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MUSEUM FÜR SEPULKRALKULTUR

Wie gingen die Menschen früher mit Sterben und Tod um, und welchen Stellenwert haben Sterben und Tod heute in einer säkularisierten Gesellschaft?
Trotz medialer Präsenz ist die unmittelbare Erfahrung des Einzelnen im Umgang mit Sterben und Tod selten geworden, das Erlebnis des Todes ist marginalisiert.

Erst der Tod eines nahen Angehörigen, eine lebensbedrohende Krankheit eines Freundes oder des eigenen Kindes stellen die eigenen Einstellungen zu Leid und Tod neu in Frage. Auf unzählige Fragen gibt es keine verbindlichen Antworten.

Die hier oftmals einsetzende Hilf- und Orientierungslosigkeit ist aber nicht nur ein Problem des Einzelnen, sondern ein Problem der Gesellschaft. Waren in früheren Zeiten Begräbnis- und Trauerrituale fester religiöser Bestandteil einer Gesellschaft, so ist heute durch den Wegfall tradierter Konventionen eine Lücke entstanden. Neue Möglichkeiten und Ausdrucksfromen werden gesucht und erprobt.

Der Bereich Sterben und Tod ist der intimste, privateste von allen. Das Museum möchte diese Intimität erhalten, ohne den Fragen rund um die letzten Dinge auszuweichen.

In dem Spannungsbogen von Vergangenem, Gegenwärtigem und Zukünftigem will es mit seiner Dauerausstellung, wechselnden Sonderausstellungen und einem vielfältigen Veranstaltungs-Programm anregen, sich wieder mit Sterben und Tod auseinanderzusetzen, daß der Tod wieder "lebendiger" wird und seinen Platz im Alltag zurückgewinnt.

Kontakt

MUSEUM FÜR SEPULKRALKULTUR
Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V.
Weinbergstraße 25-27
D-34117 Kassel

Telefon: +49 (0) 561 918 93-0
Fax: +49 (0) 561 918 93-10
E-Mail: info@sepulkralmuseum.de

 

Öffnungszeiten
Dienstag – Sonntag 10–17 Uhr
Mittwoch 10–20 Uhr
Montag geschlossen!
Ausstellung

ZIRKELSCH(L)USS

Dieter Huber, Herlinde Koelbl und Jens Umbach

Fr, 25.5.2018, 18:00 | Eröffnung

Sa, 26.5.2018 - So, 16.9.2018 | Sonderausstellung

Gewalt und Krieg sind Formen der Auseinandersetzung, die menschliche Zivilisationen seit ihren Anfängen begleiten. In Form von Aggression und Expansion oder Verteidigung und Aufrüstung bestimmen sie einen großen Teil politischer Gestaltungsmöglichkeiten. Wie kann ich mich schützen? Was darf ich präventiv tun, um mich zu verteidigen? Wie verhindere ich, dass mein Schutzbedürfnis andere bedroht und sie zur Aufrüstung drängt? Individuen und Nationen müssen sich diesen Fragen permanent und unter wechselnden Vorzeichen stellen. Kann verhindert werden, dass die Logik der Gewalt zum Teufelskreis wird? Ein Wort, ein Schlag, ein Schuss können ihn auslösen, und ein Prozess kommt in Gang, der sich meist als Zirkelschluss herausstellt: Mein Feind ist böse, und weil er böse ist, ist er der Feind.

Die Ausstellung „ZIRKELSCH(L)USS“ zeigt künstlerische Auseinandersetzungen mit den Folgen eines Denkens in diesen Kategorien. Herlinde Koelbl hat in ihrer umfassenden Arbeit „TARGETS“ dokumentiert, worauf Soldaten schießen, wenn sie das Töten lernen. Zielvorstellungen und Abbilder des Feindes werden zu einer Einheit, die dem Gegner ein Gesicht geben. Wie oft muss man auf das Abbild des Feindes geschossen haben, um ihn im Kriegsfall treffen zu können?

