zur Startseite

Museum Brandhorst

Meister der Gegenwartskunst - Die Sammlung Brandhorst

Mit dem Museum Brandhorst erfährt das Kunstareal einen bedeutenden Zugewinn. In Verbindung mit der Sammlung der Pinakothek der Moderne wird das facettenreiche Profil der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts eindrucksvoll erweitert.
Die Sammlung von Udo und Anette Brandhorst mit ihren bedeutenden Werkkomplexen ist seit Mai 2009 in dem faszinierenden, von Sauerbruch Hutton entworfenen Bau der Öffentlichkeit zugänglich. Architektur und Werke werden als prägende kulturelle Standortfaktoren eine weit reichende Ausstrahlung haben. Vor allem aber bieten die Gemälde, Skulpturen und Installationen ästhetische Erfahrungsmöglichkeiten von ungewöhnlicher Präsenz und Vielfalt wie kaum eine andere Sammlung privaten Ursprungs in Deutschland.

Udo und Anette Brandhorst interessierten sich von Anfang ihrer gemeinsamen Sammlertätigkeit an nicht nur für bildende Kunst sondern auch für Literatur. So galt ihre Aufmerksamkeit besonders der Zusammenarbeit von Malern und Dichtern. Das zeigt sich eindrucksvoll in den 112 von Pablo Picasso illustrierten Büchern in Originalausgaben – bis auf wenige Ausnahmen das gesamte Oeuvre des Künstlers auf diesem Gebiet. Zeichnungen und Collagen von Kasimir Malewitsch, Kurt Schwitters, Joan Miró und anderen ergänzen diesen Komplex.

Bald folgte eine stärkere Hinwendung zur zeitgenössischen Kunst. Werkgruppen von Künstlern der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts sowie von internationalen Vertretern aktueller Kunst bilden einen umfassenden Schwerpunkt. Mit mehr als 60 Werken Cy Twomblys – Gemälden, Skulpturen und Zeichnungen – bietet die Sammlung Brandhorst wie keine andere einen Überblick über die künstlerische Entwicklung dieses ungewöhnlichen Künstlers und ist somit die bedeutendste außerhalb der USA, vergleichbar nur derjenigen in Houston/Texas. Auch der wegweisende amerikanische Protagonist der Pop Art, Andy Warhol, ist mit einer in Europa wohl einzigartigen Fülle an Werken aus allen Schaffensphasen vertreten. Joseph Beuys, Mario Merz, Jannis Kounellis, Sigmar Polke, Georg Baselitz, Gerhard Richter, Bruce Nauman, Damien Hirst, Jean-Michel Basquiat und Mike Kelley markieren innerhalb der Sammlung Brandhorst weitere wichtige Positionen in der Entwicklung der Moderne.
Die Sammlung Brandhorst umfasst heute über 700 Werke.

Kontakt

Museum Brandhorst
Theresienstraße 35a
D-80333 München

Telefon: +49 (0)89-23805-2286
E-Mail: info@museum-brandhorst.de

 

Öffnungszeiten:
Täglich außer MO 10.00 - 18.00
DO 10.00 - 20.00
Ausstellung

Alex Katz

Do, 6.12.2018 | Eröffnung

Do, 6.12.2018 - Mo, 1.4.2019 | Sonderausstellung

Alex Katz (*1927, Brooklyn, New York) gilt als einer der Wegbereiter der Pop Art. Sein 70 Jahre umspannendes OEuvre ist ganz dem Moment, dem Hier und Jetzt verschrieben. Wiederholt greift er Themen aus seinem unmittelbaren Umfeld auf: Porträts von Familie und Freunden, Szenen sozialer Interaktion, sowie Landschafts- und Architekturausschnitte. Sein Gespür für narrative Details und malerisch sensitive Oberflächen setzt er in ein Spannungsverhältnis mit der Formensprache von Film, Mode und Werbung. Die Ausstellung bietet – ausgehend von den umfangreichen Werkbeständen in der Sammlung Brandhorst – einen Einblick in das reiche Schaffen des 91-jährigen Malers.
Ausstellung

