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Münchner Kammerspiele

Die Münchner Kammerspiele zählen zu den bedeutendsten Theatern im deutschsprachigen Raum. Seit den Anfängen wird das Theater von einem starken Ensemble geprägt, das die Auseinandersetzung mit der Gegenwart sucht. Die Münchner Kammerspiele verstehen sich als ästhetisch innovatives, zeitgenössisches und weltoffenes Stadttheater, das gesellschaftspolitisch ausgerichtet ist.

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Münchner Kammerspiele

Falckenbergstraße 1
D-80539 München

Telefon: +49 (0)89-233 371 00

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Münchner Kammerspiele

Theater

Eine Jugend in Deutschland

Stück für Schauspieler*innen und Puppen nach dem Roman von Ernst Toller

Premiere: 16. Oktober 2020

Ernst Toller und seiner Generation wird ihre Jugend durch den Ersten Weltkrieg geraubt. Wütend und mit verzweifeltem Mut versuchen sie 1918/19 einem verwüsteten Land eine politische und menschliche Perspektive zu geben. In München wird 1919 die Räterepublik ausgerufen. Die Versammlung von 50.000 Körpern erstreitet im öffentlichen Raum demokratische Rechte, formuliert vorher nie Gedachtes. Doch die Versuchungen des Totalitären sind zu groß. Das Neue krepiert. Die Inszenierung sichtet die Flaschenpost einer ungeheuerlichen Vergangenheit und verknüpft sie mit der brandaktuellen Frage von revolutionären Versuchen heute, in Belarus und anderswo. Jan Christoph Gockel spürt im Prinzip einer sechsteiligen Serie Tollers rastlosem Künstlerleben nach und wirft mit einem Mashup aus Puppenspiel, Film, Schauspiel und Musik einen Blick auf Tollers vergessenes Gesamtwerk.

With english surtitles

Hinweis: Es kommen stroboskopartige Effekte zum Einsatz

Mit— André Benndorff, Sebastian Brandes, Julia Gräfner, Walter Hess, Gro Swantje Kohlhof, Bekim Latifi, Michael Pietsch, Leoni Schulz, Martin Weigel

Regie— Jan-Christoph Gockel
Bühne— Julia Kurzweg
Kostüme— Amit Epstein
Musik— Anton Berman
Lichtdesign— Christian Schweig
Inszenierung— Jan-Christoph Gockel
Puppenbau— Michael Pietsch
Dramaturgie— Viola Hasselberg

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Theater

The Assembly / Die Versammlung

Ein wirklichkeitsnahes Schauspiel von Alex Ivanovici, Annabel Soutar, Brett Watson

Premiere: 17. Oktober 2020

Vier Menschen treffen sich zum ersten Mal beim Abendessen. Politisch, beruflich und kulturell haben sie verschiedenste Hintergründe. Energisch diskutieren sie über Zugehörigkeit, Geschlechtergerechtigkeit, diskriminierende Sprache und Religion, und setzen sich zudem mit umstrittenen Aussagen einer weiteren Person auseinander. Sechs Schauspieler*innen stellen diese konfliktreiche Gesprächsrunde nach. Die kanadische Theaterkompanie Porte Parole erforscht durch dokumentarische Langzeitprojekte polarisierte Stimmungen, Mittel der demokratischen Entscheidungsfindung und Grenzen des Zuhörens in einer gereizten Gesellschaft. Auch das Publikum kommt hier zu Wort.

Porte Parole wurde 2000 von der Dramatikerin Annabel Soutar und dem Schauspieler, Regisseur und Autor Alex Ivanovici als zweisprachige Dokumentartheater Gruppe in Montreal mit dem Auftrag gegründet, Menschen durch Theater zur Beteiligung am öffentlichen Diskurs anzuregen. Beginnend mit dem Stück “Novembre”, das die Qualität politischer Debatten in Quebec im Jahr 1998 erforschte, mieteten Soutar und Ivanovici ein Auto und führten Gespräche mit Bürger*innen mit konträren Haltungen und Perspektiven. Anschließend brachten sie deren Worte auf die Bühne. Dieser Prozess gab den Ton für theatrale Untersuchungen einer Vielzahl von Themen in den letzten 20 Jahren an. www.porteparole.org

Das Projekt ist Teil von Kanadas Kulturprogramm als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2020/2021 und wird unterstützt durch das Canada Council for the Arts und die Regierung von Kanada mit zusätzlicher Unterstützung der Regierung von Québec.

