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Radikal jung

Das Festival für junge Regie

Von 24. Juni bis 2. Juli 2022 findet das Festival für junge Regie wieder statt.

Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause ist das Münchner Volkstheater mit Intendant Christian Stückl mit dem Festival Radikal jung Gastgeber für junge Theatermacher*innen die mit ihren Arbeiten die deutschsprachige Theaterlandschaft in den kommenden Jahren prägen werden. Seit 2005 kann das Publikum hier die künstlerische Erneuerung und Weiterentwicklung des deutschsprachigen Theaters verfolgen und teilhaben am Streit um die Zukunft der darstellenden Künste in der Auseinandersetzung mit neuen gesellschaftlichen Realitäten. In diesen Jahren ist Radikal jung zum wichtigsten und größten Festival für junge Regisseur*innen geworden.

Kontakt

Radikal jung
Volkstheater München GmbH
Brienner Straße 50
D-80333 München

Telefon: +49 (0)89 / 523 46 55 Karten
Fax: +49 (0)89 / 523 55 - 39

Bewertungschronik

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Bewertungen & Berichte Radikal jung

© Spyros Rennt
Schauspiel

Bad Roads

Sechs Geschichten über das Leben und den Krieg
von Natalia Vorozhbyt

"Bad Roads" ist ein Stück über das Leben und die Liebe in einem vom Krieg zerrissenen Land. Es wurde im Royal Court Theatre in London uraufgeführt und besteht aus sechs Szenen, in denen jeweils ein Aspekt des Krieges im Osten der Ukraine thematisiert wird.
Zerstörte Straßen haben im Rebellengebiet Donbass das Leben (un)gewöhnlicher Menschen zwischen den Fronten zusammengeführt. Eine junge Frau begibt sich auf die Suche nach dokumentarischem Material in diese Region; aber dort, in der Grauzone des Grenzlandes, wird sie zur Geisel beider Seiten. Sie befindet sich irgendwo in der Mitte, wo es weder Gut noch Böse gibt, wo Opfer und Täter*innen unversehens die Rollen tauschen und die Liebe tödlich ist.
"Bad Roads" erzählt sechs Geschichten über die Beziehung zwischen Frauen und Männern, pervertiert durch den Krieg und über all die Brüche, die nicht mehr heilen werden.


3 Stunden, eine Pause
In ukrainischer und russischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Premiere am 17. Mai 2019

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© Pinelopi Gerasimou
Schauspiel

We are in the Army Now

Onassis Stegi, Athen / Griechenland

"Wir leben im Zeitalter der Monster, zwischen einer sterbenden Welt und einem erst beginnenden Kampf!"

Vier Wannabe-Superhelden. Cyberspace(s). Videospiele. Smartphones. Neue Realitäten. Ein Camp, eine Privatarmee. Wirst du ihnen vertrauen? Die Zeit ist gekommen – dies ist ein Aufruf, zur Waffe zu greifen. Auf dem Onassis YouTube Kanal. Vergiss die Raketenoberstufe die du einst kanntest: Sie wurde transformiert in ein hybrides Soziales Medium, irgendetwas zwischen einem Instagram Account und einem iPhone-Bildschirm. Vergiss das Theater wie du es kanntest. Alles hier glänzt und glitzert umgeben von einer Aura des Ultrapop Cyberspace. Die vier Performer*innen erinnern an Power Rangers, an Pokemon und an die Sexiness von Cardi B. Sie entfalten sich in einer Camp Atmosphäre, gefüllt von Snapshots aus dem Leben der Borderline Millenials zwischen TikTok Choreografien und Britney Spears-Musikvideos begleitet von Selfies, die tiefe Einblicke bieten und kontroversen Memes über den Zusammenhang von sozialökonomischer Verantwortung und den Sozialen Medien. Doch alles, was hier gepostet wird, ist die kollektive Wut und Dringlichkeit einer ganzen Generation, gemischt mit mutigem Humor, der alles zur Perversion treibt.

Sind wir vielleicht alle Superheld*innen, bereit für den Kampf? Kann Steve Jobs und die Menschen der Arbeiter*innenklasse der nikeanischen Nachbarschaft Athens zusammen im gleichen Selfie sitzen? Sind homophobe griechische Väter und die religiöse Hingabe griechische Mütter nur ein weiterer "work in progress"? Und kann Ideologie anhand von Emojis erklärt werden?

