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Theater Bremen
Theater der freien Hansestadt Bremen GmbH
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Theater

Will happiness find me ?

von Samir Akika / Unusual Symptoms

Premiere: 15. März 2019

„Life is beautiful. Really, it is. Full of beauty and illusions. Life is great. Without it, you'd be dead.“ (Harmony Korine) – Das Leben ist ein Mysterium: Man wird geboren, sucht nach seinem Platz in der Welt und dann stirbt man. Den meisten Menschen des 21. Jahrhunderts dürfte bei der Frage nach dem Sinn des Lebens nur mehr ein müdes Schulterzucken einfallen, und doch sind wiederum die meisten von ihnen erstaunlich hartnäckig, wenn es um das Erzeugen einer halbwegs passablen Erzählung vom eigenen Dasein geht. Ganze Industrien kümmern sich darum, das Vakuum der inneren Leere mit immer neuen Utopien und Sinnversprechen zu füllen, doch die Wahrheit ist: Am Ende des Tages basiert das meiste, was uns antreibt, interessiert und glücklich macht, entweder auf Zufall oder genetischer Veranlagung. Die Frage ist also nicht, wie wir daran arbeiten können, unseren Existenzen Sinn zu verleihen, sondern wo wir stehen müssen, damit uns das Glück beim Vorbeiziehen erwischt. Oder?

Mit "Will happiness find me?" begeben sich Samir Akika und die TänzerInnen und Gäste von Unusual Symptoms auf die Suche nach den Sehnsüchten und Trugbildern vom gelungenen Leben. Zwischen Popsongs und Totenliedern, Hollywood und Social Media, Self-Care-Ratgebern und Konsumfetisch, entfalten sie ein Kuriositätenkabinett mit Tanz, Performance und Musik, schütten ihr Herz aus und ergründen das rebellische Potential der schlechten Laune. In der Bühnenecke spielt eine Band und hinter einem großen Haufen Sperrmüll glänzt der Kunstrasen im künstlichen Licht.

Choreografie: Samir Akika
Bühne: Karl Rummel
Kostüme: Greta Bolzoni
Licht: Tim Schulten
Musik: Suetzsu, jayrope
Dramaturgie: Gregor Runge
Theater

Knausgard VI: Kämpfen

Theaterprojekt nach den Romanen von Karl Ove Knausgård

Premiere: 04. April 2019

„Die Natur der Schrift ist Verrat.“ (Thomas Melle) — Sterben. Lieben. Spielen. Leben. Vier Teile hat das den radikal privaten Schilderungen des Norwegers verfallene Knausgård-Team – der Regisseur Frank Abt, die Ausstatterin Susan­ne Schuboth, der Schauspieler Robin Sondermann, der Musiker Torsten Kindermann und die Dramaturgin Viktorie Knotková – bereits erarbeitet. Nun steht die Umsetzung der letzten zwei Bände an. In gewohnt schonungsloser Selbst­offenbarung führt Knausgård seine Leser*innen auf die Achterbahnfahrt zwischen lebensbejahender Euphorie und düsterer Niedergeschlagenheit am Rande des Absturzes. "Träumen" behandelt dabei die Jahre zwischen dem 20. und dem 35. Lebensjahr des 1968 geborenen Schriftstellers. Erste Schritte in den Beruf, Gründung einer eigenen Familie. Und der Abschluss der Romansaga, "Kämpfen", setzt sich mit genau dem Prozess auseinander, der den Sog der Bücher ausmacht: der gleichsam schmerzhaften wie heilenden Entblößung beim Schreiben. Die Verletzung der zu Romanfiguren gewordenen Mitmenschen und die Demontage der eigenen Person inklusive.

