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Münchner Volkstheater

So traditionsträchtig der Begriff Volkstheater klingt, so jung ist seine Geschichte als Haus. 1983 wurde das Münchner Volkstheater am Stiglmaierplatz mit seinen 609 Sitzplätzen durch die Stadt München ermöglicht und eröffnet. Im November 2003 feierte es mit einem großen Heimatabend sein 20jähriges Jubiläum.
Das Haus ist ein Volks-Theater im wahrsten Sinn: Denn neben Schauspielern, Regisseuren und Dramaturgen vom Bayerischen Staatsschauspiel, die ein Bedürfnis nach räumlicher und künstlerischer Ausweitung ihrer Arbeit an und mit der bayerisch-österreichischen Volkstheatertradition hatten, war vor allem das Publikum maßgeblich am Gelingen dieses Gründungsprojektes beteiligt. Ein Großteil der Gesamtumbausumme von 3,9 Millionen Mark, die zur Sanierung und Umgestaltung der Mitte der 50er Jahre erbauten Mehrzweckhalle im Haus des Sports in der Brienner Straße benötigt wurden, kam durch öffentliche Spenden in die Umbaukassen. Zum Beispiel ermöglichten viele großzügige Münchner Bürger, von denen jeder 350 Mark für einen Sitz spendete, die neue Bestuhlung. Dafür wurden sie mit ihrem Namen auf den neuen Sitzen verewigt. Noch heute ist der Verein der Freunde des Münchner Volkstheaters ein wichtiger Förderer des Volkstheaters.

So konnte die Stadt München 1983 einer Reihe von bekannten Schauspielern und Theatermachern, die von jedermann eng mit Bayern in Verbindung gebracht wurden, die erhoffte Bühne für ihre Theaterarbeit schaffen. Besonders in den ersten 5 Jahren unter der Intendanz von Jörg-Dieter Haas sorgte vornehmlich die altbekannte Volksschauspielerriege mit Schauspielern wie Gustl Bayrhammer, Beppo Brem, Helmut Fischer, Willy Harlander, Karl Obermayr, Veronika Fitz, Enzi Fuchs, Rita Russek und Maria Singer für die Anziehungskraft des Hauses.

Über viele Jahre prägte Ruth Drexel das Volkstheater maßgeblich. Mit ihrer Inszenierung von Karl Schönherrs Glaube und Heimat mit Hans Brenner in der Hauptrolle wurde 1983 das Haus eröffnet. 5 Jahre später, 1988 übernahm sie selbst federführend die Geschicke des Hauses, das sie - mit Ausnahme einer kurzen Interimsintendanz - bis zum Sommer 2002 leitete. Neben ihren eigenen Auftritten und Inszenierungen haben über viele Jahre vor allem ihr Lebensgefährte Hans Brenner, Nikolaus Paryla, Helen Vita und Christine Ostermayer als große Zuschauermagnete das Volkstheater geprägt.

Die Spielpläne des Hauses legten ihren Schwerpunkt auf die klassische Volkstheaterliteratur. Sie erhielten ihre zeitgenössische Anbindung durch die teilweise enge Zusammenarbeit mit den prägenden Autoren des kritischen Volksstücks Peter Turrini, Martin Sperr, Felix Mitterer und Franz Xaver Kroetz, die am Haus teilweise auch spielten oder inszenierten.

Im Oktober 2002 begann mit dem Antritt von Christian Stückl eine neue Ära am Volkstheater. Mit einem neuen und jungen Ensemble schuf er ein eigenständiges Profil und öffnete das Haus der Arbeit mit jungen Regisseuren, die neben Christian Stückl am Haus inszenieren. Das seit 2005 jährlich stattfindende Festival "Radikal jung" sucht mit großem Erfolg eine Standortbestimmung junger Regie, indem es herausragende Inszenierungen junger Theatermacher aus dem ganzen deutschen Sprachraum in München präsentiert. Wie schon in früheren Jahren ergänzt sich der Abendspielplan durch Gastspiele und Konzerte, erweitert durch Lesungen und Konzerte im Foyer. So gelang es Christian Stückl, neue Publikumsschichten zu erreichen und gleichzeitig die alten zu halten.

