zur Startseite

Kleines Haus

Kontakt

Kleines Haus

Theater Bremen
Theater der freien Hansestadt Bremen GmbH
Am Goetheplatz 1-3
D-28203 Bremen

Telefon: 0421 / 36 53 0
E-Mail: info@theaterbremen.de

 

Theaterkasse
Tel.: 0421 / 3653 333
Fax: 0421 / 3653 332
Mo-Fr: 11-18 Uhr
Sa: 11-14 Uhr
E-Mail: kv@theaterbremen.de

Spielorte

Theater am Goetheplatz
Am Goetheplatz 1-3
D-28203 Bremen

Kleines Haus
Am Goetheplatz 1-3
28203 Bremen

Brauhauskeller
Am Goetheplatz 1-3
D-28203 Bremen
Zugang auch von der Bleicherstraße

Moks
Am Goetheplatz 1-3
D-28203 Bremen
Theater

Hiatus

von Helder Seabra / Unusual Symptoms

Premiere: 08. November 2018, Kleines Haus

„Angst ist der Schwindel der Freiheit.“ (Kierkegaard) — Wenn eine Ordnung zerfällt, sprechen wir oft vom Chaos, in dem die alten Verhältnisse verschwinden und neu zur Dis­position stehen, verteilt und verhandelt werden. Das Chaos ist eine Zeit der Unsicherheit und Kämpfe, der radikalen Intensität und Überladung der Sinne, und es ist nicht nur Folge, sondern auch ein Mittel des Zerfalls, Werkzeug von Manipulation und Macht. Was sind die Kräfte, die uns taumeln machen? Und markiert das Chaos nicht auch einen Punkt des Aufbruchs, einen Moment der größtmöglichen Verdichtung, der uns nicht ans Ende, sondern an einen neuen Anfang führt? Gemeinsam mit den Tänzer*innen von Unusual Symp­toms, dem belgischen Schauspieler Michai Geyzen und dem Musiker Stijn Vanmarsenille untersucht der portugiesische Choreograf Helder Seabra die psychischen und körperlichen Auswirkungen des Aufruhrs und erkundet ein prägendes Gefühl der Gegenwart: die Angst vor dem Abgrund des Zerfalls.

Choreografie: Helder Seabra
Bühne: Matthieu Götz
Kostüme: Alexandra Morales
Licht: Tim Schulten
Musik: Stijn Vanmarsenille
Dramaturgie: Gregor Runge
Theater

Hier bin ich

nach dem Roman von Jonathan Safran Foer

Deutschsprachige Erstaufführung: 29. November 2018, Kleines Haus

„Und Gott sprach zu Israel in einem Nachtgesicht: Jakob! Jakob! Er sprach: Hier bin ich!“ (Mose 46, 2) — Julia ist Architektin und Stilberaterin, Jacob ein erfolgreicher Drehbuchautor; zusammen haben sie drei zuckersüße Söhne, ein Haus in Washing­ton D.C. und keine Probleme, die sich nicht lösen ließen. Doch unter der Oberfläche brodelt es: Julia fragt sich, was sie da­ran hindert, über ihre Gefühle zu sprechen. Jacob plagen noto­rische Selbstzweifel. Der Großvater, vor dem Holocaust geflohen, soll in ein Senioren­heim outgesourct werden und die Söhne belagern ihre Eltern mit viel zu komplizierten Fragen. Dann findet Julia Jacobs Zweit­handy voller Sex-SMS, die er mit einer Arbeitskollegin ausgetauscht hat. Als Jacobs Cousin zu Besuch kommt und in Israel ein Krieg ausbricht, scheint sich die familiäre Katastrophe in der großen weiten Welt zu spiegeln. Jona­than Safran Foers Figuren sind schlagfertig, tieftraurig und selbstironisch. "Hier bin ich" erzählt das schmerzhafte Auseinanderbrechen einer liebenswürdigen Kleinfamilie und verknüpft dies mit den großen Fragen nach kultureller Identität.

