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Museum Ludwig

Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts

Roy Lichtensteins "Maybe", Andy Warhols "Brillo Boxes" oder George Segals „Restaurant Window“, Ikonen der amerikanischen Pop Art, waren gerade vollentdet, als sie 1969 als Leihgabe ins Wallraf-Richartz-Museum einzogen. Die Werke stammen von Peter und Irene Ludwig, die die größte Pop Art Sammlung außerhalb der USA zusammengetragen haben.

Durch die Schenkung von rund 350 Werken moderner Kunst des Ehepaars Ludwig wurde 1976 das Museum Ludwig gegründet. Es sollte als erstes Museum in Köln Kunst der Gegenwart ausstellen. Neben der Pop Art gaben die Ludwigs noch eine umfangreiche Sammlung der Russischen Avantgarde aus der Zeit von 1906 bis 1930 sowie ein Konvolut von mehreren hundert Arbeiten Pablo Picassos als Dauerleihgabe in das neue Museum. Die Werke Picassos sind in zwei großzügigen Schenkungen 1994 und 2001 inzwischen in den Besitz des Museum Ludwig übergegangen.
Die moderne Abteilung des Wallraf Richartz-Museums mit der Expressionisten-Sammlung des Kölner Juristen Joseph Haubrich bildete die Basis für die Sammlung zeitgenössischer Kunst und wurde ebenfalls in das Museum Ludwig integriert.

Das Museum sammelte konsequent weiter zeitgenössische Kunst. Das jüngste Werk war immer erst ein paar Monate alt. So gelangten auch deutsche Kunst der 70er und 80er Jahre sowie internationale Tendenzen und Installationen der jüngeren Avantgarde ins Museum Ludwig.

1986 wurde das Gebäude zwischen Dom, Rhein und Hauptbahnhof eröffnet. Es beherbergte das Wallraf-Richartz Museum, das Museum Ludwig und die Philharmonie. Im Januar 2001 zog das Wallraf-Richartz Museum in einen eigenen Bau und die Kunst des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart hat nun ca. 8000 m² Ausstellungsfläche zur Verfügung.
Seit November 2000 ist Kasper König Direktor des Museum Ludwig. Sein Name steht für Großausstellungen wie "Westkunst", "von hier aus" und "skulptur.projekte Münster". Er will das Museum Ludwig international positionieren und einen Dialog zwischen Besuchern und Kunst ermöglichen. „Das Museum soll nicht besucht, sondern benutzt werden, denn es gehört allen und keinem“.

Kontakt

Museum Ludwig
Hein­rich-Böll-Platz
D-50667 Köln

Telefon: +49-221-221-26165
Fax: +49-221-221-24114
E-Mail: info@museum-ludwig.de

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Ausstellung

Marcel Odenbach Wolfgang-Hahn-Preis 2021

Mar­cel Oden­bach (*1953 in Köln) wird mit dem Wolf­gang-Hahn-Preis 2021 der Ge­sellschaft für Mod­erne Kunst aus­gezeich­net. Die Preisver­lei­hung ist im­mer mit einem Ankauf für die Samm­lung des Mu­se­um Lud­wig ver­bun­den. Zum Wolf­gang-Hahn-Preis 2021 er­wirbt die Ge­sellschaft für Mod­erne Kunst am Mu­se­um Lud­wig dank Mar­cel Oden­bachs Großzügigkeit seine einzi­garti­gen Sch­nittvor­la­gen.

Die Sch­nittvor­la­gen sind über Jahrzeh­nte ent­s­tan­den. Sie fungieren als fort­laufen­des Bil­darchiv; gleichzeitig stellen die 117 Blät­ter im For­mat DIN A3 die aktuelle Ar­beits­grund­lage des Kün­stlers dar. Jedes Blatt ist einem The­ma gewid­met. Oden­bach ord­net da­rauf ge­dan­k­lich oder vi­suell ko­r­re­spondierende Mo­tive an, die er Zeitschriften, Prospek­ten und vielen an­deren Quellen ent­nom­men hat. Die Col­la­gen wer­den weiter­bear­beit­et und fließen in neue Werke ein, in de­nen sich der Kün­stler mit sozialen und poli­tischen Prozessen au­sei­nan­derset­zt: Kon­struk­tio­nen von Gen­der und kul­tureller Iden­tität, Kolo­nial­isierung, Glob­al­isierung. Die Ar­beitsweise ent­spricht seinem konzeptuellen An­satz des Fin­d­ens, Mon­tierens, Col­lagierens und Über­blen­dens.

Die Sch­nittvor­la­gen wer­den vom 17. Novem­ber 2021 bis zum 20. Fe­bruar 2022 in ein­er Ausstel­lung im Mu­se­um Lud­wig gezeigt. Sie waren zu­vor nie öf­fentlich zu se­hen. Als Ar­beits­grund­lage des Kün­stlers ge­hen die Sch­nittvor­la­gen nach der Ausstel­lung wied­er zurück in Oden­bachs Ate­li­er, wo sie ihm weit­er­hin als Bild­speich­er und Archiv per Dauer­lei­h­gabe zur Ver­fü­gung ste­hen.

„Wir schätzen uns außeror­dentlich glück­lich, Mar­cel Oden­bach mit dem Wolf­gang-Hahn-Preis 2021 auszuzeich­nen. Er ist trotz sein­er großen Be­deu­tung noch im­mer nicht so bekan­nt, wie er es ver­di­ent hätte. Ein be­son­deres Priv­i­leg ist es, seine Sch­nittvor­la­gen für die Samm­lung des Mu­se­um Lud­wig ankaufen zu kön­nen. Diese sind eine zen­trale Grund­lage für sein kün­st­lerisch­es Schaf­fen und von un­ermess­lichem ideellen Wert. Wir sind Mar­cel Oden­bach für seine Großzügigkeit sehr dank­bar“, sagt Mayen Beck­mann, Vor­s­tandsvor­sitzende der Ge­sellschaft für Mod­erne Kunst.