Eine Koproduktion mit Porte Parole (Montreal)

Mit— Zeynep Bozbay, Jelena Kuljić, Nancy Mensah-Offei, Annette Paulmann, Wiebke Puls, Edmund Telgenkämper

Regie— Chris Abraham
Co-Regie— Verena Regensburger
Mitentwicklung— Annette Paulmann, Gina Penzkofer, Wiebke Puls, Verena Regensburger
Bühnendesign— Simon Guilbault
Kostüme— Leonard Mandl
Videodesign— Amelia Scott
Lichtdesign— Luc Prairie
Sounddesign— Antoine Bédard
Dramaturgie— Mehdi Moradpour
Produktion (Porte Parole)— Line Noël
Produktionsleitung Kunst (Münchner Kammerspiele)— Gina Penzkofer

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Theater

Liebe. Eine argumentative Übung

von Sivan Ben Yishai

Premiere: 18. Oktober 2020

"Die argumentative Übung" ist eine radikale Selbstuntersuchung, in der intimste Dinge öffentlich verhandelt werden, weil in den Geschichten unserer Körper gesellschaftliche Machtverhältnisse eingeschrieben sind. Die Erzählerin ist Olivia Öl, die Frau des Comic-Helden Popeye, diesem Prachtexemplar von Mann. Nachdem sie zunächst überzeugt ist, einem gelungenen modernen Frauenleben auf der Spur zu sein, gerät sie in eine mythische Rage. Sivan Ben Yishai spricht auf entlarvende, krass-komische Weise über Jederfrau und Jedermann, über chauvinistische Muster und blinde Flecken unserer Art zu lieben.

Heike M. Goetze arbeitet seit 2007 als freischaffende Regisseurin, Kostüm- und Bühnenbildnerin u. a. in Basel, Berlin, Bochum, Freiburg, Hannover, Luzern, München und Zürich. Ihre Arbeiten entstehen in kollektiven Arbeitszusammenhängen und bestehen aus bildstarken Erzählweisen, die sich durch eine tänzerische Physis, inhaltliche Radikalität und Musikalität des Sprechens auszeichnen. In Zukunft wird sie regelmäßig am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg arbeiten. Zudem arbeitet Goetze als Dozentin an den Kunsthochschulen in Zürich und Ludwigsburg.

Preise Premiere: 40 und 30 Euro
Preise: 35 und 25 Euro
ab 16 Jahren

With english surtitles from the second performance on

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Theater

9/26 - Das Oktoberfestattentat

Ein Rechercheprojekt von Christine Umpfenbach

Uraufführung: 24. Oktober 2020

Es war der schlimmste Terroranschlag in der Geschichte der Bundesrepublik. Und erst jetzt, 40 Jahre später, rücken die Erzählungen der Betroffenen ins Zentrum. Vielstimmig erzählt „9/26 – Das Oktoberfestattentat“ die Geschichten der Opfer des Anschlags vom 26.9.1980. Christine Umpfenbach erforscht unseren Umgang mit Erinnerung und Wahrnehmung von Wirklichkeit. Vor allem aber konzentriert sich das Projekt auf die persönlichen Folgen, die solche Anschläge haben – und wie wir als Gesellschaft mit den Opfern rechter Gewalt umgehen.