Wer genau sind diese Helden, die für uns kämpfen, in einer Zeit, in der es keine "Macher" mehr gibt, in der die Dinge vergänglich und unverständlich erscheinen? Die Generation Z greift zu den Waffen und heißt uns in einer neuen Welt willkommen, in der Emojis und Pokemon neben extremer Sensibilität und Dissidententum koexistieren - all das in einer Theaterform die gleichzeitig digital wie unvermeidlich physisch ist.

Onassis Stegi, Athen / Griechenland
Regie: Elias Adam
Bühne / Kostüme / Digitaler Raum: Sita Messer
Mitarbeit Bühne und Kostüme: Electra Staboulou
Musik: Gary Salomon
Choreografie: Panos Malactos
Licht: Panaglotis Lambis
Production Management: Cultópia
Text: Elias Adam
Besetzung: Styliana Ioannaou, Jeo Pakitsas, Sofia Priovolou, Gary Salomon

90 Minuten, keine Pause
In griechischer und englischer Sprache mit deutschen Übertiteln / ab 18 Jahren
Premiere am 10. April 2021

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Online

werther.live

nach Johann Wolfgang von Goethe
punktlive

Lotte und Werther verlieben sich auf Ebay-Kleinanzeigen...und obwohl sie sich nie persönlich begegnen, bringt das Lottes langjährige Beziehung ins Wanken. Wie verhandelt Werther im 21. Jahrhundert sein Leid und seine Gedanken zum Freitod? Und wie gehen seine Freunde damit um, dass er ihnen immer mehr entgleitet? Auf sehr eindringliche und intime Weise lässt das Stück die Zuschauenden mittels Screen-Capturing in Werthers virtuelles Handeln eintauchen. Man sieht und hört alles was auf seinem Bildschirm passiert und lernt so die Figuren aus Goethes Klassiker "Die Leiden des Jungen Werther" noch einmal ganz neu kennen.

Das rein digitale Theaterstück "werther.live" wurde mit dem Deutschen Multimediapreis 2020 ausgezeichnet und beim nachtkritik-Theatertreffen 2021 unter die zehn besten Stücke des Jahres gewählt. "werther.live" war nominiert für das Theatertreffen der Berliner Festspiele und ist eingeladen zum 38. Heidelberger Stückemarkt. Es gastiert digital u.a. beim Schauspiel Köln, Schauspielhaus Hamburg, Deutsches Nationaltheater Weimar, sowie auf den Festivals PERSPECTIVES und Arena.

Regie: Cosmea Spelleken
Konzept: Cosmea Spelleken
Liveschnitt und Assistenz: Lotta Schweikert
Technische Konzeption: Leonard Wölfl

Besetzung:
Werther Jonny Hoff
Lotte S. Klara Wördemann
Willhelm Florian Gerteis
Albert Michael Kranz

Gefördert von den Kulturämtern Freiburg und Karlsruhe.

Wichtige Informationen zum Stückbesuch:

"werther.live" ist ein online Stück, das explizit für den privaten Laptop Bildschirm inszeniert wurde. Wir empfehlen, an dem Stück mit einem eigenen mobilen Endgerät teilzunehmen.

Die Darstellenden performen jeden Abend in Echtzeit aus ihren privaten Wohnungen, Zuschauende können an der Vorstellung entweder von zuhause aus oder mit ihrem mobilen Endgerät (Tablett oder Laptop) im Volkstheater teilnehmen. Vor Ort bieten wir Sitzgelegenheiten und WLAN, um im Theater (auf seinem eigenen Laptop) gemeinsamen teilnehmen und anschließend darüber diskutieren kann. Das Publikum ist während der Vorstellung nicht zu sehen, Sie können aber (wenn Sie möchten) mit den Figuren des Stückes über Social Media in Kontakt treten:
@wer.werther, @lotte_s.o.s, @freiherrwilhelmdergrosse, @albertgruenhausen

Das Ticket in Form eines Zugangscodes ("digitales Theaterticket") erhalten Sie über den Webshop. Der Code ist jeweils für die von Ihnen gebuchte Anzahl an Tickets/Zugängen gültig. Mit diesem Code loggen Sie sich zur gebuchten Vorstellungszeit an Ihrem Tablett oder Laptop unter folgendem Link ein: https://punktlive.de/#livestream

Bei Fragen zu den Tickets haben (Umtausch, Erstattung, Rückgabe o.ä.) wenden Sie sich bitte an unsere Theaterkasse. Bei Fragen zur technischen Umsetzung oder Problemen beim Zugang zum Livestream wenden Sie sich bitte an kontakt@punktlive.de .

