dem Moment der Wahrheit, ein Ringen um ihr Selbstbild.
Maike behauptet eine Liebe zu Jörg, die sie nicht empfindet – neun Jahre Beziehung, um nicht alleine zu sein. Johannes lebt Stärke wo eigentlich Schwäche ist, um einem vererbten Ideal von Männlichkeit gerecht zu werden. Arndt arbeitet Tag und Nacht daran sein Vermögen zu vergrößern und merkt zu spät, dass all seine Besitztümer schon lange ihre Bedeutung verloren haben. Und Michael, ein Pfarrer, behauptet weiter den Sinn in allem, was ihm widerfährt – obgleich ihn der Zweifel an seinem Glauben verbittern lässt. Sabine kann sich nicht eingestehen, dass die Fassade der familiären Harmonie bröckelt und verschweigt ihrem Mann seine tödliche Krankheit. Und Reinhard, ein erfolgreicher Politiker, muss sich öffentlich eingestehen, dass er auf die Fragen der Zukunft einfach keine Antworten mehr hat.
Die Sehnsucht nach dem Mehr und die Angst nicht zu genügen eint diese Figuren. Das Gefühl des inneren Mangels lässt sie sich und ihre Umwelt täuschen und den Bezug zur Wirklichkeit mehr und mehr verlieren. In einer Gesellschaft der immer absurderen Superlative ist das Hochstapeln weniger Betrug als Überlebensstrategie – bis die Blase zerplatzt und die Realität einen Moment der Wahrhaftigkeit einfordert.
Regie: Jan Neumann
Bühne: Thomas Goerge
Kostüme: Nini von Selzam
Video: Matthias Lippet
Dramaturgie: Anna Haas
Ort:
Theater Unten
Termin:
Mo, 5.3.2012, 19:30 |
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SCHAUSPIELHAUS BOCHUM
Oskar-Hoffmann-Straße
D-44789 Bochum
Telefon: +49 (0)234 / 3333-5555
Fax: +49 (0)234 / 3333-5512
ÖFFNUNGSZEITEN THEATERKASSE
Mo bis Fr 10.00 – 18.00 Uhr
Sa 10.00 – 14.00 Uhr, 18.00 Uhr bis zur Öffnung der Abendkasse
So 17.00 bis 18.00 Uhr
An Feiertagen bleibt die Vorverkaufskasse geschlossen.
ABENDKASSE SCHAUSPIELHAUS/ KAMMERSPIELE
Öffnung eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn.