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Verein Literaturfest Salzburg

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Programm 2012

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Autoren 2012

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© Lukas Beck

Friedrich Achleitner

Geboren 1930 in Schalchen, Oberösterreich, Mitglied der legendären Wiener Gruppe, lebt als Schriftsteller und Chronist der modernen Architektur in Wien, bis 1998 Professor an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Für seine Arbeit als Architekturkritiker und Autor erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Preis der Stadt Wien für Literatur (2007), Schelling-Preis für Architekturtheorie (2008), Paul-Watzlawick-Ehrenring (2011). Friedrich Achleitners scharfzüngige Gstanzln, Schnaderhüpfln, Litaneien und Gedichte sind nun erstmals in dem Band iwahaubbd (2011) versammelt. „In der Spannung zwischen Aggression und Resignation“ seiner Innviertler Dialektgedichte „triumphiert die Ironie“ (Erich Klein, Falter).

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© Florian Schneider

Christoph W. Bauer

Geboren 1968 in Kärnten, aufgewachsen in Lienz und Kirchberg, lebt derzeit als Autor von Lyrik, Prosa, Essay, Hörspiel und Übersetzer in Innsbruck. Für seine Werke erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Reinhard-Priessnitz-Preis (2001), Preis des Kärntner Schriftstellerverbands (2010). In seinen 37 Gedichten des Bandes mein lieben mein hassen mein mittendrin du (2011) lässt er ein lyrisches Ich alle Phasen einer bezaubernd schönen und traurigen Liebe erleben und spannt dabei den Bogen von Catulls Poesie bis zu zeitgenössischem Punk. „Es lohnt, Christoph W. Bauers schöne Hymnen auf ein zeitloses Thema zu lesen.“ (Mirko Bonné, FAZ)
www.cewebe.com

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© Markus Tedeskino

Josef Bierbichler

Geboren 1948 am Starnberger See, wo er auch heute lebt, zählt zu den bedeutendsten Schauspielern seiner Generation und ist seit Anfang der 1970er-Jahre auf allen großen Bühnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz präsent. Für den Film arbeitete er u.a. mit Regisseuren wie Werner Herzog, Herbert Achternbusch, Tom Tykwer, Wolfgang Murnberger (Der Knochenmann) und Michael Haneke (Das weiße Band). In seinem autobiographischen Roman Mittelreich (2011) erzählt Josef Bierbichler ebenso präzise wie poetisch von einer Seewirtschaft in Bayern, bizarren Gästen und einer Familie über drei Generationen – ein beeindruckendes Epos über hundert Jahre Deutschland.

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Nina Bußmann

Geboren 1980 in Frankfurt am Main, studierte Komparatistik und Philosophie in Berlin und Warschau, derzeit ist sie Stipendiatin im Herrenhaus Edenkoben. Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien, für einen Auszug aus dem Debütroman Große Ferien (2012) erhielt sie den 3sat-Preis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 2011 – „ein Kammerspiel der Moral, radikal wie David Lynch“ (Jury-Begründung). In ihrem Roman Große Ferien zieht uns Nina Bußmann hinein in das Innenleben eines Physiklehrers, der nichts begreift und alles auf eine Karte setzt. Doch was ist wirklich vorgefallen zwischen dem Lehrer Schramm und einem Schüler?

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© Yvonne Böhler

Arno Camenisch

Geboren 1978 in Tavanasa in Graubünden, schreibt auf Deutsch und Romanisch (Sursilvan) Gedichte, Prosa und für die Bühne. Er studierte am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel, wo er auch lebt. Mitglied des Spoken-Word-Ensembles „Bern ist überall“. Nach Sez Ner (2009) und Hinter dem Bahnhof (2010) vollendet Arno Camenisch mit seinem Buch Ustrinkata (2012) seine Graubündner Trilogie. Es ist der letzte Abend in der Beiz „Helvezia“, der Alkohol fließt – es geht alles zu Ende, aber so lange einer noch erzählt, ist das letzte Glas nicht ausgetrunken. „Ein abgrundkomisches Werk über Tod und Untergang.“ (BZ)
www.arnocamenisch.ch