Kontakt

Münchner Volkstheater

Brienner Straße 50
D-80333 München

Telefon: +49 (0)89 / 523 46 55 Karten
Fax: +49 (0)89 / 523 55 - 39

 

Öffnungszeiten der Kasse:
Montag bis Freitag 11 Uhr bis 18 Uhr
Samstag 11 Uhr bis 14 Uhr
Theater

Das blaue blaue Meer

von Nis-Momme Stockmann

Premiere: 14. Juni 2018, Kleine Bühne

Darko ist gefangen. Gefangen in der Sozialbausiedlung, in der er aufgewachsen ist. Gefangen in der Alkoholsucht, die ihn zerfrisst: Gefangen in äußeren und inneren Zwängen. Er sehnt sich danach zu fliehen - blickt in die Ferne zu den Sternen, um Hoffnung zu schöpfen - allerdings vergeblich. Er bleibt ein Verlierer und Außenseiter aus einem Problemviertel. Jemand ohne intakte Familienverhältnisse und ohne Halt im Leben. Gebunden an die kalten Strukturen der Siedlung erscheint ihm nur der Suizid als einziger Ausweg. Doch genau in dem Moment als er versucht, sich das Leben zu nehmen, taucht plötzlich Motte auf. Es gelingt ihr, ihn davon abzuhalten. Sogar noch mehr: Mit Motte kehrt die verloren geglaubte Hoffnung in Darkos Leben zurück.

Regie: Philip Klose
Bühne & Kostüme: Elisabeth Pletzer
Dramaturgie: Dima Schneider

Theater

In den Straßen keine Blumen (UA)

von Charlotte Roos

Premiere: 21. Juni 2018, Große Bühne

nach Texten von Federico García Lorca

Fünfundzwanzig Jahre lang wartet Doña Rosita auf die Rückkehr ihres Verlobten, obwohl sie weiß, dass er nicht wiederkommen wird. Eine namenlose Braut brennt noch in der Hochzeitsnacht mit ihrem früheren Liebhaber durch – bereit, für eine einzige gemeinsame Liebesnacht zu sterben. Yermas unerfüllter Kinderwunsch verkehrt sich zum blutigen Aufschrei gegen ein Dasein, dem jeder Sinnzusammenhang versagt bleibt, und Bernarda Alba hat ihre Kinder in den eigenen vier Wänden lebendig begraben.

Es ist eine Welt der Frauen, die Federico García Lorca in seinen "Tragischen Gedichten" beschreibt, die eine patriarchale Ordnung über Generationen hinweg zunehmend verinnerlicht haben. Angetrieben von unerfüllten Begierden und erstickten Leidenschaften versuchen seine Protagonistinnen immer wieder auszubrechen, sich zu widersetzen, und scheitern doch an den Mauern erstarrter sozialer Konventionen und heuchlerischer Moral. "In den Straßen keine Blumen” verbindet das Schicksal der Lorca´schen Frauen zu einem Kaleidoskop des Protests gegen ein System, das, längst als tot entlarvt, nur mehr künstlich am Leben gehalten wird. In dieser Künstlichkeit kann nichts wachsen. Keine Blume. Kein Kind. Keine Liebe. Keine Zukunft. Lorcas Heldinnen vereinen sich dort, wo sie Jahrhunderte nicht erwünscht waren: auf der Straße!

Regie: Pınar Karabulut
Bühne: Johanna Stenzel
Kostüme: Claudia Irro
Musik: Daniel Murena
Video: Leon Landsberg
Licht: Björn Gerum
Dramaturgie: Rose Reiter
Theater

Schöne Neue Welt

nach Aldous Huxley

In der Schönen Neuen Welt gibt es keinen Krieg, keine Eifersucht, keine Trauer, keine Krankheit, keine Armut, keinen Gott, keine Kunst. In Stabilität genießen die Menschen ihr Leben. Sie pflanzen sich künstlich fort, werden schon vor der Geburt in Kasten eingeteilt und so konditioniert, dass sie mit dem, was sie sind und haben, zufrieden sind. Jeder gehört jedem, der leidbringende Individualismus ist abgeschafft - es regiert das Kollektiv. Jeder ist und fühlt sich nützlich – auch für beste Unterhaltung wird gesorgt. Und das Glück ist mit der Droge Soma jedem und jederzeit zugänglich. Lohnt es sich hier, für eine Freiheit zu kämpfen, nach der niemand mehr verlangt?
Aldous Huxley schrieb Brave New World als überspitzte Dystopie dessen, was im Erscheinungsjahr 1932 für die Zukunft möglich schien. Am Volkstheater wird der Klassiker der Weltliteratur nun auf seine Aktualität befragt: Wie sehr haben wir uns heute mit unserer Welt Huxleys Kosmos schon angenähert? Und: Ist die Schöne Neue Welt eigentlich wirklich so dystopisch?

