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Schauspielhaus Bochum

In Bochum steht ein Schauspielhaus. Groß und stolz. Das schönste Theater der Welt, sagt man in Bochum. Die Adresse ist fürstlich: Königsallee. Der Eindruck von außen: ein Schiff, abfahrbereit der Stadt entgegenblickend.

Seit jeher bedeutet die Bühne die Welt, und deshalb soll die Welt auch hinein in dieses Theater. Sie darf es sprengen, ausdehnen, bis sich die weißen Säulen am Portal biegen, so wie in unserem neuen Signet: die Welt im schönsten Theater der Welt, zu Hause.
Und umgekehrt auch: ein Theater, das sich den Fragen der Welt stellt.

Aufbruch und neue Vielfalt verspricht die Spielzeit 2018/2019. Ein Aufbruch von sattsam bekannten Sichtweisen und Konventionen. Und ein Aufbruch in eine neue Zeit für das Schauspielhaus Bochum, in der kulturelle, politische und soziale Vielfalt
sein Gesicht prägen – so, wie sie es mit der Welt ja auch tun und mit unserer Heimat, dem Ruhrgebiet.

Kontakt

Schauspielhaus Bochum
Königsallee 15
D-44789 Bochum

Telefon: +49 (0)234 / 3333-5555
Fax: +49 (0)234 / 3333-5512

 

THEATERKASSE:
Königsallee 15
44789 Bochum
Tel. 0234 / 33 33 55 55
Email TICKETS@SCHAUSPIELHAUSBOCHUM.DE

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Schauspielhaus Bochum

Theater

Judas

Lot Vekemans

Premiere: 07. Mai 2019

Judas handelt von einem Mann, dessen Name für Verrat steht. Ein Mann, der jahrhundertelang von jedem geschmäht wurde. Doch wäre ohne diesen Menschen und ohne seinen Judaskuss das Christentum nie zu einer der großen Weltreligionen geworden. Es gibt in jedem Zeitalter Spekulationen über Judas und seine Motive. Nach zweitausend Jahren ist es an der Zeit, dass Judas selbst spricht: Er inszeniert einen letzten Versuch, seine Tat wieder auf ein menschliches Maß zurück zu bringen und sein Publikum dahin zu führen, wo es lieber nicht hin möchte: zu dem Judas in sich selbst. – Steven Scharf wurde für diese Rolle 2013 zum „Schauspieler des Jahres“ gewählt.

Regie: Johan Simons
Bühne: Bettina Pommer
Kostüme: Henriette Müller
Musik: Maarten Schumacher
Lichtdesign: Wolfgang Göbbel
Dramaturgie: Julia Lochte

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Theater

Orest in Mossul

Milo Rau und Ensemble nach Aischylos

Premiere: 17. Mai 2019

Mord, Blut, Rache. Endlos. Agamemnon opfert seine Tochter Iphigenie, seine Frau Klytaimnestra tötet ihn und wird wiederum vom eigenen Sohn ermordet. Ist das wirklich der Gründungsmythos der westlichen Zivilisation? Der Schweizer Regisseur Milo Rau, vielfach preisgekrönt, verbindet in Orest in Mossul antike Tragödie mit aktuellen politischen Konflikten. Mit einem internationalen Ensemble inszeniert er eine Orestie unserer Zeit, geprobt und inszeniert in Europa und im Irak. Und fragt: Ist es möglich, die scheinbar nicht endende Kette der Gewalt zu durchbrechen?

Regie: Milo Rau
Dramaturgie: Stefan Bläske
Bühne: Ruimtevaarders
Kostüme: An De Mol
Licht: Dennis Diels

Wir spielen die Aufführung im Original in niederländischer, arabischer und englischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln.

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Theater

Leonce und Lena

Georg Büchner

Premiere: 26. Mai 2019

Zwei Königskinder, jedes auf der Flucht vor einer Zwangsheirat, treffen aufeinander und verlieben sich – nicht wissend, dass eben sie es sind, vor wem sie fliehen. Auf ihrer Reise stellen sie alte Denkmuster und Konventionen in Frage. Wenn am Schluss aber doch die Ehe zwischen Prinz Leonce vom Reiche Popo und Prinzessin Lena vom Reiche Pipi feierlich vollzogen wird, bleibt Zweifel: Hat ihr Ausbruch den Raum geöffnet für ein freieres, ein autonomeres Leben? – Die junge Regisseurin Liliane Brakema inszeniert Georg Büchners weltberühmte Komödie im besonderen Ambiente der Zeche Eins.