Dieter Huber zeigt in seiner Serie „#STRIKE“ ästhetische Fotografien von Einschusslöchern, von kriegsauslösenden Treffern bis hin zu Testschüssen, die anziehend und abstoßend zugleich wirken. In ihrer formalen Ästhetik sind sie gleichzeitig Ausdruck roher Gewalt.

In seiner ebenfalls präsentierten Serie „#SURVEILLANCE“ reflektiert Huber mit den Mitteln computergenerierter Bilder über die Ausbeutung des menschlichen Sicherheitsbedürfnisses. Er thematisiert das Spannungsfeld von Freiheit und Sicherheit sowohl auf einer individuellen als auch auf einer gesellschaftlichen Ebene.

Die Fotoserie „THE AFGHANS“ von Jens Umbach entstand in der Nachfolge des Projektes „AFGHANISTAN“, das 2014 im Museum für Sepulkralkultur präsentiert wurde. Die 42 großformatigen Porträts zeigten Soldatinnen und Soldaten vor ihrer Entsendung nach Afghanistan, während des Vorbereitungstrainings, dann in Masar-e Sharif und später nach ihrer Rückkehr in Deutschland. Bei seinem zweiten Aufenthalt in Afghanistan konzentrierte sich Umbach auf die Menschen, die in unmittelbarer Nähe zum Camp Marmal, in Nachbarschaft zu den deutschen Truppen lebten. Wie zuvor die Streitkräfte der Bundeswehr fotografierte er auch die afghanische Bevölkerung vor neutralem, weißem Hintergrund. Dadurch isoliert er die Porträtierten von dem sie umgebenden Geschehen. So distanziert Umbachs fotografische Position auf den ersten Blick wirken mag: In ihr zeigt sich das gleiche Mitgefühl und derselbe Respekt, mit dem sich auch die Ausstellung dem Thema von Gewalt und Krieg stellen möchte.
Ausstellung

Alles klar? Glas und Tod

Von transparenten Dingen und transzendenten Vorstellungen

Fr, 23.2.2018 - So, 13.5.2018 | Sonderausstellung

Glas gehört zweifelsfrei zu den faszinierendsten Werkstoffen. Dies liegt an seiner Beschaffenheit und einer sich daraus ergebenden grundlegenden Optik. Glas wirkt filigran und besitzt dadurch eine besondere Ästhetik. Es ist einerseits sehr hart, andererseits leicht zerbrechlich. Zudem kann Glas transparent, aber auch opak sein. Aufgrund all dieser Eigenschaften hat dieses Material eine vielschichtige kulturelle Bedeutung erlangt.

Das Museum für Sepulkralkultur nimmt die dem Glas innewohnende Faszination zum Anlass, jenem Werkstoff innerhalb der eigenen Sammlung nachzuspüren und ausgewählte Stücke im Rahmen einer Sonderschau zu präsentieren. So kennt die Bestattungskultur zahlreiche Artefakte, bei denen Glas eine Rolle spielt, nicht zuletzt weil sich hier die ihm zugesprochene Symbolik von Transzendenz und Jenseitigkeit eindrücklich vermittelt.

Gezeigt werden sowohl historische als auch zeitgenössische Sach- und Gebrauchsgegenstände, darunter das Themenfeld ‚Glaube und Liturgie‘ repräsentierende Gefäße, z.B. für die sog. „Letzte Ölung“ (Krankensalbung) oder etwa Reliquienaccessoires. Indem sie aus oder unter Verwendung von Glas gestaltet sind, zeugen sie von einer besonderen ideellen Wertigkeit, welche die über sie transportierten Botschaften zusätzlich unterstreichen.
Ferner sind Sammlungsstücke zu sehen, die den rituellen Umgang mit dem Leichnam betreffen. Hierzu zählen die häufig mit Glaselementen verzierten Totenkronen; diese waren für ledig Verstorbene bestimmt, um deren Hochzeit im Tode – ihre Himmlische Hochzeit – zu vollziehen und sichtbar zu besiegeln.