Regie: Felix Hafner
Bühne: Camilla Hägebarth
Kostüme: Janina Brinkmann
Musik: Clemens Wenger
Choreographie: Vasna Aguilar
Dramaturgie: Nikolai Ulbricht

2 Stunden, keine Pause
Theater

Das Bildnis des Dorian Gray

nach Oscar Wilde

in einer Übersetzung von Eike Schönfeld, Bühnenfassung von Abdullah Kenan Karaca

Sein makelloses Äußeres verleiht Dorian Gray eine gefährliche Macht über seine Mitmenschen, macht ihn skrupellos und kalt. Reihenweise verfallen ihm sowohl Männer als auch Frauen. Dorian Gray ist der teuflische Verführer inmitten einer feinen Gesellschaft, unverwundbar hinter der Maske seiner engelshaften Erscheinung und doch umwittert vom fauligen Geruch des Todes. Ein schauerlicher Fluch verbirgt sich hinter dem Zauber dieses Mannes: Einst hatte der Maler Basil Hallward ein Porträt von ihm angefertigt, das dem kaum Zwanzigjährigen mit einem Mal die ungeheure Attraktivität seiner Erscheinung wie auch deren Vergänglichkeit vor Augen geführt hatte. Rasend vor Eifersucht wünscht sich Dorian, das Gemälde möge an seiner Stelle altern – doch die Erfüllung seines Traums fordert einen hohen Preis. Angeführt von Lord Henry, seinem geistreich-zynischen Mentor, verliert sich Dorian Gray in einer ebenso dekadenten wie hedonistischen Lebensweise, die ihn in die tiefsten Abgründe seiner Seele führt und nach und nach den Verstand kostet.

Regie: Abdullah Kenan Karaca
Bühne: Vincent Mesnaritsch
Kostüme: Elke Gattinger
Dramaturgie: Rose Reiter

1 Stunde 35 Minuten, keine Pause
Theater

Mein Kampf

von George Tabori

In einem Männerwohnheim in der Wiener "Blutgasse" mietet sich der junge Künstler Adolf Hitler ein, der seine Studien an der Wiener Kunstakademie zu verfeinern sucht. Er trifft dort auf den jüdischen Buchhändler Schlomo Herzl, der sich mütterlich sorgend um den unerfahrenen Provinzler zu kümmern beginnt. Herzl wird zum Schöpfer seiner charakteristischen Barttracht und unterrichtet ihn in demagogischen Kunstgriffen. Gleichzeitig brechen sich Hitlers antisemitische Ressentiments immer stärker Bahn. Als Herzl sein künstlerisches Talent anzweifelt, erregt sich dieser und vermutet dahinter eine weltweite Verschwörung der Ahnen Zions.

Regie: Christian Stückl
Bühne & Kostüme: Stefan Hageneier
Musik: Tom Wörndl

2 Stunden 45 Minuten, eine Pause
Theater

Children of Tomorrow (UA)

von Tina Müller/ Corinne Maier Regie: Corinne Maier

Wie können wir uns die Sorge um Haushalt, Erziehung und Beruf fair teilen? Warum tun es nur 14% der Paare in Deutschland, obwohl Politik und Wirtschaft scheinbar Maßnahmen ergriffen haben, um Familie und Beruf möglich zu machen? Warum leisten Frauen immer noch 60 Prozent mehr unbezahlte Arbeit als Männer?
Gemeinsam mit der Autorin Tina Müller hinterfragt Regisseurin Corinne Maier Vorstellungen von Familie und Verantwortung. Eine Utopie wird entwickelt und ein Stück entsteht:
Ausgehend von eigenen Texten der Darsteller_innen werden Figuren erfunden, eine Gemeinschaft erdacht, welches den Traum von gemeinsamer kollektiver Fürsorge und damit die verschiedene Herausforderungen zu meistern hat. Denn wenn man zu viert ein Kind zu bekommen versucht und dafür sorgen will, müssen Regeln erfunden werden, die für jede_n akzeptabel und auch verbindlich sind.

