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Schauspiel Köln - Depot 1

Aufführungen im Depot 1 des Schauspiel Köln.

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Schauspiel Köln - Depot 1
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Bewertungschronik

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Schauspiel

Molière

Premiere: 21.1.2022

ICH BIN EIN DÄMON, FLEISCH GEWORDEN UND ALS MENSCH VERKLEIDET

13 Jahre bespielte Molière mit seiner Wanderbühne die Marktplätze des Pariser Umlands. Die Gruppe hatte sich 1643 unter dem Namen L’Illustre Théâtre gegründet und überzeugte nicht nur Bauern, Bäuerinnen und das Bürgertum, sondern zuletzt auch den Hof von Ludwig XIV. Angelehnt an das italienische Vorbild der Commedia dell'arte, in der grobschlächtige Charaktertypen sich mit Musik, Tanz, Pantomime und dem Ungeschick des Dienerpaars vereinen, perfektionierte Molière mit blitzschnellen Rollen- und Szenenwechseln die Kunst der Verwandlung. Es war der Großvater, der Molière als Kind in die Welt des Theaters einführte, ihn mit auf den Jahrmarkt nahm. Dieser erste Eindruck des Gauklertums sollte sich später durch die Beobachtung des ländlichen Karnevals verfestigten. Ariane Mnouchkine hat die Leidenschaft des französischen Dramatikers, der häufig auch Schauspieler und Regisseur zugleich war, 1978 in einem Film festgehalten. Über 30 Theaterstücke umfasst sein Lebenswerk, in denen neben Themen wie exzessiver Eifersucht, Ärztesatire, Jähzorn und Religionskritik vor allem Wahn und Heuchelei wiederkehrende Motive sind.

Nach EIN GRÜNER JUNGE und AUS DEM BÜRGERLICHEN HELDENLEBEN nimmt sich Frank Castorf diesem Konvolut der Weltliteratur und der schillernden Persönlichkeit Molières an.

Regie: Frank Castorf
Bühne: Aleksandar Denić
Kostüm: Adriana Braga Peretzki
Video: Andreas Deinert
Musik: William Minke
Licht-Design: Lothar Baumgarte
Dramaturgie: Lea Goebel
Künstlerische Produktionsleitung: Sebastian Klink

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Tanz

Triple

All for One / Metric Dozen / My Generation
von Richard Siegal / Ballet of Difference am Schauspiel Köln

Premiere: 11.2.2022

Mit dem dreiteiligen Abend TRIPLE zieht Richard Siegal eine Verbindungslinie zwischen seinen internationalen Erfolgsballetten der letzten Jahre und einer jüngst entstandenen Arbeit mit dem Ballet of Difference in Köln. Unter dem Titel ALL FOR ONE verbirgt sich die auf Spitze getanzte Eingangssequenz von TWO FOR THE SHOW, die Richard Siegal im April 2021 zur Premiere gebracht hat. Auf dem opulent strahlenden Bühnenbild und in den futuristischen Kostümen formuliert sich der ungebrochene Glaube an die Kraft der Kunst. METRIC DOZEN, ursprünglich für das Ballet National de Marseille kreiert, gilt als Siegals vielleicht rasantestes Ballett: Atemlos, mit geradezu unmenschlichem Timing, wirbeln die Tänzer*innen durch das clubbige Dunkel der Bühne und geben den Blick frei in »die Zukunft des Tanzes« (Süd- deutsche Zeitung). Das Finale wird mit MY GENERATION, das der US-Choreograf 2015 für Cedar Lake/New York inszeniert hat, zu einer ausufernden Party in den knalligen Kostümen des Modeschöpfers Bernhard Wilhelm. Musikalisch als augenzwinkernde Kritik an der Pop-Industrie formuliert, wird die Choreografie zu einem »monströsen High, von dem man hofft, dass es nie enden wird« (Huffington Post).