Regie: Frank Abt
Ausstattung: Susanne Schuboth
Dramaturgie: Viktorie Knotková
Fassung: Frank Abt
Theater

Aus dem Nichts

von Armin Petras

14+
nach dem gleichnamigen Film von Fatih Akin

„Wir würden die eigene Hand nicht erkennen, wenn sie uns ein anderer vor die Augen halten würde, das macht aber keiner, wie käme er zu unserer Hand?“ (Elfriede Jelinek) — Eine glückliche Familie. Haus am Stadtrand. Laden in der Innenstadt. Eine Nagelbombe explodiert vor dem Steuerbüro von Nuri Se­kerci, Katjas deutsch-kurdischem Ehemann. Er und ihr gemeinsamer Sohn Rocco sterben in den Flammen. Schnell vermutet Katja einen rechtsradikalen Hintergrund der Tat. Nach einiger Zeit geht bei der Polizei ein entscheidender Hinweis auf die Täter*innen ein. Ein Neonazipaar steht im Verdacht. Doch der Eindeutigkeit der Indizien steht eine perfide Verteidigungsstrategie gegenüber. Und eine Justiz, welche die Richtung, aus der der Terror kommt, nicht orten mag. Als das Paar freigesprochen wird, kennt Katja nur noch ein Gefühl: Rache. Fatih Akin hat mit seinem Film den zehn Opfern der NSU-­Mordserie ein Denkmal gesetzt. In Bremen kommt die Geschichte als Theaterstück zur Uraufführung.

Regie: Nurkan Erpulat
Bühne: Elena Melissa Stranghöner
Kostüme: Pieter Bax
Licht: Joachim Grindel
Musik: Michael Haves
Dramaturgie: Sabrina Bohl
Theater

Lulu - Ein Rock Vaudeville

nach Frank Wedekind

Mit Musik von The Tiger Lillies

„Sie verkörpert einfach alle Frauen, die sich je mit der gequirlten Scheiße und Heuchelei dieser Welt herumschlagen müssen.“ (Martyn Jacques, The Tiger Lillies) — Nach 21 Jahren Arbeit hatte Frank Wedekind seine Tragödie vollendet und mit Lulu eine Frauenfigur geschaffen, an der sich fortan zahlreiche KünstlerInnen abarbeiten sollten und die das bürgerliche Establishment und seine Moralvorstellungen herausforderte. In der Version der britischen Kultband The Tiger Lillies wird aus Wedekinds Monstertragödie eine Mörderballade. Ein düsteres Moritat, in dem sich lüstern skurrile Gestalten tummeln und um die Hauptfigur, gleichzeitig reale Frauengestalt und Fantasieprodukt, kreisen. Lulu ist Engel, Monster, Kind, Muse, Tier, Verführerin, Beute, Mörderin in einem. Sie ist eine Nachtwandlerin der Liebe, eine Kindfrau, der die Männer verfallen und die zu Fall gebracht wird, die herrscht und beherrscht wird. Armin Petras macht aus der Vorlage ein irres Stück Schauspiel-Musik-Theater, einen heidnischen Karneval der grotesken Bilder und verzerrten Fantasien.

Regie: Armin Petras
Licht: Norman Plathe-Narr
Theater

Eines langen Tages Reise in die Nacht

von Eugene O’Neill

„Wilde weite Welt! Da jeder allein ist und jeder dem andern die Zähne in die Flanken schlagen darf.“ (Hans Fallada) — Ein warmer Augusttag im Sommerhaus der Familie Tyrone. 8:30 Uhr. Der Tag beginnt mit einem Frühstück im Sonnenlicht. Er wird gegen Mitternacht enden, mit vom Kämpfen verletzten und vom Verzeihen müden Menschen, die sich ihre Liebe entzogen haben, um sie sich im nächsten Moment gleich wieder zu gestehen, die sich mit Schuldvorwürfen gepeinigt und mit Lebenslügen schockiert haben. Auf der Klaviatur dessen, was sich Menschen einander antun können, haben sie – der Tourneestar und Vater James, sein Sohn und mittelmäßiger Schauspieler Jamie, sein tuberkulosekranker Sohn und erfolgloser Schriftsteller Edmund und seine morphiumabhängige Frau Mary – bis zur Erschöpfung gespielt, wenn sie am Ende dieses langen Tages mit traurigen Träumen und leeren Herzen in die Zukunft schauen. Felix Rothenhäusler inszeniert das psychologische Meisterwerk des Literaturnobelpreisträgers Eugene O’Neill in der ihm eigenen Art der Reduktion aufs Wesentliche.

