PINAKOTHEK DER MODERNE
Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts
Vier bedeutende Museen aus den Gebieten Kunst, Graphik, Architektur und Design unter einem Dach - die Pinakothek der Moderne ist eines der weltweit größten Häuser für die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts.
Das offene und großzügige Gebäude lädt ein, Zusammenhänge zu entdecken und neue, überraschende Einblicke zu gewinnen.
Temporäre Ausstellungen und Veranstaltungen aus verschiedenen kulturellen Bereichen vervollständigen das überdisziolinäre Programm.
SONDERAUSSTELLUNGEN
Zeichner in Rom 1550-1700
Do, 2.2.2012 - So, 13.5.2012


In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts stieg Rom zum führenden Kunstzentrum Italiens auf. Wie ein Magnet zog es Zeichner und Maler aus allen Teilen der Halbinsel an, zu denen sich abenteuerlustige Kollegen aus Deutschland, den Niederlanden, Frankreich und Spanien gesellten. Sie alle lockte ein ehrgeiziges und zahlungskräftiges, gebildetes und geschmacksicheres Kunstpublikum, das eine Fülle von Aufträgen versprach. Die Ausstellung illustriert in einem weiten Bogen an Themen und Projekten die graphischen Mittel und neu beschrittenen Wege bedeutender Künstler in Rom und zeichnet ein frisches Bild von der ebenso facettenreichen wie faszinierenden Epoche. Werke von Bernini und Pietro da Cortona, Annibale Carracci, Leoni und Maratta, von Claude Lorrain, Breenbergh und Schönfeld stehen für eine Aufbruchstimmung zwischen Glaubens-überzeugung und Rationalismus, in der auch poetisch leise Töne nicht überhört werden.
Ort:
Pinakothek der Moderne
John Pawson
Do, 1.3.2012 | Eröffnung


Do, 1.3.2012 - So, 20.5.2012


Seit 30 Jahren macht John Pawson Architektur - geformt durch die Kunst des Weglassens. Das Architekturmuseum der TU München präsentiert in der Pinakothek der Moderne die erste große Ausstellung seiner Werke in Deutschland, von den Inneneinrichtungen der frühen 1980er Jahre über markante Bauten wie Sackler Crossing, die Brücke in Kew Gardens, und das neue Zisterzienserkloster von nový dvůr in Böhmen bis hin zu aktuellen Projekten wie die Neugestaltung der St. Moritzkirche in Augsburg. Die bislang zumeist nur in Fachpublikationen veröffentlichten Arbeiten fanden höchste internationale Anerkennung. Worte, Fotos, Zeichnungen, Materialien und Modelle können jedoch immer nur als Interpretation dienen. Architektur ist selbst ihre eigene Sprache. Daher steht im Zentrum der Ausstellung ein von Pawson entworfener Raum im Maßstab 1:1, um eine direkte und eindrückliche Erfahrung einiger Kernthemen seiner Architektur zu ermöglichen. Zusammen mit diesem "Raum im Raum" wird zum ersten Mal eine Anthologie von Pawsons eigenen Fotografien präsentiert, die aus seinem komplexen Inventar visueller Quellen ausgewählt wurde. Damit werden weitere Einblicke in die Gedankenwelt und Arbeitsweise eines herausragenden Architekten der Gegenwart geboten.
Ort:
Pinakothek der Moderne
Im Raum des Betrachters - Skulptur der Gegenwart
Werke aus der Sammlung
Fr, 2.3.2012 | Eröffnung


Fr, 2.3.2012 - So, 1.7.2012


Mit ihren dreidimensionalen und dinglichen Qualitäten stellt Skulptur für die Betrachter ein räumliches und unmittelbar physisches Gegenüber dar. Nicht selten bestimmt sie auch deren körperliche Haltung, wenn sie zur Betrachtung aus unterschiedlichen Blickwinkeln einlädt. Dabei hat sich die Vorstellung von Skulptur in den vergangenen 100 Jahren grundlegend erweitert.
Bildhauerisches Denken ohne das Readymade von Marcel Duchamp oder die Soziale Plastik von Joseph Beuys ist nicht mehr vorstellbar. So verwendet etwa
Mark Manders (*1968) vertraute, zum Teil gefundene Alltagsgegenstände und Materialien. Doch wirkt seine »Silent Factory«, als entstamme sie der Welt des Unbewussten, in der die Verbindungen zwischen den Dingen und ihrer eindeutigen Bezeichnung unterbrochen sind. Werke weiterer internationaler Künstler belegen das breite Spektrum zeitgenössischer Skulptur von Wandreliefs und Assemblagen bis hin zu Licht- und Filminstallationen. Gleichzeitig vermitteln sie einen Sammlungsschwerpunkt, der sich in der zehnjährigen Geschichte der Pinakothek der Moderne herausgebildet hat.
Gefördert durch Ernst & Young
Ort:
Pinakothek der Moderne
neue Veranstaltung
Fr, 2.3.2012 - So, 1.7.2012