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© Heinrich Detering

Heinrich Detering

Geboren 1959 in Neumünster, lehrt seit 2005 als Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Göttingen, seit 2011 ist er Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Er ist Autor literaturwissenschaftlicher Studien, literarischer Essays, Übersetzer und Lyriker. Für seine Arbeiten erhielt er zahlreiche Preise, zuletzt Leibniz-Preis (2009), Werner-Heisenberg-Medaille (2011) und Andersen-Preis (2012). In seinem jüngsten Gedichtband Wrist (2009) erkundet Heinrich Detering Metropolen, entlegene Landschaften und ihre Geschichte. Formbewusst und leichtfüßig balancieren die Gedichte zwischen romantischer Sehnsucht und Spielwitz.
www.heinrichdetering.de

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Foto © Dietl/Welter/Pusch

Erhard Dietl

Geboren 1953 in Regensburg, studierte an der Akademie für das Graphische Gewerbe und an der Akademie der Bildenden Künste in München, wo er als Autor, Illustrator und Liedermacher lebt. Er zeichnete für diverse Kinderzeitschriften, ist Autor von mehr als 100 Kinderbüchern, die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden, und hat viele Kinderbücher, u.a. von Christine Nöstlinger, illustriert. Berühmt geworden ist er als Erfinder der Olchi-Familie, die auf einer Müllkippe in Schmuddelfing lebt und über deren ungewöhnliches Leben es zahlreiche Bände gibt, die Kinder beeindrucken. Schließlich sind die Olchis ja ganz anders als Menschen. Ihre Nasen sind viel größer und ihre Haut viel grüner, sie müssen nicht zur Arbeit und nicht zur Schule und singen gerne.

www.erhard-dietl.de

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© Marko Dinic

Marko Dinic

Geboren 1988 in Wien, von da an unstetes Leben pendelnd zwischen Beograd, Stuttgart, München, Salzburg und Berlin, seit 2008 Studium der Germanistik, ab 2012 der Jüdischen Kulturgeschichte in Salzburg. Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften, z.B. in SALZ. Seit 2009 Veranstalter zahlreicher Lesungen in Zusammenarbeit mit der Literaturplattforum „Junge Literatur in Salzburg“ an verschiedenen Locations, sein erster Gedichtband namen:pfade erschien im Frühjahr 2012. Marko Dinics Gedichte zeichnen sich „durch einen von der Neugier der Liebe und Bombeneinschlägen in das Gesicht und die Seele geprägten Charakter“ aus (Armin Eidherr).

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Foto © Oskar Dohle

Oskar Dohle

Geboren 1968 in Linz, ist Historiker und absolvierte eine Ausbildung zum Master of Advanced Studies, seit 2010 Leiter des Salzburger Landesarchivs. Zahlreiche Publikationen zur NS-Geschichte, gemeinsam mit Peter Eigelsberger verfasste er das Buch Camp Marcus W. Orr. ‚Glasenbach‘ als Internierungslager nach 1945 (2009), das eine Geschichtslücke schließt. Im Lager „Glasenbach“, das sich im Süden Salzburgs nahe der Alpenstraße befand, waren unter US-Verwaltung zwischen 1945 und 1947 tausende österreichische Nationalsozialisten und Sympathisanten des NS-Regimes interniert. Oskar Dohle wird mit Ulrike Schmitzer über die historischen Hintergründe ihres Romans Die falsche Witwe ein Gespräch führen.

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© Philipp Wente

Fritz Eckenga

Geboren 1955 in Bochum, lebt als Kabarettist, Autor, Kolumnist und langjähriges Mitglied des Rocktheater-Ensembles „N8chtschicht“ in Dortmund, wenn er nicht unterwegs ist. Er tritt mit Soloprogrammen auf und veröffentlichte zahlreiche Bücher, zuletzt Fremdenverkehr mit Einheimischen (2010) und Alle Zeitfenster auf Kippe (2011). Für sein literarisch-satirisches Gesamtwerk wurde er 2011 mit dem Literaturpreis Ruhr ausgezeichnet, 2012 erhält er den Radio-Kabarett-Preis „Salzburger Stier“. Fritz Eckenga überzeugt in seinen grotesken Alltagsgeschichten und Gedichten mit seiner ganz besonderen Liebe zum Wort: „Ein Wort liebt das andere.“
www.eckenga.de

