DAS PRINZREGENTENTHEATER

Bayerische Theaterakademie

wurde 1901 von Max Littmann nach dem Vorbild des Bayreuther Richard-Wagner-Festspielhauses erbaut. Der amphitheatralische Zuschauerraum hat einen Fassungsraum von 1029 Plätzen im Parkett, 6 Logen mit jeweils 9 Sitzplätzen und 4 Rollstuhlplätzen.

Das Prinzregententheater ist in erster Linie die Spielstätte der Bayerischen Theaterakademie August Everding, sowie der Bayerischen Staatsoper und des Staatstheaters am Gärtnerplatz. Darüber hinaus wird es an Veranstalter und Konzertagenturen vermietet.

AUFFÜHRUNGEN DER BAYERISCHEN THEATERAKADEMIE

Spielzeit 2011/12

Öffentliches Vorspiel des 3. Jahrgangs des Studiengangs Schauspiel

Der 3. Jahrgang des Studiengangs Schauspiel zeigt Szenenarbeiten, Monologe und Lieder.

Veranstalter: Bayerische Theaterakademie

Ort:

Akademietheater-Ost

Termine:

Mo, 13.2.2012, 19:00 |
Di, 14.2.2012, 11:00 |

Die kleine Shinerei

Märchen clownesk

Bayerische Theaterakademie August Everding und Hochschule für Musik und Theater München mit dem Studiengang Schauspiel

Leitung: Jochen Schölch

Ort:

Akademietheater

Termine:

Mi, 8.2.2012, 09:00 |
Mi, 8.2.2012, 10:30 |
Do, 9.2.2012, 09:00 |
Do, 9.2.2012, 10:30 |
Fr, 10.2.2012, 09:00 |
Fr, 10.2.2012, 10:30 |
Sa, 11.2.2012, 11:00 |

Suchers Leidenschaften: Ödön von Horváth

Lesung mit Sebastian Blomberg, Lilly Gropper und C. Bernd Sucher

Ödön von Horváth wird am 9. Dezember 1901 in Fiume (heute Rijeka) als Sohn eines ungarischen Diplomaten geboren. Er macht das Abitur in Wien und beginnt ein Studium der Theaterwissenschaften und Germanistik in München. Die Familie hat ein Landhaus in Murnau und Horváth stellt dort den Antrag auf deutsche Staatsbürgerschaft. Dieser wird von der Regierung von Oberbayern 1928 abgelehnt, vermutlich wegen des mangelnden geregelten Einkommens des Schriftstellers. 1931 erhält er auf Vorschlag von Carl Zuckmayer den Kleist-Preis und sein Drama “Geschichten aus dem Wiener Wald“ wird uraufgeführt. Nach einer Auseinandersetzung mit Nationalsozialisten zieht er 1933 nach Berlin. 1935 wird Horváth von der Gendarmeriestation Murnau als „Flüchtling der nationalen Erhebung“ gemeldet. Weil seine Stücke in Deutschland nicht mehr aufgeführt werden, verschlechtert sich Horváths finanzielle Situation zusehends. Erst 1937, als sein Roman "Jugend ohne Gott" in Amsterdam erscheint, kann er wieder einen größeren Erfolg verzeichnen, aber bereits 1938 wird der Roman in die Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums aufgenommen. Ödön von Horváth übersiedelt nach Wien, flieht aber nach der Besetzung Österreichs nach Budapest. Es folgen Aufenthalte in der Tschechoslowakei, Zürich und Amsterdam. Am 1. Juni wird Ödön von Horváth in Paris auf den Champs-Élysées durch einen herabstürzenden Ast getötet und am 7. Juni in Paris bestattet. Sein Leben und Werk stellen der Schauspieler Sebastian Blomberg, Ensemblemitglied des Residenztheaters, die Schauspielstudentin Lilly Gropper und C. Bernd Sucher in Texten und biografischen Skizzen vor.

Veranstalter: Bayerische Theaterakademie

Ort:

Gartensaal

Termin:

So, 26.2.2012, 11:00 |

Wo liegt der Hund?

Uraufführung: 01. März 2012, Reaktorhalle

Stückentwicklung nach einem Konzept von Sapir von Kleist und Tamara Pietsch.

