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Tiroler Landestheater

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Tiroler Landestheater
Tiroler Landestheater und Orchester GmbH Innsbruck
Rennweg 2
A-6020 Innsbruck

Telefon: +43.512.52074
Fax: +43.512.52074.333
E-Mail: tiroler@landestheater.at

 

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Musiktheater

Lakmé

Oper von Léo Delibes. Text von Edmond Gondinet und Philippe Gille

Premiere: 26.11.2022

Léo Delibes Lakmé spielt in Indien während der Kolonialzeit. Fasziniert von dem in seinem Heimatland aufsehenerregenden Roman Le Mariage de Loti eines auf Tahiti lebenden ehemaligen französischen Marineoffiziers, wählte der Komponist den Stoff als Grundlage für eine Oper.

Delibes’ Werk erzählt von der Liebe zwischen Lakmé, der Tochter eines Hindu-Priesters, und dem englischen Offizier Gerald. Lakmés Vater versucht mit brutalen Mitteln, diese Verbindung zu verhindern. Frederick will seinen Freund Gerald wieder zurück in die Armee holen. Können die Gefühle des ungleichen Paares diesen Anfechtungen standhalten? Kann das sagenumwobene Wasser der heiligen Quelle die Liebe für immer festigen?

Die aufwändig ausgestattete Uraufführung von Lakmé 1883 an der Pariser Opéra Comique gestaltete sich zu einem Triumph, denn das Werk traf mit seinem orientalischen Flair genau den Modegeschmack des Exotismus. Auch die Entwürfe des Bühnenbilds und der Kostüme zur Inszenierung in Innsbruck, wo die Oper zum ersten Mal zu sehen sein wird, versprechen einen optischen Hochgenuss.

Léo Delibes, dessen Name insbesondere durch sein Ballett Coppélia bis heute bekannt ist, verzaubert durch seinen melodischen Einfallsreichtum. Das „Blumenduett“, in dem Lakmé und ihre Begleiterin Mallika die Schönheit der Natur besingen, fand sogar Einzug in die Werbung. Die sogenannte „Glöckchenarie“ Lakmés, das Lied von der Legende der Tochter des Parias, ist ein Bravourstück für Koloratursoprane.

Verlanget Ihr, Götter,
Dass sich ein Opfer beut,
So nehmt mich an, ich bin bereit.
LAKMÉ

Musikalische Leitung: Tommaso Turchetta
Regie: Hinrich Horstkotte
Bühne: Nicolas Bovey
Kostüme: Hinrich Horstkotte
Dramaturgie: Thomas Schmidt-Ehrenberg

In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

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Schauspiel

Gondel­gschichten

Dokumentarisches Theaterprojekt vom Institut für Medien, Politik & Theater

Premiere: 27.11.2022

Das Institut für Medien, Politik und Theater beschäftigt sich in seinem neuesten Rechercheprojekt mit der Ski- und Bergwelt Tirols. In der Corona-Pandemie wurde einmal mehr deutlich, wie einflussreich der Wintertourismus – und die Männer, die hinter ihm stehen – wirklich sind. Auch aus dem Tourismusministerium hieß es: „Das oberste Ziel muss sein, dass eine Wintersaison stattfinden kann.“ Aber um welchen Preis? Für das Kollektiv geht es auf Spurensuche in die Alpen. Wie abhängig ist die Politik von der Seilbahnwirtschaft? Sind wilde Après-Ski-Partys, riesige Skischaukeln und Tonnen von Kunstschnee überhaupt zukunftsträchtig? Was bleibt von Österreich, wenn der Klimawandel den heiligen Wintertourismus unmöglich macht?