JUTTA KOETHER "TOUR DE MADAME"

Fr, 18.5.2018 - So, 21.10.2018 | Sonderausstellung

Kaum eine Künstlerin hat die kulturelle Landschaft seit den 1980er-Jahren so nachhaltig geprägt wie Jutta Koether (*1958). Die Überblicksausstellung „Tour de Madame“ zeichnet mit über 150 Werken ihr künstlerisches Schaffen chronologisch nach: Angefangen bei den frühen, neo-expressionistischen Gemälden, über die signalhaft roten Bilder der späten 1980er-Jahre, die großformatigen und vor Energie sprühenden Bilderserien der 1990er-Jahre, die schwarzen Gemälde und Materialcollagen der frühen 2000er-Jahre, bis hin zu ihrer überraschenden Auseinandersetzung mit der Tradition des Historienbildes seit 2009. In einer spezifisch für die Ausstellung entworfenen 12-teiligen Bildserie wird Koether – in Anspielung auf den Lepanto-Zyklus von Cy Twombly – ihre eigene „Schlacht“ mit der Kunstgeschichte thematisieren. Die Zusammenführung mit vielen bisher noch nie präsentierten Werken erlaubt es, ihr Œuvre in seiner historischen Bedeutung zu erfassen: als groß angelegten Versuch, eine alternative „Gegen-Geschichte“ zum modernistischen, männlich dominierten Kanon zu entwerfen.

Gefördert durch die KULTURSTIFTUNG DES BUNDES und PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne e. V.
Ausstellung

Pop Pictures People

Fr, 30.6.2017 - Sa, 30.6.2018 | Sonderausstellung

Andy Warhol (1928-1987) ist zurück im Museum Brandhorst. Parallel zu den Einzelausstellungen von Kerstin Brätsch und Seth Price sind in den Kabinetten im Untergeschoss die Warhol-Highlights der Sammlung Brandhorst zu sehen. Die Ausstellung eröffnet vertiefende Einblicke in das Erbe der Pop-Art-Ikone. Die Gegenüberstellungen von Werken Andy Warhols mit Zeitgenossen und Nachfolgern wie Alex Katz (*1927), Louise Lawler (*1947), Keith Haring (1958-1990), Cady Noland (*1956) oder Jeff Koons (1955) zeigen die Relevanz und das Nachwirken seines Œuvres. Die wortwörtliche Oberflächlichkeit der Starkult-Bildwelten, die exzentrischen Identitätsbilder der LGBT-Community in Warhols „Factory“, aber auch die Gewalt von und in medial verbreiteten Bildern waren seit den frühen 1960er-Jahren Themen in Andy Warhols Arbeiten. Die Präsentation umfasst rund 60 Werke Warhols von den 1960er- bis 1980er-Jahren, sowie Neuerwerbungen der Sammlung Brandhorst, die, wie Elaine Sturtevants berühmte Kopie nach Warhol „Warhol Black Marilyn“ (2004), noch nie im Museum gezeigt wurden.
Ausstellung

Cy Twombly: In the studio

Di, 31.5.2016 - So, 26.8.2018 | Sonderausstellung

Mit einer Neupräsentation meldet sich Cy Twombly im Obergeschoss des Museums Brandhorst zurück. Und zwar mit einer retrospektiven Auswahl von Gemälden, Skulpturen, Zeichnungen und Fotografien aus den frühen 1950er-Jahren bis hin zu einem Bild aus Twomblys allerletzter Werkserie, die er 2011 kurz vor seinem Tod fertiggestellt hat. Mit mehr als 200 Werken – von denen die Hälfte nun zu sehen sein wird – aus unterschiedlichen Schaffensperioden verfügt die Sammlung Brandhorst über die bedeutendsten Bestände des Künstlers in Europa.