Aber auch dem praktischen Umgang mit dem Leichnam sind verschiedene Ausstellungsstücke, darunter außergewöhnliche Glasurnen, gewidmet. Des Weiteren zu sehen: ein amerikanischer Sarg – ein casket – mit Sichtscheibe.
Sein augenfälligstes, mitunter makaberstes Beispiel findet dieser Aspekt aber wohl in einer mobilen Einbalsamierungsgarnitur aus der Zeit um 1840, zu der eine Box voller Glasaugen gehört.

Weitere Highlights der Ausstellung bilden spezielle der Trauer und dem Gedenken geschuldete Schmuckstücke, außerdem Zimmerdenkmale, wie sie von Haarbildern, Kranzkästen oder auch Erinnerungskristallen repräsentiert werden. Deren Glasbestandteile setzen nicht nur die Assoziation von der Kostbarkeit des Lebens frei, sondern gleichsam dessen ‚Zerbrechlichkeit‘ bzw. Vergänglichkeit.
Damit einher gehen ‚gläserne‘ Grabzeichen oder auch eine knapp 150 Jahre alte Leichenkutsche mit geschnitzter Bockdecke und einem mit prächtigen Motiv-Glasscheiben geschlossenen Wagenkasten.
Ausstellung

Erinnerte Gegenwart

Dokumente und Installationen zu Theresienstadt

Do, 25.1.2018 - So, 13.5.2018 | Sonderausstellung

Eine Ausstellung der Künstlerin Marlies Poss anlässlich des Gedenktages an die Opfer des Nationalsozialismus‘ am 27. Januar 2018

Die Münchner Künstlerin Marlies Poss wurde 1944 geboren. Großmutter und Mutter waren zu diesem Zeitpunkt als jüdische Frauen untergetaucht, ihre Großtante Berthie Philipp war von Hamburg aus in das KZ Theresienstadt verschleppt worden. So ist in der Biographie der Künstlerin eine persönliche Spur gelegt zu einem bewegenden Thema: Vergessenes jüdisches Leben erinnern und heutiges Bewusstsein wecken, lebendiges Vergegenwärtigen. Marlies Poss kombiniert für die Ausstellung Dokumente ihrer Großtante und anderer Holocaust-Überlebender mit eigenen Installationen. Sie schuf zarte Werke aus zerbrechlichen, vergänglichen Materialien, die den kindlichen Eindruck und den Schrecken vor dieser Familiengeschichte spürbar machen.

Marlies Poss ist anwesend.
Ausstellung

Dauerausstellung

Der Tod hat eine enorme mediale Präsenz. Im Umgang mit dem Tod zeigt sich bei vielen Menschen allerdings eine große Unsicherheit. Der Grund: die unmittelbare Konfrontation mit Sterben und Tod ist im Vergleich zu früheren Zeiten relativ selten geworden.

Die Folge ist einerseits, dass manche Begräbnis- und Trauerrituale an Verbindlichkeit verloren haben, andererseits ist ein zunehmendes Bedürfnis nach neuen Möglichkeiten und Ausdrucksformen zu erkennen.

Dieser Spannungsbogen von Vergangenem, Gegenwärtigem und Zukünftigem bildet den inhaltlichen Schwerpunkt der Dauerausstellung, die aus zwei Abteilungen besteht: 1. Sterben, Tod, Bestattung und 2. Friedhof und Grabmal.

Die Dauerausstellung setzt sich aus Exponaten der Bereiche Volkskunst, Handwerkskunst und Kunsthandwerk zusammen. Des Weiteren gibt es Exponate aus der zeitgenössischen Kunst und dem Produktdesign. Die Dauerausstellung befasst sich überwiegend mit der Sepulkralkultur im deutschsprachigen Raum und spiegelt damit den Sammlungsschwerpunkt des Museums wider.