Gesellschaftlich relevante und komplexe Themen stehen im Fokus der dokumentarischen Theaterprojekte des interdisziplinär arbeitenden Kollektivs Institut für Medien, Politik und Theater. Ein monatelanger, intensiver Rechercheprozess zum Thema und viele Hintergrundgespräche mit unterschiedlichen Expert*innen bilden die Grundlage für jedes Theaterprojekt. Dabei ermöglichen es die sinnlichen Mittel des Theaters, komplexe Inhalte erfahrbar und neue Kontexte sichtbar zu machen. Da, wo der Journalismus an seine Grenzen stößt, kann das Theater Fragen und Widersprüche in den Raum stellen, die ausgehalten werden müssen – ohne Anspruch auf eindeutige Antworten.

Das oberste Ziel muss sein, dass eine Wintersaison stattfinden kann.
ELISABETH KÖSTINGER

RECHERCHE, KONZEPT, TEXT Institut für Medien, Politik und Theater (www.institut-theater.at)
(Felix Hafner, Emily Richards, Anna Wielander)

Regie: Felix Hafner
Ausstattung: Julia Neuhold
Dramaturgie: Lisa Koller, Emily Richards

Öffentliche Probe am 16. November 2022
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Musiktheater

Così fan tutte

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. Libretto von Lorenzo Da Ponte.

Premiere: 17.12.2022

So machen es alle Frauen oder Die Schule der Liebenden spielt als komische Oper im Neapel des 18. Jahrhunderts. Dabei ist das Werk eine unverblümte Kritik an der Wiener Gesellschaft und stieß bei seiner Uraufführung im Wiener Burgtheater auf Ablehnung. Joseph II., der heimliche Auftraggeber, erfreute sich aber an den derben Späßen der beiden Offiziere Ferrando und Guglielmo. Überzeugt von der Treue ihrer geliebten Frauen, Dorabella und Fiordiligi, gehen sie mit Don Alfonso eine Wette ein. Die jungen Männer ziehen dem Schein nach in den Krieg, kehren aber verkleidet zu ihren Herzensdamen zurück und versuchen, sie zu verführen – dies alles zur Erheiterung Don Alfonsos und der Zofe Despina. Als Dorabella und Fiordiligi sich zurückhaltend zeigen, glauben Ferrando und Guglielmo schon, die Wette gewonnen zu haben, die beiden Frauen geben dann aber doch nach. Die rasch aufgesetzten Eheverträge empören die augenscheinlich zurückgekehrten Soldaten, der Flirt der Damen endet jäh – alles zur Freude Don Alfonsos, der als Sieger der Wette hervorgeht.

Galt das Stück damals als albern und unmoralisch, hat es heute aufgrund seiner genauen Figurenzeichnung nichts von seiner Modernität eingebüßt – Liebe war und ist schnelllebig. Für Così fan tutte schuf Mozart große Arien für noch größere Gefühlsregungen.

Aus dem gleichem Stoff sind alle Männer; flatterndes Espenlaub, wechselnde Winde sind beständiger, treuer als sie.
DESPINA

Musikalische Leitung: Lukas Beikircher
Regie: Anette Leistenschneider
Bühne: Christian Floeren
Kostüme: Michael D. Zimmermann
Dramaturgie: Axel Gade, Alena Pardatscher

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln.

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Tanz

Maledetto Modigliani

Tanzstück von Lara Brandi. Libretto von Lara Brandi und Enrique Gasa Valga.

Uraufführung: 18.12.2022

Das Hauptthema seiner Kunst war der Mensch, seine Aktgemälde wurden zum gesellschaftlichen Skandal, inspiriert wurde er von der Renaissance ebenso wie von der populären afrikanischen Kunst seiner Zeit: Amedeo Clemente Modigliani (1884–1920) war ein Ausnahmekünstler. Während seines Lebens hatte er nur wenig Erfolg, erst nach seinem Tod erreichte er größere Popularität – zusätzlich angefeuert durch die geheimnisvolle Aura, die ihn umgab. Denn die spärlichen Informationen über Modiglianis Leben beruhen auf nur wenigen verbürgten Dokumenten, sodass es nach seinem viel zu frühen Tod – er starb mit 35 Jahren an Tuberkulose – zur Legendenbildung kam.