Choreografie: Richard Siegal
Bühne: Richard Siegal, Matthias Singer
Kostüme: Flora Miranda, Alexandra Bertaut, Bernhard Wilhelm
Stylist: Edda Gudmunsdottir
Licht: Matthias Singer
Musik: Markus Popp, Lorenzo Bianchi Hoesch, Atom™ (Uwe Schmidt)
Dramaturgie: Tobias Staab

Altersempfehlung: ab 14 Jahren

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© JR
2 Schauspiel

Das Himmelreich wollen wir schon selbst finden

Ein Projekt über den Dombau
von Oliver Frljić

Mit dem Dom als Hauptfigur soll am Schauspiel Köln Geschichte erzählt werden: Das Bauwerk steht stabil und mehr oder weniger unangetastet in der Stadt, während um es herum Zeit vergeht, Geschichte passiert. Der kroatische Regisseur Oliver Frljić, der am Schauspiel Köln zuletzt Kleists HERMANNSSCHLACHT inszenierte, beginnt über eine Spanne von mehreren Jahrzehnten und Jahrhunderten nicht nur eine kölner, eine deutsche, sondern eine europäische Untersuchung: Welche Episoden der Geschichte und des Baus des Doms fanden im Dunklen, im Schatten dieser Kirche statt, auch im Hinblick auf das Verhalten der Institution Kirche zu Zeiten der Pest, des Nationalsozialismus und der Reformation? Welchen Geschichten, Menschen und Ideologien bot sie Raum und Unterstützung? Mit kritischem Blick nähert sich der Regisseur dem Wahrzeichen der kölschen Seele.

Regie: Oliver FRLJIĆ
Bühne: Igor Pauška
Kostüme: Kartin Wolfermann
Musik: Daniel Regenberg
Licht: Jan Steinfatt
Dramaturgie: Sarah Lorenz

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Schauspiel

Reich des Todes

von Rainald Goetz

Kooperation mit dem Düsseldorfer Schauspielhaus

Das neue Stück von Rainald Goetz trägt im Titel ein Zitat aus dem Glaubensbekenntnis: »Reich des Todes«. In diesen imaginierten Hades ist der Autor hinabgestiegen, wo er sein Personal von einem Bruch in der Zivilisationsgeschichte berichten lässt. Rainald Goetz ist als Schriftsteller auch immer ein Chronist der Gegenwart und der jüngeren Vergangenheit, ein Autor, der die Zeit, die er beschreibt, umwandelt in seine »Ich-zeit«, wie es Maxim Biller einmal genannt hat – in die künstlerische Begreifbarmachung des eigentlich Geschehenen. In »Reich des Todes« ist dies die Geschichte des historischen Niedergangs nach dem 11. September 2001. Goetz und sein Personal aus Politik, Militär, Jurisprudenz, aus Strippenziehern, Folterknechten und Geschundenen erzählen von der Zeitenwende, die die Anschläge von 2001 einleiteten. Sie erzählen vom langen Schatten, den die brennenden WTC-Türme warfen und in dem sich Überwachungsstaat, Staatsfolter und maßloser Machtmissbrauch Bahn gebrochen haben.

Eine Erzählung von dem Bruch mit allem, was uns als Gesellschaft vermeintlich ausmacht – geworfen in die Goetz’sche Assoziations- und Verknüpfungsmaschine, die virtuos und glasklar das Böse im Menschen als Konstante beschreibt, über alle historischen und geographischen Grenzen hinweg.
Regie: Stefan Bachmann
Bühne: Olaf Altmann
Kostüm: Jana Findeklee · Joki Tewes
Musik: Sven Kaiser
Choreografie: Sabina Perry
Dramaturgie: Beate Heine · Robert Koall

