Das Kunstmuseum Bern
Werke von Paul Klee, Pablo Picasso, Ferdinand Hodler und Meret Oppenheim haben das Kunstmuseum Bern zu einer Institution mit Weltruf gemacht. Die stets wachsende und sich wandelnde Sammlung besteht derzeit aus über 3'000 Gemälden und Skulpturen sowie rund
48'000 Handzeichnungen, Druckgrafiken, Fotografien, Videos und Filmen.
Die Wurzeln des Museums reichen bis zu den revolutionären Ideen des ausgehenden 18. Jahrhunderts zurück, die 1809 in Bern zur Gründung der Staatlichen Kunstsammlung und 1879 zur Eröffnung des ersten Museumsbaus geführt haben.
Das Kunstmuseum Bern ist das älteste Kunstmuseum der Schweiz mit einer permanenten Sammlung und beherbergt Werke aus acht Jahrhunderten.
Ausstellungen
Kunstmuseum Bern @ PROGR
Kotscha Reist "Echoes. Malerei"
Werke aus der Sammlung
Fr, 11.5.2012 - Sa, 30.6.2012


Anlässlich der Erscheinung von Kotscha Reists aktueller Monographie präsentiert das Kunst-museum Bern Werke des Berner Künstlers aus der eigenen Sammlung ergänzt mit weiteren Gemälden.
Das 2004 gemalte Freundinnen "Neid" und das vier Jahre später entstandene Night on earth 2 decken dabei die beiden Pole von Reists bildnerischem Schaffen ab, innerhalb derer sich seine Gemälde entwickeln. Auf der einen Seite steht das nach einer Fotografie gemalte viel-schichtige Bild zweier kleiner Mädchen, deren Haltung und Gesichtsausdruck eine Erzählung, die sich um Neidgefühle dreht, andeuten und auf der anderen Seite steht das pechschwarze nur von Lichtpunkten und Lichtschlieren durchbrochene Nachtbild, das eine Landschaft zur reinen Malerei umdeutet. In dichter Auseinandersetzung mit dem kulturellen Bildgedächtnis sowie der Erzählfähigkeit des Gemäldes schafft Kotscha Reist stets neue Bildfindungen zwischen Erinnerung und Poesie.
Biografie Kotscha Reist
Kotscha Reist (geb. 5.2.1963 in Bern) wächst in einem von Kunst und Architektur geprägten Milieu auf. Nach einer Fotografausbildung in Bern absolviert er ein Kunststudium an der Ger-rit Rietveld Academie in Amsterdam. Seit 1995 stellt er regelmässig im Raum Bern Den Haag Holland und Paris Frankreich aus. Neben seiner Malerei ist er seit 1997 Dozent an der Ecole Cantonale d’art du Valais in Sierre sowie an weiteren Fachhochschulen tätig. Reist wur-de ausserdem verschiedentlich ausgezeichnet. So erhielt er unter anderem 1994 ein Stipendium des holländischen Staates (Stichting Fonds voor Beeldende Kunsten, Vormgeving en Bouwkunst) sowie den Förderpreis der Aeschlimann-Corti-Stiftung. 1999 wird er mit dem Auslandstipendium des Kantons Bern für das Atelier in New York und 2010 mit dem Ausland-stipendium des Kantons Bern ausgezeichnet.
Kuratorin: Kathleen Bühler
Zarina Bhimji
Poetische Annäherung an die postkoloniale Geschichte
Fr, 1.6.2012 | Eröffnung