„Wir se­hen es als großen Ver­trauens­be­weis, dass Mar­cel Oden­bach uns mit den Sch­nittvor­la­gen seine vielleicht per­sön­lich­sten Ar­beit­en, die die Es­senz seines kün­st­lerischen Schaf­fens bil­den, über­lässt. Denn ger­ade die Archive von Kün­st­lerin­nen und Kün­stlern sind nach mein­er Auf­fas­sung zen­tral für den Zu­gang zu ihrem Werk. Wobei es sich bei Oden­bachs Sch­nittvor­la­gen auch um be­deu­tende ei­gen­ständige Werke han­delt“, ergänzt Yil­maz Dziewior, Di­rek­tor des Mu­se­um Lud­wig.

Über Mar­cel Oden­bach

Mar­cel Oden­bach, 1953 in Köln ge­boren, lebt in Köln, Ber­lin und Cape Coast in Gha­na. Seine er­ste in­sti­tu­tionelle Einze­lausstel­lung hatte der Kün­stler bere­its während seines Studi­ums 1978 bei der Stif­tung De Ap­pel in Am­s­ter­dam. Es fol­gten Einze­lausstel­lun­gen u.a. im Köl­nischen Kun­stverein (1979), im In­sti­tute of Con­tem­po­rary Arts Bos­ton (1986), im Cen­tre Ge­orges Pompi­dou Paris (1987), im Ham­burg­er Bahn­hof – Mu­se­um für Ge­gen­wart Ber­lin (2006), im Kun­st­mu­se­um Bonn (2013), im Tel Aviv Mu­se­um of Art (2016) und in der Kun­sthalle Wien (2017). Bis zum Früh­jahr 2021 lehrte Oden­bach Film und Video an der Kun­s­takademie Düs­sel­dorf. Vom 9. Ok­to­ber 2021 bis zum 9. Jan­uar 2022 ist Oden­bachs Werk in der Ret­ro­spek­tive Mar­cel Oden­bach: so oder so in der Düs­sel­dor­fer Kun­st­samm­lung Nor­drhein-West­falen K21 se­hen.

Über den Wolf­gang-Hahn-Preis

Der Wolf­gang-Hahn-Preis wird jähr­lich von der Ge­sellschaft für Mod­erne Kunst am Mu­se­um Lud­wig vergeben, 2021 zum 27. Mal. Mit der Auszeich­nung sollen vor­rangig zeit­genös­sische Kün­stler*in­nen geehrt wer­den, die sich in der Kunst­welt durch ein in­ter­na­tio­n­al an­erkan­ntes Œu­vre bere­its ei­nen Na­men ge­macht haben, in Deutsch­land aber noch nicht so bekan­nt sind, wie sie es ver­di­e­nen. Das Preis­geld in Höhe von max­i­mal 100.000 Eu­ro set­zt sich aus den Beiträ­gen der Mit­glied­er zusam­men und fließt in den Er­werb eines Werks oder ein­er Werk­gruppe der Kün­stler*in­nen für die Samm­lung des Mu­se­um Lud­wig. Mit dem Preis ver­bun­den sind vom Mu­se­um Lud­wig or­gan­isierte Ausstel­lun­gen der er­wor­be­nen Ar­beit­en der Preisträger*in­nen sowie die Her­aus­gabe be­glei­t­en­der Pub­lika­tio­nen.

Der Name des Preis­es ehrt das An­denken an den pas­sionierten Köl­n­er Samm­ler und Gemälder­es­tau­ra­tor Wolf­gang Hahn (1924–1987), der sich in vielfältiger Hin­sicht für die Kunst der eu­ropäischen und amerikanischen Avant­garde in Köln en­gagierte. Seinem vor­bildlichen Wirken als Samm­ler, als Grün­dungs­mit­glied der Ge­sellschaft und als Leit­er der Res­tau­rierungsw­erk­stät­ten des Wall­raf-Richartz-Mu­se­um / Mu­se­um Lud­wig fühlt sich die Ge­sellschaft für Mod­erne Kunst verpflichtet.

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Ausstellung

Schultze Pro­ject­s#3: Min­er­va Cue­vas

Für die dritte Aus­gabe der Rei­he Schultze Pro­jects wird Min­er­va Cue­vas (*1975 in Mex­i­co Ci­ty) eine neue, ortsspez­i­fische Ar­beit für das Trep­pen­haus des Mu­se­um Lud­wig en­twick­eln. Der Name der Rei­he bezie­ht sich auf Ber­nard Schultze und seine Ehe­frau Ur­su­la (Schultze-Bluhm), deren Nach­lass das Mu­se­um Lud­wig ver­wal­tet und zu deren Ge­denken seit 2017 alle zwei Jahre eine kün­st­lerische Po­si­tion ein­ge­la­den wird, ein groß­for­matiges Werk für die pro­mi­nente Stirn­wand im Auf­gang zur Samm­lung anzufer­ti­gen.