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© Sarah Eder

Sarah Eder

Geboren 1986 in Salzburg, studierte Linguistik auf der Universität Salzburg und jobbte nebenbei im Salzburger „DAS KINO“. Nach dem Studium reanimierte sie ihre unter Pflichtgefühl vergrabene Liebe zum Text und veröffentlichte schließlich im März 2011 ihren ersten Roman Herr Leben, die Rechnung bitte! Derzeit arbeitet sie als Redakteurin für eine Jugendplattform und an der Fortsetzung des Debüts mit dem Arbeitstitel Kleine Konjunktive. Sie findet, sie sei überall zuhause wo ihre Laufschuhe sind. Die Ich-Erzählerin in Sarah Eders Debüt arbeitet sich an ihren Liebesverwirrungen ab, ein oft behandeltes Thema. „Aber nicht so. Sie arbeitet sich an der Herz-Schmerz-Achse ab, als wär’s zum ersten Mal.“ (Reinhard Urbach, Die Presse)

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© Heinz Hehenberger

Erwin Einzinger

Geboren 1953 in Kirchdorf, Studium der Anglistik und Germanistik in Salzburg, arbeitete als Lehrer an einem Gymnasium in Kirchdorf, lebt als Schriftsteller und Übersetzer in Micheldorf. Erwin Einzinger erhielt für seine Prosa und Lyrik zahlreiche Preise, u.a. Landeskulturpreis Oberösterreich (2002) und H. C. Artmann Preis (2010). Er übersetzte Gedichte und Romane von Robert Creeley, John Ashbery, William Carpenter und James Schuyer ins Deutsche. Erwin Einzingers neuer Gedichtband Die virtuelle Forelle (2011) erfüllt die Erwartungen: „nichts groß Überraschendes, dafür eine Fülle kleiner Erstaunlichkeiten. Das Virtuelle hat Einzug in diese poetische Welt gehalten, in der sich Modernes und Althergebrachtes, Lebendiges und Abgebildetes die Hand geben.“ (Leo Federmair, Falter)
www.erwineinzinger.com

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Foto © Thomas Smetana

Barbara Frischmuth

Geboren 1941 in Altaussee, wo sie auch heute wieder als Schriftstellerin und Übersetzerin lebt und ihren Garten betreut. Von ihrem ersten Roman Das Verschwinden des Schattens in der Sonne bis zu ihrem neuen Roman Woher wir kommen (Herbst 2012) bestimmt das Thema der Vermittlung von Abendland und Orient, Christentum und Islam, ihr Werk. In ihrem Bestiarium Die Kuh, der Bock, seine Geiß und ihr Liebhaber erforscht Barbara Frischmuth die Spuren, die Tiere in Redensarten und Sprichwörtern hinterlassen haben. „In den Texten wimmelt es nur so von Bildungsunken, Busenschlangen, Krokodilstränen oder Pferdeärschen – jede Menge Doppelbödigkeiten, Fallstricke, Aberrationen und ein paar Gemeinplätze inklusive.“ (Falter)

www.barbarafrischmuth.at

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© Sven Paustian

Anna Katharina Hahn

Geboren 1970 in Ruit, studierte Germanistik, Anglistik und Volkskunde in Hamburg, war von 1996 bis 2001 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Deutschen Bibel-Archiv und in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg und lebt heute mit ihrer Familie in Stuttgart; für ihre Erzählungen und Romane erhielt sie zahlreiche Preise, u.a. Clemens-Brentano-Preis (2005), Heimito von Doderer-Literaturpreis (2010) und Roswitha-Preis (2010). In ihrem neuen Roman Am Schwarzen Berg erzählt sie kühl und präzise von verzweifelter Liebe in all ihren Spielarten und sozialen Veränderungen. „Der schwäbische Alb. Anna Katharina Hahn lässt die dunkle Seite der Romantik im heutigen Stuttgart auferstehen.“ (Ina Hartwig, SZ)