„So, heute gehen wir in eine Gedenkstätte mit tragischem Hintergrund. Es wird nicht gegessen oder getrunken. Und wenn ihr aufs Klo müsst, dann geht jetzt. Ich will bei der Führung niemanden haben, der Krach macht oder quatscht oder mit seinem Handy rumspielt. Und wenn ihr das nicht hinkriegt, schmeiß ich euch da sofort raus.“ (Eine Lehrerin)

Die diesjährigen Absolventen des Studiengangs Schauspiel der Bayerischen Theaterakademie August Everding begeben sich in einen Entwicklungsprozess, der einer Versuchsanordnung gleicht: Nicht schon wieder das Dritte Reich! Darüber wissen wir doch alles. Das hatten wir in der Schule, darüber ist nun wirklich alles gesagt. Was sollen denn wir dazu noch sagen können? Die Suche beginnt. Sie graben sich durch Bücherberge und schälen beinahe unsichtbare Konservierungshäute von historischen Relikten. Tragen zu Grabe, was zu Grabe getragen werden will oder soll oder muss. Schweigen andächtig und singen feierlich. Wollen nicht Geschichte finden, sondern Geschichten, im Idealfall ihre eigenen oder doch zumindest die ihrer Generation.

Wer bin ich und wenn ja, was hat Hitler damit zu tun? Um betretene Mienen wird gebeten.

Inszenierung: Sapir von Kleist
Bühne und Kostüm: Beate Gölzner
Dramaturgie: Tamara Pietsch

Publikumsgespräch jeweils im Anschluss

Veranstalter: Bayerische Theaterakademie

Ort:

Reaktorhalle/ Luisenstr. 37a

Termine:

Do, 1.3.2012, 20:00 | Uraufführung |
Fr, 2.3.2012, 20:00 |
Sa, 3.3.2012, 20:00 |
So, 4.3.2012, 20:00 |

Suchers muskalische Leidenschaften: Ein Chansonabend

Mit Vladimir Korneev, Studiengang Musical

Veranstalter: Bayerische Theaterakademie

Ort:

Gartensaal

Termin:

Di, 13.3.2012, 19:30 |

La vida breve - Ein kurzes Leben

Premiere: 16. März 2012, Akademietheater

Lyrisches Drama in zwei Akten und vier Bildern von Manuel de Falla. Libretto von Carlos Fernández-Shaw. In deutscher und spanischer Sprache. 19.30 Uhr Werkeinführung/ Eingang über Akademietheater

Das Leben der jungen Salud wird sich im Verlauf der Oper als ein kurzes herausstellen.
Die aus einfachen Verhältnissen stammende Salud ist zunächst glücklich mit ihrem Geliebten Paco vereint. Doch schon bald erfährt sie von Pacos Hochzeit mit Carmela, einer jungen Dame vornehmen Standes. Außerstande das Geschehen klaglos mit anzusehen, stellt sie Paco während der Hochzeitsfeierlichkeiten zur Rede. Als er sie verleugnet, bricht sie tot zusammen.

Manuel de Fallas Oper La vida breve präsentiert Saluds Schicksal als ein unvermeidliches. Der Ausgang der Handlung steht schon zu Beginn fest. Unsichtbare Stimmen hinter der Bühne beklagen das Geschick derjenigen, deren Leben vornehmlich von Leid geprägt ist. Salud ist eine solche Unglückliche. Ohne Paco kann sie nicht leben. All ihre Energie fließt in ihre Liebe zu ihm. Ein glückliches Ende wird durch ihre soziale Stellung jedoch verhindert.
De Falla bettet die minimalistische Handlung in eine von differenzierten harmonischen Farben und prägnanten Rhythmen geprägte Musiksprache ein. Er zeichnet eine Umgebung, eine Stimmung, ein Lebensgefühl. Die spanische Tradition des Flamenco und des Cante jonde sind ihm hierbei wichtige Quellen der Inspiration. De Falla benutzt diese Einflüsse allerdings nicht als folkloristisches Kolorit oder Zitat, sondern arbeitet sie in seine ganz eigene Klangsprache ein.
In der Produktion der Bayerischen Theaterakademie August Everdings ist de Fallas Musik in einer eigenen Bearbeitung für zwei Gitarren, Akkordeon und Schlagzeug zu hören.

De Falla schrieb La vida breve für einen 1905 von der Academia de Bellas Artes in Madrid ausgeschriebenen Wettbewerb und errang mit seiner Oper den ersten Platz. Obwohl der Wettbewerb ausdrücklich zur Einsendung kurzer, spanischer Opern aufrief, waren es die spanischen Elemente der Oper, die ihr den Weg auf die Bühne zunächst erschwerten. Da das Werk nicht dem vorherrschenden, italienischen Geschmack entsprach, weigerte sich das Teatro Real in Madrid es aufzuführen. Erst acht Jahre später, 1913 erlebte La vida breve schließlich in französischer Sprache in Nizza seine Uraufführung und den Beginn seiner positiven Rezeption.