Regie: Liliane Brakema
Bühne: Bettina Pommer
Kostüme: MAISON the FAUX
Dramaturgie: Janine Brogt
Musik: Wilko Sterke

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Theater

Hamlet

von William Shakespeare

Premiere: 15. Juni 2019

Der alte König Hamlet ist tot, sein Mörder und Bruder Claudius sitzt jetzt auf dem Thron. Prinz Hamlet verzweifelt und zwingt sich zum Handeln. Shakespeare machte um das Jahr 1600 aus einer bekannten Legende die Geschichte einer bis heute faszinierenden Sinnsuche, in der sich extreme Klarheit, Zerstörungslust, Idealismus und Verblendung blitzschnell abwechseln, mit tödlichen Folgen. Er schuf mit der Titelfigur eine der faszinierendsten Rollen der europäischen Theatergeschichte – zeitlos.

Regie: Johan Simons
Bühne, Kostüme: Johannes Schütz
Musik, Sounddesign: Mieko Suzuki
Mitarbeit Musik und Sounddesign: Lukas Tobiassen
Lichtdesign: Bernd Felder
Dramaturgie: Jeroen Versteele

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Theater

Marat / Sade

nach Peter Weiss

Premiere: 29. Juni 2019

Liberté, Egalité, Pfefferminztee. Zusammen mit den geistig gestörten Insassen einer Nervenheilanstalt probt der Marquis de Sade den Aufstand. Der Tod des Revolutionsführers Jean Marat in seiner Wanne wird wieder und wieder neu gestellt. Wann ist das Bild perfekt? Wer bestimmt über wen? Wer darf wen spielen? Wer bleibt bis zum Ende dabei? Ausgehend von Peter Weiss’ berühmtem Drama Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats dargestellt durch die Schauspielgruppe des Hospizes zu Charenton unter Anleitung des Herrn de Sade inszeniert die preisgekrönte Performancegruppe Monster Truck die Vorlage als Stück im Stück: als Zwangsgemeinschaft in einer geschlossen Klinik, einer reglementierten Behindertenwerkstatt, einer abgegrenzten Theaterbühne – der Willkür von anderen ausgeliefert. Ein Spiel im Spiel zwischen Inklusion und Exekution, Macht und Ohnmacht. Willkommen zur Premiere einer offenen Probe eines unfertigen Stücks. Nonsens statt Konsens. Macht kaputt, was euch kaputt macht.

Die Inszenierung ist Teil des zweijährigen Projekts Irrsinn in Kooperation mit dem NTGent

Regie, Bühne, Kostüme: Monster Truck

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Jugendprogramm

2069 - Das Ende der Anderen

Julia Wissert und Ensemble

Wie würde eine Welt aussehen, in der es die „Anderen“ nicht mehr gibt? Wie würde eine Welt funktionieren, in der wir diejenigen sein könnten, die wir sein wollen? Wie würden wir miteinander umgehen? 2069 ist das Jahr, in dem sich die Spielregeln unserer Gesellschaft verändern werden. Zum ersten Mal wird es hierzulande mehr People of Colour als weiße Menschen geben. Herkömmliche Ideen von „deutschem“ Aussehen sind dann ungültig. In den Kammerspielen spielen wir jetzt schon diese Zukunft.

Du inszenierst erstmals für Jugendliche – anders?
Julia Wissert: Ich merke auf jeden Fall, dass mich die Frage „Interessiert die das überhaupt?“ mehr begleitet als sonst. Aber sonst ist eigentlich alles gleich. Die Fragen, die Unsicherheiten, die Probleme. Ich glaube, mein Publikum wird direkter mit Kritik sein.

Wärst du lieber nach 2069 geboren?
Julia Wissert: Die Vorstellung, in einer Zeit zu leben, in der ich vielleicht andere Rollenvorbilder von Schwarzen Menschen gesehen bzw. überhaupt Vorbilder gehabt hätte, das fände ich schon ganz interessant. Oder die Aussicht auf eine Zeit, in der Schwarz und deutsch zu sein eine Realität für alle Menschen ist. Aber ich freue mich auch noch, wenn ich dann fast 100 Jahre alt bin. Dann kann ich als alte Frau sagen: „Wenn ihr wüsstet, wie es damals war...“ Das muss ja auch jemand machen.

