Museum Fünf Kontinente München

Das 1862 gegründete Museum Fünf Kontinente in München, ehemals Staatliches Museum für Völkerkunde, ist das älteste Museum seiner Art in Deutschland. Es verfügt heute über 160.000 Ethnographica und Kunstwerke außereuropäischer Völker, 135.000 fotografische Dokumente und eine über 100.000 Bücher umfassende Fachbibliothek. Ausgehend von den eigenen Sammlungen zeigt das Haus Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Kulturen aus Afrika, Amerika, Asien, Australien, dem Orient, der Südsee und Europa auf. Das Museum steht für Weltoffenheit, kulturellen Dialog und Respekt vor den Menschen aus der ganzen Welt. In unseren ständigen Ausstellungen, in themenbezogenen Sonderausstellungen und Veranstaltungen laden wir Sie ein, die Einzigartigkeit und Vielfalt von Kulturen und der sie prägenden Menschen zu entdecken.

Lassen Sie sich in der Münchner Maximilianstraße in unbekannte Welten entführen und entdecken Sie im Museum Fünf Kontinente die Verbindungslinien zwischen außereuropäischen und unseren eigenen Kulturen.

In unserem Zweigmuseum im Residenzschloss Oettingen i. Bay. zeigen wir in wechselnden Ausstellungen Exponate aus den reichen Sammlungen des Münchner Hauses.

Sonderausstellungen

Töchter der Steppe – Söhne des Windes
Gold und Silber der Turkmenen

Fr, 24.4.2015 - So, 31.1.2016

Schönheit, Farbe, Kostbarkeit und Formenvielfalt fallen dem Betrachter turkmenischen Schmucks sofort ins Auge. Der Glanz des Silbers, das warme Leuchten des Goldes und das Rot der Karneole vereinigen sich in diesen Kunstgebilden zu einzigartiger Harmonie. Seit Jahrzehnten werden deshalb die Schmuckstücke turkmenischer Frauen und die Pretiosen ihrer Männer wegen der ganz besonderen Ästhetik, Symbolik, Magie und materiellen Qualität weltweit von Sammlern geschätzt.

Ebenso faszinierend wirken die Textilien der Turkmenen, die als Nomaden und Oasenbauern im Nordosten des Iran, in Turkmenistan und im Nordwesten Afghanistans leben. Ihre Kunst steht in natürlichem Kontrast zu den warmen Erdfarben der heimatlichen Steppen- und Wüstengebiete, zum satten Grün der Oasen und Waldregionen. Die prächtige Kleidung der Frauen, Teppiche und Zelttaschen leuchten in Lebenskraft ausstrahlendem Rot auf.

Unsere Sonderausstellung lädt die Besucher zu einer Entdeckungsreise in die Welt vor allem der iranischen Turkmenen und deren traditioneller Lebensweise ein. Dabei wird klar, dass die turkmenische Gesellschaft es durchaus versteht, mit neuen Techniken umzugehen und sie zu integrieren. Ihre reiche, mehr als vier Jahrtausende alte Kultur weiß sie dabei zu bewahren.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht eine begehbare originale Jurte mit voller Einrichtung. Schon ein Blick hinein und erst recht ein längerer Aufenthalt in ihr vermitteln ein Gefühl für den Lebensablauf ihrer Bewohner. So spürt man viel von der Behaglichkeit und Geborgenheit, die eine solche traditionelle Behausung auf ihre Bewohner und Gäste ausstrahlt.

Die präsentierten Kostbarkeiten aus Gold und Silber wurden von Ursula und Kurt Rossmanith gesammelt und dem Museum Fünf Kontinente in Form einer großzügigen Schenkung übereignet. Dafür danken wir dem Sammlerpaar von Herzen.

