KUNST HAUS WIEN / MUSEUM HUNDERTWASSER

Schon von weitem fällt das KUNST HAUS WIEN durch seine innovative und künstlerische Gestaltung auf. Es ist das einzige von Friedensreich Hundertwasser gestaltete Gebäude in Wien, das an 365 Tagen im Jahr für BesucherInnen geöffnet ist.

Das Museum und Ausstellungshaus, von Hundertwasser gegründet und KUNST HAUS WIEN benannt, zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Mit hochkarätigen internationalen Ausstellungen zeitgenössischer Kunst mit Fokus auf das Medium Fotografie hat es sich als Fixpunkt innerhalb der Wiener Kulturszene etabliert.

Für BesucherInnen aus aller Welt steht das im KUNST HAUS WIEN verankerte Museum Hundertwasser als größte permanente Präsentation der Werke des österreichischen Künstlers und Visionärs im Mittelpunkt. Die Dauerausstellung bietet einen einzigartigen Querschnitt durch Hundertwassers Schaffen und wird von Jung und Alt gleichermaßen als einzigartiges Besuchserlebnis geschätzt, das vielfach im begrünten Garten seinen Ausklang findet.

Mit der Präsentation von KünsterInnen, die Hundertwassers Ideen zu Ökologie und Nachhaltigkeit aufgreifen und aus heutiger Sicht transdisziplinär reflektieren, ist das KUNST HAUS WIEN zudem als erstes „grünes Museum“ Plattform für global diskutierte Themen von höchster Aktualität.

AKTUELLE TERMINE

EDWARD BURTYNSKY
WASSER

„Was wir der Zukunft geben, sind die Entscheidungen, die wir heute treffen.“
Edward Burtynsky

Der kanadische Fotograf Edward Burtynsky (*1955) wurde mit atemberaubenden großformatigen Fotografien, die durch Menschenhand veränderte Landschaften, Industriegelände oder Ballungszentren dokumentieren, weltberühmt. Das KUNST HAUS WIEN widmet dem Künstler, der seine Begabung seit über 30 Jahren in den „Dienst der Kultur der Nachhaltigkeit“ stellt, nun eine erste umfassende Einzelausstellung in Österreich. Sie präsentiert Burtynskys aktuellen Werkzyklus zu einem Thema von globaler Relevanz: Wasser als wertvolle Ressource, als für unseren Körper und unseren Planeten täglich notwendiges Element und als Urquell des Lebens schlechthin.

Für seine Werkserie Wasser durchquerte Burtynsky fünf Kontinente, um ökologische Extremsituationen zu erkunden und Wasservorkommen sowie die Nutzung, Verteilung und Verschwendung von Wasser festzuhalten. Er wählte Orte, an denen das ökologische Gleichgewicht durch menschliche Eingriffe zerstört wurde, und zeigt auf, welche Gefahren in der fortwährenden Ausbeutung von Wasserressourcen liegen. So handeln seine Fotos beispielsweise von Flüssen wie dem Colorado oder dem Sacramento River, deren inzwischen ausgetrocknete Mündungen fantastische Spuren in der Landschaft hinterlassen und gleich abstrakten Bildern ein Spiel von Farben und Linien produzieren. Die meist aufwändig aus der Vogelperspektive fotografierten Aufnahmen erzählen auch von den Folgen des Nickelabbaus: Das Wasser der Flüsse ist verführerisch rot gefärbt, der ölgetränkte Sand schillert bunt, verdorrte Bäume verweisen auf das angereicherte Uran. Die Fotografien sind dank ihrer visuellen Abstraktion im Zusammenspiel mit perfekten Bildkompositionen von einer eigenartigen Ästhetik geprägt, die sie in Widerspruch zu den monumental-brutalen Bildinhalten poetisch verklärt erscheinen lässt.

Edward Burtynskys „Wasserbilder“ zeigen die kritischsten Punkte unseres Ökosystems auf – und können durchaus als Ermahnung verstanden werden, jene passive Haltung aufzugeben, durch die unsere Lebensbedingungen nachhaltig bedroht sind. Sein methodischer Ansatz, die Aufnahmen immer im Kontext der Geschichte und Beschaffenheit des jeweiligen Ortes und mit vielfältigen aktuellen Bezügen zu präsentieren (ob politische Vereinbarungen, gesellschaftliche Forderungen, geografische Voraussetzungen oder wissenschaftliche Daten), trägt dazu bei, die Tragweite des Problems erfahrbar zu machen. „Durch die Kunst kann der Mensch für die Folgen seines Handelns sensibilisiert werden“, so Burtynsky, „(…) weil wir durch die Kunst unser Bewusstsein erhöhen und unsere Geschichten entwickeln.“

Die Ausstellung wird von Enrica Viganò und Bettina Leidl kuratiert und wird in Kooperation mit ADMIRA, Milano realisiert.

Ein umfassendes Diskurs- und Rahmenprogramm ergänzt die Ausstellung mit Exkursen in naturwissenschaftliche und ökonomische Fragestellungen in Zusammenhang mit dem Thema Ressource Wasser.

Dauer:

Do, 23.3.2017 - So, 27.8.2017 | Sonderausstellung |

MUSEUM HUNDERTWASSER

Dauerausstellung

Das Museum Hundertwasser befindet sich im KUNST HAUS WIEN. Es wurde von Friedensreich Hundertwasser, einem der wichtigsten österreichischen Künstler des 20. Jahrhunderts, als Teil des KUNST HAUS WIEN gegründet. Das einzigartige Museum und Ausstellungshaus, unweit des Hundertwasserhauses, folgt den philosophischen und gestalterischen Grundsätzen des berühmten Ausnahmekünstlers.

Auf mehreren Ausstellungsebenen vereint das Museum Hundertwasser die wichtigsten Aspekte seines Schaffens und zeigt die weltweit größte Sammlung seines Oeuvres. Biografisch geordnet sind Schlüsselwerke seiner Malerei, Originalgraphiken, Tapisserien, Briefmarken, Fahnen, Architekturmodelle und Zeugnisse seines ökologischen Engagements zu sehen. Seltene Fotodokumente und Filme, etwa über die Geschichte seines Schiffes „Regentag“, runden den Museumsbesuch zu einem umfassenden Eindruck über Leben und Werk des Künstlers ab. Dem/der BesucherIn eröffnet sich in Wiens erstem „grünem Museum“ auch das visionäre ökologische Engagement von Friedensreich Hundertwasser – er experimentierte mit begrünten Dächern und setzte Bäume in die Fassaden.

KONTAKT

KUNST HAUS WIEN - Hundertwassermuseum

Untere Weißgerberstraße 13
A 1030 Wien

Telefon: +43-1-712 04 91
E-Mail: info@kunsthauswien.com

Öffnungszeiten:
täglich 10:00-18:00