Mit— Marie Dziomber, Rasmus Friedrich, Stefan Merki, Edith Saldanha, Lilly-Marie Vogler

Regie— Christine Umpfenbach
Bühne— Evi Bauer
Kostüme— Pascale Martin
Musik— Anton Kaun
Dramaturgie— Harald Wolff

In Kooperation mit der Otto-Falckenberg-Schule

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Theater

Die Politiker

von Wolfgang Lotz

Premiere: 05. November 2020

Der Visionär Wolfram Lotz befragt eine Spezies, die es gar nicht gibt. Wer sollte das sein, „die“ Politiker? Mit Lotz‘ Textkaskaden tauchen wir ein in einen sich radikalisierenden, nächtlichen Gedankenstrom darüber, was die Politiker können, müssen, dürfen, sollen, nicht sollen und nicht dürfen und überhaupt nicht dürfen. Sein neues Stück ist eine hochmusikalische, verspielte, komische, bittere Meditation über Fragen von Schuld und Konvention, die sich ins Gehör und ins Gehirn bohrt.

With english surtitles

Mit— Katharina Bach, Svetlana Belesova, Thomas Schmauser

Regie— Felicitas Brucker
Bühne— Viva Schudt
Musik— Daniel Murena
Video— Luis August Krawen
Licht— Christian Schweig
Dramaturgie— Tobias Schuster

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Theater

Touch

Ein Projekt von Falk Richter, Anouk van Dijk & Ensemble

Wie berühren die Zäsuren in unserer Art zusammen zu leben, uns politisch zu organisieren, zu wirtschaften, die Biografien und die Körper der Performenden? Körperliche Berührung und Nähe wandeln sich vom Zeichen der Zuneigung zur potentiellen Bedrohung. Falk Richter und die Choreografin Anouk van Dijk denken gemeinsam mit ihrem Ensemble in einer sehr persönlichen Stückentwicklung zwischen Tanz und Schauspiel über eine Phase des tiefgreifenden Umbruchs nach.

Mit— Erwin Aljukić, Mirko De Campi, Ulriqa Fernqvist, Joseph Gebrael, Thomas Hauser, Amie N Dey Jammeh, Lukas Karvelis, Anna Gesa Raija Lappe, Christian Löber, Anne Müller, Vincent Redetzki, Melissa Ugolini, TingAn Ying

Text & Regie— Falk Richter
Regie & Choreografie— Anouk van Dijk
Bühne— Katrin Hoffmann
Kostüme— Andy Besuch
Musik— Matthias Grübel
Video— Chris Kondek
Lichtdesign— Charlotte Marr
Dramaturgie— Tobias Schuster

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Theater

Luegen

Ein Projekt von Verena Regensburger und Ensemble, mit Übersetzung für gehörlose Zuschauer*innen

Zwischen zwei und 200 Mal am Tag lügen wir – abhängig davon, was man unter einer Lüge versteht: Unwahrheiten, Postfakten, Übertreibungen, Auslassungen, Höflichkeiten, Redefloskeln. Aber wie kann man eine Lüge erkennen? Unterlaufen Gestik und Mimik das gesprochene Wort? Um der Konstruktion von Wahrheit auf die Spur zu kommen, treffen in „Luegen“ eine hörende und eine gehörlose Schauspielerin aufeinander. Die Bühne wird zu einem Versuchsraum für bewusst und unbewusst Kommuniziertes, einem Authentizitätslabor, das einlädt zu dechiffrieren, genauer hinzusehen und zu beobachten.

Mit— Wiebke Puls, Kassandra Wedel

Regie— Verena Regensburger
Bühne— Marie Häusner
Kostüme— Veronika Schneider
Video— Ikenna David Okegwo
Gebärdensprachdolmetschung— Marco C. González A.
Licht— Michael Pohorsky
Dramaturgie— Manon Haase

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Theater

KOY KOY

Ein Kiosk als Knotenpunkt der Kammerspiele – mitten auf der Maximilianstraße
Ein Langzeitprojekt über fünf Jahre

Herbst 2020

Zusammen mit Leuten in der Stadt eröffnen erfahrene Aktivist*innen der urbanen Transformation den KOY KOY Kiosk, einen postmigrantischen Mehrzweckladen zur Kultivierung radikaler Allianzen. Analog gibt es Çay, Mokka und Snacks. Digital gibt es Radio, Podcasts, Filme und Gespräche. Vor allem gibt es Versammlungen von Menschen. Virtuell ebenso wie physisch. Im KOY KOY finden sich alle ein, die auf der Suche sind, nach Wahrheit, Schönheit, Glück und Unglück, – mit aber auch ohne Maserati unter’m Arsch.