Regie: Felix Rothenhäusler
Bühne: Katharina Pia Schütz
Kostüme: Elke von Sivers
Licht: Tim Schulten
Musik: Matthias Krieg
Dramaturgie: Anne Sophie Domenz
Theater

Hier bin ich

nach dem Roman von Jonathan Safran Foer

„Und Gott sprach zu Israel in einem Nachtgesicht: Jakob! Jakob! Er sprach: Hier bin ich!“ (Mose 46, 2) — Julia ist Architektin und Stilberaterin, Jacob ein erfolgreicher Drehbuchautor; zusammen haben sie drei zuckersüße Söhne, ein Haus in Washing­ton D.C. und keine Probleme, die sich nicht lösen ließen. Doch unter der Oberfläche brodelt es: Julia fragt sich, was sie da­ran hindert, über ihre Gefühle zu sprechen. Jacob plagen noto­rische Selbstzweifel. Der Großvater, vor dem Holocaust geflohen, soll in ein Senioren­heim outgesourct werden und die Söhne belagern ihre Eltern mit viel zu komplizierten Fragen. Dann findet Julia Jacobs Zweit­handy voller Sex-SMS, die er mit einer Arbeitskollegin ausgetauscht hat. Als Jacobs Cousin zu Besuch kommt und in Israel ein Krieg ausbricht, scheint sich die familiäre Katastrophe in der großen weiten Welt zu spiegeln. Jona­than Safran Foers Figuren sind schlagfertig, tieftraurig und selbstironisch. "Hier bin ich" erzählt das schmerzhafte Auseinanderbrechen einer liebenswürdigen Kleinfamilie und verknüpft dies mit den großen Fragen nach kultureller Identität.

Regie: Felix Rothenhäusler
Bühne: Katharina Pia Schütz
Kostüme: Elke von Sivers
Musik: Matthias Krieg
Licht: Tim Schulten
Dramaturgie: Akin Emanuel Sipal
Theater

Love you, Dragonfly

von Fritz Kater

Sechs Versuche zur Sprache des Glaubens

„Geschichten zu erzählen ist eine zutiefst menschliche und würdevolle Art, schwierigen Situationen Sinn zu verleihen.“ (Simon Stephens) — Liebe. Familie. Fortschritt. Gott. Freiheit. Leben. Große Worte, mit denen der Autor die Szenen seines Stückes überschreibt. Große Themen, die er damit anreißt und die sich in den lose zueinandergefügten und nebeneinanderstehenden Szenen widerspiegeln. Geschichten durch acht Jahr­zehnte hindurch, verbunden durch Figuren, deren Schicksale von den realen Härten des Lebens ins Zauberhafte übergehen und umgekehrt: der Erfinder eines Goldprozessors, dem eine Explo­sion die Körperteile abreißt und der sich in eine goldene Statue verwandelt; der Mann, der einen afrikanischen Jungen adoptiert, der zum Mörder wird; der 1942 verratene Kriegsdeserteur; der NVA-Soldat, der sich in den Westen träumt. Geschichten von der schillernden Sehnsucht nach Gold, Geld und Leben und der großen Frage, an was man glaubt und für wen man sein Herz spenden würde. Unter dem offenen Pseudonym Fritz Kater schreibt Arm­in Petra­s seit Jahren Thea­terstücke. "Love you, Dragonfly" wurde 2016 am Theater Bonn uraufgeführt. Nun inszeniert der Regisseur den Autor selbst.

Regie: Armin Petras
Bühne: Peter Schickart
Kostüme: Patricia Talacko
Musik: Phillip Poisel
Licht: Norman Plathe-Narr
Videodesign: Rebecca Riedel
Dramaturgie: Simone Sterr
Liederabend

Istanbul

Ein Sezen Aksu-Liederabend von Akin E. Sipal, Selen Kara und Torsten Kindermann

Ausgehend von eigenen Familienerfahrungen und Fragen, die sie sich zum Thema Heimat und Ankommen stellen, haben sich Regisseurin Selen Kara und Musiker Torsten Kindermann für eine Drehung der Perspektive, für eine Utopie der Gastarbeitergeschichte, entschieden.