Würdest du eine Zeitreise in deine Jugend machen?
Julia Wissert: Ich würde mich kurz in der Schule besuchen und sagen: „Hey, keine Sorge, das hier ist nicht die Wirklichkeit. Alle, die dir hier etwas beibringen, die wollen, dass du wirst wie alle anderen. Es ist aber super, nicht zu sein wie alle anderen. Vertrau dir, und es wird geil werden. Alles, was du erlebst, wird dich zu der Person machen, die du dann sein willst.“ Dann könnte mein altes Ich in den Matheunterricht gehen und sich freuen, dass es nichts versteht.

Regie: Julia Wissert

Deutsch mit englischen Übertiteln

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Theater

Unterwerfung

nach Michel Houellebecq

François verfolgt die Präsidentschaftswahlen in Frankreich. Die alten Parteien haben sich mit dem Spitzenkandidaten der muslimischen Partei verbündet, um den rechten Front National zu verhindern. Der charismatische Muslimbruder, Mohammed Ben Abbes, vereinigt immer mehr Stimmen auf sich, dabei kommt es in Paris zu bürgerkriegsähnlichen Ausschreitungen. François flüchtet aus der Stadt. Als er zurückkehrt, ist sein Land ein anderes: ein muslimisches. Ben Abbes ist Staatspräsident, ändert die laizistische Verfassung, führt die Theokratie ein, die Scharia, das Patriarchat und die Polygamie. Wird auch François konvertieren? – Michel Houellebecqs provokante Zukunftsvision zeigen wir auch in Kombination mit einer Adaption seines früheren Romans Plattform.

Warum die Kombination mit Plattform?
Johan Simons: „Sie werden mich bald vergessen.“ Diese Worte der Hauptfigur Michel stehen am Ende von Plattform. Sie fassen eine Weltanschauung zusammen: Die westliche Zivilisation humpelt auf nur noch einem Bein, eine Ära ist vorbei und mit ihr alle Chancen, glücklich zu werden. Die Frage ist: Was jetzt? Houellebecqs jüngster Roman Unterwerfung bietet eine Antwort.

Nämlich welche?
Johan Simons: In dieser Fiktion der Zukunft ist die chaotische, neoliberale Welt von Plattform einer neuen Ordnung gewichen. Frankreich wird von einer demokratisch gewählten Muslimbruderschaft regiert. Die neue Regierung wird für ein stabiles soziales Klima sorgen. Der Preis war: die Einschränkung einer Reihe von Freiheiten, die Unterwerfung der Frauen und die Ablehnung der Werte der Aufklärung.

Was intersssiert dich daran?
Johan Simons: Die Hauptfigur in Unterwerfung, François, überlegt, sich dem auferlegten muslimischen Glauben zu unterwerfen. Er sagt: „Es wäre die Chance auf ein zweites Leben, das wenig mit dem ersten zu tun hat.“ Er leidet unter einer defätistischen Sicht auf die westliche Gesellschaft und sein eigenes Leben und hofft auf eine neue Chance, glücklich zu sein. Auch in der Liebe. Diese Sehnsucht wirkt verführerisch.

Regie: Johan Simons
Bühnenfassung: Jeroen Versteele
Bühne: Bert Neumann
Kostüme: An De Mol
Dramaturgie: Koen Haagdorens

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Liederabend

O, Augenblick

Ein Liederabend über 100 Jahre Theater in Bochum

Bochum in nicht allzu ferner Zukunft: Eine Touristengruppe sucht nach dem legendären Theater der Stadt. Aber wo das Schauspielhaus stehen müsste, findet sich kaum etwas, was daran erinnert. Wo sind sie hin, die vergangenen 100 Jahre Theater in Bochum? Aus ausgegrabenen Archivfundstücken, überlieferten Gerüchten, lückenhaften Legenden, vergessenen Ritualen und vielen alten und neuen Songs entsteht ein Liederabend, der die Unmöglichkeit feiert, das Vergangene zurückzuholen. Eine Liebeserklärung an eine Kunst, die sich nicht festhalten lässt.