Bühne, Kostüm, Video: Nicole Henning
Theater

Volpone

von Stefan Zweig

Der reiche Volpone setzt darauf, dass seine Mitbürger in Venedig genauso habgierig sind wie er. Er lässt über seinen Diener Mosca das Gerücht, er sei sterbenskrank. Der Plan gelingt: Die Erbschleicher kommen auch gleich und überhäufen ihn mit Geschenken, in der Hoffnung in seinem Testament bedacht zu werden. Einer ist gar bereit, Volpone seine Frau für eine Liebesnacht zu überlassen. Volpone und Mosca amüsieren sich köstlich, bis die Sache auffliegt. Aber da die Erbschleicher nicht wollen, dass Volpone verurteilt wird und der Staat sein Geld kassiert, sorgen sie dafür, dass er freigesprochen wird. Nun lässt Volpone die Nachricht von seinem Ableben verbreiten, um sich an der Schlacht ums Erbe zu weiden. Vorher verspricht er Mosca sein gesamtes Vermögen. Ein Schritt, den er noch bereuen wird…

Regie: Abdullah Kenan Karaca
Bühne: Vincent Mesnaritsch
Kostüm: Elke Gattinger
Dramaturgie: Katja Friedrich

2 Stunden 40 Minuten, eine Pause
Theater

Die Möwe

von Anton Tschechow

Auf dem Landsitz seines Onkels Sorin sucht der junge Schriftsteller Konstantin Treplev nach „neuen Formen“ im Theater. Seine Geliebte Nina spielt die Hauptrolle in einem kleinen Theaterstück, das er selbst geschrieben hat. Doch die Aufführung endet im Desaster: Das ausgewählte Publikum reagiert mit Unverständnis und Spott – darunter seine Mutter Arkadina, eine berühmte Schauspielerin und Vertreterin des konventionellen Theaters, welches ihr Sohn verachtet. Während Treplev sein künstlerisches Scheitern verkraften muss, verliebt sich Nina in den erfolgreichen, gefeierten Schriftsteller Trigorin, gehasstes und zugleich beneidetes Vorbild Treplevs – und Geliebter der Arkadina. Die Konflikte schwelen, die Figuren, Temperamente und Meinungen prallen aufeinander, es gipfelt in Ausbrüchen, gegenseitigen Liebesbekundungen und Erniedrigungen: Es ist ein Versuch aller, das Leben irgendwie zu bewältigen.

Regie: Christian Stückl
Bühne & Kostüme: Stefan Hageneier
Dramaturgie: Nikolai Ulbricht
Musik: Tom Wörndl

2 Stunden 40 Minuten, eine Pause
Theater

Romeo und Julia

von William Shakespeare

William Shakespeare schuf mit Romeo und Julia die wohl bekannteste und größte Liebesgeschichte der Weltliteratur. Die zwei Liebenden entstammen zweier verfeindeter Häuser, sie lassen sich heimlich trauen, doch Romeo ermordet Julias Cousin und wird aus Verona verbannt – sie finden ihre Erfüllung bei Shakespeare erst in beidseitigem Selbstmord. Das Motiv der unerfüllten, bedingungslosen Liebe in Romeo und Julia hat die Kultur- und Kunstgeschichte bis heute geprägt - die Geschichte wurde mehrfach gezeichnet, verfilmt, neu adaptiert, musikalisch interpretiert und wird immer wieder auf den Theaterbühnen gespielt. Kieran Joel beleuchtet diesen Mythos aus heutiger Sicht und lässt die Geschichte um das wohl rätselhafteste und größte Gefühl der Menschheit Liebe selbstbestimmt aus Sicht der beiden Protagonisten erzählen. Die Liebe wird zum letzten Sehnsuchtsort in einer durchökonomisierten Welt, an dem es möglich ist, dass der Andere Zweck und nicht Mittel ist.