100 Minuten, keine Pause
Livestream auf dringeblieben.de
Premiere am 05. November 2020

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Schauspiel

Karneval

Theater Oberhausen

"The function, the very serious function of racism is distraction. It keeps you from doing your work. It keeps you explaining, over and over again, your reason for being. Somebody says you have no language and you spend twenty years proving that you do. Somebody says your head isn’t shaped properly so you have scientists working on the fact that it is. Somebody says you have no art, so you dredge that up. Somebody says you have no kingdoms, so you dredge that up. None of this is necessary. There will always be one more thing." - Toni Morrison

Rassismus ist anstrengend, es raubt dir deine Zeit, sagt Toni Morrison. Ständig ist man damit beschäftigt, zu erklären, wo man wirklich herkommt, sich eine Sprache auszudenken und die eigene Kultur zu legitimieren. Aber deutet Toni Morrisons Zitat nicht auf das Versprechen hin, kulturelle Identität, Traditionen und Bräuche ausgraben zu können? Sie selbst zu definieren zu konstruieren und zu fiktionalisieren?

"Karneval" untersucht dieses Potential anhand weiß-deutscher Karnevalskultur und Tradition. Teils empowernd, teils schmerzhaft werden die in der weißen Karnevalskultur verankerten Exotismen und Rassismen dieser Tradition in einem überwältigenden und unaushaltbar unterhaltsamen Musical-Theaterabend zusammengeführt. "Karneval" fragt wer dabei ist, wenn Multikulturalität gefeiert wird, welche Freunde da genau zusammenstehen und ob wir wirklich alle nur Menschen sind.

Regie: Joana Tischkau
Konzept: Joana Tischkau
Bühne: Carlo Siegfried
Künstlerische Begleitung: Anta Helena Recke
Musik: Frieder Blume
Besetzung:
DOori Antrie, Sophia Hankings-Evans, Nina Karimy, Agnes Lampkin, Moses Leo, Henry Morales, Anna Polke, Julius Janosch Schulte
Kostüme Mascha Mihoa Bischoff

90 Minuten, keine Pause
Premiere am 11. Februar 2022

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© Marcella Ruiz-Cruz
Schauspiel

Mowgli

Der Dschungel in "Mowgli" ist ein unangepasstes Konzept, der wildgewordene Traum einer Nacht, ein verdrängtes Territorium außer- und innerhalb der Stadt und ihrer sozialen Konstruktionen. Ausgangspunkt dieser Arbeit von Sorour Darabi war der Titel, der einem Track des französischen Rap-Duos PNL entnommen ist. In "Mowgli" erkundet der/die Künstler*in die fortwährende Projektion von Wildnis auf translokale Körper. Auf einer fast leeren Bühne entwirft Darabi in einem Mix aus Storytelling, Choreografie und Poesie Fragmente des Dschungels, die Spielräume für unsere eigenen Imaginationen offenhalten.

Konzept / Choreografie / Performance: Sorour Darabi
Dramaturgie: Pauline L. Boulba, Soto Labor
Licht: Jean-Marc Ségalen
Sound: Elene Tissier
Besetzung: Outside-Eye Daniel Blanga Gubbay, Dries Douibi, Mathieu Bouvier

Eine Produktion von Kunstenfestivaldesarts, in Koproduktion mit Kunstenfestivaldesarts, Alkantara, Sophiensaele Berlin, Tanzquartier Wien, Workspace Brussels, WP Zimmer, Theatre Frascati, Teatro di Roma, Kaserne Basel, Spielart Theaterfestival München, Kunstencentrum BUDA, Spedidam, Fonds Transfabrik – Fonds franco-allemand pour le spectacle vivant Unterstützt von Les Subsistances, Centre national de la danse (Pantin), La Briqueterie – CDCN du Val-de-Marne, L’Échangeur – CDCN Hauts-de-France, Le Pacifique – CDNC Grenoble Auvergne Rhône-Alpe, Les Laboratoires d’Aubervilliers, Centre national de danse contemporaine Angers und Montévidéo Centre d’Art.

