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Theater Bremen
Theater der freien Hansestadt Bremen GmbH
Am Goetheplatz 1-3
D-28203 Bremen

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Theater

Lulu - Ein Rock Vaudeville

nach Frank Wedekind

Premiere: 11. Januar 2019

Mit Musik von The Tiger Lillies

„Sie verkörpert einfach alle Frauen, die sich je mit der gequirlten Scheiße und Heuchelei dieser Welt herumschlagen müssen.“ (Martyn Jacques, The Tiger Lillies) — Nach 21 Jahren Arbeit hatte Frank Wedekind seine Tragödie vollendet und mit Lulu eine Frauenfigur geschaffen, an der sich fortan zahlreiche KünstlerInnen abarbeiten sollten und die das bürgerliche Establishment und seine Moralvorstellungen herausforderte. In der Version der britischen Kultband The Tiger Lillies wird aus Wedekinds Monstertragödie eine Mörderballade. Ein düsteres Moritat, in dem sich lüstern skurrile Gestalten tummeln und um die Hauptfigur, gleichzeitig reale Frauengestalt und Fantasieprodukt, kreisen. Lulu ist Engel, Monster, Kind, Muse, Tier, Verführerin, Beute, Mörderin in einem. Sie ist eine Nachtwandlerin der Liebe, eine Kindfrau, der die Männer verfallen und die zu Fall gebracht wird, die herrscht und beherrscht wird. Armin Petras macht aus der Vorlage ein irres Stück Schauspiel-Musik-Theater, einen heidnischen Karneval der grotesken Bilder und verzerrten Fantasien.

Regie: Armin Petras
Licht: Norman Plathe-Narr
Theater

Eines langen Tages Reise in die Nacht

von Eugene O’Neill

Premiere: 26. Januar 2019

„Wilde weite Welt! Da jeder allein ist und jeder dem andern die Zähne in die Flanken schlagen darf.“ (Hans Fallada) — Ein warmer Augusttag im Sommerhaus der Familie Tyrone. 8:30 Uhr. Der Tag beginnt mit einem Frühstück im Sonnenlicht. Er wird gegen Mitternacht enden, mit vom Kämpfen verletzten und vom Verzeihen müden Menschen, die sich ihre Liebe entzogen haben, um sie sich im nächsten Moment gleich wieder zu gestehen, die sich mit Schuldvorwürfen gepeinigt und mit Lebenslügen schockiert haben. Auf der Klaviatur dessen, was sich Menschen einander antun können, haben sie – der Tourneestar und Vater James, sein Sohn und mittelmäßiger Schauspieler Jamie, sein tuberkulosekranker Sohn und erfolgloser Schriftsteller Edmund und seine morphiumabhängige Frau Mary – bis zur Erschöpfung gespielt, wenn sie am Ende dieses langen Tages mit traurigen Träumen und leeren Herzen in die Zukunft schauen. Felix Rothenhäusler inszeniert das psychologische Meisterwerk des Literaturnobelpreisträgers Eugene O’Neill in der ihm eigenen Art der Reduktion aufs Wesentliche.

Regie: Felix Rothenhäusler
Bühne: Katharina Pia Schütz
Kostüme: Elke von Sivers
Licht: Tim Schulten
Musik: Matthias Krieg
Dramaturgie: Anne Sophie Domenz
Theater

Hier bin ich

nach dem Roman von Jonathan Safran Foer

„Und Gott sprach zu Israel in einem Nachtgesicht: Jakob! Jakob! Er sprach: Hier bin ich!“ (Mose 46, 2) — Julia ist Architektin und Stilberaterin, Jacob ein erfolgreicher Drehbuchautor; zusammen haben sie drei zuckersüße Söhne, ein Haus in Washing­ton D.C. und keine Probleme, die sich nicht lösen ließen. Doch unter der Oberfläche brodelt es: Julia fragt sich, was sie da­ran hindert, über ihre Gefühle zu sprechen. Jacob plagen noto­rische Selbstzweifel. Der Großvater, vor dem Holocaust geflohen, soll in ein Senioren­heim outgesourct werden und die Söhne belagern ihre Eltern mit viel zu komplizierten Fragen. Dann findet Julia Jacobs Zweit­handy voller Sex-SMS, die er mit einer Arbeitskollegin ausgetauscht hat. Als Jacobs Cousin zu Besuch kommt und in Israel ein Krieg ausbricht, scheint sich die familiäre Katastrophe in der großen weiten Welt zu spiegeln. Jona­than Safran Foers Figuren sind schlagfertig, tieftraurig und selbstironisch. "Hier bin ich" erzählt das schmerzhafte Auseinanderbrechen einer liebenswürdigen Kleinfamilie und verknüpft dies mit den großen Fragen nach kultureller Identität.