Regie: Kieran Joel
Bühne: Jonathan Mertz
Kostüme: Henriette Müller
Musik: Lenny Mockridge
Video: Christin Wilke
Dramaturgie: Katja Friedrich

1 Stunde 45 Minuten, keine Pause
Theater

Der Brandner Kaspar und das ewig' Leben

von Franz von Kobell / Kurt Wilhelm

Der Brandner Kaspar überlistet den Tod. Als der Boandlkramer kommt, um ihn zu holen, macht er ihn mit Kerschgeist betrunken und schwindelt ihm beim Kartenspiel einige weitere Lebensjahre ab. Die Sache wird jedoch im Himmel beim Portner Petrus bekannt. Der duldet keine Abweichungen im göttlichen Schicksalsablauf. Da bleibt dem Boandlkramer nur eine Chance: den Brandner die Freuden der paradiesischen Ewigkeit auf Probe vorkosten zu lassen.

Das ewige Drama um Leben und Tod ist hier eine Komödie. Weil es ein Einzelner vermag, die Allmacht des Todes und die himmlischen Schicksalsmächte mit seiner Schlitzohrigkeit und Dickköpfigkeit zu überlisten.

Regie: Christian Stückl
Bühne: Alu Walter
Kostüme: Ingrid Jäger
Dramaturgie: Volker Bürger
Musik: Junge Riederinger Musikanten
Musikalische Mitarbeit: Markus Zwink

3 Stunden 10 Minuten, eine Pause
Theater

Felix Krull

nach Thomas Mann

Mit seinem "Felix Krull" gelangen Thomas Mann die hinreißenden Memoiren eines gerissenen Kriminellen und Fantasten, der die gute Gesellschaft mit Leichtigkeit um den Finger wickelt und sich so seinen Weg nach oben bahnt. Felix Krull löst sich aus seinem bankrotten Elternhaus im Rheingau, um mit "natürlicher Begabung für gute Form" den Reichen, Schönen und Mächtigen genau das vorzuspielen, was diese in ihm sehen wollen. Auf diese Weise entzieht er sich dem Militär, verführt spielend die Pariser Damenwelt und lauscht schließlich mit dem von Enterbung bedrohten Marquis de Venosta seine Identität. Einem glanzvollen Leben voller "Liebeslust" scheint nun nichts mehr im Wege zu stehen ... Felix, der Glückliche, der Kaiser der Schwindler und Diebe.

Regie: Bastian Kraft
Ausstattung: Anna van Leen

Dauer: 1 Stunde 30 Minuten, keine Pause
Theater

Das Schloss

nach Franz Kafka

Zu Beginn des Romans trifft K. in einem winterlichen Dorf ein, welches zur Herrschaft eines naheliegenden Schlosses gehört. Er bittet in einem Wirtshaus um ein Nachtlager und stellt sich als der neue, vom Schlossherrn bestellte Landvermesser vor. Doch K.s Versuche, ins Schloss zu gelangen, scheitern ebenso wie sein Bemühen, im Dorf seinen Platz zu finden. Alle scheinen einer nicht greifbaren bedrohlichen Hierarchie ausgesetzt, an deren Spitze sich die Beamten des Schlosses befinden. Der Versuch, in das Schloss zu gelangen, wird nun für K. zur einzigen Lebensaufgabe. Es entspinnt sich ein Kampf zwischen ihm und den Repräsentanten des Schlosses, dem er ein jegliches Handeln und jeden zwischenmenschlichen Kontakt zu den Dorfbewohnern unterwirft. K. handelt wie unter einem Zwang, er vermag seinem Leben keine Wende zu geben, muss den selbstzerstörerischen Weg scheinbar immer weiter gehen.

Regie: Nicolas Charaux
Bühne: Pia Greven
Kostüm: Cátia Palminha

1 Stunde 40 Minuten, keine Pause
Theater

DOGTOWN Munich

von Herbert Achternbusch

Der Münchner Marienplatz. Es herrscht der alltägliche Verkehr. Die Geschäftigkeit der Großstadt wird für einen Moment angehalten, wenn Herbert Achternbuschs Figuren die Verhältnisse ihrer Stadt betrachten. In einer musikalischen Farce formulieren die Jüngere und die Ältere, das Mädchen Zunge, der Schauspieldirektor, Herakles und zwölf Neonazis inmitten der postkartenkitschigen Bauten und bautechnischen Hässlichkeit ihre Liebe und Abscheu zur Weltstadt mit Herz. Bis Maria von ihrer Säule steigt und es blutig wird. Aber auch das geht vorüber. Ein Hund macht wieder sein Geschäft und Karl Valentin landet auf der Mariensäule – Dogtown Munich.