50 Minuten, keine Pause
In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Premiere am 03. Mai 2021

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© Sandra Then
Schauspiel

Identitti

von Mithu Sanyal
Düsseldorfer Schauspielhaus

Die Studentin Nivedita Anand alias Identitti bereichert ihre Leser*innen regelmäßig mit klugen Posts auf ihrem Blog über Sex and Race. Die theoretische Inspiration dafür hat sie bei niemand Geringerem als Saraswati erlernt, einer renommierten Professorin für Postcolonial Studies an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf, Ikone aller Debatten über Identität und bekennende Person of Color. Als Nivedita und Saraswatis Anhänger*innen erfahren, dass Saraswati nicht Saraswati, sondern eigentlich Sarah Vera Tielmann heißt und weiß ist, bricht eine Welt zusammen. Das Netz tobt, die PoC-Community wirft ihr kulturelle Aneignung vor, und nicht wenige fordern ihre Entlassung. Nivedita ist im Innersten getroffen. Sie stellt ihre Professorin zur Rede und ringt mit ihr um Antworten. Die entscheidende Frage dabei lautet: Wenn Geschlecht fluid sein kann, warum nicht auch die eigene Herkunft?

"Identitti" ist der erste Roman der Journalistin und Kulturwissenschaftlerin Mithu Sanyal, die sich darin furios, humorvoll und scharfzüngig mit Identität, Repräsentation, weißen Privilegien und strukturellem Rassismus auseinandersetzt. Ein lustvoller Parforceritt, der vielstimmig und perspektivenreich um die Aufarbeitung eines Identitätsbetrugs kreist. Der Roman schaffte es auf die Shortlist der nominierten Titel für den deutschen Buchpreis 2021.

Regie: Kieran Joel
Bühne: Justus Saretz
Kostüme: Katharina Sook Wilting
Musik: Lenny Mockridge
Video: Sebastian Pircher
Licht: Thomas Krammer
Dramaturgie: Lynn Takeo Musiol

1 Stunde 45 Minuten, keine Pause
Premiere am 12. November 2021

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© Arno Declair
Schauspiel

Gymnasium

Eine Highschool-Oper
von Bonn Park und Ben Roessler
Münchner Volkstheater

Cheerleader, Pokale, Abschlussbälle. Ach, es war so schön auf der Highschool! Auch wenn wir nie da waren, wir haben es in Filmen gesehen: alles war so schön geordnet. Die Sportler waren Bullies, die Nerds waren Nerds und die Mauerblümchen Mauerblümchen. Ein Terrarium voller unverrückbarer sozialer Strukturen und dazu ein dicker Haufen Sex, Drugs und Herzschmerz. Selbst die Wissenschaft war in der Schule noch so wunderbar einfach: es gab nur schwarz und weiß, richtig oder falsch. Und alles, was falsch war, kam auf den Scheiterhaufen.

Bonn Park, erhielt für seine Opernentwicklung "Drei Milliarden Schwestern" 2018 den Friedrich-Luft-Preis, wurde Nachwuchsregisseur des Jahres 2019 und war zuletzt im Rahmen von Radikal jung an das Münchner Volkstheater eingeladen, schreibt und inszeniert mit "Gymnasium" eine Highschool-Oper. Musikalisch unterstützt vom Komponisten Ben Roessler, den Akademisten der Münchner Philharmoniker und dem Bayerischen Landesjugendchor unter der Leitung von Gerd Guglhör begeben wir uns in eine Welt, die von ihren eigenen Klischees kaum noch zu trennen ist. Auch wenn die harten Fronten dieser Welt bereits erschreckende Ähnlichkeit mit der unseren haben. Aber hey, wie heißt es so schön in diesem berühmten Musical: We're all in this together…

Regie: Bonn Park
Komposition: Ben Roessler
Bühne: Jana Wassong
Kostüme: Leonie Falke
Dramaturgie: Katja Friedrich, Leon Frisch

Eine Kooperation mit der Orchesterakademie der Freunde und Förderer der Münchner Philharmoniker.