AUSSTELLUNG
TRUE STORIES. AMERIKANISCHE FOTOGRAFIE AUS DER SAMMLUNG MODERNE KUNST
02.03.2012 - 01.07.2012
Die amerikanische Fotografie bildet einen umfangreichen und zugleich hochkarätigen Sammlungsschwerpunkt, der nun erstmals in einem konzentrierten Überblick vorgestellt wird. In den 1960er Jahren beginnt eine junge Generation von Fotografen, sich den veränderten politischen, gesellschaftlichen und ökologischen Bedingungen der amerikanischen Lebensrealität anzunähern. Inspiriert durch den dokumentarischen Stil Walker Evans' entwickeln sie neuartige Bildformen, die nicht nur nachfolgende Generationen, sondern auch die deutsche Fotografie für Jahrzehnte stark beeinflussen. Während die schon heute zu den modernen
Klassikern zählenden Fotografen Robert Adams, Lewis Baltz, Larry Clark, Lee Friedlander und Garry Winogrand weiterhin der Schwarzweißfotografie verpflichtet bleiben, haben William Eggleston und Stephen Shore für ihre visuellen road movies die Farbfotografie als künstlerisch eigenständige Ausdrucksform etabliert. Die Ausstellung spannt den Bogen von der Straßenfotografie der späten 1960er Jahre bis hin zu den erst vor einigen Jahren entstandenen New York Fotografien der Künstlerin Zoe Leonard.
Ort:
Pinakothek der Moderne
Unplugged. Bureau Mirko Borsche. Design Works!
Fr, 13.1.2012 - So, 18.3.2012


Graphic Design für das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Die Neue Sammlung - und die Subkulturszene in München. Für die Bayerische Staatsoper - und das unabhängige Music Label Gomma, für das Thalia Theater in Hamburg und den Modeschöpfer Kostas Murkudis in Berlin. Creative Director des ZEITmagazins - und der alternativen Münchner Monatszeitung »super paper«. 2007 gründete Mirko Borsche sein eigenes Studio in München, Bureau Mirko Borsche, dessen Entwürfe inzwischen zahlreiche internationale Auszeichnungen erhielten.
Für die Ausstellung reduziert Mirko Borsche die visuelle Sprache seiner originalen Arbeiten auf handgemalte Plakate im Format 70 x 100 cm. Die Abstraktion der ursprünglichen Entwurfsideen durch schwarze Pinselstriche auf hellem Grund und das immer gleiche Format, auf das die Komposition großer Plakate ebenso wie Magazin-Cover oder CD-Hüllen gebracht werden, erlaubt einen ungewöhnlichen Blick auf die Arbeit und gestalterische Haltung des Bureaus Mirko Borsche.
Eine Ausstellung der Neuen Sammlung - The International Design Museum Munich - in Kooperation mit Bureau Mirko Borsche. Mit freundlicher Unterstützung von Atelier Steffen Kehrle, München
Ort:
Pinakothek der Moderne
Mike Kelley und Rosemarie Trockel
WERKE AUS DER MICHAEL UND ELEONORE STOFFEL STIFTUNG
Mo, 17.10.2011 - So, 5.2.2012


Die künstlerischen Denk- und Arbeitsweisen von Rosemarie Trockel und Mike Kelley - einer Frau und eines Mannes, einer Deutschen und eines Amerikaners - lassen bei genauerer Betrachtung Gemeinsamkeiten erkennen. Die Wandarbeiten, Skulpturen und Installationen der beiden 1952 und 1954 geborenen Künstler bilden in sich geschlossene, aber vielfältig verzweigte Kosmen. Sie erschließen sich in einer Art synchroner Verdichtung. Beide Künstler untersuchen auf eine jeweils unverwechselbare Weise Regelsysteme: der Familie, des Staates, der Religion. Lustvoll demaskieren ihre Arbeiten gesellschaftliche Konventionen als fragwürdige Bestandteile einer Welt der Hierarchien.
Ort:
Pinakothek der Moderne
Bauen mit Holz - Wege in die Zukunft
Do, 10.11.2011 - So, 5.2.2012