Min­er­va Cue­vas ist bekan­nt für ihre recherche­basierten Pro­jekte, die sie in Form von In­s­tal­la­tion, Per­for­mance, Video und Malerei ausstellt. Ihr In­teresse gilt wirtschaftlichen und ökol­o­gischen Frages­tel­lun­gen und deren soziopoli­tischen Ver­flech­tun­gen. Dabei nimmt sie häu­fig Bezug auf den konkreten Zusam­men­hang, in dem ihre Ar­beit ent­ste­ht. So en­twick­elte sie et­wa für die Ju­biläum­sauss­tel­lung zum 40-jähri­gen Beste­hen des Mu­se­um Lud­wig eine Ar­beit in Ref­erenz auf die Peter und Irene Lud­wig Stif­tung, die 1982 als Lud­wig Stif­tung für Kunst und in­ter­na­tio­nale Ver­stän­di­gung GmbH ge­grün­det wurde. Hi­er­für ent­warf sie eine In­s­tal­la­tion aus einem sch­warzen rechtec­ki­gen Holzgerüst mit roten, gel­ben und blauen Far­bakzen­ten, die in ihr­er Kom­po­si­tion an das ab­s­trakte Gemälde von Pi­et Mon­drian Tableau I erin­n­erte. Dessen Ankauf war sein­er Zeit sehr um­strit­ten, und heute zählt es zu den High­lights der Samm­lung des Mu­se­um Lud­wig. In dies­er In­s­tal­la­tion, ähn­lich wie in ei­ni­gen ihr­er an­deren Ar­beit­en, beschäftigt sich die Kün­st­lerin mit dem ge­sellschaftlichen Po­ten­tial und den Auswirkun­gen kün­st­lerisch­er Praxis. In die­sem Sinne be­greift Min­er­va Cue­vas Kunst als ak­tiv­en Bei­trag zu sozialen Verän­derun­gen. Malerei be­nutzt sie dabei eher als Mit­tel zum Zweck und weniger als Au­sei­nan­derset­zung mit den Vo­raus­set­zun­gen und Regeln dersel­ben. Für ihre groß­for­mati­gen Wand­bilder be­di­ent sie sich mi­tun­ter der Sprache der Wer­bung, das heißt konkreten Marken­l­o­gos, die sie je­doch sig­ni­fikant verän­dert. Ihr­er kri­tischen Vorge­hen­sweise fol­gend verdeut­licht Min­er­va Cue­vas mit ihr­er Malerei die neg­a­tiv­en Auswirkun­gen der Kon­sumwelt und der wirtschaftlichen Aus­rich­tung men­sch­lichen Han­delns auf Ge­sellschaft und Umwelt.

Zu Einze­lauss­tel­lun­gen von Min­er­va Cue­vas ge­hören un­ter an­derem: Disi­den­cia, Mishkin Gallery, New York, USA (2019); No Room To Play, daad­ga­lerie, Ber­lin (2019); Dis­sidên­cia, Galpão VB – As­so­ci­ação Cul­tu­r­al Video­brasil, São Pau­lo (2018); Fine Lands, Dal­las Mu­se­um of Art, (2018); Min­er­va Cue­vas, Museo de la Ci­u­dad de Méx­i­co, (2012); Land­in­gs, Corn­er­house, Manch­es­ter, (2012); S·­COOP, Whitechapel Art Gallery, Lon­don (2010); Min­er­va Cue­vas, Van Abbe­mu­se­um, Eind­hoven, (2008); Pheno­m­e­na, Kun­sthalle Basel, (2007); Das Ex­per­i­ment 6: MVC Biotech­no­lo­gies – Für ein natür­lich­es In­ter­face, Se­ces­sion, Wien (2001); On So­ci­e­ty, MC Kunst, Los An­ge­les (2007); Egal­ité, Le Grand Café–Cen­tre d’art con­tem­po­rain, Saint Nazaire (2007); Sch­warz­fahr­er Are My Heroes, daad­ga­lerie, Ber­lin (2004); Me­jor Vi­da Corp, Ta­mayo Mu­se­um, Mex­i­co Ci­ty (2000).&nb­sp;

Ku­ra­tor: Yil­maz Dziewior

#M­Lx­Cue­vas #schultze­pro­jects

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Ausstellung

HI­ER UND JET­ZT im Mu­se­um Lud­wig

zusam­men dafür und dage­gen

Mit der Auss­tel­lung zusam­men dafür und dage­gen konzen­tri­ert sich das Mu­se­um Lud­wig auf Po­si­tio­nen zeit­genös­sisch­er Kunst in Ja­pan und ihre his­torischen Vor­läufer*in­nen. Ein Aus­gangspunkt ist dabei die Be­trach­tung der Ja­panischen Avant­garde der 1960er Jahre aus heu­ti­gen Per­spek­tiv­en. Auf welche En­twick­lun­gen der Nachkriegszeit reagierten Kün­stler*in­nen da­mals? Was mo­tivierte ihre auf­se­hen­er­re­gen­den öf­fentlichen Ak­tio­nen? Was be­wegt das Kün­stler*in­nenkollek­tiv Chim↑Pom und den Kün­stler Ko­ki Ta­na­ka heute, und wie bezie­hen sie sich auf diese his­torische Strö­mung?