Wie erzählt man 100 Jahre Theatergeschichte?
Tobias Staab: Das geht eigentlich nicht. Vor allem nicht für jemanden wie mich, der nicht aus Bochum kommt und diese Geschichte nicht erlebt hat, genauso wenig wie die Schauspieler*innen, die neu in der Stadt sind. Aber genau dieses Außen lässt sich produktiv machen, indem wir es nicht verstecken. Unsere Ignoranz ist unsere Stärke, weil wir so nicht Gefahr laufen, nostalgisch oder sentimental zu werden.

Welche Musik werden wir hören?
Tobias Staab: In den 100 Jahren hat Bochum eine Vielzahl unterschiedlicher Musikstile durchlebt, von klassischer Tradition über Volkslieder bis zu zeitgenössischem Pop. Im 21. Jahrhundert ist die Unterscheidung von ernsthafter Musik und Unterhaltungsmusik obsolet geworden. Alles kann parallel in einer Spotify-Playlist stattfinden. Der Liederabend soll eine solche Vielgestaltigkeit spiegeln.

Mit wem arbeitest du für die Musik zusammen?Tobias Staab: Der Musikalische Leiter ist Torsten Kindermann, der nicht nur ein unglaublich talentierter Multi-Instrumentalist ist, sondern der auch um die Anforderungen der Kunstform Theater weiß. Er kennt Bochum und sein Schauspielhaus sehr gut. Außerdem hat er einen sehr guten Humor.

Text, Regie: Tobias Staab
Musikalische Leitung: Torsten Kindermann

Deutsch mit englischen Übertiteln

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Schauspiel

Die Jüdin von Toledo

nach Lion Feuchtwanger

Die Jüdin von Toledo erzählt die legendenhafte und fatale Liebesgeschichte des christlichen Königs Alfonso von Kastilien mit der schönen Jüdin Raquel. Im 12. Jahrhundert bereiten die christlichen Fürsten Europas einen neuen Kreuzzug gegen den Islam vor, der auch die muslimischen Städte Spaniens erobern soll. Während die Juden in Spanien ihren diplomatischen und wirtschaftlichen Einfluss einsetzen, um den Frieden zu sichern, werden sie überall in Europa bereits brutal verfolgt. In Feuchtwangers Roman prallen nicht nur die Interessen, Probleme und Weltanschauungen der drei monotheistischen Religionen aufeinander, sondern auch das vernichtende Wesen des (heiligen) Krieges, die Chance auf einen Dialog über Religionen hinweg und die Ehrfurcht vor dem Heldentum. In dieser hochspannenden Intrige von Liebe, Lust, Verrat und Ehrgeiz schwingen ständig auch die Fragen unserer Zeit mit.

Bearbeitung: Koen Tachelet
Regie: Johan Simons,
Bühne: Johannes Schütz
Kostüme: Greta Goiris

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Schauspiel

Der Hamiltonkomplex

Nichts ist, wie es scheint – wenn du 13 bist! Kinder verwandeln sich in Lolitas, Tänzerinnen in Diven, Mädchen in unglückliche Ehefrauen oder unerschrockene Provokateurinnen. Dreizehn 13-jährige Performerinnen sind hin- und hergerissen zwischen Erwartungshaltungen und Identitätssuche. Mittendrin: Bodybuilder Stefan Gota, der versucht, Herr der unkontrollierbaren Menge zu werden. Wer sind diese Mädchen, die ihre Wirkung so selbstbewusst im Griff haben? Zu einem starken Soundtrack und mit Blick auf aktuelle gesellschaftliche Debatten gelingt der belgischen Regisseurin Lies Pauwels gemeinsam mit ihren furchtlosen Komplizinnen ein Abend, der den besonderen Moment zwischen Kindsein und Erwachsenwerden einfängt und der berührt, sprachlos und glücklich macht.