Lola Fonsèque: Nach ihrem Abschluss in Philosophie an der Universität Paris X und als Schauspieler*in in Berlin, arbeitet Lola Fonsèque als Theatermacher*in und Kurator*in. Nach Regie- und Autorenarbeiten in Berlin (u.a. Flush Me Harder / 2018 Studio R – Maxim Gorki Theater) gründet Lola Fonsèque in 2019 das Kollektiv Kammerqueers in München, welches Performances, Workshops und Festivals (u.a. “Wuss 3000”, Münchner Kammerspielen, “Undone”, Münchner Literaturhaus) veranstaltet. Dabei geht es stets um das Durchbrechen von Normativität und das Vermitteln subkultureller Praktiken.

Tunay Önder ist als Autorin, Publizistin und Kuratorin tätig. Nach ihrem Studium der Soziologie gründete sie 2010 zusammen mit Imad Mustafa den Blog Migrantenstadl als virtuelles Spielzimmer für postmigrantische Geschichten und Perspektiven mit dadaistischem Einschlag. Seither führt sie die familiäre Tradition als Gastarbeiterin in verschiedenen Fabriken der Kulturindustrie fort und entwickelt künstlerisch-aktivistische sowie publizistische Formate für eine herrschaftsfreie Migrationsgesellschaft.

Keith Zenga King ist ein*e nicht-geschlechtskonforme Schriftsteller*in, Performer*in und Theatermacher*in aus Uganda. Ihre* Arbeit beschäftigt sich mit Themen wie Zugehörigkeit, Macht, Trauma, Geschlecht und Rasse. Durch Poesie, Live-Performance und Mixed Media entdeckt und erweitert King die Geschichten der afrikanischen / Migranten- / Flüchtlinge- / Queer- und Trans-* Gemeinschaften. Seit der Flucht ins Exil hat sich King durch eine einzigartige Mischung aus Stil, Poesie, Risikobereitschaft und politischem Aktivismus als eine herausragende queer-künstlerische Stimme etabliert.


Künstlerische Leitung: Lola Fonsèque, Tunay Önder, Keith Zenga King
Artistic Contributors: Nele Jahnke, Rania Mleihi, Sebastian Reier
Ko-Gastgeber*innen: Kompliz*innen und Kollaborateur*innen aus und außerhalb der Stadt
Künstlerische Produktionsleitung: Gina Penzkofer

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Stream

Digitale Kammer 4

24 Stunden lang, Theater für Zuhause

In unserer digitalen Kammer 4 stellen wir jede Woche ein neues Programm für Sie zusammen. Täglich ab 18 Uhr können Sie für 24 Stunden interne Mitschnitte von unseren Produktionen sehen. Außerdem gibt es immer dienstags und donnerstags Live-Cam-Performances mit unserem Ensemble.

While the doors of our theatre must remain closed, the Münchner Kammerspiele put the internal recording of a production from the programme online every day. 24 hours, theatre at home.

www.muenchner-kammerspiele.de/en/kammer-4

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Theater

Die Räuberinnen

Nach Friedrich Schiller

Im Spiel, schrieb Schiller, sei der Mensch wirklich frei und nach dieser Freiheit sehne er sich. Für die Regisseurin Leonie Böhm ist das Theater ein fantastischer Ort für diese Suche nach Freiheit. Hier wird gespielt und experimentiert – und das live und gemeinsam. Leonie Böhm wählt dazu „Die Räuber“, das Werk, mit dem sich der junge Schiller selber das erste Mal als Theaterautor ausprobiert hat. Schillers Text erzählt von den Brüdern Franz und Karl Moor, die unter der fehlenden Anerkennung ihres Vaters leiden. Der Vater ist dabei Vieles: ein internalisierter Kritiker, Publikum, der Spiegel der Gesellschaft und ein altes Prinzip. Im Versuch sich zu emanzipieren, verlieren sich die Brüder in den Wäldern und in Gedanken. „Wozu ich mich machen will, ist meine Sache nun“, ruft Franz. Warum sollte man nicht nach eigenen Fiktionen leben? Wozu die Schranken? Wie kommen wir wieder ins Spiel?