Eine Lei­h­gabe his­torisch­er Fo­to­gra­fien von Mi­noru Hi­ra­ta ist Aus­gangspunkt der siebten Auss­tel­lung der Pro­jek­trei­he HI­ER UND JET­ZT im Mu­se­um Lud­wig. Diese stam­men aus der Samm­lung des Mu­se­um M+ in Hongkong, mit dem das Mu­se­um Lud­wig seit 2018 eine Mu­se­ums­part­n­er­schaft pflegt. Yil­maz Dziewior: „Durch die Lei­h­gabe des M+ in Hongkong wird deut­lich, dass os­tasi­atische Per­spek­tiv­en bis­lang kaum in der Samm­lung des Mu­se­um Lud­wig vertreten sind.“

Die Ja­panische Avant­garde der Nachkriegszeit ent­s­tand im An­sch­luss an die Be­satzung des US-amerikanischen Mil­itärs (1945 bis 1952) und ist eng verknüpft mit der wirtschaftlichen und ge­sellschaftlichen Neuori­en­tierung Ja­pans in dies­er Zeit. Die Demokratisierung des Lan­des un­ter dem fi­nanziellen und poli­tischen Ein­fluss der USA ging mit einem großen ökonomischen Wach­s­tum, sozialen Verän­derun­gen und ein­er kul­turellen Neu­veror­tung ein­her. Wie eng die Bin­dung Ja­pans an die USA war, zeigt sich in den bei­den Sich­er­heitsverträ­gen von 1960 und 1970. Darin wurde un­ter an­derem die Sta­tionierung des US-amerikanischen Mil­itärs fest­gelegt, die vor allem bei Stu­dent*in­nen und Gew­erkschaften auf großen Protest stieß. Die Pol­izei reagierte hi­er­auf mit heftiger Ge­walt. Im gleichen Jahrzeh­nt bere­it­ete sich Ja­pan auf die Olympischen Spiele in Tokio 1964 und die Ex­po in Os­a­ka 1970 vor, um das Land möglichst in­no­va­tiv und at­trak­tiv zu präsen­tieren.

Auf die ge­sellschaftlichen Verän­derun­gen der 1960er-Jahre reagierten junge Kün­stler*in­nen – un­ter an­derem die Mit­glied­er der Kollek­tive Neo Da­da, Hi Red Cen­ter und Ze­ro Di­men­sion – mit öf­fentlichkeitswirk­sa­men Auftrit­ten in Großstädten wie Tokio, Na­goya und Ky­o­to. In ihren pro­vokan­ten Ak­tio­nen man­i­festierte sich der Protest an his­torisch gewach­se­nen Proble­men, denn die Fol­gen des Krieges waren weitreichend: die Sta­tionierung des US-amerikanischen Mil­itärs in Ja­pan, Be­nachteili­gun­gen ge­genüber Mi­grant*in­nen und die Un­gerechtigkeit­en der Klas­sen­ge­sellschaft. Die Kün­stler*in­nen bracht­en diese Missstände ans Licht und set­zten sich für eine Demokratisierung ein. Die his­torischen Fo­to­gra­fien aus dem M+ doku­men­tieren die Ak­tio­nen und Per­for­mances ver­schie­den­er Kün­stler*in­nen-Kollek­tive der 1960er Jahre.

Zwei zeit­genös­sische Po­si­tio­nen sind die­sen ge­genübergestellt. Ein­er­seits wird das 2005 in Tokio ge­grün­dete, sech­sköp­fige Kün­stler*in­nenkollek­tiv Chim↑Pom auf hu­mor­volle Weise in­ter­ve­nieren. Ihre Ak­tio­nen fin­d­en oft außer­halb in­sti­tu­tioneller Ein­rich­tun­gen statt. In ihren ironisch-radikalen Ak­tiv­itäten neh­men die sechs Kün­stler*in­nen Stel­lung zu aktuellen ge­sellschaftlichen und poli­tischen Fra­gen und üben Kri­tik an der Tabuisierung von den Ge­fahren der Kernkraft, Ar­mut und an­deren ge­sellschaftlichen Missver­hält­nis­sen in Ja­pan. Un­ter dem Ti­tel Dou­ble Sto­ries of Mu­se­um Lud­wig en­twick­elt das Kollek­tiv in Köln eine mehrteilige Ar­beit, die ver­schie­dene Aus­tausch­prozesse zwischen In­nen- und Außen­raum er­möglicht. Spon­tan ange­fragte Straßen­musik­er*in­nen geben im Mu­se­um Lud­wig ein Konz­ert. Die Mo­tive aus Hans Haack­es Der Pra­li­nen­meis­ter (1981) aus der Samm­lung des Mu­se­um Lud­wig fin­d­en sich auf Ver­pack­un­gen türkisch­er Süßigkeit­en in der Feinkon­di­tor­ei Hasan Öz­dağ auf der Ke­up­s­traße in Mül­heim wied­er. Auch wer­den fünf Fußball­spie­lerin­nen der Frauen­mann­schaft des 1. FC Köln Bal­lab­drücke im Auss­tel­lungs­raum hin­ter­lassen.

Im Ge­gen­satz zu den un­mit­tel­bar vor Ort en­twick­el­ten in­ter­ak­tiv­en Pro­jek­ten vom Chim↑Pom, plant der Kün­stler Ko­ki Ta­na­ka (*1975 in Tochi­gi) seine Ar­beit­en von langer Hand. Be­wusst bringt er Per­so­n­en un­ter­schiedlich­er Gen­er­a­tio­nen und Herkunft zusam­men. Häu­fig doku­men­tiert und ve­rar­beit­et Ta­na­ka die Prozesse der Zusam­me­nar­beit in Form von Fo­to- und Videoin­s­tal­la­tio­nen. Nicht erst seit der Nuk­lear­ka­tas­tro­phe von Fukushi­ma kreisen seine Ar­beit­en um das Ver­hal­ten von Ge­mein­schaften in Aus­nahme­si­t­u­a­tio­nen. Wie en­twick­eln Men­schen durch das Ver­lassen ihr­er er­probten Rou­ti­nen Po­ten­tiale des Wider­stän­di­gen? Die Videoin­s­tal­la­tion Ab­s­tract­ed/Fam­i­ly (2019/2020) the­ma­tisiert ja­panische Mi­gra­tions­geschichte und den All­t­ags­ras­si­mus in Ja­pan. Vi­er Pro­ta­g­on­ist*in­nen aus Ja­pan, deren Fam­i­lien aus Banglade­sch, Brasilien, Bo­livien und der ko­re­anischen Hal­binsel stam­men, ve­rar­beit­en darin ge­mein­sam ihre trau­ma­tischen Er­fahrun­gen.