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1 Schauspiel

Atemschaukel

von Herta Müller

In einer Fassung für das Theater von Bastian Kraft

»Alles, was ich habe, trage ich bei mir«. So beginnt der Bericht von Leopold Auberg, der am Ende des 2. Weltkriegs als Siebzehnjähriger aus dem rumänischen Siebenbürgen in ein sowjetisches Arbeitslager verschleppt wird. Fünf Jahre verbringt er dort und schließt Bekanntschaft mit Schicksalsgenoss*innen, mit Hunger, Kälte und Knochenarbeit. Am Ende dieser Zeit hat er kaum noch etwas gemeinsam mit dem jungen Mann, der er einmal war und der in der Haft auch eine willkommene Befreiung aus dem engen moralischen Korsett seiner Herkunft sah.
Wortgewaltig und mit eindringlichen Bildern schreibt Herta Müller in ATEMSCHAUKEL vom Kampf, unter unmenschlichen Zuständen ein Mensch zu bleiben und vom Ringen um das eigene Leben in der Fremdbestimmung. Ihr Buch ist das literarische Destillat von Gesprächen mit Betroffenen, insbesondere mit dem Lyriker Oskar Pastior, der als Angehöriger der deutschen Minderheit in Rumänien zur Zwangsarbeit in ein sowjetisches Lager deportiert wurde. Der Regisseur Bastian Kraft bringt Herta Müllers Roman als Uraufführung auf die Bühne des Depot 1. Zuletzt war von ihm in Köln die vielbeachtete Inszenierung von Sartres DIE SCHMUTZIGEN HÄNDE zu sehen.

Regie: Bastian Kraft
Bühne: Peter Baur
Kostüme: Jelena Miletić
Video: Jonas Link
Live Kamera: Jonathan Kastl
Musik: Björn Deigner
Licht: Michael Gööck
Dramaturgie: Sibylle Dudek

2 Stunden • Keine Pause

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1 Schauspiel

Orlando

nach Virginia Woolf
Schauspiel & Tanz

1928 veröffentlicht die britische Schriftstellerin Virginia Woolf ihren Roman ORLANDO – EINE BIOGRAFIE und sprengt darin all jene Normen, die sich um die Themen Männlichkeiten und Weiblichkeiten in der Gesellschaft ihrer Zeit etabliert hatten.
Die Geschichte beginnt am englischen Königshof des 16. Jahrhunderts, in dem die titelgebende Hauptfigur als Günstling von Elisabeth I. ein privilegiertes Leben führt. Als die Liebe über ihn hereinbricht, wird eine fulminante Zeitreise in Gang gesetzt, in deren Verlauf Orlando während der Kleinen Eiszeit auf der zugefrorenen Themse herumknutscht, vor einer hartnäckigen Verehrerin in das politisch unruhige Konstantinopel flüchtet, in einen mehrtägigen Schlaf verfällt − und an dessen Ende er plötzlich als junge Frau erwacht. »Lady« Orlando wundert sich wenig über die Transformation, verlässt Konstantinopel heimlich und setzt die ereignisvolle Reise durch die Epochen fort.
Aus dem 16. Jahrhundert erstreckt sich Virginia Woolfs Erzählung bis in die Gegenwart der Autorin und sogar einige Tage darüber hinaus. Immer im Blick: Der Wandel der Rolle der »Frau« und des »Mannes« im Wandel der Zeit.
Als Kooperation zwischen Schauspiel und Ballet of Difference bringt Lucia Bihler den Roman nun mit Schauspieler*innen und Tänzer*innen beider Ensembles auf die Bühne. Gemeinsam stürzen sie sich in das binäre Geschlechtersystem, um eine neue Perspektive in der Verschmelzung von Tanz, Schauspiel und Performance zu erschaffen.