Konzept, Text, Regie: Lies Pauwels
Bühne: Chloe Lamford
Kostüme: Johanna Trudzinski
Bewegung: Lisi Estarás
Sounddesign: Zoran Vyncke
Dramaturgie: Cathrin Rose, Dorothea Neweling

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Theater

Iphigenie

nach Iphigenie in Aulis von Euripides und Ein Sportstück von Elfriede Jelinek

Der Trojanische Krieg in seinen Anfängen. Die griechische Flotte wartet in Aulis vergeblich auf günstige Witterung. Die Truppen werden ungeduldig. Agamemnon muss vor seiner Armee Haltung zeigen – sogar die Opferung seiner eigenen Tochter wird ernsthaft erwogen... Inmitten von Krieg und politischen Verwicklungen befindet sich eine junge Frau, die für die Lösung des Konflikts mit ihrem Leben einstehen soll: Iphigenie. Mit einer Neuinterpretation von Euripides‘ Iphigenie in Aulis inszeniert der mehrfach preisgekrönte tschechische Regisseur Dušan David Pařízek erstmals am Schauspielhaus Bochum. Ihn interessiert dabei auch die Frage, auf welcher Grundlage Männer über das Leben von Frauen entscheiden beziehungsweise wie weiblich das Gesicht des Krieges auch sein kann?

Text: Euripides
Regie: Dušan David Pařízek
Bühne: Dušan David Pařízek

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Theater

Die Philosophie im Boudoir

Marquis de Sade

„Mütter, macht euren Töchtern die Lektüre zur Pflicht“, empfahl der Marquis de Sade sein eigenes Buch. Ein Buch, das die Zeitgenossen allerdings als obszön und unmoralisch auf den Index setzten. Sade wusste zu schockieren. Nun ist die Zeit reif für Die Philosophie im Boudoir auf der Theaterbühne! Das Buch von 1795 ist ein Werk, das man sicher nicht als realistisch lesen sollte. Eine kleine Gruppe adeliger Libertins, Männer und Frauen aus den besten Gesellschaftskreisen, führen ein junges Mädchen in die Sexualität ein. Der freie Wille geht bei ihnen über alles. Herbert Fritsch, gefeierter Regisseur und Schöpfer von Kult-Abenden wie Murmel Murmel oder Pfusch, nimmt sich bei seiner ersten Bochumer Inszenierung dieser radikalen Geschichte an. Ein lustvolles Spiel mit der Fantasie. Wer traut sich?

Regie: Herbert Fritsch

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Theater

Plattform / Unterwerfung

nach Michel Houellebecq

Plattform
Er hatte nicht mehr damit gerechnet: Im Thailandurlaub trifft der Beamte Michel, desillusioniert und ohne Hoffnung auf ein spektakuläres Leben, auf Valérie. In ihr findet er nicht nur eine freizügige Sexpartnerin, sondern auch die Liebe seines Lebens. Gemeinsam mit ihrem Chef entwickeln sie das ultimative Reisemodell des Kapitalismus: ein Clubangebot für Sextourwisten – all inclusive. Doch der geschäftliche Erfolg und das romantische Glück werden abrupt durch einen islamistischen Terroranschlag beendet. Ein schonungsloses, durchaus witziges und hoch politisches Gesellschaftsporträt.

Unterwerfung
François verfolgt die Präsidentschaftswahlen in Frankreich. Die alten Parteien haben sich mit dem Spitzenkandidaten der muslimischen Partei verbündet, um den rechten Front National zu verhindern. Der charismatische Muslimbruder, Mohammed Ben Abbes, vereint immer mehr Stimmen auf sich, dabei kommt es in Paris zu bürgerkriegsähnlichen Ausschreitungen. François flüchtet aus der Stadt. Als er zurückkehrt, ist sein Land ein anderes: ein muslimisches. Ben Abbes ist Staatspräsident, er führt die Theokratie ein, die Scharia, das Patriarchat und die Polygamie. Wird auch François konvertieren?

Regie: Johan Simons

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Theater

Don't Worry Be Yoncé

Liberté, Egalité, Be Yoncé. Es kann nur eine Queen B geben. Aber ist das wirklich so? Oder kann man mit der notwendigen Begeisterung und einer Portion Ehrgeiz das schaffen, was nur sie geschafft hat? To Be Yoncé! Mit ihrer Abschlussarbeit an der Otto Falckenberg Schule in München sorgte die Jungregisseurin Stephanie van Batum für Begeisterungsstürme im Publikum. In Form eines Tutorials lernen die Zuschauer*innen in wenigen Schritten, was nötig ist, to be Bey. Und das ist mindestens: Diva, Queen, Sexbombe, Mutter, Geschäftsfrau, Ehefrau, Feministin – #FLAWLESS.