1 Stunde 30 Minuten, keine Pause
Premiere am 17. Oktober 2021

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© Alex Brenner
Schauspiel

Civilisation

von Jazz Woodcock-Stewart in Zusammenarbeit mit Morgann Runacre-Temple

Ein Tag im Leben einer jungen Frau, deren Leben gerade aus dem Ruder gelaufen ist. Regisseurin Jaz Woodcock-Stewart erzählt auf verblüffend poetische, spielerische und direkte Art von einem emotionalen Ausnahmezustand, für den es erst einmal keine Worte gibt. Man kann sagen, "Civilisation" ist viele Dinge gleichzeitig: Theater, Tanz, Performancekunst, erhellend und rätselhaft, ausgelassen und herzzerreißend. Das beschreibt eine Inszenierung, bei der nicht so einfach zu erklären ist, wie sie das macht, was sie macht. "Civilisation" führt schrittweise in die Situation, um die es geht, spannt den Bogen und ist geduldig genug, damit sich das, was es zu verstehen gibt, im Betrachter ereignen kann - so verwirrend oder so fundamental, wie man*frau es lässt, so warm und so rückhaltlos, wie es geht. Verblüffend ist bei "Civilisation" die theatrale Form, mit der Regisseurin Jaz Woodcock-Stewart und ihre künstlerischen Kollaborateur*innen das Publikum mit auf die Reise nehmen.

Mit ihren künstlerischen Mitstreiter*innen, der Schauspielerin Sophie Steer, die einen Monolog nahezu ohne Worte spielt und drei Tänzer*innen, die ein Paralleluniversum des Unausgesprochenen öffnen, entsteht eine ebenso behutsame, humorvolle wie zwingende Annäherung an eine große Verstörung und ein Theaterabend, der einen noch eine Weile begleitet. Dieser Abend ist zwingend, poetisch, direkt und erlebbar, dass er ein gewaltiges Echo erzeugt.

Regie: Jaz Woodcock-Stewart
Choreografie: Morgann Runacre-Temple und Ensemble
Bühne & Kostüme: Charlotte Espiner
Licht: Alex Fernandes
Besetzung: Imogen Alvares, Stefania Pinato, Brannon Yau, Seda Yildiz

Produktion: Antler. In Zusammenarbeit mit Lise Smith, Claire Gaydon, Laura Lorenzi, Fern Grimbley, Jack Anderson, Chihiro Kawasaki, Gabriella Schmidt, Amy Drew and Riley Wolf. Mit der Unterstützung von New Diorama Theatre, Battersea Arts Centre, HOME Manchester, Arts Council England.
Erstproduziert für First Drafts at the Yard Theatre / Underbelly, Edinburgh Fringe, 2019.

1 Stunde 20 Minuten, keine Pause
In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Premiere am 01. August 2019

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Schauspiel

Karadeniz

Eine Produktion von caner teker
PARASITES PROJECT

"karadeniz" widmet sich der Theatralität von Hochzeitspraktiken aus der Türkei. Sie begegnen uns als Rituale, als hetero- und homonormative soziale Institutionen und schließlich als inszenierte Ereignisse mit choreografierten Sequenzen und traditionellen Tänzen aus der Türkei, wie dem Halay oder dem Zeybek. Mit der Figur des "Köçek", der androgynen Bauchtänzerin, die für ihre Sexarbeit berüchtigt ist, wird caner teker diese Bezüge aus einer diasporischen Perspektive verweben. Als temporäre Gemeinschaft werden Arbeit, Affinitätspolitik und Rituale übersetzt, neu gestaltet und überarbeitet.