Seit Frühjahr 2014 wurde die Dauerausstellung um den Bereich Religionen und ihre Bestattungsriten in Deutschland erweitert, da das Thema Beisetzung von Migranten auf deutschen Friedhöfen in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat.
Vortrag

Gedenkveranstaltung zur Befreiung des KZ Theresienstadt

Im Rahmen der Ausstellung „Erinnerte Gegenwart“. Dokumente und Arbeiten zu Theresienstadt von Künstlerin Marlies Poss

Am 8. Mai 1945 rollte um 21.00 Uhr der erste russische Panzer durch das KZ Theresienstadt. Das Sammel- und Durchgangslager, das die Nazis euphemistisch als „jüdisches Altersghetto“ bezeichneten, war endlich befreit. Das schnelle Vorrücken der Roten Armee rettete auch Berthie Phillip das Leben. Russische Soldaten stoppten den Zug, mit dem Berthie Philipp nach Auschwitz deportiert werden sollte.

Berthie Philipp musste in Theresienstadt als Kinderkrankenschwester arbeiten. Sie betreute erkrankte Kinder, bevor diese weiter in die Vernichtungslager transportiert wurden. Von den 15.000 Kindern, die das KZ Theresienstadt durchliefen, überlebten nur 150. Berthie Philipp verfasste Aufzeichnungen und Listen, die sie kurz nach dem Krieg im Roman „Die Todgeweihten“ verarbeitete.

18:00 Uhr Beginn der Veranstaltung

Begrüßung: Dr. Dirk Pörschmann, Direktor Museum für Sepulkralkultur
Grußwort: Ilana Katz, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Kassel

„Die Stadt ‚als ob‘“ Vortrag von Elena Padva, Leiterin des Sara Nussbaum
Zentrum für jüdisches Leben Kassel, über das Kulturleben in Theresienstadt

Petra Nagel liest aus dem Buch von Berthie Philipp „Die Todgeweihten“

Der Jugendchor des Staatstheaters unter der Leitung von Maria Radzikhovskij interpretiert Gedichte und Trostlieder von Ilse Weber, die die Lyrikerin auf der Kinderkrankenstation in Theresienstadt geschrieben hat.

Der Eintritt ist frei!
Fest

Internationaler Museumstag

Am 13. Mai 2017 ist Internationaler Museumstag! Unter dem Motto "Netzwerk Museum: Neue Wege, neue Besucher" feiern die Museen in ganz Deutschland den Aktionstag und bieten ein vielfältiges Programm.

Sonderführungen

10.15 Uhr
Alles klar? Glas und Tod.
Von transparenten Dingen und transzendenten Vorstellungen
Kustodin Ulrike Neurath

11.00 Uhr
Raum für den Abschied durch Bewegung
Ideen für außergewöhnliche Grabzeichen
Landschafts- und Freiraumplanerin Dagmar Kuhle
Treffpunkt: Kastanie vor dem Museum für Sepulkralkultur

Der Eintritt und die Führungen sind kostenfrei!
Kinderprogramm

Masken-Workshop für Kinder

Verkleiden macht Spaß! Man kann zum hübschen Engel mit Flügeln werden oder zum mutigen Piraten, der in den Tauen des Schiffes besser klettern kann als jeder Affe. Man kann sich auch als gruseliges Gespenst verkleiden, das sich im Dunkeln versteckt und zur Geisterstunde den Menschen einen gehörigen Schrecken einjagt.

Als was verkleidest du dich eigentlich am liebsten?

Wusstest du, dass sich der Tod auch manchmal verkleidet?

Im Laufe der Geschichte trägt er immer wieder ein anderes Gewand. Mal verkleidet er sich als Skelett, mal als nackter Junge mit Flügeln und mal als dunkler Sensenmann.

Beim Masken-Workshop im Museum für Sepulkralkultur kannst du dir die verschiedenen Bilder des Todes ansehen. Bei einem Rundgang durch das Museum zeigen dir die Mitarbeiter die unterschiedlichen Verkleidungen des Todes. Und so viel können wir schon einmal verraten: Ein Skelett ist auf alle Fälle dabei!