Die Vereinten Nationen haben 2011 zum »Internationalen Jahr der Wälder« ausgerufen. In diesem Kontext zeigt das Architekturmuseum zusammen mit dem Fachgebiet Holzbau der TU München in einer großen Ausstellung »Bauen mit Holz - Wege in die Zukunft« die technischen, ökonomischen und gestalterischen Möglichkeiten des Materials. Als nachwachsender Rohstoff ist Holz ein "Multitalent" zwischen Natur und Technik: Es ist materialisierte Solarenergie, Kohlenstoffspeicher sowie universeller Bau- und Werkstoff. In der begleitenden wissenschaftlichen Publikation werden die ökologische Bedeutung, das technologische Potenzial und die neue Ästhetik des vertrauten Materials von neun renommierten Fachautoren analysiert. 50 international ausgewählte Beispiele veranschaulichen die neuen digitalen Fertigungsmethoden und die architektonische Vielfalt moderner Holzkonstruktionen vom Niedrigenergiehaus über weit gespannte Tragwerke bis zum Hochhausbau.
Eine Ausstellung des Architekturmuseums der TU München.
Ort:
Pinakothek der Moderne
Sabine Hornig durchs Fenster
So, 27.11.2011 - So, 26.2.2012


Das Werk von Sabine Hornig entwickelt sich an den Schnittstellen von Skulptur, Installation und Fotografie. Im Zentrum der Ausstellung, die in enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin entstanden ist, steht die 2001 begonnene Werkgruppe »Fenster«, die heute mehr als 40 großformatige Fotografien umfasst. Am Beispiel von Schaufenstern leerstehender Ladengeschäfte in Berlin Mitte untersucht die Künstlerin das subtile Verhältnis von Bild und Raum, von Abbild und Wirklichkeit. Hornig fotografiert die Fenster fast maßstabsgerecht als Bilder, die mehrere Ansichten auf der zweidimensionalen Fläche vereinen: den Blick in den Innenraum, die Spiegelung des Außenraumes auf der Fensterscheibe sowie die Fensterscheibe und die darauf sichtbaren Spuren selbst. In einer präzisen, detailgenauen Bildsprache vereint Hornig dieses vielschichtige visuelle Gefüge aus Blicken, Durchblicken und Spiegelungen und lässt am Beispiel des urbanen Raums und seiner Wahrnehmung neuartige Bild-Raum-Vorstellungen entstehen.
Erweitert wird die Ausstellung durch eine Intervention in der Alten Pinakothek, in der Hornigs Fotografien Gemälde der holländischen Genremalerei des 17. Jahrhunderts gegenübergestellt sind. Fenster und Rahmen, Blicke und Durchblicke sowie Raumgefüge, Lichtsetzung und Stillleben sind dabei Themen, mit denen die fotografischen Werke in einen spannungsreichen Dialog zu Gemälden der älteren Kunstgeschichte treten.
Ort:
Pinakothek der Moderne
Über Bäume und Gestein. Albert Renger-Patzsch und Ernst Jünger.
Fr, 4.11.2011 - So, 26.2.2012


Eine Ausstellung der Ann und Jürgen Wilde Stiftung, München. Albert Renger-Patzsch (1897-1966), Wegbereiter und bedeutender Fotograf der Neuen Sachlichkeit interessierte sich zeit seines Lebens auch für klassische und moderne Literatur. Ein reger persönlicher Kontakt bestand vor allem zu Ernst Jünger, Autor zweier Essays zum Werk des Fotografen, die in den beiden Bildbänden »Bäume« (1962) und »Gestein« (1966) veröffentlicht wurden. Die Präsentation aus dem Albert Renger-Patzsch Archiv der Stiftung Ann und Jürgen Wilde umfasst Fotografien, Publikationen sowie eine Auswahl aus dem Briefwechsel.
Ort:
Pinakothek der Moderne
ELÁSTICO Video Installation.
Jan Linnartz & Max Mayer
Jede Nacht ab Einbruch der Dunkelheit bis 01.00 Uhr
Sa, 15.10.2011 - Mo, 1.10.2012


Clown und Elefant, Capoeira, Kung-fu oder Krumping ... Dance Battles: ungezähmte Bewegung, pure Kraft, poetische Eleganz. In einem unermüdlichen Schaffensprozess formen die Tänzer Gebilde aus farbigen Linien und verwerfen diese sogleich, um immer wieder ihren neuen Ideen Raum zu geben. Die Video-Arbeit ELÁSTICO von Jan Linnartz und Max Mayer entstand 2011 eigens für Die Neue Sammlung - The International Design Museum Munich - in Kooperation mit BMW Group Design und Hochschule für Fernsehen und Film München.
Ort:
Pinakothek der Moderne
Pinakothek der Moderne
Barer Straße 40
D-80333 München
Telefon: ++49 (0)89-23805-360
E-Mail:
info@pinakothek.de
Öffnungszeiten
Täglich außer MO 10.00 - 18.00
DI 10.00 - 20.00
Geöffnet: Neujahr (01.01.), Ostermontag, Karfreitag, Pfingstmontag, Tag der deutschen Einheit (03.01.)
Geschlossen: Montag, Dienstag, Neujahr (01.01.), Heilige drei Könige (06.01.), Fasching (16.02.), Maifeiertag (01.05.), Christi Himmelfahrt, Fronleichnam