MUSEUM RIETBERG

Das Museum Rietberg Zürich ist das einzige Kunstmuseum für aussereuropäische Kulturen in der Schweiz und besitzt eine international renommierte Sammlung mit Werken aus Asien, Afrika, Ameri-ka und Ozeanien. Mit der Präsentation von Kunstwerken will das Museum nicht nur die faszinieren-de Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen bewusst machen, sondern auch Verständnis und Inte-resse für fremde Kulturen, Weltanschauungen und Religionen wecken. Darüber hinaus finden die eindrücklich inszenierten Sonderausstellungen weltweit grosse Beachtung.Geniessen sie das einzigartige Zusammenspiel von alt und neu nach einem Spaziergang durch den lauschigen Rieter Park mit Sicht auf Stadt und Alpen: Die historischen Villen erzählen ihre Geschich-te – Richard Wagner schrieb Tristan und Isolde hier – während der neue grüne Glaspavillon, der Smaragd, als Eingang zum modernen unterirdischen Erweiterungstrakt fungiert.

AUSSTELLUNGEN & VERANSTALTUNGEN

Falken, Katzen, Krokodile.
Tiere im Alten Ägypten

Do, 24.6.2010 - So, 14.11.2010

Aus dem Metropolitan Museum of Art, New York und dem Ägyptischen Museum, Kairo

Im Alten Ägypten waren Tiere von grosser Bedeutung: Ihre Eleganz und Schönheit wurden bewundert, ihre Kraft zugleich gefürchtet, vor allem aber wurden sie verehrt. Denn viele Tiere galten als Träger göttlicher Kräfte. So manifestierten sich beispielsweise die Gottheiten Horus im Falken, Bastet in der Katze und Sobek im Krokodil.

Die Ausstellung präsentiert eine Tierwelt, wie sie zur damaligen Zeit in den Weiten der Wüste, im Wasser des Nils oder im fruchtbaren Schwemmland Ägyptens anzutreffen war.

Rund 100 Tierdarstellungen aus dem Metropolitan Museum of Art, New York, und dem Ägyptischen Museum, Kairo – entstanden in einem Zeitraum von 4000 Jahren – sind nun zu bestaunen: Atemberaubend sind die Qualität und Raffinesse ihrer Herstellung.

Mit Unterstützung von Andermatt Swiss Alps

Ort:

Novartis Saal

Bhutan.
Heilige Kunst aus dem Himalaya

So, 4.7.2010 - So, 17.10.2010

In dem kleinen Königreich Bhutan am Rande des Himalayas sind die alten Traditionen bis heute lebendig geblieben. Noch immer prägt der Buddhismus das kulturelle, politische und religiöse Leben. In den zahlreichen Tempeln und Klöstern Bhutans werden Figuren und Bilder als heilige Objekte verehrt. Nur in bestimmten Ritualen werden sie hervor genommen, um ihre spirituelle Aura zu entfalten und die Gläubigen auf den Weg zur Erleuchtung zu führen. Über 100 dieser eindrucksvollen buddhistischen Kunstwerke werden hiermit erstmals einem grösseren Publikum präsentiert und sind nach Honolulu, San Francisco und Paris nun auch in Zürich zu sehen.

Die Ausstellung wurde organisiert vom Honolulu Academy of Arts und dem Department of Culture, Ministry of Home and Cultural Affairs of the Royal Government of Bhutan.

Mit Unterstützung von Novartis

Ort:

Werner Abegg Saal

Göttliche Verführung.
Krishna in der indischen Malerei

Di, 4.5.2010 - So, 28.11.2010

"Radha und Krishna biegen vom Pfad zu einem verschatteten Baum ab, und am Ufer der Yamuna werden ihre geheimen Liebesspiele gefeiert."