Nach der Entdeckungstour durch unser Museum kannst du die gruseligen und weniger gruseligen Gesichter des Todes als Masken nachbasteln. Dann wirst du sicherlich allen, denen du begegnest, einen gehörigen Schrecken verpassen.

Dauer: ca. 2 Stunden
Kosten: 5,- EUR pro Kind
10 Kinder solltet ihr aber schon sein!
Familienprogramm

Familiennachmittage

Hast du dich auch schon einmal gefragt, was es mit dem Tod eigentlich auf sich hat? Letzte Woche hat dir ein Kind aus deiner Klasse erzählt, dass seine Oma jetzt im Himmel ist. Aber warum das? Was macht die Oma denn da? Du hast schon versucht, mit deinen Eltern darüber zu reden, aber die können dir deine Fragen auch nicht beantworten.

Dann laden wir dich mit deinen Eltern und Geschwistern zu einem Familiennachmittag in unserem Museum ein. Vielleicht mögen befreundete Familien aus deinem Stadtteil oder deiner Kirchengemeinde auch dazukommen.

Gemeinsam mit allen Kindern und Eltern machen wir einen spannenden Rundgang durch unser Museum. Wir schauen uns an, wie die Menschen früher und heute über den Tod gedacht haben. Es gibt einiges zu entdecken, was du in deinem Leben bisher bestimmt noch nicht gesehen hast.

Danach dürfen alle Kinder zum Thema Tod basteln. Deine Eltern können sich in der Zeit mit den anderen Erwachsenen und einem Mitarbeiter des Museums unterhalten. Dort bekommen sie wertvolle Tipps, wie sie das nächste Mal deine wichtigen Fragen über den Tod beantworten können.

Nach eurem Museumsbesuch bist aber sicherlich auch du ein Experte. Und vielleicht kannst du dann anderen Kindern weiter helfen, wenn sie eine Frage über den Tod haben. Oder was meinst du?

Dauer: ca. 2 Stunden
Gebühr für gemeinsame Führung, Piratenworkshop, Fachgespräch: 180,- EUR
Ermäßigter Eintritt für alle Teilnehmer: 2,50 EUR pro Person
Saft, Kaffee und Kuchen sind im Preis enthalten.

Interessenten wenden sich bitte an sekretariat@sepulkralmuseum.de.
Exkursion

Wandertag in die Künstlernekropole

Findest du einen Wandertag eher öde oder siehst du ihn als willkommene Abwechslung?! Freust du dich, dass der Unterricht für einen Tag ausfällt oder würdest am liebsten blau machen, weil es eh nur langweilig werden kann?

Mit dem Museum für Sepulkralkultur kannst du mit deiner Klasse einen ganz besonderen Wandertag erleben. Und zwar in der Künstlernekropole Kassel.

Aber weißt du eigentlich, was die Künstlernekropole ist?

Eine Nekropole wird manchmal auch als Totenstadt bezeichnet. Es meint eine besondere Begräbnisstätte des Altertums - also lange, lange Zeit vor Christus. In Nekropolen bestatteten die Menschen damals ihre Toten, ähnlich wie wir heute auf einem Friedhof. Allerdings sahen die Nekropolen damals anders aus. Unter dem Stadion in Rom fanden Bauarbeiter beispielsweise eine Nekropole, die aus lauter Einfamilienhäusern bestand. Die Häuser waren für Verstorbene erdacht und eingerichtet und ähnelten einer richtigen Stadt mit Häusern und Straßen. Eine Nekropole ist also so eine Art besonderer Friedhof.