Regie: Felix Rothenhäusler
Bühne: Katharina Pia Schütz
Kostüme: Elke von Sivers
Musik: Matthias Krieg
Licht: Tim Schulten
Dramaturgie: Akin Emanuel Sipal
Theater

Amour

von Alize Zandwijk

Allein in Deutschland gibt es weit über eine Million Demenzkranke, Tendenz steigend. In einer Welt, die auf Wachstumsraten schaut, stellt Demenz eine gegenläufige Bewegung dar: Erinnerungen erlöschen aus dem Bewusstsein. Als fragende, herantastende Annäherung an das Thema Alzheimer verstehen Samir Akika und Alize Zandwjik ihre mit Amour betitelte erste Zusammenarbeit. Was bedeutet es, die Kon­trolle über Körper und Geist zu verlieren und auf eine mehr oder weniger bewusste Art und Weise unseren Mitmenschen ausgeliefert zu sein? Und was bedeutet das für all jene, die dies beobachten müssen? Gibt es in der Mitte unserer Gesellschaft Platz für Menschen, bei denen Informationen nicht oder auf andere Weise haften bleiben? Wer kümmert sich und wie tut man das überhaupt? Und was spielt der Humor für eine Rolle in dem Ganzen? All diese Fragen stellen sich nicht zuletzt, weil beim Thema Alzheimer die schicksalhafte Schranke zwischen „gesund“ und „krank“ sinnbildlich wird: Wie gehen wir damit um, dass wir nicht wissen können, wie es sich anfühlt, zu vergessen, wer wir sind?

Choreografie: Alize Zandwijk, Samir Akika
Bühnenbild: Thomas Rupert
Licht: Christopher Moos
Dramaturgie: Viktorie Knotková
Theater

Love you, Dragonfly

von Fritz Kater

Sechs Versuche zur Sprache des Glaubens

„Geschichten zu erzählen ist eine zutiefst menschliche und würdevolle Art, schwierigen Situationen Sinn zu verleihen.“ (Simon Stephens) — Liebe. Familie. Fortschritt. Gott. Freiheit. Leben. Große Worte, mit denen der Autor die Szenen seines Stückes überschreibt. Große Themen, die er damit anreißt und die sich in den lose zueinandergefügten und nebeneinanderstehenden Szenen widerspiegeln. Geschichten durch acht Jahr­zehnte hindurch, verbunden durch Figuren, deren Schicksale von den realen Härten des Lebens ins Zauberhafte übergehen und umgekehrt: der Erfinder eines Goldprozessors, dem eine Explo­sion die Körperteile abreißt und der sich in eine goldene Statue verwandelt; der Mann, der einen afrikanischen Jungen adoptiert, der zum Mörder wird; der 1942 verratene Kriegsdeserteur; der NVA-Soldat, der sich in den Westen träumt. Geschichten von der schillernden Sehnsucht nach Gold, Geld und Leben und der großen Frage, an was man glaubt und für wen man sein Herz spenden würde. Unter dem offenen Pseudonym Fritz Kater schreibt Arm­in Petra­s seit Jahren Thea­terstücke. "Love you, Dragonfly" wurde 2016 am Theater Bonn uraufgeführt. Nun inszeniert der Regisseur den Autor selbst.

Regie: Armin Petras
Bühne: Peter Schickart
Kostüme: Patricia Talacko
Musik: Phillip Poisel
Licht: Norman Plathe-Narr
Videodesign: Rebecca Riedel
Dramaturgie: Simone Sterr
Liederabend

Istanbul

Ein Sezen Aksu-Liederabend von Akin E. Sipal, Selen Kara und Torsten Kindermann

Ausgehend von eigenen Familienerfahrungen und Fragen, die sie sich zum Thema Heimat und Ankommen stellen, haben sich Regisseurin Selen Kara und Musiker Torsten Kindermann für eine Drehung der Perspektive, für eine Utopie der Gastarbeitergeschichte, entschieden.