Richard Siegal / Ballet of Difference am Schauspiel Köln wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit dem NRWKULTURsekretariat, durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München und die Kunststiftung NRW

Regie: Lucia Bihler
Bühne: Wolfgang Menardi
Kostüm: Andy Besuch
Komposition & Sounddesign: Jacob Suske
Choreografie: Lucia Bihler & Ensemble
Dramaturgie: Sarah Lorenz
Inszenatorische und choreografische Mitarbeit: Markus Süthoff
Licht: Jürgen Kapitein

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1 Schauspiel

Nathan der Weise

von Gotthold Ephraim Lessing

Lessings Aufklärungsdrama eröffnet mit einem dystopischen Szenario: Als der jüdische Kaufmann Nathan von einer Reise zurückkehrt, liegt sein Haus nach einem Feuer in Asche. Seine Tochter Recha konnte den Flammen dank der Hilfe eines christlichen Tempelherrn entkommen. Die politische Situation im 12. Jahrhundert in Jerusalem ist angespannt, der im Zuge des Dritten Kreuzzugs ausgehandelte Waffenstillstand droht zu kippen. Vertreter*innen des Christentums, Judentums und des Islam stehen sich gegenüber, scheinen unvereinbar in der Frage nach der »wahren Religion«. Nathan versucht, mit der Ringparabel darauf eine versöhnliche Antwort zu finden. Sie ist ein Plädoyer für Toleranz, Humanität und ein friedliches Miteinander – und hat über 240 Jahre nach der Entstehung des Dramas nicht an Aktualität eingebüßt. Sie weist Parallelen zur Legende des Amphibienvogels aus Wajdi Mouawads Stück VÖGEL auf, das Stefan Bachmann 2019 viersprachig inszenierte. Nun setzt er die Auseinandersetzung mit der Bedeutung von Identität und Religion vor dem Hintergrund familiärer Beziehungen fort. Wird die aufkeimende Liebe zwischen Recha und dem Tempelherrn das gleiche Schicksal ereilen, wie Wahida und Eitan aus Mouawads VÖGEL?

Regie: Stefan Bachmann
Bühne und Kostüme: Jana Findeklee · Joki Tewes
Musik and Komposition: Matti Gajek
Licht: Michael Gööck
Dramaturgie: Lea Goebel
Regieassistenz: Dennis Nolden
Bühnenbildassistenz: Julie Wiesen · Lucie Hedderich
Inspizient: David Schäfer
Soufflage: Andrea Voß

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Kurs

Stadtlabor: Glaube

Performativer Workshop zu den Themen der Spielzeit

In diesem zweitägigen Workshop gehen wir auf Entdeckungstour, sowohl in uns selbst als auch im öffentlichen Raum. Was sind unsere Glaubenssätze und woher kommen sie? Wo fängt Glaube an und wo hört er auf? Ist die Liebe zum Fußball, zum Karneval, zu sich selbst bereits Glaube? Wir werden recherchieren, uns bewegen und eine gemeinsame Performance zu Glaubenssätzen entwickeln, die wir im öffentlichen Raum präsentieren. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, jede*r kann sich hier ausprobieren. Wir empfehlen gemütliche und warme Kleidung.

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Gespräch

Welt verändern - Adrienne Goehler

Gesprächsreihe

Handeln und Nicht-Handeln im Zeitalter der Krisen

Kathrin Röggla möchte nach einem Pandemiejahr in Köln wissen, wie Handeln heute noch, oder gerade wieder, oder gar nicht geht. Sie lädt unterschiedliche Akteur*innen der Zivilgesellschaft, der Wissenschaft und der Kunst ein, um über Fragen des Handelns in einer Zeit zu sprechen, die das Handeln als unmöglich postuliert. Zu groß sind angeblich die ökologischen und sozialen Krisen, als dass wir noch etwas ausrichten können. Zu klein der eigene Aktionsraum. Aber im Rheinland ist nichts unmöglich. Und es dürfte kein Zufall sein, dass die Gesprächspartner*innen viele Leben haben – das scheint beim Handeln zu helfen, auf der Bühne oder neben ihr.

Zu Gast: Adrienne Goehler
Im Januar zu Gast, Adrienne Goehler, studierte Psychologin und Kuratorin, ehemalige Berliner Kultursenatorin und Ex-Präsidentin der HFBK Hamburg. Im Moment forscht sie am Potsdamer Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung und hat vor Kurzem ein Konzept für den Fonds Ästhetik und Nachhaltigkeit (FÄN) vorgelegt. Aus Mitteln des Fonds soll künftig die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Kunst im Kampf gegen die Klimakrise gefördert werden.