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© Thomas Böhm

Alois Hotschnig

Geboren 1959 in Kärnten, Studium der Medizin, Germanistik und Anglistik in Innsbruck, wo er als freier Autor lebt und Prosa, Gedichte, Theaterstücke und Hörspiele verfasst. Er erhielt u.a. den Anton-Wildgans-Preis (2009) und den ersten Gert Jonke-Preis (2011), sein Hörspiel Die kleineren Reisen wurde zum Hörspiel des Jahres 2011 gewählt. Zuletzt erschien sein Erzählband Im Sitzen läuft es sich besser davon (2009), im Mai 2012 wird eine Bühnenversion dieser Texte in Klagenfurt uraufgeführt. Schon der Titel spiegelt einen Grundzug seines Werkes wider: Komik und Absurdität, versehen mit einer Portion Groteske. „Kompakt kommen seine Stücke daher, minimal ist ihre Handlung, aber die ganze Welt gerät darin ins Rutschen“ (Andreas Breitenstein, Neue Zürcher Zeitung).
www.aloishotschnig.com

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Foto © Annette Pohnert

Michael Köhlmeier

Geboren 1949 in Hard am Bodensee, lebt als freier Schriftsteller in Hohenems (Vorarlberg) und Wien. Er erhielt zahlreiche Preise, u.a. Anton-Wildgans-Preis (1996), Österreichischer Würdigungspreis (2007), zuletzt erschienen die Erzählungen Mitten auf der Straße (2009) und der Roman Madalyn 2010. Michael Köhlmeier fesselt in zahlreichen Radiosendungen und Auftritten das Publikum mit seiner Kunst der freien Erzählung. In Salzburg wird er sein Buch Das Sonntagskind (2011) präsentieren, in dem er den Bogen spannt von ganz klassischen bis hin zu kaum bekannten Märchen und Sagen aus Österreich. Michael Köhlmeier gehört zu den großen Erzählern, die aus einer Geschichte immer noch eine andere erschaffen können.

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© Margret Kreidl

Margret Kreidl

Geboren 1964 in Salzburg, lebt als freie Schriftstellerin in Wien. Sie schreibt Theaterstücke, Hörspiele, Prosa, Gedichte. Für ihre Werke erhielt sie u.a. den Reinhard-Priessnitz-Preis (1994) und den Siemens-Förderpreis (2001). In ihrem Band Eine Schwalbe falten (2009) blättert sie ein Album der Träume, Albträume und Märchen auf, die wahr werden. Die Grenzen zwischen Prosa und Gedicht sind genauso fließend wie die Grenzen zwischen Kindheit und Erwachsensein, Gesuafen und Wachen. „Es geht, worum es uns allen geht; das Leben einzufangen, aber an einer langen Leine zu halten, damit es nicht erstickt. So ein Buch kann nur Margret Kreidl schreiben. Hut (oder Federn) ab.“ (Andrea Grill, literaturhaus.at)

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© Jürgen Bauer

Katja Lange-Müller

Geboren 1951 in Berlin, gelernte Schriftsetzerin, Studium am Literaturinstitut Johannes R. Becher/Leipzig, lebt als freie Schriftstellerin in Berlin, derzeit Stipendiatin der Villa Massimo in Rom. Für ihre Erzählungen, Romane, Theaterstücke und Hörspiele erhielt sie zahlreiche Preise, u.a. Ingeborg-Bachmann-Preis (1986), Wilhelm-Raabe-Literaturpreis (2008), Calwer Hermann-Hesse-Stipendium (2009), zuletzt erschien ihr Roman Böse Schafe (2007). Katja Lange-Müllers kunstvolle Erzählungen sind tragikomische Kabinettstücke der genauen Beobachtung von Menschen, Tieren und Pflanzen an den Rändern – eine von ihnen wird sie in Salzburg lesen.