So beginnt das Lied vom Kuhhirten Krishna aus dem 12. Jahrhundert (Gitagovinda). Krishna agiert hier als verführerischer Gott, dessen sexuelle Leidenschaft in der Verschmelzung der beiden Protagonisten gipfelt. Folgt man aber der Spur, die Krishna durch die epische und religiöse Literatur zieht, so wird deutlich, dass er in früheren Texten hauptsächlich als verantwortungsvoll handelnder Herrscher und gegen das Böse kämpfender Prinz charakterisiert wird. Erst im Rahmen der Bhakti-Literatur, die eine liebende verehrende Zuwendung zum Göttlichen propagiert, stehen der blauhäutige Krishna und seine Gespielin Radha als Symbol für die religiöse Erfahrung.

Es sind gerade die subtil erotische Lyrik und die Episoden in den Epen, welche die nordindischen Künstler fasziniert und zu Bilderserien über den Werdegang Krishnas inspiriert haben: Seine göttliche Herabkunft, Jugendjahre, seine Heldentaten im Kampf gegen das Böse und schelmischen Streiche mit den Kuhhirtinnen werden in den Malereien und gravierten Palmblättern ebenso illustriert wie Krishna als grosszügiger, Wunsch erfüllender Herrscher. Die einfühlsamen Bilderserien zum Gitagovinda aus der Pahari-Region zählen dabei zum Schönsten, was die indische Malerei zu bieten hat.

Katalog
Zu den 21 in der Ausstellung gezeigten Illustrationen aus einem vollständig erhaltenen Palmblattmanuskript aus dem östlichen Indien erscheint folgender Katalog:
Eberhard Fischer und Dinanath Pathy.
Gitagovinda: Ein illustriertes Palmblattmanuskript aus Orissa, Indien im Museum Rietberg Zürich. Das grosse Sanskrit-Liebesgedicht von Jayadeva in der Übersetzung von Friedrich Rückert.
Zürich: Verlag Museum Rietberg, 2010.
Lieferbar ab Mai 2010.

Ort:

Park-Villa Rieter

SAMMLUNG

Die Sammlung – unser Juwel

Das Museum Rietberg Zürich ist das einzige Kunstmuseum für aussereuropäische Kulturen in der Schweiz und besitzt eine international renommierte Sammlung mit Werken aus Asien, Afrika, Amerika und Ozeanien. Mit der Präsentation von Kunstwerken will das Museum nicht nur die faszinierende Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen bewusst machen, sondern auch Verständnis und Interesse für fremde Kulturen, Weltanschauungen und Religionen wecken.

Die dem Museum von Eduard von der Heydt geschenkten Kunstwerke bilden den Grundstock der Sammlung. Durch langjährige, freundschaftlich gepflegte Kontakte mit namhaften Mäzeninnen und Mäzenen, Sammlerinnen und Sammlern, aber auch mit Hilfe von Stiftungen und Sponsoren aus der Wirtschaft konnte das Museum Rietberg im Laufe der Jahre seine Bestände mit weiteren Sammlungen und Einzelobjekten von internationaler Bedeutung erweitern.

Museum Rietberg

Gablerstrasse 15
CH-8002 Zürich

Telefon: + 41 (0)44 206 31 31
Fax: + 41 (0)44 206 31 32
E-Mail: museum.rietberg@zuerich.ch

Infoline + 41 44 206 31 00

Öffnungszeiten
Museum und Café
Dienstag bis Sonntag 10 – 17 Uhr
Mittwoch und Donnerstag 10 – 20 Uhr
Montag geschlossen
Feiertage:
Das Museum ist montags sowie am 24. und 31. Dezember geschlossen.
An allen anderen (Feier)Tagen gelten die regulären Öffnungszeiten.
Ausnahmen: Zusätzlich Ostermontag und Pfingstmontag: offen von 10 – 17 Uhr.

Eintritt
Erwachsene CHF 16
Jugendliche bis 16 Jahre gratis

Öffentliche Führungen (deutsch) So 11 | Mi 18 | Do 12.15
Private Führungen (deutsch) | Guided tours in English or French + 41 44 206 31 31/11

Anreise
Tram 7 Richtung Wollishofen bis Haltestelle «Museum Rietberg» (4 Haltestellen vom Paradeplatz). Keine Parkplätze; Behinderten-Parkplatz vorhanden