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PINAKOTHEK DER MODERNE

Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts

Vier bedeutende Museen aus den Gebieten Kunst, Graphik, Architektur und Design unter einem Dach - die Pinakothek der Moderne ist eines der weltweit größten Häuser für die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts.
Das offene und großzügige Gebäude lädt ein, Zusammenhänge zu entdecken und neue, überraschende Einblicke zu gewinnen.
Temporäre Ausstellungen und Veranstaltungen aus verschiedenen kulturellen Bereichen vervollständigen das überdisziolinäre Programm.

SONDERAUSSTELLUNGEN

Geschichte der Rekonstruktion | Konstruktion der Geschichte

Do, 22.7.2010 - So, 31.10.2010

In der Öffentlichkeit wie in Fachkreisen wird um das Thema »Rekonstruktion« seit Jahren eine heftige, emotional aufgeladene Debatte geführt. Rekonstruiert wurde jedoch seit der Antike aus verschiedenen Gründen sowie mit wechselndem Verständnis von »Wiederherstellung«. Ein Blick in die Geschichte könnte helfen, die Probleme und Argumente in einen größeren historischen Kontext einzuordnen und so die Diskussion etwas zu »entemotionalisieren«.
In der Ausstellung des Architekturmuseums werden anhand von circa 150 repräsentativen Fallbeispielen verschiedene Beweggründe für die Rekonstruktion verlorener Bauten präsentiert und analysiert. Der Bogen spannt sich von Rekonstruktionen aus Gründen religiöser Kontinuität oder aus nationalen Überlegungen bis hin zu Wiederaufbauten zur Erfüllung ästhetischer oder kommerzieller Wünsche. Mit Modellen, Gemälden, Plänen, Fotos und Animationen wird ein ebenso spannender wie lehrreicher Einblick in ein kontroverses Thema gegeben.

Neo Rauch - Begleiter

Di, 20.4.2010 - So, 15.8.2010

Gleichzeitig im Museum der bildenden Künste Leipzig,
und in der Pinakothek der Moderne, München

Neo Rauch (*1960 in Leipzig) zählt zu den außergewöhnlichsten und am meisten diskutierten internationalen Künstlern unserer Zeit.
Sein unverwechselbares Werk führt die Geschichte der gegenständlichen Malerei im 20. Jahrhundert, die mit Beckmann, Bacon und Baselitz zentrale Orientierungsfiguren gefunden hat, in die Gegenwart fort. Die Retrospektive, die gleichzeitig in Leipzig und München gezeigt wird, stellt Rauchs Gesamt¿uvre umfassend vor.

An Film- oder Propaganda-Malerei erinnern frühere, zumeist großformatige Gemälde, auf denen sich seltsame Vorgänge zu ereignen scheinen. Die Protagonisten hantieren mit schwer identifizierbaren Gerätschaften, konstruieren Räume, vermessen Landschaften.

Rund 120 Gemälde an beiden Orten erlauben einen umfassenden Blick auf die vielschichtige Werkentwicklung des Künstlers. Ausgestellt sind u. a. auch ältere Werke aus Privatbesitz und Übersee, die noch nie in Ausstellungen zu sehen waren, sowie Arbeiten der vergangenen fünf Jahre. Beide Orte der Ausstellung »Neo Rauch ¿ Begleiter« werden unterschiedlich strukturiert sein und jeweils eigene thematische Fragestellungen verfolgen.

Die Ausstellung entsteht in enger Zusammenarbeit des Künstlers mit dem Museum der bildenden Künste Leipzig, und der Pinakothek der Moderne, München.