Das Leben dieses Künstlers wird Lara Brandi auf die Bühne bringen. Seit 2014 ist sie Tänzerin der Tanzcompany Innsbruck und durch zahlreiche Hauptrollen bekannt. Jetzt erweitert sie ihre künstlerische Aktivität und wird als Regisseurin und Choreografin tätig. „Die Chance, meine Vision von Modigliani mit unserem ‚hungrigen‘ und hingebungsvollen Publikum zu teilen, mit ihm auf eine Reise durch das Leben eines so ikonischen Künstlers zu gehen, erfüllt meine Seele mit Begeisterung und Freude. Modì hat mich schon immer fasziniert: sein künstlerischer Ausdruck – so leidenschaftlich, raffiniert und gequält zugleich –, sein kurzes Leben, getrieben von Liebe, Instinkt und dieser essentiellen Prise Wahnsinn. Wer möchte nicht für eine Nacht in die Bohème-Jahre eines Paris katapultiert werden, in dem es nur so wimmelt von Kunst, Spaß, Verderben, in dieses brodelnde und manchmal traurige Leben?“

Man ist nur lebendig, wenn man weiß, dass man lebt.
AMEDEO MODIGLIANI

CHOREOGRAFIE & REGIE: Lara Brandi
BÜHNE: Helfried Lauckner
KOSTÜME: Andrea Kuprian

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Tanz

Der große Gatsby

Tanztheater von Enrique Gasa Valga

Libretto von Enrique Gasa Valga und Albert Serradó nach dem gleichnamigen Roman von F. Scott Fitzgerald.

Jay Gatsby ist ein junger Millionär, der auf Long Island an der Ostküste der USA lebt – und von einer faszinierenden Aura umgeben ist: Seine undurchsichtigen Geschäfte, die geheimnisumwitterte Herkunft und sein unermesslich scheinendes Vermögen bieten Stoff für viele Gerüchte. Obwohl ihm die Welt zu Füßen zu liegen scheint und er in seinem Haus rauschende Tanzpartys für die New Yorker Gesellschaft veranstaltet, ist er einsam. Im Grunde seines Herzens möchte er die Vergangenheit zurückholen und wieder mit der Liebe seines Lebens, Daisy, zusammen sein. Doch die hat den raubeinigen Ex-Football- und jetzigen Polospieler Tom Buchanan geheiratet.

Nick Carraway, ein Cousin zweiten Grades von Daisy, besucht das Ehepaar auf seinem Anwesen. Es entsteht eine lockere Freundschaft und Nick beschließt, in die Nähe zu ziehen – just in das Nachbarhaus von Gatsby, den Nick bald persönlich kennenlernt. So kommen sich auch Daisy und Gatsby wieder näher – bis ein tödlich verlaufender Autounfall eine zerstörerische Dynamik in Gang setzt.

Mit seinem Roman Der große Gatsby gelang dem US-amerikanischen Autor F. Scott Fitzgerald 1925 ein wahres Meisterwerk. Er schuf dabei ein treffendes Porträt der sogenannten „Roaring Twenties“, der von wirtschaftlichem Wachstum, Prohibition, Kriminalität und Jazz geprägten 1920er-Jahre in den Vereinigten Staaten. Die angesprochenen Themen wie Dekadenz, Ausschweifungen, Idealismus und gesellschaftliche Umbrüche bieten eine breitgefächerte Grundlage für Enrique Gasa Valgas neuestes Tanzabenteuer.

So regen wir die Ruder, stemmen uns gegen den Strom – und treiben doch stetig zurück, dem Vergangenen zu.
F. SCOTT FITZGERALD

Choreografie und Regie: Enrique Gasa Valga
Choreografische Assistenz: Martine Reyn
Bühne: Helfried Lauckner
Kostüme: Birgit Edelbauer-Heiss
Dramaturgie: Axel Gade

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Musiktheater

Songs For A New World

(Lieder für eine neue Welt)
Musical. Musik und Gesangstext von Jason Robert Brown. Deutsch von Wolfgang Adenberg.