Koproduziert durch das tanzhaus nrw und HAU Hebbel am Ufer, gefördert durch Kunststiftung NRW, Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste. Unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ, Korpoduktionsförderung Tanz, gefördert von der Beauftragen der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Konzept / Performance / Choreografie: caner teker
Künstlerische Produktion / Produktionsdramaturgie: Sofie Luckhardt
Musik-Regie: LABOUR (Farahnaz Hatam, Colin Hacklander)
Instrumentalisten: Ali Hasan, Deniz Mahir Kartal
Dramaturgie / Text: Lou Drago
Outside-Eye: Göksu Kunak, Black Joy, Ahmet Öğüt
Styling: Billy Lobos
Kostüme: Olivia Ballard
Raum / Set: Katharina Pia Schütz

60 Minuten, keine Pause
Premiere am 17. September 2021

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Schauspiel

It's Britney, Bitch!

von Lena Brasch und Sina Martens, mit Texten von Laura Dabelstein, Miriam Davoudvandi, Fikri Anıl Altıntaş und Lena Brasch
Berliner Ensemble

"Um diese Welt zu verstehen, müssen wir wissen wie wir lieben, denn wenn wir wissen wie wir lieben, dann begreifen wir auch, wie wir diese Welt retten können."

"It’s Britney, Bitch!" ist ein musikalisch-erzählerischer Abend über unglückliche Liebe und Abhängigkeit, über Wahrheit und Wahrhaftigkeit im Pop, über Väter von Töchtern und über Töchter von Vätern. Ein Abend über Britney Spears und über die Britney in uns allen.
Als Britney Spears kurz vor der Jahrtausendwende die Bühne betritt, gilt sie als Inbegriff Pop-gewordener Unschuld: schön, prinzessinnenhaft, harmlos. Mickey Mouse Club, Justin Timberlake, Schulmädchenuniform, schließlich roter Latex, Goldene Platten, Grammy, Heirat. Aber dann: der 6. Februar 2007. Britney Spears rasiert sich öffentlich die Haare ab. "Breakdown", "Absturz", "das Ende" heißt es in den Medien. Der Ausbruch hatte zur Folge, dass sie 13 Jahre lang unter der Vormundschaft und absoluten Kontrolle ihres Vaters stand. Britney Spears’ Ausbruchsversuch wurde von Presse und Publikum, durstig nach Sensation und nach Leid, als nachvollziehbares Ende beschlossen und manifestiert. Aber was, wenn nicht?
Was, wenn diese Aktion kein Kurzschluss, kein Hilfeschrei, kein psychischer Tiefpunkt war? Warum wurde dieser Moment nie als Statement, als Versuch der Emanzipation gelesen? Also was, wenn es damals nicht ums Überleben ging, sondern darum, dass eine 26-jährige Frau keine andere Möglichkeit sah, um aus einer fremdbestimmten und konstruierten Identität auszubrechen?

In "It’s Britney, Bitch!" setzen sich die Regisseurin Lena Brasch und die Schauspielerin Sina Martens mit der Erfolgs- und Lebensgeschichte von Britney Spears und ihrer Wirkung als Pop-Ikone auseinander. Dafür haben neben Lena Brasch die Autor*innen Laura Dabelstein, Miriam Davoudvandi und Fikri Anıl Altıntaş Texte für das Projekt verfasst. Zusammen mit weiteren Texten und der Musik von Friederike Bernhardt entstand mosaikhaft ein musikalisch-erzählerischer Abend. "It’s Britney, Bitch!" ist eine Liebeserklärung an eine Frau, die mehr ist als nur ein freundlicher Dur-Akkord in der Geschichte des Pop.

Regie: Lena Brasch
Bühne: Janina Kuhlmann
Musik: Friederike Bernhardt
Licht: Maria Bergner
Dramaturgie: Karolin Trachte
Kostüme Team: Sina Martens

Mit freundlicher Unterstützung durch die Freund*innen des Berliner Ensembles.
1 Stunde 10 Minuten, keine Pause
Premiere am 07. Januar 2022

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Schauspiel

Jungfrau von Orleans

Eine romantische Tragödie
nach Friedrich Schiller
Nationaltheater Mannheim

Gotteskriegerin, Bauernmädchen mit Halluzinationen oder Rebellin? Die historische Jeanne d’Arc wurde erst zur Heerführerin ernannt, dann als Hexe verbrannt und schließlich zur Heiligen verklärt. Wer war diese junge Frau, der es gelang, einem autoritären System die Stirn zu bieten und eine ganze Gesellschaft mitzureißen? War sie fanatisch, durchtrieben oder entschlossen? In der "romantischen Tragödie" von 1801 zeigt Friedrich Schiller seine "Jungfrau von Orleans" als Zerrissene zwischen ihrer Mission und ihren eigenen Gefühlen. Heldinnen dürfen nicht lieben – und nicht scheitern. Schiller erfindet ein alternatives Ende und lässt Johanna heroisch auf dem Schlachtfeld fallen. Seine Version des Mythos von Jeanne d'Arc nimmt die Regisseurin Ewelina Marciniak zum Anlass, über heldische und einflussreiche Frauen heute nachzudenken. Wer sind die Johannas der Gegenwart? Soldatinnen? Aktivistinnen? Und wie geht unsere Welt mit ihnen um?

