Programm 2012
Great Britannia!
Schlosskonzert
Hana Blažíkovà, Sopran
Peter Kooij, Bass
L’Armonia Sonora
Mieneke van der Velden, Viola da gamba und Leitung
Henry Purcell (1659–1695):
›When night her purple veil has softly spread‹ ZD 201
›Fantasia upon one note‹ F-Dur Z 745
›See, even night herself is here‹ aus ›The Fairy Queen‹
John Jenkins (1592–1678):
Fantasia d-Moll
John Blow (1649–1708):
›Poor Celadon‹ aus ›Amphion Anglicus‹
›Go, perjured Maid‹ aus ›Amphion Anglicus‹
John Coprario (1575–1626):
Fantasia Suite Nr. 7
Henry Purcell (1659–1695):
›My Song shall be alway‹ (Psalm 89) Z 31
›Close thine eyes‹ Z 184
Für zwanzig Jahre kam im England des 17. Jahrhunderts das musikalische Leben fast zum Erliegen. Schuld daran war der puritanische Fanatiker Oliver Cromwell, der ab 1642 u.a. alle Opernaufführungen verbot. Erst mit der Restituierung der Monarchie 1660 erwachte die Musiknation aus dem Dornröschenschlaf, vor allem dank Henry Purcell (1659–1695) und seinem Lehrer John Blow (1649–1708), die insbesondere auf dem Gebiet der Vokalmusik ein unschätzbares Erbe hinterlassen haben. Beide komponierten sie Opern, Hunderte von Liedern sowie Kantaten und geistliche Festmusiken, die ›Anthem‹ genannt wurden. In diese Zeit der Hochblüte englischer Barockmusik bricht nun das niederländische Spitzenensemble für Alte Musik L’Armonia Sonora auf. Vom ›Orpheus Britannicus‹ Purcell stehen eine weltliche Kantate, ein bewegendes ›Anthem‹ sowie eine zärtliche Arie aus der Feen-Oper ›The Fairy Queen‹ auf dem Programm. Von John Blow sind drei geistliche Lieder aus der Sammlung ›Amphion Anglicus‹ zu hören, die er Queen Anne widmete. Doch Purcell und Blow waren nicht nur ›Masters of the Voice‹. Mit ihrer Streichermusik, die sie vorrangig für Gambenensemble schrieben, knüpften sie an die große englische Tradition der ›Consortmusic‹ an. Ergänzt wird das Programm mit Instrumentalsätzen von John Coprario (1575–1626) und John Jenkins (1592–1678). In diesen Instrumentalwerken steht die Ensemble-Leiterin Mieneke van der Velden mit ihrer Gambe im Mittelpunkt. Van der Velden hat bei Wieland Kuijken studiert und arbeitet als gefragte Gambistin mit Ton Koopman, René Jacobs, Philippe Herreweghe und Konrad Junghänel. Mit der tschechischen Sopranistin Hana Blazíkovà und dem niederländischen Bass Peter Kooij nahm Mieneke van der Velden 2010 eine vielbeachtete Einspielung mit deutschen Kantaten auf.
Preise B: 38 / 33 / 28 / 21 / 12 / 7 €
Ort:
Schloss Augustusburg, Treppenhaus
D-50321 Brühl
Termin:
Fr, 1.6.2012, 20:00 |
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Nachtmusik
Schlosskonzert
Capella Augustina
Andreas Spering
Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791):
Serenade G-Dur KV 525 ›Eine kleine Nachtmusik‹
Divertimento F-Dur KV 213 für 2 Oboen, 2 Hörner, 2 Fagotte
Serenade D-Dur KV 320 ›Posthorn-Serenade‹
Aus dem Kölner Karneval kennt man das ›Divertissementchen‹ – eine parodistische Theateraufführung heißt da so, aber auch ein historischer Karnevalsverein. Der Ausdruck geht auf das ›Divertissement‹ oder italienisch ›Divertimento‹ zurück. Darunter verstand man in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts eine unterhaltsame, gleichwohl geistreiche und kunstvolle Gelegenheitsmusik. Deren Besetzung konnte ganz unterschiedlich sein, vom Einzelinstrument über ein Kammerensemble bis zu Orchestergröße, und auch die Namen, unter denen solche Divertimenti verbreitet waren, wechselten: Cassation, Partita, Notturno (zu Deutsch Nachtmusik), Serenade. Größer, vor allem mit Bläsern besetzte Werke spielte man gerne im Freien und am Abend (›Serenade‹ wird ebenso von ›al sereno‹ – unter heiterem Himmel – wie von ›sera‹ – Abend – abgeleitet). Auch Wolfgang Amadeus Mozart war auf diesem Gebiet fleißig. Etwa 50 Divertimenti der unterschiedlichsten Art hat er komponiert. Drei davon hat Andreas Spering für sein Konzert mit der Capella Augustina ausgewählt. Neben der weltbekannten ›Kleinen Nachtmusik‹ (Serenade Nr. 13 G-Dur KV 525) und der großen ›Posthorn-Serenade‹ Nr. 9 D-Dur KV 320 erklingt das Divertimento Nr. 8 F-Dur KV 213, das als sogenannte ›Harmoniemusik‹, also als Bläsersextett besetzt ist. Bei allen drei Werken kennt man immerhin den Entstehungszeitraum. Wurde das Divertimento in Salzburg zwischen Juli 1776 und Januar 1777 komponiert, trägt die Partitur der ›Posthorn-Serenade‹ das Datum ›3. August 1779‹. Seine ›Kleine Nachtmusik‹ notierte Mozart schließlich am 10. August 1787 in seinem Werkverzeichnis. Erstaunlicherweise weiß man aber bei allen drei Werken nicht, für welchen Anlass Mozart sie geschrieben hat. Trotz ihres scheinbar unbekümmerten Tons besitzen die Stücke aber allesamt eine Tiefe und Gedankenfülle, die sie ohnehin eher für die Ewigkeit bestimmt erscheinen lassen.