Fr, 1.6.2012 - So, 2.9.2012


Die Fotografin, Filmemacherin und Installationskünstlerin Zarina Bhimji setzt sich mit den schwierigen Themen Migration, Globalisierung und postkoloniale Geschichte auseinander.
In Zusammenarbeit mit der renommierten Whitechapel Gallery London präsentiert das Kunstmuseum Bern die erste Retrospektive der britischen Zarina Bhimji.
Die Künstlerin indischen Ursprungs – 1963 in Uganda als Tochter von indischen Eltern geboren und bis zu ihrer Vertreibung 1974 dort aufgewachsen – absolvierte ihre künstlerische Ausbildung in London, wurde bisher an verschiedene internationale Gruppenausstellungen eingeladen und war 2007 für den Turner Prize nominiert.
Bhimjis poetische Filme und Fotografien sind Spurensuchen, die auf historischen Recherchen basieren. Aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen verwebt die Künstlerin fiktive Erlebnisse mit der postkolonialen Geschichte ihrer Herkunftsländer und konstruiert daraus fragmentarische Erzählungen. Damit zeigt sie eine persönliche Sicht auf die postkoloniale Geschichte dreier Kontinente (Europa, Afrika, Asien) und auf die Komplexität kultureller, ethnischer und politischer Identität.
Neben Exponaten aus ihrem fotografischen und installativen Schaffen (u.a. Leihgaben des Victoria & Albert Museum in London) werden erstmals in der Schweiz ihre drei Filme Out Of Blue (2002), Waiting (2007) und der eigens für die Ausstellung produzierte neue Film Yellow Patch (2011) präsentiert.
Kuratorin: Kathleen Bühler
"... die Grenzen überfliegen"
Der Maler Hermann Hesse
Mi, 28.3.2012 - So, 12.8.2012


Zum 50. Todesjahr von Hermann Hesse präsentiert das Kunstmuseum Bern zusammen mit dem Museum Hermann Hesse Montagnola die erste Retrospektive zu Hesses malerischem Werk.
Das Kunstschaffen spielte in Hermann Hesses (2.7.1877 – 9.8.1962) Leben eine wichtige Rolle. Seine intensive und komplexe Bildsprache ist für das Verständnis von Hesses persönlicher Entwicklung, seines Kunst-verständnisses und seines literarischen Werkes aufschlussreich. Die für die Rezeption von Hermann Hesse wohl wegweisende Ausstellung würdigt umfassend Hesses Beitrag zur Kunst der Moderne.
1912, vor genau 100 Jahren, liess sich Hermann Hesse in Bern nieder. Das «Ougspurgergut» in der Schosshalde, der «Lohn» in Kehrsatz und das Schloss Bremgarten sind die Schauplätze, mit denen Hermann Hesse in Bern eng verbunden war und wo er Inspiration und Förderung fand. Hesses Berner Jahre von 1912 bis 1919 waren nicht nur im Hinblick auf sein literarisches Werk entscheidend. In dieser Zeit, in welcher er den Künstlerroman «Rosshalde» vollendete, begann auch seine bisher wenig bekannte Laufbahn als Maler, die ihren Höhepunkt in den 1920er- und 1930er-Jahren in Montagnola erreichte.
Die Ausstellung vergegenwärtigt alle Schaffensphasen, Themen, Gattungen und Stilrichtungen, in denen sich Hesse seit seinen ersten Malversuchen betätigt hat: die frühen Studien mit vielseitigen Bildinhalten, die grossformatigen Landschaftsaquarelle, die Gemälde, die detailreichen Feder-zeichnungen und die kleinformatigen Textillustrationen.
Kuratoren: Matthias Frehner (Kunstmuseum Bern), Valentine von Fellenberg (Kunstmuseum Bern), Regina Bucher (Museum Hermann Hesse, Montagnola)
Sean Scully. Grey Wolf - Retrospektive
Fr, 9.3.2012 - So, 24.6.2012