Ku­ra­torin: Na­na Tazuke

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Mar­cel Oden­bach - Wolf­gang-Hahn-Preis 2021

Mar­cel Oden­bach wird mit dem 27. Wolf­gang-Hahn-Preis der Ge­sellschaft für Mod­erne Kunst am Mu­se­um Lud­wig aus­gezeich­net. Für die Ju­ry, beste­hend aus Su­sanne Pf­ef­fer, Di­rek­torin des Mu­se­ums für Mod­erne Kunst in Frank­furt am Main, Yil­maz Dziewior, Di­rek­tor des Mu­se­um Lud­wig sowie den Vor­s­tands­mit­glied­ern der Ge­sellschaft für Mod­erne Kunst be­grün­dete Gastjurorin Su­sanne Pef­fer die Entschei­dung des Gre­mi­ums:

„Kon­struk­tio­nen von kul­tureller Iden­tität wie Gen­der sind in den Zeich­nun­gen, Col­la­gen, Videos und In­s­tal­la­tio­nen von Mar­cel Oden­bach seit Jahrzeh­n­ten dezi­diert The­ma. Nicht allein das Ei­gene, son­dern das An­dere ist stets der Aus­gangspunkt. Ex­per­i­men­tell in der Form sowie the­o­retisch fundiert, schafft Mar­cel Oden­bach Werke, die his­torische Verbin­dungs­linien zwischen Ko­lo­nial­is­mus und Glob­al­isierung wie auch die Ge­walt des Nor­ma­tiv­en und der Repräsen­ta­tion of­fen­le­gen und spür­bar machen.“

Das Prinzip des Col­lagierens zeigt sich in Oden­bachs Sch­nittvor­la­gen, die für die Samm­lung des Mu­se­ums er­wor­ben wer­den. Diese sind Bil­darchiv und zen­trale Ar­beits­grund­lage des Kün­stlers zu­gleich und nun er­st­mals in der Öf­fentlichkeit zu se­hen. Be­gon­nen im Jahr 1990 um­fassen sie über 100 Blät­ter, meist im DIN A3-For­mat. Die Fo­to­col­la­gen sind es­sen­tiell für den konzeptuellen An­satz Oden­bachs und eröff­nen den Be­such­er*in­nen des Mu­se­ums neue Ein­blicke in die Ar­beitsweise des diesjähri­gen Wolf­gang-Hahn-Preisträgers.

Mar­cel Oden­bach, *1953 in Köln, lebt und ar­beit­et in Köln, Ber­lin und Cape Coast, Gha­na. Seine er­ste in­sti­tu­tionelle Einze­lauss­tel­lung hatte der Kün­stler bere­its während seines Stu­di­ums 1978 bei der Stif­tung De Ap­pel in Am­s­ter­dam. Es fol­gten Einze­lauss­tel­lun­gen u.a. im Kun­st­mu­se­um Bonn (2013), Tel Aviv Mu­se­um of Art (2016) und der Kun­sthalle Wien (2017). Oden­bach war 1988 an der doc­u­men­ta 8 beteiligt, 2005 an der Shar­jah Bi­en­nale 7, 2012 an der Kochi-Muziris Bi­en­nale und 2018 an der Bu­san Bi­en­nale. Seit 2010 lehrt Oden­bach Film und Video an der Kun­s­takademie Düs­sel­dorf. Vom 9.10.2021 bis 9.1.2022 zeigt die Kun­st­samm­lung Nor­drhein-West­falen die um­fan­greiche Über­blicksschau „Mar­cel Oden­bach. So oder so“ im K21.

#wolf­gang­hah­n­preis #M­Lx­O­den­bach

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Ausstellung

Der geteilte Pi­cas­so

Der Kün­stler und sein Bild in der BRD und der DDR

Was verbin­den wir mit Pab­lo Pi­cas­so? Und was haben die Deutschen der Nachkriegszeit mit ihm ver­bun­den, als sein Ruhm auf dem Höhep­un­kt war? Wei­taus mehr als wir: Das ist der Hauptge­danke dies­er Auss­tel­lung, die an eine vergessene Breite, Span­nung und Pro­duk­tiv­ität der Aneig­nung erin­n­ert. Nicht nur um den Kün­stler ge­ht es hi­er, son­dern um sein Pub­likum, das sich im kap­i­tal­is­tischen West­en und im sozial­is­tischen Os­ten Pi­cas­sos Kunst denk­bar ver­schie­den zurechtlegte. Der deutsche Pi­cas­so war ein geteil­ter und zerteil­ter, aber die Teilung be­flügelte auch die Mit­teilung: Weil jed­er diese Kunst be­fragte, hatte sie allen et­was zu sa­gen.