Preise C: 47 / 37 / 32 / 23 / 14 / 9 €
Ort:
Schloss Augustusburg, Treppenhaus
D-50321 Brühl
Termine:
Sa, 2.6.2012, 20:00 |
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So, 3.6.2012, 19:30 |
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Die Virtuosinnen der Serenissima
Schlosskonzert
Barocksolisten München
Antonio Vivaldi (1678–1741):
Concerto F-Dur RV 99 für Flöte, Oboe, Violine, Fagott und Basso continuo
Concerto g-Moll RV 417 für Violoncello, Streicher und Basso continuo
Concerto B-Dur RV 504 für Fagott, Streicher und Basso continuo
Concerto g-Moll RV 106 für Flöte, Violine, Fagott und Basso continuo
Concerto C-Dur RV 450 für Oboe, Streicher und Basso continuo
Concerto g-Moll RV 107 für Flöte, Oboe, Violine, Fagott und Basso continuo
Antonio Vivaldi machte das Ospedale della Pietà in Venedig unsterblich. Es handelt sich dabei nicht etwa um eine Opernbühne oder eine Hofkapelle, an denen es in Europa zu jener Zeit wahrlich nicht mangelte. Dahinter verbarg sich vielmehr ein von venezianischen Adligen und Bürgern unterstütztes Waisenhaus. 1703 wurde Vivaldi dorthin als musikalischer Erzieher, Violinlehrer und Orchesterleiter berufen. Die wichtigste Voraussetzung dafür hatte er kurz zuvor erfüllt, indem er die Priesterweihe empfing. Unter Vivaldis Leitung entwickelte sich das Mädchenorchester des Ospedale della Pietà zu einem über die Grenzen Venedigs hinaus berühmten Klangkörper. Besucher aus allen Schichten und allen europäischen Ländern bewunderten die Virtuosität und Ausdruckskraft der Musikerinnen. ›Sie spielen Violine, Flöte, Orgel, Oboe, Violoncello, Fagott – kurz, kein Instrument ist so groß, dass es ihnen Angst machen würde‹, schrieb Ende der 1730er Jahre der französische Gelehrte Charles de Brosses. Die Waisenmädchen konnten ihre Fähigkeiten an den unterschiedlichen Instrumenten nicht zuletzt dank ihres Förderers Vivaldi regelmäßig unter Beweis stellen, der unzählige Solo-Konzerte für das Orchester komponierte. Sieben solcher Concerti haben die Musiker der Barocksolisten München ausgewählt. Das international besetzte Ensemble besteht seit 2009 und hat sich auf die historische Aufführungspraxis spezialisiert. Auf ihren Originalinstrumenten oder Nachbauten von Instrumenten des 17. bzw. 18. Jahrhunderts zünden die Barocksolisten München ein Barockfeuerwerk nach venezianischem Gusto!
Preise B: 38 / 33 / 28 / 21 / 12 / 7 €
Ort:
Schloss Augustusburg, Treppenhaus
D-50321 Brühl
Termine:
Sa, 16.6.2012, 20:00 |
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So, 17.6.2012, 19:30 |
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Lieben Sie Brahms?
Schlosskonzert
Fauré Quartett
Johannes Brahms (1833–1897):
Klavierquartett Nr. 1 g-Moll op. 25
Gabriel Fauré (1845–1924):
Klavierquartett Nr. 2 g-Moll op. 45
Als sich 1995 vier Studenten der Karlsruher Musikhochschule entschieden, ein Klavierquartett zu gründen, ahnte wohl keiner, dass der Karriereweg derart steil nach oben führen würde. Seitdem ist das Fauré Quartett nicht nur mit zahllosen Preisen wie dem ECHO-Klassik und dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet worden. Heute gilt es als allererste Adresse für eine Kammermusikbesetzung, die in ihrer Repertoire-Bandbreite noch gar nicht so richtig gewürdigt worden ist. Bei seinem zweiten Brühler Gastspiel kehrt das Fauré Quartett nun ein wenig zu seinen Wurzeln zurück. Schließlich spielt man das 2. Klavierquartett des Namenspatrons Gabriel Fauré (1845–1924). Und mit dem 1. Klavierquartett von Johannes Brahms ist ein Werk jenes Komponisten zu hören, den die Musiker 1995 bei der Ensemble-Feuertaufe auf dem Programm hatten. Stand damals Brahms 3. Klavierquartett auf den Notenpulten, ist es jetzt das Opus 25, das 1861 unter Mitwirkung von Clara Schumann uraufgeführt wurde. Von melodiöser Schlichtheit bis zu einem brillant inszenierten ›Rondo alla zingarese‹ hat Brahms hier alle romantischen Register gezogen. Arnold Schönberg sollte später davon so fasziniert sein, dass er das Klavierquartett orchestrierte und scherzhaft als ›Brahms´ fünfte Sinfonie‹ bezeichnete. Das 1887 erstaufgeführte 2. Klavierquartett des Franzosen Fauré löst musikalisch kraftvoll und feinsinnig das Credo des Komponisten ein, dass ›Kammermusik die wahre Musik und der ehrlichste Ausdruck einer Persönlichkeit ist.‹ Nach dem Schlussakkord des gewichtigen Werks versteht man das Lob der Pianistin Martha Argerich: ›Wer das Fauré Quartett hört, möchte es wieder hören.‹
Preise B: 38 / 33 / 28 / 21 / 12 / 7 €
Ort:
Schloss Augustusburg, Treppenhaus
D-50321 Brühl
Termine:
Sa, 23.6.2012, 20:00 |
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So, 24.6.2012, 19:30 |
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Viva Italia!