Das Kunstmuseum Bern zeigt im Frühling 2012 eine Retrospektive des irisch-amerikanischen Künstlers Sean Scully (*1945), einem der wichtigsten Vertreter der abstrakten Malerei.
Bereits im Alter von neun Jahren beschliesst Sean Scully Maler zu werden. Nach seiner Ausbildung als Drucker nimmt er Abendunterricht, um sich die Techniken der Malerei anzueignen. Er lernt die Kunst Mark Rothkos kennen, von der er sehr beeindruckt ist und beschliesst, sich definitiv der abstrakten Malerei zu widmen, auch wenn Konzeptkunst und die Neuen Medien Hochkonjunktur erleben. Nach einem Stipendien-aufenthalt in New York hat Scully seine erste Einzelausstellung in einer Galerie, die komplett ausverkauft wird. Seinen internationalen Durchbruch erfährt er in den Jahren 1984–1989. Scullys Werke sind heute in über 80 Museums-sammlungen weltweit vertreten.
Scully schafft ein verblüffendes Spektrum an atmosphärischer Malerei. Seine Werke zeigen Streifenmuster mit präzisen Linien und stark kontrastierenden Farben. Er legt Lagen verschiedener Farbtöne – insbesondere Braun-, Schwarz- und Rottöne – mit grobborstigen Pinseln übereinander, wobei die unteren Schichten unterschiedlich hervor schimmern. Es scheint, als ob die Farbflächen in Kommunikation miteinander und dem Betrachter treten.
Die Ausstellung ist die erste gross angelegte Retrospektive von Sean Scully in der deutschsprachigen Schweiz. Es ist eine Koproduktion mit dem renommierten Lentos Kunstmuseum Linz (zweite Ausstellungsstation), was einen Gesamtüberblick der wichtigsten Gemälde aus allen Schaffensphasen des Künstlers ermöglicht.
Kuratorenteam: Matthias Frehner, Annick Haldemann
Präsentation von Werken aus der Adolf Wölfli-Stiftung
Outsider-Art aus der Sammlung
So, 1.1.2012 - Mo, 31.12.2012


Die Adolf Wölfli-Stiftung wurde 1975 gegründet und von Elka Spoerri (1924-2002) aufgebaut. Die Stiftung verwaltet den Nachlass des „Schreibers, Dichters, Zeichners und Componist“ Adolf Wölfli (1864-1930) und geniesst seit ihrer Gründung 1975 Gastrecht im Kunstmuseum Bern.
Anfänglich in jeder Beziehung ein Aussenseiter, bildet das Werk von Adolf Wölfli heute einer der Höhepunkte des Kunstmuseums Bern. Umstritten, einzigartig und visionär, fordert es die Betrachterinnen und Betrachter immer wieder von Neuem heraus. Wölflis Werke werden heute weltweit gesammelt und ausgestellt, seine Texte erscheinen in unterschiedlichsten Publikationen und die Bewunderung für seine Vision ist mehr denn je international.
Im Kunstmuseum Bern sind das ganze Jahr hindurch Werke von Adolf Wölfli in wechselnden Präsentationen zu sehen.
Kunstmuseum Bern
Hodlerstr. 12
CH-3000 Bern
Telefon: +41 31 328 09 44
Fax: +41 31 328 09 55
E-Mail:
info@kunstmuseumbern.ch
Öffnungszeiten:
Dienstag 10 - 21h
Mittwoch bis Sonntag 10 - 17h
Montag geschlossen
Eintrittspreise:
Sammlung CHF 7.--
Reduziert CHF 5.--
Ausstellungen bis CHF 18.--
Führungen:
Öffentliche Führungen
Anmeldung nicht erfoderlich, Ausstellungseintritt genügt
Private Führungen
Telefon +41 31 328 09 11 | Fax +41 31 328 09 10 |
vermittlung@kunstmuseumbern.ch
Dauer ca. 1 Stunde
Preis CHF 150.- (plus Eintritte, ab 10 Teilnehmern reduzierter Eintritt)
Führungen für Schulklassen
Telefon +41 31 328 09 11 | Fax +41 31 328 09 10 |
vermittlung@kunstmuseumbern.ch
Dauer ca. 1 Stunde
Preis CHF 110.- (Eintritte gratis)
Automatische Programmauskunft:
Telefon +41 31 328 09 66