Konzept, Regie: Stephanie van Batum

Englisch mit deutschen Übertiteln

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Theater

Murmel Murmel

nach Dieter Roth

1974 bringt Dieter Roth im Eigenverlag Murmel heraus, ein 18 x 11,5 cm messendes Buch mit 176 Seiten auf gebräuntem Papier. Es enthält ein Wort: „Murmel“, in x Varianten. 2012 bringt Herbert Fritsch an der Berliner Volksbühne Murmel Murmel heraus, eine neunzig Minuten währende Vorstellung mit 11 Schauspieler*innen in bunten Kostümen. Sie sprechen ein Wort: „Murmel“, in x Varianten. – Jetzt, 2018, nach einem Triumphzug um die halbe Welt, findet die geniale Inszenierung mit ihrem Turboslapstick eine neue Heimat in Bochum. Das Original! Im Schauspielhaus! Murmel Murmel Murmel Murmel Murmel Murmel Murmel Murmel Murmel

Regie: Herbert Fritsch

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Theater

Gift. Eine Ehegeschichte

von Lot Vekemans

Eine Familie kommt zusammen, um zu feiern. Weihnachten, glaubt sie. Oder doch den 80. Geburtstag von ...? Hey, wo kommen diese riesigen Ostereier her, und wie soll man die denn verstecken? So viele Süßigkeiten und Geschenke, ist das das Zuckerfest? Jedenfalls wird gegessen – der Truthahn, der Kartoffelsalat, die Baklava, wie jedes Jahr. Wie bei allen? Sieben Schauspieler*innen wollen wissen, was eine Familie zusammenhält. Sie testen Rituale, machen euch glauben und feiern in echt. Nur quatschen immer diese Kinder dazwischen und sagen, wie es richtig sein soll. Was für ein Theater!

Text: Hannah Biedermann und Ensemble
Regie: Hannah Biedermann

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Gift. Eine Ehegeschichte

Theater

Penthesilea

Heinrich von Kleist

Die Szene ist ein Schlachtfeld. Und die zwei Hauptfiguren sind zugleich Krieger und Liebende: Penthesilea und Achilles. Nur als Kriegsbeute kann die stolze Amazone den griechischen Heerführer als Mann gewinnen. Doch ihr Rausch endet tödlich. Für beide: „Küsse, Bisse, das reimt sich, und wer recht von Herzen liebt, kann schon das Eine für das Andre greifen.“ Die Neuinszenierung von Johan Simons in einer Textfassung von Vasco Boenisch fokussiert den Kern des berühmten Dramas von Heinrich von Kleist auf nur diese zwei Akteure: Penthesilea und Achilles. Duell und Duett.

Die Inszenierung mit Sandra Hüller und Jens Harzer, die als Koproduktion bei den Salzburger Festspielen im Juli 2018 Premiere hatte, wurde von Publikum und Kritiker*innen begeistert aufgenommen. Einen „großen Wurf“ nennt sie die FAZ; „modern wie zeitlos“, urteilt der Deutschlandfunk; eine „flirrende Komposition“ sah die Süddeutsche Zeitung, „radikales Körpertheater“ der österreichische Standard, und Die Welt schrieb: „So schlicht wie grandios“.

Text: Heinrich von Kleist
Regie: Johan Simons
Textfassung: Vasco Boenisch
Bühne: Johannes Schütz
Kostüme: Nina von Mechow
Lichtdesign: Bernd Felder
Sounddesign: Annemarie Schagerl
Dramaturgie: Vasco Boenisch

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Penthesilea

Aufführungen / Konzert Tonhalle Düsseldorf Düsseldorf, Ehrenhof 1
Aufführungen / Varieté Varieté et cetera Bochum Bochum, Herner Str. 299
Aufführungen / Theater Consol Theater Gelsenkirchen Gelsenkirchen, Bismarckstr. 240
Aufführungen / Theater Westfälisches Landestheater Castrop-Rauxel, Europaplatz 10
Aufführungen / Aufführung Folkwang Hochschule Essen, Klemensborn 39
Aufführungen / Theater TheaterTotal Bochum, Hunscheidtstr. 154
Aufführungen / Theater Theater im Depot Dortmund Dortmund, Immermannstr. 29
Aufführungen / Konzert Freilichtbühne Mülheim an der Ruhr Mülheim an der Ruhr, Dimbeck 2a

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