Schlosskonzert
Jeremias Schwarzer, Blockflöte
Elbipolis Barockorchester Hamburg
Jürgen Gross, Violine und Leitung
Georg Philipp Telemann (1681–1767):
Ouverture pour Flute à bec a-Moll TWV 55:a2
Antonio Vivaldi (1678–1741):
Concerto g-Moll RV 439 ›La Notte‹
Arcangelo Corelli (1653–1713):
Sonata da Camera op. 2 Nr. 12
Antonio Vivaldi (1678–1741):
Concerto a-Moll RV 108
Arcangelo Corelli (1653–1713):
Concerto grosso Nr. 4 D-Dur
Antonio Vivaldi (1678–1741):
Concerto F-Dur RV 433 ›La Tempesta di Mare‹
Wie der mit ihm befreundete Johann Sebastian Bach hat auch Georg Philipp Telemann (1681–1767) nie einen Fuß auf italienischen Boden gesetzt. Dennoch sprach er fließend Italienisch. Und wie Bach sog er schöpferisch alles auf, was an neuen Moden aus dem Mutterland der Musik über die Alpen gelangte. Auch in den Werken mit Flöte, die in Telemanns 46 Amtsjahren als Hamburger Musikdirektor entstanden, sind neben französischen gleichermaßen italienische Einflüsse zu hören. Doch nicht nur für Telemann war Hamburg musikalisch das Tor zur Welt. Auch das Barockorchester Elbipolis macht sich seit seiner Gründung 2001 regelmäßig von der Elbmetropole auf in die weite Welt, um auf Klangentdeckungsreise zu gehen. Nach gemeinsamen Ausflügen etwa mit der Sopranistin Nuria Rial und der Gambistin Hille Perl tut man sich nun mit dem vielfach ausgezeichneten Blockflötisten Jeremias Schwarzer zusammen. Nach einem musikalischen Abschiedsgruß an Telemann bricht Elbipolis nach Italien auf und besucht zwei Pioniere der Instrumentalmusik. In Venedig schaut man bei Antonio Vivaldi (1678–1741) vorbei. Dieser leitete ab 1703 das Mädchenorchester des Waisenhauses Ospedale della Pièta und komponierte für die begnadeten Musikerinnen bravouröse Konzerte – auch für Blockflöte. Und nebenbei entstanden Werke für die Traversflöte – wie das berühmte Konzert ›La Notte‹, das programmusikalisch die Nacht ausdeutet. Von der Lagunenstadt reisen die Musiker dann an den römischen Tiber zu Arcangelo Corelli (1653–1713), dem Wegbereiter der Sonate und des Concerto Grosso.
Preise C: 47 / 37 / 32 / 23 / 14 / 9 €
Ort:
Schloss Augustusburg, Treppenhaus
D-50321 Brühl
Termine:
Sa, 7.7.2012, 20:00 |
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So, 8.7.2012, 19:30 |
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In einem unbekannten Land
Familienkonzert
Britt Wolfgramm, Figurenspielerin
Hannover Harmonists
Vokalmusik umfasst weit mehr als die Werke alter Meister wie Schütz, Bach oder Brahms und a-cappella-Gesang endet nicht beim ›Kleinen grünen Kaktus‹. Die Hannover Harmonists lieben es, mit unterschiedlichen Genres zu spielen und ihre Programme abwechslungsreich zu gestalten. Für die Zusammenstellung dieses Familienprogramms haben sich die fünf singenden Herren Rat bei den kleinen Experten zuhause geholt und die Helden ihrer eigenen Kindheit wieder aufleben lassen. Herausgekommen ist ein Programm mit Opern-, Film- und Fernsehmusik. Erstaunliches ist dabei zu erleben: dass Männer manchmal Frauenstimmen singen oder dass man ohne Instrumente ein ganzes Orchester spielen kann. Klassische Töne und bekannte Melodien beliebter Fernsehhelden laden zum Mitsummen oder Mitsingen ein. Durch das Programm führt Bruneau, die Kanalratte – zum Leben erweckt durch Britt Wolfgramm vom Figurentheater Marmelock.
Geeignet für Familien mit Kindern ab 4 Jahren.