„Ganz deutlich ruft mich eine neue Welt. Sie lässt mich zweifeln, was nun wird. Sie wartet, randvoll mit Verheißung“, singt eine Frau voller Zuversicht in Songs For A New World (Lieder für eine neue Welt). Doch eine neue Welt kann auch ganz anders aussehen. Da reicht ein Moment und alles löst sich auf, was sicher schien. In 16 Songs erzählt der Komponist und Textdichter Jason Robert Brown Geschichten von Menschen, die an einem Wendepunkt in ihrem Leben stehen. Wagen sie den Schritt in eine neue Welt, die möglicherweise besser ist als die vergangene oder gegenwärtige? Sind sie gezwungen, sich an eine neue Situation zu gewöhnen? Oder träumen sie nur von einer strahlenden Zukunft, die aber letztlich unerreichbar bleibt? Zwei Frauen und zwei Männer schlüpfen in unterschiedliche Rollen, schildern die inneren Konflikte ihrer Figuren und singen Lieder für eine neue Welt, die für jeden und jede ganz anders erscheint.

Die 1995 uraufgeführte Revue steht am Beginn der erfolgreichen Karriere von Jason Robert Brown, der bereits drei Tony-Awards erhalten hat. In seinen Werken gelingt es dem US-Amerikaner stets aufs Neue, den Showcharakter mit zeitgenössischen Klängen zu verbinden. In Songs For A New World nutzt der Komponist verschiedene Stilrichtungen: Swing, Gospel, Funk, Pop, Jazz oder Rhythm and Blues – jede Figur und jede Situation erhält ihre ganz eigene Musik. Und mit jedem Song öffnet sich eine Tür in eine neue Welt.

Musikalische Leitung: Hansjörg Sofka
Regie: Alexander Kratzer
Bühne und Kostüme: Michael D. Zimmermann

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1 Kindertheater

Konrad oder das Kind aus der Konserven­büchse

Schauspiel von Christine Nöstlinger

„Ihnen werden die vereinigten Versandhäuser noch einmal ein Denkmal errichten“, schimpft der arme Briefträger, der Frau Berti Bartolottis Bezirk zugeteilt ist. Schon wieder muss er ein Riesenpaket die Treppen hinaufschleppen, das wiegt bestimmt um die 25 Kilo! Darin: eine Riesendose. Und darin wiederum: ein fabrikneues Kind. Steril verpackt, pflegeleicht und bestens erzogen. Ein Instant-Kind? Irgendwie kann Frau Bartolotti sich gar nicht erinnern, ein Kind bestellt zu haben. Aber zurückgeschickt wird nichts, da will sich Frau Bartolotti doch lieber um Kleidung und Zuneigung für den siebenjährigen Konrad kümmern. Und trotz aller Unterschiede – Berti Bartolotti ist eine verrückte Chaotin, Konrad hingegen ein ordnungsliebender Musterknabe – schließt sie den Jungen schnell ins Herz. Egon, Bertis Freund, ist ganz fasziniert von Konrads perfektem Benehmen und wird kurzerhand sein Vater. Während die frischgebackenen Eltern sich schon bald um ihre Rechte zu streiten beginnen, muss Konrad in der Schule feststellen, dass man mit richtigem Benehmen nicht leicht Freund*innen findet. Als nun auch noch die Kinder-Fabrik Konrad zurückhaben will, da die Zustellung ein Fehler war, fangen die Probleme erst richtig an, denn aus dem Vorzeigekind muss schnellstens ein Rotzlöffel werden.