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© Julian Simonlehner

Lukas Meschik

Geboren 1988 in Wien, wo er auch lebt. Er hat in der siebten Klasse die Schule hingeschmissen und beschlossen, nur mehr Musik („Filou“) zu machen und zu schreiben. Nach Jetzt die Sirenen (2009) und Anleitung zum Fest (2010) legt er mit 23 Jahren bereits seinen dritten Roman vor. In Luzidin oder die Stille (2012) wird auf 563 Seiten erzählt, was das Zeug hält, konzentriert und wild zugleich. Das Universum ist groß, dieser literarische Kosmos ist es auch. Die Wege seiner Figuren kreuzen einander in einem subtilen Spiel aus Einbildung und Wirklichkeit, Erde und All, Schlafen und Wachen. Das tosende Durcheinander ist „Prinzip dessen, was beobachtet wird und auch der Art, wie es von Meschik erzählt wird.“ (Bernhard Flieher, SN)

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© Peter-Andreas Hassiepen

Martin Mosebach

Geboren 1951 in Frankfurt, studierte Jura, lebt seit 1980 als Schriftsteller in Frankfurt, schreibt Romane, Essays, Aufsätze über Kunst und Literatur für Zeitungen, Zeitschriften und den Rundfunk, Hörspiele, Dramen, Libretti (u.a. für die Salzburger Festspiele) sowie Filmdrehbücher. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Georg-Büchner-Preis 2007. Zuletzt erschienen Was davor geschah (2010) und Als das Reisen noch geholfen hat. Von Büchern und Orten (2011). Martin Mosebach inszeniert in seinem neuen Roman Was davor geschah ein Spiel von Liebe und Zufall auf der Bühne des Frankfurter Gesellschaftstheaters – „der Gesellschaftsroman des frühen 21. Jahrhunderts.“ (Burkhard Müller, SZ)
www.martin-mosebach.de

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© Hans-Peter Traunig

Petra Nagenkögel

Geboren 1968 in Linz, Studium der Germanistik und Geschichte, lebt als Schriftstellerin und Leiterin eines Literaturvereins in Salzburg. Verwandlung ist das Prinzip, das den Anagrammgedichten zugrunde liegt, die in ihrem neuen Band da die bäume, die sprache, der schlaf (2011) versammelt sind. Das Gestalten von Anagrammen unterliegt festen Regeln – kein Buchstabe des Ausgangssatzes darf weggelassen, kein anderer hinzugefügt werden, und so verwandeln sich Textzeilen von Ingeborg Bachmann oder Peter Waterhouse zu eigenen Texten, die neue Perspektiven ergeben. „Schön und zwingend sind diese Anagramme, und einen guten, verhaltenen Witz (Traurigwitz) haben sie.“ (Zsuzsanna Gahse)

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© Simone Sassen

Cees Nooteboom

Geboren 1933 in Den Haag, lebt in Amsterdam und auf Menorca, sein umfangreiches Werk, das in viele Sprachen übersetzt ist, umfasst Reiseberichte, die weniger Reportagen als Betrachtungen sind, Erzählungen, Gedichte und zahlreiche Romane; für sein Werk erhielt er zahlreiche Preise, u.a. Österreichischer Staatspreis für europäische Literatur (2003), „VPRO Bob den Uyl Prijs“ (2011). In seinem Schiffstagebuch. Ein Buch von fernen Reisen mit Fotos von Simone Sassen (2011) begibt sich Cees Nooteboom wieder auf Reisen. Die Langsamkeit des Schiffs überträgt sich auf die Wahrnehmung des Reisenden und seine Aufzeichnungen, die uns an Orte führen, an die wir nie gelangen und die wir nie auf diese Weise sehen würden.

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© Jürgen Bauer

Kathrin Röggla

Geboren 1971 in Salzburg, lebt seit den 1990er Jahren in Berlin. Sie schreibt Prosa, Theaterstücke und entwickelt Radiostücke, für ihre literarischen Arbeiten wurde sie mehrfach ausgezeichnet, zuletzt erhielt sie 2010 den Nestroy für das beste Stück (worst case) und den Franz-Hessel-Preis, 2012 ist sie Stadtschreiberin von Mainz. Kathrin Röggla sieht in ihrer sprachkritischen und sprachspielerischen Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Entwicklungen und medialen Welten ein Potenzial des Widerstands. Zuletzt erschien publikumsberatung (2011, zusammen mit Leopold von Verschuer), in ihrem neuen, noch unveröffentlichten Text, aus dem sie lesen wird, geht es um das Auseinanderdriften sozialer Bindungen in unserer Gesellschaft.
www.kathrin-roeggla.de