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© Heike Bogenberger
Lesung

Jeder soll von da, wo er ist, einen Schritt näher kommen

Navid Kermanis neues Buch im musikalischen Dialog mit Pi-hsien Chen und Manos Tsangaris

Abend für Abend erzählt ein Vater seiner Tochter von der Religion – nicht nur von der eigenen, dem Islam, sondern von den Religionen überhaupt, von Gott und dem Nichts, von Liebe und Tod. Und ist bald bei den großen Fragen, die sich alle Kinder stellen und viele vergessen, wenn sie er- wachsen geworden sind. Eine Verzauberung ist dieses Buch, ein poetisches Meisterstück, unglaublich persönlich, gerade weil Navid Kermani auch ins Dunkle zu schreiben wagt und das Vertrauen die Ratlosigkeit nicht überdeckt. Aber natürlich auch, weil seine Sprache und seine Gedanken, sein Wissen aus zwei Kulturen einzigartig sind, so hell und so tief.
Zum Erscheinungstermin von JEDER SOLL VON DORT, WO ER IST, EINEN SCHRITT NÄHER KOMMEN liest der Kölner Schriftsteller Navid Kermani aus seinem Buch, begleitet von der Pianistin Pi-hsien Chen und dem Komponisten, Performancekünstler und Vertreter des neuen Musiktheaters Manos Tsangaris.

»Die Pianistin Pi-hsien Chen und der Komponist, Percussionist und Regisseur Manos Tsangaris, Leiter der Münchener Biennale, sind seit inzwischen 25 Jahre meine Wohnungsnachbarn in Köln, und fast genauso lang sind wir befreundet. Immer wieder haben wir auch gemeinsam auf der Bühne gestanden, in unterschiedlichen und oft ganz ungewöhnlichen Konstellationen. Mit wenigen anderen Künstlern fühle ich mich so frei, ins Unbekannte zu springen.
Die Buchpremiere haben wir uns so gedacht, daß wir alle immer auf der Bühne sein werden, die beiden an ihren Instrumenten, ich am Tisch mit meinem Buch. Pi-hsien wird den Abend wahrscheinlich mit einer Sonate von Scarlatti beginnen und mit einem Impromptus von Schumann beenden. Dazwischen werde ich das eine oder andere Kapitel lesen, Pi-hsien einige kleinere Stücke und das Shellbum-Album von Manos einstreuen, vielleicht werden die beiden auch mit Klavier und Percussion improvisieren. Und dazwischen möchten wir über Religion sprechen, über Musik, über das Unendliche um uns herum - all die Themen des Buchs, die auch unsere gemeinsamen Themen sind.«
Navid Kermani

Mit: Navid Kermani, Pi-hsien Chen und Manos Tsangaris

In Kooperation mit dem Hanser Verlag und Literaturhaus Köln

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Foto: Ana Lukenda
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Saison der Wirbelstürme

nach dem Roman von Fernanda Melchor
Aus dem mexikanischen Spanisch von Angelica Ammar