Gemeinsam mit dem Ensemble nimmt Leonie Böhm den alten Text als Material, um es selbst einmal zu versuchen, um die Seele „bei ihren geheimsten Operationen zu ertappen“. Wirkliche Nähe ohne Zwang, eigene Gesetze, keine Angst. Raus aus den Mustern, rein in die Liveness. Ganz „frei“ nach Schiller.

Mit— Gro Swantje Kohlhof, Sophie Krauss, Eva Löbau, Julia Riedler

Live-Musik— Friederike Ernst
Bühne— Zahava Rodrigo
Kostüme— Mascha Mihoa Bischoff
Video— Ikenna David Okegwo
Mitarbeit Inszenierung— Susanne Wagner
Licht— Jürgen Tulzer
Musik— Friederike Ernst
Dramaturgie— Helena Eckert

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Die Räuberinnen

3 Theater

Hochdeutschland

nach dem Roman von Alexander Schimmelbusch

Protestbewegungen finden meistens auf der Straße statt. Organisiert wird sich im Internet, aber was am Ende zählt, ist die Sichtbarkeit auf der Straße. Verfolgt man die aktuelle Nachrichtenlage, stellt sich rasch die Frage: Protestiert bald halb Europa? Seien es die Schüler*innen, die sich europaweit unter dem Motto #fridaysforfuture versammeln, um gegen den Klimawandel und eine lasche Umweltpolitik zu protestieren oder die Proteste der gilet jaunes in Frankreich, eine Bewegung, die die altbekannten politischen Grenzziehungen verwischt hat und Bürger*innen unterschiedlichster Haltungen vereint. Die Proteste gehen in großen Teilen von Menschen aus, die nicht von dem herrschenden System profitieren, denen im wortwörtlichen Sinn ihre Zukunft genommen wird. Aber wie sieht es bei denen aus, die auf der anderen Seite stehen, diejenigen, die den Kapitalismus am Laufen halten, denjenigen, die profitieren? Der Protagonist des Romans, der Investmentbanker Victor, ist genau so jemand. Er hat alles und ist doch nicht glücklich. Victor beschließt zu handeln. Er gründet eine populistische Bewegung und sucht seine private Erlösung im politischen Protest. Kann sich das System von innen selbst zerstören? Wie weit ist die Elite in Deutschland von der Realität entfernt? Deutschland 2019: Braucht es einen Neuanfang?

Inszenierung: Kevin Barz
Bühne: Manuel La Casta
Kostüme. Veronica Silva Klug
Licht. Christian Schweig
Dramaturgie. Valerie Göhring

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Hochdeutschland

20.07.19, 08:59, hansheckel: Einfach schrecklich

Sehr geehrter Herr Lilienthal,
heute am 19. 7. war ich in der Kammer2 und habe ?Hochdeutschland? gesehen bzw. teilweise gehört. Es gab dort den Hinweis:
Achtung
In der Aufführung kommen stroboskopähnliche Lichteffekte zum Einsatz.
Ich muss bemängeln, diese Warnung ist unvollständig.
Sie hätte ergänzt werden müssen um den Zusatz ?Zuschauern, die wegen sehr schnellen Sprechens der Darsteller, wegen lautstarker Unterlegung der Sprache mit dröhnender Musik bzw Gebrülls Verständnis-Probleme haben, wird vom Besuch dieser Vorstellung abgeraten.?