Die Künstlernekropole ist demnach ein Friedhof für Künstler. Noch zu Lebzeiten haben dort Künstler ihre eigenen Grabmäler entworfen und gebaut. Viele von ihnen leben immer noch. Wenn sie aber gestorben sind, werden sie sich in der Nekropole bestatten lassen. Die Grabmale in der Künstlernekropole ähneln allerdings nicht den typischen Grabsteinen, wie du sie von einem Friedhof kennst. Es gibt Grabmale, die wie eine Vogeltränke oder ein Auge aussehen. Das ein oder andere Grab ist außerdem so versteckt, dass du sicherlich zwei Mal hingucken musst, um es überhaupt zu entdecken. Und als wäre das nicht genug, haben manche Künstler sogar kniffelige Wortspiele und Denksportaufgaben in ihre Grabmale eingebaut.

Die Künstlernekropole liegt am Rand von Kassel, im Habichtswald. Hier kannst du neben den Grabmalen auch eine tolle Landschaft erforschen. Durch den früheren Bergbau ist die Landschaft sehr hügelig. Du findest kleine Schluchten und tief eingeschnittene Gräben. Dies alles lädt dich und deine Klasse zum Entdecken und Verweilen ein und sicherlich findet ihr auch einen tollen Platz für ein Picknick.

Denkt daran feste Schuhe anzuziehen und Kleidung, die auch mal schmutzig werden kann. Eine Regenjacke solltet Ihr auch mitbringen. Für alle Fälle! Und auch genug zu Essen und zu Trinken.

Melde dich und deine Klasse gleich hier im Museum für Sepulkralkultur an.

Dauer: ca. 3 bis 4 ½ Stunden, je nachdem ob wir uns am Parkplatz bei der Nekropole treffen oder in der Innenstadt starten.
Führungsgebühr an Werktagen: 100,- EUR
Materialien zur Herstellung eures persönlichen Nekropolenführers sind im Preis enthalten. Die Busfahrkarten müsst ihr kaufen.

Interessenten wenden sich bitte an sekretariat@sepulkralmuseum.de.
Kurs

Projekttage "Abschied nehmen"

Wie oft hast du in deinem Leben schon über den Tod nachgedacht?

Vielleicht hast du schon mal einen sehr wertvollen Menschen aus deinem Umfeld verloren oder eines Morgens dein geliebtes Haustier tot in seinem Käfig gefunden.

Vielleicht hast du dir aber auch noch nie Gedanken über den Tod gemacht. Die einzige Situation, in der dir der Tod schon mal begegnet ist, war auf deinem Computer – bei einem Ballerspiel. Egal!

Auf alle Fälle lohnt es sich, über den Tod nachzudenken, denn irgendwann trifft er jeden.

Vielen Menschen fällt es allerdings sehr schwer, die Fragen über das Sterben und den Tod zu beantworten. Sie sind unsicher und haben Angst. Hast du das auch schon mal erlebt?

Hier im Museum kannst du diesen Fragen offen begegnen, ohne Angst zu haben. Gemeinsam mit deiner Schulklasse, deiner Kindergartengruppe, deiner Konfirmandengruppe oder deinem Verein kannst du an einem Projekttag oder einer ganzen Projektwoche zu den Themen Sterben, Tod, Bestatten, Trauern und Gedenken teilnehmen.

Das Programm umfasst Führungen durch unser Museum und Workshops mit unterschiedlichen Aufgabenstellungen. Je nach Alter werden wir gemeinsam basteln oder gestalten. Wenn ihr es euch zutraut, werden wir sogar das Krematorium in Kassel besichtigen. Weißt du was das ist?

Was ist ein Krematorium?

Ein Krematorium ist eine Anlage, in der Menschen nach ihrem Tod verbrannt werden. Das nennt man auch „Einäscherung“ oder „Kremation“. Einige Menschen wollen nicht ihren Körper im Sarg in der Erde bestatten lassen und entscheiden sich für eine Verbrennung in einem Krematorium. Nach der Verbrennung wird die Asche der Menschen in ein kleines Gefäß, eine Urne, gefüllt und anschließend auf einem Friedhof in der Erde vergraben. Manche lassen ihre Urne auch im Meer versenken – das nennt man dann Seebestattung.