Seit Jahren ist sie das Gesprächsthema Nummer eins der Einwohner*innen von La Matosa, einem kleinen Dorf in der mexikanischen Provinz. Verehrt, verachtet, gefürchtet und von allen nur »die Hexe« genannt, erzählt man sich sie schauerlichsten Geschichten über sie: sie treibe es mit dem Teufel, spreche mit den Toten, braue allerlei Heilmittel zusammen. Bis sie eines Tages unter der flirrenden Hitze zwischen Schilf und den Motorengeräuschen der Landstraße in einem Zuckerrohrfeld tot aufgefunden wird.
Wer hat ihr das angetan, was für ein Motiv steckt dahinter? Stück für Stück erschließt sich die Vorgeschichte des Mordes durch den multiperspektivischen Plot sechs verwaister Seelen: Yesenia, die schon früh lernte, Verantwortung für ihre Familie zu übernehmen, Luismi, Munra und Brando, die der Auswegslosigkeit und Armut nur durch den Rausch entkommen können, Chabela, die sich prostituiert, seit sie denken kann, und die 13-jährige Norma, die vor den Konsequenzen ihrer ungewollten Schwangerschaft flieht.
Fernanda Melchor siedelt ihr Gesellschaftspanorma über Korruption, Folter, Orgien und Femizide zwischen Bordellen und Kneipen an. Ihre Sprache wirkt dabei oft atem- und schonungslos. Sie webt mexikanische Märchen und Sagen in ihre Erzählung ein, doch porträtiert die Realität. Denn einige Vorkommnisse des Romans beruhen auf wahren Begebenheiten.
Mina Salehpour nimmt sich diesem explosiven Schauermärchen in ihrer ersten Arbeit am Schauspiel Köln an.

Regie: Mina Salehpour
Bühne: Andrea Wagner
Kostüme: Maria Anderski
Licht: Jan Steinfatt
Dramaturgie: Lea Goebel

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Der endlose Sommer

Visuelles Hörbuch von Madame Nielsen

Die dänische Autorin und Performerin Madame Nielsen ist in Skandinavien ein Star. Mit DER ENDLOSE SOMMER hat sie ein melancholisches, sehnsuchtsvolles Erinnerungsbuch geschrieben, die Geschichte eines Sommers, in dem plötzlich alles möglich ist. In einem weißen Herrenhaus in Dänemark begegnen sie sich. Die Mutter. Der eifersüchtige Stiefvater. Das Mädchen. Der scheue Junge. Der Portugiese. Der schöne Lars. Eine Liebesgeschichte beginnt, die alles verändert. Für eine Weile sind die Gesetze des Alltags aufgehoben, der weiße Hof wird zu einem utopischen Ort, die Zeit verliert an Kontur – bis die Auflösung beginnt. Eine flirrende Erzählung von Liebe und Tod, das Requiem für einen Sommer und die Menschen, die in ihm aufgehoben waren.

Die Regisseurin Lucia Bihler gibt mit DER ENDLOSE SOMMER ihr Debüt am Schauspiel Köln. Für das Theater von Madame Nielsen bearbeitet, bringt sie den Text als visuelles Hörbuch zur Uraufführung.

Regie: Lucia Bihler
Bühne: Laura Kirst
Kostüm: Leonie Falke
Musik: Jacob Suske
Licht: Jürgen Kapitein
Dramaturgie: Sarah Lorenz
Videodesign: Rosanna Graf

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Edward II.

DIE LIEBE BIN ICH
nach Christopher Marlowe • von Ewald Palmetshofer

Nach dem Tod seines Vaters besteigt Edward II. den Thron von England. Doch anstatt sich um die Amtsgeschäfte zu kümmern und dem Volk zu dienen, wie das Hohe Haus der Lords unter der Leitung des Beraters Mortimer es verlangen und fordern, kümmert sich der junge Herrscher ausschließlich um Angelegenheiten seines Herzens: Edwards Geliebter Gaveston wird umgehend nach der Machtübernahme aus dem Exil geholt, um das gebrochene Herz des Königs zu heilen – sehr zum Missfallen nicht nur der Lords, sondern auch seiner Ehefrau Isabella.
Diese kämpft mit allen Mitteln um ihre Ehe und somit um ihre Macht, und spinnt zusammen mit Mortimer Intrigen, die zu Leid, Kampf und schließlich sogar Mord führen. Am Ende sitzt ein Kind an der Spitze der Regierung. Bei aller Liebe setzt sich das bestehende Gesellschafts- und Regierungssystem durch. Basierend auf Christopher Marlowes Theaterstück EDWARD II. schreibt der österreichische Dramatiker Ewald Palmetshofer die Geschichte des abtrünnigen Herrschers König Eduard II. neu. Die Konflikte der handelnden politischen Persönlichkeiten verlegt er ausschließlich ins Private. Hier entsteht ein neues Schlachtfeld: Begehren und Leidenschaft stehen Staatsräson und Kontrolle gegenüber, Sehnsucht und persönliches Glück kämpfen gegen Verantwortung und Machtinteressen.
Ist auch die Liebe nur eine Ware, mit der man handeln kann, um zu bekommen, was man will?