Glücklicherweise sind die wundervollen Geschichten von Christine Nöstlinger bis heute aus den Kinderzimmern nicht wegzudenken, denn immer steckt in ihnen ein Plädoyer für kindliche Anarchie. Das beste Beispiel dafür ist Konrad oder Das Kind aus der Konservenbüchse.

Aber vergessen Sie bitte nicht, dass unser Nachwuchs neben der üblichen Aufsicht und Wartung auch Zuneigung braucht. Viel Freude – wünscht Ihnen – die Firmenleitung.
AUS KONRADS BEGLEITBRIEF

Regie: Felix Metzner
Ausstattung: Julia Neuhold, Watzdorf Leah
Dramaturgie: Uschi Oberleiter

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Schauspiel

Automaten­büfett

Schauspiel von Anna Gmeyner

In Seebrücken, einem kleinen Ort irgendwo in der Provinz, treffen sich die lokalen Honoratioren, alles Mitglieder des Deutschen Amateur-Fischer-Verbands, nicht in einem gewöhnlichen Dorfgasthaus. Nein. Man trifft sich in Frau Adams „Automatenbüfett“. Brötchen und Bier werden hier in kleinen Boxen präsentiert und per Münzeinwurf bezahlt. Wirtin wie Fräulein braucht es freilich trotzdem. Und da Frau Adam ihre Kellnerin eben vor die Tür gesetzt hat, trifft es sich gar nicht schlecht, dass Herr Adam eine fremde junge Frau namens Eva im Automatenbüfett unterbringen möchte. Frau Adam ist die schöne Fremde, der die Männer unversehens verfallen sind, verdächtig, doch da sie den Bierkonsum anzukurbeln scheint, kann sie bleiben.

Die Wirtschaft seiner Frau interessiert Herrn Adam allerdings kaum, er schmiedet lieber gemeinnützige, visionäre Pläne – Zuchtteiche sollen nicht weniger als das Ende der Arbeitslosigkeit des Städtchens und einen direkten Anschluss ans Meer zur Folge haben. Als die anderen Vereinsmitglieder sich nicht recht überzeugen lassen, bittet er Eva um Hilfe. Wenn sie ihre wundersamen Reize ebenfalls in den Dienst der guten Sache stellen würde, ließen sich die rückständigen Herren bestimmt überzeugen.

Anna Gmeyner, 1902 in Wien geboren, galt lange Zeit als vergessene Autorin und Dramatikerin. 1932 wurde Automatenbüfett in Hamburg, Berlin und Zürich als Erfolg gefeiert, doch bereits ein Jahr später verboten. Gmeyner floh nach England, wo sie 1991 verstarb. In Österreich wurde das Volksstück erst 2004 aufgeführt.

Regie: Elke Hartmann
Bühne und Kostüme: Alexia Engl

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Schauspiel

Die Jüdin von Toledo

Trauerspiel von Franz Grillparzer

Ein Mann, der von einer Frau so fasziniert ist, dass er die Welt um sich herum vergisst. Eine Frau, die mit dem Feuer spielt und der die Konsequenzen ihres Tuns egal sind. Eine andere Frau, die auf einmal ein großes Maß an Verantwortung übernehmen, das Persönliche hintanstellen und ganz staatstragend werden muss. Aus diesen Elementen hat Franz Grillparzer (dessen 150. Todestag ansteht) ein packendes Schauspiel geschrieben, das an ein historisches Ereignis anknüpft.

Spanien im 12. Jahrhundert. Die arabischen Mauren versuchen Stück für Stück, Spanien zu erobern, König Alphons hält mit seinen Truppen dagegen, die Bevölkerung bangt um ihr Leben. Völlig unbeeindruckt von den Unruhen ist Rahel, die titelgebende Jüdin von Toledo – eine junge, starke Frau, vergleichbar mit Shakespeares „widerspenstiger“ Katharina oder Wedekinds Lulu. Sie dringt voller Übermut in die königlichen Gärten ein und überrascht das Königspaar. Der König ist fasziniert von dieser unerschrockenen Person: Sie ist wild, fremd und so ganz ohne jede Konvention. Gegen alle Vernunft vernachlässigt er in Folge seine Staatsgeschäfte, wird „Mensch“. Da der Angriff der Mauren kurz bevorsteht, drängt der Hofstaat die Königin, aktiv zu werden. Und so wird beschlossen, dass Rahel sterben muss – damit der König wieder „Staatskörper“ wird.