Preise: 8 € / Kinder 4 €
Ort:
Galerie am Schloss
Schlossstraße 25, D-50321 Brühl
Termin:
So, 8.7.2012, 11:00 |
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Lustspieltrüffel
Haydn-Festival
Colin Balzer: Sempronio, der Apotheker
Golda Schultz: Grilletta, sein Mündel
Sebastian Kohlhepp: Mengone, Gehilfe Sempronios
Sophie Harmsen: Volpino, ein junger Lebemann
Capella Augustina Andreas Spering
Joseph Haydn (1732–1809):
›Lo Speziale‹ (›Der Apotheker‹) Hob. XXVIII:3
Dramma giocoso in drei Akten
Im Spätsommer 1768 hatte sich das Gefolge von Fürst Nikolaus Esterházy prächtig herausgeputzt. Mit einem großen Fest wurde das neue Opernhaus von Schloss Eszterháza eröffnet. Möglicherweise hat Joseph Haydn seine Opera buffa ›Lo Speziale‹ (Der Apotheker) für diesen Anlass komponiert. Sie kam beim Fürsten so gut an, dass er Haydn eine Sondergratifikation von 24 Golddukaten zukommen ließ. Zugrunde liegt dem ›Dramma giocoso‹ ein Text des berühmten Komödiendichters Carlo Goldoni. Gleich drei Männer buhlen um die Gunst der hübschen Grilletta: der Apotheker Sempronio, sein Gehilfe Mengone sowie ein Bruder Leichtfuss namens Volpino. Natürlich kommt es bis zum Happy-End zu allerlei Eifersüchteleien und Intrigen. Und gerade Volpino entpuppt sich als besonders einfallsreich, wenn er sich als türkischer Gesandter verkleidet, um die Angebetete fortzulocken. Für diese Komödie hat Haydn eine mitreißende Musik komponiert. Neben witzigen und spritzigen Spottarien schrieb er für Volpino eine ›türkische‹ Arie mit allerlei Nonsens-Versen wie ›Dei didl dum‹ und ›Da didl didl dum‹. Beim Haydn-Festival 2009 konnte man den Operndramatiker Haydn mit seiner ›Armida‹ wiederentdecken. Für 2012 hat Dirigent Andreas Spering nun den musikalischen Lustspieltrüffel ›Lo Speziale‹ für eine konzertante Aufführung ausgegraben. Und zusammen mit seiner Capella Augustina sowie einem Vokalquartett beweist Spering, dass Haydn einem mehr als nur eine Lachfalte ins Gesicht zaubern kann.
Preise C: 47 / 37 / 32 / 23 / 14 / 9 €
Ort:
Schloss Augustusburg, Treppenhaus
D-50321 Brühl
Termin:
Fr, 17.8.2012, 20:00 |
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London - Wien - Paris
Haydn-Festival
Wiener Klaviertrio
Joseph Haydn (1732–1809):
Trio D-Dur Hob. XV:24 für Klavier, Violine und Violoncello
Ludwig van Beethoven (1770–1827):
Trio G-Dur op. 1 Nr. 2 für Klavier, Violine und Violoncello
Joseph Haydn (1732–1809):
Trio A-Dur Hob. XV:18 für Klavier, Violine und Violoncello
Maurice Ravel (1875–1937):
Trio a-Moll für Klavier, Violine und Violoncello
Bis ins hohe Alter komponierte Joseph Haydn Klaviertrios – Werke für Klavier, Geige und Cello. 15 seiner rund 45 Werke für diese Besetzung, die zwischen November 1794 und April 1797 in London entstanden, bilden einen Höhe- und Schlusspunkt. Sie belegen, wie Haydn in seinen Londoner Jahren die Ausdrucksmöglichkeiten dieser Gattung noch einmal um ein Vielfaches erweiterte. Das 1795 veröffentlichte Trio D-Dur Hob. XV:24 zeugt zudem von Haydns heimlicher Liebe zu der Widmungsträgerin Rebecca Schroeter, über die er später schrieb: ›Sie war, ob sie gleich schon 60 Jahre zählte, noch eine schöne und liebenswürdige Frau, die ich, wenn ich damahls ledig gewesen wäre, sehr leicht geheirathet hätte‹. Mit diesem Werk sowie dem 1794 erschienenen Trio A-Dur Hob. XV:18 kehrt nun das Wiener Klaviertrio nach Brühl zurück, nachdem man hier bereits 2009 erfolgreich gezeigt hatte, warum man in Sachen Haydn aktuell ziemlich konkurrenzlos ist (2010 wurde eine Aufnahme des Trios mit dem ECHO-Klassik ausgezeichnet). Außerdem steht das G-Dur-Trio aus Beethovens dreiteiliger Klaviertrio-Sammlung op. 1 (1793/94), das Haydn besonders gut gefiel, auf dem Programm. Mit dem einzigen Klaviertrio von Maurice Ravel (1875–1937) wechselt man dann von der Wiener Klassik in die klassische Moderne. Ravel hatte sich 1914 für dieses Meisterwerk, das er einmal als ›fast zu klassisch‹ bezeichnete, in ein baskisches Dorf zurückgezogen. Die Pariser Uraufführung ein Jahr später wurde sofort ein voller Erfolg.
Preise B: 38 / 33 / 28 / 21 / 12 / 7 €
Ort:
Schloss Augustusburg, Treppenhaus
D-50321 Brühl
Termin:
Sa, 18.8.2012, 20:00 |
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Signale der Sehnsucht
Haydn-Festival
Compagnia di Punto
Christian Binde, Horn und Leitung
Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791):
Sinfonie A-Dur KV 134
Joseph Haydn (1732–1809) zugeschrieben:
Cassation D-Dur Hob. II:D22 für 4 Hörner und Streicher
Joseph Haydn (1732–1809):
Divertimento D-Dur Hob. II:8 für 2 Flöten, 2 Hörner, 2 Violinen und Bass
Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791):
Sinfonie F-Dur KV 130
Kaum ein Instrument weckt so viele unterschiedliche Assoziationen wie das Horn: Jagdsignale, Wald und Natur, in der Musik der deutschen Romantik schließlich die Sehnsucht nach einer entrückten Ferne. Schon im 18. Jahrhundert galt das Horn wegen seines modulationsfähigen Tones als etwas ganz Besonderes. Das zeigt nicht zuletzt die Vielzahl reisender Hornvirtuosen. Der wohl berühmteste davon war der Böhme Johann Wenzel Stich, der sich italianisierend Giovanni Punto nannte. ›Punto bläst magnifique!‹ schrieb Wolfgang Amadeus Mozart 1778 begeistert an seinen Vater. Die Kritik feierte Puntos Virtuosität, aber auch seinen gesanglichen Vortrag. Nach ihm hat sich die in Köln beheimatete ›Compagnia di Punto‹ benannt. Sie setzt sich aus Musikern zusammen, die in solch renommierten Ensembles wie Concerto Köln, dem Freiburger Barockorchester und der Akademie für Alte Musik Berlin spielen. Dementsprechend pflegt man auch in der Compagnia di Punto vor allem Werke für Horn in der historischen Aufführungspraxis. In seiner geistreichen und klangschönen Funktion ist das Horn so in Mozarts früher Sinfonie A-Dur KV 134 von 1772 sowie in einem Divertimento zu erleben, das Haydn um 1760 komponiert hat. Was für eine erstaunliche Wirkung das Horn erzielt, wenn es als Quartett eingesetzt wird, zeigt die ebenfalls 1772 entstandene Sinfonie F-Dur KV 130. Einige Jahre zuvor hatte auch Haydn in mehreren Sinfonien vier Hörner eingesetzt. Das Divertimento für vier Hörner und Streicher Hob. II:D22 stammt allerdings nicht von ihm. Es gehört zu den vielen Werken, die fälschlich unter seinem Namen verbreitet wurden – kein Grund, das vergnügliche Stückchen, dessen wahrer Autor unbekannt ist, nicht mehr aufzuführen!