Ort:

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Norbert Tadeusz | Arbeiten auf Papier

Do, 6.5.2010 - So, 29.8.2010

Der 1940 geborene Norbert Tadeusz, in den 1960er Jahren Meisterschüler von Joseph Beuys, zählt zu den bedeutendsten deutschen Künstlern der Gegenwart, die über die Jahrzehnte konsequent an ihrer figürlich-gegenständlichen Bildwelt festhielten.
Auch in Tadeusz's zeichnerischem Werk dominiert im Sujet das Bekannte und Alltägliche, die Präsenz des (überwiegend weiblichen) Körpers in seiner sinnlichen Dimension.
Tadeusz's gleichsam obsessives Thema ist dessen Ausgesetztsein im Raum, dessen zuweilen an Bacon erinnernde existenzielle Isolation. Diese äußert sich immer wieder in den aberwitzigsten Posen, Schattenverläufen, Verrenkungen und Fragmentierungen in höchst individuellem Kolorit, das Grelles mit morbider, sachlicher Nüchternheit verbindet.
Die Blätter entbehren dabei jeder vordergründigen Virtuosität. Sie beziehen ihre sinnliche Qualität aus einer unmittelbaren Anschaulichkeit, die mit der klaren Auffassung von der Effizienz des Raumes einhergeht.
Aus einer Privatsammlung gelangten als großzügige Schenkung Konvolute von jeweils ca. 100 Arbeiten auf Papier dieses Künstlers an die Staatliche Graphische Sammlung München und an das Dresdner Kupferstichkabinett. Fokussierend auf die 1960er und 1970er Jahre bezeugen sie die Eigenständigkeit sowie die reichen Fassetten seines Schaffens in diesem Medium.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Ort:

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Oggetti e Progetti

Alessi: storia e futuro di una fabbricia del design italiano

Sa, 22.5.2010 - So, 19.9.2010

Alessandro Mendini kuratiert und gestaltet für Die Neue Sammlung einen Rückblick auf die letzten 30 Jahre italienischen Designs. Seinen Fokus richtet Mendini dabei auf einen Protagonisten der Szene: das Unternehmen Alessi, das sich vom kleinen metallverarbeitenden Betrieb zur weltweit agierenden Ideenfabrik wandelte. Mit seinen Produkten, und vor allem auch durch seine stilprägenden Ideen, Aktionen und Metaprojekte schrieb Alessi europäische Designgeschichte und ist Auslöser für Reflexionen über die Zukunft des Designs.
Die Designtradition bei Alessi, die von dem berühmten Tee- und Kaffeeservice "Bombé" aus der unmittelbaren Nachkriegszeit über das "Bel Design" der 1950er und 1960er Jahre und die Postmoderne bis zum Pluralismus der jüngsten Zeit reicht, bindet Mendini in kritischer Reflexion in sein Ausstellungskonzept ein und wirft damit zugleich ein Schlaglicht auf die Entwicklung des Designs in Italien. Besonders charakteristisch sind dabei die Metaprojekte, in denen Architekten eine klassische Designaufgabe gestalteten, wobei die Entwürfe jedoch als Liebhaberobjekte präsentiert wurden.
Mendinis Konzeption richtet sich aber auch auf die Gegenwart mit ihren gewaltigen Umbrüchen: Die Ausstellung thematisiert allgemeine Designstrategien und Problemstellungen des heutigen Designs, so etwa Nachhaltigkeit, Energiebilanz, Wiederverwertung, neue Technologien und Produktionsprozesse. Auch Aspekte der kulturellen Dynamik zwischen Ost und West und die veränderte Ästhetik einer von raschen Wechseln geprägten globalisierten Welt werden aufgegriffen.

Die Arbeit in der Traumfabrik geht weiter...

Eine Ausstellung der Neuen Sammlung - The International Design Museum Munich in Kooperation mit Museo Alessi

Unterstützt durch das Istituto Italiano di Cultura, München

Ort:

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Pinakothek der Moderne

Kunstareal München

Barer Straße 40
D-80333 München

Telefon: ++49 (0)89 / 23805-360

Öffnungszeiten:
Täglich außer Montag 10 - 18 Uhr, Do 10 - 20 Uhr
Geschlossen:
Montags, Faschingsdienstag, Maifeiertag (1.5.), Heilig Abend (24.12.), 1. Weihnachtstag (25.12.), Silvester (31.12.)

Eintritt
9,50 | ermäßigt 6 Euro
Sonntagseintritt 1 Euro

Jahreskarte für die drei Pinakotheken, die Schack-Galerie sowie die Zweiggalerien der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen:
70 Euro | ermäßigt 40