Regie: Pınar Karabulut
Bühne und Kostüme: Franziska Harm
Musik: Daniel Murena
Theater

Medea

von Euripides

Die Tragödie des Euripides beginnt im Exil in Korinth, wo die Liebenden Medea und Jason mit ihren Kindern vorläufig Asyl finden. Die heimatlose Familie befindet sich auf der Flucht. Die Königstochter Medea hat für ein Leben mit ihrem Geliebten Jason ihre Familie verraten, ihr Land verlassen und vermutlich getötet. Durch die geplante Heirat mit der Tochter des Königs von Korinth erhält Jason das definitive Bleiberecht; jetzt ist er sozial und wirtschaftlich abgesichert, Medea und den Kindern jedoch, droht erneut Verbannung. Zutiefst verletzt und traumatisiert ob Jasons schamloser Missachtung des geschworenen Treueeids, entwirft Medea einen grausamen Racheplan. Aus maßloser Liebe wird maßloser Zorn.

Regie: Abdullah Kenan Karaca
Kostüme: Sita Messer
Bühne: Vincent Mesnaritsch
Dramaturgie: Caroline Schlockwerder

Dauer: 1 Stunden 20 Minuten, keine Pause
Theater

Die Dreigroschenoper

von Bertolt Brecht / Kurt Weill

Brecht zielt mit der Dreigroschenoper auf die Entlarvung der korrupten Bourgeoisie. Auf der einen Seite erscheint der Bettlerkönig Peachum als Musterbeispiel des Geschäftemachers, für den Not und Armut nichts anderes sind als Mittel zum Zweck; auf der anderen Seite entpuppt sich der skrupellose Verbrecher Mackie Messer als Prototyp so genannter bürgerlicher Solidität. Peachum mobilisiert die Bettlermassen, organisiert eine Demonstration des Elends und droht, den Krönungszug zu stören, falls der korrupte Polizeichef Tiger-Brown sich weigern sollte, Mackie Messer zu verhaften, der Peachums Kreise störte.

Regie: Christian Stückl
Bühne und Kostüme: Stefan Hageneier
Musikalische Leitung: Micha Acher
Theater

Nathan der Weise

von Gotthold Ephraim Lessing

Als Nathan, ein reicher Jude, von einer Geschäftsreise zurückkehrt, erfährt er, dass seine Tochter Recha dank eines jungen Tempelherrn vor dem Feuertod gerettet wurde. Jener ist Christ und verdankt sein eigenes Leben dem Sultan Saladin, einem Muslim. Dieser fühlte sich beim Anblick des jungen Mannes an seinen toten Bruder Assad erinnert und hob daraufhin das Todesurteil gegen den Tempelherrn in einem Akt von Gnade auf. Recha und ihre Gesellschafterin, die Christin Daja, sehen in dieser Fügung ein Wunder – nicht aber Nathan, der seiner Tochter derlei Gedanken austreibt. Gleichzeitig schafft er es den Tempelherrn mit klugen Argumenten und als Dank für dessen Tat zu einem Besuch bei Recha zu bewegen. Der Sultan, in einer finanziell brenzligen Lage steckend, befolgt den Ratschlag seiner Schwester Sittah und testet die Freigebigkeit, des dafür in der ganzen Stadt gerühmten Nathan. Er stellt ihm die Frage nach der wahren Religion. Nathan rettet sich mit einem schlauen Einfall und erzählt dem Sultan ein Märchen, die Ringparabel.
Lessings Drama spielt im Jerusalem, der Stadt der Weltreligionen, zur Zeit der Kreuzzüge. Es zeigt die Verwandtschaft von Judentum, Christentum und Islam und handelt von der Idee einer aufgeklärten Humanität. Nathan der Weise erzählt von religiösem Fanatismus, von Ethik und Vernunft, und proklamiert das Prinzip friedliebender koexistierender Religionen in einer toleranten Gesellschaft.