Twombly hat dem jeweiligen Ort, an dem seine Werke entstanden sind, Zeit seines Lebens eine zentrale Bedeutung beigemessen. Insbesondere in seinen Fotografien spielt Twombly vielfach auf den Arbeitsprozess und die besondere Atmosphäre bei der Entstehung seiner Bilder und Skulpturen an. In seinen Interieurs gelingt es Twombly, seine Wohnräume zu poetischen Orten der Imagination zu steigern, in denen sich Natur und Kultur, Banalität und verfeinerter Geschmack begegnen. Paradigmatisch wurden deshalb die Fotografien den monumentalen Rosen gegenübergestellt, die Cy Twombly eigens für den zentralen Saal im Obergeschoß des Museums gestaltet hat. Sie reflektieren den Kontext seiner Entstehung: intime Szenen aus Twomblys Atelier, Zitronen aus seinem Garten, Strandaufnahmen, knallig-bunte Aufnahmen von Süßwaren und poetischen Blumenarrangements. Sie alle vermögen das weite Spektrum von Twomblys Rosendarstellungen zu veranschaulichen.

Erstmals seit der Eröffnung sind alle 18 Skulpturen der Sammlung Brandhorst ausgestellt. Es handelt sich dabei um Zusammenstellungen alltäglicher Gegenständen, die er seinem unmittelbaren Lebensumfeld entnommen hat: ein Besenstil, ein Lineal, Reste von Wein- und Olivenölfässern, eine Johnnie Walker-Whisky Holzkiste. Ausgehend von diesen „niederen“ Materialien lässt Twombly ein ganzes Panorama an Traditionen und Stationen der Kunstgeschichte Revue passieren. Es tauchen Anklänge an archaische Kuroi und antike Inschriften auf, an ägyptische und persische Monumente, an afrikanische Fetischobjekte, an neoklassizistische Figuren, bis hin zu Referenzen auf moderne Kunstströmungen wie Dadaismus und Arte Povera.

Neuerwerbung
Erstmals wird auch eine Neuerwerbung von Cy Twombly für den Besucher zu entdecken sein. Es handelt sich um das Werk „Untitled (Camino Real)“, 2011. Cy Twombly hinterließ 2011 eine Serie von Bildern in seinem Atelier bei Gaeta. Rote, gelbe und orangene Schleifen ziehen sich über den hellgrünen Grund und bilden leuchtende Farbakkorde. Während des Malprozesses hat Twombly die breiten Pinsel an lange Stöcke gebunden. Angesichts der Dynamik in den ausladenden Schwüngen könnte man fast den Eindruck gewinnen, Twombly habe mit seiner „Stock-Technik“ seinem alternden Körper einen erweiterten Aktionsradius geben wollen.

Der 1928 in Lexington, Virginia, geborene Cy Twombly ist einer der einflussreichsten Künstler der Gegenwart. Ausgehend vom Abstrakten Expressionismus entwickelte er einen eigenwilligen gestischen Stil mit schriftartigen, „linkischen“ Zeichen, die er auf großformatigen Leinwänden ins Monumentale steigert. Kein anderer Künstler des 20. Jahrhunderts hat sich dabei so bedingungslos auf den „Nullpunkt“ der modernen Kunst eingelassen wie Twombly. Schreibübungen von Kindern, gedankenverlorenes Gekritzel und Graffitis auf Hauswänden dienen ihm als zeitgenössische Ausgangspunkte, um den Erfahrungsgehalt mythischer Erzählungen zu aktualisieren und einen Bogen zu den großen Themen der mediterranen Kulturgeschichte zu spannen. In seinen letzten Lebensjahren hat Twombly ein beeindruckendes Spätwerk geschaffen, das an malerischem Reichtum an die späten Schaffensjahre von William Turner und Claude Monet erinnert.

Cy Twombly und München
Zeit seines Lebens war Twombly mit dem kulturellen Leben Münchens eng verbunden. Bereits in den 1960er-Jahren setzt seine Beziehung zu München mit der Freundschaft zu Lothar Schirmer ein, der in seinem Verlag Schirmer/Mosel zahlreiche Kataloge, Monographien und Werkverzeichnisse des Künstlers betreuen sollte. Seit den 1970er Jahren stellte Twombly regelmäßig in München aus: bereits 1973 präsentierte das Lenbachhaus seine Arbeiten in musealen Kontext, gefolgt von Galerieausstellungen bei Heiner Friedrich, Schellmann und Klüser, Helmut Klewan, Lothar Schirmer sowie Die Präsentationen des Lepanto-Zyklus (2002) und seiner Skulpturen (2006) in der Alten Pinakothek fanden große Beachtung. Mit der Eröffnung des Museums Brandhorst ist die Präsenz von Cy Twombly im lichtdurchfluteten Obergeschoß ein fester Bestandteil des Münchner Kulturlebens.