Stellen wir uns vor: Das Wirtschaftswunder fand nach dem Zweiten Weltkrieg in der Türkei statt. Es waren deutsche Gastarbeiter, welche halfen, die Türkei wiederaufzubauen; statt Bremen war Istanbul die Stadt, welche die Neuankömmlinge willkommen hieß.
Mit einem deutschsprachigen Ensemble und einer deutsch-türkischen Band setzt sich das Team diesem Gedankenspiel aus. Der junge Autor Akın E. Sipal hat Texte entworfen, welche die Lieder von Sezen Aksu und die von Torsten Kindermann und Selen Kara formulierten Ideen zu einer tragikomischen Geschichte verwoben haben. Auf Deutsch wird von der Lebenssituation der Auswanderer erzählt und auf Türkisch die Sehnsucht nach Glück und Heimat besungen. Im Zentrum stehen hierbei die Lieder von Aksu, der Königin des türkischen Pop, welche drei Generationen der türkischen Gesellschaft weltweit begleiten.

Musikalische Leitung: Torsten Kindermann
Regie: Selen Kara
Text & Fassung: Akin E. Sipal
Bühne: Thomas Rupert
Kostüme: Emir Medic
Licht: Frédéric Dautier
Dramaturgie: Viktorie Knotková
Theater

Die Unverheiratete

von Ewald Palmetshofer

„Wir sind in die Welt gevögelt und können nicht fliegen.“ (Werner Schwab) — Kurz vor Ende der Naziherrschaft belauscht eine Frau das Telefonat eines Soldaten, der mit dem Gedanken liebäugelt, zu desertieren. Wenig später wird er vom Militärgericht verurteilt und getötet. Nach Kriegsende wird die Denunziantin verurteilt: zwölf Jahre Kerkerhaft. Doch die Schuld bleibt. Und sie wird weitergegeben, prägt Generation um Generation. Die Alte, die Mittlere, die Junge – so bezeichnet der Autor seine Figuren. Drei Frauen, drei Generationen, die sich – getrieben von einem antiken Frauenchor – abarbeiten an Fragen von Schuld und Sühne, von Verantwortung, vom Leben als Kind und Kindeskind von TäterInnen. So groß die Lust nach Verdrängung und die Sehnsucht den zu lieben, den man hassen möchte, auch sein mag: die Vergangenheit ragt unerbittlich in die Gegenwart hinein. Für sein durchrhythmisiertes, in kunstvoll wuchtige Wortkaskaden gekleidetes Stück für sieben starke Frauen, erhielt Ewald Palmetshofer 2015 den Mülheimer Dramatikerpreis. Nina Mattenklotz setzt sich nachhaltig mit zeitgenössischer Dramatik auseinander. In der vergangenen Spielzeit inszenierte sie die Uraufführung „Ännie“ von Thomas Melle.

Regie: Nina Mattenklotz
Bühne: Johanna Pfau
Kostüme: Lena Hiebel
Komposition: Carsten Meyer
Musikalische Leitung: Romy Camerun
Licht: Tim Schulten
Dramaturgie: Meike Schmitz
Theater

Nathan der Weise

Ein Weichmacher für den Glaubenspanzer
von Gintersdorfer/Klaßen nach Lessing

„Seit den Attentaten in Frankreich erwähne ich, wenn ich mich irgendwo vorstelle, dass ich Jüdin bin. Ich tue es aus Solidarität, weil Juden in Europa wieder angegriffen werden.“ (Gila Lustiger) — Die Diskussionen verstummen nicht, ob eine Religion (Islam) zu einer Nation (BRD) gehört oder nicht. Es ist, als ob die alttestamentarische Einheit von Volk, Nation, Territorium, Glaube und Prophet in vielen Köpfen noch nicht überwunden ist. Glauben ist nicht nur rituelle Prax­is, sondern auch Denksystem, philosophisches Welterklärungsmodell, das nach innen als Sinn- und Identitätsstifter fungiert. Nach außen wirkt Religion wie ein Zeichen, das Rückschlüsse über die Persönlichkeitsstruktur eines Menschen zulässt. Nathan nimmt sich viel Zeit, zwischen diesem Innen und Außen zu vermitteln. Um ins Gespräch zu kommen, wird spekulativ argumentiert, denn die Innenwelt des Gegenübers ist unbekannt. Und genau dieses Spekulative überführen Gintersdorfer/Klaßen in ihr Diskurstheater zu Lessings aufklärerischem Werk. Angehörige der drei großen Schriftreligionen machen den Versuch, die uns trennende, von Herkunft und Religion geprägte Identität in körperliche Exerzitien aufzuweichen, bis die reale oder nur vorgestellte Differenz schmilzt.