Die Auss­tel­lung zeigt poli­tische Werke, et­wa das Gemälde Mas­sak­er in Ko­rea (1951) aus dem Paris­er Musée Pi­cas­so. Neben sie treten rund 150 Ex­po­nate, die Pi­cas­sos Werk in sei­nen Wirkun­gen spiegeln: Auss­tel­lungsan­sicht­en, Plakate und Ka­t­a­loge, Presse­berichte, Briefe, Ak­ten, Filme und Fernse­h­berichte, außer­dem ein The­ater­vorhang aus dem Ber­lin­er Ensem­ble, auf den Ber­tolt Brecht „die stre­it­bare Frie­den­s­taube meines Brud­ers Pi­cas­so“ malen ließ.

Pi­cas­so eignete sich als Galions- und Pro­jek­tions­fig­ur in bei­den Sys­te­men und bei­den deutschen Staat­en. Er war Mit­glied der Kom­mu­nis­tischen Partei Frankreichs, un­ter­stützte Be­frei­ungskämpfe und Frie­den­skon­gresse. Aber er lebte im West­en und ließ es zu, dass die bürg­er­liche Kri­tik ihn zum un­poli­tischen Ge­nie, zum „Ge­heim­nis Pi­cas­so“ stil­isierte. Welche Werke wur­den im Sozial­is­mus, welche im Kap­i­tal­is­mus gezeigt? Wie wurde Pi­cas­so ver­mit­telt? Sah der West­en die Kunst, der Os­ten die Pol­i­tik? Was sah der Kün­stler selbst? Der geteilte Pi­cas­so un­ter­sucht das Bild, das sich hüben und drüben aus Pi­cas­sos Bildern machen ließ. Ei­nen Sch­w­er­punkt bildet die Pi­cas­so-Samm­lung von Peter und Irene Lud­wig, noch heute eine der um­fan­greich­sten. Als die Lud­wigs Teile davon der DDR zur Ver­fü­gung stell­ten, verviel­facht­en sie den dor­ti­gen Be­s­tand.

Für die Auss­tel­lung wur­den zwei Ar­beit­en in Auf­trag gegeben. Die Ar­chitek­tur des Kün­stlers Er­an Schaerf verknüpft das aus­gestellte Ma­te­rial, ohne kün­st­lerische Werke und ihren sozialen Ge­brauch hi­erarchisch zu glied­ern. Ein­baut­en aus Holz, schräg platzierte Stell­wände, das Auss­paren der Mu­se­um­swände ver­mit­teln den Ein­druck ein­er ge­plan­ten Un­abgeschlossen­heit. Das einzelne Ex­po­nat schiebt sich nicht aus dem Zusam­men­hang, die ei­gene Aneig­nung bleibt wahrnehm­bar. – Peter Nestlers Film Pi­cas­so in Val­lau­ris wurde im Jan­uar 2020 ge­dre­ht, um Pi­cas­sos Wandgemälde Krieg und Frie­den in die Auss­tel­lung zu brin­gen. Der Film ge­ht von Pi­cas­sos Pro­duk­tion, sei­nen Bezie­hun­gen und poli­tischen Verbin­dun­gen aus und blickt von dies­er Ver­gan­gen­heit her auf die Men­schen, die heute in Val­lau­ris leben.

Zur Auss­tel­lung er­scheint ein Ka­t­a­log in deutsch­er und en­glisch­er Sprache, her­aus­gegeben von Ju­lia Frie­drich, mit Beiträ­gen von Yil­maz Dziewior, Ju­lia Frie­drich, Ber­nard Eisen­s­chitz, Ste­fan Rip­plinger, Hu­bert Brie­den, Ge­org Seeßlen, Gün­ter Jor­dan, Iliane Thie­mann, There­sa Nis­ters, Boris Po­fal­la, Thorsten Sch­nei­der, Ém­i­lie Bou­vard und Sarah Jo­nas. Köln 2021, 248 Seit­en. 266 Ab­bil­dun­gen, 22 x 28 cm, Ver­lag der Buch­hand­lung Walther König. 29,80 EUR (Buch­han­del­spreis), 25 EUR (Mu­se­um­spreis)

Ku­ra­torin: Ju­lia Frie­drich

Die Auss­tel­lung wird sub­s­tan­tiell ge­fördert von der Peter und Irene Lud­wig Stif­tung, der Kun­st­s­tif­tung NRW, dem Min­is­teri­um für Kul­tur und Wis­sen­schaft des Lan­des Nor­drhein-West­falen sowie der Kul­turs­tif­tung der Län­der. Zusät­zlich wird sie großzügig un­ter­stützt von den Fre­un­den des Wall­raf-Richartz-Mu­se­um und des Mu­se­um Lud­wig e.V., der REWE Group und der Bern­er Group.

Eine Auss­tel­lung des Mu­se­um Lud­wig, mit be­son­der­er Un­ter­stützung des Musée na­tio­n­al Pi­cas­so-Paris.

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Ausstellung

Sammlung des Museum Ludwig

Expressionismus | Russische Avantgarde | Picasso | Bauhaus | Dada und Surrealismus | Nouveau Réalisme und Fluxus | Pop Art | Grafische Sammlung | Fotografische Sammlungen

Die Sammlung des Museum Ludwig setzt mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts ein und beinhaltet die wichtigsten Stationen und Positionen der Moderne.

Ein Grundstein für den Bestand war die Sammlung Josef Haubrich. Der Kölner Rechtsanwalt schenkte dem Museum 1946, unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, Kunstwerke der Expressionisten und anderer Vertreter der Klassischen Moderne. Darunter befinden sich Meisterwerke von Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, August Macke, Otto Müller, Otto Dix, Ernst Ludwig Kirchner und Marc Chagall. Weitere Werke von Willi Baumeister, Max Beckmann, Alexej von Jawlensky, Paul Klee, Oskar Kokoschka, Henri Matisse und Ernst Wilhelm Nay konnten in der Folgezeit als Stiftung, Schenkung oder Leihgabe gewonnen werden.