Regie: Ewelina Marciniak
Choreografie: Dominika Knapik
Bühne und Licht: Mirek Kaczmarek
Kostüme: Natalia Mleczak
Musik: Jan Duszyński
Videoregie: Ewelina Marciniak, Przemyslaw Chojnacki
Videoproduktion: YANKI FILM
Dramaturgie: Joanna Bednarczyk, Anna-Sophia Güther, Sascha Hargesheimer

2 Stunden, keine Pause
Premiere am 17. Juni 2021

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Radikal jung

Volkstheater München GmbH

Das Festival für junge Regie

Von 24. Juni bis 2. Juli 2022 findet das Festival für junge Regie wieder statt.

Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause ist das Münchner Volkstheater mit Intendant Christian Stückl mit dem Festival Radikal jung Gastgeber für junge Theatermacher*innen die mit ihren Arbeiten die deutschsprachige Theaterlandschaft in den kommenden Jahren prägen werden. Seit 2005 kann das Publikum hier die künstlerische Erneuerung und Weiterentwicklung des deutschsprachigen Theaters verfolgen und teilhaben am Streit um die Zukunft der darstellenden Künste in der Auseinandersetzung mit neuen gesellschaftlichen Realitäten. In diesen Jahren ist Radikal jung zum wichtigsten und größten Festival für junge Regisseur*innen geworden.

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Ereignisse / Festival Münchener Biennale 7. bis 19.5.2022
Ereignisse / Messe ArtMuc 13. bis 15.5.2022
Ereignisse / Kulturveranstaltung Haus der Kunst München München, Prinzregentenstraße 1
Ereignisse / Festival Opernfestival Gut Immling 25.6. bis 14.8.2022
Ereignisse / Festival Carl-Orff-Fest Andechs & Ammersee Füssen, Hochstiftstraße 9a
Ereignisse / Festival AMMERSEErenade Klassikfestival Schondorf, Fuchsbergstraße 15
Ereignisse / Festival Passionsspiele in Oberammergau Oberammergau, Ludwig-Thoma-Straße 10
Aufführungen / Theater Volkstheater München München, Tumblingerstraße 29
Ereignisse / Ausstellung Münchner Künstlerhaus München, Lenbachplatz 8
Ereignisse / Festival Katharina Seifert
Fr, 3.6.2022, 19:30 Uhr
Ereignisse / Theater Theaterfestival SPIELART München München, Ludwigstr. 8
Ereignisse / Festival Spielmotor München e.V. München, Ludwigstraße 8
Ereignisse / Theater Oberangertheater München, Oberanger 38
Ereignisse / Kulturveranstaltung Stadthalle Germering Germering, Landsberger Str. 39
Ereignisse / Kulturveranstaltung Jour Fix bei 84 GHz Kultur im Keller München, Georgenstraße 84
Ereignisse / Oper Immling Festival Halfing, Gut Immling
Ereignisse / Kulturveranstaltung Kulturverein Olympiadorf forum 2 München, Nadistrasse 3
Ereignisse / Gastronomie Turmstüberl im Valentin-Karlstadt-Musäum München, Tal 50
Ereignisse / Festival Tanzwerkstatt Europa München, Emil Geis Str. 21
Ereignisse / Kulturveranstaltung Orff Zentrum München München, Kaulbachstraße 16
Ereignisse / Kulturveranstaltung Klohäuschen, Westtor an der Großmarkthalle München München, Thalkirchenerstr. 81
Ereignisse / Festival Spectaculum Mundi München, Graubündener Str. 100
Ereignisse / Festival Klang & Raum - Musikfestival in Kloster Irsee Irsee, Klosterring 4
Ereignisse / Kulturveranstaltung Einstein Kultur München, Einsteinstr. 42

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