Konzept und Regie: Monika Gintersdorfer
Konzept und Ausstattung: Knut Klaßen
Kostüme: Marc Aschenbrenner
Dramaturgischer Berater: Peter Ott
Dramaturgische Betreuung: Anne Sophie Domenz
Licht: Christian Kemmetmüller
Theater

Knausgard V: Träumen

Theaterprojekt nach den Romanen von Karl Ove Knausgård

„Die Natur der Schrift ist Verrat.“ (Thomas Melle) — Sterben. Lieben. Spielen. Leben. Vier Teile hat das den radikal privaten Schilderungen des Norwegers verfallene Knausgård-Team – der Regisseur Frank Abt, die Ausstatterin Susan­ne Schuboth, der Schauspieler Robin Sondermann, der Musiker Torsten Kindermann und die Dramaturgin Viktorie Knotková – bereits erarbeitet. Nun steht die Umsetzung der letzten zwei Bände an. In gewohnt schonungsloser Selbst­offenbarung führt Knausgård seine Leser*innen auf die Achterbahnfahrt zwischen lebensbejahender Euphorie und düsterer Niedergeschlagenheit am Rande des Absturzes. "Träumen" behandelt dabei die Jahre zwischen dem 20. und dem 35. Lebensjahr des 1968 geborenen Schriftstellers. Erste Schritte in den Beruf, Gründung einer eigenen Familie. Und der Abschluss der Romansaga, "Kämpfen", setzt sich mit genau dem Prozess auseinander, der den Sog der Bücher ausmacht: der gleichsam schmerzhaften wie heilenden Entblößung beim Schreiben. Die Verletzung der zu Romanfiguren gewordenen Mitmenschen und die Demontage der eigenen Person inklusive.
Theater

polaroids:remix

von Samir Akika / Unusual Symptoms

Es gibt Abende, die sieht man und weiß sofort, dass sie einen noch eine ganze Weile begleiten werden. Samir Akikas Tanz-Performance-Happening polaroids gehört zweifellos in diese Kategorie. Inspiriert von der künstlerischen Aufbruchsstimmung des New York der 70er und 80er Jahre haben sich Akika und die Kompanie Unusual Symptoms auf die Suche nach dem eigenen künstlerischen Untergrund begeben – und sind mehr als fündig geworden: Auf, hinter und unter der Bühne, zwischen Tränen, Tierkostümen, Bühnennebel und Bier, mit TänzerInnen, die Wände bemalen, Musikern, die tanzen und Performer*innen, die Punksongs erfinden. Mit polaroids ist Akika und seinem Team ein Spektakel gelungen, wie es befreiender und inspirierender kaum sein könnte. Und das jetzt in einer neuen Fassung wieder auf dem Spielplan steht. Mit den fünf neuen Tänzer*innen der Kompanie entwickelt der Hauschoreograf neues Material, wirbelt sein Kultstück einmal kräftig durch und bringt es als polaroids:remix zurück. Selbst diejenigen, die schon mehrfach da waren, werden den Abend noch einmal völlig neu erleben. Wir treffen uns auf einen Drink auf der Bühne!

Choreografie: Samir Akika
Ausstattung: Elena Ortega, Stefan Schönfeldt
Licht: Christopher Moos
Musik: Simon Camatta, jayrope, Stefan Kirchhoff
Dramaturgie: Anna K. Becker
Aufführungen Theater am Goetheplatz Bremen Bremen, Am Goetheplatz 1-3
Aufführungen / Konzert Glocke Vokal Bremen Bremen, Domsheide 6-8
Aufführungen / Konzert Bremer Philharmoniker Bremen, Plantage 13
Aufführungen / Theater Oldenburgisches Staatstheater Oldenburg, Theaterwall 28
Aufführungen / Theater Figurentheater Bremerhaven Bremerhaven, An der Packhalle V

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