Aber wie das alles genau funktioniert, erklärt euch dann ein Mitarbeiter des Krematoriums. Und wenn wir noch Zeit haben, können wir auch einen Ausflug in die Künstlernekropole Kassel machen.

Seid ihr neugierig geworden? Dann meldet euch doch bei uns im Museum für einen Projekttag oder eine ganze Projektwoche an!

Dauer: 3 Tage mit jeweils 6 Stunden
Kosten: insgesamt 600,- EUR
Eintritte, Workshops, Führungen und Organisation der Exkursionen sind im Preis enthalten.
Das Projekt kann auch in drei Abschnitte aufgeteilt werden. 1 Tag kostet jeweils 200,00 €

Interessenten wenden sich bitte an sekretariat@sepulkralmuseum.de.
Vortrag

Helden - verehrt, verkannt, vergessen

Superman kennt sicher jeder – und auch Mutter Teresa oder Robin Hood. Menschen, mit besonderen Fähigkeiten oder besonderen Taten. Eben Helden!

In Kassel gibt es eine Reihe von Ehren- und Denkmälern, die ebenfalls für ganz bestimmte Helden errichtet worden sind. Aber wer sind eigentlich diese Helden aus Stein? Wer hat sie gemacht? Und wo finden wir eine solche Gedenkstätte? Gibt es in Kassel wohl ein Denkmal für Batman oder unsere Helden der deutschen Nationalelf?

Na, haben wir dich neugierig gemacht? Dann laden wir dich zu einem besonderen Rundgang durch unser Museum und Kassel ein! Gemeinsam begeben wir uns auf die Suche nach (echten) Helden und gucken uns verschiedene Ehrenmäler an. Das Leben von Hans Sautter wird dabei eine besondere Rolle spielen. Wie, du weißt nicht, wer Hans Sautter ist? Dann wird es wirklich allerhöchste Zeit, dich hier im Museum für Sepulkralkultur anzumelden.

Komm und schau mit uns hinter die Fassade aus Stein!

Dauer: ca. 2 Stunden
Führungsgebühr an Werktagen: 27,50 EUR
Ermäßigter Eintritt: 2,50 EUR pro Person
Ausstellungen / Museum Museumslandschaft Hessen Kassel Kassel, Schloß Wilhelmshöhe
Ausstellungen / Ausstellung Grimmwelt Kassel Kassel, Weinbergstraße 21
Ausstellungen / Ausstellung Kunsthalle Fridericianum Kassel Kassel, Friedrichsplatz 18
Ausstellungen / Ausstellung Naturkundemuseu im Ottoneum Kassel Kassel, Steinweg 2
Ausstellungen / Ausstellung CARICATURA Kassel, Rainer-Dierichs-Platz 1
Galerie für Komische Kunst im Kulturbahnhof Kassel
Ausstellungen / Ausstellung Kunsthochschule Kassel Kassel, Menzelstraße 13-15
Ausstellungen / Ausstellung domaine:gallery Kassel, Schönfelder Straße 41B
Galerie für alle Kunstgattungen b i l d p l a s t i k p e r f o r m a n c e l i t e r a t u r m u s i k k u n s t g a l e r i e
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Museumslandschaft Hessen Kassel
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Museumslandschaft Hessen Kassel
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Museumslandschaft Hessen Kassel
Ausstellungen / Ausstellung Museum Schloss Friedrichstein Bad Wildungen, Am Schlossberg
Museumslandschaft Hessen Kassel
Ausstellungen / Ausstellung Fridericianum Kassel, Friedrichsplatz 18
Ausstellungen / Ausstellung ROTOPOL Kassel, Friedrich-Ebert-Str. 95
Ausstellungen / Ausstellung Glasmuseum Immenhausen Immenhausen, Am Bahnhof 3
Ausstellungen / Museum Literaturmuseum "Theodor Storm" Heilbad Heiligenstadt, Am Berge 1
Literaturmuseum zu Ehren des Dichters Theodor Storm