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Weltmuseum Wien

Es geht um Menschen.

Wie so viele andere ethnographische Museen auf der Welt muss sich auch das Weltmuseum Wien mit seiner Vergangenheit auseinandersetzen, um seine Zukunft zu gestalten. Denn was man in unseren Sälen bestaunen kann, wurde im Laufe der letzten Jahrhunderte manchmal unter fragwürdigen Bedingungen zusammengetragen. Deshalb suchen wir den offenen Dialog, sind selbstkritisch und verstehen uns als Forum, in dem möglichst viele Stimmen Gehör finden sollen. Dabei immer im Fokus: unser Publikum.

Kontakt

Weltmuseum Wien
Heldenplatz
A-1010 Wien

Telefon: +43 1 534 30-5052
E-Mail: info@weltmuseumwien.at

 

Öffnungszeiten:
Täglich außer Mittwoch 10 bis 18 Uhr
Freitag 10 bis 21 Uhr

Eintritt:
Erwachsene: € 12, Kinder frei
Ausstellung

Verhüllt, enthüllt!

Das Kopftuch

Do, 18.10.2018 - Di, 26.2.2019

Ein mit unzähligen Bedeutungen aufgeladenes Stück Stoff erhitzt die Gemüter: das Kopftuch, mit dem sich traditionell-religiöse Musliminnen ihren Kopf, ihr Antlitz und mitunter den ganzen Körper bedecken. Doch das Gebot für Frauen, sich das Haupt zu verhüllen, ist seit Jahrhunderten Bestandteil der europäischen Kultur. Seine Geschichte reicht von den Anfängen des Christentums bis in unsere Zeit.
Ausstellung

Lisl Ponger

The Master Narrative

Auf Einladung des Weltmuseums Wien zeigt das MuKul, das (fiktive) Museum für fremde und vertraute Kulturen, eine Ausstellung der Künstlerin Lisl Ponger. Sechs großformatige, inszenierte Fotografien in Leuchtkästen sowie eine einen Museumstag lang dauernde 2-Kanal-Installation mit dem Titel The Master Narrative und Don Durito laden die BesucherInnen auf Entdeckungsreisen ein.

In Tahiti werden sie Zeugen einer Konferenz. Auf einer Gartenparty in einer tropischen, in der Säulenhalle des Weltmuseums Wien gelegenen Landschaft, unterhalten sich Christoph Kolumbus und Margaret Mead bei einem Glas Wein, während Franz Boas Kunststücke vorführt. Die Künstlerin selbst trifft Vorbereitungen, um als teilnehmende Beobachterin ihrer Arbeit nachzugehen, während Indian(er) Jones den roten Vorhang lüftet, um sein Museum zu präsentieren. Wie die Frau in Sigmund Freuds Arbeitszimmer hat auch er seine gesammelten außereuropäischen Objekte benannt und kategorisiert. Die Liste, tätowiert auf dem Unterarm einer Frau, zeigt die Genealogie weißer Inbesitznahme ferner Länder und gibt einen Hinweis auf die Installation.

„Für die von oben setzt sich der Kalender aus der Vergangenheit zusammen. Damit es dabei bleibt, wird er von den Mächtigen mit Statuen, Feiertagen, Museen, Huldigungen und Paraden ausgefüllt. Das alles dient dem Zweck, sie dort zu halten, wo sie schon geschehen ist und nicht geschehen wird“, sagt Don Durito, ein gut gekleideter, Pfeife rauchender Käfer aus dem lakandonischen Urwald, der Marcos, den Subcomandante der Zapatistischen Befreiungsarmee, zu seinem Schildknappen erkoren hat.

Statuen, Museen, berühmte Menschen und wichtige Jubiläen finden sich auch auf Briefmarken und Ersttagsbriefen wieder, jenen kleinen Kuverts, mit denen die Post unterschiedlicher Nationen zu verschiedenen Zeiten der Vergangenheit gedenkt und diese für die Zukunft verewigt.
Ausstellung

Sharing Stories

Dinge sprechen

Mi, 25.10.2017 - Do, 28.2.2019

Das Weltmuseum Wien hat seit 2015 über zwei Jahre lang zehn temporäre Stationen bespielt und unterschiedliche Menschen dazu eingeladen, einen jeweils für sie bedeutenden Gegenstand zu bringen und dessen Geschichte zu erzählen.

Die Ausstellung zeigt die gesamte Sammlung von 150 Ding-Geschichten. 20 davon werden von Tal Adler porträtiert: Einerseits als Photoporträts an ihrem „üblichen Aufenthaltsort“ (zu Hause auf der Ablage, in einer Schachtel unter dem Bett, in der Tasche, der Hand oder auf dem eigenen Kopf), andererseits in Form von Videointerviews mit ihren BesitzerInnen und mit anderen Leuten, die über die Gegenstände aus ihrer eigenen Perspektive sprechen.