Preise B: 38 / 33 / 28 / 21 / 12 / 7 €
Ort:
Schloss Augustusburg, Treppenhaus
D-50321 Brühl
Termin:
So, 19.8.2012, 20:00 |
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Geist und Brillanz
Haydn-Festival
Andreas Staier, Klavier
Capella Augustina
Andreas Spering
Joseph Haydn (1732–1809):
Sinfonie E-Dur Hob. I:12
Wolfgang Am adeus Mozart (1756–1791):
Konzert C-Dur KV 415 für Klavier und Orchester
Joseph Haydn (1732–1809):
Sinfonie D-Dur Hob. I:73 ›La Chasse‹
Für seine künstlerische Laufbahn wurde Andreas Staier bereits 2002 mit der Ehrenurkunde des Preises der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Der in Göttingen geborene und heute in Köln lebende Cembalo- und Hammerflügelsolist hat seitdem natürlich weiterhin Maßstäbe gesetzt, auf internationalen Festivals mit Dirigenten wie René Jacobs und Fabio Biondi ebenso wie im Aufnahmestudio. Und gerade mit seinen Mozart-Interpretationen löst er regelmäßig Bewunderung aus. Als er dafür 2004 den Mozartpreis der Sächsischen Mozart-Gesellschaft verliehen bekam, attestierte der Laudator Staiers Mozart-Spiel ›Delikatesse, aber auch höchst vitale Lust an Virtuosität‹. 2010 war Andreas Staier zuletzt in Brühl zu hören – mit dem Konzert für Klavier und Violine von Joseph Haydn. Nun kehrt er zurück, um gemeinsam mit Andreas Spering und der Capella Augustina die Mozart-Sterne funkeln zu lassen. Ausgewählt hat Staier mit dem Konzert C-Dur KV 415 das letzte der drei Wiener Klavierkonzerte, die Mozart 1782/83 schrieb. Laut Mozart selbst ist es ›sehr brillant, angenehm in den Ohren, natürlich. Und hier und da können Kenner allein Satisfaction erhalten.‹ Diese Worte könnte man ebenso auf die beiden Sinfonien Joseph Haydns anwenden, die im Konzert erklingen. Die Sinfonie E-Dur Hob. I:12 komponierte Haydn 1763 und damit zwei Jahre nach seinem Amtsantritt als Vizekapellmeister im Fürstenhaus Esterházy. Die Sinfonie D-Dur Hob. I:73 entstand hingegen 1781. Für den vierten Satz griff Haydn auf die Ouvertüre seiner Oper ›La fedeltà premiata‹ zurück. Dort ist zu Beginn ein Altar der Diana, Göttin der Jagd, zu sehen, und auf diese Szene bereitet gewissermaßen schon die Ouvertüre mit effektvollen Jagdsignalen vor. Diesem Finale verdankt die Sinfonie daher ihren Beinamen ›La Chasse‹.