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© Simon Ingold

Ilma Rakusa

Geboren 1946 in Rimavska Sobota (Slowakei), lebt als Schriftstellerin, Übersetzerin (vor allem aus mittelosteuropäischen Sprachen), Publizistin und Universitätslehrbeauftragte in Zürich. Für ihre Lyrik-, Erzähl- und Essaybände erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Adalbert von Chamisso-Preis (2003), Mitteleuropäischer Literaturpreis Vilenica (2005). Zuletzt erschien Mehr Meer. Erinnerungspassagen (2009), für das sie mit dem Schweizer Buchpreis 2009 ausgezeichnet wurde, und der Essayband Fremdvertrautes Gelände (2011). Die Kosmopolitin Ilma Rakusa liest aus einer unveröffentlichten Erzählung, in der sie ebenso lakonisch wie poetisch Beziehungen erkundet.
www.ilmarakusa.info

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© Sabine Lohmüller

Annika Reich

Geboren 1973 in München, studierte Philosophie und Ethnologie, arbeitet als Lehrbeauftragte an deutschen Universitäten und unterrichtet Kreatives Schreiben. Sie schreibt Essays, Erzählungen und fürs Radio. In ihrem zweiten Roman 34 Meter über dem Meer (2012) erzählt sie von einer Frau und einem Mann, die nicht unterschiedlicher sein könnten und die nur eines verbindet, der Wunsch nach einem anderen Leben. Über eine Annonce treffen sie aufeinander, tauschen ihre Wohnungen und entdecken ein neues Leben. Annika Reichs Roman ist „mit viel Witz geschrieben, manchmal fast schrullig, eigensinnig und immer ein bisschen melancholisch.“ (Christine Westermann, WDR 2)
www.annikareich.net

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© Ute Rinck

Monika Rinck

Geboren 1969 in Zweibrücken, studierte Religionswissenschaft, Geschichte und Vergleichende Literaturwissenschaft, lebt als Autorin in Berlin, ist als Übersetzerin tätig, publiziert unter www.begriffsstudio.de und tritt gemeinsam mit Ann Cotten und Sabine Scho als „Rotten Kinck Schow“ auf. Für ihre literarischen Arbeiten wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u.a. Georg-K.-Glaser-Preis (2010) und Kunstpreis Berlin, Literatur (2012). Monika Rincks Honigprotokolle (2012) bilden ein Raster, das ihre Ordnung offenbart und in denen nichts dem Sprachzufall überlassen wird. Ihre Gedichte „funkeln vor lauter (vielleicht auch lauterem, wenn das eine notwendige kategorie ist) sprachwitz, bildersinn und purem denkvergnügen.“ (herbert j. wimmer, kolik)

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Foto © Elke Meusburger

Ulrike Schmitzer

Geboren 1967 in Salzburg, studierte Publizistik und Kunstgeschichte, lebt als freie Filmemacherin, Schriftstellerin und Redakteurin bei Ö1 in Wien; für ihre Rundfunkarbeiten wurde sie u.a. mit dem Radiopreis für Erwachsenenbildung/Eduard-Ploier-Preis 2005 und 2006 ausgezeichnet, zuletzt erschien der gemeinsam mit Elisabeth Nöstlinger herausgegebene Band Susan Sontag. Intellektuelle aus Leidenschaft (2007). Die Absolventin der Leondinger Akademie für Literatur (2008) publizierte ihre literarischen Texte in diversen Literaturzeitschriften; in ihrem Romandebüt Die falsche Witwe (2011) erzählt sie von einem Familiengedächtnis, in dem die Spuren des Nationalsozialismus getilgt wurden und zeigt, wie eine einzige Lüge alle anderen Lügen unbedeutend werden lassen kann.