Ausgehend von einem für das Projekt eigens entwickelten offenen Interviewformat entstanden 150 persönliche, reichhaltige und spannende Geschichten. Von einfachen Alltagsdingen, wie einem Schlüssel oder einer Halskette, bis zu besonderen oder seltenen Objekten, wie der Schachtel eines verlorenen Films oder einer handgemachten Maske. Die BesitzerInnen der Dinge teilten Geschichten von Liebe und Freundschaft, Verlust und Sehnsucht, Zugehörigkeit und Fremdheit, von Glaube, Leidenschaft, Reisen und Abenteuer, Migration, Assimilation, Terror und Hoffnung.

Während der gesamten Projektdauer wurden Photos der Gegenstände und die Zusammenfassung ihrer Geschichten regelmäßig auf die Homepage des Weltmuseums Wien hochgeladen, um ein für alle zugängliches Archiv aufzubauen. Nun, da das Archiv eröffnet ist, sind alle InteressentInnen erneut eingeladen, sich die Gegenstände anzusehen, die Geschichten zu lesen und die eigene Sichtweise auf die Objekte einzubringen.

Experience Thailand

Eine Fotoreise von CARE-Projekten in Thailand

Die Fotoschau zeigt ein Leben in Thailand abseits der touristischen Regionen und gibt einzigartige Einblicke in die CARE-Projektarbeit. Zu sehen sind die ausgewählten Arbeiten des Fotografen Alexander von Wiedenbeck im Weltmuseum Wien. Die Fotoreise Experience Thailand ist die Fortsetzung der schon seit einigen Jahren bestehenden erfolgreichen fotografischen Zusammenarbeit mit dem engagierten Künstler.

Die Bilder machen Geschichten von Zugehörigkeit und Fremdheit, Migration, Empowerment, Anpassung an veränderte Klimabedingungen und Hoffnung von thailändischen Minderheiten und Menschen aus Myanmar, die bereits vor vielen Jahren ihr Land verlassen mussten, sichtbar.
Die Arbeit von CARE Thailand zielt insbesondere auf die Stärkung von Frauen und Mädchen ab. Weitere Schwerpunkte umfassen Programme, die Kindern mit Migrationshintergrund den Zugang zu Bildung ermöglichen sowie Gesundheits- und Wirtschaftsförderungsprojekte.

Seit 150 Jahren bestehen zwischen Thailand und Österreich diplomatische Beziehungen. Ein Anlass für eine internationale Hilfsorganisation wie CARE, um auf die zivilgesellschaftliche und entwicklungspolitische Arbeit in einem bekannten Urlaubsland wie Thailand zu blicken.

Bildung und Schulbesuch sind nicht immer eine Selbstverständlichkeit. Für Kinder thailändischer Minderheiten und Menschen, die schon vor langer Zeit aus Myanmar geflüchtet sind, weil sie zu wenig zum Leben hatten, gibt es kaum die Möglichkeit eine Schule zu besuchen. Doch nur mit Bildung kann die nächste Generation der Spirale aus Ausbeutung und Ausgrenzung entkommen! CARE Thailand betreibt zwei Schulen, die sich genau dieser Kinder annehmen. CARE Österreich unterstützt die Schule in Samut Sakkhon südlich von Bangkok. Dort werden die Kinder in ihrer Muttersprache Burmesisch unterrichtet und lernen auch Thai, Englisch, Mathematik und vieles mehr.

Im Norden Thailands lebt die Minderheit der Karen. Die Menschen leben vor allem von der Landwirtschaft, die hier wie dort den klimawandelbedingten Veränderungen ausgeliefert ist. Zusätzliche Einkommensquellen müssen gefunden werden. Ein Beispiel ist die Produktion und Vermarktung von handgewebten Textilien. Oder wie mit zu viel und zu wenig Regen umgehen? Widerstandsfähige Dämme schützen die Dörfer und Felder, das Wasser wird aufgefangen und kontrolliert zu den Feldern geleitet. Der Anbau von Tee, Kaffee und Biogemüse in extra angelegten Gärten ist möglich, aber nicht verbreitet und muss erlernt werden.

Die CARE-Fotoschau ist zu den Öffnungszeiten des Weltmuseum Wien und ohne Eintrittskarte zugänglich. Sie finden Experience Thailand links durch die Säulenhalle, in den Nischen bei den Aufgängen zu den Räumlichkeiten des Museums.

Wenn Sie besonderen Gefallen an einem der Kunstwerke finden, können sie dieses auch erwerben. Durch den Kauf eines Kunstdrucks aus der Serie EXPERIENCE THAILAND unterstützen Sie CARE-Projekte in Thailand!
Ausstellungen / Museum Albertina Wien Wien, Albertinaplatz 1
Ausstellungen / Museum Kunsthistorisches Museum Wien Wien, Neue Burg
Ausstellungen / Museum Theatermuseum Wien Wien, Lobkowitzplatz 2
Ausstellungen / Museum Jüdisches Museum Wien Wien, Dorotheergasse 11
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Museum Hundertwasser
Wien, Untere Weißgerberstraße 13
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Ausstellungen / Galerie Oxymoron Wien, Burggasse 98
Ausstellungen / Museum mumok Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien Wien, Museumsplatz 1