Preise C: 47 / 37 / 32 / 23 / 14 / 9 €
Ort:
Schloss Augustusburg, Treppenhaus
D-50321 Brühl
Termin:
Mo, 20.8.2012, 20:00 |
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Sturm und Drang
Haydn-Festival
Anima Eterna
Jos van Immerseel, Klavier und Leitung
Carl Philipp Em anuel Bach (1714–1788):
Sinfonie B-Dur Wq 182 Nr. 2 ›Hamburger Sinfonie Nr. 2‹
Sinfonie A-Dur Wq 182 Nr. 4 ›Hamburger Sinfonie Nr. 4‹
Wolfgang Am adeus Mozart (1756–1791):
Konzert C-Dur KV 246 für Klavier und Orchester ›Lützow-Konzert‹
Joseph Haydn (1732–1809):
Sinfonie D-Dur Hob. I:57
Seit 1987 widmen sich Jos van Immerseel und sein belgisches Ensemble Anima Eterna mit großem Erfolg der werk- und epochengetreuen Aufführung barocker, klassischer und romantischer Musik auf historischen Instrumenten. Zugleich nimmt man sich, wie Jos van Immerseel es beschreibt, ›auch die Freiheit, hier und jetzt zu leben, mit dem uns eigenen Wissen und Gefühl.‹ Mit dieser Philosophie haben die Musiker Interpretationsgeschichte auf fast einhundert Tonträgern geschrieben. Viele davon wurden mit internationalen Musikpreisen ausgezeichnet, etwa 2010 Berlioz‘ ›Symphonie fantastique‹ mit dem ECHO-Klassik. Den ›diskographischen Grundstein‹ legte man 1990 mit sämtlichen Klavierkonzerten Wolfgang Amadeus Mozarts. Auf seinem eigenen Hammerklavier spielt Jos van Immerseel jetzt mit Anima Eterna Mozarts Klavierkonzert C-Dur KV 246, das 1776 in Salzburg für die Gräfin Antonia Lützow komponiert wurde. Aus derselben Zeit stammen die Sinfonien von Carl Philipp Emanuel Bach und Joseph Haydn, die in Brühl mit auf dem Programm stehen. Die beiden Sinfonien, die der zweite Bach-Sohn 1773 im Auftrag von Gottfried van Swieten (dem späteren Librettisten von Haydns ›Schöpfung‹ und ›Jahreszeiten‹) komponierte, sind Musterbeispiele jenes an emotionalen Gegensätzen reichen Stils, den man damals, in der literarischen Epoche des ›Sturm und Drang‹ als ›Empfindsamkeit‹ bezeichnete. Auch Haydn war davon sehr beeindruckt. Das meiste, was er wisse, habe er von Emmanuel Bach gelernt, soll er gegenüber seinem Biographen Georg August Griesinger gesagt haben. Bachs Sinn für emotionale Kontraste und spieltechnisch anspruchsvolle Überraschungen meint man in Haydns Sinfonie Hob. I:57 aus dem Jahr 1774 wieder zu begegnen. Die Musiker von Anima Eterna spielen auf historischen Instrumenten bzw. Kopien, die sich an der Bauart aus der Zeit der Wiener Klassik orientieren.
Preise C: 47 / 37 / 32 / 23 / 14 / 9 €
Ort:
Schloss Augustusburg, Treppenhaus
D-50321 Brühl
Termin:
Di, 21.8.2012, 20:00 |
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Klavierspiel wie auf Flügeln
Haydn-Festival
Tzimon Barto, Klavier
Joseph Haydn (1732–1809):
Sonate C-Dur Hob. XVI:1 für Klavier
Jean-Philippe Rameau (1683–1764):
Stücke aus ›Premier Livre de Pièces de Clavecin‹ und ›Nouvelles Suites de Pièces de Clavecin‹
Joseph Haydn (1732–1809):
Sonate As-Dur Hob. XVI:46 für Klavier
Maurice Ravel (1875–1937):
›Miroirs‹ (›Spiegelbilder‹) für Klavier
›Rameau ist, ob es man dies nun wahrhaben will oder nicht, eines der sichersten Fundamente der Musik, und man kann gefahrlos auf dem schönen Weg voranschreiten, den er vorgezeichnet hat.‹ 1912 war es kein Geringerer als Claude Debussy, der sich mit diesen Zeilen vor seinem Komponistenkollegen und Landsmanns Jean-Philippe Rameau verbeugte. An der Musik des Barockkomponisten liebte Debussy die ›empfindsame und liebenswürdige Zartheit‹, den ›Charme‹ und die ›strenge und doch so feine Form‹. Fast ein Jahrhundert später packte auch den amerikanischen Star-Pianisten Tzimon Barto das Rameau-Fieber, als er sich auf dem Klavier mit einer geradezu schwebenden Leichtigkeit einigen ausgewählten Cembalo-Stücken von Rameau hingab. Seine Hommage an Rameau kann man nun auch in Brühl erleben. Weil Barto, wie er selbst stolz sagt, ›über eine Palette von 36 dynamischen Farben zwischen ppp und fff‹ verfügt, findet in ihm nicht nur Rameau einen Sachwalter. Auch in dem hochvirtuosen Zyklus ›Miroirs‹ von Maurice Ravel (ebenfalls ein Verehrer Rameaus) erweist sich Bartos Klangfarbenspektrum als atemberaubend. Seine facettenreichen wie erlesenen Gestaltungsmöglichkeiten kann er aber auch bei einer anderen alten Liebe ausspielen: Joseph Haydn, mit dem er sich seit langem immer wieder beschäftigt. Zwei Sonaten hat Barto aus dessen umfangreichem Klavierschaffen ausgewählt. Bei der C-Dur-Sonate Hob. XVI:1 ist Haydns Autorschaft allerdings nicht sicher. Wenn sie echt ist, müsste sie aus seinen frühen Jahren stammen. Um 1770 ist die tiefgründige wie zugleich experimentell angelegte Sonate As-Dur Hob. XVI:46 entstanden.