Regie: Felix Rothenhäusler
Bühne: Katharina Pia Schütz
Kostüme: Elke von Sivers
Musik: Matthias Krieg
Licht: Tim Schulten
Dramaturgie: Akin Emanuel Sipal
Theater

Hiatus

von Helder Seabra / Unusual Symptoms

„Angst ist der Schwindel der Freiheit.“ (Kierkegaard) — Wenn eine Ordnung zerfällt, sprechen wir oft vom Chaos, in dem die alten Verhältnisse verschwinden und neu zur Dis­position stehen, verteilt und verhandelt werden. Das Chaos ist eine Zeit der Unsicherheit und Kämpfe, der radikalen Intensität und Überladung der Sinne, und es ist nicht nur Folge, sondern auch ein Mittel des Zerfalls, Werkzeug von Manipulation und Macht. Was sind die Kräfte, die uns taumeln machen? Und markiert das Chaos nicht auch einen Punkt des Aufbruchs, einen Moment der größtmöglichen Verdichtung, der uns nicht ans Ende, sondern an einen neuen Anfang führt? Gemeinsam mit den Tänzer*innen von Unusual Symp­toms, dem belgischen Schauspieler Michai Geyzen und dem Musiker Stijn Vanmarsenille untersucht der portugiesische Choreograf Helder Seabra die psychischen und körperlichen Auswirkungen des Aufruhrs und erkundet ein prägendes Gefühl der Gegenwart: die Angst vor dem Abgrund des Zerfalls.

Choreografie: Helder Seabra
Bühne: Matthieu Götz
Kostüme: Alexandra Morales
Licht: Tim Schulten
Musik: Stijn Vanmarsenille
Dramaturgie: Gregor Runge
Theater

Love you, Dragonfly

von Fritz Kater

Sechs Versuche zur Sprache des Glaubens

„Geschichten zu erzählen ist eine zutiefst menschliche und würdevolle Art, schwierigen Situationen Sinn zu verleihen.“ (Simon Stephens) — Liebe. Familie. Fortschritt. Gott. Freiheit. Leben. Große Worte, mit denen der Autor die Szenen seines Stückes überschreibt. Große Themen, die er damit anreißt und die sich in den lose zueinandergefügten und nebeneinanderstehenden Szenen widerspiegeln. Geschichten durch acht Jahr­zehnte hindurch, verbunden durch Figuren, deren Schicksale von den realen Härten des Lebens ins Zauberhafte übergehen und umgekehrt: der Erfinder eines Goldprozessors, dem eine Explo­sion die Körperteile abreißt und der sich in eine goldene Statue verwandelt; der Mann, der einen afrikanischen Jungen adoptiert, der zum Mörder wird; der 1942 verratene Kriegsdeserteur; der NVA-Soldat, der sich in den Westen träumt. Geschichten von der schillernden Sehnsucht nach Gold, Geld und Leben und der großen Frage, an was man glaubt und für wen man sein Herz spenden würde. Unter dem offenen Pseudonym Fritz Kater schreibt Arm­in Petra­s seit Jahren Thea­terstücke. "Love you, Dragonfly" wurde 2016 am Theater Bonn uraufgeführt. Nun inszeniert der Regisseur den Autor selbst.

Regie: Armin Petras
Bühne: Peter Schickart
Kostüme: Patricia Talacko
Musik: Phillip Poisel
Licht: Norman Plathe-Narr
Videodesign: Rebecca Riedel
Dramaturgie: Simone Sterr
Theater

polaroids:remix

von Samir Akika / Unusual Symptoms

Es gibt Abende, die sieht man und weiß sofort, dass sie einen noch eine ganze Weile begleiten werden. Samir Akikas Tanz-Performance-Happening polaroids gehört zweifellos in diese Kategorie. Inspiriert von der künstlerischen Aufbruchsstimmung des New York der 70er und 80er Jahre haben sich Akika und die Kompanie Unusual Symptoms auf die Suche nach dem eigenen künstlerischen Untergrund begeben – und sind mehr als fündig geworden: Auf, hinter und unter der Bühne, zwischen Tränen, Tierkostümen, Bühnennebel und Bier, mit TänzerInnen, die Wände bemalen, Musikern, die tanzen und Performer*innen, die Punksongs erfinden. Mit polaroids ist Akika und seinem Team ein Spektakel gelungen, wie es befreiender und inspirierender kaum sein könnte. Und das jetzt in einer neuen Fassung wieder auf dem Spielplan steht. Mit den fünf neuen Tänzer*innen der Kompanie entwickelt der Hauschoreograf neues Material, wirbelt sein Kultstück einmal kräftig durch und bringt es als polaroids:remix zurück. Selbst diejenigen, die schon mehrfach da waren, werden den Abend noch einmal völlig neu erleben. Wir treffen uns auf einen Drink auf der Bühne!

Choreografie: Samir Akika
Ausstattung: Elena Ortega, Stefan Schönfeldt
Licht: Christopher Moos
Musik: Simon Camatta, jayrope, Stefan Kirchhoff
Dramaturgie: Anna K. Becker
Aufführungen Theater am Goetheplatz Bremen Bremen, Am Goetheplatz 1-3
Aufführungen / Konzert Glocke Vokal Bremen Bremen, Domsheide 6-8
Aufführungen / Konzert Bremer Philharmoniker Bremen, Plantage 13
Aufführungen / Theater Oldenburgisches Staatstheater Oldenburg, Theaterwall 28
Aufführungen / Theater Figurentheater Bremerhaven Bremerhaven, An der Packhalle V