Regie: Christian Stückl
Bühne & Kostüme: Stefan Hageneier
Musik: Tom Wörndl
Dramaturgie: David Heiligers

3 Stunden, eine Pause
Theater

Das ferne Land

von Jean-Luc Lagarce

Louis ist krank und wird bald sterben. Mit seinem engsten Freund reist er nach vielen Jahren der Abwesenheit zurück in sein Elternhaus in eine Provinzstadt, um seiner Familie seinen baldigen Tod zu verkünden. Doch unter der Oberfläche brodelt es und mit seiner Ankunft treten lang vergangene Konflikte wieder zutage. Unter die Stimmen der Anwesenden mischen sich die Stimmen der Toten und Abwesenden, Freunde und Liebhaber: All jene, die Louis‘ Leben waren. Sie entblättern auf intime und bewegende Weise das Leben, das sie hätten leben wollen, ihre Kämpfe und Niederlagen, ihre Erinnerungen, Geständnisse und Abrechnungen. Und Louis findet sich zwischen seiner biologischen Familie und seiner zweiten, der sozialen Familie wieder, die ihn alle nicht gehen lassen wollen, ohne etwas davon zurückzufordern, was sie ihm im Laufe seines Lebens gegeben haben…
In seiner – nach „Dämonen“ 2016 und „Das Schloss“ 2017 – dritten Arbeit am Münchner Volkstheater widmet sich Nicolas Charaux dem letzten Werk eines der meistgespielten Autoren Frankreichs: Jean-Luc Lagarce. Mit der Kraft des Ensembles befragt Charaux dabei die komplexen, emotionalen und mitunter fatalen Strukturen zwischenmenschlicher Beziehungen. Mit atmosphärischer Bildhaftigkeit schafft er einen Begegnungsraum zwischen Menschen, die sich in Realität nie begegnen würden und gibt Einblicke in die fragile menschliche Psyche.

Regie: Nicolas Charaux
Bühne & Kostüm: Pia Greven
Dramaturgie: Nikolai Ulbricht
Sounddesign: Bernhard Eder