Preise A: 29 / 24 / 19 / 14 / 10 / 7 €
Ort:
Schloss Augustusburg, Treppenhaus
D-50321 Brühl
Termin:
Mi, 22.8.2012, 20:00 |
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Postumes Gipfeltreffen
Haydn-Festival
Martin Stadtfeld, Klavier
Kölner Kammerorchester
Christian Ludwig
Johann Sebastian Bach (1685–1750):
Orchestersuite h-Moll BWV 1067
Konzert d-Moll BWV 1052 für Klavier und Orchester
Joseph Haydn (1732–1809):
Konzert D-Dur Hob. XVIII:11 für Klavier und Orchester
Sinfonie d-Moll Hob. I:80
Als Johann Sebastian Bach 1750 starb, war Joseph Haydn 18 Jahre alt, beide hätten sich also treffen können. Wäre Bach etwa zehn Jahre älter geworden, hätte er es noch gut mitbekommen können, wie Haydn schon in jungen Jahren europaweit berühmt wurde. Umgekehrt dürfte Haydn bereits in jungen Jahren zumindest Klavierwerke Bachs gekannt (und bewundert) haben. Gegen Ende seines Lebens konnte er noch erleben, wie die Wiederentdeckung der Vokalwerke Bachs einsetzte. 1799 wurde ein Kupferstich veröffentlicht, auf dem die damals bekanntesten deutschen Komponisten im Bild einer Sonne dargestellt sind. Das Zentrum dieser Sonne bildet Johann Sebastian Bach. Als man Haydn – der mit Georg Friedrich Händel und Carl Friedrich Graun im innersten Strahlenkranz um Bach abgebildet ist – dieses Bild zeigte, war er sehr zufrieden damit, dass man Bach ins Zentrum gesetzt hatte als denjenigen ›von welchem alle musikalische Weisheit ausgehe‹. Haydn verehrte Bach als den Meister des Kontrapunkts, wenn er auch nicht allzu viele Werke von ihm gekannt haben dürfte. Immerhin fanden sich in seinem Nachlass eine Abschrift der h-Moll-Messe und Drucke der Motetten sowie des ›Wohltemperierten Klaviers‹. Die Orchestersuiten (die man nach dem Eingangssatz oft irreführend ›Ouvertüren‹ nennt) und Klavierkonzerte Bachs kann Haydn nicht gekannt haben, da sie kaum verbreitet waren. Doch auch wenn es hier keine direkte Entwicklungslinie gibt, lohnt es doch, verwandte Werke nebeneinander zu stellen: Die Orchestersuite h-Moll BWV 1067 mit ihren hinreißend virtuosen Flötenpassagen und Haydns d-Moll Sinfonie Hob. I:80 von 1784. Von Suite und Sinfonie eingerahmt werden die wohl bekanntesten Klavierkonzerte von Bach und Haydn. Das d-Moll-Konzert BWV 1052 spiegelt Bachs intensive Beschäftigung mit dem barocken Concerto-Prinzip wider. Haydns Klavierkonzert D-Dur Hob. XVIII:11 ist vor allem durch den folkloristischen, mitreißenden Schlusssatz, ein ›Rondo all’Ungarese‹, also über ein Thema im Stil ungarischer Zigeunerkapellen, populär geworden. Wie nah oder fern sich die beiden Komponisten auch stehen – der mehrfache ECHO-Preisträger Martin Stadtfeld schafft es über sein inniges und dann wieder feuriges Spiel, sie zu verbinden.
Preise C: 47 / 37 / 32 / 23 / 14 / 9 €
Ort:
Schloss Augustusburg, Treppenhaus
D-50321 Brühl
Termin:
Do, 23.8.2012, 20:00 |
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Auf nach London!
Haydn-Festival
Ivana Lazar, Sopran
Le Parlement de Musique
Martin Gester, Orgel, Klavier und Leitung
Johann Adolph Hasse (1699–1783):
›Salve Regina‹ G-Dur für Sopran und Orchester
Georg Friedrich Händel (1685–1759):
Concerto g-Moll op. 4 Nr. 3 für Orgel und Orchester
›Armida abbandonata‹ HWV 105 für Sopran und Orchester
Joseph Haydn (1732–1809):
Sinfonie Es-Dur Hob. I:103, Arrangement für Kammerbesetzung
›Maria quaerit Christum filium‹ für Sopran und Orchester (Kontrafaktur der Cantata ›Arianna à Naxos‹)
Aus Straßburg, dem Sitz des europäischen Parlaments, kommt das Ensemble Le Parlement de Musique nach Brühl – mit Musik von wahrhaft europäischen Komponisten im Gepäck. Die Deutschen Georg Friedrich Händel und Johann Adolph Hasse machten beide in Italien Karriere. Händel feierte dann in London seine größten Triumphe; Hasse reiste mit seiner Frau, der Primadonna Faustina Bordoni, durch ganz Europa. In London trat sie in Opern Händels auf. Für seine Frau hatte Hasse 1744 wahrscheinlich auch das ebenso kantable wie virtuose ›Salve Regina‹ komponiert – und damit den englischen Musikgelehrten Charles Burney in seinem Urteil bestätigt, er sei ›der natürlichste, eleganteste und klügste Komponist von Gesangsmusik‹. Wie vor ihm Händel und Hasse wurde schließlich Joseph Haydn in England als Star gefeiert, vor allem dank seiner ›Londoner Sinfonien‹. Gleich im ersten Londoner Jahr 1791 begleitete Haydn am Klavier unter großem Jubel den Kastraten Gasparo Pacchierotti bei seiner Cantata ›Arianna a Naxos‹. Für die hochdramatische Klage der von Theseus verlassenen Ariadne hat Haydn eine reine Klavierbegleitung vorgesehen. Es sind jedoch mehrere zeitgenössische (aber von fremder Hand stammende) Bearbeitungen für Orchester überliefert, teils mit geändertem Text. So unterlegte man Haydns Musik in den 1790er Jahren den geistlichen Text ›Maria quærit Christum Filium‹ – dass dies in Venedig geschah, zeigt, wie verbreitet Haydns Werke in ganz Europa waren. Das von Martin Gester 1990 gegründete Ensemble Le Parlement de Musique gastierte bisher auf allen wichtigen Festivals für Alte Musik, aber auch beim Schleswig-Holstein Festival. Seine Einspielungen wurden mit zahlreichen Schallplattenpreisen wie dem ›Grand Prix du Disque‹ ausgezeichnet. Mit der kroatischen Sopranistin Ivana Lazar, die sich einen Namen auch in der italienischen Oper des 19. Jahrhunderts gemacht hat, arbeitet man seit 2006 zusammen.