La vida breve ist eine Produktion im Rahmen der Werkstatt Musiktheater der Bayerischen Theaterakademie August Everding. Spezifisches Kennzeichen der Werkstatt ist die Besonderheit des Raums, in dem die Produktionen stattfinden: Zuschauer, Darsteller und Musiker befinden sich gemeinsam auf der Hauptbühne des Prinzregententheaters. Der Raum schafft so eine besondere Nähe aller Beteiligten und lädt zu einem ganz eigenen Blick auf die sonst von außen betrachtete Bühne ein.
Zuletzt waren Peter Eötvos Kammeroper Radames (2008) sowie Impressions de Pelléas nach Claude Debuddys Pelléas und Mélisande (2010) als

Musikalische Leitung: Joachim Tschiedel
Inszenierung: Renate Ackermann
Bühne und Kostüme: Anika Söhnholz
Dramaturgie: Vera GertzWerkstattproduktionen zu sehen.

Veranstalter: Bayerische Theaterakademie

Ort:

Hauptbühne / Grosses Haus

Termin:

Fr, 16.3.2012, 20:00 | Premiere |

Suchers Leidenschaften: Georg Büchner

Mit Ingrid Resch, Fabian Stromberger und C. Bernd Sucher

Veranstalter: Bayerische Theaterakademie

Ort:

Gartensaal

Termin:

So, 18.3.2012, 11:00 |

Der einsame Weg

Schauspiel von Arthur Schnitzler

Premiere: 27. März 2012, Akademietheater

„Der einsame Weg“ wird zumeist als ein Drama um die Einsamkeit im Alter angesichts eines erfüllten Lebens gelesen. Im Jahr des 150. Geburtstages Arthur Schnitzlers enthebt Johanna Wehner mit einem jungen Ensemble sein Werk jeder Zeitlichkeit und fokussiert grundsätzliche, vom Alter unabhängige menschliche Bedürfnisse: Den Traum, einen Traum zu haben.
Gezeigt wird eine Gesellschaft, die sich ihre Träume abtrainiert hat. Bedürfnis- und teilnahmslos stehen die Menschen sich selbst, den anderen, der Welt gegenüber.

Die Lebenszeit verkommt zur Selbstbeschäftigungstherapie: Die Gesellschaft arrangiert sich in perfekten Strukturen, verzweifelt versuchen die Menschen Beziehungen aufzubauen, um der eigenen Einsamkeit nicht ins Auge sehen zu müssen: Mutter, Vater, Kind. Wenn du mein Bruder sein willst, bin ich deine Schwester. Beziehungen, um die Leere zu füllen, Reden, um das Schweigen zu übertönen.

In immer wieder neuen Begegnungen versuchen die Menschen sich zu verorten, sich zu definieren. Sie ziehen dabei Vergangenheiten, angebliche Träume und Wünsche heran: Eigentlich wollte-hätte-müsste man doch... dabei dienen diese künstlichen Bedürfnisse und erfundenen Biografien wieder nur als Schutz vor der schmerzhaften Selbsterkenntnis: Ich müsste wollen, Teil einer Jugendbewegung zu sein. Es ist mir aber egal.
Und so dreht sich das Karussell der zufälligen Begegnungen, der Schein der Gemeinsamkeit bleibt, solang wir nur weiterreden – bis eine Figur verschwindet. Johanna ist fort. Das System ist durchbrochen, aber ändert das etwas?

Inszenierung: Johanna Wehner
Bühne und Kostüme: Theresa Scheitzenhammer
Dramaturgie: Hannah Schopf

Veranstalter: Bayerische Theaterakademie

Ort:

Akademietheater

Termine:

Di, 27.3.2012, 20:00 | Premiere |
Mi, 28.3.2012, 20:00 |
Do, 29.3.2012, 20:00 |
Fr, 30.3.2012, 20:00 |

Prinzregententheater

Akademietheater im Prinzregententheater

Prinzregentenplatz 12
D-81675 München

E-Mail: info@prinzregententheater.de

Tageskassse:
Tel.: 089 / 2185-2899
Fax: 089 / 2185-2903
Öffnungszeiten: montags bis freitags 10-13 und 14-18 Uhr, samstags 10-13 Uhr

Telefonische Programmansage:
089 / 2185-2959