Die Ausstellung wird gefördert durch PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne e.V.
Ausstellungen / Museum Museum fünf Kontinente München München, Maximilianstraße 42
Ausstellungen / Museum Haus der Kunst München München, Prinzregentenstraße 1
Ausstellungen / Museum Neue Pinakothek München München, Barer Straße 27, Eingang: Theresienstraße
Ausstellungen / Museum Alte Pinakothek München München, Barer Straße 27
Ausstellungen / Museum Sammlung Schack München München, Prinzregentenstraße 9
Ausstellungen / Museum Museum Brandhorst München München, Theresienstraße 35a
Ausstellungen / Museum Staatl. Münzsammlung München München, Residenzstraße 1 (Eingang Kapellenhof)
Ausstellungen / Museum Münchner Stadtmuseum München, St.-Jakobs-Platz 1
Ausstellungen / Museum Antike am Königsplatz München München, Königsplatz
Ausstellungen / Museum Maximilianmuseum Augsburg Augsburg, Philippine-Welser-Str. 24
Ausstellungen / Museum Museum f. Abgüsse klass. Bildwerke München, Katharina-von-Bora-Straße 10
Ausstellungen / Ausstellung Alpines Museum des Deutschen Alpenvereins München, Praterinsel 5
Ausstellungen / Ausstellung Bayerische Volkssternwarte Muenchen e.V. Muenchen, Rosenheimerstrasse 145 h
Sternwarte Planetarium
Ausstellungen / Ausstellung Oberhausmuseum Passau Passau, Oberhaus 125
Ausstellungen / Ausstellung Valentin-Karlstadt-Musäum München, Tal 50
Ausstellungen / Ausstellung Oberpfälzer Freilandmuseum Nabburg, Neusath 200
Neusath-Perschen
Ausstellungen / Ausstellung Kunst-Pavillon am Alten Botanischen Garten München, Sophienstr. 7 a
Ausstellungen / Ausstellung galerie biedermann München, Maximilianstr. 25
Ausstellungen / Ausstellung ZKMax München, Passage Maximilianstrasse/Altstadtring
Cooperation ZKM Karlsruhe und Kulturreferat München
Ausstellungen / Ausstellung Galerie lichtpunkt münchen, amalienstrasse 9
Ausstellungen / Ausstellung Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke München, Meiserstr. 10
Ausstellungen / Ausstellung Jörg Heitsch Galerie D-München, Reichenbachstr. 14
KUNSTNETZWERK
Ausstellungen / Ausstellung Das Berta-Hummel-Museum im Hummelhaus Massing, Berta-Hummel-Straße 2
Ausstellungen / Ausstellung galerie privée München, Steinheiltr. 6
Ausstellungen / Ausstellung Museo dell´Anima München, Mariannen Platz 2
Banca dei Valori spirituali Dr. Renée Fabbiocchi
Ausstellungen / Ausstellung Haus der Fotografie Burghausen, Burg 1
Dr. Robert-Gerlich-Museum
Ausstellungen / Ausstellung Staatliche Münzsammlung München München, Residenzstraße 1
Museum für Geldgeschichte
Ausstellungen / Ausstellung Sammlung Goetz München, Oberföhringer Str. 103
Ausstellungen / Ausstellung Internationales Keramik-Museum Weiden, Luitpoldstraße 25
Zweigmuseum der Neuen Sammlung München
Ausstellungen / Ausstellung Lothringer13 Halle München, Lothringer Str. 13
Ausstellungen / Ausstellung Alpines Museum München, Praterinsel 5
des Deutschen Alpenvereins
Ausstellungen / Ausstellung MaxWeberSixFriedrich München, Amalienstrasse 45