Ihnen dürfte diese Klage bekannt sein, besonders aus dem älteren Publikum. Das kann Ihnen eigentlich egal sein, da im Schauspielhaus ja immer noch der gesprochene Text in Englisch als Obertitel eingeblendet wird, so dass man einigermaßen folgen kann. Hier aber gab es das nicht, und wenn ich nicht schon bei der Einführung durch Ihre Dramaturgin erfahren hätte, um was es geht, ich hätte nichts kapiert.
Ich glaube, das war für mich die ärgerlichste, frustrierendste, unverstehbarste und somit sinnloseste Aufführung zum Abschluss dieser Spielzeit gewesen. Schade ums Geld, schade um den Abend, schade um meine zertretene Motivation.

Sie verstehen nicht, wovon ich rede?
Die beiden Frauen waren so lange zu verstehen, wie sie klar artikulierten und nicht von der dröhnend eingespielten Musik übertönt wurden. Der weiße Mann auch, aber ab Mitte des Stücks wurde er schneller und schneller, dann brüllte er dermaßen, dass man nur noch auf die Uhr schauen und das Ende herbeisehnen konnte. Der Schwarze, den man wohl als Quotenmann mit hinzu genommen hatte, also um zu zeigen, wie sehr wir uns um Integration bemühen und auch, dass wir alles andere als rassistisch sind, war eine Zumutung. Einzelne Worte verstand man, er gab sich ja alle Mühe, aber auch das ist eine peinliche Form des Rassismus: Schaut her, wir lassen ihn spielen, auch wenn man ihn nicht versteht.
Falls Sie, Herr Lilienthal, für all dieses nicht verantwortlich sind, bitte ich Sie um Weiterleitung an das zuständige Personal.
Mit freundlichen Grüßen!
Hans Heckel

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Münchner Kammerspiele

Die Münchner Kammerspiele zählen zu den bedeutendsten Theatern im deutschsprachigen Raum. Seit den Anfängen wird das Theater von einem starken Ensemble geprägt, das die Auseinandersetzung mit der Gegenwart sucht. Die Münchner Kammerspiele verstehen sich als ästhetisch innovatives, zeitgenössisches und weltoffenes Stadttheater, das gesellschaftspolitisch ausgerichtet ist.

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Münchner Kammerspiele

Aufführungen / Theater Residenztheater München München, Max-Joseph-Platz 1
Aufführungen / Theater Volkstheater München München, Brienner Straße 50
Aufführungen / Oper Bayerische Staatsoper München München, Max-Joseph-Platz 2
Aufführungen / Konzert Orff-Zentrum München München, Kaulbachstr. 16
Aufführungen / Theater theater VIEL LÄRM UM NICHTS - München München, August-Exter-Str. 1
Aufführungen / Theater Staatstheater am Gärtnerplatz München München, Gärtnerplatz 3
Aufführungen / Theater Teamtheater München München, Am Einlaß 2a / 4
Aufführungen / Musical Deutsches Theater München München, Schwanthalerstraße 13
Aufführungen / Kabarett Münchner Lustspielhaus München, Occamstr. 8
Aufführungen / Theater Komödie im Bayerischen Hof München, Promenadeplatz 6
Aufführungen / Theater theater ... und so fort München, Hans-Sachs-Str. 12
Aufführungen / Kabarett Münchner Lach- und Schießgesellschaft München, Ursulastraße 9
Aufführungen / Kulturveranstaltung FestSpielHaus gGmbH München, Quiddestr. 17
Aufführungen / Theater Tatwort Improvisationstheater München, Rumfordstr. 29-31
Aufführungen / Theater Oberanger Theater München München, Oberanger 38
Aufführungen / Oper Fürstbischöfliches Opernhaus Passau Passau, Gottfried-Schäffer-Str. 2 4
Aufführungen / Theater Sensemble Theater Kulturfabrik Augsburg, Bergmühlstraße 34
Aufführungen / Theater Kleine Bühne München München, Kazmairstraße 66
Aufführungen / Theater fastfood theater München, Betriebsbüro: Häberlstraße 20
Aufführungen / Theater HochX München, Entenbachstr. 37
Aufführungen / Kabarett Kulturhaus Kresslesmühle Augsburg, Barfüßerstraße 4
Aufführungen / Theater TamS-Theater München, Haimhauser Str. 13 a

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