Stellen wir uns vor: Das Wirtschaftswunder fand nach dem Zweiten Weltkrieg in der Türkei statt. Es waren deutsche Gastarbeiter, welche halfen, die Türkei wiederaufzubauen; statt Bremen war Istanbul die Stadt, welche die Neuankömmlinge willkommen hieß.
Mit einem deutschsprachigen Ensemble und einer deutsch-türkischen Band setzt sich das Team diesem Gedankenspiel aus. Der junge Autor Akın E. Sipal hat Texte entworfen, welche die Lieder von Sezen Aksu und die von Torsten Kindermann und Selen Kara formulierten Ideen zu einer tragikomischen Geschichte verwoben haben. Auf Deutsch wird von der Lebenssituation der Auswanderer erzählt und auf Türkisch die Sehnsucht nach Glück und Heimat besungen. Im Zentrum stehen hierbei die Lieder von Aksu, der Königin des türkischen Pop, welche drei Generationen der türkischen Gesellschaft weltweit begleiten.

Musikalische Leitung: Torsten Kindermann
Regie: Selen Kara
Text & Fassung: Akin E. Sipal
Bühne: Thomas Rupert
Kostüme: Emir Medic
Licht: Frédéric Dautier
Dramaturgie: Viktorie Knotková
Theater

Väter und Söhne

von Brian Friel

nach dem Roman von Iwan Sergejewitsch Turgenjew

„Wir brauchen etwas anderes: Sturm und Leben und eine neue, gesetzlose und darum freie Welt.“ (Michail Bakunin) — Der junge Student Jewgenij Bazarow glaubt an gar nichts. Religion, Tradition, Kunst, Romantik müssen zugunsten einer vollkommen neuen Weltordnung überwunden werden. Einzig die Naturwissenschaft lässt er gelten. Sein Freund Arkadij schließt sich dieser Weltsicht an. Doch während der eine die Konfrontation sucht und keine Anknüpfung an bestehende Verhältnisse zulässt, versucht der andere Veränderung aus dem Bestehenden heraus. Gemeinsam reisen sie zu Arkadijs Heimatgut. Welt­anschauungen treffen hart aufeinander: Idealismus und Anpassung, Liberalismus und Radikalität, Tradition und Erneuerung, Naturgeheimnis und Naturwissenschaft. „Väter und Söhne" ist packendes Familienepos, brisante politische Streitschrift und spannender weltanschaulicher Diskurs zugleich. Wie soll man leben? Wie soll man wirtschaften? An was glauben? Der sensible Geschichtenerzähler Klaus Schumacher widmet sich nach „Kleiner Mann – was nun?" und „Buddenbrooks" einem weiteren großen Stoff der Weltliteratur.

Regie: Klaus Schumacher
Bühne: Katrin Plötzky
Kostüme: Karen Simon
Musik: Tobias Vethake
Licht: Christopher Moos
Dramaturgie: Dany Handschuh
Aufführungen Theater am Goetheplatz Bremen Bremen, Am Goetheplatz 1-3
Aufführungen / Konzert Glocke Vokal Bremen Bremen, Domsheide 6-8
Aufführungen / Konzert Bremer Philharmoniker Bremen, Plantage 13
Aufführungen / Aufführung Museum Schloss Neu-Augustusburg Weißenfels, Zeitzer Str.04
Sa, 17.11.2018, 15:30 Uhr
Aufführungen / Aufführung Museum Schloss Neu-Augustusburg Weißenfels, Zeitzer Str.04
Sa, 17.11.2018, 15:30 Uhr
Aufführungen / Theater Oldenburgisches Staatstheater Schauspiel - Kinder- und Jugendtheater Oldenburg, Theaterwall 28
Aufführungen / Theater Figurentheater Bremerhaven Bremerhaven, An der Packhalle V