Preise B: 38 / 33 / 28 / 21 / 12 / 7 €
Ort:
Schloss Augustusburg, Treppenhaus
D-50321 Brühl
Termin:
Fr, 24.8.2012, 20:00 |
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Mozart-Wunder & Haydn-Wonnen
Haydn-Festival
Kristian Bezuidenhout, Klavier
Capella Augustina
Andreas Spering
Joseph Haydn (1732–1809):
Sinfonie H-Dur Hob. I:46
Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791):
Konzert G-Dur KV 453 für Klavier und Orchester ›2. Ployer-Konzert‹
Joseph Haydn (1732–1809):
Sinfonie B-Dur Hob. I:98
Preise D: 75 / 65 / 55 / 45 / 25 / 15 €
Der Eintritt zum anschließenden Feuerwerk ist im Kartenpreis enthalten
Ort:
Schloss Augustusburg, Treppenhaus
D-50321 Brühl
Termine:
Sa, 25.8.2012, 19:30 |
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So, 26.8.2012, 19:30 |
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Wunderkind trifft Altmeister
Haydn-Festival
Quatuor Modigliani
Joseph Haydn (1732–1809):
Streichquartett B-Dur op. 76 Nr. 4 Hob. III:78 ›Sonnenaufgangsquartett‹
Streichquartett G-Dur op. 76 Nr. 1 Hob. III:75
Juan Chrisóstomo de Arriaga (1806–1826):
Streichquartett Nr. 3 Es-Dur
Preis: 25 €
Der Eintritt zum anschließenden Feuerwerk ist im Kartenpreis enthalten
Ort:
Schlosskirche Brühl
Schlosstraße 2, D-50321 Brühl
Termine:
Sa, 25.8.2012, 19:30 |
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So, 26.8.2012, 19:30 |
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Herzklopfen
Haydn-Festival
Thomas E. Bauer, Bariton
Jos van Immerseel, Klavier
Joseph Haydn (1732–1809):
Sechs englische Kanzonetten Hob. XXVIa: 31–36
Franz Schubert (1797–1828):
›Die schöne Müllerin‹ D 795
Preis: 25 €
Der Eintritt zum anschließenden Feuerwerk ist im Kartenpreis enthalten
Ort:
Galerie am Schloss Brühl
Schlossstraße 25, 50321 Brühl
Termine:
Sa, 25.8.2012, 19:30 |
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So, 26.8.2012, 19:30 |
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Hayden meets Haydn
Haydn-Festival
Hayden Chisholm, Saxophon
Simon Nabatov, Klavier
Sie sind überraschend namensverwandt, doch zwischen Joseph Haydn und Hayden Chisholm liegen mehr als zwei Jahrhunderte und damit auch musikalische Welten. Während Haydn als Stammvater der Wiener Klassik Musikgeschichte geschrieben hat, zählt der 1975 im neuseeländischen Auckland geborene Saxophonist Chisholm aktuell zu den spannendsten Persönlichkeiten im Jazz. So lotet er etwa mit dem Posaunisten Nils Wogram oder mit dem Kult-Schlagzeuger Jaki Liebezeit die Rock-Energien im Jazz aus. In seinen gemeinsamen Projekten mit der berühmten Aktionskünstlerin Rebecca Horn u.a. bei den Salzburger Festspielen improvisiert Chisholm mit atemberaubender Virtuosität. Und seit den Studienjahren an der Kölner Musikhochschule erweitert er ständig seinen musikalischen Horizont auf ausgedehnten Reisen ins ferne Ausland wie Indien, Japan und Lateinamerika. Nun widmet er sich zum ersten Mal dem Erbe Joseph Haydns und verbündet sich für die Improvisationen über Themen von Haydn mit dem Jazz-Pianisten Simon Nabatov.
Preise: 20 €, ermäßigt 10 €
Der Eintritt zum anschließenden Feuerwerk ist im Kartenpreis enthalten
Ort:
Max Ernst Museum, Dorothea Tanning Saal
Comesstraße 42, D-50321 Brühl
Termine:
Sa, 25.8.2012, 19:30 |
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So, 26.8.2012, 19:30 |
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Finale: Feuerwerk
Haydn-Festival
Helmut Reuter, Feuerwerk
Manuel Pütz, Tontechnik und Lichtdesign
Festliche Höhepunkte jeder Schlosskonzerte-Saison sind die Feuerwerke im Schlosspark. Alljährlich kommen Tausende von Menschen ins hochsommerliche Brühl, um ein Spektakel zu erleben, das eine Jahrhunderte alte Tradition hat: Im 18. Jahrhundert, zu Lebzeiten Haydns, entstanden die Feuerwerke mit ihrer pyrotechnischen Vielfalt und Innovation, wie wir sie heute kennen. Bei den Brühler Feuerwerken, die synchron zu Musik Joseph Haydns erstrahlen, verwandeln unterschiedliche Lichtfiguren den Himmel über Schloss Augustusburg in ein einzigartiges Kunstwerk. Zusätzlich sorgt eine besondere Beleuchtung des Schlossparks für eine feierliche Atmosphäre.
Preise: 5 € / ermäßigt 2,50 €
Ort:
Schlosspark des Schloss Augustusburg
D-50321 Brühl
Termine:
Sa, 25.8.2012, 22:00 |
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So, 26.8.2012, 22:00 |
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Brühler Schlosskonzerte e.V.
Bahnhofstraße 16
D-50321 Brühl
Telefon: +49 (0)2232-941884
Fax: +49 (0)2232-941885
E-Mail:
info@schlosskonzerte.de