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© Heribert Corn

Franz Schuh

Geboren 1947, Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie, lebt und arbeitet in Wien; er erhielt für sein Werk zahlreiche Preise, u.a. 2011 den Österreichischen Kunstpreis für Literatur. Zuletzt erschienen Memoiren. Ein Interview gegen mich selbst (2008) und Der Krückenkaktus. Erinnerungen an die Liebe, die Kunst und den Tod (2011). Franz Schuhs neues Buch ist eine große Liebeserklärung an die Literatur, unabhängig von Moden und Genres stehen darin Erzählungen neben Essays und Gedichten, die der Frage des moralischen Urteilens und der Frage, was „gut“ ist, nachgehen. „Ein Glanzstück erzählerischer Dynamik. Ein Buch voll aufregender intellektueller Unruhe.“ (Klaus Zeyringer, Der Standard)

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© Jürgen Bauer

Arnold Stadler

Geboren 1954 in Meßkirch, studierte katholische Theologie in München, Rom und Freiburg, anschließend Literaturwissenschaft in Freiburg, Bonn und Köln, lebt seit 2000 in Sallahn/Wendland und in seinem Elternhaus in Rast über Meßkirch. Für sein umfangreiches Werk wurde er mehrfach ausgezeichnet, u.a. Georg-Büchner-Preis (1999), Kleist-Preis (2009), Johann-Peter-Hebel-Preis (2010). In seinem neuen Buch New York machen wir das nächste Mal erzählt er verträumte und traurige Geschichten aus dem Zweistromland der schwäbischen Provinz: „Es war einmal ein Traum, aber aus New York wurde nichts. Man blieb erst einmal hier. Was aber bleibt, ist der Traum.“

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Foto © Lukas Beck

Michael Stavarič

Geboren 1972 in Brno, 1979 Emigration nach Wien, wo er Bohemistik und Publizistik studierte. Seither als Autor, Übersetzer und Herausgeber tätig. Zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Österreichischer Staatspreis für Kinder- und Jugendliteratur 2012, Adelbert-von-Chamisso-Preis 2012. Zuletzt erschienen der Roman Brenntage (2011) und Nadelstreif & Tintenzisch. Ein Bestiarium, zusammen mit Deborah Sengl (2011). In Salzburg wird er aus seinem einzigartigen Bestiarium mehr oder weniger fiktiver Tiere lesen und in einer Lesung für Kinder seine Kinderbücher Gaggalagu (2006), Biebu (2008) und Hier gibt es Löwen (2011) vorstellen, in denen er von den Klippen menschlicher und tierischer Kommunikation berichtet.

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© Otto Saxinger

Christian Steinbacher

Geboren 1960 in Ried im Innkreis, lebt seit 1984 als Autor, Herausgeber und Kurator in Linz, schreibt Gedichte, Hörstücke, Essays und poetische Prosa, Zusammenarbeit mit anderen Künstlern, Mitglied der Künstlervereinigung MAERZ, Kurator des spartenübergreifende Poesie-Festivals „Für die Beweglichkeit“ in Linz, 2010 wurde er mit dem Literaturpreis Wartholz ausgezeichnet. In seinem Prosaband Untersteh dich! präsentiert er ein Gemenge aus Gedankensprüngen voller hintergründigem Witz und erzählt von der Poesie des Alltags und von Reisen in fantastische literarische Gefilde. „Christian Steinbacher ist ein Wortakrobat, wie man sich ihn schöner kaum vorstellen könnte.“ (Nico Bleutge, NZZ)

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Verein Literaturfest Salzburg

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Literatur+Sprache / Kulturveranstaltung Literaturhaus Salzburg Salzburg, Strubergasse 23
Ereignisse / Festspiele Salzburger Festspiele 17.7. bis 30.8.2026
Ereignisse / Festspiele Mozartwoche Salzburg 21. bis 31.1.2027
Ereignisse / Festival Salzkammergut Festwochen Gmunden Region Gmunden
Ereignisse / Festival Musiksommer St. Leonhard 16.7. bis 27.8.2026
Literatur+Sprache / Festival Literaturfest Salzburg Salzburg, Hubert-Sattler-Gasse 1
Literatur+Sprache / Festival Rauriser Literaturtage Rauris, Kirchweg 3
Literatur+Sprache / Lesung Blinden- und Sehbehindertenverband Salzburg
Di 16.6.2026, 18:00 Uhr
Literatur+Sprache / Lesung Blinden- und Sehbehindertenverband Salzburg
Di 16.6.2026, 18:00 Uhr
Literatur+Sprache / Vortrag Ecowin Verlag Salzburg, Lessingstraße 6
Literatur+Sprache / Lesung Salzburger Literaturforum Leselampe Salzburg, Strubergasse 23

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