Die Inszenierung dieses ungewöhnlichen Klassikers übernimmt Rudolf Frey, der bereits zusammen mit Vincent Mesnaritsch und Elke Gattinger Molières Der Menschenfeind und Schillers Kabale und Liebe auf die Bühne im Großen Haus brachte.

Regie: Rudolf Frey
Bühne: Vincent Mesnaritsch
Kostüme: Elke Gattinger

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Oper

Tosca

Oper von Giacomo Puccini. Text von Luigi Illica und Giuseppe ­Giacosa nach dem gleichnamigen Drama von Victorien Sardou

„Ich lebte für die Kunst. Ich lebte für die Liebe. Nie tat ich einer Seele etwas zuleide“, bekennt die berühmte Sängerin Floria Tosca. Doch dann nimmt ihr Leben eine radikale Wendung. Ihr Geliebter, der Maler Mario Cavaradossi, unterstützt einen verfolgten Oppositionspolitiker und bringt ihn in ein geheimes Versteck. Der brutale Polizeichef Scarpia wittert dadurch seine Chance, gleich zwei Ziele zu erreichen: sich mithilfe von Erpressung die begehrte Sängerin gefügig zu machen und den Rivalen und politischen Gegner Cavaradossi auszuschalten. Er schürt die Eifersucht Toscas und lässt den Maler inhaftieren und foltern. Es gelingt Scarpia zwar nicht, die Liebe der beiden zu zerstören, dafür aber ihr Leben. Seine Intrige führt letztendlich auch zu seinem eigenen Tod.

Gegen die dramatische, naturalistische Handlung setzte der Komponist durch lyrische Momente und eine farbenreiche Partitur starke Kontraste. Dadurch richtete er den Fokus auf die persönliche Tragödie inmitten einer politisch unruhigen Zeit. Nur zögernd gelangte Puccinis Tosca nach der Uraufführung im Jahr 1900 in Rom auf andere Opernbühnen. Doch inzwischen ist das Werk mit Toscas wunderbarer Arie „Vissi d’arte“ und Cavaradossis „E lucevan le stelle“ längst ein Welterfolg.

Am Tiroler Landestheater wird Thilo Reinhardt Regie führen. Nach seinen in Innsbruck gezeigten, eindrucksvollen Interpretationen von Rusalka und Simon Boccanegra darf man nun auf seine Sichtweise der Tosca gespannt sein.

Für immer verflogen ist mein Liebestraum.
Die Stunde ist verstrichen und ich sterbe als Verzweifelter.
Noch nie habe ich das Leben so geliebt.

Mario Cavaradossi

Musikalische Leitung: Lukas Beikircher
Regie: Thilo Reinhardt
Bühne: Johann Jörg
Kostüme: Katharina Gault
Dramaturgie: Susanne Bieler

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Kinderprogramm

Lese*Reise

mit ERWIN und den Bücherwürmern

Unser liebenswertes Monster Erwin zieht es in den Ruhestand. Vorbei sind die wilden Abenteuer auf der Probebühne, Erwin sehnte sich nach etwas mehr Ruhe, nach gemütlichen Stunden mit guter Lektüre.