Die Schenkung von Peter und Irene Ludwig aus dem Jahre 1976, die zur Gründung des Museum Ludwig als erstem Museum für Kunst des 20. Jahrhunderts in Köln führte, beinhaltete die außerhalb der USA umfassendste Sammlung amerikanischer Pop Art . So gelangten Hauptwerke von Jasper Johns, Robert Rauschenberg, Andy Warhol, Roy Lichtenstein, James Rosenquist, Claes Oldenburg, George Segal, Tom Wesselmann u.a. ins Museum Ludwig. Aber auch die abstrakte amerikanische Malerei ist mit Werken von Mark Rothko, Ellsworth Kelly, Morris Louis, Frank Stella u.a. im Museum Ludwig vertreten.

Außerdem gab das Ehepaars Ludwig seine Sammlung Russischer Avantgarde als Dauerleihgabe an das Museum mit einzigartigen Werken aus der Zeit zwischen 1905 und 1935 von Künstlern wie Kasimir Malewitsch, Ljubow Popowa, Natalia Gontscharowa, Michail Larianow und Alexander Rodtschenko. Sie ist heute, mit über 600 Arbeiten, die wichtigste öffentliche Sammlung russischer Kunst im Westen.

Zudem befindet sich im Museum Ludwig die weltweit drittgrößte Picasso- Sammlung nach Barcelona und Paris. Rund 900 Werke aller Gattungen, Gemälde, Skulpturen, Druckgrafiken und Keramiken geben einen Überblick über alle Schaffensphasen und Techniken des Jahrhundert-Künstlers; ein Schwerpunkt liegt auf den letzten Schaffensjahrzehnten. Durch drei Schenkungen von Peter und Irene Ludwig, die letzte anlässlich der Wiedereröffnung 2001, ist die komplette Sammlung inzwischen in den Besitz des Museums übergegangen.

1977 war das Gründungsjahr der Fotoabteilung des Museum Ludwig, die heute zu den ältesten und renommiertesten an einem Museum moderner und zeitgenössischer Kunst zählt. Zum Bestand an historischer Fotografie zählen die frühesten Daguerreotypien aus Berlin, Reisefotografien aus Ägypten und Schottland aus der Mitte des 19. Jhs, eine der ganz seltenen Stammmappen von August Sander aus dem Jahre 1927 und über 300 Künstlerporträts von Hugo Erfurth. Durch den Ankauf der Sammlung Agfa im Jahr 2005 verfügt das Museum Ludwig über eine bedeutende Kollektion zur Kulturgeschichte der Fotografie, die zum ‚Nationalen Kulturgut‘ zählt. Die fotografische Sammlung ist in den letzten Jahren aber auch in die Gegenwart geführt worden durch bedeutenden Ankäufe und Schenkungen von Arbeiten von Andreas Gursky, Thomas Ruff, Wolfgang Tillmans, Christopher Williams, Sanja Iveković und Sherrie Levine um nur einige zu nennen.

Die Grafische Sammlung des Museum Ludwig beherbergt rund 3000 Unikate auf Papier - d.h. Zeichnungen, Aquarelle, Gouachen, Collagen, usw. - und fast 10.000 Druckgrafiken, Bestände, die vorwiegend wohlwollenden Förderern zu verdanken sind. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Expressionismus.

Durch die Schenkung von Peter und Irene Ludwig gelangten Picassos Suite Vollard, Suite 345 und Suite 156 vollständig ins Museum Ludwig. Künstler der Pop Art und der Russischen Avantgarde sind auch in der grafischen Sammlung mit prominenten Arbeiten vertreten. Die Sammlung wird durch Ankäufe und Schenkungen, zuletzt von David Shrigley und Georg Baselitz stets weiter in die Gegenwart geführt.

Seit den 1970er Jahren hat sich der künstlerische Videofilm neben den klassischen Sammlungsschwerpunkten zum eigenständigen medientechnischen Sammlungsbereich der Museen des 20. Jahrhunderts etabliert. Das Museum Ludwig begann ebenfalls sehr früh Videokunst zu sammeln und verfügt über wichtige Werke der ‚Pioniere‘ dieser Kunstform wie Nam June Paik, Marina Abramovic, Bruce Nauman oder Joan Jonas. Alle Tendenzen von Video und Film sowie Medienkunstinstallationen werden zusammengetragen und um aktuelle Werke von beispielsweise Aernout Mik, Mike Kelly, Guy Ben-Ner und Jeanne Faust erweitert.

Ausgangspunkt für die Fortführung der Sammlung in die Gegenwart war die Präsentation „Museum unserer Wünsche“ 2001/2002 in der zeitgenössische, aber auch historische Positionen im Kontext der ständigen Sammlung gezeigt wurden. Diese Präsentation setzte Signale der Neuausrichtung der Sammlung, zu der auch die Einbindung der Fotografie und Medienkunst in die zeitgenössische Kunst gehört.

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Auf der Internetseite www.kulturelles-erbe-koeln.de finden Sie die Sammlung des Museum Ludwig und anderer Kölner Museen online.

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Museum Ludwig

Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts

Roy Lichtensteins "Maybe", Andy Warhols "Brillo Boxes" oder George Segals „Restaurant Window“, Ikonen der amerikanischen Pop Art, waren gerade vollentdet, als sie 1969 als Leihgabe ins Wallraf-Richartz-Museum einzogen. Die Werke stammen von Peter und Irene Ludwig, die die größte Pop Art Sammlung außerhalb der USA zusammengetragen haben.