Die Regisseurin Pınar Karabulut gießt Palmetshofers Text nun in eine exklusive Online-Serie aus sechs Folgen. Ab dem 12.02. erscheint jeden Freitag eine neue Folge! Die Serien sind danach noch digital abrufbar.

ALTERSEMPFEHLUNG: ab 16 Jahren

Regie: Pınar Karabulut
Video: Leon Landsberg
Bühne: Bettina Pommer
Kostüme: Teresa Vergho
Musik: Daniel Murena
Licht: Michael Frank
Dramaturgie: Sarah Lorenz

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Close Up

Team Close Up trifft...

Interview-Reihe

Close Up geht in die nächste Runde! Lola Klamroth übernimmt das investigativ geführte Mikrofon und stellt nun regelmäßig gemeinsam mit Nicolas Lehni Kolleg*innen des Ensembles vor. Erst kurz vor der Aufnahme erfahren die beiden Teilnehmer*innen, was passieren wird. Team Close Up - Weil auch Frauen gute Fragen stellen können

Moderation: Nicolas Lehni & Lola Klamroth
Redaktion: Sarah Lorenz
Videotechnische Betreuung: Jochen Ohr / Paul Schwarz / Mütze Media
Schnitt: Thomas Toth / Mütze Media

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Schauspiel Köln - Depot 1

BÜHNEN KÖLN

Aufführungen im Depot 1 des Schauspiel Köln. KARTENSERVICE
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Aufführungen / Theater Schauspiel Köln
Depot 2
Köln, Schanzenstraße 6-20
Aufführungen / Theater Theater am Dom Köln Köln, Opern Passagen - Glockengasse 11
Konzerte / Konzert Tonhalle Düsseldorf Düsseldorf, Ehrenhof 1
Ausstellungen / Museum MAKK - Museum für Angewandte Kunst Köln Köln, An der Rechtschule
Aufführungen / Oper Oper Köln Köln, Offenbachplatz
Aufführungen / Theater Theater am Sachsenring Köln Köln, Sachsenring 3
Aufführungen / Musical Capitol Theater Düsseldorf Düsseldorf, Erkrather Straße 30
Aufführungen / Theater GLORIA-Theater Köln, Apostelnstr. 11
Aufführungen / Theater XOX-Theater Kleve Kleve, Briener Straße
Aufführungen / Theater Off-Theater OHRENSCHMAUS Bonn, Weißstr. 10
Aufführungen / Theater Pantheon Theater Bonn Bonn, Bundeskanzlerplatz 2-10
Aufführungen / Theater Orangerie - Theater im Volksgarten Köln Köln, Volksgartenstr. 25
Aufführungen / Tanz Tanzhaus NRW Düsseldorf, Erkrather Straße 30
Aufführungen / Theater Theater an der Kö Düsseldorf Düsseldorf, Schadowstr. 11
Aufführungen / Theater Theater an der Luegallee Düsseldorf Düsseldorf, Luegallee 4
Aufführungen / Tanz Neuer Tanz Düsseldorf Düsseldorf, Urdenbacher Allee 10
Aufführungen / Theater Theater der Keller Köln Köln, Kleingedankstr. 6
Aufführungen / Theater Arkadas Theater Köln Köln, Platenstraße 32
Aufführungen / Theater Düsseldorfer Schauspielhaus Düsseldorf, Gustaf-Gründgens-Platz 1
Aufführungen / Theater Cassiopeia Theater Köln Köln, Bergisch Gladbacher Straße 499-501
Aufführungen / Theater Haus der Springmaus Theater Bonn Bonn, Frongasse 8

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