2 Stunden 45 Minuten, eine Pause
Aufführung

Mit dem Brandner Kaspar auf die Wiesn

Zum Abschluss des Oktoberfestes bietet das Münchner Volkstheater zusammen mit den Nockherbergwirtsleuten Arabella und Peter Pongratz erneut den "Wiesn-Brandner" an. Nach dem Vorstellungsbesuch des Brandner Kaspars um 13.30 Uhr im Münchner Volkstheater gibt es im Anschluss auf der Wiesn ab 17 Uhr verschiedene bayrische Köstlichkeiten. Das Kombiticket beinhaltet den Vorstellungsbesuch (inkl. MVV-Ticket), Platzreservierung im Winzerer Fähndl und ein 3- gängiges Menü.
Aufführungen / Theater Residenztheater München München, Max-Joseph-Platz 1
Aufführungen / Theater Münchner Kammerspiele München, Falckenbergstraße 1
Aufführungen / Oper Bayerische Staatsoper München München, Max-Joseph-Platz 2
Aufführungen / Konzert Orff-Zentrum München München, Kaulbachstr. 16
Aufführungen / Konzert Le Nuove Musiche München München, Gollierstr. 28
Aufführungen / Theater theater VIEL LÄRM UM NICHTS - München München, August-Exter-Str. 1
Aufführungen / Konzert Regensburger Domspatzen Regensburg, Reichsstraße 22
Aufführungen / Theater Teamtheater München München, Am Einlaß 2a / 4
Aufführungen / Film Neue Celluloid Fabrik / Jürgen Kleinig
Mi, 27.6.2018, 19:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung Neue Werkbühne München GmbH München, Heßstraße 82
Aufführungen / Oper Staatstheater am Gärtnerplatz München, Gärtnerplatz 3
Aufführungen / Oper Münchener Biennale München, Ludwigstr. 8
Internationales Festival für neues Musiktheater
Aufführungen / Oper Bayerische Staatsoper München, Max-Joseph-Platz 2
Nationaltheater
Aufführungen / Aufführung Deutsches Theater München München, Ausweichspielstätte: Werner-Heisenberg-Allee 11 / ab 2012: Schwanthalerstraße 13 E
Aufführungen / Aufführung Tom Patrick´s Isarwichtl München, Heimeranstr. 51
Aufführungen / Kabarett Lustspielhaus München, Occamstr. 8
Till Hofmann
Aufführungen / Aufführung Komödie im Bayerischen Hof München, Promenadeplatz 6
Aufführungen / Aufführung Theaterfestival SPIELART München München, Ludwigstr. 8
Aufführungen / Aufführung theater ... und so fort München, Hans-Sachs-Str. 12
Aufführungen / Oper Staatsheater am Gärtnerplatz München, Gärtnerplatz 3
Aufführungen / Kabarett Münchner Lach- und Schießgesellschaft München, Haimhauser-/Ecke Ursulastraße
Aufführungen / Aufführung FestSpielHaus gGmbH München, Quiddestr. 17
Aufführungen / Aufführung Studiobühne Bayreuth Bayreuth, Röntgenstr. 2
Aufführungen / Theater Tatwort Improvisationstheater München, Rumfordstr. 29-31
Regina Backes
Aufführungen / Aufführung Minni Oehl Company München, Augustenstr. 85 a
Aufführungen / Aufführung OBERANGER THEATER München München, Oberanger 38
Aufführungen / Aufführung Vollmarhaus Theater München München, Oberanger 38
Aufführungen / Tanz DT - Die Tanzschule am Deutschen Theater München, Schwanthalerstrasse 13
Auch online sind wir der tanztipp.de!
Aufführungen / Performance t-u-b-e München, Einsteinstr. 42
galerie für radiophone kunst, installationen und audio-performances im EINSTEIN München, www.t-u-b-e.de
Aufführungen / Aufführung Bayrisches Volkskunsttheater München München, Pfanzeltplatz 12
im Gasthaus zur Post
Aufführungen / Oper Internat. Musikfestival Halfing, Gut Immling
Chiemgau Gut Immling Unsere Oper e. V.
Aufführungen / Tanz El Corazón, Tangoschule München, Lachnerstr. 38
Maja
Aufführungen / Aufführung Fürstbischöfliches Opernhaus Passau Passau, Gottfried-Schäffer-Str. 2 4
Aufführungen / Aufführung S'ensemble Theater Augsburg, Bergmühlstraße 34
Kulturfabrik
Aufführungen / Aufführung Kleine Bühne München München, Kazmairstraße 66
Aufführungen / Aufführung Münchner Volkssänger-Bühne e.V. München, Nederlinger Str. 78
im Theater Gut Nederling
Aufführungen / Aufführung Münchner Volkstheater München, Brienner Str. 50
Aufführungen / Theater Athanor Akademie Burghausen, Burg 7b
Aufführungen / Aufführung Jazzclub Unterfahrt München, Einsteinstraße 42
Aufführungen / Aufführung Bel Etage Theater München, Feilitzschstrasse 12
im Drugstore
Aufführungen / Tanz TANZWERKSTATT EUROPA München, Emil Geis Str. 21
JOINT ADVENTURES
Aufführungen / Aufführung fastfood theater München, Betriebsbüro: Häberlstraße 20
opera players impro a la turka
Aufführungen / Aufführung i-camp / neues theater münchen München, Entenbachstr. 37
Aufführungen / Kabarett Kulturhaus Augsburg, Barfüßerstraße 4
Kresslesmühle GmbH
Aufführungen / Aufführung Teamtheater Tankstelle München, Am Einlaß 2a
Aufführungen / Aufführung Teamtheater Comedy München, Am Einlaß 4
Aufführungen / Theater TamS-Theater München, Haimhauser Str. 13 a
Aufführungen / Theater MÜNCHNER GALERIE THEATER München, Geigenbergerstr. 37
Theaterensemble
Aufführungen / Aufführung Landgraf München, Pfanzeltplatz 12
Bayrisches Volkskunsttneater
Aufführungen / Aufführung BMW Welt München, Am Olympiapark 1
Aufführungen / Konzert Nymphenburger Sommer München, Schloss Nymphenburg Eingang 19
Das Kammermusikfest
Aufführungen / Aufführung Bayerische Philharmonie München, Bäckerstraße 46
Aufführungen / Konzert Münchner MotettenChor e.V. München, Nußbaumstraße 1
Aufführungen / Aufführung Theater werkmünchen München, Grafinger Straße 6/103
Aufführungen / Musical Deutsches Theater München München, Schwanthalerstraße 13
Aufführungen / Konzert Münchner Orchesterverein Wilde Gungl e. V. Mühldorf, Herzog-Friedrich-Straße 6a
Symphonieorchester Wilde Gungl München
Aufführungen / Aufführung Galli Theater und Trainings München, Schleissheimerstr.60
Emine Akman