Durch die Schenkung von rund 350 Werken moderner Kunst des Ehepaars Ludwig wurde 1976 das Museum Ludwig gegründet. Es sollte als erstes Museum in Köln Kunst der Gegenwart ausstellen. Neben der Pop Art gaben die Ludwigs noch eine umfangreiche Sammlung der Russischen Avantgarde aus der Zeit von 1906 bis 1930 sowie ein Konvolut von mehreren hundert Arbeiten Pablo Picassos als Dauerleihgabe in das neue Museum. Die Werke Picassos sind in zwei großzügigen Schenkungen 1994 und 2001 inzwischen in den Besitz des Museum Ludwig übergegangen.
Die moderne Abteilung des Wallraf Richartz-Museums mit der Expressionisten-Sammlung des Kölner Juristen Joseph Haubrich bildete die Basis für die Sammlung zeitgenössischer Kunst und wurde ebenfalls in das Museum Ludwig integriert.

Das Museum sammelte konsequent weiter zeitgenössische Kunst. Das jüngste Werk war immer erst ein paar Monate alt. So gelangten auch deutsche Kunst der 70er und 80er Jahre sowie internationale Tendenzen und Installationen der jüngeren Avantgarde ins Museum Ludwig.

1986 wurde das Gebäude zwischen Dom, Rhein und Hauptbahnhof eröffnet. Es beherbergte das Wallraf-Richartz Museum, das Museum Ludwig und die Philharmonie. Im Januar 2001 zog das Wallraf-Richartz Museum in einen eigenen Bau und die Kunst des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart hat nun ca. 8000 m² Ausstellungsfläche zur Verfügung.
Seit November 2000 ist Kasper König Direktor des Museum Ludwig. Sein Name steht für Großausstellungen wie "Westkunst", "von hier aus" und "skulptur.projekte Münster". Er will das Museum Ludwig international positionieren und einen Dialog zwischen Besuchern und Kunst ermöglichen. „Das Museum soll nicht besucht, sondern benutzt werden, denn es gehört allen und keinem“.

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Bewertungen & Berichte Museum Ludwig

Ausstellungen / Museum Rautenstrauch-Joest-Museum Köln Köln, Cäcilienstraße 29-33
Ausstellungen / Museum Käthe Kollwitz Museum Köln Köln, Neumarkt 18-24
Ausstellungen / Museum MAKK - Museum für Angewandte Kunst Köln Köln, An der Rechtschule
Ausstellungen / Museum Kunsthalle Düsseldorf Düsseldorf, Grabbeplatz 4
Ausstellungen / Museum NS-Dokumentations-Zentrum / EL-DE-Haus Köln, Appellhofplatz 23-25
Netz.Werke / Messe Discovery Art Fair Virtual Köln, Gladbacher Wall 5
Ausstellungen / Museum Wallraf-Richartz-Museum Köln Köln, Obenmarspforten
Ausstellungen / Museum Kunst- und Ausstellungshalle Bonn Bonn, Helmut-Kohl-Allee 4
Ausstellungen / Ausstellung Kunstinitiative Wurzeln und Flügel e.V. / Schloss Reuschenberg
Mi, 2.2.2022, 15:00 Uhr
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Mi, 9.2.2022, 15:00 Uhr
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Mi, 2.3.2022, 15:00 Uhr
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Mi, 9.3.2022, 15:00 Uhr
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Mi, 16.3.2022, 15:00 Uhr
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Mi, 23.3.2022, 15:00 Uhr
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Mi, 30.3.2022, 15:00 Uhr
Ausstellungen / Museum Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland Bonn, Willy-Brandt-Allee 14
Ausstellungen / Museum Museum für Ostasiatische Kunst Köln Köln, Universitätsstraße 100
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Ausstellungen / Museum StadtMuseum Bonn Bonn, Franziskanerstrasse 9
Ausstellungen / Galerie Galerie Jöllenbeck Köln Köln, St. Apern-Str. 40
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Ausstellungen / Museum Museum Insel Hombroich Neuss Neuss, Minkel 2
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Ausstellungen / Galerie Galerie Voss Düsseldorf Düsseldorf, Mühlengasse 3
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Ausstellungen / Ausstellung Kölnischer Kunstverein Die Brücke Köln, Hahnenstraße 6
Ausstellungen / Museum Ludwig Museum Koblenz Koblenz, Danziger Freiheit 1
Ausstellungen / Museum Kölnisches Stadtmuseum Köln, Zeughausstraße 1-3
Ausstellungen / Galerie Atelier art-MORO Monika Krautscheid-Bosse Neustadt-Wied, Kirchplatz 11
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Ausstellungen / Galerie Galerie Bernd A. Lausberg Düsseldorf, Hohenzollernstr. 30
Ausstellungen / Ausstellung Künstlerduo Siebrecht & Pempeit Iserlohn, Haus F
Ausstellungen / Museum Stiftung KERAMION Frechen, Bonnstr. 12
Ausstellungen / Museum Museum für Gegenwartskunst Siegen, Unteres Schloss 1
Ausstellungen / Galerie artclub Köln, Melchiorstr. 14
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Ausstellungen / Museum KIT - Kunst im Tunnel Düsseldorf, Mannesmannufer 1b
Ausstellungen / Galerie in focus Galerie Burkhard Arnold Köln, Hauptstr. 114
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Ausstellungen / Galerie Parrotta Contemporary Art Köln, Brüsselerstr. 21

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