Gute Lektüre – da können ihm seine Freunde, Kurt und Heinzi, die beiden Bücherwürmer, weiterhelfen. Die beiden haben Bücher ja zum Fressen gern! Wortwörtlich! Lesen die beiden einen Text, bleibt davon kein Wort und keine Silbe über, alles wird ratzfatz verschlungen, bis zum letzten Pünktchen. Und diese Liebe zu Büchern, die hört man den beiden an, da lehnt man sich gerne mal zurück und lauscht mit großen Ohren.

mit
Jan-Hinnerk Arnke, Kristoffer Nowak, Stefan Riedl

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Oper

Die Zauberflöte

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. Text von Emanuel Schikaneder

„Schreiben Sie eine Oper für mich, ganz im Geschmack des heutigen Wiener Publikums“, bat einst Emanuel Schikaneder – Schauspieler, Sänger, Bühnendichter und Leiter des Theaters auf der Wieden – den Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart. Schikaneder lieferte auch gleich selbst das Libretto, inspiriert durch das damals beliebte Genre des Zaubertheaters. 1791 uraufgeführt, entwickelte sich Die Zauberflöte zu Mozarts populärster Oper, unter anderem dank der großen musikalischen Spannbreite vom volkstümlichen Lied bis zur opera seria.

Ausgestattet mit zwei Zauberinstrumenten – einer Flöte und einem Glockenspiel – werden Prinz Tamino und der Vogelfänger Papageno von der Königin der Nacht in das Reich des Sarastro geschickt. Dort sollen sie Pamina, die Tochter der Königin, aus den Fängen des Herrschers befreien. Als sie auf Sarastro treffen, verhält sich dieser jedoch keineswegs wie ein herzloser Entführer, sondern vielmehr wie ein friedfertiger und weiser Mann. Er stellt Tamino und Papageno sogar in Aussicht, die Frauen ihrer Wahl zu bekommen. Allerdings nicht, ohne sie gewissen Prüfungen zu unterziehen …

Für die Inszenierung der Zauberflöte konnte der bekannte Tiroler Schauspieler Gregor Bloéb gewonnen werden. Entsprechend dem Gattungsbegriff „Singspiel“ hat die Spielfreude in seiner ersten Regiearbeit für ihn eine ebenso große Bedeutung wie der Gesang und natürlich – ganz im Sinne der Erfinder dieses vielseitigen Werks – der (Bühnen-)Zauber.

Wie stark ist nicht dein Zauberton,
Weil, holde Flöte, durch dein Spielen
Selbst wilde Tiere Freude fühlen.

Tamino

Musikalische Leitung: Andrea Sanguineti
Regie: Gregor Bloéb
Bühne & Kostüme: Laura Malmberg, Paul Sturminger
Dramaturgie: Susanne Bieler

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Online

Virtueller Blick hinter die Kulissen

Unser Vorstellungsbetrieb ist seit Mitte März eingestellt und so können derzeit leider auch keine Führungen stattfinden. Um Ihnen die Wartezeit bis zur Wiedereröffnung etwas zu verkürzen, nehmen wir Sie virtuell mit hinter die Kulissen. In kurzen Videoclips, die wir regelmäßig auf unseren Social-Media-Kanälen veröffentlichen, spazieren wir mit Ihnen durch das Tiroler Landestheater. Dadurch ermöglichen wir Ihnen ganz besondere Einblicke in die Arbeit am Tiroler Landestheater und Sie erfahren hoffentlich viel Interessantes und Neues. Treten Sie ein, wir wünschen viel Vergnügen.

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Podcast

Blog und Podcast-Beiträge

Im Tiroler Landestheater geschieht so einiges. Auf und abseits der Bühne. Wir möchten diese Geschichten erzählen.

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Tiroler Landestheater

Tiroler Landestheater und Orchester GmbH Innsbruck

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Kassa Fax. +43.512.52074.338
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Aufführungen / Tanz Freifall
Aufführungen / Konzert Musik im Riesen Swarovski Kristallwelten Wattens, Kristallweltenstraße 1
Aufführungen / Theater Passionsspielverein Erl Erl, Mühlgraben 56

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