Öffnungszeiten:
Di bis So 9.30 bis 17.30 Uhr

Eintritt 6 €, ermäßigt 5 €, 3 € für Freundeskreismitglieder

Zur Ausstellung erscheint ein Begleitband (24,80 €)

Myanmar

Von Pagoden, Longyis und Nat-Geistern

Fr, 19.9.2014 - So, 27.9.2015 | verlängert

Bis 27. September 2015 – verlängert wegen des großen Erfolges!

Im Jahr 1911 reiste Lucian Scherman, Direktor des Münchner Völkerkundemuseums, zusammen mit seiner Frau Christine nach Burma, dem heutigen Myanmar. Die beiden legten eine weltweit einzigartige ethnographische Sammlung an, zu der mehr als 2300 Objekte, 1200 Fotografien, ausführliche Reisetagebücher und Tonaufnahmen zählen. Die schönsten und kostbarsten Stücke der Sammlung sind nun erstmals in einer herausragenden Präsentation zu sehen. Begleiten Sie uns auf den Spuren des Forscherpaares durch eines der faszinierendsten Länder Asiens: Sie begegnen den verschiedensten Volksgruppen und deren Lebensweise, gewinnen Einblicke in den myanmarischen Alltag, tauchen ein in religiöse Feste und staunen über einmalige Kunstwerke. Die Reise führt durch vielfältige Landschaften und eröffnet Ihnen den Zugang zu weitgehend Unbekanntem: Ob am lnle-See, Chindwin-Fluss oder in den weiten Bergregionen im Westen und Osten Myanmars – nur wenige Schritte entführen Sie in andere Welten.

Ausgangspunkt der „Reise“ ist ein Marktplatz, wie überall in der Welt auch in Myanmar Treffpunkt für Menschen aus nah und fern, Umschlagplatz für Handelswaren aller Art und Nachrichtenbörse.
Bewegten sich Schermanns seinerzeit noch „auf staubigen Straßen zu goldenen Pagoden“, so gelangen Sie sauberen Fußes zu den Höhepunkten der Ausstellung. Dazu zählt ein Marionettentheater, dessen Figuren nun nach hundert Jahren zu neuem Leben erweckt wurden.

Auch die neuesten Veränderungen des „Goldenen Landes" werden aufgezeigt und Sie können Zeuge der rasanten Entwicklungen Myanmars in den letzten Jahren werden. Wie verträgt sich eine schnellere, von wirtschaftlichen Zielsetzungen geprägte Lebensart mit der Spiritualität des Buddhismus in seiner speziell myanmarischen Ausformung? Wie lebendig ist der Glaube an die uralten Nat-Geister im neuen „Tigerstaat am Ayeyawady“? Sind die Naga immer noch ein „von Natur kampflustiges Volk“, wie es Christine und Lucian Scherman in ihrem Reisebericht in der Sprache ihrer Zeit ausdrückten?

Inspirierende Entdeckungen erwarten Sie im Ausstellungsbereich, der der zeitgenössischen Kunstszene Myanmars gewidmet ist. Werke von Künstlerinnen und Künstlern wie Nann Nann, Khin Zaw Latt, Zaw Win Pe oder Htein Lin belegen eindrucksvoll, wie fruchtbar der Boden des alten Burma, aber auch die politische Vergangenheit und Gegenwart des Landes für die Kunst des neuen Myanmar sind. Das spannende Begleitprogramm der Ausstellung rundet die Präsentation der Sammlung Scherman ab und bringt Ihnen Myanmar auf einzigartige Weise nahe.

Kommen Sie mit uns auf eine atemberaubende Reise!
Wir freuen uns auf Sie.

Zur Ausstellung erscheint ein Begleitband (€ 24,80), ISBN 978-3-422-07267-1, im Deutschen Kunstverlag München.

Museum Fünf Kontinente

Maximilianstraße 42
D 80538 München

Telefon: +49 (0)89-2101 36 100
Fax: +49 (0)89-2101 36 247
E-Mail: kontakt@mfk-weltoffen.de

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